| Dokumentenidentifikation |
DE102004030706B3 08.09.2005 |
| Titel |
Luftversorgungseinrichtung für einen Fahrzeugsitz sowie Verfahren zum Betreiben derselben |
| Anmelder |
DaimlerChrysler AG, 70567 Stuttgart, DE |
| Erfinder |
Hartmann, Dietmar, Dipl.-Ing., 75392 Deckenpfronn, DE; Pfahler, Karl, Dr., 70180 Stuttgart, DE; Renner, Lothar, 71154 Nufringen, DE |
| DE-Anmeldedatum |
25.06.2004 |
| DE-Aktenzeichen |
102004030706 |
| Veröffentlichungstag der Patenterteilung |
08.09.2005 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
08.09.2005 |
| IPC-Hauptklasse |
B60N 2/56
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| IPC-Nebenklasse |
F24F 11/00
G05B 11/00
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| Zusammenfassung |
Die vorliegende Erfindung offenbart eine Luftversorgungseinrichtung für einen Fahrzeugsitz sowie ein Verfahren zum Betreiben derselben. Die Luftversorgungseinrichtung für einen Fahrzeugsitz (12) weist eine im oberen Bereich des Fahrzeugsitzes (12) vorgesehene Luftausströmöffnung (18), über die der Kopf-, Schulter- und Nackenbereich eines Sitzinsassen zur Verminderung von unerwünschten Zuglufterscheinungen mit einem Luftstrom (L) beaufschlagbar ist, auf. Der Luftstrom (L) ist mittels einer Steuereinrichtung (24) durch Regelung einer Lüfterdrehzahl (n) eines Gebläses (38) regelbar und über ein Heizelement (39) erwärmbar. Das Heizelement (39) weist erfindungsgemäß drei Heizstufen auf, die durch eine manuelle Einstellung einer Regeleinrichtung (26) durch den Sitzinsassen zur Auswahl einer Heizstufe und/oder durch die Steuereinrichtung (24) ansprechend auf einen äußeren Parameterwert auswählbar sind, wobei die Steuereinrichtung (24) die Lüfterdrehzahl (n) des Gebläses (38) ansprechend auf einen weiteren äußeren Parameterwert regeln kann. Durch den erfindungsgemäßen Aufbau kann das Wärmeempfinden des Sitzinsassen bei der Beseitigung eines Zugempfindens mit berücksichtigt werden.
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| Beschreibung[de] |
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Die Erfindung betrifft eine Luftversorgungseinrichtung für einen Fahrzeugsitz
nach dem Oberbegriff von Patentanspruch 1 sowie ein Verfahren zum Betreiben derselben.
Aus der DE 102 26 008 A1
ist eine Luftversorgungseinrichtung für einen Fahrzeugsitz eines offenen Kraftfahrzeugs
mit wenigstens einer im oberen Bereich des Fahrzeugsitzes vorgesehenen Luftausströmöffnung,
über die der Kopf-, Schulter- und Nackenbereich des Sitzinsassen zur Verminderung
von unerwünschten Zuglufterscheinungen mit einem Luftstrom beaufschlagbar ist. Dabei
ist der Luftstrom mittels einer Steuereinrichtung regelbar und wird bei eingeschalteter
Luftversorgungseinrichtung in Abhängigkeit von einem automatisch erfassten äußeren
Parameterwert, beispielsweise einer Außentemperatur, und/oder einem vom Sitzinsassen
wählbaren Vorgabewert auf einen zugeordneten Grundwert eingestellt, von dem aus
eine weitere Einstellung des Luftstroms in Abhängigkeit von einem automatisch erfassten
weiteren Parameterwert, beispielsweise der Fahrgeschwindigkeit erfolgt. Die beiden
Parameterwerte dienen zur Einstellung eines niedrigen, mittleren oder hohen Grundwerts
des Luftstroms. Bei zunehmender Fahrgeschwindigkeit wird ausgehend von dem eingestellten
Grundwert die Lüfterdrehzahl des Gebläses und eine Heizleistung des Heizelements
erhöht und umgekehrt.
