Die Erfindung betrifft allgemein Audioverbesserungssysteme und Verfahren
zur Verbesserung einer realistischen Tonwiedergabe. Insbesondere bezieht sich die
Erfindung auf Einrichtungen und Verfahren zur erhöhten Wahrnehmung des niederfrequenten
Anteils der von einem akustischen Wandler, wie etwa einem Lautsprecher, erzeugten
Schallenergie.
Hintergrund
Die Audio- und Multimedia-Industrie befindet sich in einem ständigen
Kampf um die Überwindung von Unvollkommenheiten der Tonwiedergabe. So ist es zum
Beispiel oft schwierig, niederfrequente Töne, etwa Bässe, angemessen wiederzugeben.
Verschiedene herkömmliche Näherungswege zur Verbesserung der Ausgabe von niederfrequenten
Tönen schließen den Einsatz von Lautsprechern höherer Qualität mit größerer Konusfläche,
größeren Magneten, größeren Gehäusen oder größerem Konusschwingweg ein. Zusätzlich
hat man versucht, bei herkömmlichen Systemen niederfrequente Töne mit Resonanzkammern
und Trichtern wiederzugeben, welche die akustische Impedanz des Lautsprechers der
akustischen Impedanz des freien Raums, der den Lautsprecher umgibt, anpassen.
Nicht für alle Systeme können jedoch einfach kostspieligere oder stärkere
Lautsprecher für die Wiedergabe niederfrequenter Töne zum Einsatz kommen. So sind
einige herkömmliche Tonwiedergabesysteme, wie etwa kompakte Audiosysteme und Multimedia-Computersysteme
auf kleine Lautsprecher ausgelegt. Ferner haben viele Audiosysteme zur Kosteneinsparung
weniger präzise Lautsprecher. Solche Lautsprecher sind vom Typ her nicht fähig,
niederfrequente Töne richtig wiederzugeben und folglich sind die Töne im typischen
Fall nicht so kräftig oder angenehm wie bei Systemen, die niederfrequente Töne genauer
wiedergeben.
Einige herkömmliche Verbesserungssysteme versuchen die schlechte Wiedergabe
von niederfrequenten Tönen durch Verstärkung der niederfrequenten Signale vor der
Eingabe in die Lautsprecher zu kompensieren. Die Verstärkung der niederfrequenten
Signale liefert eine höhere Leistung an die Lautsprecher, was die Lautsprecher mit
höherer Leistungsaufnahme antreibt. Solche Versuche zur Verstärkung der niederfrequenten
Signale können jedoch zu einer Übersteuerung der Lautsprecher führen. Leider kann
eine Übersteuerung der Lautsprecher zu einer Verstärkung der Hintergrundgeräusche
führen, ablenkende Verzerrungen einführen und die Lautsprecher beschädigen.
Bei noch weiteren herkömmlichen Systemen wird in dem Bemühen um eine
Kompensation des Mangels in den niedrigen Frequenzen die Wiedergabe der höheren
Frequenzen in einer Weise verzerrt, die eine unerwünschte Klangfärbung einführt.
Zum Beispiel offenbart die UK-Patentanmeldung GB
2016248 mit dem Titel "Detection and Monitoring Device" ein System zur
Verbesserung der Audiosignalverarbeitung, das ein verbessertes Audiosignal synthetisiert,
indem die Signalenergie des Audiosignals innerhalb eines vorgewählten Energieabschnittes
des Audiosignals abgetastet und die abgetastete Signalenergie frequenzabhängig in
eine Vielzahl von diskreten Bändern aufgliedert wird. Ferner erzeugt dieses System
mit dem Ansprechen auf die Signalenergie von jedem dieser Bänder eine gleiche Vielzahl
zweiter Signale, die mit den ersten Signalen kombiniert werden, um verbesserte Audiosignale
zu erhalten.
Als weiteres Beispiel offenbart die Anmeldung PTC International WO
99/26454 mit dem Titel „Low-frequency Audio Simulation System" eine Vorrichtung
und ein Verfahren zur Klangverbesserung, worin eine spektrale Formgebung der Oberschwingungen
der Niederfrequenz-Information in einem Audiosignalpaar erfolgt, was der Hörer bei
der Wiedergabe durch einen Lautsprecher so wahrnimmt, als ob der Lautsprecher eine
größere akustische Bandbreite hätte, als dies tatsächlich der Fall ist. Die Wahrnehmung
der zusätzlichen Bandbreite ist bei niedrigen Frequenzen besonders betont, insbesondere
bei Frequenzen, bei denen der Lautsprecher eine geringere akustische Ausgangsleistung
erzeugt.
Zusammenfassung der Erfindung
Die gegenwärtige Erfindung bietet eine einzigartige Vorrichtung und
ein Verfahren zur verbesserten Wahrnehmung niederfrequenter Töne. In Lautsprechern,
die bestimmte niederfrequente Töne nicht erzeugen, schafft die Erfindung die Illusion
dass die fehlenden niederfrequenten Töne vorhanden sind. So nimmt der Hörer
niedrige Frequenzen wahr, die unterhalb der Frequenzen liegen, die der Lautsprecher
tatsächlich präzise erzeugen kann. Dieser illusionäre Effekt wird erzielt, indem
in einzigartiger Weise die Tonverarbeitung durch das Gehör des Menschen genutzt
wird.
Eine Ausführungsform der Erfindung nutzt die Art und Weise, in der
ein Hörer mental Musik oder andere Töne wahrnimmt. Der Vorgang der Tonwiedergabe
endet nicht mit der vom Lautsprecher erzeugten Schallenergie, sondern schließt die
Ohren, die Gehörnerven, das Hirn und die Gedankenabläufe des Hörers mit ein. Das
Hören beginnt mit der Funktion der Ohren und des Gehörnervensystems. Das menschliche
Ohr kann als empfindliches Übertragungssystem betrachtet werden, das akustische
Schwingungen aufnimmt, diese in Nervenimpulse umsetzt und schließlich die "Empfindung"
oder Klangwahrnehmung bewirkt.
Es ist bekannt, dass das menschliche Ohr nicht-linear auf akustische
Energie anspricht. Diese Nichtlinearität im Mechanismus des Gehörs erzeugt Kombinationsschwingungs-Verzerrungen
in der Form zusätzlicher Obertöne und Oberschwingungen, die im Material des tatsächlichen
Programms nicht vorhanden sind. Solche nichtlinearen Effekte treten besonders betont
bei niedrigen Frequenzen auf. Sie haben einen betonten Einfluss darauf, wie niederfrequente
Töne wahrgenommen werden.
In vorteilhafter Weise nutzen einige Ausführungsformen der Erfindung
die Art der Verarbeitung von Obertönen und Oberschwingungen zur Erzeugung der Wahrnehmung,
dass nicht existierende niederfrequente Töne aus dem Lautsprecher kommen. In einigen
Ausführungsformen der Erfindung werden die Frequenzen in höheren Frequenzbändern
selektiv verarbeitet, um die Illusion von Signalen niedrigerer Frequenzen zu erzeugen.
In anderen Ausführungsformen werden bestimmte Bänder höherer Frequenzen durch eine
Vielzahl von Filterfunktionen modifiziert.
Zusätzlich sind einige Ausführungsformen der Erfindung so ausgelegt,
dass sie eine Verstärkung der niedrigen Frequenzen von beliebtem Audioprogramm-Material,
wie etwa von Musik, bewirken. Musik ist meistens reich an Oberschwingungen. Dementsprechend
können diese Ausführungsformen der Erfindung unter Nutzung der Art und Weise, wie
das menschliche Ohr niederfrequente Töne verarbeitet, eine breite Vielfalt an Musik
modifizieren. In vorteilhafter Weise kann die Musik in ihren vorhandenen Formaten
verarbeitet werden, um die erwünschten Effekte zu erzielen.
Dieser neue Näherungsweg schafft eine Reihe signifikanter Vorteile.
Weil der Hörer niederfrequente Töne wahrnimmt, die nicht tatsächlich existieren,
verringert sich der Bedarf an großen Lautsprechern, größeren Konusschwingwegen oder
zusätzlichen Trichtern. So können in einer Ausführungsform kleine Lautsprecher zum
Einsatz kommen, die den Eindruck vermitteln, dass die niederfrequenten Töne von
größeren Lautsprechern kommen. Wie zu erwarten ist, erzeugt diese Ausführungsform
die Wahrnehmung von niederfrequenten Audioformen, wie etwa von Bässen in einer Klangumgebung,
die für große Lautsprecher zu klein ist. Große Lautsprecher können ebenfalls dadurch
profitieren, dass sie die Wahrnehmung erzeugen, verbesserte niederfrequente Töne
zu erzeugen.
Ferner können mit einer Ausführungsform der Erfindung die kleinen
Lautsprecher in Mobiltelefonen und tragbaren Tonträgersystemen einen angenehmeren
Empfang niederfrequenter Töne bewirken. Der Hörer braucht keine Einbuße an der Qualität
niederfrequenter Töne für den Vorteil eines tragbaren Gerätes in Kauf zu nehmen.
In einer Ausführungsform der Erfindung erzeugen kostengünstigere Lautsprecher
die Illusion niederfrequenter Töne. Viele billige Lautsprecher können niederfrequente
Töne nicht angemessen wiedergeben. Anstatt eine tatsächliche Wiedergabe niederfrequenter
Töne mit kostspieligen Lautsprechergehäusen, mit Komponenten von hoher Leistung
und großen Magneten zu erreichen, verwendet eine Ausführungsform Töne von höherer
Frequenz, um die Illusion von niederfrequenten Tönen zu erzeugen. Als Ergebnis können
kostengünstigere Lautsprecher verwendet werden, um eine realistischere und robuste
Hörerfahrung zu schaffen.
Ferner erzeugt in einer Ausführungsform der Erfindung die Illusion
von niederfrequenten Tönen eine gesteigerte Hörerfahrung mit einem realistischeren
Klang. So erhält man mit einer Ausführungsform der Erfindung anstatt der in vielen
billigen Systemen nach dem Stand der Technik üblichen verschwommenen, wobbeligen
Wiedergabe niederfrequenter Töne eine als präziser und klarer wahrgenommene Tonwiedergabe.
Solche kostengünstigen Audio- und Audiovisionsgeräte können beispielsweise Radios,
mobile Audiosysteme, Computerspiele, Lautsprecher, CD-Spieler, DVD-Spieler, Multimedia-Präsentationsgeräte,
Computer-Tonkarten und dergleichen einschließen.
In einer Ausführungsform erfordert die Erzeugung der Illusion von
niederfrequenten Tönen weniger Energie als die tatsächliche Wiedergabe der niederfrequenten
Töne. Systeme, die mit Batterie betrieben werden oder in einer Umgebung mit schwacher
Leistung arbeiten, können so die Illusion niederfrequenter Töne hervorrufen, ohne
so viel an wertvoller Energie zu verbrauchen, wie eine einfache Verstärkung der
niederfrequenten Töne oder ein Booster-Effekt.
Weitere Ausführungsformen der Erfindung schaffen die Illusion niederfrequenter
Signale mit einer speziellen Schaltkreistechnik. Die betreffenden Schaltkreise sind
einfacher als Niederfrequenzverstärker nach dem Stand der Technik und sie können
die Herstellungskosten reduzieren. Vorteilhafter Weise kosten diese weniger als
Tonverstärkungseinrichtungen nach dem Stand der Technik, die mit komplexen Schaltungen
arbeiten.
Noch weitere Ausführungsformen der Erfindung arbeiten mit einem Mikroprozessor,
der die offengelegten Verfahren zur Niederfrequenzverstärkung implementiert. In
einigen Fällen können vorhandene Audiokomponenten zur Verarbeitung umprogrammiert
werden, um die offengelegten einzigartigen Verfahren der Verbesserung von niederfrequenten
Signalen von einer oder mehreren Ausführungsformen aufzunehmen. Dadurch lassen sich
die Kosten der Aufnahme einer Niederfrequenzverstärkung in vorhandene Systeme signifikant
reduzieren.
In einer Ausführungsform nimmt die Tonverstärkungsvorrichtung ein
oder mehrere Eingangssignale aus einem Host-System auf und erzeugt ein oder mehrere
verstärkte Ausgangssignale. Insbesondere werden zwei Eingangssignale so verarbeitet,
dass ein Paar spektral verstärkter Ausgangssignale entsteht, die bei der Wiedergabe
durch einen Lautsprecher und beim Anhören die Empfindung einer Tiefenanhebung vermitteln.
In einer Ausführungsform wird die niederfrequente Audioinformation anders modifiziert,
als die hochfrequente Audioinformation.
In einer Ausführungsform empfängt die Verstärkungsvorrichtung ein
oder mehrere Eingangssignale und erzeugt ein oder mehrere verstärkte Ausgangssignale.
Insbesondere enthalten die Eingangssignale Schwingungsformen, die einen ersten Frequenzbereich
und einen zweiten Frequenzbereich aufweisen. Die Eingangssignale werden so verarbeitet,
dass die verstärkten Ausgangssignale entstehen, deren Abspielen mit einem Lautsprecher
beim Hörer die Empfindung einer Tiefenanhebung hervorruft. Zusätzlich kann diese
Ausführungsform die Information im ersten Frequenzbereich anders modifizieren, als
die Information im zweiten Frequenzbereich. Bei einigen Ausführungsformen kann der
erste Frequenzbereich Bassfrequenzen aufweisen, die für eine Wiedergabe mit dem
gewünschten Lautsprecher zu tief sind und der zweite Frequenzbereich kann mittlere
Bassfrequenzen aufweisen, die der Lautsprecher wiedergeben kann.
Eine Ausführungsform modifiziert die Audioinformation, die zwei Stereokanälen
gemeinsam ist, anders, als die Energie, die den zwei Kanälen nicht gemeinsam ist.
Die Audioinformation, die beiden Eingangskanälen gemeinsam ist, wird als kombiniertes
Signal bezeichnet. In einer Ausführungsform wird vom Verbesserungssystem die Amplitude
der Phase und der Frequenzen im kombinierten Signal spektral geformt, um die Spitzenbegrenzung
zu reduzieren, die sich ergibt, wenn Eingangssignale mit großer Schwingweite wiedergegeben
werden, ohne die Wahrnehmung einer Stereowiedergabe zu eliminieren.
Wie nachstehend ausführlicher erörtert, wird in einer Ausführungsform
des Tonverbesserungssystems das kombinierte Signal mit einer Reihe verschiedener
Filter spektral geformt, um ein verbessertes Signal zu erzeugen. Durch Verbesserung
ausgewählter Frequenzbänder innerhalb des kombinierten Signals bietet diese Ausführungsform
eine wahrgenommene Lautsprecherbandbreite, die größer ist, als die tatsächliche
Bendbreite des Lautsprechers.
Eine Ausführungsform der Einrichtung zur Klangverbesserung schließt
eine Vorwärtskoppelung der Signalwege für die zwei Stereokanäle und vier parallele
Filter für den kombinierten Signalweg ein. Jeder der vier parallelen Filter enthält
ein aus drei in Serie geschalteten Biquadfiltern bestehendes Bandpassfilter sechster
Ordnung. Die Übertragungsfunktionen dieser vier Filter sind speziell ausgewählt
für eine Phasen- und/oder Amplitudenformung verschiedener Oberschwingungen des Niederfrequenzgehaltes
eines Audiosignals. Ganz unerwartet wird durch diese Gestaltung die wahrgenommene
Bandbreite des Audiosignals vergrößert, wenn die Wiedergabe über Lautsprecher erfolgt.
In einer weiteren Ausführungsform werden die Filter sechster Ordnung durch Tschebyscheff-Filter
niedrigerer Ordnung ersetzt.
Weil die spektrale Gestaltung am kombinierten Signal erfolgt, das
dann auf parallel geregelten Wegen mit der Stereoinformation kombiniert wird, können
die Frequenzen im kombinierten Signal so geändert werden, dass
beide Stereokanäle betroffen sind und einige Signale in bestimmten Frequenzbereichen
werden von einem Stereokanal zum anderen Stereokanal gekoppelt. Als Ergebnis kann
die bevorzugte Ausführungsform verbesserte Töne in absolut einzigartiger, neuartiger
und unerwarteter Weise erzeugen.
