| Dokumentenidentifikation |
DE102005005170A1 15.09.2005 |
| Titel |
Probenschärmaschine mit Direktwicklung |
| Anmelder |
Suzuki Warper Ltd., Kiryu, Gunma, JP |
| Erfinder |
Tanaka, Yoshihiro, Kiryu, Gumma, JP; Aihara, Takatsugu, Kiryu, Gumma, JP |
| Vertreter |
Grünecker, Kinkeldey, Stockmair & Schwanhäusser, 80538 München |
| DE-Anmeldedatum |
04.02.2005 |
| DE-Aktenzeichen |
102005005170 |
| Offenlegungstag |
15.09.2005 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
15.09.2005 |
| IPC-Hauptklasse |
D02H 3/00
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| Zusammenfassung |
Es wird eine Probenschärmaschine mit Direktwicklung bereitgestellt, die alle diversen konventionellen Probleme lösen kann, die sich aus dem Vorsehen eines Förderbandes ergeben, indem Fäden auf eine Schärtrommel direkt aufgewickelt werden, wobei eine Fadenwickeleinheit verwendet wird und wobei in effizienter Weise eine Musterschärung oder Musterzettelung in einer kurzen Zeit gemäß Schärdaten ausgeführt wird, die zumindest eine Schärbreite, eine Schärlänge (die Anzahl der Umdrehungen) und eine Fadenanordnungsreihenfolge enthalten, indem gleichzeitig ein Faden oder mehrere Fäden, die aus einem Drehspulengatter gezogen werden, gewickelt werden. Die Probenschärmaschine mit Direktwicklung umfasst eine Schärtrommel mit einer inneren Trommelplatte und einer äußeren Trommelplatte; eine Fadenwickeleinheit, die an einer äußeren peripheren Fläche der Schärtrommel so vorgesehen ist, dass diese in Umfangsrichtung der Schärtrommel drehbar und in einer Längsrichtung der Schärtrommel bewegbar ist, und wobei diese mehrere Fadenführungen aufweist; ein Drehspulengatter mit mehreren Spulen, die in der gleichen Art und/oder unterschiedlicher Arten gewickelt sind und die so ausgebildet sind, um sich synchron zur Drehung der Fadenwickeleinrichtung zu drehen; und mehrere Fadenkreuzeinheiten, die in einer Längsrichtung einer Seitenfläche der Schärtrommel parallel zueinander vorgesehen sind. Ein Faden oder mehrere Fäden aus dem Drehspulengatter werden direkt auf die äußere periphere Fläche der ...
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| Beschreibung[de] |
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Hintergrund der Erfindung
1. Gebiet der Erfindung
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Probenschärmaschine mit Direktwicklung,
die in der Lage ist, das Schären bzw. das Zetteln durch direktes Aufwickeln von
Fäden auf einen Außenrand einer Schärtrommel auszuführen.
2. Beschreibung des Stands der Technik
Aus dem japanischen Patent 1529104 ist eine konventionelle Probenschärmaschine
bekannt. Die in dem japanischen Patent 1529104 beschriebene Probenschärmaschine
umfasst: eine Fadenführung, die drehbar an einer Seitenfläche einer Schärtrommel
vorgesehen ist und die Fäden auf die Schärtrommel aufwickelt; mehrere Fadenauswahleinrichtungen,
d. h. mehrere Fadenauswahlvorrichtungen, die an einem Ende eines Grundgestells angeordnet
sind, das die Schärtrommel so hält, um mit der Fadenführung ausgerichtet zu sein,
wovon jede auf eine Fadenwechselposition gedreht und herausgeführt wird, wenn ein
Faden gewechselt wird, und wovon jede in eine Warteposition gedreht und dort gehalten
wird, wenn ein Faden aufgenommen wird; und ein fixiertes Spulengatter, das so vorgesehen
ist, um den Fadenauswahleinrichtungen zugeordnet zu sein, und auf dem mehrere Spulen
vorgesehen sind, um die unterschiedliche Fadenarten und/oder die gleiche Fadenart
gewickelt sind, wobei die Spulen in stehender Weise vorgesehen sind. Durch Empfangen
und Zuführen von Fäden zwischen der Fadenführung und den Fadenauswahleinrichtungen
wechselt die Probenschärmaschine automatisch Fäden gemäß einer vorgegebenen Fadenreihenfolge
und wickelt Fäden auf ein Förderband auf der Schärtrommel auf.
Ferner ist auch eine Probenschärmaschine aus dem japanischen Patent
1767706 bekannt. Die in dem japanischen Patent 1767706 offenbarte Probenschärmaschine
umfasst mehrere Fadenführungen, die drehbar an einer Seitenfläche einer Schärtrommel
vorgesehen sind und die mehrere Fäden, die aus einem drehbaren Spulengatter herausgeführt
werden, auf ein Förderband aufwickelt, d. h. es wird ein sogenanntes simultanes
Schären bzw. Zetteln mehrerer Fäden durchgeführt.
Da der grundlegende Aufbau und die Funktionen der Schärmaschine aus
dem japanischen Patenten 1529104 und 1767706 etc. gut bekannt sind, werden diese
hierin nicht detaillierter erläutert.
Des weiteren ist eine konventionelle Probenschärmaschine aus dem japanischen
Patent 2854789 bekannt. Die in dem japanischen Patent 2854789 bekannte Probenschärmaschine
führt ein geordnetes Wickeln durch, was das Schären bzw. Zetteln einer langen Produktprobe
oder einer kleinen Produktprobe unabhängig von einer Schärungslänge ermöglicht.
Da der Aufbau und die Funktionen der Probenschärmaschine, die in der Lage ist, ein
geordnetes Aufwickeln durchzuführen, in dem japanischen Patent 284789 detailliert
dargelegt sind, werden diese hierin nicht detaillierter erläutert.
Wenn ein längeres geordnetes Aufwickeln mit Schärung (mit einer erhöhten
Anzahl von Umdrehungen) unter Anwendung der konventionellen Probenschärmaschine
mit einem Mechanismus für geordnetes Wickeln ausgeführt wird, werden Fäden auf ein
Förderband aufgewickelt. Wenn daher die aufgewickelten Fäden länger werden, steigt
die Zugspannung jedes Fadens an, wodurch es schwierig ist, das Förderband in Bewegung
zu setzen. Als Folge davon wird eine hohe Antriebskraft und ein hohes Leistungsvermögen
nachteiligerweise erforderlich, um dieses Förderband in kontinuierlicher Weise zu
bewegen.
Wenn ferner ein dehnbarer Faden der Schärung mit geordneter Wicklung
unterzogen wird, wird ein hoher Klemmdruck auf das Förderband ausgeübt. Als Folge
davon ist es nachteiligerweise erforderlich, die Festigkeit einer Befestigungsführungsstruktur
des Förderbands zu vergrößern. Daher kann man annehmen, dass mit steigendem Bedarf
für eine Schärung mit geordnetem Wickeln diverser Fäden diese unter Anwendung der
Probenschärmaschine, die den konventionellen Mechanismus zum geordneten Wickeln
enthält, nicht gezettelt werden können.
Angesichts dieser Faktenlage schlugen die Erfinder der vorliegenden
Erfindung eine Probenschärmaschine mit Direktwicklung vor, die so ausgebildet ist,
um diverse konventionelle Probleme zu lösen, die sich aus dem Vorsehen des Förderbands
ergeben, wobei auf die Montage des Förderbands verzichtet wurde, und wobei Fäden
direkt auf eine Schärtrommel gewickelt werden, wobei eine Fadenwickeleinrichtung
verwendet wird (siehe japanisches Patent 3413402). Die von den Erfindern der vorliegenden
Erfindung vorgeschlagene Probenschärmaschine mit Direktwicklung kann direkt Fäden
auf die Schätrommel ohne Anwendung des Förderbands wickeln. Daher kann mittels dieser
Pobenschärmaschine mit Direktwicklung vorteilhafterweise vollständig das Problem
gelöst werden, dass durch das Anwachsen einer Wickelzugspannung hervorgerufen wird,
das in unvermeidbarer Weise in der konventionellen Probenschärmaschine hervorgerufen
wird. Auf Grund gewisser Nachteile in dem Fadenaufwickelmechanismus ist dennoch
die vorgeschlagene Probenschärmaschine mit Direktwicklung nicht in ganz zufridenstellender
Weise für den tatsächlichen Einsatz verwendbar.