Aus der DE 198 50 827 A1
ist eine Fahrzeuglüftungseinrichtung zum Richten von Luft zu dem Kopf- und Nackenbereich
von zumindest einem Insassen, im wesentlichen in einer der Fahrtrichtung entgegengesetzten
Richtung, mit einer im Fahrgastraum mündenden Luftzufuhreinrichtung, einer Luftumlenkeinrichtung,
einer Luftabgabeeinrichtung, einer Luftbeschleunigungseinrichtung, insbesondere
einem Gebläse, und einer Lufterwärmungseinrichtung. Dabei sind die Lufterwärmungseinrichtung
und/oder die Luftbeschleunigungseinrichtung in Abhängigkeit von der Fahrzeuggeschwindigkeit
steuerbar.
Jedoch ist bei dieser herkömmlichen Luftversorgungseinrichtung für
einen Fahrzeugsitz sowie bei dieser herkömmlichen Fahrzeuglüftungseinrichtung das
Augenmerk auf den Luftstrom gerichtet, der u.a. geschwindigkeits- und außentemperaturabhängig
in vorgegebenen Stufen geregelt wird. Das Ziel besteht darin, das Zugluftempfinden
des Sitzinsassen zu beseitigen. Dabei wird aber das Wärmeempfinden des Sitzinsassen
nicht bzw. nicht ausreichend berücksichtigt, insbesondere erfolgt bei der herkömmlichen
Luftversorgungseinrichtung für einen Fahrzeugsitz eine Abstimmung zur Umgebung nur
unzureichend; eine Erhöhung der Heizleistung des Heizelements erfolgt lediglich,
um bei einer höheren Lüfterdrehzahl, d.h. einer höheren Luftdurchströmung soweit
möglich eine konstante Temperatur des Luftstroms zu erhalten.
Daher ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung eine Luftversorgungseinrichtung
für einen Fahrzeugsitz sowie ein Verfahren zum Betreiben derselben derart weiterzubilden,
dass das Wärmeempfinden des Sitzinsassen in ausreichendem Maße berücksichtigt wird
und daher der Wärmekomfort für den Sitzinsassen bedeutend zunimmt, insbesondere
auch der Jahreszeit entsprechend angepasst werden kann, und dadurch außerdem ein
effizienterer und energiesparenderer Betrieb der Luftversorgungseinrichtung für
einen Fahrzeugsitz möglich wird.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch eine Luftversorgungseinrichtung
für einen Fahrzeugsitz mit den Merkmalen von Anspruch 1 sowie ein Verfahren zum
Betreiben derselben mit den Merkmalen von Anspruch 7 gelöst. In den Unteransprüchen
sind vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung angegeben.
Durch die Ausbildung von drei festen Heizstufen des Heizelements,
denen jeweils dieselbe, geschwindigkeitsabhängige Lüfterdrehzahlkennlinie zugeordnet
ist, wird das Wärmegefühl für den Insassen gut berücksichtigt, so dass für den Sitzinsassen
der Wärmekomfort bedeutend erhöht ist.
In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung können diese drei
festen Heizstufen abhängig von der Witterung und/oder Jahreszeit in ihrer Gesamtheit
dahingehend verändert werden, dass alle drei Heizstufen entsprechend einem Eingangssignal
von einem Außentemperatursensor in der Heizleistung entsprechend angehoben (bei
kühler Witterung, z.B. im März und November) oder abgesenkt werden (in den Sommermonaten).
Somit wird der Wärmekomfort für den Sitzinsassen weiter erhöht.
Diese und weitere Aufgaben, Merkmale und Vorteile der vorliegenden
Erfindung werden nachfolgend anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels in Verbindung
mit der Zeichnung offensichtlich.