Die Einrichtung zur Klangverbesserung kann ihrerseits an eine oder
mehrere nachfolgende Signalverarbeitungsstufen angeschlossen werden. Diese nachfolgenden
Stufen können eine verbesserte Klangstufe oder eine Raumklangverarbeitung schaffen.
Die Ausgangssignale können auch zu anderen Audiogeräten, etwa zu Aufzeichnungsgeräten,
Leistungsverstärkern, Lautsprechern und dergleichen geleitet werden, ohne den Betrieb
der Tonverbesserungsvorrichtung zu beeinträchtigen.
In noch einer weiteren Ausführungsform wird die Klangverbesserung
durch einen Signalprozessor geschaffen, der so konfiguriert ist, dass von einem
Eingangssignal mit einem ersten Frequenzsatz ein zweiter Frequenzsatz erzeugt wird.
Dieser Signalprozessor kann als Hardware (zum Beispiel in einem digitalen Signalprozessor)
oder als Software oder beides, implementiert werden. Der zweite Frequenzsatz wird
so erzeugt, dass die Wahrnehmung entsteht, dass der zweite Frequenzsatz mindestens
einige der Oberschwingungen des ersten Frequenzsatzes enthält. Der Signalprozessor
verwendet einen Nulldurchgangsdetektor, der einen monostabilen Multivibrator antreibt,
um eine Reihe von Impulsen zu erzeugen. Die Impulse werden durch Nulldurchgänge
des Eingangssignals dem ersten Frequenzsatz entsprechend erzeugt. Der Signalprozessor
erzeugt den zweiten Frequenzsatz durch Weiterleitung der Impulsreihe an eine Anzahl
von Bandpassfiltern.
In noch einer weiteren Ausführungsform wird die Tonverbesserung durch
einen Signalprozessor erreicht, der so konfigurriert ist, dass das Eingangssignal
durch eine Reihe von Bandpassfiltern verarbeitet wird. Die Ausgänge der gewählten
Bandpassfilter werden kombiniert, um ein kombiniertes Signal zu erzeugen. Das kombinierte
Signal wird dem Eingangssignal einer Erweiterung, wie etwa einem Regelverstärker
zugeführt. Der Regelverstärker hat einen Reglereingang, der das Ausgangsniveau des
Verstärkers bestimmt. Der Reglereingang wird so eingestellt, dass er auf die Hüllkurve
des kombinierten Signals anspricht.
In noch einer weiteren Ausführungsform wird das kombinierte Signal
nicht der Erweiterung, sondern einer Spitzenverdichtung zugeführt. Ein Ausgang des
Spitzenverdichters wird mit dem Eingang der Erweiterung verbunden.
In einigen Ausführungsformen werden die Eingangssignale kombiniert,
um ein kombiniertes Signal zu erzeugen, das dann verstärkt wird, um ein verbessertes
kombiniertes Signal zu erzeugen. Das verbesserte kombinierte Signal wird dann mit
jedem der ursprünglichen Eingangssignale kombiniert, um die Ausgangssignale zu erzeugen.
In anderen Ausführungsformen werden die Eingangssignale nicht kombinert, sondern
getrennt gehalten. Die getrennten Eingangssignale werden dann jeweils getrennt verbessert,
um die verbesserten Ausgangssignale zu erzeugen. Die gleiche Signalverarbeitung
kann auch verwendet werden, um das kombinierte Signal oder die getrennten Signale
zu verbessern.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
Diese und andere Gesichtspunkte, Vorteile und neuartigen Merkmale
der Erfindung werden beim Lesen der folgenden ausführlichen Beschreibung unter Hinweis
auf die angefügten Zeichnungen offenkundig.
1 ist ein Blockschaltbild eines Audiosystems,
das sich zur Anwendung der gegenwärtigen Erfindung eignet.
2 ist ein Blockschaltbild eines Multimedia-Computersystems
mit einer Tonkarte und Lautsprechern.
3 ist eine graphische Darstellung, die
das typische Ansprechen eines kleinen Lautsprechersystems auf Frequenzen zeigt.
4A veranschaulicht das tatsächliche Spektrum
und das wahrgenommene Spektrum eines durch zwei getrennte Frequenzen dargestellten
Signals.
4B veranschaulicht das tatsächliche Spektrum
und das wahrgenommene Spektrum eines durch ein kontinuierliches Frequenzspektrum
dargestellten Signals.
4C veranschaulicht den Schwingungsverlauf
eines modulierten Trägers.
4D veranschaulicht den Schwingungsverlauf
von 4C nach der Auswertung durch einen Detektor.
5 ist ein Blockschaltbild eines typischen
Computersystems, das eine Tonkarte und Lautsprecher einschließt.
6A ist ein Blockschaltbild eines digitalen
Tonsystems.
6B ist ein Blockschaltbild eines digitalen
Tonsystems mit Verarbeitung zur Tonverbesserung.
7 ist ein Blockschaltbild einer Hardware-Ausführungsform
der gegenwärtigen Erfindung, worin die Tonverbesserungsfunktion durch eine Tonverbesserungseinheit
erreicht wird.
8 veranschaulicht die Signalverarbeitung,
die verwendet wird, um das Spektrum eines Eingangssignals so zu gestalten, dass
die Wahrnehmung niederfrequenter Töne verbessert wird.
9 ist das Schaltbild eines Bandpassfilters,
das in einigen Ausführungsformen der gegenwärtigen Erfindung zum Einsatz kommt.
10 ist eine graphische Darstellung der
Übertragungsfunktionen der im Signalverarbeitungsschaltbild von 8
gezeigten Bandpassfilter.
11 ist das Blockschaltbild einer Signalverarbeitung
für ein System zur Verbesserung der Wahrnehmung, das einen Nulldurchgangsdetektor
verwendet.
12A veranschaulicht eine Übertragungsfunktion
zur Verbesserung, die durch eine Reihe an die Bandpassfilter von 8
angeschlossener automatischer Regelverstärker-Schaltkreise geschaffen wurde, wobei
die Verbesserung der Übertragungsfunktion einem Eingangssignal mit einer signifikanten
niederquenten Leistung entspricht.
12B veranschaulicht das Gesamtspektrum,
das sich aus der in 12A gezeigten Verbesserung der
Übertragungsfunktion ergibt.
12C veranschaulicht eine Übertragungsfunktion
zur Verbesserung, die durch eine Reihe an die Bandpassfilter von 8
angeschlossener automatischer Regelverstärker-Schaltkreise geschaffen wurde, wobei
die Übertragungsfunktion zur Verbesserung einem Eingangssignal mit einer sehr geringen
niederfrequenten Leistung entspricht.
12D veranschaulicht das Gesamtspektrum,
das sich aus der in 12C gezeigten Verbesserung der
Übertragungsfunktion ergibt.
13 ist das Blockschaltbild einer Signalverarbeitung
in einem System, das die in 12 gezeigte Verbesserung der Übertragungsfunktionen
erzeugt.
14A ist das Blockschaltbild eines automatischen
Regelverstärkers.
14B ist das Schaltbild eines automatischen
Regelverstärkers, der dem Blockschaltbild von 14A entspricht.
15 ist das Blockschaltbild einer Signalverarbeitung
in einem System, das die in 12 gezeigte Verbesserung der Übertragungsfunktionen
mit wählbarem Frequenzgang erzeugt.
16A ist das Blockschaltbild eines Tonsystems
mit Verarbeitung zur Tieftonverbesserung.
16B ist das Blockschaltbild eines Prozessors
zur Tieftonverbesserung, der Mehrfachkanäle zu einem einzigen Basskanal kombiniert.
16C ist das Blockschaltbild eines Prozessors
zur Tieftonverbesserung, der Mehrfachkanäle getrennt verarbeitet.
17 ist das Blockschaltbild einer Signalverarbeitung
in einem System zur Tieftonverbesserung mit wählbarem Frequenzgang.
18 ist eine graphische Darstellung der
Übertragungsfunktionen der im Signalverarbeitungsdiagramm von 17
gezeigten Bandpassfilter.
19 ist eine Zeitbereichsdarstellung der
Zeit gegen den Amplitudengang des Tieftonverstärker-Schaltkreises.
20 ist eine Zeitbereichsdarstellung,
die das Signal und die Hüllkurvenabschnitte einer typischen, auf einem Instrument
gespielten Bassnote darstellt, wobei die Hüllkurve die Abschnitte der Anstiegszeit,
Abklingzeit, Verweildauer und Abfallzeit zeigt.
21A ist eine Zeitbereichsdarstellung,
die den Einfluss des Tieftonverstärker-Schaltkreises auf eine Hüllkurve mit langsamer
Anstiegszeit zeigt.
21B ist eine Zeitbereichsdarstellung,
die den Einfluss des Tieftonverstärker-Schaltkreises auf eine Hüllkurve mit schneller
Anstiegszeit zeigt.
21C ist eine Zeitbereichsdarstellung
der Anstiegszeit in Verbindung mit den 21A und
21B.
21D ist eine Frequenzbereichsdarstellung,
mit Darstellung der Kurven des Amplitudengangs für das in 17
gezeigte Tieftonverbesserungs-System, das die in 21A-D
gezeigten Übertragungsfunktionen der Tieftonverstärkung einschließt.
22 zeigt eine Ausführungsform eines Schaltbildes,
worin das in 17 dargestellte Bassverbesserungssystem
implementiert ist.
23 ist ein Blockschaltbild einer Ausführungsform
eines Tieftonverstärker-Schaltkreises.
24 ist ein Blockschaltbild einer Verwirklichung
des in 23 gezeigten Tieftonverstärker-Schaltkreises.
25 ist das Blockschaltbild der Signalverarbeitung
eines Systems, das eine Tieftonverbesserung mit Spitzenkomprimierung und einem Tieftonverstärker-Schaltkreis
schafft.
26 ist eine Zeitbereichsdarstellung,
die den Einfluss der Spitzenkomprimierung auf eine Hüllkurve mit raschem Anstieg
zeigt.
27 ist das Schaltbild einer Ausführungsform
einer Spitzenkomprimierung.
Ausführliche Beschreibung der bevorzugten Ausführungsform
Die gegenwärtige Erfindung schafft ein Verfahren und ein System zur
Verbesserung von Audiosignalen. Das Tonverbesserungssystem verbessert eine realistische
Tonwiedergabe durch ein einzigartiges Verfahren zur Tonverbesserung. Allgemein gesprochen
empfängt das Tonverbesserungssystem zwei Eingangssignale, ein linkes Eingangssignal
und ein rechtes Eingangssignal und erzeugt zwei verbesserte Ausgangssignale, ein
linkes Ausgangssignal und ein rechtes Ausgangssignal.
Das linke und das rechte Eingangssignal wird gemeinsam verarbeitet,
um ein Paar linker und rechter Ausgangssignale zu erzeugen. Insbesondere gleicht
die Ausführungsform mit dem verbesserten System die zwischen den zwei Eingangssignalen
bestehenden Unterschiede in einer Art und Weise aus, welche die wahrgenommene Bandbreite
der Klänge erweitert und verbessert. Zusätzlich justieren viele Ausführungsformen
die Lautstärke, die beiden Eingangssignalen gemeinsam ist und reduzieren so die
Begrenzung. In vorteilhafter Weise erreichen einige Ausführungsformen eine Klangverbesserung
mit vereinfachten, kostengünstigen und einfach herzustellenden Analogschaltkreisen,
die keine digitale Signalverarbeitung erfordern.
Obwohl die Ausführungsformen hierin unter Bezugnahme auf eine bevorzugte
Ausführungsform beschrieben werden, ist die Erfindung nicht darauf beschränkt und
kann in einer Reihe anderer Zusammenhänge zum Einsatz kommen, in
denen es wünschenswert ist, andere Ausführungsformen des Klangverbesserungssystems
anderen Situationen anzupassen.
Überblick über ein Klangverbesserungssystem
1 ist ein Blockschaltbild eines Tonverbesserungssystems
100, das ein Tonverbesserungssystem 104 enthält. Das Tonverbesserungssystem
100 schließt eine Schallquelle 102, das Tonverbesserungssystem
104, ein wahlweises Signalverarbeitungssystem 106, einen wahlweisen
Verstärker 108, Lautsprecher 110 und einen Zuhörer 112
ein. Ein Ausgang der Schallquelle 102 wird an einen Eingang des Tonverbesserungssystems
104 angeschlossen. Ein Ausgang des Tonverbesserungssystems 104
wird an einem Eingang des wahlweisen Signalverarbeitungssystems 106 angeschlossen.
Ein Ausgang des wahlweisen Signalverarbeitungssystems 106 wird an einen
Eingang des Verstärkersystems 108 angeschlossen. Ein Ausgang des Verstärkersystems
108 wird an einem Eingang des Lautsprechersystems 110 angeschlossen.
Ein Akustikausgang des Lautsprechersystems 110 versorgt einen oder mehrere
Zuhörer 112.
Die Signalquelle 102 kann zum Beispiel einen Stereoempfänger,
ein Radio, einen CD-Spieler, einen Videokassettenrecorder (VCR), Tonverstärker,
Theatersysteme, Fernsehanlagen, Laserdiskettengeräte, DVD-Spieler, Geräte für die
Aufnahme und Wiedergabe von Tonaufzeichnungen, Multimediageräte, Computerspiele
und dergleichen einschließen. Die Signalquelle 102 erzeugt im typischen
Fall einen Satz Stereosignale, aber es ist zu verstehen, dass die Signalquelle nicht
auf Stereosignale begrenzt ist. In anderen Ausführungsformen kann die Signalquelle
102 eine breite Vielfalt an Audiosignalen erzeugen, wie etwa Audiosysteme,
die monophone Signale oder Mehrkanalsignale erzeugen.
Die Signalquelle 102 versorgt das Tonverbesserungssystem
104 mit einem oder mehreren Signalen (zum Beispiel linke und rechte Stereokanäle).
Das Tonverbesserungssystem 104 verbessert die niederfrequente Audioinformation
durch Modifizierung der linken und rechten Kanäle. In anderen Ausführungsformen
brauchen die Eingangssignale für den linken und rechten Kanal keine Stereosignale
zu sein und können einen breiten Bereich von Audiosignalen einschließen, wie etwa
das Pro-Logic System der Dolby Laboratories, das ein Matrixschema zur Speicherung
von vier oder mehr getrennten Audiokanälen auf nur zwei Tonaufzeichnungsspuren verwendet.
Die Audiosignale können auch Klangumgebungssysteme einschließen, die vollkommen
getrennte Haupt- und Nebenaudiokanäle versorgen. Ein solches System ist das digitale
Fünfkanalsystem der Dolby Laboratories mit der Kurzbezeichnung "AC.3". In einer
Ausführungsform wird die Audioinformation, welche die Summe der linken und rechten
Kanäle umfasst, als kombinierte Information oder kombiniertes Signal bezeichnet.
Eine Ausführungsform gestaltet die spektralen Oberschwingungen der im kombinierten
Signal enthaltenen Frequenzen und setzt dann Abschnitte des gestalteten kombinierten
Signals wieder in die linken und rechten Kanäle ein, um die Begrenzung zu reduzieren,
die sich eventuell im einen oder anderen Kanal aus Eingangssignalen mit niedriger
Frequenz und großer Amplitude ergeben könnte.
Das wahlweise Audiosignal-Verarbeitungssystem 106 kann auch
andere Audioverarbeitungen übernehmen, wie zum Beispiel decodieren, codieren, ausgleichen,
Umgebungsschall verarbeiten, usw.. Das Verstärkersystem 108 verstärkt einen
oder mehrere Kanäle und versorgt das Lautsprechersystem 110 mit den verstärkten
Signalen.
