| Dokumentenidentifikation |
DE102004008798A1 22.09.2005 |
| Titel |
Kesselanlage mit aufgesetztem Kessel |
| Anmelder |
ERK Eckrohrkessel GmbH, 10963 Berlin, DE |
| Vertreter |
Erich, D., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 15751 Niederlehme |
| DE-Anmeldedatum |
20.02.2004 |
| DE-Aktenzeichen |
102004008798 |
| Offenlegungstag |
22.09.2005 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
22.09.2005 |
| IPC-Hauptklasse |
F23C 3/00
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| IPC-Nebenklasse |
F22B 37/48
F24D 12/00
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| Zusammenfassung |
Die Erfindung betrifft eine mit Staub und Festbrennstoffen betriebene Kesselanlage, die über eine Klopfeinrichtung verfügt und deren erster Zug als Strahlungsraum verwendet wird. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Kesselanlage gemäß der genannten Gattung zu schaffen, die ein effektiv gehaltenes Kesselregime aufweist und mit geringen Abmessungen ausgebildet ist. Die Erfindung wird durch die erfindungsgemäßen Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
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| Beschreibung[de] |
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Die Erfindung betrifft eine mit Staub und Festbrennstoffen betriebene
Kesselanlage, die über eine Klopfeinrichtung verfügt und deren erster Zug als Strahlungsraum
verwendet wird.
Es ist bekannt, Rohrtafeln von Kesseln mittels Klopfeinrichtung zu
reinigen. Die Klopfeinrichtungen erzeugen dabei Impulse, die den an den Rohren anhaftenden
Belag lösen Derartige Rohre und Rohrtafeln sind quer im Rauchgasstrom angeordnet
und haben eine horizontale Lage. Eine derartige Anordnung der Rohre und Rohrtafeln
bedingt ein erhebliches Bauvolumen der Kessel und Kesselanlagen. Es ist weiter bekannt,
die Rohre und Rohrtafeln am unteren Sammler der Heizflächen mittels Explosions-
oder Schallwellen zu reinigen. Auch der Einsatz von Rußbläsern ist in entsprechenden
Kesselanlagen möglich. Diese Technologien finden weitestgehend nur dann Anwendung,
wenn die Rohre und Rohrtafeln in geringen Längen ausgebildet und nicht in vertikaler
Richtung im Kessel eingeordnet sind.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine mit Staub und Festbrennstoffen
betriebene Kesselanlage, die über eine Klopfeinrichtung verfügt, wobei deren erster
Zug als Strahlungsraum verwendet wird, zu schaffen, die ein effektiv gehaltenes
Kesselregime aufweist und mit geringen Abmessungen ausgebildet ist.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, dass die Kesselanlage
mit einem oder mehreren Strahlungszügen, deren Rohre bzw. Rohrtafeln oder -bänder
vertikal verlaufend als hängende Längsstromheizflächen parallel zum Rauchgasstrom
gerichtet ausgerüstet ist, die an mindestens einer Ebene Klopfstellen für Klopfeinrichtungen
aufweisen. Die Erfindung ist dadurch vorteilhaft ausgebildet, dass die hängenden
Längsstromheizflächen als langdimensionierte Rohrtafeln oder -bänder ausgebildet
sind. Eine sinnvoll ausgestaltete Erfindung ist darin zu sehen, dass die Klopfstellen
in mehreren horizontalen Ebenen sowie nebeneinander auf den Längsstromheizflächen
angeordnet sind und jede Klopfstelle in unterschiedlichen Ebenen für sich klopfbar
ist. Vorteilhaft nach der Erfindung ist es, dass die Klopfstellen in den Ebenen
aus eingefügten Versteifungen geformt sind und zur Ausbildung von synchronen Klopfimpulsen
auf mindestens einer Längsstromheizfläche angeordnet sind.
Eine Varianz der erfindungsgemäßen Lösung ist darin zu sehen, dass
die Klopfstellen in mehreren Ebenen eingefügt zur Ausbildung von asynchron arbeitenden
Klopfstellen auf mindestens einer Längsstromheizfläche angeordnet sind. Eine Form
der Erfindung besteht darin, dass die Längsstromheizflächen als Überhitzer ausgebildet
sind, wobei es im Sinne der Erfindung ist, dass die Klopfstellen als Zwischensammler
ausgebildet bzw. die Erfindung weiterführend die Aussteifung der Längsstromheizflächen
gleichzeitig Klopfstellen sein können. Es ist sinnvoll, dass die Klopfstellen in
vertikalen und horizontalen Ebenen im Kessel zur Übertragung der Klopfimpulse eingefügt
sind. Der Erfindung folgend sind eine oder mehrere Längsstromheizflächen in eine
Kombination mit den Verdampfern gebracht, wobei in Varianz der erfindungsgemäßen
Lösung die Längsstromheizflächen mit Überhitzern in einen Wirkzusammenhang versetzt
werden können Eine grundsätzliche Ausformung erhält die Erfindung damit, dass die
Rohre der hängenden Längsstromheizflächen als Glattmantelrohre ausgebildet sind.
