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Dokumentenidentifikation DE202004005327U1 15.09.2005
Titel Hebevorrichtung zur Positionierung der Tröge von Wassertrogsperren
Anmelder RAG Aktiengesellschaft, 45128 Essen, DE
Vertreter Dr.-Ing. W. Bernhardt u. Dipl.-Phys. Dr. R. Bernhardt, 66123 Saarbrücken
DE-Aktenzeichen 202004005327
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 15.09.2005
Registration date 11.08.2005
Application date from patent application 31.03.2004
IPC-Hauptklasse E21F 5/14

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Hebevorrchtung zur Positionierung der Tröge von Wassertrogsperren.

Im Bergbau unter Tage eingesetzte Explosionsschutzsperren weisen mit Wasser gefüllte Tröge auf, die unter Freigabe des Wassers durch die Explosionsdruckwelle zerstört werden. Als Troghalter dienen Tragbalken, auf denen die Tröge entweder abgestellt oder über seitlich vorstehende Randabwinklungen zwischen solchen Tragbalken eingehängt werden, wie dies z.B. in der DE 79 22 866 U1 beschrieben ist. Die Tragbalken lagern auf Konsolen, die am Streckenausbau oder am Gebirge befestigt sind. Wegen des Platzbedarfs für die Förderung und den Materialtransport werden die Wassertrogsperren oberhalb der Streckensohle angeordnet, so dass die Unterkante der Wassertröge in einer Höhe größer 2 m liegt. Somit erfolgt die Positionierung der Tröge mit Hilfe von Leitern, wodurch die Errichtung solcher Explosionsschutzsperren umständlich und zeitaufwendig ist. Vor allem birgt die Handhabung der Tröge auf den Leitern ein erhebliches Unfallrisiko.

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Errichtung von Wassertrogsperren bei vermindertem Unfallrisiko zu erleichtern.

Diese Aufgabe wird durch eine Hebevorrichtung gelöst, welche eine Stange und einen von der Stange seitlich abstehenden Träger zur Verbindung mit einem Trog aufweist, wobei der Trog unter vertikaler und horizontaler Bewegung der Stange auf einem im Abstand über der Sohle angeordneten Troghalter der Wasserfrogsperre absetzbar ist.

Vorteilhaft brauchen zur Positionierung der Tröge auf dem Troghalter die Tröge nicht mehr auf einer Leiter nach oben transportiert zu werden. Die Anordnung in der Trogsperre erfolgt von der Sohle aus. Die schwierige Handhabung der Tröge auf der Leiter entfällt.

In einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist die Verbindung des auf dem Troghalter abgesetzten Wassertrogs mit dem Träger über ein in den Griffbereich eines Benutzers der Vorrichtung hinabreichendes Betätigungselement, z.B. ein Zugseil oder eine Zugstange, lösbar. Sämtliche, bei der Positionierung der Tröge auf dem Troghalter erforderlichen Arbeiten können so vorteilhaft von der Sohle aus durchgeführt werden.

In der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung lässt sich der zu positionierende Trog an den Träger anhängen, wozu an dem Träger wenigstens ein Hakenelement zur Aufhängung des Troges vorgesehen ist. Im einfachsten Falle weist der Trog einen bügelartigen, den Trog überspannenden Gegenhalter auf. Zur Aufhebung der Verbindung von Träger und Trog bedarf es dann keiner besonderen Vorkehrungen. Durch geeignete Bewegung der Stange bzw. des Trägers lässt sich der Gegenhalter vom Hakenelement lösen.

Vorzugsweise sind mehrere, eine Abwinklung am Öffnungsrand des Trogs hintergreifende Hakenelemente vorgesehen. Bei stabförmiger Ausbildung des Trägers können zwei in Bezug auf den Trog einander gegenüberliegende Hakenelemente vorgesehen sein, wobei sich der Trog in die einander gegenüberliegenden Hakenelemente einhängen lässt, indem eine umlaufende vorstehende Randabwinklung des Trogs zunächst auf einer Seite in einen der Haken eingehängt und dann die Randabwinklung auf der anderen Seite des Trogs durch horizontale Verschiebung des Trogs in den zweiten Haken eingehängt wird.