2 veranschaulicht ein typisches Multimedia-Computersystem
200, das in vorteilhafter Weise eine Ausführungsform der gegenwärtigen
Erfindung zur Verbesserung der Klangleistung eines Paars kleiner Dasktopcomputer-Lautsprecher
210 einsetzen kann. Die Lautsprecher 210 werden an einer Steckkarte
206 in einer Computereinheit 204 angeschlossen. Die Steckkarte
206 ist im typischen Fall eine Tonkarte, wie in 5
gezeigt, kann aber auch eine beliebige andere Computer-Schnittstellenkarte sein,
die einen Audioausgang erzeugt, einschließlich einer Radiokarte, TV-Beschleunigungskarte,
PCMCIA-Karte, ein internes Modem, eine einsteckbare digitale Signalprozessorkarte
(DSP), usw.. Ein Computernutzer 202 verwendet den Computer 204,
um ein Computerprogramm zu betreiben, das die Steckkarte 206 zur Erzeugung
von Audiosignalen verwendet, die von den Lautsprechern 210 in Schallschwingungen
umgesetzt werden.
Die in einem Multimedia-Computersystem verwendeten Lautsprecher
210 sind im typischen Fall kleine Tischgerätausführungen, auf kleine Abmessungen
und günstige Kosten ausgelegt und deshalb sind sie nicht fähig, bei niedrigen Frequenzen
einen bedeutenden Schalldruckpegel zu erzeugen. Ein typisches kleines Lautsprechersystem
zum Einsatz in Multimediacomputern hat ein akustisches Ausgangsverhalten, das bei
circa 200 Hz abfällt. 3 zeigt eine Kurve
306, die annähernd dem Frequenzgang des menschlichen Ohrs entspricht.
3 zeigt auch den gemessenen Frequenzgang
308 eines typischen kleinen Lautsprechersystems für Computer, das zur Wiedergabe
der höheren Frequenzen einen Hochfrequenztreiber (Hochtonlautsprecher) und
für die Wiedergabe des mittleren Bereichs und der Bassfrequenzen einen Vierzoll-Mittelbereichs-Basstreiber
(Tieftonlautsprecher) enthält. Ein solches System mit zwei Treibern wird oft auch
als Zweiwegsystem bezeichnet. Lautsprechersysteme, die mehr als zwei Treiber verwenden,
sind dem Fachmann bekannt und werden in einer Ausführungsform der gegenwärtigen
Erfindung betrieben. Lautsprecher mit nur einem Treiber sind ebenfalls bekannt und
funktionieren ebenfalls in Verbindung mit der gegenwärtigen Erfindung. Der Frequenzgang
308 ist in einem rechtwinkligen Graphen dargestellt, wobei auf der X-Achse
Frequenzen von 20 Hz bis 20 kHz aufgetragen sind. Dieses Frequenzband entspricht
dem normalen Hörbereich des Menschen. Auf der Y-Achse sind in 3
normalisierte Amplitudengänge von 0 Dezibel bis –50 dB aufgetragen. Die Kurve
308 ist in einem Mittelbereichs-Frequenzband von annähernd 2 kHz bis 10
kHz relativ flach und fällt oberhalb von 10 kHz etwas ab. Im Bereich niedrigerer
Frequenzen zeigt die Kurve 308 einen Abfall, der in einem mittleren Bassfrequenzband
zwischen 200 Hz und 2 kHz beginnt und wobei der Lautsprecher unter 200 Hz nur noch
einen sehr schwachen akustischen Ausgang hat.
Die Lage der in 3 gezeigten Frequenzbänder
dient nur als Beispiel und darf nicht als Begrenzung aufgefasst werden. Die tatsächlichen
Frequenzbereiche vom Tieftonband über das mittlere Bassbereichsband und Mittelbereichsband
variieren je nach dem Lautsprecher und der Anwendung, für die der Lautsprecher benützt
wird. Der Begriff Tieftonlagen bezeichnet allgemein Frequenzen in einem Band, in
dem der Lautsprecher einen im Vergleich zum Ausgang bei höheren Frequenzen, etwa
dem Band für die mittleren Bässe, weniger genauen Ausgang aufweist. Das Band für
die mittleren Basslagen bezieht sich allgemein auf Frequenzen oberhalb des Bandes
für die Tieftonlagen. Der Begriff Mittelbereichsband bezeichnet im Allgemeinen Frequenzen
oberhalb des Bandes für die mittleren Basslagen.
Viele Treiber vom Konustyp sind sehr ineffizient bei der Erzeugung
einer akustischen Energie mit niedrigen Frequenzen, wo der Konusdurchmesser kleiner
ist, als die Wellenlänge der akustischen Schwingungen. Wenn der Konusdurchmesser
kleiner ist als die Wellenlänge, erfordert die Aufrechterhaltung eines gleichförmigen
Schalldruckpegels für den akustischen Ausgang des Konus eine Vergrößerung des Schwingweges
um einen Faktor vier für jede Oktave (Faktor 2), um die die Frequenz abfällt. Der
maximal zulässige Schwingweg des Konus ist für den Treiber schnell erreicht, wenn
man versucht, das Verhalten bei niedrigen Frequenzen einfach durch Verstärkung der
elektrischen Leistungsaufnahme des Treibers zu verbessern.
Der Treiberausgang bei niedrigen Frequenzen kann nicht über eine bestimmte
Grenze hinaus verstärkt werden, was die schlechte Klangqualität der meisten kleinen
Lautsprechersysteme erklärt. Die Kurve 308 ist typisch für die meisten
kleinen Lautsprechersysteme, die einen Niederfrequenz-Treiber von annähernd 4 Zoll
Durchmesser verwenden. Lautsprechersysteme mit größeren Treibern tendieren zu einem
bemerkenswerten akustischen Ausgang bis zu Frequenzen herunter, die etwas unterhalb
der Kurve 308 liegen und Systeme mit kleineren Niederfrequenz-Treibern
erzeugen im typischen Fall keine Ausgangsleistung, die so weit herunter reicht,
wie in der Kurve 308 gezeigt.
Wie vorstehend erörtert, hat ein Systemdesigner bisher kaum eine große
Wahl, wenn es um eine verbesserte Ausgangsleistung bei niedrigen Frequenzen geht.
Die vorher bekannten Lösungen waren kostspielig und führten zu Lautsprechern, die
für Tischgeräte zu groß waren. Eine beliebte Lösung des Problems mit den niedrigen
Frequenzen ist die Verwendung eines sogenannten Sub-Woofers, eines Tieftonlautsprechers,
der in der Nähe des Computersystems auf dem Boden steht. Sub-Woofer können einen
angemessenen Niederfrequenzausgang erzeugen, aber sie sind teuer und deshalb relativ
wenig im Einsatz im Vergleich zu den kostengünstigen Tischgeräte-Lautsprechern.
Anstatt des Einsatzes von Treibern mit großem Durchmesser oder eines
Sub-Woofers überwindet eine Ausführungsform der gegenwärtigen Erfindung die Begrenzungen
kleiner Systeme bei niedrigen Frequenzen durch Nutzung der Charakteristik des menschlichen
Gehörs zur Erzeugung der Wahrnehmung von niederfrequenter akustischer Energie, obwohl
diese von Lautsprechersystem gar nicht erzeugt wird.
Das menschliche Gehör funktioniert bekanntlich nicht-linear. Ein nichtlineares
System ist einfach gesagt ein System, bei dem eine Verstärkung der Eingabe nicht
zu einer proportionalen Verstärkung des Ausgangs führt. Eine Verdoppelung des Schalldruckpegels
erzeugt im Ohr nicht die Wahrnehmung, dass sich das Volumen der Schallquelle verdoppelt
hat. In der Tat ist das menschliche Ohr in erster Annäherung eine Einrichtung, die
einer quadratischen Funktion folgt und mehr auf die Leistung, als auf die Intensität
der akustischen Energie reagiert. Diese Nicht-Linearität des Hörmechanismus erzeugt
Zwischenmodulations-Frequenzen, die als Obertöne oder Oberschwingungen der tatsächlichen
Frequenzen in der akustischen Schwingung wahrgenommen werden.
Der Zwischenmodulationseffekt der Nicht-Linearität des menschlichen
Ohres ist in 4A in einer idealisierten Darstellung
des Amplitudenspektrums von zwei reinen Tönen dargestellt. Das Spektralschaubild
in 4A zeigt eine erste Spektrallinie 404,
die einer vom Lautsprechertreiber (zum Beispiel einem Sub-Woofer) bei 50 Hz erzeugten
Schall-Leistung entspricht. Eine zweite Spektrallinie 402 ist bei 60 Hz
dargestellt. Die Linien 404 und 402 sind die tatsächlichen Spektrallinien,
die der vom Treiber erzeugten echten Schall-Leistung entsprechen und es wird angenommen,
dass keine weitere Schallenergie vorhanden ist. Nichtsdestoweniger erzeugt das menschliche
Ohr wegen seiner Nicht-Linearität Zwischenmodulationsprodukte, die der Summe aus
den beiden tatsächlichen Spektralfrequenzen und der Differenz zwischen den zwei
Spektralfrequenzen entsprechen.
Zum Beispiel wird eine Person, die der von den Spektrallinien
404 und 402 dargestellten akustischen Energie bei 50 Hz lauscht,
eine akustische Energie bei 50 Hz wahrnehmen wie in der Spektrallinie
406 gezeigt, bei 60 Hz wie in der Spektrallinie 408 gezeigt und
bei 110 Hz wie in der Spektallinie 410 gezeigt. Die Spektrallinie
410 entspricht nicht der vom Lautsprecher real erzeugten akustischen Energie,
sondern vielmehr einer durch die Nicht-Linearität im Ohr erzeugten Spektrallinie.
Die Linie 410 tritt bei einer Frequenz von 110 Hz auf, als Summe der beiden
realen Spektrallinien (110 Hz = 50 Hz +60 Hz). Es ist zu beachten, dass die Nicht-Linearität
des Ohres auch bei der Differenzfrequenz von 10 Hz eine Spektrallinie erzeugt (10
Hz = 60 Hz –50 Hz), aber diese Linie wird nicht wahrgenommen, weil sie unterhalb
der menschlichen Hörgrenze liegt.
4A veranschaulicht den Vorgang der Zwischenmodulation
im menschlichen Ohr, ist jedoch im Vergleich zu einem realen Programm, etwa einem
Musikstück, doch etwas vereinfacht. Das typische Programm-Material, etwa Musik,
ist so reich an Oberschwingungen, dass die Musik meistens ein fast kontinuierliches
Spektrum aufweist, wie in 4B dargestellt.
4B gibt denselben Vergleich zwischen der tatsächlichen
und wahrgenomenen akustischen Energie wieder, der in 4A
dargestellt ist, mit der Ausnahme, dass die Kurven in 4B
kontinuierliche Spektren darstellen. 4B zeigt eine
Kurve der realen akustischen Energie, 420 und das entsprechende wahrgenommene
Spektrum 430.
Wie bei den meisten nichtlinearen Systemen ist die Nicht-Linearität
des Ohres stärker betont, wenn das System große Schwingwege aufweist (zum Beispiel
ein hoher Signalpegel), und nicht so stark bei kleinen Schwingwegen. Somit ist für
das menschliche Ohr die Nicht-Linearität bei niedrigen Frequenzen stärker betont,
weil da das Trommelfell und andere Elemente des Ohres selbst bei einem niedrigeren
Schalldruckpegel relativ große mechanische Schwingwege erreichen. So zeigt
4B, dass die Differenz zwischen der realen akustischen
Energie 420 und der wahrgenommenen akustischen Energie 430 im
niederfrequenten Bereich am stärksten zum Ausdruck kommt und im Bereich höherer
Frequenzen relativ kleiner wird.
Wie in 4A und 4B
gezeigt, erzeugt eine niederfrequente akustische Energie, die vielfache Töne oder
Frequenzen enthält, im Zuhörer die Wahrnehmung, dass die akustische Energie im Bereich
mittlerer Basslagen einen höheren Spektralgehalt aufweist, als dies tatsächlich
der Fall ist. Ist das menschliche Hirn mit einer Situation konfrontiert, in der
es denkt, dass Informationen fehlen, dann versucht es, die fehlende Information
auf einer unterbewussten Ebene "aufzufüllen". Dieses Ergänzungsphänomen ist die
Grundlage für zahlreiche optische Illusionen. In einer Ausführungsform der gegenwärtigen
Erfindung kann das Hirn in der Form getäuscht werden, dass es die nicht wirklich
vorhandene Niederfrequenzinformation durch die Effekte mittlerer Basslagen in dieser
Niederfrequenzinformation auffüllt.
Mit anderen Worten, wenn dem Hirn die Oberschwingungen vorgeführt
werden, die in Anwesenheit der niederfrequenten akustischen Energie im Ohr erzeugt
würden (zum Beispiel die Spektrallinie 410), dann ergänzt das Hirn im Unterbewusstsein
die Niederfrequenz-Spektrallinien 406 und 408, die, wie es denkt.
vorhanden sein "müssen". Dieser Ergänzungsvorgang wird verstärkt durch einen weiteren
Effekt der Nicht-Linearität des menschlichen Ohres, der als Detektoreffekt bekannt
ist.
Die Nicht-Linearität des menschlichen Ohres veranlasst das Ohr, als
Detektor zu funktionieren, ähnlich wie eine Detektordiode in einem Amplitudenmodulationsempfänger.
Wenn ein Oberschwingungston einer mittleren Basslage durch einen Tieftonbass-Ton
amplitudenmoduliert wird, erfolgt im Ohr eine Demodulation des modulierten Trägers
in der Tieftonlage, um die Tiefton-Hüllkurve zu reproduzieren. 4C
und 4D veranschaulichen in graphischer Form
das modulierte Signal und das demodulierte Signal. 4C
zeigt auf einer Zeitachse ein moduliertes Signal, das ein höherfrequentes Trägersignal
enthält (zum Beispiel der Träger für die mittlere Basslage), welches durch ein Tieftonsignal
moduliert wird.
Die Amplitude des höherfrequenten Signals wird durch einen Ton von
niedrigerer Frequenz moduliert und deshalb variiert die Amplitude des höherfrequenten
Signals in Abhängigkeit von der Frequenz des Tons von niedrigerer
Frequenz. Die Nicht-Linearität des Ohres bewirkt eine teilweise Demodulation des
Signals, so dass das Ohr die niederfrequente Hüllkurve des höherfrequenten Signals
aufnimmt und so die Wahrnehmung des niederfrequenten Tons erzeugt, obwohl bei der
niedrigeren Frequenz keine reale akustische Energie erzeugt wurde. Wie beim vorstehend
erörterten Zwischenmodulationseffekt kann auch der Detektoreffekt durch geeignete
Signalverarbeitung der Signale im Bereich der mittleren Basslagenfrequenzen verstärkt
werden, im typischen Fall zwischen 100 und 200 Hz am niedrigen Ende des Bereichs
und 500 Hz am höheren Ende des Bereichs. Durch geeignete Signalverarbeitung ist
es möglich, ein Klangverbesserungssystem zu schaffen, das die Wahrnehmung niederfrequenter
akustischer Energie erzeugt, selbst wenn Lautsprecher verwendet werden, die unfähig
oder nur unzulänglich in der Lage sind, eine solche Energie zu erzeugen.
Die Wahrnehmung der tatsächlich in der vom Lautsprecher erzeugten
akustischen Energie vorhandenen Frequenzen kann als ein Effekt erster Ordnung erachtet
werden. Die Wahrnehmung der zusätzlichen Oberschwingungen, die nicht in den tatsächlichen
akustischen Frequenzen vorhanden sind, gleich, ob solche Oberschwingungen durch
die Verzerrung einer Zwischenmodulation oder durch den Detektoreffekt erzeugt werden,
kann als Effekt zweiter Ordnung erachtet werden.
Vor der Beschreibung der Einzelheiten der in einem Klangverbesserungssystem
verwendeten tatsächlichen Signalverarbeitung ist es hilfreich, mehrere Implementierungen
des Systems zu untersuchen. Das Klangverbesserungssystem ist nicht auf Multimedia-Computersysteme
begrenzt und kann für viele Quellen von Audiosignalen und viele verschiedene Lautsprechertypen
zum Einsatz kommen, einschließlich zum Beispiel von Basslautsprecherboxen, Minikomponenten-Stereosystemen,
Fernsehsystemen, Radios und sogar von größeren Lautsprechern für den Heimgebrauch
oder für kommerzielle Zwecke. Die Beliebtheit von Multimedia-Computersystemen mit
unzulänglichen Lautsprechern und die Möglichkeit der Implementierung des Klangverbesserungssystems
als Software zum Aufrüsten von Multimedia-Computern macht Multimediacomputer und
andere kostengünstige Systeme zu einer attraktiven Plattform für mehrere Ausführungsformen
der gegenwärtigen Erfindung.
