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Dokumentenidentifikation DE202004005400U1 15.09.2005
Titel Vorrichtung zur Dosierung von Gasen
Anmelder Saur, Dietrich, Dr.rer.nat., 55127 Mainz, DE
DE-Aktenzeichen 202004005400
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 15.09.2005
Registration date 11.08.2005
Application date from patent application 04.04.2004
IPC-Hauptklasse C12G 1/022

Beschreibung[de]

Die Dosierung von Sauerstoff für die „Mikrooxidation" von Rotweinen während der Gärung und Reifung gewinnt immer mehr an Bedeutung. Wissenschaftliche Untersuchungen (K. Bernath et al., Schweiz. Z. Obst-Weinbau Nr.25/02, S. 661-664 und Nr. 1/03, S. 8-10] haben ergeben, dass durch die Bildung von Additionsverbindungen zwischen Phenolen und dem bei der langsamen Oxidation von Ethanol entstehenden Ethanol (Acetaldehyd) und deren Umlagerungsprodukten Rotweine an Farbe, Samtigkeit und Charakter gewinnen können.

Für die „Mikro-Infiltration" von Sauerstoff haben sich neben Edelstahlfritten vor allem Silikonschläuche mit ihrer natürlichen feinen Porosität als geeignet erwiesen. Die Durchlässigkeit der Schläuche für Sauerstoff wird in Abhängigkeit von dessen Druck bestimmt. Sie bleibt bei unbenutzten Schläuchen längere Zeit konstant. Wird der Gasfluss nur über den Druck geregelt, ist es erforderlich, wegen der mit der Alterung verbundenen Veränderung der Permeabilität die Schläuche häufiger auszutauschen. Um eine ausreichende Diffusion von ca. 1 g Sauerstoff pro m und Tag zu erreichen, müssen die Schläuche mit Drücken von bis zu 5 bar belastbar sein. Zur Erhöhung der Standzeiten der Schläuche werden diese auf verschiedene Weise armiert.

Mit Schwebekörper-Durchflussmessern kann nur der Volumenfluss des Sauerstoffs gemessen und kontrolliert werden. Für seine Massenberechnung ist zusätzlich die Messung von Druck und Temperatur erforderlich. Zur Erkennung eines geplatzten Schlauches muss ein Sensor. eingesetzt werden, der z.B. auf einen zu hohen Gasfluss anspricht. Massendurchflussmesser mit Regelventilen scheiden für die meisten Anwender wegen ihres hohen Preises aus.

Der Erfindung lag somit die Aufgabe zugrunde, eine möglichst einfache, genaue und kostengünstige Methode zu entwickeln, um Gasmassen messen und Störfälle erkennen zu können. Außerdem sollte es möglich sein, die Messdaten zu sammeln und die Sauerstoffzufuhr individuell zu regeln.

Dies wird durch eine Vorrichtung nach 1 oder 2 erreicht. Das Volumen (4) wird bei geschlossenem/n Ventil/en (5) durch Öffnen des Ventils (3) mit Gas aus der Druckgasquelle (1) mit Druckreduzierventil (2) gefüllt, danach Ventil (3) wieder geschlossen und der Druck und die Temperatur im Volumen (4) mit den Sensoren (7) für Druck und (8) für Temperatur gemessen. Dann wird ein Ventil (5) geöffnet. Das Gas strömt zum Teil in den daran angeschlossenen Aufnehmer (6). Das geöffnete Ventil (5) wird geschlossen und danach werden wieder Druck und Temperatur des im Volumen (4) verbleibenden Gases bestimmt. Nach dem „Allgemeinen Gasgesetz" wird die an den Aufnehmer (6) abgegebene Gasmasse mittels der Auswerfe- und Steuereinheit (9) berechnet, mit dem vorgegebenen Sollwert verglichen und die Dosierung gegebenenfalls optimiert. Über ein geeignetes Bussystem (10) erfolgt der Transfer der Daten von den Sensoren zum Rechner (9) und der der Steuersignale vom Rechner zu den Ventilen.


Anspruch[de]
  1. Vorrichtung zur Dosierung von Gasen nach 1 oder 2, bestehend aus einer gespannten Gasquelle (1) (z.B. einer Druckgasflasche (1), mit Druckregelventil (2)), die über ein Ventil (3) mit einem definierten Volumen (4) verbunden ist, das über ein oder mehrere Ventile (5) jeweils mit einem Aufnehmer für das Gas (6) in Verbindung steht.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie zusätzlich mit einer Druckmesseinrichtung (7) ausgestattet ist, die den Druck im Volumen (4) zu messen gestattet.
  3. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass sie zusätzlich mit einer Temperaturmesseinrichtung (8) ausgestattet ist, die die Temperatur des Gases im Volumen (4) zu messen erlaubt.
  4. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1,2 oder 3, bei der das definierte Volumen (4) von einem Rohrleitungssystem gebildet wird.
  5. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass sie zusätzlich mit einem elektronischen Auswertesystem (9) ausgestattet ist, das die Gasmasse jeder Einzeldosierung sowie die aufgenommene Gesamtgasmasse jedes Aufnehmers (6) berechnet.
  6. Vorrichtung nach Anspruch 5 dadurch gekennzeichnet, dass das elektronische Auswertesystem (9) Störungen, wie z.B. das Platzen von Infiltrationsschläuchen, anzeigt.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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