Überblick über die Erfindung
Die Erfinder der vorliegenden Erfindung verbesserten die Probenschärmaschine
mit Direktwicklung noch weitergehender und stellen schließlich eine praktikable
Probenschärmaschine mit Direktwicklung bereit. Es ist eine Aufgabe der vorliegenden
Erfindung, eine Probenschärmaschine mit Direktwicklung bereitzustellen, die in der
Lage ist, im Wesentlichen alle konventionellen Probleme zu lösen, die sich aus dem
Vorsehen eines Förderbands ergeben, indem Fäden direkt auf eine Schärtrommel unter
Anwendung einer Fadenwickeleinrichtung aufgewickelt werden, und die in der Lage
ist, in effizienter Weise ein Musterzetteln in einer kurzen Zeitdauer gemäß Schärdaten
einschließlich zumindest einer Schärbreite, der Anzahl der Fäden, die zu Zetteln
sind, einer Schärlänge (die Anzahl der Windungen) und einer Fadenanordnungsreihenfolge,
auszuführen, indem gleichzeitig ein Faden oder mehrer Fäden, die aus einem drehbaren
Spulengatter herausgeführt werden, gewickelt werden.
Gemäß einem Aspekt der vorliegenden Erfindung wird eine Probenschärmaschine
mit Direktwicklung bereitgestellt, die umfasst: eine Schärtrommel, die eine innere
Plattentrommel und eine äußere Plattentrommel umfasst; eine Fadenwickeleinrichtung,
die an einer äußeren peripheren Fläche der Schärtrommel so vorgesehen ist, um in
einer Umfangsrichtung der Schärtrommel drehbar zu sein und in einer Längsrichtung
der Schärtrommel bewegbar zu sein, und die mehrere Fadenführungen aufweist; ein
drehbares Spulengatter, das mehrere Spulen enthält, um die Fäden der gleichen Art
und/oder unterschiedlicher Arten gewickelt werden, und das so ausgebildet ist, um
sich synchron zu der Drehung der Fadenwickeleinrichtung zu drehen; und mehrere Fadenkreuzeinrichtungen,
die in einer Längsrichtung einer Seitenfläche der Schärtrommel parallel zueinander
vorgesehen sind, und die sich kontinuierlich oder in unterbrochener Weise synchron
in einer Längsrichtung mit der Bewegung der Fadenwickeleinrichtung bewegen, wobei
ein Faden oder mehrere Fäden aus dem drehbaren Spulengatter direkt auf die äußere
periphere Fläche der Schärtrommel unter Verwendung der Fadenwickeleinrichtung gewickelt
werden.
Die Fadenwickeleinrichtung ist vorzugsweise aufgebaut aus: einem Gleitgestell
bzw. Drehbasiselement, das gleitbar in einer Längsrichtung der äußeren peripheren
Fläche der Schärtrommel vorgesehen ist; einem Drehgestell bzw. Drehbasiselement,
das drehbar an einer äußeren Seitenfläche des Gleitgestells angebracht ist; und
mehreren Fadenführungen, die an dem Drehgestell vorgesehen sind.
Vorzugsweise ist jede der mehreren Fadenführungen zwischen einer Fadenwickelposition
und einer Fadenwickelwarteposition verfahrbar. In diesem Falle kann eine Musterschärung
ausgeführt werden, wobei unabhängigerweise ein Fadenwickelzustand oder ein Fadenwickelwartezustand
ausgewählt werden kann.
Vorteilhafterweise ist die Probenschärmaschine mit Direktwicklung
so aufgebaut, dass diese ferner umfasst: mehrere erste Klemmeinrichtungen und mehrere
Aufnahmeeinrichtungen, die an der äußeren Seitenfläche des Gleitgestells so vorgesehen
sind, um jeweils den mehreren Fadenführungen zu entsprechen; und mehrere zweite
Klemmeinrichtungen, die an einer inneren Seitenfläche des Drehgestells so vorgesehen
sind, um jeweils den mehreren Fadenführungen zu entsprechen, wobei jede der zweiten
Klemmeinrichtungen eine Schneideeinrichtung aufweist, die in Drehrichtung des Drehgestells
nachgeordnet angeordnet ist. Mittels eines derartigen Aufbaus kann ein Umschalten
zwischen dem Fadenwickelzustand zu dem Fadenwickelwartezustand in kontinuierlicher
Weise ausgeführt werden.
Wenn eine vorbestimmte Fadenführung unter den mehreren Fadenführungen
von der Fadenwickelposition zu der Fadenwickelwarteposition verfahren wird, kann
mit dem oben erläuterten Aufbau einer der Fäden, der von der vorbestimmten Fadenführung
um die Schärtrommel gewickelt wurde, von einer Wickelposition der Schärtrommel herausgeführt
und von der ersten Klemmeinrichtung, die der vorbestimmten Fadenführung zugeordnet
ist, und der zweiten Klemmeinrichtung, die die Schneideeinrichtung aufweist, geklemmt
wird, wobei dann der eingeklemmte Faden mittels der Schneideeinrichtung geschnitten
wird, und die vorbestimmte Fadenführung kann ohne den geschnittenen Faden zu wickeln
rotieren, während der geschnittene Faden von der zweiten Klemmeinrichtung gehalten
wird.
Wenn die vorbestimmte Fadenführung von der Fadenwickelwarteposition
in die Fadenwickelposition verfahren wird, dann nimmt gemäß dem zuvor erläuterten
Aufbau die Aufnahmeeinrichtung einen Teil des Fadens, der zwischen der vorbestimmten
Fadenführung und der zweiten Klemmeinrichtung vorhanden ist, die den Faden hält,
auf und setzt den Faden von der zweiten Klemmvorrichtung frei, und die vorbestimmte
Fadenführung kann den Faden auf die Schärtrommel aufwickeln.
Wenn mit dem zuvor erläuterten Aufbau gleichzeitig mehrere Abschnitte,
die jeweils mehrere Fadenschichten enthalten, gezettelt bzw. geschärt werden, wobei
die mehreren Fadenführungen eingesetzt werden, und wobei dieser Vorgang unter der
Vorgabe von Schärdaten erfolgt mit mindestens einer Schärbreite, der Gesamtzahl
von Fäden, die zu zetteln sind, einer Schärlänge (die Anzahl der Umdrehung)
und einer Fadenanordnungsreihenfolge, wickeln die entsprechenden Fadenführungen
die Fäden in der Fadenanordnungsreihenfolge mit Intervallen eines Fadenschärungsabstands
R, wobei R = (die Schärbreite)/(die Gesamtzahl der Fäden, die zu zetteln sind) ist,
um damit eine erste Fadenschicht eines ersten Abschnitts zu bilden, wobei die entsprechenden
Fadenführungen die Fäden aufwickeln, während diese um einen Abstand P versetzt werden,
der die Hälfte oder mehr eines Durchmessers jedes Fadens ist, wobei die Versetzung
pro Umdrehung jeder Fadenführung erfolgt und wobei die Fadenführungen so betrieben
werden, dass diese in ihre Fadenwickelstartpositionen zurückgeführt werden, wenn
die Fadenwicklung der Schärlänge (Anzahl der Umdrehung) entspricht, um damit eine
zweite Fadenschicht und weitere Fadenschichten des ersten Abschnitts zu bilden,
wodurch ein geordnetes Schären durch Aufwickeln des ersten Abschnitts, der N Fadenschichten
mit N ≥ 1 umfasst, ausgeführt werden kann, wobei sich die Fadenwickelvorrichtung
der Reihe nach kontinuierlich oder in unterbrochener Weise um einen Abstand Z, wobei
Z = (die Schärbreite)/(die Gesamtzahl der zu zettelnden Fäden) × (die Anzahl
der gleichzeitig zu zettelnden Fäden) ist, gemäß der Anzahl der zu zettelnden Fäden
jeweils eines zweiten Abschnitts und folgender Abschnitte bewegt, und das Schären
bzw. Zetteln durch geordnetes Wickeln jedes Abschnitts kann in ähnlicher Weise wie
das Schären durch geordnetes Wickeln des ersten Abschnitts ausgeführt werden.