5 ist ein Blockschaltbild eines typischen
Multimediacomputer-Systems 500 mit einer Tonkarte 510, einem ersten
Lautsprechersystem 512 und einem zweiten Lautsprechersystem 514.
Das Computersystem 500 enthält ein Datenspeichermedium 508, einen
Prozessor 502 und die Tonkarte 510, alle angeschlossen an einen
Eingangs-/Ausgangs-(I/O-)Bus 508. Ein Hauptspeicher 504 zur Programm-
und Datenspeicherung ist im typischen Fall über einen separaten Speicherbus an den
Prozessor 502 angeschlossen. Die Tonkarte 510 enthält einen Eingangs-/Ausgangs-Reglermodul
520, der am Datenbus 508 angeschlossen ist und die notwendigen
Funktionen zur Kommunikation mit dem Datenbus 508 enthält. Innerhalb der
Tonkarte 510 verbindet ein Zweirichtungsdatenweg den Eingangs-/Ausgangs-Reglermodul
520 mit einer Datenleitwegeinrichtung 522, die für das Multiplexing
und Demultiplexing der Daten von den verschiedenen internen Datenwegen der Tonkarte
und dem I/O-Reglermodul 520 sorgt.
Ein erster Ausgang der Datenleitwegeinrichtung 522 überträgt
Daten an einen ersten Synthesemodul 524, der Töne erzeugt, gewöhnlich durch
FM-Synthese oder Schwingungstabellen-Synthese. Ein Ausgang des ersten Synthesemoduls
524 wird durch einen ersten Regelverstärker 534 in eine erste
Mischeinrichtung (Addierglied) 528 übertragen. Ein zweiter Ausgang der
Leitwegeinrichtung 522 überträgt Daten an einen Eingang eines ersten Digitalsignalprozessors
(DSP) 525. Ein Ausgang des ersten DSP 525 wird an einen Eingang
eines ersten Digital-Analogwandlers (DAC) 526 geschickt. Der DSP
525 ist eine wahlweise Einrichtung und nicht auf allen Tonkarten vorhanden.
Auf Karten ohne DSP 525 kann ein Ausgang der Leitwegeinrichtung
522 direkt an den Eingang des ersten Digital-Analogwandlers 526
geschickt werden. Ein Ausgang der Mischeinrichtung 528 ist über einen Regelverstärker
530 mit einem ersten Leistungsverstärker 520 verbunden. Ein Ausgang
des ersten Leistungsverstärkers 520 ist am Lautsprechersystem
512 vorgesehen.
Ein dritter Ausgang der Leitwegeinrichtung 522 schickt Daten
an einen zweiten Synthesemodul 544. Ein Ausgang des zweiten Synthesemoduls
544 wird über einen Regelverstärker 554 an eine zweite Mischeinrichtung
548 geschickt. Ein dritter Ausgang der Leitwegeinrichtung 522
schickt Daten an einen Eingang eines zweiten Digitalsignalprozessors (DSP)
545. Ein Ausgang des zweiten DSP 545 ist mit einem Eingang eines
zweiten DAC 526 verbunden. Der DSP 545 ist eine wahlweise Einrichtung
und falls nicht vorhanden, kann ein Ausgang der Leitwegeinrichtung 522
direkt mit dem Eingang des zweiten DAC-Wandlers 546 verbunden werden. Bei
einigen Tonkarten kann eine einzelne DSP vorgesehen werden, die den DSP
525 mit dem DSP 545 kombiniert. Ein Ausgang des zweiten DAC
546 wird über einen Regelverstärker 556 an einen Eingang der Mischeinrichtung
548 angeschlossen. Ein Ausgang der Mischeinrichtung 548 wird über
einen Regelverstärker 550 an einen zweiten Leistungsverstärker
540 angeschlossen. Ein Ausgang des Leistungsverstärkers 540 wird
am Lautsprechersystem 514 vorgesehen.
Die innere Struktur der Tonkarte 510 wurde vereinfacht, um
den Einsatz der Tonkarte zur Implementierung verschiedener Ausführungsformen und
Merkmale der gegenwärtigen Erfindung wirkungsvoller zu veranschaulichen. Die Tonkarte
kann auch zusätzliche Fähigkeiten aufweisen, wie etwa an Analog-Digitalwandler (ADC)
(nicht gezeigt) angeschlossene Eingänge, die es dem Benützer erlauben, aus einer
analogen Schallquelle digitale Daten zu Sampeln. Die Tonkarte kann auch Eingänge/Ausgänge
für den Anschluss von Joysticks vorsehen und MIDI Eingänge-/Ausgänge zum Anschluss
von Musikgeräten mit MIDI-Port. Die Tonkarte 510 kann auch einen Leitungseingangsanschluss
und einen Leitungsausgangsanschluss, sowie Eingänge für Audiogeräte, wie CD-Player
und digitale Tonbandantriebe (DAT) vorsehen. Die Tonkarte 510 kann ferner
eine DSP-Fähigkeit für die Programmierung des Betriebs der Synthesizer
524 und 544 vorsehen. Die Synthesizer 524 und
544 können unter Verwendung der DSPs 525 und 544 programmiert
werden oder die Tonkarte 510 kann weitere DSP-Ressourcen zur Programmierung
des Betriebs der Synthesizer 524 und 544 vorsehen. Einige Ausführungsformen
der gegenwärtigen Erfindung können eine Software enthalten, die auf den DSP-Prozessoren
der Tonkarte 510 lauffähig ist, wie in 5 gezeigt.
Wahlweise können alle Tonkartenfunktionen in einem einzigen Chip realisiert werden,
wie etwa einem digitalen Signalprozessor auf der Hauptplatine eines Personal Computers
und direkt an einen Datenbus, Speicherbus, Multimediabus, Universalserialbus, FireWire-Bus
oder einen anderen Eingabe/Ausgabe-Bus angeschlossen werden.
Ein in den Speicher 504 eingelesenes Multimediaprogramm,
das auf dem Prozessor 502 läuft, benützt die Tonkarte 510 zur
Erzeugung von Audiosignalen, die über die Lautsprecher 512 und
514 in Töne umgesetzt werden. Audiosignale können erzeugt werden, indem
Befehle an die Synthesizer 524 und 544 gegeben werden. Die vom
ersten Synthesizer 524 erzeugten Audiosignale gelangen über die Regelverstärkerstufe
534 zur Mischeinrichtung 528, zum Regelverstärker 530,
zum Leistungsverstärker 520 und werden danach durch den Lautsprecher
512 in Töne umgesetzt. Ein ähnlicher Signalverarbeitungsweg, der die Regelverstärker
556 und 550, die Mischeinrichtung 548 und den Leistungsverstärker
540 beinhaltet, ist für Audiosignale vorgesehen, die im zweiten Synthesizer
544 erzeugt werden.
Ein Multimediaprogramm kann Audiosignale auch aus digitalisierten
Audiodaten durch unmittelbare Digital-Analog-Umsetzung unter Verwendung der DAC
526 und 546 erzeugen. Die digitalisierten Audiodaten können auf
dem Speichermedium 506 oder im Hauptspeicher 504 gespeichert werden.
Das Speichermedium 506 kann eine beliebige Einrichtung zur Datenspeicherung
sein, einschließlich eines Diskettenlaufwerks, einer CD, DVD, DAT, usw.. Die auf
dem Speichermedium vorhandenen digitalisierten Audiodaten können in beliebigem Rohzustand
gespeichert sein, einschließlich Pulscodemodulation (PCM) oder in anderer komprimierter
Form, einschließlich der adaptiven Pulscodemodulation (ADPCM). Audiodaten, die auf
einer Festplatte oder einem anderen Speichermedium (zum Beispiel einer CD-ROM) gespeichert
sind, das auf einem Dateisystem der Microsoft Windows Umgebung betrieben werden
kann, sind im Allgemeinen in einem Dateiformat gespeichert, das dem Fachmann als
"Wave" Schwingungsdatei mit dem Dateinamen *.wav bekannt ist, wobei "*" eine Stellvertreterbezeichnung
ist.
6A ist ein Blockschaltbild, das den Vorgang
der Erzeugung von Tönen aud einer digitalen Quelle 600 veranschaulicht.
Die digitale Schallquelle 600 kann jede digitalisierte Audiodatenquelle
sein, einschließlich zum Beispiel ein Analog-Digital-Wandler, DSP, CD-Spieler, Laserdiskettenspieler,
DVD-Spieler, Geräte zum Aufzeichnen und zur Wiedergabe von vorher aufgezeichneten
Audiodaten, Multimediageräte, Computerprogramme, Schwingungssignaldateien, Computerspiele
und dergleichen. Die digitalen Daten werden von der digitalen Schallquelle
600 zu einem Digital/Analogwandler 602 geschickt, der die digitalen
Daten in ein analoges Ausgangssignal umsetzt. Der Wandler 602 schickt das
analoge Ausgangssignal an andere Analogeinrichtungen weiter, wie etwa Leistungsverstärker,
Lautsprecher, weitere Signalprozessoren, usw..
6B ist ein Blockschaltbild, das ein Klangverbesserungssystem
in Übereinstimmung mit einer Ausführungsform der gegenwärtigen Erfindung veranschaulicht.
In 6B werden die Daten aus der digitalen Schallquelle
600 an einen Klangverbesserungsblock 601 geschickt, der die Signalverarbeitung
zur Modifizierung der digitalen Töne für eine verbesserte Wahrnehmung des Niederfrequenzansprechens
eines Lautsprechers durchführt. Die modifizierten Digitaldaten aus dem Klangverbesserungsblock
601 werden an den D/A-Wandlerblock 602 geschickt, wo die digitalen
Daten in Analogsignale umgesetzt werden. Die Analogsignale aus dem Block
602 werden anderen Analogeinrichtungen zur Verfügung gestellt, wie etwa
Lautsprecher, Leistungsverstärker oder andere Signalverarbeitungseinrichtungen.
Die Implementierung der Signalverarbeitung im Block 601 kann durch einen
Digitalrechner für allgemeine Zwecke, etwa den Prozessor 502 oder einem
DSP, etwa DSP 525 und 545, erfolgen.
Die Verarbeitung kann zum Beispiel mit der in einem Computerspeicher
geladenen Software erfolgen, mit einer DSP, die von der Texas Instruments Inc. hergestellt
wird (wie zum Beispiel die Reihe TMS320xx), mit DSPs von anderen
Herstellern, mit Multimediaprozessoren wie dem bei der Chromatic Research Inc. erhältlichen
MPACT Multimedia Prozessor oder mit Prozessoren wie einem Pentiumprozessor, einem
Pentium Pro Prozessor, einem Prozessor 8051, einem MIPS-Prozessor, einem Power PC
Prozessor, einem ALPHA-Prozessor usw..
In einer Ausführungsform wird der Signalverarbeitungsblock
601 vollständig mit der Software auf dem Prozessor 502 implementiert.
Digitale Daten, (zum Beispiel Daten aus einer Wave-Datei), die durch ein Computerprogramm
erzeugt werden, das auf dem Prozessor 502 lauffähig ist, werden an ein
separates Signalverarbeitungsprogramm geschickt, das die vom Block 601
repräsentierten Funktionen bietet. Das separate Signalverarbeitungsprogramm modifiziert
die digitalen Daten und schickt die modifizierten digitalen Daten an einen D/A-Wandlerblock
602, der auf der Tonkarte 510 vorhanden sein kann. Diese reine
Software-Ausführungsform bietet ein kostengünstiges Verfahren für den Nutzer eines
Multimedia-Computersystems, etwa den Nutzer 202 in 2
zur Erweiterung des scheinbaren Ansprechvermögens der an den Multimediacomputer
angeschlossenen Lautsprecher auf niedrige Frequenzen.
Eine alternative Software-Ausführungsform, die vom Block
601 dargestellte Verarbeitung, wird durch eine DSP in einer an den Computer
angeschlossenen Tonkarte geboten. So kann zum Beispiel die durch den Signalverarbeitungsblock
601 dargestellte Verarbeitung durch die DSP 525 und DSP
545 in der Tonkarte 510 von 5 implementiert
werden. Die durch DSP 525 und DSP 545 dargestellten Funktionen
können in einer einzigen DSP kombiniert werden. Die Software-Ausführungsformen der
gegenwärtigen Erfindung sind attraktiv, weil sie mit geringem Kostenaufwand implementiert
werden können.
Allerdings liegen auch Hardware-Ausführungsformen im Geltungsbereich
der gegenwärtigen Erfindung. 7 ist ein Blockschaltbild
einer Hardware-Ausführungsform der gegenwärtigen Erfindung, worin die Funktion der
Klangverbesserung durch eine Klangverbesserungseinheit 704 verkörpert wird.
Die Klangverbesserungseinheit 704 empfängt die Audiosignale von einer Signalquelle
702. Die Signalquelle 702 kann eine beliebige Signalquelle sein,
einschließlich der in 1 gezeigten Signalquelle
102 oder der in 5 gezeigten Tonkarte
510. Die Klangverbesserungseinheit 704 führt die Signalverarbeitung
durch und modifiziert die empfangenen Audiosignale, um Audioausgänge zu erzeugen,
die für Lautsprecher, Verstärker oder andere Signalverarbeitungseinrichtungen verfügbar
sind.
Signalverarbeitung
8 ist ein Blockschaltbild 800
der Signalverarbeitung zur Verbesserung der niederfrequenten Audiosignale durch
die verschiedenen Signalverarbeitungsblöcke, wie etwa der in 7
gezeigten Klangverbesserungseinheit 704, der in 6B
gezeigte Block 601 zur Tonverbesserung und das in 1
gezeigte Klangverbesserungssystem 104. 8 kann
auch als Ablaufdiagramm zur Beschreibung eines auf einer DSP oder auf einem anderen
Prozessor lauffähigen Programms dienen, das die Signalverarbeitungsvorgänge einer
Ausführungsform der gegenwärtigen Erfindung implementiert.
8 zeigt zwei Eingänge, einen Eingang
802 für einen linken Kanal und einen Eingang 804 für einen rechten
Kanal. Die zwei Kanäle der in 8 gezeigten Signalverarbeitung
werden übereinstimmend mit der normalen Anordnung von Stereokanälen in passender
Weise als linker Kanal und rechter Kanal bezeichnet, obwohl 8
nicht auf diese Anordnung begrenzt ist und Systeme mit mehr als zwei Kanälen und
Systeme in denen die Kanäle nicht rechts und links angeordnet sind, einschließt.
Die Eingänge 802 und 804 sind beide angeschlossen
an ein Addierglied 806, das einen Ausgang erzeugt, der die beiden Eingänge
kombiniert, wobei die Kombination die lineare Summe der zwei Eingänge darstellt.
Ein Ausgang des Addiergliedes 806 geht an einen Verstärker 808.
Die Verstärkung des Verstärkers 808 kann auf einen erwünschten Wert eingestellt
werden. Addierglied 806 und Verstärker 808 lassen sich auch zu
einem einzigen summierenden Verstärker kombinieren, der die beiden Eingänge summiert
und verstärkt.
Ein Ausgang des Verstärkers 808 ist an ein Tiefpassfilter
810 geführt. Ein Ausgang des Tiefpassfilters 810 ist an ein erstes
Bandpassfilter 812, ein zweites Bandpassfilter 813, ein drittes
Bandpassfilter 814 und ein viertes Bandpassfilter 815 geführt.
Der Ausgang von jedem Bandpassfilter 812 bis 815
ist an den Eingang eines Verstärkers 816 bis 819 geführt, so dass
jedes Bandpassfilter einen Verstärker antreibt. Ein Ausgang von jedem der Verstärker
816 bis 819 ist an ein Addierglied 820 angeschlossen,
das den Ausgang erzeugt, der die Summe der Verstärkerausgänge bildet.
