Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Zählen kleiner Körperchen
gemäß des Oberbegriffes des Patentanspruches 1.
Derartige Vorrichtungen sind beispielsweise in der EP
01 66 136 A2 beschrieben. Bei dieser Vorrichtung sollen Saatkörner, die
von dem Dosierorgan einer Sämaschine dosiert werden, gezählt werden. Hierbei sind
die aus mehreren Lichtemitter und Lichtdetektoren bestehende Sensoren in einer horizontalen
Ebene angebracht. Derartige Sensoren sind in der Lage, relativ normale Körner zu
zählen, es bereitet jedoch Schwierigkeiten kleinere Körner, wie beispielsweise Rapskörner
zu zählen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, mittels einfacher Maßnahmen
einen preiswerten, jedoch höher auflösenden Sensor auch zum Zählen kleiner Körner,
wie beispielsweise Rapskörner zu schaffen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass zumindest
die Lichtdetektoren des Sensors in zumindest zwei, vorzugsweise unmittelbar benachbarten
und übereinanderliegenden Ebene angeordnet sind. Infolge dieser Maßnahme wird mit
preiswerten Bauteilen, die zwar relativ groß bauen, dennoch eine hohe Auflösung
des Sensors zur Erfassung von relativ kleine Körperchen möglich.
Die Lichtemitter und die Lichtdetektoren eines Sensors sind in zumindest
zwei benachbarten Ebenen angeordnet, so dass relativ groß bauende Elemente dennoch
ein relativ dichtes Strahlengitter der Elemente des Sensors zur Erfassung kleiner
Teile möglich machen.
In einer Ausgestaltung der Erfindung sind die Lichtemitter in einer
Ebene und die Lichtdetektoren in einer anderen Ebene angeordnet. Auch ist es möglich,
dass der einem Lichtemitter jeweils zugeordnete Lichtdetektor in der zum besagten
Lichtemitter besagten Ebene angeordnet ist.
Unter benachbarten Ebenen soll im Wesentlichen verstanden werden,
dass die Elemente der Sensoren so dicht, wie es ihre Baugröße zulässt, zueinander
angeordnet sind.
In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass
in jeder Ebene Lichtemitter und Lichtdetektoren abwechselnd zueinander angeordnet
sind und dass die einander zugeordneten Lichtemitter und Lichtdetektoren in benachbarten
Ebenen angeordnet sind.
Bei einer Ausgestaltung der Erfindung, bei denen die Lichtemitter
kleiner als die Lichtdetektoren bauen, ist zur Schaffung einer kompakten Sensoreinheit
mit einer relativ hohen Auflösung vorgesehen, dass die Lichtemitter in einer Ebene
und die gegenüberliegenden Lichtdetektoren in zumindest zwei Ebenen angeordnet sind,
und dass die jeweils benachbarten Lichtdetektoren in unterschiedlichen Ebenen angeordnet
sind.
Weitere Einzelheiten der Erfindung sind den übrigen Unteransprüchen,
der Beispielsbeschreibung und den Zeichnungen zu entnehmen. Hierbei zeigen
1 die erfindungsgemäß ausgestattete pneumatische
Sämaschine in Prinzipdarstellung,
2 die Anordnung der Sensoren in dem Verteilersystem
der Sämaschine in vergrößerter Darstellung und in Prinzipdarstellung,
3 die Anordnung der Sensorelemente eines
Sensors in der Verteilerleitung im Schnitt und in Prinzipdarstellung,
4 die Anordnung der Lichtemitter des
Sensors in der Ansicht IV-IV,
5 die Anordnung der Lichtdetektoren des
Sensors nach 3 nach 3
in der Ansicht V–V,
6 die Anordnung der Sensorelemente eines
weiteren Sensors in der Verteilerleitung im Schnitt und in Prinzipdarstellung,
7 die Anordnung der Sensorelemente des
Sensors nach 6 in der Ansicht VII–VII,
8 die Anordnung der Sensorelemente des
Sensors nach 7 in der Ansicht VIII–VIII,
9 die Anordnung der Sensorelemente eines
weiteren Sensors in der Verteilerleitung im Schnitt und in Prinzipdarstellung in
einem Teil der Leitung, der rechteckig ausgebildet ist und
10 die Anordnung der Sensorelemente gemäß
9 in der Ansicht X–X.
Die Sämaschine ist als pneumatische Verteilmaschine ausgebildet. Sie
weist einen Rahmen 1 und Vorratsbehälter 2 auf. Der Rahmen
1 stützt sich auf Laufrädern 3 oder einer Bodenwalze auf dem Boden
ab. Dem Vorratsbehälter 2 ist ein Zentraldosierer 4 zugeordnet,
der das sich im Vorratsbehälter 2 befindliche Saatgut über eine Schleuse
5 in eine zentrale Zuführleitung 6, die als Steigrohr
7 ausgebildet ist, einleitet. Dieses Steigrohr 7 mündet an seinem
oberen Ende in einem Verteilerkopf 8, über den das dosierte Saatgut auf
die einzelnen sich an dem Verteilerkopf 8 anschließenden
Saatleitungen 9 gleichmäßig aufgeteilt wird. Die Saatleitungen
9 führen zu den am Rahmen 1 angelenkten Säscharen 10.
Dem Laufrad 3 ist eine nicht dargestellte Wegstreckenmesseinrichtung zugeordnet,
die Messdaten an eine als Bordcomputer 11 ausgebildete elektronische Auswerteeinheit
übermittelt. Der Dosierer 4 wird über einen Antriebsstrang und ein einstellbares
Getriebe 12 von einer Kraftquelle 13 angetrieben. Das Getriebe
12 wird über einen Einstellmotor 14 eingestellt und von dem Bordcomputern
11 angesteuert.