Wenn gleichzeitig mehrere Abschnitte mit jeweils mehreren Fadenschichten
gezettelt werden, wobei die mehreren Fadenführungen gemäß den vorgegebenen Schärdaten
einschließlich zumindest einer Schärbreite, einer Gesamtzahl von zu zettelnden Fäden,
einer Schärlänge (die Anzahl der Umdrehungen) und einer Fadenanordnungsreihenfolge
geschärt bzw. gezettelt werden, dann wickeln mit dem zuvor beschriebenen Aufbau
die entsprechenden Fadenführungen die Fäden in der Fadenanordnungsreihenfolge auf,
wobei die Fadenwickelstartpositionen der entsprechenden Fadenführungen gleich eingestellt
sind, um damit eine erste Fadenschicht des ersten Abschnitts zu bilden, wobei die
entsprechenden Fadenführungen die Fäden aufwickeln, wobei diese um einen Abstand
PA versetzt werden, wobei PA ≥ d/2 ist, was die Hälfte
oder mehr eines Durchmessers (d) jedes Fadens ist, und wobei dieser Versatz pro
Drehung jeder Fadenführung hervorgerufen wird und wobei die Fadenführungen veranlasst
werden, in die Fadenwickelstartpositionen zurückzukehren, wenn die Fadenwicklung
der Schärlänge entspricht, um damit eine zweite Fadenschicht und folgende Fadenschichten
des ersten Abschnitts zu bilden, wodurch das Schären mittels geordneter Wicklung
des ersten Abschnitts, der n-Fadenschichten mit n ≥ 1 aufweist, ausgeführt werden
kann, wobei die Fadenwicklungseinrichtung sich sequenziell kontinuierlich oder in
unterbrochener Weise um einen Abstand Z, wobei Z = (die Schärbreite)/(die Gesamtzahl
der zu zettelnden Fäden) × (die Anzahl der gleichzeitig zu zettelnden Fäden)
ist, gemäß der Anzahl der zu zettelnden Fäden jeweils eines zweiten Abschnitts und
folgender Abschnitte bewegt, und wobei das Schären bzw. Zetteln durch geordnetes
Wickeln jedes Abschnitts in ähnlichen Verfahrensabläufen wie das Schären bzw. Zetteln
durch geordnetes Wickeln des ersten Abschnitts ausgeführt werden kann.
Wenn ein gleichzeitiges Zetteln bzw. Schären mehrerer Abschnitte,
wovon jeder mehrere Fadenschichten enthält, unter Anwendung der mehreren Fadenführungen
gemäß den vorgegebenen Schärdaten ausgeführt wird, die zumindest eine Schärbreite,
eine Gesamtzahl von zu zettelnden Fäden, eine Schärlänge (die Anzahl der Umdrehungen)
und eine Fadenanordnungsreihenfolge enthalten, dann wickeln gemäß dem obigen Aufbau
die entsprechenden Fadenführungen die Fäden in der Fadenanordnungsreihenfolge mit
Intervallen eines Fadenschärabstandes RA, wobei RA ≥ rA
ist, wobei rA = (ein Radius eines Fadens ist, der unmittelbar vor einem
aufzuwickelnden Faden gewickelt wurde) + (einem Radius des zu wickelnden Fadens)
ist, um damit eine erste Fadenschicht des ersten Abschnitts zu bilden, wobei die
entsprechenden Fadenführungen die Fäden aufwickeln, während diese um einen Abstand
PR versetzt werden, wobei PR ≥ RA/2 ist, was
der Hälfte oder mehr eines Fadenschärabstands RA pro Drehung jeder Fadenführung
entspricht, und wobei die Fadenführungen veranlasst werden, in ihre Fadenwickelstartpositionen
zurückzukehren, wenn das Wickeln des Fadens der Schärlänge entspricht, um damit
eine zweite Fadenschicht oder folgende Fadenschichten des ersten Abschnitts zu bilden,
wodurch ein Schären bzw. Zetteln durch geordnetes Wickeln des ersten Abschnitts,
der n-Fadenschichten enthält, wobei n ≥ 1 ist, ausgeführt werden kann, wobei
die Fadenwickeleinrichtung sich sequenziell kontinuierlich oder in unterbrochener
Weise um einen Abstand Z, wobei Z = (die Schärbreite)/(die Gesamtzahl der zu zettelnden
Fäden) × (die Anzahl der gleichzeitig zu zettelnden Fäden) ist, gemäß der
zu zettelnden Fäden jeweils eines zweiten Abschnitts und folgender Abschnitte bewegt,
und wobei das Zetteln bzw. Schären durch geordnetes Wickeln jedes Abschnitts in
ähnlicher Weise wie das Schären bzw. Zetteln durch geordnetes Wickeln des ersten
Abschnitts ausgeführt werden kann.
Gemäß der vorliegenden Erfindung kann die Montage des Förderbands
weggelassen werden und die Fäden können direkt auf die Schärtrommel mittels der
Fadenwickeleinrichtung aufgewickelt werden. Die vorliegende Erfindung kann damit
große Vorteile dahingehend bieten, dass im Wesentlichen alle konventionellen Nachteile,
die sich aus dem Vorsehen des Förderbands ergeben, vermieden werden können,
und dass ein Musterschären in effizienter Weise in kurzer Zeit durchgeführt werden
kann, indem ein Faden oder mehrere Fäden von dem drehbaren Spulengatter gleichzeitig
aufgewickelt werden.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
1 ist eine erläuternde teilweise aufgebrochene
Seitenansicht einer Probenschärmaschine mit Direktwicklung gemäß der vorliegenden
Erfindung;
2 ist eine schematische vergrößerte Ansicht,
wobei ein Schärmaschinengestell aus 1 gezeigt ist;
3 ist eine schematische vergrößerte Ansicht,
in der ein drehbares Spulengatter aus 1 gezeigt ist;
4 ist eine schematische vergrößerte Ansicht,
in der ein Fadenkreuzträgerantriebsmotor aus 1 gezeigt
ist;
5 ist eine schematische vergrößerte Ansicht,
in der ein Antriebsmotor für das drehbare Spulengatter aus 1
gezeigt ist;
6 ist eine schematische erläuternde Ansicht
einer Schärtrommel und eines Gleitgestells in einem Schnitt entlang der Linie II-II
aus 1;
7 ist eine erläuternde schematische Ansicht
der Schärtrommel und eines Drehgestells entlang eines Schnittes der Linie II-II
aus 1;
8 ist eine schematische perspektivische
erläuternde Ansicht, die eine erste Klemmeinrichtung der Probenschärmaschine gemäß
der vorliegenden Erfindung zeigt;
9 ist eine schematische perspektivische
erläuternde Ansicht, die eine Aufnahmeeinrichtung der Probenschärmaschine gemäß
der vorliegenden Erfindung zeigt;
10 ist eine schematische perspektivische
erläuternde Ansicht, die eine zweite Klemmvorrichtung der Probenschärmaschine gemäß
der vorliegenden Erfindung zeigt;
11 ist eine erläuternde Ansicht, die
einen ersten Übergangszustand von einem Fadenwickelzustand in einem Fadenwickelwartezustand
in der erfindungsgemäßen Probenschärmaschine zeigt;
12 ist eine erläuternde Ansicht, die
einen zweiten Übergangszustand von dem Fadenwickelzustand in den Fadenwickelwartezustand
in der erfindungsgemäßen Probenschärmaschine zeigt;
13 ist eine erläuternde Ansicht, die
einen ersten Übergangszustand von dem Fadenwickelhaltezustand in den Fadenwickelzustand
in der erfindungsgemäßen Probenschärmaschine zeigt;
14 ist eine erläuternde Ansicht, die
einen zweiten Übergangszustand von dem Fadenwickelwartezustand in den Fadenwickelzustand
in der erfindungsgemäßen Probenschärmaschine zeigt;
15 ist eine schematische perspektivische
erläuternde Ansicht, die einen Zustand ähnlich zu 8
zeigt, in welchem der Faden, der von dem Fadenwickelzustand in den Fadenwickelwartezustand
übergeht, von der ersten Klemmeinrichtung und der zweiten Klemmeinrichtung gehalten
wird;
16 ist eine schematische perspektivische
erläuternde Ansicht, die einen Zustand ähnlich zu 11
zeigt, in welchem der Faden, der von dem Fadenwickelwartezustand in den Fadenwickelzustand
übergeht, auf die Schärtrommel gewickelt wird, während er von der Aufnahmeeinrichtung
aufgenommen wird;
17 ist eine schematische vergrößerte
erläuternde Ansicht, die die Bewegung einer Fadenführung zeigt;
18 ist eine erläuternde Ansicht, die
ein Auflageelement und einen Zustand des geordneten Wickelns gemäß einer ersten
Ausführungsform zeigt, wenn mehrere Fäden zu zetteln bzw. schären sind;
19 ist eine erläuternde Ansicht, die
ein Auflageelement und einen Zustand des geordneten Wickelns gemäß einer zweiten
Ausführungsform zeigt, wenn mehrere Fäden zu zetteln bzw. zu schären sind;
20 ist eine erläuternde Ansicht, die
ein Auflageelement und einen Zustand des geordneten Wickelns gemäß einer dritten
Ausführungsform zeigt, wenn mehrere Fäden zu zetteln bzw. zu schären sind; und
21 ist eine erläuternde Ansicht, die
einen Zustand einer ersten Fadenschicht zu Beginn des Wickelns bei dem Vorgang des
geordneten Wickelns aus 20 zeigt.