Der Ausgang des Verstärkers 820 ist an einen ersten Eingang
eines Addiergliedes 824 für den linken Kanal geführt und der Ausgang des
Verstärkers 820 ist an den ersten Eingang eines Addiergliedes
832 für den rechten Kanal geführt. Der Eingang 802 für den linken
Kanal ist an einen zweiten Eingang des Addiergliedes 824 für den linken
Kanal geführt und der Eingang 804 für den rechten Kanal ist an einen zweiten
Eingang des Addiergliedes 832 für den rechten Kanal geführt. Die Ausgänge
des Addiergliedes 824 für den linken Kanal und des Addiergliedes
832 für den rechten Kanal sind die linken und rechten Kanalausgänge des
Signalverarbeitungs-Blockschaltbildes 800.
Die Abfallfrequenz und Bemessung des Tiefpassfilters 810
wird so gewählt, dass eine geeignete Anzahl von Oberschwingungen der mittleren Basslage
oberhalb der untersten Frequenz erzeugt wird, die vernünftigerweise von den Multimedia
Lautsprechern erzeugt werden kann. Die Bandpassfilter 812 bis
815 werden so gewählt, dass das Spektrum des vom Tiefpassfilter
810 erzeugten Signals geformt wird, um die Oberschwingungen der niederfrequenten
Signale zu betonen, die von den Lautsprechern nicht angemessen wiedergegeben werden.
Das Tiefpassfilter 810 ist ein Tschebyscheff-Filter zweiter Ordnung mit
einem Abfall bei 12 dB/Oktave und einer Abfallfrequenz von 20 Hz. Im typischen Fall
sind die Bandpassfilter versetzt abgestuft auf Frequenzen von 100 Hz, 150 Hz, 200
Hz und 250 Hz. Die Bandpassfilter 812 bis 815 sind Tschebyscheff-Filter
zweiter Ordnung, die so implementiert sind, wie in 9
gezeigt.
9 ist ein Schaltungsbild eines Tschebyscheff-Filters
zweiter Ordnung mit einem Eingang 902 und einem Ausgang 918. Der
Eingang 902 ist an einen ersten Anschlusspunkt eines Widerstandes R1
904 geführt. Ein zweiter Anschlusspunkt des Widerstandes R1 904
ist an den ersten Anschlusspunkt eines Widerstandes R2 906, an den ersten
Anschlusspunkt eines Eingangskondensators 912 und an den ersten Anschlusspunkt
eines Rückkoppelungskondensators 910 geführt. Ein zweiter Anschlusspunkt
des Eingangskondensators 912 ist an den Umkehreingang eines Operationsverstärkers
(Op-Amp) 914 und an einen ersten Anschlusspunkt eines Widerstandes R3
908 angeschlossen. Ein nichtumkehrbarer Eingang des Op-Amp 914
ist an Erde angeschlossen. Ein Ausgang des Op-Amp 918 ist an den zweiten
Anschlusspunkt des Rückkoppelungskondensators 910, an einen zweiten Anschlusspunkt
des Rückkoppelungswiderstandes 908 und an den Ausgang 918 angeschlossen.
In einer Ausführungsform hat der Eingangskondensator 912 und der Rückkoppelungskondensator
910 jeweils eine Kapazität von 0,1 Mikrofarad.
Tabelle 1 führt die Mittenfrequenzen und Schaltkreiswerte der Bandpassfilter
812 bis 815 für die Schaltkreise in 9
auf. 10 veranschaulicht die allgemeine Form der Übertragungsfunktionen
der Bandpassfilter. 10 zeigt die Bandpass-Übertragungsfunktionen
1002, 1004, 1006 und 1008 entsprechend den Bandpassfiltern
812 bis 815.
Die Verstärker 816, 817, 818 und
819 werden auf den Verstärkungsfaktor 2 eingestellt. Deshalb ist der Ausgang
der Mischeinrichtung 820 und das Signal 821 ein Audiosignal, das
die Summe aus linkem und rechtem Stereokanal darstellt, annähernd im Bereich von
100 Hz bis 250 Hz gefiltert und verarbeitet. Dieses verarbeitete Signal wird durch
die Mischeinrichtungen 824 und 832 den Optimierungswegen der linken
und rechten Stereokanäle zugefügt. Weil das Signal 821 immer noch die Information
für den linken und rechten Kanal enthält, wird durch die Rückführung des Signals
821 in den linken und rechten Kanal etwas von der Information des linken
Kanals in den rechten Kanal gelangen und umgekehrt. Auf diese Weise gleichen sich
die zwei Kanäle etwas an.
11 veranschaulicht die Signalverarbeitung
des Klangverbesserungssystems. 11 ist in mancher Hinsicht
der Darstellung in 8 ähnlich, mit der Ausnahme, dass
in 11 die vier Bandpassfilter von einer monostabilen
Kippstufe 1112 angetrieben werden, die durch den Nulldurchgangsdetektor
1110 getriggert wird. 11
zeigt zwei Eingänge, einen Eingang 1103 für den linken Kanal und einen
Eingang 1101 für den rechten Kanal. Wie in 8
werden die zwei Kanäle der in 11 dargestellten Signalverarbeitung
der Einfachheit halber, aber nicht als Begrenzung gedacht mit den Begriffen linker
Kanal und rechter Kanal beschrieben.
Die Eingänge 1103 und 1101 werden beide an ein Addierglied
1102 angeschlossen, das einen Ausgang erzeugt, der eine Kombination der
zwei Eingänge darstellt, wobei diese Kombination die lineare Summe der beiden Eingänge
ist. Ein Ausgang des Addiergliedes 1102 wird mit einem Verstärker
1103 verbunden, der auf eine Verstärkung 1 eingestellt ist. Die Verstärkung
des Verstärkers 1103 kann jedoch auf jeden gewünschten Wert eingestellt
werden. Ein Ausgang des Verstärkers 1103 wird einem Tiefpassfilter
1104 verbunden, das einen Frequenzabfall bei annähernd 100 Hz aufweist.
Ein Ausgang des Tiefpassfilters 1104 wird mit einem Spitzenwertdetektor
1106 und einem Verstärker 1108 verbunden, der auf eine Verstärkung
von annähernd 0,05 eingestellt ist. Der Spitzendetektor 1106 hat eine Abklingzeitkonstante
von 0,25 Millisekunden. Ein Ausgang des Verstärkers 1108 wird mit einem
Nulldurchgangsdetektor (ZCD) 1110 verbunden. Ein Ausgang des ZCD
1110 wird mit einem Triggereingang der monostabilen Kippstufe
1112 verbunden, so dass die monostabile Kippstufe jedesmal getriggert wird,
wenn der Ausgang des Tiefpassfilters 1104 einen Nulldurchgang verzeichnet.
Wenn die monostabile Kippstufe 1112 getriggert wird, erzeugt
sie einen Impuls von 150 Millisekunden. Ein nichtinvertierter Ausgang der monostabilen
Kippstufe 1112 wird mit einem ersten Eingang einer Multiplikationsschaltung
1114 und mit einem Regeleingang eines spannungsgeregelten SPST (einpoliger
Ausschalter) 1116 so verbunden, dass der Schalter 1116 immer geschlossen
wird, wenn der nichtinvertierte Ausgang der monostabilen Kippstufe 1112
auf dem hohen Niveau ist. Ein zweiter Eingang der Multiplikationsschaltung wird
mit einem Ausgang des Spitzenwertdetektors 1106 verbunden. Ein Ausgang
der Multiplikationsschaltung 1114 wird an einem ersten Anschlusspunkt des
Schalters 1114 verbunden. Ein zweiter Anschlusspunkt des Schalters
1114 wird mit dem ersten Bandpassfilter 1118, einem zweiten Bandpassfilter
1119, einem dritten Bandpassfilter 1120 und einem vierten Bandpassfilter
1121 verbunden. Der Ausgang von jedem Bandpassfilter 1118 bis
1121 wird mit einem Eingang eines der Verstärker 1126 bis
1129 so verbunden, dass jeder Bandpassfilter einen Verstärker antreibt,
wobei jeder Verstärker auf die Verstärkung 2 eingestellt ist. Ein Ausgang von jedem
der Verstärker 1126 bis 1129 wird mit einer Mischeinrichtung
1134 verbunden, die einen Ausgang erzeugt, der die Summe der Ausgänge der
Verstärker 1126 bis 1129 darstellt. Der Ausgang der Mischeinrichtung
1134 wird mit einem Eingang eines Tiefpassfilters 1136 verbunden,
das eine Abfallfrequenz von annähernd 200 Hz hat. Die Hochpassfilter 1142
und 1144 haben beide eine Abfallfrequenz von annähernd 125 Hz.
Ein Ausgang der Mischeinrichtung 1134 ist mit einem ersten
Eingang des Addiergliedes 1140 für den linken Kanal und mit einem ersten
Eingang des Addiergliedes 1144 für den rechten Kanal verbunden. Der Eingang
1103 für den linken Kanal ist mit einem zweiten Eingang des Addiergliedes
1140 für den linken Kanal verbunden und der Eingang 1101 für den
rechten Kanal ist mit einem zweiten Eingang des Addiergliedes 1144 für
den rechten Kanal verbunden. Der Ausgang des Addiergliedes 1140 für den
linken Kanal ist mit einem Eingang eines Hochpassfilters 1142 verbunden
und der Ausgang des Hochpassfilters 1142 ist mit dem Ausgang
1150 für den linken Kanal verbunden. Der Ausgang des Addiergliedes
1144 für den rechten Kanal ist mit einem Eingang des Hochpassfilters
1146 verbunden und der Ausgang des Hochpassfilters 1146 ist mit
dem Ausgang 1148 für den linken Kanal verbunden.
Das System von 11 erzeugt Impulse auf
Grundlage der Nulldurchgänge des Tiefpassfilters 1104. Die Impulse werden
zu den Filtern 1118 bis 1121 geschickt und die Filter werden dadurch
zum Ansprechen veranlasst und erzeugen Oberschwingungsfrequenzen vor allem im Bereich
zwischen 100 Hz und 300 Hz. Weil die Impulse durch die Nulldurchgänge des tiefpassgefilterten
Eingangssignals erzeugt werden, sind die von den Filtern 1118 bis
1121 erzeugten Oberschwingungen Oberschwingungen der niederfrequenten Komponenten
der Eingangsschwingung. Somit erzeugt das System von 11
einen Oberschwingungsgehalt ähnlich dem, der durch das menschliche Ohr erzeugt würde,
wenn die niederfrequente Information in Schallenergie umgesetzt würde. Die erzeugten
Oberschwingungen werden durch die Additionsglieder 1140 und 1144
mit der normalen Information des linken und rechten Kanals gemischt, hochpassgefiltert,
um die verbleibenden niederfrequenten Signale zu entfernen und dann an die Lautsprecher
geschickt. Die zugefügten Oberschwingungen werden vom Hirn des Zuhörers als dem
Niederfrequenzgehalt der akustischen Schwingung entsprechend interpretiert.
In noch einer weiteren Ausführungsform der gegenwärtigen Erfindung
werden die durch die Bandpassfilter angetriebenen Verstärker (zum Beispiel die Verstärker
816 bis 819 in 8) durch automatische
Regelverstärkerblocks ersetzt, die durch die Größe des Niederfrequenzgehaltes des
Audiosignals gesteuert werden. Vor der Untersuchung der zur Durchführung
dieser Verstärkungsregelung verwendeten Signalverarbeitungselemente ist es hilfreich,
zuerst den Einfluss der Verstärkungsregelung auf die Audiosignale am Eingang und
am Ausgang zu untersuchen, um ein besseres Verständnis für den Prozess zu gewinnen.
Diese Ausführungsform verbessert die Oberschwingungen in den mittleren Basslagen
(das heisst, die Oberschwingungen zwischen annähernd 100 Hz und 250 Hz) auf zwei
verschiedene Arten. Das Spektrum wird in diesen Bereichen abhängig von der Energiemenge
im Eingangssignal, dessen Frequenzen für die Wiedergabe durch den Lautsprecher zu
niedrig sind (zum Beispiel Frequenzen unter 100 Hz) angehoben und abgeflacht. Wenn
wenig Energie in den Frequenzen unter 100 Hz vorhanden ist, ändert sich das Spektrum
nur sehr wenig. Wenn viel Energie in den Frequenzen unterhalb von 100 Hz vorhanden
ist, wird das Spektrum im Bereich der mittleren Basslagen signifikant angehoben
und abgeflacht. Das Anheben und Abflachen erfolgt über einen Verbesserungsfaktor,
der unter Einsatz von Schaltkreisen zur automatischen Verstärkungsregelung (AGC)
entsteht. Es ist zu beachten, dass die Frequenzen, die den Bereich der mittleren
Basslagen enthalten, variieren und die hierin aufgeführten Frequenzbereiche sind
nur beispielshalber aufgeführt und stellen keine Begrenzung dar.
12A zeigt, wie bei einem Eingangssignal
1202 mit einem hohen Anteil an niedrigen Frequenzen die Regelung durch
vier gegeneinander versetzt abgestimmte Bandpassfilter einen Verstärkungsfaktor
1220 erzeugt, um das Ziel zu erreichen. Das Beispiel des Eingangssignals
1202 hat innerhalb dieses Frequenzbereichs einen hohen Gipfel in der Nähe
von 40 Hz (zum Beispiel die niedrigste Note auf einer Bassgitarre). Die Amplitude
des Spektrums von 1202 flacht ab zu immer kleineren Werten mit zunehmender
Frequenz. Vier Bandpasskurven 1204, 1206, 1208 und
1210 werden dargestellt, um die Übertragungsfunktion der vier auf 100 Hz,
150 Hz, 200 Hz und 250 Hz abgestimmten Bandpassfilter zu veranschaulichen. Die Verstärkung
von jedem Bandpassfilter (dargestellt durch die Höhe von jeder der Kurven
1204, 1206, 1208 und 1210) wird jeweils durch
ein separates AGC geregelt. Jedes AGC wird durch die Amplitude der Kurve
1202 unterhalb 100 Hz (des Sub-Bass Bereichs) gesteuert.
In Frequenzbereichen, in denen die Amplitude des Eingangs-Audiospektrums
fast ebenso hoch ist, wie der Sub-Bass-Bereich, beträgt die AGC-Verstärkung fast
1, wie aus der Kurve 1204 zu ersehen ist. In Frequenzbereichen, in denen
die Amplitude des Eingangs-Audiospektrums viel niedriger ist als der Sub-Bass-Bereich
nimmt die AGC-Verstärkung wieder zu, wie aus der Kurve 1210 zu ersehen
ist. Der Verbesserungsfaktor 1220 ist im Wesentlichen eine zusammengesetzte
Übertragungsfunktion aus den Kurven 1204, 1206, 1208
und 1210. 12B zeigt den Einfluss einer Anwendung
des Verbesserungsfaktors 1220 auf die Eingangs-Schwingungsform
1202, woraus sich eine verbesserte Schwingungsform 1240 ergibt.
Weil die Schwingungsform 1202 im Sub-Bass-Bereich eine hohe Amplitude hat,
ist die verbesserte Schwingungsform 1240 im Vergleich zur Eingangs-Schwingungsform
1202 im Bereich mittlerer Basslagen stark angehoben und abgeflacht.
12C und 12D
zeigen den gleichen Prozess wie in 12A und
12B für die Erzeugung eines Verbesserungsfaktors
1270 für eine Eingangs-Schwingungsform 1252. Anders als die Schwingungsform
1202 hat die Schwingungsform 1252 nur eine geringe niederfrequente
Energie und deshalb ist der Verbesserungsfaktor 1270 kleiner. Die in
12D gezeigte Ausgangs-Schwingungsform ist fast identisch
mit der Eingangs-Schwingungsform 1252, weil der Verstärkungsfaktor
1280 so klein ist.
13 ist ein Blockschaltbild
1300 von einer Ausführungsform des Signalverarbeitungssystems zur Verbesserung
im Bereich der niedrigen Frequenzen, wobei AGC zur Erzeugung eines Verbesserungsfaktors
eingesetzt werden. 13 kann auch als Ablaufdiagramm
zur Beschreibung eines Programms dienen, das auf einer DSP oder einem anderen Prozessor
lauffähig ist und die Signalverarbeitungsvorgänge einer Ausführungsform der gegenwärtigen
Erfindung implementiert. 13 zeigt zwei Eingänge, einen
Eingang 1302 für einen linken Kanal und einen Eingang 1304 für
einen rechten Kanal. Wie bei den hierin vorstehend aufgeführten Ausführungsformen
gelten die Begriffe links und rechts nur der Einfachheit halber und nicht als Begrenzung.
