Die Erfindung betrifft eine Hebevorrchtung zur Positionierung der
Tröge von Wassertrogsperren.
Im Bergbau unter Tage eingesetzte Explosionsschutzsperren weisen mit
Wasser gefüllte Tröge auf, die unter Freigabe des Wassers durch die Explosionsdruckwelle
zerstört werden. Als Troghalter dienen Tragbalken, auf denen die Tröge entweder
abgestellt oder über seitlich vorstehende Randabwinklungen zwischen solchen Tragbalken
eingehängt werden, wie dies z.B. in der DE
79 22 866 U1 beschrieben ist. Die Tragbalken lagern auf Konsolen, die am
Streckenausbau oder am Gebirge befestigt sind. Wegen des Platzbedarfs für die Förderung
und den Materialtransport werden die Wassertrogsperren oberhalb der Streckensohle
angeordnet, so dass die Unterkante der Wassertröge in einer Höhe größer 2 m liegt.
Somit erfolgt die Positionierung der Tröge mit Hilfe von Leitern, wodurch die Errichtung
solcher Explosionsschutzsperren umständlich und zeitaufwendig ist. Vor allem birgt
die Handhabung der Tröge auf den Leitern ein erhebliches Unfallrisiko.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Errichtung
von Wassertrogsperren bei vermindertem Unfallrisiko zu erleichtern.
Diese Aufgabe wird durch eine Hebevorrichtung gelöst, welche eine
Stange und einen von der Stange seitlich abstehenden Träger zur Verbindung mit einem
Trog aufweist, wobei der Trog unter vertikaler und horizontaler Bewegung der Stange
auf einem im Abstand über der Sohle angeordneten Troghalter der Wasserfrogsperre
absetzbar ist.
Vorteilhaft brauchen zur Positionierung der Tröge auf dem Troghalter
die Tröge nicht mehr auf einer Leiter nach oben transportiert zu werden. Die Anordnung
in der Trogsperre erfolgt von der Sohle aus. Die schwierige Handhabung der Tröge
auf der Leiter entfällt.
In einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist die Verbindung
des auf dem Troghalter abgesetzten Wassertrogs mit dem Träger über ein in den Griffbereich
eines Benutzers der Vorrichtung hinabreichendes Betätigungselement, z.B. ein Zugseil
oder eine Zugstange, lösbar. Sämtliche, bei der Positionierung der Tröge auf dem
Troghalter erforderlichen Arbeiten können so vorteilhaft von der Sohle aus durchgeführt
werden.
In der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung lässt sich der zu
positionierende Trog an den Träger anhängen, wozu an dem Träger wenigstens ein Hakenelement
zur Aufhängung des Troges vorgesehen ist. Im einfachsten Falle weist der Trog einen
bügelartigen, den Trog überspannenden Gegenhalter auf. Zur Aufhebung der Verbindung
von Träger und Trog bedarf es dann keiner besonderen Vorkehrungen. Durch geeignete
Bewegung der Stange bzw. des Trägers lässt sich der Gegenhalter vom Hakenelement
lösen.
Vorzugsweise sind mehrere, eine Abwinklung am Öffnungsrand des Trogs
hintergreifende Hakenelemente vorgesehen. Bei stabförmiger Ausbildung des Trägers
können zwei in Bezug auf den Trog einander gegenüberliegende Hakenelemente vorgesehen
sein, wobei sich der Trog in die einander gegenüberliegenden Hakenelemente einhängen
lässt, indem eine umlaufende vorstehende Randabwinklung des Trogs zunächst auf einer
Seite in einen der Haken eingehängt und dann die Randabwinklung auf der anderen
Seite des Trogs durch horizontale Verschiebung des Trogs in den zweiten Haken eingehängt
wird.
Zweckmäßig sind Einrichtungen zur horizontalen Arretierung des in
die beiden Hakenelemente eingehängten Trogs vorgesehen, so dass sich der Trog nicht
ungewollt aus der Verhakung lösen kann. Hierzu kann ein Hakenschenkel z.B. durch
eine federbeaufschlagte Wippe gebildet sein, welche die Randabwinklung des Trogs
gegen den Träger drückt und den Trog damit durch Klemmung festhält.
Sowohl die Stange als auch der Träger können mehrteilig, z.B. in Form
teleskopartig gegeneinander verschiebbarer Teilstücke ausgebildet und in ihrer Länge
verstellbar sein.
Die Erfindung soll nun anhand eines Ausführungsbeispiels und der beiliegenden,
sich auf dieses Ausführungsbeispiel beziehenden Zeichnungen näher erläutert werden.
Es zeigen:
1 eine Hebevorrichtung nach der Erfindung
in einer Seitenansicht,
2 ein Detail der Vorrichtung von
1 in einer zu der Seitenansicht von 1
senkrechten Seitenansicht, und
3 eine die Verbindung eines Wassertrogs
mit der Hebevorrichtung bzw. Lösung von der Hebevorrichtung erläuternde Darstellung.