Detaillierte Beschreibung der Erfindung
Im Weiteren werden die Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung
mit Bezug zu den begleitenden Zeichnungen erläutert. Selbstverständlich sind die
Ausführungsformen lediglich für Anschauungszwecke aufgeführt und
es können diverse Änderungen und Modifizierungen an den Ausführungsformen durchgeführt
werden, sofern diese zu keinen Abweichungen von dem technischen Konzept der vorliegenden
Erfindung führen.
Es sei nun auf 1 verwiesen; Bezugszeichen
1 bezeichnet eine Probenschärmaschine mit Direktwicklung gemäß der vorliegenden
Erfindung. Die Probenschärmaschine mit Direktwicklung 10 umfasst eine Schärtrommel
12. Die Schärtrommel 12 ist aus einer inneren Trommelplatte
14, einer äußeren Trommelplatte 16, die der inneren Trommelplatte
14 zugewandt ist, und mehreren Trommelspeichen 18 aufgebaut, die
seitlich durch die innere Trommelplatte 14 und die äußere Trommelplatte
16 hindurch angeordnet sind.
Das Bezugszeichen 20 ist eine Kettenmaschine, die auf einem
Boden 22 angeordnet ist. Eine Hauptwellenröhre 24 erstreckt sich
horizontal von der Kettenmaschine 20, und die Schärtrommel 12
ist drehbar an der Hauptwellenröhre 24 angebracht. Bezugszeichen
26 bezeichnet ein Hauptwellenmetall.
Eine Rispenstabgestellgleitschiene 28 ist einer oberen Fläche
der Kettenmaschine 20 in einer Richtung parallel zur Hauptwellenröhre
24 vorgesehen. Ein Rispenstabgestell 32 ist bewegbar auf der Gleitschiene
28 über einen Rispenstabgestellgleitblock 30 montiert. Mehrere
Fadenkreuzeinrichtungen, d. h. Rispenstäbe 33a bis 33f, sind so
angeordnet, dass diese sich aus dem Rispenstabgestell 32 parallel zueinander
so erstrecken, dass diese seitlich von der Schärtrommel 12 angeordnet sind.
Bezugszeichen 34 bezeichnet einen Rispenstabgestellantriebsmotor,
der innerhalb des Rispenstabgestells 32 angeordnet ist. Eine Motorscheibe
35 ist an einer Antriebswelle 34a des Motors 34 angebracht.
Das Bezugszeichen 36 bezeichnet ein Einheitenmetall mit einer Schraubmutterdreheinheit
37. Das Einheitenmetall 36 ist mit dem Rispenstabgestell
32 gekoppelt. Ein Rispenstabgestellschraubschaft 38, der innerhalb
der Kettenmaschine 20 in Längsrichtung angeordnet ist, ist mit der Schraubmutterdreheinheit
37 verschraubt. Eine Drehmutterscheibe 39 ist fest mit der Schraubmutterdreheinheit
37 verbunden. Das Bezugszeichen 40 bezeichnet einen Keilriemen,
der von der Motorscheibe 35 und der Schraubenmutterscheibe 39
verläuft.
Wenn der Motor 34 mittels eines derartigen Antriebsmechanismus
in Drehung versetzt wird, rotiert die Schraubenmutterdreheinheit 37 auf
Grund der Motorscheibe 35, des Keilriemens 40 und der Schraubenmutterscheibe
39. Auf Grund der Drehung der Schraubenmutterdreheinheit 37 bewegt
sich das Rispenstabgestell 32 auf der Gleitschiene 28, und die
Rispenstäbe 33a bis 33f bewegen sich seitlich zu der Schärtrommel
12. Während des Schärens bzw. Zettelns bewegen sich die Rispenstäbe
33a bis 33f in unterbrochener Weise synchron zu der Bewegung der
Fadenwickeleinrichtung, die später erläutert wird.
Bezugszeichen 42 bezeichnet eine Drehspulengattergleitgestell-
bzw. eine Drehspulengattergleitbasiseinheit, die auf einem Boden 22, der
der Kettenmaschine 20 zugewandt ist, angeordnet ist. Eine Drehspulengattergestellgleitschiene
44 ist an einer oberen Fläche des Gleitgestells 42 in einer Richtung
parallel zu der Hauptwellenröhre 24 vorgesehen. Ein Drehspulengattergestell
bzw. -basiselement 48 ist bewegbar auf dem Gleitgestell 44 mittels
eines Drehspulengattergestellgleitblocks 46 montiert.
Bezugszeichen 50 bezeichnet einen Drehspulengattergestellantriebsmotor,
der in dem Drehspulengattergestell 48 angeordnet ist. Eine Motorscheibe
51 ist an der Antriebswelle 50a des Motors 50 angebracht.
Das Bezugszeichen 52 bezeichnet ein Einheitenmetall mit einer Schraubenmutterdreheinheit
53. Das Einheitenmetall 52 ist mit dem Drehspulengattergestell
48 gekoppelt. Die Schraubenmuterdreheinheit 53 ist mit einer Drehspulengattergestellschraubenwelle
54 verschraubt, die innerhalb der Gleitschiene 44 in einer Längsrichtung
angeordnet ist. Eine Schraubenmutterscheibe 55 ist fest an der Schraubenmutterdreheinheit
53 angebracht. Bezugszeichen 56 bezeichnet einen Keilriemen, der
zwischen der Motorscheibe 51 und der Schraubenmutterscheibe 55
verläuft.
Wenn der Motor 50 mittels eines derartigen Antriebsmechanismus
in Drehung versetzt wird, dreht sich die Schraubenmutterdreheinheit 53
auf Grund der Motorscheibe 51, des Keilriemens 56 und der Schraubenmutterscheibe
55. Auf Grund der Drehung der Schraubenmutterdreheinheit 53 bewegt
sich das Drehspulengattergestell 48 auf der Gleitschiene 44. Wenn
das Schären bzw. Zetteln durch den Rispenstabgestellantriebsmotor 34 und
den Drehspulengatterantriebsmotor 50 begonnen wird, bewegen sich das Rispenstabgestell
32 und das Drehspulengattergestell 48 kontinuierlich oder in unterbrochener
Weise synchron zueinander in einer Schärbearbeitungsrichtung in Abhängigkeit voreingestellter
Bedingungen, etwa der Gesamtzahl der Fäden, die zu zetteln sind, einer Schärbreite
und einer Schärlänge.
Zwei Lagermetalle 57, 57 sind auf einer oberen Fläche
eines Grundgestells bzw. einer Basiseinheit 48a des Drehspulengattergestells
48 vorgesehen. Eine Antriebswelle 58 ist drehbar an den Lagermetallen
57, 57 vorgesehen. Die Antriebswelle 58 von einem Antriebsmotor
62 wird über die Motorscheibe 59, den Keilriemen 60 und
eine Gegenscheibe 61 angetrieben. Ein drehbares Spulengatter bzw. ein Drehspulengatter
64 ist an der Antriebswelle 58 angebracht. Das
Drehspulengatter 64 dreht sich, wenn sich die Antriebswelle 58
dreht. Das Drehspulengatter 64 umfasst Stützplatten 66, und es
sind mehrere Spulen 70, die mit Fäden unterschiedlicher Art und/oder der
gleichen Art bewickelt sind, auf der Stützplatte 66 in stehender Weise
vorgesehen. Bezugszeichen 72 bezeichnet eine Führungsplatte, die vor den
Spulen 70 über einem Halteschaft 74 vorgesehen ist. Die Führungsplatte
72 dient dazu, Fäden 68 aus den Spulen 70 zu führen.
Bezugszeichen 76 bezeichnet ein Spulenbasiselement mit einer
Trompetenform mit einem naheliegenden Ende mit kleinem Durchmesser und einem abgewandten
Ende mit großem Durchmesser. Das Spulenbasiselement 76, das mit dem Antriebsbasiselement
bzw. -gestell 63 über ein Halteelement 77 verbunden ist, dreht
sich, wenn sich das Antriebsbasiselement 63 dreht.
Es sind mehrere Führungswellen 78 zwischen der inneren Trommelplatte
14 und der äußeren Trommelplatte 16 innerhalb der Schärtrommel
12 parallel zu der Hauptwellenröhre 24 (6)
vorgesehen. Bezugszeichen 80 bezeichnet ein ringförmiges Gleitbasiselement,
das mittels der Führungswelle 78 in einer Längsrichtung gleitbar vorgesehen
ist. Eine Ringgleitschiene 82 ist an einer äußeren Seitenfläche des Gleitgestells
bzw. des Gleitbasiselements 80 (6) angebracht.