Die Eingänge 1302 und 1304 sind beide an das Addierglied
1306 herangeführt, das einen Ausgang erzeugt, der eine Kombination der
beiden Eingänge darstellt.
Ein Ausgang des Addiergliedes 1306 ist mit einem Eingang
eines Verstärkers 1308 mit dem Verstärkungsfaktor 1 verbunden. Ein Ausgang
des Verstärkers 1308 ist an ein Tiefpassfilter 1310 mit einer
Abfallfrequenz von annähernd 400 Hz angeschlossen. Ein Ausgang des Tiefpassfilters
1310 ist an einen ersten Anschlusspunkt eines Potentiometers
1352, an ein erstes Bandpassfilter 1312, ein zweites Bandpassfilter
1313, ein drittes Bandpassfilter 1314 und ein viertes Bandpassfilter
1315 angeschlossen. Der Ausgang von jedem Bandpassfilter 1312
bis 1315 ist an den Audiosignaleingang eines AGC 1316 bis
1319 angeschlossen, so dass jedes Bandpassfilter einen AGC antreibt. Ein
Ausgang von jedem der AGC 1316 bis 1319 ist an ein Addierglied
1320 angeschlossen, das die Summe des Verstärkerausgänge darstellt.
Ein zweiter Anschlusspunkt des Potentiometers 1352 ist an
Erde gelegt und ein Schleifkontakt des Potentiometers ist an einen Spitzendetektor
1350 angeschlossen. Ein Ausgang des Spitzendetektors 1350 ist
an den Reglereingang von jedem der AGC 1316 bis 1319 angeschlossen.
Der Ausgang des Verstärkers 1320 ist an einen ersten Eingang
des Addiergliedes 1324 für den linken Kanal angeschlossen und der Ausgang
des Verstärkers 1320 ist an einen ersten Eingang des Addiergliedes
1332 für den rechten Kanal angeschlossen. Der Eingang 1302 für
den linken Kanal ist an einen zweiten Eingang des Addiergliedes 1324 für
den linken Kanal angeschlossen und der Eingang 1304 für den rechten Kanal
ist an einen zweiten Eingang des Addiergliedes 1332 für den rechten Kanal
angeschlossen. Die Ausgänge des Addiergliedes 1324 für den linken Kanal
und des Addiergliedes 1332 für den rechten Kanal sind ein linker Kanalausgang
1323 und ein rechter Kanalausgang 1333 des Signalverarbeitungsblockes
1300. In einer Ausführungsform sind die Bandpassfilter 1312 bis
1315 im Wesentlichen identisch mit den in 9
und Tabelle 1 gezeigten Bandpassfiltern 812 bis 815.
AGC 1316 ist (ebenso wie AGC 1317 bis
1319) ein linearer Verstärker mit einer internen Servo-Rückkoppelungsschleife.
Die Servoeinrichtung stellt die Amplitude des Ausgangssignals automatisch auf die
Amplitude eines Signals am Reglereingang passend ein. Somit bestimmt der Reglereingang
und nicht der Eingang des Verstärkersignals den Mittelwert der Amplitude des Ausgangssignals.
Wird die Amplitude des Eingangssignals verkleinert, dann erhöht die Servoeinrichtung
die Vorwärtsverstärkung des AGC 1316 so, dass der Signalpegel am Ausgang
konstant bleibt.
14A ist ein Blockschaltbild einer Ausführungsform
der AGC 1318 und 1319, die einen Audioeingang 1403, einen
Regeleingang 1402 und einen Audioausgang 1404 beinhaltet. Der
Audioeingang 1403 ist mit dem Eingang eines Regelverstärkers
1414 verbunden. Ein Ausgang des Verstärkers 1414 ist mit dem Audioausgang
1404 und einem Negativspitzendetektor 1412 verbunden. Ein Ausgang
des Negativspitzendetektors ist mit einem ersten Eingang eines Addiergliedes
1418 verbunden und der Reglereingang 1402 ist mit einem zweiten
Eingang des Addiergliedes 1418 verbunden. Ein Ausgang des Addiergliedes
1418 ist mit einem Eingang eines Integriergliedes 1416 verbunden
und ein Ausgang des Integriergliedes 1416 ist mit dem Regelverstärkereingang
des Verstärkers 1414 verbunden. Das Addierglied 1418 und das Integrierglied
1416 bilden zusammen einen Summenintegrator 1410.
14B ist eine Ausführungsform eines Schaltbildes
des in 14A gezeigten AGC. Wie in 14B
gezeigt, enthält der Regelverstärker 1414 einen NE572-Kompander
1439 mit den in Tabelle 2 aufgeführten Signalkontaktstiften 2-8.
Der Audioeingang 1403 ist mit einem ersten Anschlusspunkt eines Eingangskondensators
1442 verbunden. Ein zweiter Anschlusspunkt des Eingangskondensators
1442 ist mit dem Kontaktstift 7 des Kompanders 1439 verbunden.
Der Eingangskondensator 1442 enthält die parallel geschaltete Kombination
eines Kondensators mit 2,2 Mikrofarad und eines Kondensators mit 0,01 mF. Der Stift
2 des Kompanders 1439 ist über einen Kondensator 1443
von 10,0 mF an Erde gelegt. Stift 4 des Kompanders 1439 ist über
einen Kondensator 1444 an Erde gelegt. Stift 8 das Kompanders
1439 ist geerdet. Stift 6 des Kompanders 1439 ist mit
einem ersten Anschlusspunkt eines Widerstandes 1445A von 1,0 k&OHgr; verbunden,
ein zweiter Anschlusspunkt des Widerstandes 1445 ist mit einem Kondensator
1446 von 2,2 mF, einem nichtinvertierenden Eingang eines Op-Amp
1447 und einem nichtinvertierenden Eingang eines Op-Amp 1452 verbunden.
Ein zweiter Anschlusspunkt des Kondensators 1446 ist an Erde gelegt. Stift
5 des Kompanders 1439 ist an einen invertierenden Eingang des
Op-Amp 1447, einen ersten Anschlusspunkt eines 17,4 k&OHgr; Rückkoppelungswiderstandes
1449 und an einen ersten Anschlusspunkt eines 17,4 k&OHgr; Eingangswiderstandes
1450 angeschlossen. Ein Ausgang des Op-Amp 1447 ist an einem zweiten
Anschlusspunkt des Rückkoppelungswiderstandes 1449 und an einem ersten
Anschlusspunkt eines Ausgangskondensators 1448 angeschlossen. Ein Ausgang
des Op-Amp 1452 ist an einem zweiten Anschlusspunkt des Eingangswiderstandes
1450 angeschlossen. Ein 10,0 k&OHgr; Rückkoppelungswiderstand ist zwischen
einem invertierenden Eingang und dem Ausgang des Op-Amp 1452 angeschlossen.
Ein 10,0 k&OHgr; Eingangswiderstand legt den invertierenden Eingang des Op-Amp
1452 an Masse.
Der Verstärkungsreglereingang des Verstärkers 1414 ist an
einem ersten Anschlusspunkt eines 3,0 k&OHgr; Eingangswiderstandes 1440
angeschlossen. Ein zweiter Anschlusspunkt des Widerstandes 1440 ist an
den Emitteranschluss eines kleinen Signaltransistors 1441 gelegt, wobei
es sich um einen 2N2222 handeln kann. Der Basisanschluss des Transistors ist an
Erde gelegt und der Kollektoranschluss des Transistors 1441 ist am Stift
3 des Kompanders 1339 angeschlossen.
Der negative Spitzendetektor 1412 enthält einen Op-Amp
1438 und eine Diode 1437. Der Eingang des negativen Spitzendetektors
1412 ist an einen nichtinvertierenden Eingang des Op-Amp 1438
angeschlossen. Ein Ausgang des Op-Amp 1438 ist an der
Kathode der Diode 1437 angeschlossen. Die Anode der Diode 1437
ist an einen invertierenden Eingang des Op-Amp 1437 angeschlossen und an
den Ausgang des Spitzendetektors 1412. Der in 13
gezeigte Spitzendetektor 1350 kann in ähnlicher Weise gebaut sein wie der
negative Spitzendetektor 1412, mit der Ausnahme, dass die Diode
1437 für den Spitzendetektor 1350 umgekehrt ist.
Der erste Eingang des Summenintegrators 1410 ist an einen
ersten Anschlusspunkt der parallelgeschalteten Kombination eines 100,0 k&OHgr; Widerstandes
1431 und eines 4,7 mF Kondensators 1432 angeschlossen. Der zweite
Eingang des Summenintegators 1410 ist an einem ersten Anschlusspunkt einer
parallelgeschalteten Kombination eines 100,0 k&OHgr; Widerstandes 1433
und eines 4,7 mF Kondensators 1434 angeschlossen. Die zweiten Anschlusspunkte
beider paralleler Kombinationen sind am invertierenden Eingang eines Op-Amp
1435 angeschlossen. Ein nichtinvertierender Eingang des Op-Amp
1435 ist geerdet und ein 0,33 mF Rückkoppelungskondensator 1436
ist zwischen dem invertierenden Eingang des Op-Amp 1435 und dem Ausgang
des Op-Amp 1435 angeschlossen. Der Ausgang des Op-Amp 1435 ist
der Ausgang des Summenintegators 1410.
Der NE572 ist ein Regelverstärkerschaltkreis mit hoher Leistung und
zwei Kanälen, wobei jeder Kanal für eine dynamische Bereichskomprimierung oder Erweiterung
benützt werden kann. Jeder Kanal hat einen Zweiweggleichrichter zur Feststellung
des Durchschnittswertes eines Eingangssignals, eine linearisierte, temperaturkompensierte
Zelle mit variabler Verstärkung und einen dynamischen Zeitkonstantenpuffer. Der
Puffer gestattet eine unabhängige Regelung der dynamischen Anstiegs- und Abklingzeit
mit einem Minimum an externen Komponenten und einer verbesserten Verstärkungsregelung
niedriger Frequenzen mit geringerer Welligkeitsverzerrung. Die Stiftanordnungen
für die NE572 sind in Tabelle 2 aufgeführt (n, m bezeichnet die Kanäle A, B). Die
NE572 wird in den derzeitigen Ausführungsformen als kostengünstiger, geräuscharmer
Regelverstärker mit geringer Verzerrung verwendet. Der Fachmann erkennt, das auch
andere Regelverstärker verwendet werden können.
15 ist ein Schaltbild eines Signalverarbeitungs-Systems
1500 von einer Ausführungsform des Niederfrequenz-Verbesserungssystems,
das wählbare Frequenzbereiche vorsieht. 15 kann auch
als Ablaufdiagramm zur Beschreibung eines Programms dienen, das auf einer DSP oder
einem anderen Prozessor lauffähig ist, der die Signalverarbeitungsvorgänge einer
Ausführungsform der gegenwärtigen Erfindung implementiert. Das im System
1500 ausgeführte Merkmal der auswählbaren Frequenzbereiche ist auch auf
alle vorstehend beschriebenen Ausführungsformen anwendbar. Der Einfachheit halber
ist das System 1500 jedoch als Modifikation des Signalverarbeitungssystems
1300 von 13 dargestellt und deshalb werden
hier nur die Unterschiede zwischen dem System 1300 und dem System
1500 beschrieben. Im System 1500 ist der Ausgang des Bandpassfilters
1315 nicht wie im System 1300 direkt am Eingang des AGC
1319 angeschlossen, sondern am ersten Schaltkontakt eines einpoligen Umschalters
(spdt) 1562. Der Pol des Schalters 1562 ist am Signaleingang des
AGC 1319 vorgesehen. Ein Eingang eines Bandpassfilters 1560 ist
am Eingang des Bandpassfilters 1315 so angeschlossen, dass die Bandpassfilter
1560 und 1315 die gleichen Eingangssignale aufnehmen.
Ein Ausgang des Bandpassfilters 1560 ist am zweiten Schaltkontakt des einpoligen
Umschalters 1562 vorgesehen.
Es ist wünschenswert, das Bandpassfilter 1560 auf eine Frequenz
unter 100 Hz, wie zum Beispiel 60 Hz, abzustimmen. Wenn sich der Schalter
1562 in einer ersten Position befindet, die dem ersten Schaltkontakt entspricht,
wählt er das Bandpassfilter 1315 und veranlasst das System 1500
zu einem mit dem System 1300 identischen Betrieb, bei dem die Bandpassfilter
bei 100, 150, 200 und 250 Hz vorgesehen sind. Befindet sich der Schalter
1562 in der zweiten Position, die dem zweiten Schaltkontakt entspricht,
dann wählt er das Bandpassfilter 1315 ab und wählt das Bandpassfilter
1560 an, bei dem zum Beispiel die Bandpassfilter mit 60 Hz, 100, 150 und
200 Hz vorgesehen sind.
Wünschenswerter Weise gestattet es der Schalter 1562 dem
Benützer, den zu verbessernden Frequenzbereich zu wählen. Ein Benützer mit einem
Lautsprechersystem, das kleine Tieftonlautsprecher, zum Beispiel Woofer von drei
bis vier Zoll Durchmesser aufweist, wird im typischen Fall den oberen Frequenzbereich
der Bandpassfilter 1312 bis 1315 wählen, die auf 100, 150, 200
und 250 Hz abgestimmt sind. Ein Benützer mit einem Lautsprechersystem, das etwas
größere Woofer von circa 5 Zoll Durchmesser oder mehr aufweist, wird im typischen
Fall den niedrigeren Frequenzbereich wählen, den die Bandpassfilter 1560
und 1312 bis 1314 bieten, die auf 60, 100, 150 und 200 Hz abgestimmt
sind. Der Fachmann erkennt, dass mehr Schalter vorgesehen werden können, um eine
größere Auswahl an Bandpassfiltern und Frequenzbereichen zu erhalten. Die Auswahl
verschiedener Bandpassfilter zur Ermöglichung unterschiedlicher Frequenzbereiche
ist ein wünschenswertes Verfahren, weil die Bandpassfilter kostengünstig sind und
weil verschiedene Bandpassfilter mit einem Schalter mit einem Schaltkontakt gewählt
werden können.
I. Erweiterung zur Bassverbesserung
16A ist ein Blockschaltbild eines Audiosystems,
worin eine Klangverbesserung durch eine Bassverbesserungs-Einheit 1604
vorgesehen ist. Die Bass-Verbesserungseinheit 1604 empfängt Tonsignale
von einer Signalquelle 1602. Bei der Signalquelle 1602 kann es
sich um eine beliebige Signalquelle, wie etwa die in 1
gezeigte Schallquelle 102 oder die in 5 gezeigte
Tonkarte 510 handeln. Die Bass-Verbesserungseinheit 1604 führt
eine Signalverarbeitung durch, um die empfangenen Audiosignale in Audioausgangssignale
zu modifizieren. Die Audioausgangssignale können an Lautsprecher, Verstärker oder
andere Verarbeitungseinrichtungen weitergeleitet werden.
16B ist ein Blockschaltbild, das die
Topologie einer Bass-Verbesserungseinheit 1644 mit zwei Kanälen zeigt,
die einen ersten Eingang 1609, einen zweiten Eingang 1611, einen
ersten Ausgang 1617 und einen zweiten Ausgang 1619 aufweist. Der
erste Eingang 1609 und der erste Ausgang 1617 entsprechen einem
ersten Kanal. Der zweite Eingang 1611 und der zweite Ausgang
1619 entsprechen einem zweiten Kanal. Der erste Eingang 1609 ist
mit dem ersten Eingang einer Kombinationseinheit 1610 verbunden und mit
einem Eingang eines Signalverarbeitungsblocks 1613. Ein Ausgang des Signalverarbeitungsblocks
1613 ist mit einem ersten Eingang einer Kombinationseinheit 1614
verbunden. Der zweite Eingang 1611 ist mit einem zweiten Eingang der Kombinationseinheit
1610 und mit einem Eingang eines Signalverarbeitungsblocks 1615
verbunden. Ein Ausgang des Signalverarbeitungsblocks 1615 ist mit einem
ersten Eingang einer Kombinationseinheit 1616 verbunden. Ein Ausgang der
Kombinationseinheit 1610 ist mit einem Eingang eines Signalverarbeitungsblocks
1612 verbunden. Ein Ausgang des Signalverarbeitungsblocks 1612
ist mit einem zweiten Eingang der Kombinationseinheit 1614 und mit einem
zweiten Eingang der Kombinationseinheit 1616 verbunden. Ein Ausgang der
Kombinationseinheit 1614 ist mit dem ersten Ausgang 1617 verbunden.