Zweckmäßig sind Einrichtungen zur horizontalen Arretierung des in die beiden Hakenelemente eingehängten Trogs vorgesehen, so dass sich der Trog nicht ungewollt aus der Verhakung lösen kann. Hierzu kann ein Hakenschenkel z.B. durch eine federbeaufschlagte Wippe gebildet sein, welche die Randabwinklung des Trogs gegen den Träger drückt und den Trog damit durch Klemmung festhält.

Sowohl die Stange als auch der Träger können mehrteilig, z.B. in Form teleskopartig gegeneinander verschiebbarer Teilstücke ausgebildet und in ihrer Länge verstellbar sein.

Die Erfindung soll nun anhand eines Ausführungsbeispiels und der beiliegenden, sich auf dieses Ausführungsbeispiel beziehenden Zeichnungen näher erläutert werden. Es zeigen:

1 eine Hebevorrichtung nach der Erfindung in einer Seitenansicht,

2 ein Detail der Vorrichtung von 1 in einer zu der Seitenansicht von 1 senkrechten Seitenansicht, und

3 eine die Verbindung eines Wassertrogs mit der Hebevorrichtung bzw. Lösung von der Hebevorrichtung erläuternde Darstellung.

Eine in den Figuren dargestellte Hebevorrichtung weist eine Stange 1 und einen sich an einem Ende von der Stange seitlich erstreckenden Träger 2 auf. An den stabförmigen Träger 2 ist ein Wassertrog 3 angehängt, welcher mit Hilfe der Vorrichtung auf einem Troghalter 4 einer im übrigen nicht gezeigten Wassertrogsperre positionierbar ist.

An dem Träger 2 sind zueinander in einem etwa der Trogbreite entsprechenden Abstand Hakenelemente 5 und 6 angebracht, welche eine flanscharfig umlaufende Randabwinklung 7 des Wassertrogs 3 hintergreifen. Ein horizontaler Schenkel des Hakenelements 5 ist bei 10 mit einem durch eine Schraube gebildeten Anschlag für den freien Rand der Abwinklung 7 und an seinem freien Ende mit einem Stab 11 verbunden, welcher sich entlang der Randabwinklung 7 erstreckt. Zur Anpassung an unterschiedliche Dicken der Randabwinklung 7 lässt sich eine Flügelmutter 22 vorübergehend lösen und das Hakenelement 5 verschwenken. Abweichend hiervon wäre auch eine translatorische Verstellung möglich.

Das Hakenelement 6 weist einen Hakenschenkel 8 auf, welcher an einem mit dem Träger 2 verbundenen Haltebock 12 um eine Achse 13 drehbar gehalten ist. Der als Wippe ausgebildete Hakenschenkel 8 weist an seinem dem Trog 3 zugewandten Ende einen Stab 14 auf, welcher dem Stab 11 des Hakenschenkels 5 entspricht. Am anderen Ende des Hakenschenkels 8 ist eine Schraubenfeder 9 angeordnet, die mit einem Ende gegen den Hakenschenkel 8 und ihrem anderen Ende gegen den Träger 2 anliegt. Durch eine Langlochbohrung im Hakenschenkel 8 ist eine die Feder 9 durchsetzende Schraube geführt, die in ein Gewinde im Träger 2 eingedreht ist und deren Kopf einen Anschlag für den Hakenschenkel 8 bildet.

Nahe seinem dem Trog 3 zugewandten Ende greift an dem Hakenschenkel 8 über eine Öse ein Zugseil 16 an.

Wie 1 ferner erkennen lässt, ist die Stange 1 zweiteilig mit einem unteren Teil 17 und einem oberen Teil 18 ausgebildet, wobei der obere Teil teleskopartig in dem unteren Teil 17 unter Änderung der Stangenlänge verschiebbar und arretierbar ist. Der Träger 2 könnte zur Längenverstellung in ähnlicher Weise zweiteilig ausgebildet sein.

Um die Vorrichtung leichter transportieren zu können, ist der Träger 2 von dem oberen Teil 18 der Stange 1 lösbar.

