TECHNISCHES GEBIET
Diese Erfindung bezieht sich auf ein Zahnradschneideverfahren und
eine Zahnradschneidevorrichtung zur Herstellung eines Kegelrades unter Verwendung
einer Spiralkegelrad-Fräsers, an dem ein Schneidenmaterial aus Hochgeschwindigkeits-Werkzeugstahl
angebracht ist. Siehe beispielsweise US 5 662 514.
HINTERGRUND DER ERFINDUNG
Wenn ein Kegelrad, wie etwa ein Spiralkegelrad oder ein Hypoidrad,
unter Verwendung eines Spiralkegelrad-Fräsers hergestellt wird, wird eine Spiralradfräse
verwendet. Ein Überblick einer Spiralkegelradfräse wird unter Bezugnahme auf
21 beschrieben. 21 zeigt
einen vereinfachten Aufbau einer Spiralkegelradfräse.
Bei einer Spiralkegelradfräse 1 ist ein ringförmiger Fräser
2 als Spiralkegelradfräser auf einer Hauptwelle 4 eines Fräskopfes
3 befestigt und ein Werkstück 5 an einer Werkstückwelle
6 befestigt. Die Drehmittelachsen der Hauptwelle 4 und der Werkstückwelle
6 sind derart angeordnet, dass sie sich kreuzen, wenn sie auf einer Ebene
betrachtet werden. Der Fräskopf 3 kann um die mechanische Mittelachse kreisen,
und die Hauptwelle 4 ist drehbar am Fräskopf 3 angebracht. Die
Werkstückwelle 6 dreht sich in Zusammenwirkung mit der Drehung der Hauptwelle
4 und der Kreisbewegung des Fräskopfes 3. In 21
kennzeichnet Bezugszeichen 7 eine Düse, die ein Schneidöl 8 zuführt.
Der ringförmige Fräser 2, der in 22
dargestellt ist, enthält mehrere Schneidmaterialien 10, die aus einem Schnellstahl
bestehen und ringförmig am Außenumfang eines scheibenförmigen Hauptkörpers
9 angebracht sind.
Wenn am Werkstück 5 Zähne unter Verwendung der Spiralkegelrad-Fräse
1 ausgebildet werden, ist das Werkstück 5 an der Werkstückwelle
6 und der ringförmige Fräser 2 an der Hauptwelle 4 angebracht.
Der Fräskopf 3 führt seine Kreisbewegung aus, wobei die Hauptwelle
4 gedreht wird, um den ringförmigen Fräser 2 kreisen zu lassen
und zu drehen, und die Werkstückwelle 6 gedreht wird, um das Werkstück
5 zu drehen. Der ringförmige Fräser 2 kreist um das mechanische
Zentrum, während er sich zusammen mit einem virtuellen Zahnkranz derart dreht, dass
eine Zahnfläche des virtuellen Zahnkranzes durch eine Schneidkante des ringförmigen
Fräsers 2 beschrieben wird. Das Werkstück 5 wird gedreht, um in
die Zahnfläche einzugreifen, so dass die Zahnfläche auf dem Werkstück
5 ausgebildet wird. Während des Zahnradfräsvorgangs wird das Schneidöl
8 von der Düse 7 dem Fräsbereich zugeführt, um den Fräsbereich
zu schmieren und zu kühlen.
Um die Kosten der spanabhebenden Bearbeitung bei der Ausbildung der
Zähne durch den ringförmigen Fräser 2 zu verringern, ist es notwendig,
den ringförmigen Fräser 2 mit einer höheren Drehzahl zu drehen, so dass
die spanabhebende Bearbeitung in kürzerer Zeit ausgeführt werden kann. Bei der vorliegenden
Situation ist jedoch die Umlaufgeschwindigkeit (Schnittgeschwindigkeit) des ringförmigen
Fräsers 2 bedingt durch den Verschleiß des Fräsers beschränkt, wodurch
es Grenzen bei der Zeitverkürzung der spanabhebenden Bearbeitung gibt. Dies stellt
derzeit ein Hindernis bei der Kostenverringerung der spanabhebenden Bearbeitung
dar.
In jüngster Zeit wurde eine Hochgeschwindigkeits-Spanabhebungstechnik
unter Verwendung eines ringförmigen Fräsers 2 entwickelt, der mit einem
Schneidenmaterial 10 aus Hartmetall versehen ist, wodurch die Ausbildung
von Zähnen durch die Spiralkegelrad-Fräse 1 effizienter geworden ist. Bei
der Verwendung des ringförmigen Fräsers 2, der mit dem Schneidenmaterial
aus Hartmetall versehen ist, entsteht ein Wärmeriss, wenn Schneidöl zugeführt wird,
da das Hartmetall spröde ist. Aus diesem Grund wird bei der Verwendung des ringförmigen
Fräsers 2, der mit dem Schneidenmaterial 10 aus Hartmetall versehen
ist, hauptsächlich ein Trockenfräsverfahren angewandt, bei dem die spanabhebende
Bearbeitung ohne die Zufuhr von Schneidöl erfolgt. Da Hartmetall weitaus wärmefester
und verschleißbeständiger ist als der Schnellstahl, tritt selbst dann kein Problem
auf, wenn das Trockenfräsen ausgeführt wird.
Wie es oben erwähnt wurde, wird die Effizienz bei der spanabhebenden
Bearbeitung verbessert, wenn der ringförmige Fräser 2 verwendet wird, der
mit dem Schneidenmaterial 10 aus Hartmetall versehen ist, wodurch die Möglichkeit
besteht, die Kosten der spanabhebenden Bearbeitung durch die Effizienz der spanabhebenden
Bearbeitung zu senken. Das Schneidenmaterial 10 aus Hartmetall ist jedoch
derart teuer, dass die Gesamtkosten extrem ansteigen, wenn die Effizient der spanabhebenden
Bearbeitung verbessert wird. Da Hartmetall darüber hinaus sehr spröde ist, besteht
die Gefahr, dass ein plötzlicher Bruch auftritt. Aus diesem Grund ist das Schneidenmaterial
10 aus Hartmetall derzeit nicht weit verbreitet in Verwendung.
Die vorliegende Erfindung wurde im Hinblick auf die oben beschriebenen
Umstände gemacht, wobei ein Ziel der vorliegenden Erfindung darin besteht, ein Zahnradfräsverfahren
und eine Zahnradfräsvorrichtung anzugeben, mit denen es möglicht ist, die Fräsgeschwindigkeit
beträchtlich zu erhöhen, ohne dass ein Schneidenmaterial aus Hartmetall für den
Spiralkegelradfräser verwendet wird.