Dabei zeigen:
1 eine schematische Perspektivansicht
auf Teile einer Rückenlehne eines Fahrzeugsitzes, in die eine erfindungsgemäße Luftversorgungseinrichtung
integriert ist,
2 eine beispielhafte Darstellung des
Verlaufs einer Heizleistung eines dreistufigen Heizelements über
die Zeit,
3 den Verlauf einer Lüfterspannung in
Abhängigkeit von der Fahrgeschwindigkeit,
4 eine Darstellung einer Verschiebung
der drei Heizleistungsniveaus abhängig von einer ermittelten Witterungssituation,
die z.B. über einen Außentemperatursensor erkannt wird, und
5 ein Ablaufdiagramm des erfindungsgemäßen
Verfahrens zum Betreiben einer Luftversorgungseinrichtung gemäß 1.
Nachfolgend wird nun die erfindungsgemäße Luftversorgungseinrichtung
für einen Fahrzeugsitz und das erfindungsgemäße Verfahren zum Betreiben derselben
anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels näher beschrieben.
In 1 sind in schematischer Perspektivansicht
Teile einer Rückenlehne 16 eines Fahrzeugsitzes 12 dargestellt,
in die eine Luftversorgungseinrichtung 14 integriert ist. Von der Rückenlehne
16 des Fahrzeugsitzes 12 sind ein Lehnenrahmen 30 und
eine rückwärtige Verkleidung 32 erkennbar. Innerhalb der Rückenlehne
16 ist eine Kanalanordnung 36 der Luftversorgungseinrichtung
14 angeordnet. Der Kanalanordnung 36 ist ein von einem Gehäuse
aufgenommenes Gebläse 38 vorgeschaltet, dessen Luftansaugung an der Rückseite
der Rückenlehne 16 erfolgt. Außerdem ist innerhalb der Kanalanordnung
36 ein dem Gebläse 38 nachgeschaltetes Heizelement 39
angeordnet, das über eine Steuereinrichtung 24 steuerbar ist und mit dem
der Luftstrom der Luftversorgungseinrichtung 14 temperiert werden kann.
Im Bereich der in 1 nicht gezeigten Kopfstütze mündet
die Kanalanordnung 36 in eine Luftausströmöffnung 18, durch die
der temperierte Luftstrom in Richtung des Kopf-, Schulter- und Nackenbereichs des
Sitzinsassen austritt, um die beispielsweise beim Fahren mit offenem Verdeck entstehenden
Zuglufterscheinungen erheblich zu vermindern. Die Luftausströmöffnung
18 endet etwa flächenbündig integriert an der Vorderseite der Kopfstütze.
Die Luftversorgungseinrichtung 14 kann sowohl mit einem Sensor
20 zum Erfassen der Außentemperatur als auch mit einem Sensor
22 zum Erfassen der Fahrgeschwindigkeit verbunden sein. Die beiden Sensoren
20, 22 sind mit der beispielsweise innerhalb des Fahrzeugsitzes
12 angeordneten Steuereinrichtung 24 verbunden, über die die Regelung
des aus der Luftausströmöffnung 18 austretenden Luftstroms auf im weiteren
noch beschriebene Weise erfolgt. Zudem ist im Inneren des Kraftwagens eine Regelungseinrichtung
26 vorgesehen, die mit der Steuereinrichtung 24 verbunden ist
und über die der Sitzinsasse eine nachfolgend noch beschriebene Einstellung des
Luftstroms vornehmen kann. Das Erfassen der Fahrgeschwindigkeit erfolgt in dem hier
gezeigten Ausführungsbeispiel durch ein ohnehin schon vorhandenes ABS-Steuergerät,
das die momentane Fahrgeschwindigkeit in ein elektronisches Signal umwandelt und
an die Steuereinrichtung 24 übermittelt. Das Erfassen der Außentemperatur
kann durch einen ohnehin vorhandenen Temperatursensor 20 zum Anzeigen der
Temperatur im Cockpit erfolgen, wobei die Temperatur in ein elektronisches Signal
umgewandelt und an die Steuereinrichtung 24 im Fahrzeugsitz 12
übermittelt wird.