Eine in den Figuren dargestellte Hebevorrichtung weist eine Stange
1 und einen sich an einem Ende von der Stange seitlich erstreckenden Träger
2 auf. An den stabförmigen Träger 2 ist ein Wassertrog
3 angehängt, welcher mit Hilfe der Vorrichtung auf einem Troghalter
4 einer im übrigen nicht gezeigten Wassertrogsperre positionierbar ist.
An dem Träger 2 sind zueinander in einem etwa der Trogbreite
entsprechenden Abstand Hakenelemente 5 und 6
angebracht, welche eine flanscharfig umlaufende Randabwinklung 7 des Wassertrogs
3 hintergreifen. Ein horizontaler Schenkel des Hakenelements
5 ist bei 10 mit einem durch eine Schraube gebildeten Anschlag
für den freien Rand der Abwinklung 7 und an seinem freien Ende mit einem
Stab 11 verbunden, welcher sich entlang der Randabwinklung 7 erstreckt.
Zur Anpassung an unterschiedliche Dicken der Randabwinklung 7 lässt sich
eine Flügelmutter 22 vorübergehend lösen und das Hakenelement
5 verschwenken. Abweichend hiervon wäre auch eine translatorische Verstellung
möglich.
Das Hakenelement 6 weist einen Hakenschenkel 8 auf,
welcher an einem mit dem Träger 2 verbundenen Haltebock 12 um
eine Achse 13 drehbar gehalten ist. Der als Wippe ausgebildete Hakenschenkel
8 weist an seinem dem Trog 3 zugewandten Ende einen Stab
14 auf, welcher dem Stab 11 des Hakenschenkels 5 entspricht.
Am anderen Ende des Hakenschenkels 8 ist eine Schraubenfeder
9 angeordnet, die mit einem Ende gegen den Hakenschenkel 8 und
ihrem anderen Ende gegen den Träger 2 anliegt. Durch eine Langlochbohrung
im Hakenschenkel 8 ist eine die Feder 9 durchsetzende Schraube
geführt, die in ein Gewinde im Träger 2 eingedreht ist und deren Kopf einen
Anschlag für den Hakenschenkel 8 bildet.
Nahe seinem dem Trog 3 zugewandten Ende greift an dem Hakenschenkel
8 über eine Öse ein Zugseil 16 an.
Wie 1 ferner erkennen lässt, ist die Stange
1 zweiteilig mit einem unteren Teil 17 und einem oberen Teil
18 ausgebildet, wobei der obere Teil teleskopartig in dem unteren Teil
17 unter Änderung der Stangenlänge verschiebbar und arretierbar ist. Der
Träger 2 könnte zur Längenverstellung in ähnlicher Weise zweiteilig ausgebildet
sein.
Um die Vorrichtung leichter transportieren zu können, ist der Träger
2 von dem oberen Teil 18 der Stange 1 lösbar.
Zur Beförderung eines Wassertrogs 3 auf dem Troghalter
4 der Wassersperre wird zuvor der Trog an den Träger 2 angehängt,
wobei zunächst auf der der Stange zugewandten Trogseite die Randabwinklung
7 in den Zwischenraum zwischen dem Träger 2 und dem Stab
14 eingeführt wird, wie dies in 3 gezeigt ist.
Der Hakenschenkel 8 wird in dieser Phase mit Hilfe des Zugseils
9 gegen die Kraft der Feder 9 verschwenkt. Der Wassertrog
3 kann nun horizontal bis zum Anschlag 10 des Hakenelements
5 in das Hakenelement 5 hinein verschoben werden. Das Zugseil
16 wird dann losgelassen, so dass die Feder 9 über den Hakenschenkel
8 die Abwinklung 7 des Trogs 3 gegen den Träger
2 drückt. Durch Verklemmung ist der Wassertrog 3 nun gegen Lösung
aus der Verhakung durch horizontale Verschiebung des Trogs gesichert. Zur Sicherung
gegen horizontale Verschiebung könnte der Hakenschenkel ferner einen Anschlag aufweisen,
wie er durch Strichlinien bei 19 angedeutet ist.
Der mit dem Träger 2 verbundene Wassertrog 3 kann
nun mit Hilfe der Stange 1 gemäß Pfeil 20 angehoben werden, wobei
die Stange dann gemäß Pfeil 21 horizontal bewegt wird, wenn sich der Wassertrog
oberhalb des Niveaus des Troghalters 4 befindet. Der Wassertrog lässt sich
nun auf dem Troghalter 4 absetzen. Durch Betätigung des Zugseils
16, wobei die Verklemmung der Randabwinklung 7 zwischen dem Stab
14 und dem Träger 2 aufgehoben wird, lässt sich der Wassertrog
3 nun, in gleicher Weise wie er eingehängt wurde, aus der Verhakung lösen.
Der positionierte Trog 3 kann nun z.B. mittels einer gebogenen
Lanze, wie in der DE 296 19 942 U1
beschrieben ist, befüllt werden. Zur Entleerung könnten die Tröge gemäß
DE 296 20 245 U1 mit einem Ventil
versehen sein.