Ein Ausgang der zweiten Kombinationseinheit 1616 ist mit dem zweiten Ausgang
1619 verbunden.
Die Signale vom ersten und zweiten Eingang 1609 und
1611 werden kombiniert und durch den Signalverarbeitungsblock
1612 verarbeitet. Der Ausgang des Signalverarbeitungsblocks 1612
ist ein Signal, das bei Kombination mit den Ausgängen der Signalverarbeitungsblöcke
1613 beziehungsweise 1615 die verbesserten Bassausgänge
1617 und 1619 erzeugt.
16C ist ein Blockschaltbild einer weiteren
Topologie für ein Bass-Verbesserungssystem 1604 mit zwei Kanälen. In
16C ist der erste Eingang 1609 mit dem Eingang
eines Signalverarbeitungsblocks 1621 und dem Eingang eines Signalverarbeitungsblocks
1622 verbunden. Ein Ausgang des Signalverarbeitungsblocks 1621
ist mit einem ersten Eingang einer Kombinationseinheit 1625 verbunden und
ein Ausgang des Signalverarbeitungsblocks 1622 ist mit einem zweiten Eingang
der Kombinationseinheit 1625 verbunden. Der zweite Eingang 1611
ist mit dem Eingang eines Signalverarbeitungsblocks 1623 und mit dem Eingang
eines Signalverarbeitungsblocks 1624 verbunden. Ein Ausgang des Signalverarbeitungsblocks
1623 ist mit dem ersten Eingang einer Kombinationseinheit
1626 verbunden und ein Ausgang des Signalverarbeitungsblocks
1624 ist mit einem zweiten Eingang der Kombinationseinheit 1626
verbunden. Ein Ausgang der Kombinationseinheit 1626 ist mit dem ersten
Ausgang 1617 verbunden und ein Ausgang der zweiten Kombinationseinheit
1626 ist mit dem zweiten Ausgang 1619 verbunden.
Anders als bei der in 16B gezeigten Topologie
werden in 16C nicht die zwei Eingangssignale
1609 und 1611 kombiniert, sondern die beiden Kanäle getrennt gehalten
und die Verarbeitung zur Tieftonverbesserung in jedem Kanal durchgeführt.
17 ist ein Blockschaltbild
1700 für eine Ausführungsform des in 16A gezeigten
Bass-Verbesserungssystems. Das Bass-Verbesserungssystem 1700 verwendet
eine Bass-Erweiterungseinheit 1720 zur Erzeugung eines zeitabhängigen Verbesserungsfaktors.
17 kann auch als Ablaufdiagramm für die Beschreibung
eines Programms dienen, das auf einer DSP oder einem anderen Prozessor lauffähig
ist und die Signalverarbeitungsvorgänge einer Ausführungsform der gegenwärtigen
Erfindung implementiert. 17 zeigt zwei Eingänge, einen
Eingang 1702 für den linken Kanal und einen Eingang 1704 für den
rechten Kanal. Wie bei den vorhergehenden Ausführungsformen erfolgt die Einteilung
links und rechts nur der Einfachheit halber und nicht als Begrenzung. Die Eingänge
1702 und 1704 sind beide an ein Addierglied 1706 angeschlossen,
das einen Ausgang als Kombination der zwei Eingänge erzeugt.
Der Ausgang des Addiergliedes 1706 ist mit einem ersten Bandpassfilter
1712, einem zweiten Bandpassfilter 1713, einem dritten Bandpassfilter
1714, einem vierten Bandpassfilter 1715 und einem fünften Bandpassfilter
1711 verbunden. Der Ausgang von Bandpassfilter 1715 ist am ersten
Kontaktpunkt eines einpoligen Umschalters 1716 angeschlossen. Der Ausgang
von Bandpassfilter 1711 ist am zweiten Kontaktpunkt des einpoligen Umschalters
1716 angeschlossen. Der Pol des Schalters 1716 ist mit dem Eingang
des Addiergliedes 1718 verbunden. Der Ausgang von jedem der Bandpassfilter
1712 bis 1714 ist mit einem getrennten Eingang des Additionsgliedes
1718 verbunden.
Ein Ausgang des Addiergliedes 1718 ist mit einem Eingang
der Bass-Erweiterungseinheit 1720 verbunden. Ein Ausgang der Bass-Erweiterungseinheit
1720 ist an einem ersten Kontaktpunkt eines einpoligen Umschalters
1722 angeschlossen. Ein zweiter Kontaktpunkt des einpoligen Umschalters
1722 ist an Masse gelegt. Der Kontaktpunkt des einpoligen Umschalters
1722 ist mit einem ersten Eingang eines Addiergliedes 1724 für
den linken Kanal und mit dem ersten Eingang eines Addiergliedes 1732 für
den rechten Kanal verbunden. Der Eingang 1702 für den linken Kanal ist
an den zweiten Eingang des Addiergliedes 1724 für den linken Kanal gelegt
und der Eingang 1704 für den rechten Kanal ist an einen zweiten Eingang
des Addiergliedes 1732 für den rechten Kanal gelegt. Die Ausgänge des Addiergliedes
1724 für den linken Kanal und des Addiergliedes 1732 für den rechten
Kanal sind mit einem Ausgang 1730 für den linken Kanal und mit einem Ausgang
1733 für den rechten Kanal des Signalverarbeitungsblocks 1700
verbunden. Die Schalter 1722 und 1716 sind wahlweise und sie können
durch feste Anschlüsse ersetzt werden.
Die von den Filtern 1711 bis 1715 und der Kombinationseinheit
1718 durchgeführten Filtervorgänge können zu einem Verbundfilter
1707 kombiniert werden, wie in 17 gezeigt.
Zum Beispiel können in einer alternativen Ausführungsform die Filter 1711
bis 1715 zu einem einzigen Bandpassfilter kombiniert werden, mit einem
Passband, das sich von annähernd 40 Hz bis 250 Hz erstreckt. Zur Verarbeitung von
Bassfrequenzen erstreckt sich das Passband des Verbundfilters 1707 vorzugsweise
von annähernd 20 bis 100 Hz am niedrigen Ende und von annähernd 150 bis 350 Hz am
oberen Ende. Das Verbundfilter 1707 kann auch andere Filterübertragungsfunktionen
wahrnehmen, wie zum Beispiel als Hochpassfilter, Baugruppenfilter, usw.. Das Verbundfilter
kann auch so konfiguriert werden, dass es ähnlich wie eine graphische Entzerrung
wirkt und innerhalb des Passbandes einige Frequenzen relativ zu anderen Frequenzen
innerhalb des Passbandes abschwächt.
Wie gezeigt entspricht 17 annähernd der
Topologie von 16B, wo die Signalverarbeitungsblöcke
1613 und 1615 eine Übertragungsfunktion 1 haben und der Signalverarbeitungsblock
1612 das Verbundfilter 1707 und die Bass-Erweiterungseinheit
1720 enthält. Die in 17 gezeigte Signalverarbeitung
ist jedoch nicht auf die in 16B dargestellte Topologie
begrenzt. Die Elemente von 17 können auch in der in
16C dargestellten Topologie verwendet werden, wo die
Signalverarbeitungsblöcke 1621 und 1623 eine Übertragungsfunktion
1 haben und die Signalverarbeitungsblöcke 1622 und 1624 das Verbundfilter
1707 und die Basserweiterungseinheit 1720 enthalten. Obwohl in
17 nicht gezeigt, können die Signalverarbeitungsblöcke
1613, 1615, 1621 und 1623 auch eine zusätzliche
Signalverarbeitung durchführen, wie zum Beispiel als Hochpassfilter zur Entfernung
niedriger Bassfrequenzen, als Hochpassfilter zur Entfernung von Frequenzen, die
von der Bass-Erweiterungseinheit 1720 verarbeitet werden, für die Hochfrequenzbetonung
zur Verbesserung der hochfrequenten Töne, als zusätzliche Verarbeitung
in mittleren Basslagen zur Ergänzung des Bass-Erweiterungs-Schaltkreises, usw. Auch
weitere Kombinationen werden in Betracht gezogen.
18 ist eine Frequenzbereichsdarstellung,
die die allgemeine Form der Übertragungsfunktionen der Bandpassfilter
1711 bis 1715 zeigt. 18 zeigt die
Übertragungsfunktionen der Bandpassfilter 1801 bis 1805, die den
Bandpassfiltern 1711 bis 1715 entsprechen. Die Transferfunktionen
1801 bis 1805 sind als Bandpassfunktionen bei 50, 100, 150, 200
und 250 Hz dargestellt.
In einer Ausführungsform ist das Bandpassfilter 1711 auf
eine Frequenz unterhalb von 100 Hz, zum Beispiel auf 50 Hz abgestimmt. Wenn sich
der Schalter 1718 in einer ersten Position entsprechend dem ersten Schaltkontakt
befindet, wählt er das Bandpassfilter 1711 an und wählt das Bandpassfilter
1715 ab, wodurch Bandpassfilter bei Frequenzen von 50, 100, 150 und 200
Hz gewählt werden. Befindet sich der Schalter 1716 in einer zweiten Position,
die dem zweiten Schaltkontakt entspricht, dann wählt er das Bandpassfilter ab und
wählt das Bandpassfilter 1715 an, womit Bandpassfilter mit Frequenzen von
100, 150, 200 und 250 Hz gewählt werden.
Somit gestattet es der Schalter 1716 dem Benützer wünschenswerter
Weise, den zu verbessernden Frequenzbereich zu wählen. Ein Benützer mit einem Lautsprechersystem,
das kleine Woofer, wie etwa Woofer mit drei bis vier Zoll Durchmesser enthält, wird
im typischen Fall den oberen Frequenzbereich wählen, der durch die Bandpassfilter
1712 bis 1715 geboten wird, die auf 100, 150, 200 und 250 Hz abgestimmt
sind. Ein Benützer mit einem Lautsprechersystem, das etwas größere Woofer, etwa
mit einem Durchmesser von fünf Zoll oder mehr, bietet, wird im typischen Fall den
niedrigeren Frequenzbereich mit den Bandpassfiltern 1711 bis
1714 wählen, der auf Frequenzen von 50, 100, 150 und 200 Hz abgestimmt
ist. Der Fachmann wird erkennen, dass weitere Schalter zum Einsatz kommen könnten,
um eine Auswahl von mehr Bandpassfiltern und mehr Frequenzbereichen zu ermöglichen.
Die Wahl verschiedener Bandpassfilter für verschiedene Frequenzbereiche ist ein
wünschenswertes Verfahren, weil die Bandpassfilter kostengünstig sind und weil verschiedene
Bandpassfilter mit einem Schalter mit nur einem Schaltkontakt gewählt werden können.
In einer Ausführungsform verwendet die Bass-Erweiterungseinheit
1720 einen automatischen Regelverstärker !AGC), der einen linearen Verstärker
mit einer internen Servo-Rückkoppelungsschleife enthält. Die Servoeinrichtung stellt
automatisch die mittlere Amplitude des Ausgangssignals auf die mittlere Amplitude
eines Signals am Reglereingang ein. Die mittlere Amplitude des Reglereingangs erhält
man im typischen Fall durch Bestimmung der Hüllkurve des Reglersignals. Das Reglersignal
kann auch mit anderen Verfahren bestimmt werden, zum Beispiel durch Tiefpassfilterung,
Bandpassfilterung, mit dem Spitzendetektor, Effektivwertermittlung, Mittelwertbildung
usw.
Als Reaktion auf eine Vergrößerung der Amplitude der Hüllkurve des
Signals, das auf den Eingang der Bass-Erweiterungseinheit 1720 übertragen
wird, erhöht die Servoschleife die Vorwärtsverstärkung der Bass-Erweiterungseinheit
1720. Umgekehrt erfolgt als Reaktion auf eine Verkleinerung der Amplitude
der Hüllkurve des Signals, das auf den Eingang der Bass-Erweiterungseinheit
1720 übertragen wird, eine Erhöhung der Vorwärtsverstärkung der Bass-Erweiterungseinheit
1720 durch die Servoschleife. In einer Ausführungsform erfolgt die Erhöhung
der Verstärkung der Bass-Erweiterungseinheit 1720 schneller als die Abnahme
der Verstärkung. 19 ist eine Zeitbereichsdarstellung
zur Veranschaulichung der Verstärkung der Bass-Erweiterungseinheit 1720
als Reaktion auf einen einstufigen Eingang. Der Fachmann erkennt, dass
19 die Verstärkung und nicht das Ausgangssignal als
Funktion der Zeit darstellt. Die meisten Verstärker haben eine festgelegte Verstärkung
und deshalb wird die Verstärkung selten in einem Graphen dargestellt. Der automatische
Regelverstärker (AGC) in der Bass-Erweiterungseinheit 1720 variiert die
Verstärkung in der Bass-Erweiterungseinheit 1720 jedoch in Abhängigkeit
von der Hüllkurve des Eingangssignals.
Der einstufige Eingang ist als Kurve 1909 und die Verstärkung
als Kurve 1902 dargestellt. Im Ansprechen auf die Vorderflanke des Eingangsimpulses
1909 ergibt sich ein Anstieg der Verstärkung während eines Zeitraums
1904, die einer Konstanten der Anstiegszeit entspricht. Am Ende des Zeitraums
1904 erreicht die Verstärkung einen eingeschwungenen Zustand A0.
Im Ansprechen auf die Hinterflanke des Eingangsimpulses 1909 fällt die
Verstärkung während eines Zeitraums 1906, der einer Abklingkonstanten
1906 entspricht, auf Null ab.
Die Konstante der Anstiegszeit 1904 und die Konstante der
Abklingzeit 1906 werden in wünschenswerter Weise so gewählt, dass sich
eine Verbesserung der Bassfrequenzen ergibt, ohne die übrigen Komponenten des Systems,
wie etwa den Verstärker und die Lautsprecher, zu übersteuern. 20
ist eine Zeitbereichsdarstellung 2000 einer typischen Bassnote, die auf
einem Instrument wie einer Bassgitarre, Basstrommel, einem Synthesizer
usw., gespielt wird. Die Darstellung 2000 zeigt einen Abschnitt
2040 mit höherer Frequenz, dessen Amplitude durch einen Abschnitt mit niedrigerer
Frequenz mit einer Modulations-Hüllkurve 2042 moduliert wird. Die Hüllkurve
2042 hat einen Anstiegsabschnitt 2046, gefolgt von einem Abklingabschnitt
2047, gefolgt von einem Beharrungsabschnitt 2048, gefolgt von
einem Abfallabschnitt 2049. Die grösste Amplitude der Darstellung
2000 ist eine Spitze 2050, die an dem Zeitpunkt zwischen dem Anstiegsabschnitt
2046 und dem Abklingabschnitt 2047 eintritt.
Wie bereits erwähnt, ist die Schwingungsform 2044 typisch
für viele, wenn nicht sogar die meisten Musikinstrumente. Wenn man zum Beispiel
eine Gitarrensaite zupft und loslässt stellen sich am Anfang einige Schwingungen
mit großer Amplitude ein, die dann in einen mehr oder weniger gut aufrecht erhaltenen
Schwingungszustand übergehen, der dann langsam abklingt. Die Anfangsschwingungen
mit großem Schwingweg der Gitarrensaite entsprechen dem Anstiegsabschnitt
2046 und dem Abklingabschnitt 2047. Die langsam abklingenden Schwingungen
entsprechen dem Beharrungszustand 2048 und dem Abfallabschnitt
2049. Klaviersaiten verhalten sich ähnlich, wenn sie mit dem Hammer einer
Pianonote angeschlagen werden.