In einer alternierenden Lösung werden die Rohre der Längsstromheizflächen mit sinoidalen
Nebenformen in der Art einer Beulstrukturierung versehen, wobei deren oberer Sammler
mit dem Kesselkörper fest verbunden ist. Vorteilhaft nach der Erfindung sind die
Rohre nicht durchgehend mit sinoidalen Nebenformen versehen, sondern eine Beulstrukturierung
partiell mit einer Glattmantel- oder anderen Ausführungen wechselnd, anzuwenden.
In einer vorteilhaften Ausbildung der erfindungsgemäßen Lösung werden die Sammler
der Längsstromheizflächen auf die Kesselkörper aufgelagert. In einer Ausbildungsart
der erfindungsgemäßen Lösung können die Rohre der Längsstromheizflächen mit Innenwendeln
oder ähnlich gestalteten Elementen ausgerüstet werden. Die Erfindung weist den Vorteil
auf, dass jetzt langdimensionierte Heizflächen, wahlweise als Schotten- oder Längsstromheizflächen
in Kesseln zur Anwendung gelangen können, die auf den Feuerrahmen aufgesetzt sind.
Das Reinigen der Kesselanlage mittels Klopfeinrichtung vorgenommen, erfolgt unkompliziert
an Rohrwänden mit vertikal verlaufenden langen Rohren, die durch eine sinnvolle
Anordnung der Klopfeinrichtungen gereinigt werden. Die Klopfeinrichtungen erzeugen
eine Frequenz, welche die langdimensionierten Rohre in Schwingungen versetzen und
damit die Anlagerungen abstoßen. Die Durchgängigkeit der hängenden Rohre und Rohrtafeln
gestattet es, die Kessel geringer zu dimensionieren und seine Baugröße zu verringern.
Einher gehen die genannten Vorteile damit, dass es jetzt durch die erheblichen Längen
der Rohre vorteilhaft ist, sie mit sinoidalen Nebenformen auszustatten, welche ihnen
ein vorbestimmtes Schwingungsverhalten verleihen sowie das Anhaften von Ablagerungen
verringert, da das Anströmen der Rauchgase nicht homogen, sondern in Wirbeln auf
den Oberflächen der Rohre durch den Längsverlauf der Rauchgase parallel zur Erstreckungsrichtung
der hängenden Rohre erfolgt.
Es ist ein Vorteil der erfindungsgemäßen Lösung, wenn die Rohre an
ihren Außenflächen mit konvexen Erhebungen ausgerüstet sind, die eine Verwirbelung
der anströmenden Rauchgase erzeugen und dadurch das Absetzen von Staub und festen
Ablagerungen vermeiden. Dieser vorteilhaften Ausbildung folgend, können auch die
Teile der Rohre die nicht mit sinoidalen Nebenformen ausgerüsteten sind, so gestaltet
sein, um den Vorteil der sinoidalen Nebenformen mit denen von konvexen Ausformungen,
wie Noppen, Rippen und Wendeln, zu verbinden.
Die Erfindung soll anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert
werden.
In der zugehörigen Zeichnung zeigen:
1: Eine Kesselanlage mit aufgesetztem
Kessel,
2: Eine Ausbildung der Längsstromheizfläche
mit Zwischensammlern,
3 Eine Ausbildung der Längsstromheizfläche
mit Aussteifung.
1 zeigt den Kessel 1 einer Kesselanlage,
dessen erster Zug 2 über einem Feuerraum angeordnet ist. In unmittelbarer
Nähe des ersten Zuges befinden sich Sammler 4, die mit den Längsstromheizflächen
in eine Wirkverbindung gebracht sind. Unmittelbar im ersten Zug sind Rohrtafeln
und -wände 8 angeordnet, die als Längsstromheizflächen 6 ausgebildet,
sich langdimensioniert in vertikaler Richtung im Kessel 1 erstrecken Im
Strahlungszug 5 des Kessels 1 sind Vorwärmheizflächen
7 angeordnet, durch welche die Rauchgase zum Abzug hingerichtet strömen.
2 zeigt die Längsstromheizfläche
6 mit vertikal erstreckenden Rohren, auf denen in gleichmäßig vorbestimmten
Abständen Klopfstellen 9 angeordnet und durch Zwischensammler
10 ausgebildet sind. Die Längsstromheizfläche 6 zeigt den unteren
Sammler 4, auf den die Heizfläche aufgesetzt werden kann. Die dunkel dargestellten
Partien der Längsstromheizfläche 6 lassen den Fachmann erkennen, in welcher
Lage und Größe der Erfindung folgend die Rohre der Rohrwände 8 mit sinoidalen
Nebenformen 12 ausgerüstet sind.