ÜBERSICHT ÜBER DIE ERFINDUNG
Gemäß der vorliegenden Erfindung, die die oben genannten Ziele erreicht,
wird ein Zahnradfräsverfahren für die Herstellung eines Kegelrades gemäß Anspruch
1 angegeben. Weitere vorteilhafte Ausführungsformen sind in den Ansprüchen 2 bis
5 enthalten.
Gemäß dem vorliegenden Zahnradfräsverfahren können die Zähne eines
Kegelrades mit einer deutlich verbesserten Schnittgeschwindigkeit ausgebildet werden,
ohne dass ein teures Schneidenmaterial, wie etwa ein Werkzeug, verwendet wird, das
aus Hartmetall besteht.
Das Zahnradfräsverfahren gemäß der vorliegenden Erfindung, das die
oben genannten Ziel erreicht, ist dadurch gekennzeichnet, dass die Zähne eines Kegelrades
unter Verwendung eines Spiralkegelradfräsers geschnitten werden, dessen Schneidenmaterial
aus Schnellstahl besteht, das an einem Fräserhauptkörper angebracht ist, wobei das
Schneidenmaterial wenigstens mit einer Filmschicht einer Zusammensetzung beschichtet
ist, die im wesentlichen enthält:
(Ti(1-x)Alx)(NyC(1-y)),
wobei
0,2 ≤ x ≤ 0,85,
0,2 ≤ x ≤ 1,0,
die Schnittgeschwindigkeit in einem Bereich von 20 bis 400 m/min liegt und die Zähne
durch Trockenfräsen ohne Verwendung eines Schneidöls ausgebildet werden, die Zähne
ausgebildet werden, während Luft aus einer ersten Luftdüse gegen den Fräsbereich
in einer Richtung entlang der Drehrichtung des Spiralkegelradfräsers geblasen wird,
um Schneidspäne wegzublasen, und aus einer zweiten Luftdüse vom Außenrand zur Mitte
des Spiralkegelradfräsers, um Schneidspäne aus einem Zwischenraum zwischen den Schneidmaterialien
zu blasen, und Kühlluft gegen das Arbeitsstück durch eine dritte Luftdüse geblasen
wird, Dadurch können sich keine Schneidspäne im Werkstück festfressen.
Eine Zahnradfräsvorrichtung der vorliegenden Erfindung, die die oben
erwähnten Ziele für die Herstellung eines Kegelrades erreicht, wird gemäß Anspruch
6 angegeben. Weitere vorteilhafte Ausführungsformen sind in den Ansprüchen 7 bis
10 enthalten.
Gemäß der vorliegenden Erfindung, die die oben beschriebenen Ziele
erreicht, wird eine Zahnradfräsvorrichtung zum Herstellen eines Kegelrades angegeben,
dadurch gekennzeichnet, dass eine Werkzeughauptwelle eines Fräskopfes, der einen
Spiralkegelradfräser hält, und eine Werkstückwelle, die ein Werkstück trägt, derart
angeordnet sind, dass sich die Drehmittelachsen derselben schneiden, der Fräskopf
derart gelagert ist, dass er um ein mechanisches Zentrum kreisen kann, und der Spiralkegelradfräser
sowie das Werkstück ineinandergreifen, indem die Werkstückwelle in Zusammenwirkung
mit der Drehung der Werkzeughauptwelle und Kreisbewegung des Fräskopfes gedreht
wird, wobei am Spiralkegelradfräser ein Schneidmaterial angebracht ist, das mit
wenigstens einer Filmschicht einer Zusammensetzung beschichtet ist, die im wesentlichen
enthält:
(Ti(1-x)Alx)(NyC(1-y)),
wobei
0,2 ≤ x ≤ 0,85,
0,2 ≤ x ≤ 1,0,
die Schnittgeschwindigkeit in einem Bereich von 20 bis 400 m/min liegt und die Zähne
durch Trockenfräsen ohne Verwendung eines Schneidöls ausgebildet werden, weiterhin
eine ersten Luftdüse vorgesehen ist, die gegen den Fräsbereich in einer Richtung
entlang der Drehrichtung des Spiralkegelradfräsers Luft bläst, um Schneidspäne wegzublasen,
und eine zweiten Luftdüse vorhanden ist, die Luft ausbläst, um Schneidspäne aus
einem Zwischenraum zwischen den Schneidmaterialien zu blasen, und eine dritte Luftdüse
angebracht ist, die Kühlluft auf das Werkstück bläst.
Dadurch können sich keine Schneidspäne im Werkstück festfressen.
Im allgemeinen sind Fräswerkzeuge, die mit (Ti, Al) (N, C) beschichtet
sind, beispielsweise aus DE 19517120 bekannt.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
1 ist eine schematische Konstruktionsdarstellung
einer Zahnradfräsvorrichtung gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;
2 ist eine Aufsicht eines ringförmigen
Fräsers für die Ausführung des Zahnradfräsverfahrens der vorliegenden Erfindung;
3 ist eine schematische Schnittansicht
entlang der Linie II-II von 2;
4 ist ein Graph, der den Zustand des
Flankenverschleißes darstellt; 4 ist eine Frontansicht
eines Wälzfräsers;
5 ist ein Graph, der den Zustand des
Kolkverschleißes darstellt:
6 ist ein Graph, der den Zustand des
Flankenverschleißes zeigt;
7 ist ein Graph, der den Zustand des
Kolkverschleißes zeigt;
8 ist ein Graph, der eine Beziehung zwischen
der Filmdicke und dem Flankenverschleiß darstellt;
9 ist ein Graph, der eine Beziehung zwischen
dem Achsvorschub und der Schnittgeschwindigkeit zeigt;
10 ist ein Graph der Beziehung zwischen
dem Werkstückmaterial und der Schnittgeschwindigkeit;
11 ist ein Graph der Beziehung zwischen
dem Schneidenmaterial und der Schnittgeschwindigkeit;
12 ist ein Graph der Beziehung zwischen
der Hauptkörpergröße und der Schnittgeschwindigkeit;
13 ist ein Graph der Beziehung zwischen
der Punktbreite und der Schnittgeschwindigkeit;
14 ist ein Graph, der den Vergleich mit
dem Stand der Technik zeigt;
15 ist ein Graph, der den Vergleich mit
dem Stand der Technik zeigt;
16 ist ein Graph, der die Beziehung zwischen
dem Flankenverschleiß und der Schnittgeschwindigkeit bei einer Beschichtung mit
(TizAlxM(1-z-x))(1-w)(NyC(1-y))w
darstellt;
17 ist ein Graph, der die Beziehung zwischen
dem Flankenverschleiß und der Schnittgeschwindigkeit bei einer Beschichtung mit
(TizAlxM(1-z-x))(1-w)(NyC(1-y))w
darstellt;
18 ist ein Graph, der die Beziehung zwischen
dem Flankenverschleiß und der Schnittgeschwindigkeit bei einer Beschichtung mit
(TizAlxM(1-z-x))(1-w)(NyC(1-y))w
darstellt;
19 ist das äußere Erscheinungsbild eines
ringförmigen Fräsers gemäß einer weiteren Ausführungsform;
20 ist eine schematische Schnittdarstellung
eines ringförmigen Fräsers;
21 ist eine Darstellung, die den gesamten
Aufbau einer herkömmlichen Spiralkegelradfräse zeigt;
22 ist das äußere Erscheinungsbild eines
ringförmigen Fräsers.