Im Gegensatz zum Stand der Technik, in dem ein Grundwert für die Gebläsekennlinie
abhängig von einer erfassten Außentemperatur und/oder einer Einstellung der Regelungseinrichtung
26 gewählt und die Heizleistung bei einer Erhöhung der Lüfterdrehzahl entsprechend
erhöht wird und dadurch nur eine Regelung des Luftstroms bei konstanter Temperatur
der Ausblasluft verwirklicht ist, wird bei der erfindungsgemäßen Luftversorgungseinrichtung
für einen Fahrzeugsitz sowie dem erfindungsgemäßen Verfahren zum Betreiben derselben
ein Hauptaugenmerk auf eine Regelung der Belüftungstemperatur gelegt.
Dazu ist das Heizelement 39 so ausgebildet, dass drei voneinander
verschiedene Heizstufen P1 bis P3, beispielsweise niedrig, mittel und hoch, d.h.
30%, 60% und 90%, vorhanden und einstellbar sind, wie in 2
gezeigt. In einer nicht gezeigten Speichereinrichtung, die beispielsweise in die
Steuereinrichtung 24 integriert ist, ist eine geschwindigkeitsabhängige
Lüfterdrehzahlkennlinie, wie in 3 gezeigt, abgespeichert,
wobei diese Lüfterdrehzahlkennlinie identisch jeder der Heizstufen zugeordnet ist.
Bei der erfindungsgemäßen Luftversorgungseinrichtung ist nur noch eine geschwindigkeitsabhängige
Lüfterdrehzahlkennlinie erforderlich und abgespeichert.
Die Steuereinrichtung 24 empfängt entweder von der Regeleinrichtung
26, an der der Sitzinsasse eine der Heizstufen P1 bis P3 auswählt, oder
vom Sensor 20, der die Außentemperatur erfasst, ein Signal, entsprechend
dem eine der drei Heizstufen P1 bis P3 des Heizelements 39 ausgewählt wird.
Die Lüfterdrehzahl wird von der Steuereinrichtung 24 dann ansprechend auf
ein Ausgangssignal vom Sensor 22, der die Fahrgeschwindigkeit erfasst,
anhand der in der Speichereinrichtung abgespeicherten geschwindigkeitsabhängigen
Lüfterdrehzahlkennlinie ausgehend von einem Arbeitspunkt G0 entsprechend
der erfassten Fahrgeschwindigkeit geregelt.
Auf diese Weise nehmen die Lüfterdrehzahl und damit der Ausblasluftstrom
mit zunehmender Fahrgeschwindigkeit zu, während die Temperatur der Ausblasluft unter
Berücksichtigung einer manuellen Einstellung des Sitzinsassen und/oder der erfassten Außentemperatur
eingestellt ist. Dadurch ist im Gegensatz zur herkömmlichen Luftversorgungseinrichtung
für einen Fahrzeugsitz, bei der nur eine geschwindigkeitsabhängige Anpassung des
Ausblasluftstroms erfolgt, dessen Temperatur einen vorgegebenen Wert hat, nunmehr
die Temperatur der Ausblasluft unter Berücksichtigung der Einstellungen des Sitzinsassen
und/oder der Außentemperatur gewählt und zusätzlich die Intensität des Ausblasluftstroms
geschwindigkeitsabhängig, d.h. bei zunehmender Fahrzeuggeschwindigkeit zunehmend,
geregelt. Daher ist der Klimatisierungskomfort für den Sitzinsassen bedeutend verbessert,
da kein Zugempfinden aufgrund von einer bei der gegenwärtigen Außentemperatur zu
niedrigen Temperatur der Ausblasluft entsteht.
In einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung weist die Steuereinrichtung
24 zusätzlich eine nicht gezeigte Speichereinrichtung für Außentemperaturwerte,
der die von dem Sensor 20 erfassten Außentemperaturwerte zugeführt werden,
und eine Analyseeinrichtung auf. Die Analyseeinrichtung analysiert den zeitlichen
Verlauf der abgespeicherten Außentemperaturwerte und ermittelt daraus, ob eine kühle
Witterung vorliegt, wie sie beispielsweise im März und November auftreten kann,
oder eine warme Witterung, wie sie beispielsweise im August auftreten kann, und
gibt dieses Ermittlungsergebnis an die Steuereinrichtung 24 aus. Die Steuereinrichtung
24 veranlasst ansprechend auf dieses Ermittlungsergebnis bei einer erkannten
kühlen Witterung eine gleichmäßige Anhebung der Heizleistung aller drei Heizstufen
P1 bis P3 und bei einer erkannten warmen Witterung eine gleichmäßige Absenkung der
Heizleistung aller drei Heizstufen P1 bis P3, wie in 4
veranschaulicht.
Auf diese Weise ist sichergestellt, dass auch bei extremeren Umgebungsbedingungen,
wie beispielsweise konstant niedrigeren oder höheren Außentemperaturen eine noch
bessere Reaktion auf diese Umgebungsbedingungen, d.h. ein Anpassung der Temperatur
der Ausblasluft, so dass ein der Jahreszeit entsprechender Wärmekomfort möglich
ist, ohne dass eine Vielzahl von Heizstufen des Heizelements 39 erforderlich
sind. Zudem kann durch die Absenkung der Heizstufen P1 bis P3 beispielsweise im
Hochsommer und Anhebung der Heizstufen P1 bis P3 beispielsweise im Frühjahr und
Herbst Energie eingespart werden und die Anpassbarkeit der Temperatur der Ausblasluft
an die Außentemperatur verbessert werden. Selbstverständlich ist es auch denkbar,
das Vorhandensein verschiedener Jahreszeiten und/oder extremerer Umgebungsbedingungen
über einen längeren Zeitraum anhand anderer Signale als von Außentemperaturwerten
zu erfassen, wie beispielsweise über Zeitsignale o.ä.
Nachstehend wird nun unter Bezugnahme auf 5
das erfindungsgemäße Verfahren zum Betreiben einer Luftversorgungseinrichtung für
einen Fahrzeugsitz, die wie vorstehend unter Bezugnahme auf 1
beschrieben aufgebaut ist, genauer erläutert.
Das erfindungsgemäße Verfahren beginnt mit einem Motorstart. Zunächst
werden in einem Schritt S1 optional Umgebungsbedingungen, wie beispielsweise eine
Außentemperatur als äußerer Parameterwert erfasst. Dann werden optional in einem
Schritt S2 entsprechend den in Schritt S1 erfassten Umgebungsbedingungen die Heizstufen
P1 bis P3 ausgehend von in einer Speichereinrichtung abgespeicherten Werten entweder
wie abgespeichert verwendet, oder optional bei Erkennen einer kühlen Witterung um
einen vorbestimmten Wert nach oben verschoben, oder bei Erkennen einer warmen Witterung
um einen vorbestimmten Wert nach unten verschoben. Alternativ zu Schritt S1 und
S2 kann eine Einstellung der Regeleinrichtung 26 durch den Sitzinsassen,
über die eine der Heizstufen manuell ausgewählt ist, erfasst werden. Anschließend
erfolgt in einem Schritt S3 ein Einlesen der erfassten Außentemperatur und/oder
der erfassten Einstellung der Regeleinrichtung 26 und in Schritt S4 ein
Auswählen einer der drei Heizstufen des Heizelements 39 entsprechend der
eingelesenen erfassten Außentemperatur und/oder der einfassten Einstellung der Regeleinrichtung
26. Nachfolgend wird in Schritt S5 die Fahrgeschwindigkeit v als weiterer
äußerer Parameterwert erfasst und eingelesen und in Schritt S6 die Lüfterdrehzahl
des Gebläses 38 aus einer in einer Speichereinrichtung abgespeicherten,
fahrgeschwindigkeitsabhängigen Lüfterdrehzahlkennlinie ermittelt. Solange in Schritt
S7 erkannt wird, dass die Fahrt noch nicht beendet ist, wird dann zu Schritt S5
zurückgekehrt und eine fahrgeschwindigkeitsabhängige Regelung der Lüfterdrehzahl
durchgeführt. Ansonsten wird das Verfahren beendet.