Bezugszeichen 84 bezeichnet ein ringförmiges Drehbasiselement bzw. ein
Drehgestell. Das ringförmige Drehbasiselement 84, das an dem Gleitbasiselement
80 über mehrere Gleitblöcke 86 angebracht ist, bewegt sich drehend
auf der Gleitschiene 82 des Gleitbasiselements 80 (7).
Es sind mehrere (in 7 acht) Fadenführungen
88 auf dem Drehbasiselement 84 (7)
vorgesehen. Jede Fadenführung 88 umfasst einen Fadenführungspositionsumwandler
90, so dass die Fadenführung 88 zwischen einer Fadenwickelposition
P1 und einer Fadenwickelwarteposition P2 (17) bewegbar
ist. Das Gleitbasiselement 80, das Drehbasiselement 84 und die
Fadenführungen 88 bilden die Fadenwickeleinrichtung. Der Fadenführungspositionsumwandler
90 kann nicht nur die Fadenführung zwischen den Positionen P1 und P2 verfahren,
sondern führt auch eine Versetzung der Fadenführung aus, die für das geordnete Wickeln
erforderlich ist, wie dies später erläutert ist. Der Fadenführungspositionsumwandler
90 versetzt die entsprechende Fadenführung 88 unter Anwendung
eines gepulsten Motors, eines Zylinders, eines Elektromagneten oder dergleichen
als Antriebsquelle.
Mehrere erste Klemmeinrichtungen 92 und mehrere Aufnahmeeinrichtungen
94 sind an einer äußeren Seitenfläche des Gleitbasiselements
80 so angeordnet, dass diese den Fadenführungen 88 jeweils zugeordnet
sind. Wie in 8 gezeigt ist, enthält jede erste Klemmeinrichtung
93 ein Klemmbasiselement 98, das ein Langloch 96 aufweist,
und das eine Struktur besitzt, in der das Langloch 96 zwei Klemmstäbe
100, 100 aufnimmt, so dass diese in freier Weise geöffnet und
geschlossen werden können. Die erste Klemmeinrichtung 92 funktioniert so,
dass diese einen Faden einklemmt, indem die Klemmstäbe 100, 100
geschlossen werden, und funktioniert ferner so, um den Faden freizugeben, indem
die Klemmstäbe 100, 100 geöffnet werden. Alternativ kann die erste
Klemmeinrichtung 92 einen Aufbau aufweisen, in welchem einer der Klemmstäbe
100, 100 fixiert ist und der andere Klemmstab 100 so
bewegbar ist, dass die Klemmstäbe 100, 100 geöffnet oder geschlossen
werden können. Ferner können beide Klemmstäbe 100, 100 als Drehrollen
ausgebildet sein, oder eine der Klemmstäbe 100, 100 kann eine
Rolle sein. Die Rolle ist vorzugsweise eine Rolle, die eine Einwegekupplung (Bremse)
aufweist, die sich nicht bei einer äußeren Kraft in einer rechtsseitigen Drehrichtung
oder eine linksseitigen Drehrichtung dreht. Ferner können beide Klemmstäbe
100, 100 dünne Beilagscheiben sein, oder einer der Klemmstäbe
100, 100 kann eine Beilagscheibe sein. Vorzugsweise werden die
Klemmstäbe 100, 100 unter Verwendung beispielsweise eines Druckluftzylinders
geöffnet und geschlossen. Das Einstellen eines Druckes der zugeführten Luft des
Druckluftzylinders kann eine Klemmkraft oder ein Klemmdruck vor und nach dem Schneiden,
wie dies später erläutert ist, eingestellt werden. Wie in 9
gezeigt ist, besitzt die Aufnahmeeinrichtung 94 einen Aufbau, in welchem
ein Aufnahmestab 104 an einem Aufnahmebasiselement 102 so angebracht
ist, dass der Aufnahmestab 104 frei geöffnet oder geschlossen werden kann.
Die Aufnahmeeinrichtung 94 funktioniert so, um einen Faden durch Schließen
des Aufnahmestabs 104 aufzunehmen, und um den Faden freizugeben, indem
der Aufnahmestab 104 geöffnet wird. Der Aufnahmestab 104 kann
unter Verwendung von beispielsweise eines Druckluftzylinders geöffnet und geschlossen
werden, um damit einen Druck und eine Druckflussrate der zugeführten Druckluft einstellbar
zu machen.
Mehrere zweite Klemmeinrichtungen 108, mit jeweils einer
Schneideeinrichtung 106, sind an einer inneren Seitenfläche des Drehbasiselements
84 so vorgesehen, um jeweils den Fadenführungen 88 zugeordnet
zu sein und um der Drehung des Drehbasiselements 84 nachgeordnet zu sein.
Wie in 10 gezeigt ist, ist jede zweite Klemmeinrichtung
108 im Aufbau identisch zu der ersten Klemmeinrichtung 92 mit
Ausnahme, dass die zweite Klemmeinrichtung 108 die Schneideeinrichtung
106 umfasst. Daher wird der Aufbau der zweiten Klemmeinrichtung
108 hierin nicht nochmals erläutert. Die zweite Klemmeinrichtung
108 funktioniert so, um einen Faden einzuklemmen, indem Klemmstäbe
100a, 100a geschlossen werden, die in einem Langloch
96a eines Klemmbasiselements 98a aufgenommen
und angeordnet sind, und die Einrichtung funktioniert so, um den Faden freizugeben,
indem die Klemmstäbe 100a, 100a geöffnet werden.
Bezugszeichen 110 bezeichnet eine Verbindungsröhre, deren
ein Ende an der äußeren Seitenfläche des Drehbasiselements 84 angebracht
ist. Mehrere Verbindungsröhren 110 sind so vorgesehen, um jeweils den Fadenführungen
88 zugeordnet zu sein. Das andere Ende jeder Verbindungsröhre
110 ist mit einem abgewandten Ende des Spulenbasiselements 76
gekoppelt. Das Drehbasiselement 84, die Verbindungsröhren 110,
das Spulenbasiselement 76 und das Drehspulengatter 64 drehen sich
synchron miteinander, um damit die Fäden 68, die von den Spulen
70 des Drehspulengatters 64 bereitgestellt werden, zu den entsprechenden
Fadenführungen 88 zu führen. Wie zuvor erläutert ist, ist das Drehbasiselement
84 mit dem Spulenbasiselement 76 mittels der Verbindungsröhren
110 gekoppelt. Das Drehbasiselement 84 ist so ausgebildet, dass
dieses sich nicht mechanisch synchron zu dem Spulenbasiselement 76 dreht,
sondern dass dieses sich unabhängig unter Einsatzes des Motors oder ähnlichem dreht,
so dass das Drehbasiselement 84 sich elektrisch synchron mit der Drehung
des Spulenbasiselements 76 bewegen kann, mit der Folge, dass selbstverständlich
das Drehbasiselement 84 in ähnlicher Weise funktionieren kann.
Mit Bezug zu den 11 bis 14
wird entsprechend den obigen Aufbau erläutert, wie das Fadenwickeln von Fäden auf
die Schärtrommel 12 durch die Fadenführungen 88 und das Aussetzen
des Fadenaufwickelns ausgeführt wird. Jeder der Fäden, die auf die Schärtrommel
12 aufgewickelt werden, wird von einen Fadenaufwickelzustand in einen Fadenaufwickelwartezustand
in der folgenden Weise überführt. Wenn eine vorbestimmte Fadenführung
88a unter den Fadenführungen 88 so in Drehung versetzt wird, um
vor der ersten Klemmeinrichtung 92 angeordnet zu sein, ändert sich die
Position der Fadenführung 88a von der Fadenwickelposition P1 auf die Fadenwickelwarteposition
P2. Der Faden 68a, der auf die Schärtrommel 12 mittels der Fadenführung
88a aufgewickelt wird, wird von einer Oberfläche der Schärtrommel
12 in einer Richtung des Gleitbasiselements 80 freigegeben, von
einer entsprechenden ersten Klemmeinrichtung 92 von den ersten Klemmeinrichtungen
92 eingeklemmt und von einer entsprechenden zweiten Klemmeinrichtung
108a aus den mehreren zweiten Klemmeinrichtungen 108a (11)
eingeklemmt. Danach wird der Faden 68a von der Schneideeinrichtung
106a, die in der zweiten Klemmeinrichtung 108a enthalten ist,
geschnitten. Während der geschnittene Faden 68a von der zweiten Klemmeinrichtung
108a festgeklemmt wird, dreht sich die Fadenführung 88a ständig,
ohne den geschnittenen Faden 68 auf die Schärtrommel 12 aufzuwickeln
(12). Anzumerken ist, dass ein Klemmvorgang zum Klemmen
des Fadens 68a mittels der ersten Klemmvorrichtung 92 unnötig
ist, wenn das Zetteln bzw. Schären weitergeht, und daher wird der Faden zu einem
geeigneten Zeitpunkt freigegeben.