BESTE ARTEN ZUR PRAKTISCHEN UMSETZUNG DER ERFINDUNG
Bevorzugte Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung werden im
folgenden unter Bezugnahme auf die Zeichnungen erläutert.
Materialtypen, Formen, Relativpositionen und dergleichen von Komponenten,
die in den Ausführungsformen angeordnet sind, dienen lediglich der Darstellung,
wobei mit ihnen keine Einschränkung der Erfindung beabsichtigt ist, solange es nicht
anders vermerkt ist und der Geltungsbereich der Erfindung durch die anhängenden
Ansprüche definiert ist.
Der Aufbau einer Spiralkegelradfräse als Zahnradfräsvorrichtung für
die Ausführung des Zahnradfräsverfahrens der vorliegenden Erfindung sowie der Aufbau
eines ringförmigen Fräsers als Spiralkegelradfräser werden unter Bezugnahme auf
1 bis 3 beschrieben.
1 zeigt schematisch die Spiralkegelradfräse,
2 ist eine Aufsicht eines ringförmigen Fräsers und
3 eine Schnittdarstellung entlang der Linie II-II in
2 Wie in 1 gezeigt, ist
bei einer Spiralkegelradfräse 31 ein ringförmiger Fräser 21 als
Spiralkegelradfräser an einer Hauptwelle 34 eines Fräskopfes
33 und ein Werkstück 35 an einer Werkstückwelle 36 angebracht.
Die Drehachsen der Hauptwelle 34 und der Werkstückwelle 36 sind
derart angeordnet, dass sie sich schneiden, wenn sie in einer Ebene betrachtet werden.
Der Fräskopf 33 kann um ein mechanisches Zentrum kreisen, und die Hauptwelle
34 ist drehbar am Fräskopf 33 gelagert. Die Werkstückwelle
36 dreht sich in Zusammenwirkung mit der Drehung der Hauptwelle
34 und der Kreisbewegung des Fräskopfes 33. Da das Zahnradfräsverfahren
der vorliegenden Erfindung die Zähne durch Trockenfräsen herstellt, sind keine Düsen
für das Zuleiten von Schneidöl vorgesehen.
Auf der Fräskopfseite 33 ist eine erste Luftdüse
51 als Luftzuführeinrichtung angebracht, die Luft auf den Fräsbereich des
ringförmigen Fräsers 21 bläst, und auf der Fräskopfseite 33 befindet
sich eine zweite Luftdüse 52, die Luft auf den ringförmigen Fräser bläst.
Weiterhin befindet sich auf der Werkstückseite 55 eine dritte Luftdüse
53, die Luft auf einen anderen Bereich als den Fräsbereich des Werkstückes
bläst.
Wenn am Werkstück 35 Zähne unter Verwendung der Spiralkegelradfräse
31 ausgebildet werden, ist das Werkstück 35 an der Werkstückwelle
36 befestigt und der ringförmige Fräser 21 an der Hauptwelle
34. Der Fräskopf 33 führt eine Kreisbewegung aus, die Hauptwelle
34 dreht sich, um den ringförmigen Fräser 21
kreisen zu lassen und zu drehen, und die Werkstückwelle 36 dreht sich,
um das Werkstück 35 zu drehen. Während sich der ringförmige Fräser
21 dreht, kreist er um das mechanische Zentrum zusammen mit dem virtuellen
Zahnkranz, so dass die Zahnfläche des virtuellen Zahnkranzes durch eine Fräserschneide
des ringförmigen Fräsers 2 beschrieben wird. Das Werkstück 35
wird gedreht, um mit der Zahnfläche in Eingriff zu gelangen, so dass die Zahnfläche
am Werkstück 35 erzeugt wird.
Das Werkstück 35, an dem durch den ringförmigen Fräser
21 unter Verwendung der Spiralkegelradfräse 31 Zähne ausgebildet
wurden, kann beispielsweise als Kraftfahrzeug-Untersetzungszahnrad verwendet werden.
Wie es in 2 und 3
dargestellt ist, ist der ringförmige Fräser 21 als Spiralkegelradfräser
mit mehreren Schneidenmaterialien 23 versehen, die ringförmig am Außenumfang
des scheibenförmigen Hauptkörpers 22 angeordnet sind. Das Schneidenmaterial
23 hat eine Außenschneide 24 und eine Innenschneide
25 mit einer Punktbreite P von 0,06 Zoll zwischen der Außenschneide
24 und der Innenschneide 25, einen Druckwinkel S von 10 bis 20
Grad und weist nach rechts.
Wenn Zähne am Werkstück unter Verwendung der Spiralkegelradfräse
31 ausgebildet werden, kreist der ringförmige Fräser 21, an dem
die Schneidenmaterialien befestigt sind, während er sich dreht, um das mechanische
Zentrum zusammen mit dem virtuellen Zahnkranz, so dass die Zahnfläche des virtuellen
Zahnkranzes durch die Fräserschneide des ringförmigen Fräsers 21 beschrieben
wird, wobei das Werkstück derart gedreht wird, dass es mit der Zahnfläche so in
Eingriff gelangt, dass die Zahnoberfläche am Werkstück ausgebildet wird, womit der
Zahnradfräsvorgang des Spiralkegelrades ausgeführt wird. Ein Hypoidrad wird in ähnlicher
Weise spanabhebend bearbeitet, um die Zahnfläche auszubilden. Während des Zahnradfräsvorgangs
wird der Fräsvorgang ohne die Zufuhr eines Schneidöls ausgeführt (Trockenfräsen).
Da beim Trockenfräsen kein Schneidöl verwendet wird, gibt es weder Verschmutzungen
auf dem Boden, noch eine Geruchsentwicklung, wobei eine Entsorgung von gebrauchtem
Öl überflüssig wird. Daher eignet sich das Trockenfräsen für die Verbesserung der
Arbeitsumgebung, wie auch der globalen Umwelt. Was das Trockenfräsen von Zahnrädern
im allgemeinen angeht, sie auch F. Klocke et al., "Dry Hobbing – Efficient
and Ecological" VDI Berichte Nr. 1230, Seite 509-523, ISSN 0083-5560.