Auf diese Weise ist es mit dem erfindungsgemäßen Verfahren möglich,
eine fahrgeschwindigkeitsabhängige Regelung des Ausblasluftstroms durchzuführen,
durch die ein Zugempfinden des Sitzinsassen vermieden wird, wobei zusätzlich durch
die Regelung der Temperatur der Ausblasluft das thermische Komfortempfinden des
Sitzinsassen deutlich verbessert ist.
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| Anspruch[de] |
- Luftversorgungseinrichtung für einen Fahrzeugsitz (12) mit
einer im oberen Bereich des Fahrzeugsitzes (12) vorgesehenen Luftsausströmöffnung
(18), über die der Kopf-, Schulter- und Nackenbereich eines Sitzinsassen
zur Verminderung von unerwünschten Zuglufterscheinungen mit einem Luftstrom (L)
beaufschlagbar ist, und wobei der Luftstrom (L) mittels einer Steuereinrichtung
(24) durch Regelung einer Lüfterdrehzahl (n) eines Gebläses
(38) regelbar und über ein Heizelement (39) erwärmbar ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Heizelement (39) drei Heizstufen (P1 bis P3) aufweist,
die durch die Steuereinrichtung (24) ansprechend auf einen ersten äußeren
Parameterwert auswählbar sind, wobei die Steuereinrichtung (24) die Lüfterdrehzahl
(n) des Gebläses (38) ansprechend auf einen zweiten äußeren Parameterwert
regeln kann.
- Luftversorgungseinrichtung für einen Fahrzeugsitz (12) mit
einer im oberen Bereich des Fahrzeugsitzes (12) vorgesehenen Luftsausströmöffnung
(18), über die der Kopf-, Schulter- und Nackenbereich eines Sitzinsassen
zur Verminderung von unerwünschten Zuglufterscheinungen mit einem Luftstrom (L)
beaufschlagbar ist, und wobei der Luftstrom (L) mittels einer Steuereinrichtung
(24) durch Regelung einer Lüfterdrehzahl (n) eines Gebläses (38)
regelbar und über ein Heizelement (39) erwärmbar ist, dadurch gekennzeichnet,
dass das Heizelement (39) drei Heizstufen (P1 bis P3) aufweist, die durch
den Sitzinsassen manuell auswählbar sind, wobei die Steuereinrichtung (24)
die Lüfterdrehzahl (n) des Gebläses (38) ansprechend auf einen äußeren
Parameterwert regeln kann.
- Luftversorgungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass der erste äußere Parameterwert eine Außentemperatur ist.
- Luftversorgungseinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
dass der äußere bzw. zweite äußere Parameterwert eine Fahrgeschwindigkeit ist.
- Luftversorgungseinrichtung nach Anspruch 1 oder 3, dadurch gekennzeichnet,
dass eine Analyseeinrichtung ausgebildet ist, die in einer Speichereinrichtung abgespeicherte
erste äußere Parameterwerte analysieren und das Analyseergebnis an die Steuereinrichtung
(24) ausgeben kann, und die Steuereinrichtung (24) ansprechend
auf das Analyseergebnis eine Verschiebung aller drei Heizstufen (P1 bis P3) des
Heizelements (39) veranlassen kann.
- Luftversorgungseinrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
dass die Analyseeinrichtung eine Analyse durchführt, um zu erkennen, welche Jahreszeit
vorliegt, und die Steuereinrichtung (24) im Frühjahr und Herbst eine Anhebung
aller drei Heizstufen (P1 bis P3) und im Hochsommer eine Absenkung aller drei Heizstufen
(P1 bis P3) gegenüber einer Ausgangssituation veranlassen kann.