3 zeigt eine ähnlich wie in
2 ausgebildete Längsstromheizfläche 6 an der
die Klopfstellen 9 als Aussteifungen 11 gebildet sind und in Abständen
angeordnet wurden, die analog denen der Zwischensammler 10 in
2 sind.
1- Kessel
2- erster Zug
3- Rohrtafel
4- Sammler
5- Strahlungszug
6- Längsstromheizflächen
7- Vorwärmheizflächen
8- Rohrwand
9- Klopfstelle
10- Zwischensammler
11- Aussteifung
12- Rohre mit sinoidalen Nebenformen
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| Anspruch[de] |
- Mit Staub und Festbrennstoffen betriebene Kesselanlage, die über eine
Klopfeinrichtung verfügt, dadurch gekennzeichnet dass, die Kesselanlage mit
einem oder mehreren Strahlungszügen (5), deren Rohre bzw. Rohrtafeln oder
-bänder (3) vertikal verlaufend, als Längsstromheizflächen (6)
– parallel zum Rauchgasstrom gerichtet – ausgerüstet ist, die an mindestens
einer Ebene Klopfstellen (9) für Klopfeinrichtungen aufweisen.
- Kesselanlage nach Anspruch 1., dadurch gekennzeichnet dass, die hängenden
Längsstromheizflächen (6) aus Rohrtafeln oder -bändern (3) ausgebildet
sind.
- Kesselanlage nach Anspruch 1. und 2., dadurch gekennzeichnet dass,
die Klopfstellen (9) in mehreren horizontalen Ebenen über sowie nebeneinander
auf den Längsstromheizflächen (6) angeordnet sind und jede Klopfstelle
(9) in unterschiedlichen Ebenen für sich klopfbar ist.
- Kesselanlage nach den Ansprüchen 1. bis 3., dadurch gekennzeichnet
dass, die Klopfstellen (9) in den Ebenen aus eingefügten Aussteifungen
(11) geformt sind und zur Ausbildung von synchronen Klopfimpulsen auf mindestens
einer Längsstromheizfläche (6) angeordnet sind.
- Kesselanlage nach den Ansprüchen 1. bis 3., dadurch gekennzeichnet
dass, die Klopfstellen (9) in mehreren Ebenen eingefügt, zur Ausbildung
von asynchron arbeitenden Klopfstellen (9) auf mindestens einer Längsstromheizfläche
(6) angeordnet sind.
- Kesselanlage nach Anspruch 1. bis 4., dadurch gekennzeichnet dass,
die Längsstromheizflächen (6) als Überhitzer ausgebildet sind.
- Kesselanlage nach den Ansprüchen 1. bis 3., dadurch gekennzeichnet
dass, die Klopfstellen (9) als Zwischensammler (10) ausgebildet
sein können.
- Kesselanlage nach Anspruch 1. und einem oder mehreren der darauf folgenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet dass, die Klopfstellen (9) in vertikalen
und horizontalen Ebenen und Abständen geordnet zur Übertragung der Klopfimpulse
eingefügt sind.
- Kesselanlage nach Anspruch 1. und einem oder mehreren der darauf folgenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet dass, eine oder mehrere Längsstromheizflächen
(6) in eine Kombination mit Verdampfern gebracht sind.
- Kesselanlage nach Anspruch 1. und einem oder mehreren der darauf folgenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet dass, die Längsstromheizflächen (6) mit
Überhitzern verbunden, in einen Wirkzusammenhang gebracht sind.
- Kesselanlage nach Anspruch 1. und einem oder mehreren der darauf folgenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet dass, die hängenden Längsstromheizflächen (6)
aus Glattmantelrohren gebildet sind.
- Kesselanlage nach Anspruch 1., dadurch gekennzeichnet dass, die Rohre
der Längsstromheizflächen (6) mit sinoidalen Nebenformen (12)
versehen sind und deren Sammler (4) mit dem Kesselkörper fest verbunden
ist.
- Kesselanlage nach Anspruch 1., dadurch gekennzeichnet dass, die Rohre
der Längsstromheizflächen (6) partiell mit sinoidalen Nebenformen (12)
versehen sind.
- Kesselanlage nach Anspruch 1., dadurch gekennzeichnet dass, die Sammler
(4) der Längsstromheizflächen (6) auf dem Kessel (1)
aufgelagert sind.
- Kesselanlage nach Anspruch 1., und einem oder mehreren der darauf
folgenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet dass, die Rohre auf ihren Außenflächen
mit konvexen Ausformungen ausgerüstet sind.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen
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