Beim Trockenfräsen wird das Fräsen des Zahnrades ausgeführt, während
Luft aus der ersten Luftdüse 51 und der zweiten Luftdüse 52 ausgeblasen
wird. Aus der ersten Luftdüse 51 wird Luft gegen den Fräsbereich des Werkstücks
geblasen, wodurch die Frässpäne, die in Zusammenhang mit Fräsen erzeugt werden,
vom Fräsbereich abgeblasen werden. Aus der zweiten Luftdüse 52 wird Luft
zum Zentrum von der Außenumfangsrichtung des ringförmigen Fräsers 21 gegen
einen Spalt der Schneidenmaterialien 23 geblasen, um Frässpäne aus dem
Zwischenraum der Schneidenmaterialien 23 zu blasen. Durch Ausführung der
spanabhebenden Bearbeitung eines Spiralkegelrades, während Luft aus der ersten Luftdüse
51 und der zweiten Luftdüse 52 ausgeblasen wird, kann die Herstellung
der Zähne bei hoher Effizienz und geringen Kosten ohne die Erzeugung von Schneidspänen
erreicht werden, die sich festfressen. Weiterhin ist es ebenfalls möglich, eine
geringe Menge von Schneidöl der Luft beizumengen, die aus der ersten Luftdüse
51 ausgeblasen wird, so dass es als Nebel ausgeblasen wird.
Weiterhin wird das Zahnradfräsen ausgeführt, während Luft von der
dritten Luftdüse 53 ausgeblasen wird. Aus der dritten Luftdüse
53 wird Luft auf einen anderen Bereich als den Fräsbereich des Werkstücks
35 geblasen, um das Werkstück zu kühlen.
Als Schneidenmaterial 23 wird ein Material verwendet, das
aus Schnellstahl besteht und mit einem Nitrid aus TiAl (TiAlN) oder einem Karbonitrid
aus TiAl beschichtet ist. Das Nitrid aus TiAl oder das Karbonitrid aus TiAl, mit
dem das Schneidenmaterial 23 beschichtet ist, wird in einer Einzelschicht
und wenigstens einer Schicht einer mehrlagigen Beschichtung verwendet. Da das Schneidenmaterial
23 aus einem Schnellstahl besteht, kann eine Kosteneinsparung mit geringem
Aufwand erreicht werden.
Durch Beschichten des Schneidenmaterials 23 mit Nitrid aus
TiAl oder Karbonitrid aus TiAl, nimmt die Temperatur von Al im Beschichtungsfilm
durch die Schnittwärme zu und wird infolge dessen durch die Luft oxidiert, um einen
Oxidfilm hoher Abnutzungsfestigkeit auf der Oberfläche des Beschichtungsfilms auszubilden,
wodurch das Schneidenmaterial 23 verschleißfest wird. Zudem hat dieser
Oxidfilm die Wirkung, die Oxidation im Inneren des Films zu unterdrücken, wodurch
die Haftungsfestigkeit des Beschichtungsfilms auf einem hohen Niveau gehalten wird.
In der Zusammensetzung, die im wesentlichen (Ti(1-x)Alx)(NyC(1-y))
(wobei 0,1 ≤ x ≤ 0,9, 0,25 ≤ y ≤ 1,0) enthält, liegt das Verhältnis
von (Ti(1-x)Alx) zu (NyC(1-y)) zwischen
(Ti(1-x)Alx):(NyC(1-y)) = 1,1 : 0,9
und (Ti(1-x)Alx):(NyC(1-y)) = 0,9 :
1,1. Das heißt, bei (TizAlxM(1-z-x))(1-w)(NyC(1-y))w,
ist w 0,45 ≤ w ≤ 0,55.
Normalerweise ist das Verhältnis von (Ti(1-x)Alx):(NyC(1-y))
auf 1:1 eingestellt, wobei es jedoch slbest dann kein Problem gibt, wenn N und C
in größeren Mengen zu Ti und Al, die Metallelemente sind, hinzugefügt
wird, um einen Festlösungs-Verstärkungseffekt zu erzielen.
Ein Zahnrad-Fräsverfahren, bei dem der oben erwähnte ringförmige Fräser
21 zur Verwendung gelangt, wird im folgenden beschrieben. Unter Verwendung
eines Schneidenmaterials 23, das aus einem Schnellstahl (SKH55) besteht,
der mit einer Schicht aus einem 1,7 &mgr; dicken Film einer Zusammensetzung mit
(Ti(1-x)Alx) N beschichtet ist, als Schneidenmaterial
23 des ringförmigen Fräsers 21 wird der Fräsvorgang ohne Zufuhr
eines Schneidöls (Trockenfräsen) ausgeführt.
4 zeigt die Beziehung zwischen dem Wert
x des Materials, das die Zusammensetzung (Ti(1-x)Alx) N hat,
und dem Flankenverschleiß, während 5 den Wert x des
Materials, das die Zusammensetzung (Ti(1-x)Alx) N hat, gegenüber
dem Kolkverschleiß darstellt. Das Schneidenmaterial in 4
und 5 ist ein Schnellstahl, der mit einer
Schicht eines Materials der Zusammensetzung (Ti(1-x)Alx) N
beschichtet ist, wobei die Punktbreite P 0,06 Zoll beträgt, der Druckwinkel S 10
bis 20 Grad ist und nach rechts weist. Weiterhin hat der Hauptkörper 22
eine Größe von 6 Zoll, besteht das Werkstück aus einem Material SCM435, ist die
Zahl der spanabhebend zu bearbeitenden Werkstücke 300 und wird die Schnittgeschwindigkeit
mit 20 m/min, 40 m/min, 120 m/min, 200 m/min und 400 m/min variiert.
Wie in 4 und 5
dargestellt, liegt das Schneidenmaterial 23, das mit einem Film einer Zusammensetzung
von (Ti(1-x)Alx) N beschichtet ist und einen x-Wert im Bereich
von 0,2 ≤ y ≤ 0,85 hat, unter einer praktischen Grenze (0,2 mm) Hinsichtlich
des Flankenverschleißes und des Kolkverschleißes bei Schnittgeschwindigkeiten von
20 m/min, 40 m/min, 120 m/min, 200 m/min und 400 m/min und ist somit in der Praxis
einsetzbar.