Klaviersaiten haben vielleicht einen betonteren Übergang vom Beharrungsabschnitt
2048 zum Abfallabschnitt 2049, weil der Hammer nicht auf die Saite
zurückkehrt und auf ihr bleibt, bis die Klaviertaste losgelassen wird. Wird die
Klaviertaste während des Beharrungszeitraums 2048 gedrückt gehalten, dann
schwingen die Saiten frei mit relativ geringer Dämpfung. Wird die Taste losgelassen,
dann legt sich der filzbedeckte Hammer auf die Taste und dämpft die Schwingung der
Saite während des Abfallzeitraums 2049 rasch ab.
In ähnlicher Weise erzeugt das Fell einer Trommel beim Anschlagen
anfangs eine Reihe von Schwingungen mit großem Schwingweg entsprechend dem Anstiegsabschnitt
2046 und dem Abklingabschnitt 2047. Nach dem Abklingen der Schwingungen
mit großem Schwingweg (dem Ende des Abklingabschnittes 2047 entsprechend)
schwingt das Trommelfell weiter über einen Zeitraum, der dem Abschnitt des Beharrungszustandes
2048 und dem Abfallabschnitt 2049 entspricht. Viele Töne von Musikinstrumenten
können erzeugt werden, indem nur die Länge der Zeitabschnitte 2046 bis
2049 gesteuert wird.
Wie in Verbindung mit 4C beschrieben,
wird die Amplitude eines höherfrequenten Signals durch einen Ton mit niedrigerer
Frequenz (Hüllkurve) moduliert und somit variiert die Amplitude des höherfrequenten
Signals abhängig von der Frequenz des Tons mit niedrigerer Frequenz. Die Nicht-Linearität
des Ohres bewirkt eine teilweise Demodulierung des Signals, so dass das Ohr die
niederfrequente Hüllkurve des höherfrequenten Signals wahrnimmt und so die Wahrnehmung
des niederfrequenten Tons erzeugt, obwohl bei der niedrigeren Frequenz keine tatsächliche
akustische Energie erzeugt wurde. Dieser Detektoreffekt kann durch geeignete Signalverarbeitung
der Signale im Bereich mittlerer Basslagen im typischen Fall zwischen 50 und 150
Hz am niedrigen Ende und 200 bis 500 Hz am oberen Ende des Bereichs verstärkt werden.
Durch geeignete Signalverarbeitung ist es möglich, ein Klangverbesserungssystem
zu konstruieren, das die Wahrnehmung niederfrequenter akustischer Energie erzeugt,
selbst wenn Lautsprecher verwendet werden, die eine solche Energie gar nicht erzeugen
können.
Die Wahrnehmung der tatsächlich in der vom Lautsprecher erzeugten
akustischen Energie vorhandenen Frequenzen kann als Effekt erster Ordnung betrachtet
werden. Die Wahrnehmung zusätzlicher Oberschwingungen, die in den tatsächlich vorhandenen
Frequenzen nicht vorhanden sind, gleich ob diese Oberschwingungen mit einer Verzerrung
durch Zwischenmodulation oder durch den Detektoreffekt erzeugt werden, kann als
Effekt zweiter Ordnung betrachtet werden.
Ist jedoch die Amplitude der Spitze 2050 zu groß, dann werden
die Lautsprecher (und möglicherweise auch der Leistungsverstärker) übersteuert.
Eine Übersteuerung der Lautsprecher verursacht eine beträchtliche Verzerrung und
kann die Lautsprecher beschädigen.
Die Bass-Erweiterungseinheit 1720 bringt wünschenswerter
Weise eine Verbesserung der tiefen Töne im Bereich der mittleren Basslagen und verringert
gleichzeitig Effekte der Übersteuerung der Spitze 2050. Die von der Bass-Erweiterungseinheit
1720 bewirkte Anstiegszeitkonstante 1904 begrenzt die Anstiegszeit
der Verstärkung durch die Bass-Erweiterungseinheit 1720. Die Anstiegszeitkonstante
der Bass-Erweiterungseinheit 1720 hat einen relativ geringen Einfluss auf
eine Schwingungsform mit kurzer Anstiegszeit 2046 (kurze Anstiegszeit der
Hüllkurve).
21A zeigt eine Zeitbereichsdarstellung
der Verstärkung der Bass-Erweiterungseinheit 1720 in Relation zu einer
Hüllkurve 2104 einer Eingangs-Schwingungsform mit langer Anstiegszeit
2046. Der Fachmann wird erkennen, dass in 21A
nur die Hüllkurve 2104 der Eingangs-Schwingungsform dargestellt ist und nicht
die tatsächliche Schwingungsform (die Beziehung zwischen einer tatsächlichen Schwingungsform
und ihrer Hüllkurve wird in Verbindung mit 4C und
20 erörtert). Die Eingangs-Schwingungsform mit der
Hüllkurve 2104 wird auf die Bass-Erweiterungseinheit 1720 gelegt
und diese erzeugt eine Schwingungsform mit der Hüllkurve 2106. Zum Vergleich
ist 21C eine Zeitbereichsdarstellung der Verstärkung
der Bass-Erweiterungseinheit 1720. Die Zeitachse von 21A
ist auf die Zeitachse von 21C abgestimmt, um weiter
zu veranschaulichen, dass die Anstiegszeit der Hüllkurve 2104 im Vergleich
zur Anstiegszeit der Bass-Erweiterungseinheit 1720 lang ist.
Weil die Anhebung der Verstärkung durch die Bass-Erweiterungseinheit
1720, die durch die Anstiegszeit gesteuert wird, mit dem Anstiegsabschnitt
2104 der Eingangs-Hüllkurve "Schritt halten" kann, hat die Bass-Erweiterungseinheit
1720 außer einer gewissen Verstärkung nur einen relativ geringen Einfluss
auf die Form des Anstiegs der Hüllkurve 2104. Deshalb ist die Ausgangs-Hüllkurve
2106 der Eingangshüllkurve 2104 ähnlich, aber mit einer Anhebung
der Verstärkung. Als Ergebnis ist das tatsächliche Ausgangssignal entsprechend der
Ausgangshüllkurve 2106 dem tatsächlichen Eingangssignal entsprechend der
Eingangshüllkurve 2104 ähnlich, aber mit angehobener Verstärkung.
21B zeigt eine Zeitbereichsdarstellung
einer Eingangshüllkurve 2114 mit kurzer Anstiegszeit. Die Eingangshüllkurve
2114 wird auf die Bass-Erweiterungseinheit 1720 gelegt und diese
erzeugt eine Ausgangshüllkurve 2116. Die Zeitachse von 21C
ist auf die Zeitachse von 21A und 21B
abgestimmt, um weiter zu veranschaulichen, dass die Anstiegszeit der Hüllkurve
2104 im Vergleich zu der Anstiegszeit der Bass-Erweiterungseinheit
1720 kurz ist.
Weil die Anhebung der Verstärkung durch die Bass-Erweiterungseinheit
1720, die durch die Anstiegszeit gesteuert wird, nicht mit dem Anstiegsabschnitt
der Eingangshüllkurve 2114 "Schritt halten" kann, ist die Anstiegszeit
der Ausgangshüllkurve 2116 der Anstiegszeit der Eingangs-Schwingungsform
2114 ähnlich. Deshalb ist die maximale Amplitude der Ausgangs-Schwingungsform
2116 der maximalen Amplitude der Eingangs-Schwingungsform 2114
ähnlich. Die Ausgangshüllkurve 2116, die durch die Anstiegszeit begrenzt
ist, schließt wünschenswerter Weise nicht die Verstärkungsanhebung durch die Bass-Erweiterungseinheit
1720 ein, weil die Anstiegszeit der Eingangs-Schwingungsform zu rasch abläuft,
als dass die Bass-Erweiterungseinheit 1720 mithalten könnte. Das verringert
die Möglichkeit einer Übersteuerung der Verstärker oder Lautsprecher durch die von
der Bass-Erweiterungseinheit 1720 bewirkte Anhebung der Verstärkung. Bis
jedoch die Eingangshüllkurve 2116 während des Beharrungsabschnittes
2048 einen mehr oder weniger eingeschwungenen Wert erreicht hat, hat die
Anhebung der Verstärkung durch die Bass-Erweiterungseinheit 1720 mit der
Eingangshüllkurve "aufgeholt" und so ist während des Beharrungsabschnittes die Amplitude
der Ausgangskurve 2116 größer als die Amplitude der Eingangshüllkurve
2114.
Wie in 21B gezeigt, entsteht durch die
Wirkung der Bass-Erweiterungseinheit 1720 eine relativ stärkere Anhebung
der langfristigen Verstärkung, und wünschenswerter Weise eine relativ geringere
Anhebung der kurzfristigen Verstärkung, um das Risiko einer Überverstärkung von
transienten Schwingungen und Impulsen im Eingangssignal, und einer damit verbundenen
Übersteuerung der Lautsprecher zu reduzieren. 21B zeigt
eine Amplitudenlinie 2118, die der Amplitude entspricht, bei der die Lautsprecher
(und/oder Leistungsverstärker) übersteuert würden. Die Spitzenamplitude der Eingangshüllkurve
2114 ist der Linie 2118 ähnlich, weil die Verstärkung der Bass-Erweiterungseinheit
1720 während der Anstiegszeit noch nicht ihr Maximum erreicht hat.
21D zeigt eine Frequenzbereichsdarstellung
für das Ansprechen der Amplitude auf den Schaltkreis 1700 der Bass-Erweiterung.
Die Frequenzauswahl durch die Filter 1711 bis 1715 beschränkt
die Wirkung der Bass-Erweiterungseinheit 1720 auf einen Frequenzbereich,
der vor allem durch eine untere Frequenz fL und eine obere Frequenz fH
begrenzt ist. Die Frequenz unterhalb von fL ist ein Abfallbereich. Im
Abfallbereich hat der Schaltkreis 1700 der Bass-Erweiterung eine Übertragungsfunktion
nahe 1. Der Bereich wird als Abfallbereich bezeichnet, weil im typischen Fall kleine
Lautsprecher in diesem Bereich nur wenig akustische Leistung bringen. Der Bereich
oberhalb der Frequenz fH ist ein Passbandbereich, in welchem der Schaltkreis
der Bass-Erweiterung eine Übertragungsfunktion nahe 1 bietet.
Im Verstärkungsbereich bietet der Schaltkreis 1700 der Bass-Erweiterung
eine zeitabhängige Verstärkung auf Grund der zeitabhängigen Verstärkung durch die
Bass-Erweiterungseinheit 1720. 21D zeigt eine
Schar von Verstärkungskurven im Bereich der Verstärkungsfrequenzen, die Eingangssignalen
mit unterschiedlicher Anstiegszeit der Hüllkurven entsprechen. Für Eingangssignale
mit relativ kurzer Hüllkurven-Anstiegszeit ist die Verstärkung des Schaltkreises
1700 der Bass-Erweiterung im Bereich der Verstärkungsfrequenzen kleiner
als bei einem Signal mit langsam veränderlicher Hüllkurve (annähernd eingeschwungener
Zustand).
22 ist ein Schaltschema, das eine Ausführungsform
des Schaltkreises 1700 der Bass-Erweiterung zeigt. Die Eingänge
1702 und 1704 sind zum ersten und zweiten Anschlusspunkt des Addiergliedes
1706 geführt. Mit den Eingängen 1702 und 1704 können
Blockkondensatoren in Serie geschaltet werden, um eine Gleichstromsperre am Eingang
des Schaltkreises 1700 der Bass-Erweiterung vorzusehen.
Der erste Anschlusspunkt des Addiergliedes 1706 entspricht
dem ersten Anschlusspunkt eines Widerstandes 2202 und der zweite Anschlusspunkt
des Addiergliedes 1706 entspricht dem ersten Anschlusspunkt eines Widerstandes
2204. Der zweite Anschlusspunkt des Widerstandes 2202 und der
zweite Anschlusspunkt des Widerstandes 2204 ist mit einem invertierenden
Eingang eines Op-Amp 2208 verbunden. Ein nichtinvertierender Ausgang des
Op-Amp 2208 ist an Masse gelegt. Ein Ausgang des Op-Amp ist mit einem ersten
Anschlusspunkt eines Rückkoppelungswiderstandes 2206 verbunden. Ein zweiter
Anschlusspunkt des Rückkoppelungswiderstandes 2206 ist mit dem invertierenden
Eingang des Op-Amp 2206 verbunden. Der Ausgang des Op-Amp 2206
entspricht dem Ausgang des Addiergliedes 1706.
In einer Ausführungsform sind die Gleichstrom-Blockkondensatoren 4,7
Mikrofaradkondensatoren und die Widerstände 2202, 2204 und
2206 sind 100 kOhm-Widerstände.
Die Filter 1711 bis 1715 verwenden die in
9 gezeigte Topologie, mit Einsatz der von Texas Instruments
Inc. hergestellten Op-Amps und mit den in Tabelle 3 aufgeführten Widerstandskomponenten.
Der Ausgang des Bandpassfilters 1711 ist mit dem ersten Anschlusspunkt
eines Widerstandes 2210 verbunden. Der Ausgang des Bandpassfilters
1715 ist mit mit dem ersten Anschlusspunkt eines Widerstandes
2211 verbunden. Ein zweiter Anschlusspunkt des Widerstandes 2210
ist mit dem ersten Schaltkontakt des einpoligen Umschalters 1716 verbunden
und ein zweiter Anschlusspunkt des Widerstandes 2211 ist mit dem zweiten
Schaltkontakt des Schalters 1716 verbunden. Der Pol des einpoligen Umschalters
1716 ist an einem ersten Anschlusspunkt des Addiergliedes 1718
angeschlossen. Der erste Anschlusspunkt des Addiergliedes 1718 ist mit
einem invertierenden Eingang eines Op-Amp 2220 verbunden.
Die Ausgänge der Bandpassfilter 1712 bis 1714 sind
an einem zweiten, dritten und vierten Eingang des Addiergliedes 1718 angeschlossen.
Der erste Eingang des Addiergliedes 1718 entspricht dem ersten Anschlusspunkt
des Widerstandes 2210. Der zweite Eingang des Addiergliedes 1718
entspricht dem ersten Anschlusspunkt des Widerstandes 2212. Der dritte
Eingang des Addiergliedes 1718 entspricht dem ersten Anschlusspunkt des
Widerstandes 2214. Der vierte Anschlusspunkt des Addiergliedes
1718 entspricht dem ersten Anschlusspunkt des Widerstandes 2216.
Ein zweiter Anschlusspunkt von jedem der Widerstände 2210, 2212,
2214 und 2216 ist mit einem invertierenden Eingang eines Op-Amp
2220 verbunden. Ein Ausgang des Op-Amp 2220 ist an einem ersten
Anschlusspunkt des Rückkoppelungswiderstandes 2218 angeschlossen. Ein zweiter
Anschlusspunkt des Rückkoppelungswiderstandes 2218 ist mit dem invertierenden
Eingang des Op-Amp 2220 verbunden. Ein nichtinvertierender Eingang des
Op-Amp 2220 ist an Masse gelegt. Der Ausgang des Op-Amp 2220 entspricht
dem Ausgang des Addiergliedes 1718. Das Addierglied 1718 kann
auch unter Verwendung von zum Beispiel digitaler Signalverarbeitung, Transistoren
usw. implementiert werden. Die Bandpassfilter 1711 bis 1715 und
das Addierglied 1718 können auch kombiniert werden, indem ein Filter (zum
Beispiel ein Bandpassfilter) mit einer ähnlichen Übertragunsfunktion wie die durch
Summierung der Reaktion der Bandpassfilter 1711 bis 1715 erzielte
Übertragungsfunktion vorgesehen wird.
In einer Ausführungsform sind die Widerstände 2211,
2212, 2214 und 2216 100 k&OHgr; Widerstände und der Widerstand
2210 ist ein 69,8 k&OHgr; Widerstand. Der Op-Amp 2220 ist ein
TL074 und der Rückkoppelungswiderstand 2218 ist ein 13,0 k&OHgr; Widerstand.
Der Fachmann wird erkennen, dass das Addierglied 1718 eine gewichtete Summe
ergibt, worin die Ausgänge der Filter 1712 bis 1715<