Dem Steigrohr 7 ist ein Sensor 15 zur Ermittlung
der insgesamt ausgebrachten Saatkörneranzahl zugeordnet. Des weiteren ist eine Sensoreinheit
16 zumindest einer Saatleitung 9 zugeordnet. Der Sensor
15 und die Sensoreinheit 16 sind über Übertragungsmittel mit dem
Bordcomputer 11 verbunden, so dass die Messdaten der Sensoren
15 und 16 an den Bordcomputer 11 übermittelt werden.
Die Sensoreinheit 16 weist die Lichtschranken 17 auf. Die Lichtschranken
17 zählen im Bereich des Messraumes 18 die einzelnen von dem Verteilerkopf
8 zu den jeweiligen Säscharen 10 gelangenden Anzahl Saatkörner.
Hierbei wird davon ausgegangen, dass über den Verteilerkopf 8 das durch
das Steigrohr 7 zum Verteilerkopf 8 gelangende Saatgut gleichmäßig
auf die einzelnen Saatleitungen 9 aufgeteilt wird.
Die als Lichtschranken 17 ausgebildeten Sensoren der Sensoreinheit
16 weisen jeweils einen Lichtemitter 19 und einen Lichtdetektor
20 auf und sind kreisförmig verteilt um die Verteilerleitung
9 angeordnet und können so innerhalb der Verteilerleitung 9 die
durch den Bereich der Sensoreinheit 16 geförderten Körperchen des Saatgutes
zählen. Die Sensoren 17 der Sensoreinheit 16 sind mittels Übertragungsleitung
mit der elektronischen Auswerteeinheit 11, bspw. eines Bordcomputers verbunden.
Die Körperchen passieren den Messraum 18, wie durch den Pfeil
21 angedeutet. Die Körperchen erzeugen durch das Passieren der Sensoreinheit
16 Messimpulse an den Sensoren 17, die über die Übertragungsleitung
an die Auswerteeinheit 11 übermittelt werden. Aufgrund des in dem Speichermedium
der Auswerteeinheit 11 hinterlegten Auswerteprogramms werden diese Messsignale
ausgewertet und in Anzahl Körner umgesetzt, so dass die dem Messraum 18
passierenden Körperchen gezählt und die ausgebrachte Saatgutmenge mittels des Auswerteprogramms
errechnet werden kann.
Mehrere Lichtemitter 19 und Lichtdetektoren 20 bilden
eine Sensoreinheit 16. Bei den Ausführungsbeispielen nach 3
bis 5 sind die Lichtemitter 19 einer
Sensoreinheit 16 in der oberen Ebene 22 und die Lichtdetektoren
in der unmittelbar benachbarten und darunter liegenden Ebene 22 angeordnet.
Somit sind die Lichtemitter 19 in einer Ebene 21 und die Lichtdetektoren
20 in einer anderen Ebene 23 angeordnet, wie die eingezeichnete
Strahlengänge 24, die von den Lichtemittern 19 in Richtung der
Lichtdetektoren 20 ausgehen zusätzlich verdeutlicht. Entsprechend dieser
Strahlengänge sind die Lichtemitter 19 ausgerichtet angeordnet. Jeweils
einem Lichtemitter 19 ist entsprechend gegenüberliegend ein Lichtdetektor
20 angeordnet. Somit lässt sich mit relativ großen Bauelementen ein engmaschiges
Strahlengitter im Messraum verwirklichen.
In dem Messraum 18 sind die Lichtdetektoren 20 und
Lichtemitter 19 der Sensoreinheit 16 angeordnet. Diesen Messraum
18 passieren die zu zählenden Körner und unterbrechen hierbei den entsprechenden
Strahlengang 24 zwischen den Lichtemittern 19 und Lichtdetektoren
20. Hierdurch lösen sie einen Impuls aus, der jeweils von dem Bordcomputer
11 entsprechend dem hinterlegten Auswerteprogramm ausgewertet wird.
Bei der Sensoreinheit 25 gemäß den 6
bis 8 sind in jeder Ebene abwechselnd Lichtdetektoren
20 und Lichtemitter 19 gegenüberliegend angeordnet. Es sind zwei
Ebenen 26 und 27 entsprechenden Anordnungen von Lichtemittern
19 und Lichtdetektoren 20 vorgesehen. Sowohl die Lichtemitter
19 wie die Lichtdetektoren 20 sind in zumindest zwei unmittelbar
benachbarten und übereinanderliegenden Ebenen 25 und 26 angeordnet,
wie insbesondere die 6 zeigt. Der einem Lichtemitter
19 jeweils zugeordnete Lichtdetektor 20 ist in der gleichen Ebene
26 bzw. 27 angeordnet. In Draufsicht gesehen ist jeweils unterhalb
eines Lichtemitters 19 ein Lichtdetektor 20 angeordnet, so dass
die Anordnungen quasi etwas „zueinander verdreht" angeordnet sind. Auch so
lässt sich ein relativ engmaschiges Strahlengitter im Messraum verkleinern.
Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß den 9
und 10 weist der Messraum 28 in
Draufsicht gesehen einen rechteckigen bzw. quadratischen Querschnitt auf. Auf der
einen Seite des Messraums 28 sind die Lichtemitter 19 angeordnet,
während auf der anderen Seite des Messraums 28 die Lichtdetektoren
20 angeordnet sind, wobei die Lichtdetektoren 20 in zwei übereinander
liegenden Ebenen 29 und 30 angeordnet sind, hierbei die Lichtdetektoren
20 abwechselnd „hoch" und „tief" zueinander angeordnet sind.
Durch diese Anordnung ist es möglich, ein relativ dichtes Strahlengitter zu bekommen,
welches fein und engmaschig ist, um auch kleine Körperchen genau erfassen zu können.