- Verfahren zum Betreiben einer Luftversorgungseinrichtung für einen
Fahrzeugsitz (12) mit einer im oberen Bereich des Fahrzeugsitzes (12)
vorgesehenen Luftsausströmöffnung (18), über die der Kopf-, Schulter- und
Nackenbereich eines Sitzinsassen zur Verminderung von unerwünschten Zuglufterscheinungen
mit einem Luftstrom (L) beaufschlagbar ist, und wobei der Luftstrom (L) mittels
einer Steuereinrichtung (24) durch Regelung einer Lüfterdrehzahl (n) eines
Gebläses (38) regelbar und über ein Heizelement (39) erwärmbar
ist,
gekennzeichnet durch die folgenden Schritte
(S1) Erfassen von Umgebungsbedingungen,
(S2) Setzen der Heizstufen eines dreistufigen Heizelements (39) entsprechend
den in S1 erfassten Umgebungsbedingungen,
(S3) Einlesen einer Außentemperatur und/oder einer Einstellung einer Regeleinrichtung
(26) zur manuellen Auswahl einer Heizstufe (P1 bis P3) durch den Sitzinsassen,
(S4) Auswählen einer der drei Heizstufen des dreistufigen Heizelements (39)
entsprechend der in S3 eingelesenen Außentemperatur und/oder Einstellung der Regeleinrichtung
(26),
(S5) Einlesen einer Fahrgeschwindigkeit und
(S6) Ermitteln der Lüfterdrehzahl (n) aus einer vorabgespeicherten Lüfterdrehzahlkennlinie
entsprechend der in S5 eingelesenen Fahrgeschwindigkeit,
wobei die Schritte S5 und 56 wiederholt werden, bis in S7 ein Fahrtende erkannt
wird.
- Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die in S1 erfassten
Umgebungsbedingungen eine Außentemperatur sind.
- Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass innerhalb eines
vorbestimmten Temperaturintervalls der Außentemperatur drei vorabgespeicherte Heizstufen
für das Heizelement (39) verwendet werden, während die vorabgespeicherten
Heizstufen bei Überschreitung des höchsten Werts des Temperaturintervalls um einen
vorbestimmten Wert angehoben werden und bei Unterschreitung des niedrigsten Werts
des Temperaturintervalls um einen vorbestimmten Wert abgesenkt werden.
- Verfahren zum Betreiben einer Luftversorgungseinrichtung für einen
Fahrzeugsitz (12) mit einer im oberen Bereich des Fahrzeugsitzes (12)
vorgesehenen Luftsausströmöffnung (18), über die der Kopf-, Schulter- und
Nackenbereich eines Sitzinsassen zur Verminderung von unerwünschten Zuglufterscheinungen
mit einem Luftstrom (L) beaufschlagbar ist, und wobei der Luftstrom (L) mittels
einer Steuereinrichtung (24) durch Regelung einer Lüfterdrehzahl (n) eines
Gebläses (38) regelbar und über ein Heizelement (39) erwärmbar
ist,
gekennzeichnet durch die folgenden Schritte
(S3) Einlesen einer Außentemperatur und/oder einer Einstellung einer Regeleinrichtung
(26) zur manuellen Auswahl einer Heizstufe (P1 bis P3) durch den Sitzinsassen,
(S4) Auswählen einer der drei Heizstufen des dreistufigen Heizelements (39)
entsprechend der in S3 eingelesenen Außentemperatur und/oder Einstellung
der Regeleinrichtung (26),
(S5) Einlesen einer Fahrgeschwindigkeit und
(S6) Ermitteln der Lüfterdrehzahl (n) aus einer vorabgespeicherten Lüfterdrehzahlkennlinie
entsprechend der in S5 eingelesenen Fahrgeschwindigkeit,
wobei die Schritte S5 und S6 wiederholt werden, bis in S7 ein Fahrtende erkannt
wird.
Es folgen 4 Blatt Zeichnungen
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