Wenn, wie oben beschrieben, ein Kegelrad durch Trockenfräsen unter
Verwendung des ringförmigen Fräsers 21 ausgebildet wird, der mit dem Schneidenmaterial
23 aus Schnellstahl ausgestattet ist, das mit einem Film einer Zusammensetzung
von (Ti(1-x)Alx) N beschichtet ist und einen x-Wert im Bereich
von 0,2 ≤ x ≤ 0,85 bei einer Schnittgeschwindigkeit 400 m/min oder weniger
aufweist, kann die Ausbildung der Zähne mit hoher Effizienz bei geringen Kosten
erfolgen. Dies ist weiterhin zu bevorzugen, wenn die Schnittgeschwindigkeit 40 bis
120 m/min beträgt.
Alternativ wird, wenn ein Schneidenmaterial 23, das aus einem
Schnellstahl (SKH55) besteht, der mit einer Schicht eines 1,7 &mgr;m dicken Films
einer Zusammensetzung mit (Ti0,5Al0,5)(NyC(1-y))
beschichtet ist, als Schneidenmaterial 23 des ringförmigen Fräsers
21 verwendet wird, der Fräsvorgang ohne die Zufuhr eines Schneidöls ausgeführt
(Trockenfräsen).
6 zeigt den Wert y des Materials mit
der Zusammensetzung (Ti0,5Al0,5)(NyC(1-y))
gegenüber dem Flankenverschleiß und 7 den Wert y des
Materials mit der Zusammensetzung (Ti0,5Al0,5)(NyC(1-y))
gegenüber dem Kolkverschleiß. Des Schneidenmaterial 23 in 6
und 7 ist ein Schnellstahl, der mit einer
Schicht eines Films mit der Zusammensetzung (Ti0,5Al0,5)(NyC(1-y))
beschichtet ist, wobei die Punktbreite P 0,06 Zoll beträgt, ein Druckwinkel zwischen
10 und 20 Grad liegt und der nach rechts weist, wobei das Werkstück ein Material
aus SCM435 ist, die Zahl der spanabhebend zu bearbeitenden Werkstücke
300 beträgt und die Schnittgeschwindigkeit mit 20 m/min, 40 m/min, 120
m/min, 200 m/min und 400 m/min variiert wird.
Wie in 6 und 7
dargestellt, liegt das Schneidenmaterial 23, das mit einem Film einer Zusammensetzung
von (Ti0,5Al0,5)(NyC(1-y)) beschichtet
ist und einen y-Wert im Bereich von 0,2 ≤ y ≤ 1,0 hat, unter einer praktischen
Grenze (0,2 mm) Hinsichtlich des Flankenverschleißes und des Kolkverschleißes bei
Schnittgeschwindigkeiten von 20 m/min, 40 m/min, 120 m/min, 200 m/min und 400 m/min
und ist somit in der Praxis einsetzbar.
Wenn, wie oben beschrieben, ein Kegelrad durch Trockenfräsen unter
Verwendung des ringförmigen Fräsers 21 ausgebildet wird, der mit dem Schneidenmaterial
23 aus Schnellstahl ausgestattet ist, das mit einem Film einer Zusammensetzung
von (Ti0,5Al0,5) (NyC(1-y)) beschichtet
ist und einen y-Wert im Bereich von 0,2 ≤ y ≤ 1,0 bei einer Schnittgeschwindigkeit
400 m/min oder weniger aufweist, kann die Ausbildung der Zähne mit hoher Effizienz
bei geringen Kosten erfolgen. Dies ist weiterhin zu bevorzugen, wenn die Schnittgeschwindigkeit
40 bis 120 m/min beträgt.
Alternativ wird, wenn ein Schneidenmaterial 23, das aus einem
Schnellstahl (SKH55) besteht, der mit einem Film einer Dicke beschichtet ist, die
im Bereich von 0,5 ≤ d ≤ 1,7 &mgr;m variiert und eine Zusammensetzung (Ti0,5Al0,5)
N hat, als Schneidenmaterial 23 des ringförmigen Fräsers 21 verwendet
wird, der Fräsvorgang ohne die Zufuhr eines Schneidöls ausgeführt (Trockenfräsen).
Eine Filmdicke ist d, wenn eine einzige Schicht (Ti0,5Al0,5)
N verwendet wird, oder eine Gesamtdicke, wenn 0,05 &mgr;m dickes TiN in Gestalt
eines mehrschichtigen Films dazwischen eingefügt ist. Weiterhin hat das Schneidenmaterial
23 eine Punktbreite P von 0,06 Zoll, beträgt der Druckwinkel S 10 bis 20
Grad und weist nach rechts. Zudem hat der Hauptkörper 22 des ringförmigen
Fräsers 21 eine Größe von 6 Zoll, besteht das Werkstück aus SCM435 und
ist die Zahl der spanabhebend zu bearbeitenden Werkstücke 300.
8 ist ein Graph zur Ermittlung einer
geeigneten Dicke der Beschichtung aus (Ti0,5Al0,5) N, wobei
die Abszisse die Gesamtfilmdicke darstellt. Wenn in derselben Zeichnung die (Ti0,5Al0,5)
N-Beschichtung eine einzige Schicht ist, ist deren Dicke dargestellt, während im
Fall einer mehrlagigen Beschichtung die Gesamtdicke sämtlicher Filmdicken gezeigt
ist. Die Ordinate stellt das Verhältnis des Flankenverschleißes unter der Voraussetzung
dar, dass der Flankenverschleiß des Schneidenmaterials 23, das aus einer
einzigen 1,7 &mgr;m dicken Schicht (Ti0,5Al0,5) N besteht,
1 ist.
Für den Fall einer einlagigen Beschichtung aus (Ti0,5Al0,5)
N nimmt das Flankenverschleißverhältnis zu, wenn die Filmdicke kleiner als 1 &mgr;m
ist und im Bereich liegt, in dem die Filmdicke größer als 16 &mgr;m ist. Für den
Fall einer mehrlagigen Beschichtung aus (Ti0,5Al0,5) N nimmt
der Verschleiß im Vergleich zu einer einlagigen Beschichtung ab. Somit ist es zu
bevorzugen, dass die Filmdicke im Bereich von 1 &mgr;m bis 16 &mgr;m liegt, wobei
es freisteht, ob die Beschichtung einlagig oder mehrlagig ist.
Alternativ wird, wenn ein Schneidenmaterial 23, das aus einem
Schnellstahl (SKH55) besteht, der mit einer Schicht eines Films einer Zusammensetzung
(Ti0,5Al0,5) N beschichtet ist, als Schneidenmaterial
23 des ringförmigen Fräsers 21 verwendet wird, der Fräsvorgang
ausgeführt, während der axiale Vorschub variiert wird, ohne dass ein Schneidöl zugeführt
wird (Trockenfräsen). Das Schneidenmaterial 23 hat eine Punktbreite P von
0,06 Zoll, einen Druckwinkel S von 10 bis 20 Grad und weist nach rechts. Weiterhin
hat der Hauptkörper 22 des ringförmigen Fräsers 21 eine Größe
von 6 Zoll, besteht das Werkstück aus SCM435 und beträgt die Zahl der spanabhebend
zu bearbeitenden Werkstücke 300.