Der Faden 68a, der sich in den Fadenwickelwartezustand befindet,
wird in den Fadenwickelzustand wie folgt übergeführt. Eine vorbestimmte Aufnahmeeinrichtung
94a aus den Aufnahmeeinrichtungen 64 nimmt den Faden
68a auf, der von der Fadenführung 88a und der zweiten Klemmeinrichtung
108a gehalten wird. Es wird ein Zustand, in welchem der Faden
68a von der zweiten Klemmeinrichtung 108a gehalten wird, geändert,
und die Position der Fadenführung 88a wird von der Fadenwickelwarteposition
P2 in die Fadenwickelposition P1 gebracht, wodurch der Faden 68a auf die
Schärtrommel 12 gewickelt wird (10 und
11). Ein Zustand, in welchem der Faden
68a von der Aufnahmeeinrichtung 64a aufgenommen wird, zu einer
gegebenen Zeit beendet werden, nachdem der Wickelvorgang zum Aufwickeln des Fadens
auf die Schärtrommel 12 fortgesetzt wird.
Durch Ausführen des Fadenwickelns und des Aussetzens des Fadenwickelns
bzw. des Ausführens des Wartezustands für jede Fadenführung 88 kann das
Musterschären ausgeführt werden, indem gleichzeitig Fäden gemäß den vorgegebenen
Musterdaten (Fadenanordnungsreiheinfolge und die Farbanordnungsreihenfolge der Fäden)
geschärt bzw. gezettelt werden.
Die Probenschärmaschine der vorliegenden Erfindung kann auch ein geordnetes
Wickeln gemäß den vorgegebenen Schärdaten einschließlich zumindest der Schärbreite,
der Gesamtzahl der zu zettelnden Fäden, der Schärlänge (die Anzahl der Umdrehungen)
und der Fadenanordnungsreihenfolge ausführen. Das geordnete Aufwickeln wird nunmehr
mit Bezug zu den 18 bis 21
erläutert. In den 18 bis 21
bezeichnet das Bezugszeichen 112 ein Auflageelement, das an einer oberen
Fläche eines zugewandten Endes der Trommelspeiche 18 und benachbart zu
der inneren Trommelplatte 14 so angeordnet ist, um damit einen gut definierten
Stand für das geordnete Wickeln beim Beginn des Wickelvorgangs bereitzustellen.
Eine sich verjüngende Fläche 114, die von einem abgewandten Ende des Auflageelements
112 nach unten geneigt ist, ist an einer oberen Fläche des Auflageelements
112 gebildet. Der Winkel der sich verjüngenden Fläche 114 des
Auflageelements 112 ist vorzugsweise so festgelegt, dass die aufgewickelten
Fäden 68 nicht von der sich verjüngenden Fläche 114 des Auflageelements
112 heruntergleiten.
Es wird ein Abschnitt des Ausführens des gleichzeitigen
zettelns mehrerer Abschnitte nachfolgend erläutert, wobei jeder mehrere Fadenschichten
aufweist, wie dies in 18 gezeigt ist. 18
ist eine erläuternde Ansicht, die ein Auflageelement und einen Zustand des geordneten
Wickelns gemäß einer ersten Ausführungsform zeigt, wenn mehrere Fäden zu zetteln
bzw. zu schären sind. Wenn eine erste Anzahl von Fäden, die gleichzeitig zu zetteln
sind (die Anzahl der gleichzeitig zu zettelnden Fäden eines ersten Abschnitts)
5 beträgt (A, B, C, D und E), dann wickeln die fünf zugeordneten Fadenführungen
88 Fäden mit Intervallen eines Fadenschärabstands R (wobei R = (Schärbreite)/(Gesamtzahl
der zu zettelnden Fäden)) gemäß der Fadenwicklungsreihenfolge (Fadenanordnungsreihenfolge)
ist, um damit eine erste Fadenschicht (A1, B1, C1,
D1 und E1) des ersten Abschnitts zu bilden.
Für diesen ersten Abschnitt wickeln die entsprechenden Fadenführungen
88 weiterhin die Fäden, während sie bis zu einem Abstand P (P ≥ d/2),
der die Hälfte oder mehr eines Durchmessers (d) des Fadens pro Umdrehung jeder Fadenführung
88 repräsentiert, versetzt werden, und wenn die Fadenaufwicklung der vorgegebenen
Schärlänge (die Anzahl der Umdrehungen) entspricht, dann werden die Fadenführungen
88 veranlasst, auf ihre entsprechenden Fadenwicklungsstartpositionen zurückzukehren,
wodurch eine zweite Fadenschicht (A2, B2, C2, D2
und E2) des ersten Abschnitts gebildet wird. In ähnlicher Weise werden
eine dritte und die folgenden Fadenschichten (A3, B3, C3,
D3 und E3), (A4, B4, C4,
D4 und E4), (A5, B5, C5,
D5 und E5) und (A6, B6, C6,
D6 und E6) de ersten Abschnitts gebildet. Auf diese Weise
führt die Probenschärmaschine das Zetteln mit geordnetem Aufwickeln des ersten Abschnitts,
der die n-Fadenschichten (n ≥ 1) aufweist, durch.
Die Fadenwickeleinrichtung bewegt sich kontinuierlich oder in unterbrochener
Weise der Reihe nach um ein Abstand Z (wobei Z = (Schärbreite)/(Anzahl der zu zettelnden
Fäden) × (Anzahl der gleichzeitig zu zettelnden Fäden) ist) gemäß der Anzahl
der zu zettelnden Fäden des zweiten und der folgenden Abschnitte. Daher kann das
Zetteln bzw. Schären mit geordnetem Wickeln für die entsprechenden Abschnitte ähnlich
zu dem ersten Abschnitt ausgeführt werden. In 18 ist
der Abstand Z in dem zweiten Abschnitt durch Z1 bezeichnet, und der Abschnitt
Z in dem dritten Abschnitt ist mit Z2 bezeichnet.
Wie in 18 gezeigt ist, bilden, wenn die
zweite Anzahl von Fäden, die gleichzeitig zu zetteln ist (die Anzahl der gleichzeitig
zu zettelnden Fäden eines zweiten Abschnitts) drei beträgt (F, A und C), dann die
drei zugeordneten Fadenführungen 88 eine erste Fadenschicht (F1,
A1 und C1) des zweiten Abschnitts in ähnlicher Weise wie das
Bilden der ersten Fadenschicht des ersten Abschnitts, und diese bilden dann eine
zweite und folgende Fadenschichten (F2, A2 und C2),
(F3, A3 und C3), (F4, A4
und C4), (F5, A5 und C5) und (F6,
A6 und C6) des zweiten Abschnitts in ähnlicher Weise wie beim
Bilden der zweiten und der folgenden Fadenschichten des ersten Abschnitts. Auf diese
Weise kann das Zetteln bzw. Schären mit geordnetem Wickeln für den zweiten Abschnitt
ausgeführt werden. Wenn ferner die dritte Anzahl der Fäden, die gleichzeitig zu
zetteln sind (die Anzahl der gleichzeitig zu zettelnden Fäden eines dritten Abschnitts)
vier beträgt (D, G, F und B), wird das Aufwickeln der Fäden in ähnlicher Weise wie
für den ersten Abschnitt ausgeführt, wodurch das in 18
gezeigte Zetteln mit geordnetem Wickeln ausgeführt werden kann. In ähnlicher Weise
kann das vierte Zetteln mit geordnetem Wickeln der Fäden (das Zetteln mittels geordnetem
Wickeln eines vierten Abschnitts) und der folgenden Abschnitte ausgeführt werden.