Zur Beförderung eines Wassertrogs 3 auf dem Troghalter 4 der Wassersperre wird zuvor der Trog an den Träger 2 angehängt, wobei zunächst auf der der Stange zugewandten Trogseite die Randabwinklung 7 in den Zwischenraum zwischen dem Träger 2 und dem Stab 14 eingeführt wird, wie dies in 3 gezeigt ist. Der Hakenschenkel 8 wird in dieser Phase mit Hilfe des Zugseils 9 gegen die Kraft der Feder 9 verschwenkt. Der Wassertrog 3 kann nun horizontal bis zum Anschlag 10 des Hakenelements 5 in das Hakenelement 5 hinein verschoben werden. Das Zugseil 16 wird dann losgelassen, so dass die Feder 9 über den Hakenschenkel 8 die Abwinklung 7 des Trogs 3 gegen den Träger 2 drückt. Durch Verklemmung ist der Wassertrog 3 nun gegen Lösung aus der Verhakung durch horizontale Verschiebung des Trogs gesichert. Zur Sicherung gegen horizontale Verschiebung könnte der Hakenschenkel ferner einen Anschlag aufweisen, wie er durch Strichlinien bei 19 angedeutet ist.

Der mit dem Träger 2 verbundene Wassertrog 3 kann nun mit Hilfe der Stange 1 gemäß Pfeil 20 angehoben werden, wobei die Stange dann gemäß Pfeil 21 horizontal bewegt wird, wenn sich der Wassertrog oberhalb des Niveaus des Troghalters 4 befindet. Der Wassertrog lässt sich nun auf dem Troghalter 4 absetzen. Durch Betätigung des Zugseils 16, wobei die Verklemmung der Randabwinklung 7 zwischen dem Stab 14 und dem Träger 2 aufgehoben wird, lässt sich der Wassertrog 3 nun, in gleicher Weise wie er eingehängt wurde, aus der Verhakung lösen.

Der positionierte Trog 3 kann nun z.B. mittels einer gebogenen Lanze, wie in der DE 296 19 942 U1 beschrieben ist, befüllt werden. Zur Entleerung könnten die Tröge gemäß DE 296 20 245 U1 mit einem Ventil versehen sein.


Anspruch[de]
  1. Hebevorrichtung zur Positionierung der Tröge von Wassertrogsperren, gekennzeichnet durch eine Stange (1) und einen von der Stange seitlich abstehenden Träger (2) zur Verbindung mit einem Trog (3), wobei der Trog (3) unter vertikaler und horizontaler Bewegung der Stange (1) auf einem im Abstand über der Sohle angeordneten Troghalter (4) der Wassertrogsperre absetzbar ist.
  2. Hebevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung des auf dem Troghalter (4) abgesetzten Wassertrogs (3) mit dem Träger (2) über ein in den Griffbereich eines Benutzers der Vorrichtung hinabreichendes Betätigungselement (16), vorzugsweise ein Zugseil (16) oder eine Stange, lösbar ist.
  3. Hebevorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Träger (2) und ggf. der Stange (1) wenigstens ein Hakenelement (5, 6) zur Aufhängung des Troges (3) vorgesehen ist.
  4. Hebevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere, eine Abwinklung (7) am Öffnungsrand des Trogs (3) hintergreifende Hakenelemente (5, 6) vorgesehen sind.
  5. Hebevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger (2) stabförmig mit zwei zueinander im Abstand angeordneten Hakenelementen (5, 6) ausgebildet ist.
  6. Hebevorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Trog (3) in einander gegenüberliegende Hakenelemente (5, 6) unter Einschiebung zunächst in eines der Hakenelemente (6) und horizontaler Verschiebung des Trogs (3) dann in das andere Hakenelement (5) einhängbar ist.
  7. Hebevorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass Einrichtungen zur horizontalen Arretierung des in die Hakenelemente (5, 6) eingehängten Trogs (3) vorgesehen sind.
  8. Hebevorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eines der Hakenelemente (5, 6) einen translations- oder/und schwenkbeweglichen Hakenschenkel (8) aufweist.
  9. Hebevorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der bewegliche Hakenschenkel (8) durch die Kraft einer Feder (9) beaufschlagt ist.
  10. Hebevorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der schwenkbewegliche Hakenschenkel (8) durch eine Wippe gebildet ist.
  11. Hebevorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der bewegliche Hakenschenkel (8) durch das Betätigungselement (16) bewegbar ist.
  12. Hebevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 1 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Länge der Stange (1) oder/und des Trägers (2) verstellbar ist.
  13. Hebevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Stange (1) einen teleskopartig gegen die übrige Stange verschiebbaren Teil (18) aufweist.
  14. Hebevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger (2) mit der Stange (1) lösbar verbunden ist.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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