9 zeigt die Schnittgeschwindigkeiten
gegenüber dem Achsvorschub, die in einen praktikablen Bereich des Flankenverschleißes
und des Kolkverschleißes fallen. Wie in der Zeichnung gezeigt, ist, wenn der Achsvorschub
0,58 mm/bl beträgt, der Verschleiß in einem praktikablen Bereich bis zu einer Schnittgeschwindigkeit
von 360 m/min.
Alternativ wird, wenn ein Schneidenmaterial 23, das aus einem
Schnellstahl (SKH55) besteht, der mit einer Schicht eines 1,7 &mgr;m dicken Films
einer Zusammensetzung mit (Ti0,5Al0,5) N beschichtet ist,
als Schneidenmaterial 23 des ringförmigen Fräsers 21 verwendet
wird, der Fräsvorgang ohne die Zufuhr eines Schneidöls ausgeführt (Trockenfräsen),
wobei das Werkstückmaterial gewechselt wird.
Insbesondere wird ein Schnittgeschwindigkeitsbereich, in dem das Trockenfräsen
geeignet ist (wobei der Verschleiß unter eine praktische Grenze fällt), geprüft,
indem eine Reihe typischer Zahnradmaterialien, wie etwa aufgekohlter Stahl und einsatzgehärteter
Stahl (SCM435 oder dergleichen), Kohlenstoffstahl (S45C oder dergleichen), Gusseisen
(FCD50 oder dergleichen) bei unterschiedlichen Härten als Werkstück verwendet werden.
Das Schneidenmaterial 23 hat eine Punktbreite P von 0,06 Zoll, einen Druckwinkel
S von 10 bis 20 Grad und weist nach rechts. Weiterhin hat der Hauptkörper
22 des ringförmigen Fräsers 21 eine Größe von 6 Zoll und beträgt
die Zahl der spanabhebend zu bearbeitenden Werkstücke 300.
10 zeigt Materialen der Werkstücke gegenüber
den Schnittgeschwindigkeiten, die in einen praktikablen Bereich des Flankenverschleißes
und des Kolkverschleißes fallen. Wie in der Zeichnung dargestellt, fällt für Kohlenstoffstahl
der Verschleiß in den praktikablen Bereich bis zu einer Schnittgeschwindigkeit von
380 m/min.
Alternativ wird, wenn ein Schneidenmaterial 23, das aus einem
Schnellstahl (SKH55) besteht, der mit einer Schicht eines 1,7 &mgr;m dicken Films
einer Zusammensetzung mit (Ti0,5Al0,5) N beschichtet ist,
als Schneidenmaterial 23 des ringförmigen Fräsers 21 verwendet
wird, der Fräsvorgang ohne die Zufuhr eines Schneidöls ausgeführt (Trockenfräsen),
wobei für das Material des Schneidenmaterials 23 zwischen fünf Hochgeschwindigkeitsstählen
gewechselt wird.
Insbesondere wurden SKH51, SKH55, Pulver-Schnellstahl (1,6%C, 8%W,
6%Mo, etc.), Pulver-Schnellstahl (2,2%C, 12%W, 2,5%Mo, etc.) und Pulver-Schnellstahl
(1,3%C, 6%W, 5%Mo, etc.) als Materialien für das Schneidenmaterial 23 verwendet
und ein Bereich der Drehzahl, der sich für das Trockenfräsen eignet, im Bezug auf
diese Materialien geprüft. Das Schneidenmaterial 23 hat eine Punktbreite
P von 0,06 Zoll, einen Druckwinkel S von 10 bis 20 Grad und weist nach rechts. Weiterhin
hat der Hauptkörper 22 des ringförmigen Fräsers 21 eine Größe
von 6 Zoll, besteht das Material aus SCM435 und beträgt die Zahl der spanabhebend
zu bearbeitenden Werkstücke 300.
11 zeigt die Materialtypen des Schneidenmaterials
23 gegenüber den Schnittgeschwindigkeiten, die in einen praktikablen Bereich
hinsichtlich des Flankenverschleißes und des Kolkverschleißes fallen. Wenn, wie
in der Zeichnung dargestellt, das Material des Schneidenmaterials 23 SKH51
ist, liegt der Verschleiß in einem praktikablen Bereich bei einer Schnittgeschwindigkeit
von bis zu 350 m/min.
Alternativ wird, wenn ein Schneidenmaterial 23, das aus einem
Schnellstahl (SKH55) besteht, der mit einer Schicht eines 1,7 &mgr;m dicken Films
einer Zusammensetzung mit (Ti0,5Al0,5) N beschichtet ist,
als Schneidenmaterial 23 des ringförmigen Fräsers 21 verwendet
wird, der Fräsvorgang ohne die Zufuhr eines Schneidöls ausgeführt
(Trockenfräsen), wobei die Größe des Hauptkörpers und die Punktbreite P des Schneidenmaterials
23 verändert wurden.
Insbesondere war die Punktbreite P auf 0,06 Zoll eingestellt, als
die Größe des Hauptkörpers 22 des ringförmigen Fräsers 21 6 Zoll
betrug, auf 0,10 Zoll, als die Größe des Hauptkörpers 22 des ringförmigen
Fräsers 21 9 Zoll betrug, und auf 0,14 Zoll, als die Größe des Hauptkörpers
22 des ringförmigen Fräsers 21 12 Zoll betrug. Das Schneidenmaterial
23 hat einen Druckwinkel S von 10 bis 20 Grad und weist nach rechts. Weiterhin
besteht das Werkstück aus SCM435 und beträgt die Zahl der spanabhebend zu bearbeitenden
Werkstücke 300.
12 zeigt die Größe des Hauptkörpers
22 des ringförmigen Fräsers 21 gegenüber den Schnittgeschwindigkeiten,
die in einen praktikablen Bereich hinsichtlich des Flankenverschleißes und des Kolkverschleißes
fallen. Wie in der Zeichnung dargestellt, war der Verschleiß unter allen Bedingungen
hinsichtlich der Größe des Hauptkörpers 22 und der Punktbreite P des Schneidenmaterials
23 im praktikablen Bereich.