Wie in 19 gezeigt ist, kann alternativ
die erfindungsgemäße Probenschärmaschine das Zetteln mit geordnetem Aufwickeln in
alternativer Weise ausführen. 19 ist eine erläuternde
Ansicht, in der ein Auflageelement und ein geordneter Wicklungszustand gemäß einer
zweiten Ausführungsform gezeigt sind, wenn mehrere Fäden zu zetteln sind. Wenn die
Anzahl der gleichzeitig zu zettelnden Fäden des ersten Abschnitts 5 beträgt
(A, B, C und D), dann werden die Fadenwickelstartpositionen der fünf zugeordneten
Fadenführungen 88 gleich eingestellt, und die Fadenführungen
88 wickeln Fäden V1 (zusammengesetzt aus den Fäden A1,
B1, C1, D1 und E1 in dieser Ausführungsform),
wodurch die Fadenschicht V1 (A1, B1, C1,
D1 und E1) des ersten Abschnitts gebildet wird.
Für diesen ersten Abschnitt ist es vorteilhaft, dass die entsprechenden
Fadenführungen 88 weiterhin die Fäden aufwickeln, während diese um einen
Abstand PA versetzt werden, der die Hälfte oder mehr des Durchmessers
(d) des Fadens pro Umdrehung jeder Fadenführung 88 beträgt, versetzt werden.
In der in 19 gezeigten Ausführungsform gilt: PA
= 5d/2. Die Fadenführungen 88 werden veranlasst, auf ihre entsprechenden
Fadenwickelstartpositionen zurückzukehren, wenn das Aufwickeln der Fäden der vorgegebenen
Schärlänge (die Anzahl der Umdrehungen) entspricht. Durch Ausführen eines derartigen
Zettelvorganges entstehen die zweite Fadenschicht V2 (A1,
B2, C2, D2 und E2) und die folgenden
Fadenschichten V3 (A3, B3, C3, D3
und E3), V4 (A4, B4, C4,
D4 und E4), V5 (A5, B5, C5,
D5 und E5) und V6 (A6, B6,
C6, D6 und E6). Auf diese Weise führt die Probenschärmaschine
das Zetteln mittels geordnetem Wickeln für den ersten Abschnitt, der n-Fadenschichten
aufweist (n ≥ 1), aus. Anschließend kann in ähnlicher Weise zu 18
die Probenschärmaschine das Zetteln mittels geordnetem Wickeln für den zweiten Abschnitt
(wobei die Anzahl der gleichzeitig zu zettelnden Fäden 3 beträgt (F, A
und C) und Fadenschichten W1 bis W6 enthält) für den dritten
Abschnitt (wobei die Anzahl der gleichzeitig zu zettelnden Fäden
vier beträgt (D, G, F und B) und Fadenschichten X1 bis X6
aufweist) ausführen, wie dies in 19 gezeigt ist.
Ferner kann die erfindungsgemäße Probenschärmaschine das Zetteln mit
geordnetem Wickeln gemäß einer Ausführungsform ausführen, wie sie in den
20 und 21 gezeigt
ist. 20 ist eine erläuternde Ansicht, die ein Auflageelement
und einen Zustand des geordneten Wickelns gemäß einer dritten Ausführungsform zeigt,
wenn mehrere Fäden zu zetteln sind. 21 ist eine erläuternde
Ansicht, die einen Zustand einer ersten Fadenschicht zu Beginn des Wickelns bei
dem Vorgang des geordneten Wickelns aus 20 darstellt.
Wenn die Anzahl der gleichzeitig zu zettelnden Fäden des ersten Abschnitts
5 beträgt (A, B, C, D und E) und ein Durchmesser des Fadens C größer als
die Durchmesser der anderen Fäden A, B, D und E ist, dann wickeln die fünf zugeordneten
Fadenführungen 88 die Fäden mit Intervallen eines Fadenschärabstands RA
(RA ≥ rA (wobei rA = (Radius eines Fadens, der
unmittelbar vor einem zu wickelnden Faden aufgewickelt wurde) + (einem Radius des
zu wickelnden Fadens) ist) gemäß der Fadenanordnungsreihenfolge, wodurch eine erste
Fadenschicht des ersten Abschnitts gebildet wird. Für diesen ersten Abschnitt wickeln
die entsprechenden Fadenführungen 88 die Fäden weiter, während diese um
einen Abstand PR (PR ≥ RA/2) versetzt wird,
der die Hälfte oder mehr des Fadenschärabstands RA pro Umdrehung jeder
Fadenführung 88 beträgt, wobei die Fadenführungen veranlasst werden, auf
ihre Fadenwickelstartpositionen zurückzukehren, wenn die Fadenwicklung der vorgegebenen
Schärlänge (der Anzahl der Umdrehungen) entspricht, wodurch die verbleibenden zweiten
und folgenden Fadenschichten gebildet werden. Während des Beginns des Fadenaufwickelns,
wie es in 21 gezeigt ist, beträgt der Fadenschärabstand
R1 (ein Radius des Fadens A1) + (einen Radius des Fadens B1),
(einen Radius des Fadens D1) + (einen Radius des Fadens E1),
oder dergleichen, und der Abstand R2 ist gleich oder größer als (ein
Radius des Fadens B1) + (ein Radius des Fadens C1) oder (ein
Radius des Fadens C1) + (ein Radius des Fadens D1). Der in
21 dargestellte Zustand entspricht nur dem Beginn des
Fadenaufwickelns. Wenn daher die zweite Fadenschicht gewickelt wird, schlüpft ein
dicker Faden C2 zwischen den Fäden B1 und C1 und
der Zustand ändert sich in den in 20 gezeigten Zustand,
d. h., in den Zustand, in welchem die Fäden C1 und C2 ausgerichtet
sind. In ähnlicher Weise sind für die Fäden C3 bis C6 in der
dritten bis sechsten Fadenschicht die Fäden C3 und C4 zueinander
ausgerichtet und die Fäden C5 und C6 sind zueinander ausgerichtet,
wie in 20 gezeigt ist. Wie man erkennen kann, kann
während des Wickelns der Fäden C1 bis C6 in der zuvor erläuternden
Weise die Probenschärmaschine das Zetteln der anderen Fäden (A1, B1,
C1, D1 und E1) des ersten Abschnitts mit dem n-Schichten
(wobei n ≥ 1) ist, in ähnlicher Weise zu der in 18
gezeigten Ausführungsform ausführen. Nachfolgend kann, wie in 18
gezeigt ist, die Probenschärmaschine das Zetteln mittels geordnetem Wickeln für
den zweiten Abschnitt (Fäden F, A und C) und den dritten Abschnitt (Fäden D, G,
F und B) durchführen, wie in 20 gezeigt ist.
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| Anspruch[de] |
- Probenschärmaschine mit Direktwicklung mit:
einer Schärtrommel, die eine innere Trommelplatte und eine äußere Trommelplatte
aufweist;
einem Drehspulengatter, das mehrere Spulen enthält, um die Fäden in der gleichen
Art und/oder unterschiedlicher Arten gewickelt sind, und die so ausgebildet ist,
um sich synchron zur Drehung der Fadenwickeleinrichtung zu drehen; und
mehreren Fadenkreuzeinrichtungen, die in einer Längsrichtung einer Seitenfläche
der Schärtrommel parallel zueinander vorgesehen sind, und die sich kontinuierlich
oder in unterbrochener Weise synchron zur Bewegung in einer Längsrichtung bewegbar
sind, wobei
ein Faden oder mehrere Fäden aus den Drehspulengattern direkt auf die äußere periphere
Fläche der Schärtrommel unter Verwendung der Fadenwickeleinrichtung aufwickelbar
sind.
- Probenschärmaschine mit Direktwicklung gemäß Anspruch 1, wobei die
Fadenwickeleinrichtung umfasst:
ein Gleitbasiselement, das gleitbar in Längsrichtung der äußeren peripheren Fläche
der Schärtrommel vorgesehen ist;
ein Drehbasiselement, das drehbar an einer äußeren Seitenfläche des Gleisbasiselements
angebracht ist; und
mehrere Fadenführungen, die auf dem Drehbasiselement vorgesehen sind.
- Probenschärmaschine mit Direktwicklung nach Anspruch 1 oder 2, wobei
jede der mehreren Fadenführungen zwischen einer Fadenwickelposition und einer Fadenwickelwarteposition
verfahrbar ist.
- Probenschärmaschine mit Direktwicklung nach Anspruch 2 oder 3, die
ferner umfasst:
mehrere erste Klemmeinrichtungen und mehrere Aufnahmeeinrichtungen, die an der äußeren
Seitenfläche des Gleitbasiselements so vorgesehen sind, dass diese jeweils den mehreren
Fadenführungen zugeordnet sind; und
mehrere zweite Klemmeinrichtungen, die an einer inneren Seitenfläche des Drehbasiselements
so vorgesehen sind, um jeweils den mehreren Fadenführungen zugeordnet zu sein, wobei
jede der zweiten Klemmeinrichtungen eine Schneideeinrichtung aufweist, die der Drehung
des Drehbasiselements nachgeordnet angeordnet ist.