14 und 15
zeigen die Schnittgeschwindigkeiten gegenüber dem Flankenverschleiß und dem Kolkverschleiß
im Fall der vorliegenden Erfindung, bei der das Trockenfräsen ohne die Zufuhr eines
Schneidöls ausgeführt wird, wenn das Schneidenmaterial 23 aus einem Schnellstahl
als Basismaterial verwendet wird, das mit einem Film einer Zusammensetzung beschichtete
ist, die (Ti(1-x)Alx)(NyC(1-y)) : 0,2
≤ x ≤ 0,85, 0,2 ≤ y ≤ 1,0 enthält, bzw. einem Fall, bei dem die Fräsung
unter Zufuhr eines Schneidöls nach dem Stand der Technik ausgeführt wird. Wie es
die Zeichnungen darstellen, ist zu erkennen, dass im Fall der vorliegenden Erfindung
sowohl der Flankenverschleiß als auch der Kolkverschleiß im Vergleich zum Stand
der Technik verbessert wurden, und der Fortschritt des Verschleißes selbst bei einer
spanabhebenden Bearbeitung mit größerer Geschwindigkeit gering ist.
Als nächstes wird ein weiteres Beispiel eines Films beschrieben, mit
dem das Schneidenmaterial 23 beschichtet ist. Es wird ein Schneidenmaterial
23 verwendet, das mit Nitrid aus TiAl, das ein nitridbildendes Element
enthält, das in der Lage ist, ein qualitativ hochweriges Nitrid auszubilden, oder
einem Karbonitrid aus TiAl beschichtet ist. Nitrid aus TiAl, das ein nitridbildendes
Element enthält, oder Karbonitrid aus TiAl, mit dem das Schneidenmaterial
23 beschichtet ist, wird als einlagige Schicht und als wenigstens eine
Schicht einer mehrlagigen Beschichtung verwendet. Hier werden als nirtidbildene
Elemente Zr, (Zirkonium), Hf (Hafnium), Y (Yttrium), V (Vanadium), Nb (Niobium),
Ta (Tantalum), Si (Slizium), Cr (Chrom), Mo (Molybdän), W (Wolfram), B (Bor), Mg
(Magnesium), Ca (Kalzium) und Be (Beryllium) eingesetzt.
Insbesondere wenn das nitridbildende Element durch M repräsentiert
wird, ist das verwendete Schneidenmaterial 23 mit wenigstens einer Schicht
eines Films einer Zusammensetzung beschichtet, die im wesentlichen enthält: (TizAlxM(1-z-x))(1-w)(NyC(1-y))w
(wobei 0,2 ≤ x ≤ 0,85, 0,2 ≤ y ≤ 1,0, 0,15 ≤ z ≤ 0,8, 0,7 ≤
(z+x) < 1,0 und 0,45 ≤ w ≤ 0,55).
Weiterhin ist durch Festlegen des Bereiches des Wertes x in (TizAlxM(1-z-x))(1-w)
(NyC(1-y))w auf 0,2 ≤ x ≤ 0,85 und des Bereiches
des Wertes y auf 0,2 ≤ y ≤ 1,0 der Bereich des Wertes z 1 weniger x (z = 1-x).
Somit hat TiAl,NC denselben Zusammensetzungsbereich wie beim oben beschriebenen
Fall, bei dem kein nitridbildendes Element M hinzugefügt ist, wobei man beinahe
dieselben Wirkungen als Ergebnisse erhält, die in 4
bis 15 gezeigt sind. Durch Hinzufügen des
nitridbildenden Elementes M ist das nitridbildende Element in der Lage, TiAl zu
substituieren und ein qualitativ hochwertiges Nitrid auszubilden.
Im folgenden werden Fälle, bei denen V (Vanadium), B (Bor) und Zr
(Zirkonium) als typische nitridbildende Elemente M verwendet werden, detailliert
unter Bezugnahme auf 16 bis 18
beschrieben. 16 zeigt die Beziehung zwischen der Schnittgeschwindigkeit
und dem Flankenverschleiß, wenn geringe Mengen V und B hinzugefügt sind, und
17 eine Beziehung zwischen der Schnittgeschwindigkeit
und dem Flankenverschleiß, wenn V, B und Zr in größeren Mengen hinzugefügt sind
als in 16.
Hier hat das Schneidenmaterial 23 eine Punktbreite P von
0,06 Zoll, einen Druckwinkel S von 10 bis 20 Grad und weist nach rechts. Weiterhin
hat der Hauptkörper 22 des ringförmigen Fräsers 21 eine Größe
von 6 Zoll, besteht das Werkstück aus SCM435 und beträgt die Zahl der spanabhebend
zu bearbeitenden Werkstücke 300.
Wenn, wie in 16 gezeigt, das Schneidenmaterial
23 mit einem Film einer Zusammensetzung beschichtet ist, die (Ti0,795Al0,2V0,005)
N, (Ti0,15Al0,845V0,005) N, (Ti0,5Al0,45B0,05)(N0,9C0,1)
als (TizAlxM(1-z-x))(1-w)(NyC(1-y))w
enthält, ist der Flankenverschleiß unter dem praktischen Verschleißlimit (0,20 mm)
bei den Schnittgeschwindigkeiten von weniger als etwa 400 m/min. Aus diesem Grund
kann eine hocheffiziente und kostengünstige spanabhebende Bearbeitung erreicht werden,
die jener gleicht, bei der kein nitridbildendes Element hinzugefügt ist, selbst
wenn V und B als nitridbildende Elemente in geringen Mengen hinzugefügt sind. Wenngleich
es nicht in der Zeichnung dargestellt ist, hat es sich ebenfalls für den Kolkverschleiß
gezeigt, das der Verschleiß unter die praktische Verschleißgrenze
fällt.
Wenn, wie in 17 dargestellt, das Schneidenmaterial
23 mit wenigstens einer Schicht eines Films der Zusammensetzung beschichtet
ist, die (Ti0,5Al0,4V0,1) N, (Ti0,6Al0,2B0,2)
N, (Ti0,4Al0,3V0,3) (N0,7C0,3)
(Ti0,4Al0,3Zr0,3) (N0,5C0,5)
als (TizAlxM(1-z-x))(1-w)(NyC(1-y))w
enthält, ist der Flankenverschleiß unter dem praktischen Verschleißlimit (0,20 mm)
bei den Schnittgeschwindigkeiten von weniger als etwa 400 m/min. Aus diesem Grund
kann eine hocheffiziente und kostengünstige spanabhebende Bearbeitung erreicht werden,
die jener gleicht, bei der kein nitridbildendes Element hinzugefügt ist, selbst
wenn V und B und Zr als nitridbildende Elemente in größeren Mengen als in
16 hinzugefügt sind. Wenngleich es nicht in der Zeichnung
dargestellt ist, hat es sich ebenfalls für den Kolkverschleiß gezeigt, das der Verschleiß
unter die praktische Verschleißgrenze fällt.
Wenn die Menge des hinzugefügten nitridbildenden Elementes im Vergleich
zur Zusammensetzung der TiAl-Zusatzelemente 0,3 überschreitet, kann sich der Film
ablösen, weshalb es vorzuziehen ist, dass die Menge des hinzugefügten nitridbildenden
Elementes höchstens 0,3 im Vergleich zur Zusammensetzung der TiAl-Zusatzlemente
beträgt. Wenn die Menge des hinzugefügten nitridbildenden Elementes im Vergleich
mit der Zusammensetzung der TiAl-Zusatzelemente 0,3 überschreitet (z+x ist unter
0,7), d.h. wenn der Anteil des nitridbildenden Elementes M übermäßig groß ist, werden
die grundlegenden Eigenschaften von TiAl beeinträchtigt, was zu einer Ablösung des
Films führt.
Als nächstes wird ein Fall, bei dem die Verhältnisse von Metallelementen
(TiAl und der hinzugefügten nitridbildenden Elemente) zu nichtmetallischen Elementen
(N), einschließlich C, verändert werden, detailliert unter Bezugnahme auf
18 beschrieben. 18 zeigt
eine Beziehung zwischen der Schnittgeschwindigkeit und dem Flankenverschleiß, wenn
das Zusammensetzungsverhältnis von Metallelementen zu nicht metallischen Elementen,
einschließlich C, im Bereich zwischen 0,45 und 0,55 variiert wird. Die Bedingungen
der spanabhebenden Bearbeitung und dergleichen sind dieselben, wie bei dem Fall,
der in 16 und 17
gezeigt ist. Der Beschichtungsfilm ist eine einzelne Schicht mit einer Filmdicke
von 1,7 &mgr;m.
Wenn, wie in 18 gezeigt, das Schneidenmaterial
23 mit wenigstens einer Schicht eines Films mit einer Zusammensetzung aus
(Ti0,5Al0,4V0,1)0,45N0,55
und (Ti0,5Al0,4V0,1)0,55N0,45
als (TizAlxM(1-z-x))(1-w)(NyC(1-y))w
beschichtet ist, fällt in jedem Fall, in dem die Menge der Metallelemente groß ist,
oder die Menge der nicht metallischen Elemente, einschließlich C, groß ist, der
Flankenverschleiß unter das praktische Verschleißlimit (0,02 m) bei Schnittgeschwindigkeiten
von höchstens etwa 400 m/min, wodurch eine hocheffiziente kostengünstige spanabhebende
Bearbeitung erzielt werden kann. Wenngleich es nicht in der Zeichnung dargestellt
ist, hat es sich für den Kolkverschleiß ebenfalls herausgestellt, dass der Verschleiß
unter die praktische Verschleißgrenze bei Schnittgeschwindigkeiten im Bereich von
höchstens 400 m/min fällt. Hier besteht der Grund, dass der w-Wert auf 0,45 ≤
w ≤ 0,55 eingestellt ist, darin, dass, wenn der w-Wert nicht im Bereich von 0,45
≤ w ≤ 0,55 liegt, die Gefahr besteht, dass sich der Film ablöst oder eine
Beeinträchtigung der Verschleißfestigkeit auftritt.
Das Verhältnis von (TizAlxM(1-z-x))
zu (NyC(1-y))w ist normalerweise 1 : 1, wobei jedoch
selbst dann kein Problem besteht, wenn der Bestandteil der nicht metallischen Elemente,
einschließlich C, im Bezug auf die Mengen von Ti und Al abnimmt und nitridbildende
Elemente hinzugefügt sind. Sind nicht metallische Elemente, einschließlich C, in
größeren Mengen enthalten, kann ein Festlösungs-Verstärkungseffekt des Beschichtungsfilms
erwartet werden.
Selbst wenn, wie es oben beschrieben wurde, das Trockenfräsen unter
Verwendung eines Schneidenmaterials ausgeführt wird, das mit einem Film beschichtet
ist, dem V, B und Zr als nitridbildende Elemente M hinzugefügt sind, fällt der Verschleiß
unter das praktische Verschleißlimit, wobei dieselbe hocheffiziente kostengünstige
spanabhebende Bearbeitung realisiert werden kann, wie bei dem Fall, bei dem V, B
und Zr nicht hinzugefügt sind. Selbst wenn weiterhin das Trockenfräsen unter Verwendung
eines Schneidenmaterials ausgeführt wird, das mit einem Film beschichtet ist, der
andere Elemente als V, B und Zr als nitridbildende Elemente M enthält, kann dieselbe
hocheffiziente kostengünstige spanabhebende Bearbeitung wie bei dem Fall erzielt
werden, bei dem V, B und Zr hinzugefügt sind.
Eine weitere Ausführungsform eines ringförmigen Fräsers wird unter
Bezugnahme auf 19 und 20
beschrieben. 19 zeigt das äußere Erscheinungsbild des
ringförmigen Fräsers und 20 eine schematische Schnittansicht
des ringförmigen Fräsers.
Wie es in den Zeichnungen dargestellt ist, sind bei einem ringförmigen
Fräser 61 als Spiralkegelradfräser mehrere stabförmige, stangenschneidenartige
Schneidenmaterialien 63 ringförmig am Außenumfang eines scheibenähnlichen
Hauptkörpers 62 angebracht, wobei die Schneidenmaterialien 63
am Hauptkörper 62 mit einem Ring 71 befestigt sind. Das Schneidenmaterial
63 ist mit einer Außenschneide 64 und einer Innenschneide
65 versehen.
Als Schneidenmaterial 63, wird wie beim oben
beschriebenen Schneidenmaterial 23 ein Schneidenmaterial 63 aus
Schnellstahl verwendet, das wenigstens an einem Fräserschneidenabschnitt mit einem
Nitrid aus TiAl oder Karbonitrid aus TiAl beschichtet ist. Auch mit dem ringförmigen
Fräser 61, der mit den stangenartigen Schneiden 63 versehen ist,
kann wie beim oben beschriebenen ringförmigen Fräser 2, ein hocheffizientes
kostengünstiges Trockenfräsen ausgeführt werden. Da zudem die das Schneidenmaterial
63 stabförmig und stangenartig ist, kann ein Polieren zur Ausbildung der
Fräserschneide in axialer Richtung ausgeführt werden, muss die obere Schneidbrustfläche
nicht poliert werden und kann ein einziges Schneidenmaterial 63 über einen
längeren Zeitraum wiederholt verwendet werden.