- Probenschärmaschine mit Direktwicklung nach Anspruch 4, wobei, wenn
eine vorbestimmte Fadenführung der mehreren Fadenführungen von der Fadenwickelposition
zu der Fadenwickelwarteposition verfahren wird, einer der auf die Schärtrommel durch
die vorbestimmte Fadenführung aufgewickelten Fäden von einer Aufwickelposition der
Schärtrommel freigegeben wird und von der ersten Klemmeinrichtung, die der vorbestimmten
Fadenführung zugeordnet ist, und der zweiten Klemmeinrichtung mit der Schneideeinrichtung
festgehalten wird, und wobei der festgehaltene Faden von der Schneideeinrichtung
geschnitten wird, und wobei die vorbestimmte Fadenführung sich dreht, ohne dass
der geschnittene Faden abgewickelt wird, während der geschnittene Faden von der
zweiten Klemmeinrichtung gehalten wird.
- Probenschärmaschine mit Direktwicklung nach Anspruch 5, wobei, wenn
die vorbestimmte Fadenführung von der Fadenwickelwarteposition in die Fadenwickelposition
verfahren wird, die Aufnahmeeinrichtung einen Teil des zwischen der vorbestimmten
Fadenführung und der zweiten Klemmeinrichtung, die den Faden hält, angeordneten
Fadens aufnimmt und den Faden von der zweiten Klemmeinrichtung ablöst und wobei
die vorbestimmte Fadenführung den Faden auf die Schärtrommel aufwickelt.
- Probenschärmaschine mit Direktwicklung gemäß mindestens einem der Ansprüche
1 bis 6, wobei, wenn ein gleichzeitiges Zetteln mehrerer Abschnitte, wovon jeder
mehrere Fadenschichten aufweist, indem die mehreren Fadenführungen gemäß vorgegebener
Schärdaten verwendet werden, die zumindest eine Schärbreite, eine Gesamtzahl von
zu zettelnden Fänden, eine Schärlänge (die Anzahl der Umdrehungen) und eine Fadenanordnungsreihenfolge
enthalten, ausgeführt wird, die entsprechenden Fadenführungen die Fäden in der Fadenanordnungsreihenfolge
mit Intervallen gemäß einem Fadenschärabstand R abwickeln, wobei R (die Schärbreite)/(die
Gesamtzahl der zu zettelnden Fäden) ist, um damit eine erste Fadenschicht eines
ersten Abschnitts zu bilden, wobei die entsprechenden Fadenführungen die Fäden aufwickeln,
während diese um einen Abstand P versetzt werden, der die Hälfte oder mehr eines
Durchmessers jedes Fadens pro Umdrehung jeder Fadenführung entspricht, und wobei
diese veranlasst werden, auf ihre Fadenwickelstartpositionen zurückzukehren, wenn
die Fadenwicklung der vorgegebenen Schärlänge entspricht, um damit eine zweite Fadenschicht
und folgenden Fadenschichten des ersten Abschnitts zu bilden, wodurch das Zetteln
mittels geordnetem Wickeln des ersten Abschnitts, der n-Fadenschichten enthällt,
wobei n ≥ 1 ist, ausgeführt wird, wobei sich die Fadenwicklungseinrichtung sequenziell
kontinuierlich oder in unterbrochener Weise um einen Abstand Z, wobei Z = (die Schärbreite)/(die
Gesamtzahl der zu zettelnden Fäden) × (die Anzahl der gleichzeitig zu zettelnden
Fäden) ist, gemäß der Anzahl der zu zettelnden Fäden jeweils eines zweiten Abschnitts
und folgender Abschnitte bewegt, und wobei das Zetteln mittels geordnetem Wickeln
jedes Abschnitts in ähnlichen Prozeduren wie das Zetteln mittels geordnetem Wickeln
des ersten Abschnitts ausgeführt wird.
- Probenschärmaschine mit Direktwicklung gemäß mindestens einem der Ansprüche
1 bis 6, wobei, wenn ein gleichzeitiges Zetteln mehrerer Abschnitte jeweils mehreren
Fadenschichten ausgeführt wird, indem die mehreren Fadenführungen gemäß vorgegebener
Schärdaten eingesetzt werden, die zumindest eine Schärbreite, eine Gesamtzahl der
zu zettelnden Fäden, eine Schärlänge (die Anzahl der Umdrehungen) und eine Fadenanordnungsreihenfolge
beinhalten, die entsprechenden Fadenführungen die Fäden in der Fadenanordnungsreihenfolge
wickeln, wobei Fadenwicklungsstartpositionen der entsprechenden Fadenführungen gleich
vorgegeben sind, um damit eine erste Fadenschicht des ersten Abschnitts zu bilden,
wobei die entsprechenden Fadenführungen die Fäden aufwickeln, während diese um einen
Abstand PA versetzt werden, wobei PA ≥ d/2 ist, der die
Hälfte oder mehr des Abstands (d) jedes Fadens pro Umdrehung jeder Fadenführung
beträgt, und wobei diese veranlasst werden, auf die Fadenwickelstartpositionen zurückzukehren,
wenn die Fadenaufwicklung der Schärlänge entspricht, um damit eine zweite Fadenschicht
und folgende Fadenschichten des zweiten Abschnitts zu bilden, wodurch das Zetteln
mittels geordnetem Wickeln des ersten Abschnitts, der n-Fadenschichten enthält,
wobei n ≥ 1, ausgeführt wird, wobei die Fadenwickeleinrichtung sich sequenziell
kontinuierlich oder in unterbrochener Weise um einen Abstand Z, wobei Z (die Schärbreite)/(die
Gesamtzahl der zu zettelnden Fäden) × (die Anzahl der gleichzeitig zu zettelnden
Fäden) ist, gemäß der Anzahl der zu zettelnden Fäden jeweils eines zweiten Abschnitts
und folgender Abschnitte bewegt, und wobei das Zetteln mittels geordnetem Aufwickeln
jedes Abschnitts in ähnlichen Prozeduren wie das Zetteln mittels geordnetem Aufwickeln
des ersten Abschnitts ausgeführt wird.
- Probenschärmaschine mit Direktwicklung gemäß mindestens einem der Ansprüche
1 bis 6, wobei, wenn gleichzeitiges Zetteln mehrerer Abschnitte mit jeweils mehreren
Fadenschichten auszuführen ist, indem die mehreren Fadenführungen gemäß vorgegebener
Schärdaten verwendet werden, die zumindest eine Schärbreite, eine Gesamtzahl von
zu zettelnden Fäden, eine Schärlänge (die Anzahl der Umdrehungen) und eine Fadenanordnungsreihenfolge
enthalten, die entsprechenden Fadenführungen die Fäden in der Fadenanordnungsreihenfolge
mit Intervallen eines Fadenschärabstands RA aufwickeln, wobei
RA ≥ rA ist, wobei rA (ein Radius eines Fadens
ist, der unmittelbar vor einem aufzuwickelnden Faden aufgewickelt wurde) + (einem
Radius des aufzuwickelnden Fadens) beträgt, um damit eine erste Fadenschicht des
ersten Abschnitts zu bilden, wobei die entsprechenden Fadenführungen die Fäden aufwickeln,
während diese um einen Abstand PR versetzt werden, wobei PR
≥ RA/2 ist, der die Hälfte oder mehr eines Fadenschärabstands RA
pro Umdrehung jeder Fadenführung beträgt, und wobei diese veranlasst werden, in
ihre Fadenwickelstartpositionen zurückzukehren, wenn die Fadenaufwicklung der Schärlänge
entspricht, um damit eine zweite Fadenschicht und folgende Fadenschichten des ersten
Abschnitts zu bilden, wodurch das Zetteln mittels geordnetem Aufwickeln des ersten
Abschnitts, der n-Fadenschichten enthält, wobei n ≥ 1 ist, ausgeführt wird, wobei
die Fadenwickeleinrichtung sich sequenziell kontinuierlich oder in unterbrochener
Weise um einen Abstand Z bewegt, wobei Z = (die Schärbreite)/(die Anzahl der zu
zettelnden Fäden) × (die Anzahl der gleichzeitig zu zettelnden Fäden) ist,
gemäß der Anzahl der zu zettelnden Fäden jeweils eines zweiten Abschnitts und folgender
Abschnitte bewegt und wobei das Zetteln mittels geordnetem Aufwickeln jedes Abschnitts
in ähnlichen Prozeduren wie das Zetteln mittels geordnetem Aufwickeln des ersten
Abschnitts ausgeführt wird.
Es folgen 20 Blatt Zeichnungen
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