Die Erfindung betrifft ein elektrisches, flexibles Flächenheizelement
aus Carbonfaser-/Textil-Geflecht.
Als Stand der Technik zu dem eingangs genannten Flächenheizelement
zählt vor allem die DE 41 01 290 A1.
Dies ist ein Flächenheizelement mit wellenförmig verlegten Kontaktleitern, zwischen
denen, wellenförmig, parallel geschaltete Heizleiter verlegt sind. Hierbei berühren
sich lediglich die Heizleiter und Kontaktleiter mehrmals. Dabei entstehen nur punktförmige
Berührungs- bzw. Kontaktpunkte, die auch in sich gegen Verschieben gesichert sind.
Es entsteht speziell für Automobilsitze eine sehr große Heizleiterlänge, die durch
die vorgegebene beheizte Sitzfläche notwendig ist.
Gemäß DE 41 36 425 C2
wird ein Flächenheizelement, insbesondere für Sitzheizungen im Automobilbereich,
angesprochen. Dort werden im Wesentlichen die parallel, sinusförmig angeordneten
Heizleiter auf einem textilen Träger mit Maschenfäden verbunden. Dabei sind die
Stromführungsleiter über Maschenfäden eines gewirkten Grundmaterials verbunden.
Man kann hier auch nur von punktueller Kontaktierung sprechen. Ein Verschieben der
Verbindungspunkte ist nicht gewährleistet.
In der DE 20 51 550 (Offenlegungsschrift)
ist die Rede von eingewebten Leiterfäden, die parallel zu den Kettfäden eingearbeitet
sind. Durch die normale Verwebung wird nur eine kleine Flächenberührung von Kontakt
und Leiterfäden erreicht und durch ein widerstandsfähiges Material imprägniert,
damit sowohl Kontakt als auch Zusammenhalt hergestellt ist.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein eingangs
genanntes Flächenheizelement aus Carbonfaser/Textil-Geflecht zu schaffen, bei dem
eine deutliche Verbesserung der Kontaktierung zwischen dem Carbonfaser-Heizleiter
und den metallischen Kontaktleitern erzielt wird.
Außerdem wurde ein Verfahren entwickelt, um die Heizelemente als Rollenware
oder Zuschnitte herstellen zu können.
Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst.
Die Unteransprüche enthalten vorteilhafte Weiterbildungen und Ausgestaltungen.
Durch diese Weiterentwicklung soll eine wesentlich gleichmäßigere
Erwärmung der gesamten Heizelementfläche bei gleichzeitiger Erhöhung der Flexibilität
ermöglicht werden.
Die Erfindung wird nachfolgend an Hand von Ausführungsbeispielen und
Zeichnungen näher erläutert.
Hierbei zeigen:
1 Verknotung von Kontaktleitern (1)
und stromführenden Carbon-Heizleitern (2)
2 Verknotung von stromführenden Carbon-Heizleitern
(3) und Kontaktleitern (4)
3 Heizelement (5) mit verknoteten
Kontaktleitern (6) und Anschlussstellen (7 und (8)
4 Heizelement (10) im Querschnitt
mit Klebelagen (11) incl. Trittkontakt (13)
5 Flächenheizelement gemäß der Erfindung
Beschreibung der 1-5
1 Durch diese Verknotung werden die Kontaktleiter
(1) in vollem Umfang von den Carbon-Heizleitern (2) umschlossen
und in einem Winkel von ca. 45° durch eine Schlinge und ein Durchschlupfen verknotet.
Hierdurch wird eine äußerst sichere Kontaktierung erzielt.
2 Durch diese Verknotung werden die Carbon-Heizleiter
(3) in vollem Umfang von den Kontaktleitern (4) umschlossen und
in einem Winkel von ca. 45° durch eine Schlinge und ein Durchschlupfen verknotet.
Hierdurch wird eine äußerst sichere Kontaktierung erzielt.
3 Das Heizelement (9) ist in
mehrlagige Folien aus Polyester, Polyethylen oder ähnlichem als Isolation einlaminiert.
Die Anschlussstellen (7 und 8) befinden sich direkt auf den verknoteten
Kontaktleitern (6) über die der Strom dem Heizelement zugeführt wird.
Das Heizelement ist für 6-400 Volt geeignet.
4 Das Heizgewebe (10) ist vollkommen
von Klebelagen (11) und mehreren Lagen Polyester, Polyethylen oder ähnlichen
Materialien als Isolation umschlossen (12). Direkt zwischen dem Heizgewebe
(10) und den Klebelagen (11) befindet sich der Trittkontakt (13).
Dieser dient dem Ein- und Ausschalten.
5 Zeigt ein Heizelement (14),
das durch Öffnen bzw. Durchtrennen der senkrecht verlaufenden Kontaktleitern, (15)
zu den Hauptkontaktleitern (16) am Rand des Gewebes eine Veränderung des
Widerstandes bewirkt. Somit wird die Flächenheizleistung bei gleichbleibender Spannung
voreingestellt.
Durch die bestimmte Segmentierung, d.h. mehr oder weniger Kontaktleiter
(95) auf einer bestimmten Länge, werden auch unterschiedliche gewollte
Flächenheizleistungen erzielt.
Der konstruktive Aufbau des Heizelementes in Form des geflochtenen,
gewebten Carbonfasergewebes schließt eine Überspannung wegen der abgegrenzten Leistung
nach oben aus.
Die Leistung pro m2 kann durch den speziellen konstruktiven
Aufbau auf einen bestimmten Wert voreingestellt werden. Somit ist eine Überhitzung
nicht möglich, zumal die besonders gleichmäßige Wärmeabstrahlung die Entstehung
von ungleichen Leistungsverteilungen („Hotspots") verhindert.
Die Form der Heizfläche ist variabel. Sie kann in der äußeren Erscheinung
etwa eckig, rund oder gewölbt sein. Die Funktion sowie die Flächenheizleistungsdichte
ist wegen der textilen Struktur des Heizelementes in keinem Fall beeinträchtigt.
Sie ist sowohl eckig als auch rund und ebenfalls in gewölbtem oder geknickten Zustand
funktionsfähig. Eine Beeinträchtigung kommt allenfalls dann in Betracht, wenn durch
Schnitt, Riss oder Bruch der Kontaktleiter völlig durchtrennt wird.
Das Heizelement kann mit einem dreifachen Laminat pro Seite elektrisch
einmal basis- und zweimal schutzisoliert werden. Die Gesamtdicke dieses Verbundes
beträgt nur ca. 0,45 mm.
Das Heizelement kann mit Polyester, EP-Harz, Kunstharz, Polyethylen
laminiert und in Quarzsand oder Keramik eingebettet werden.
Durch Öffnungen oder Ausschnitte wird der Widerstand variabel gestaltet.
Die entwickelte Infrarotstrahlungswärme macht mehr als 80% der gesamten
Heizleistung aus.
Außerdem kann ein gewichtsabhängiger Trittkontakt zum Ein- und Ausschalten
in das Heizelement unmittelbar eingebaut werden.
Durch die verknotende/verknüpfende Webart der längs geführten Kontaktleiter,
die regelmäßig aus 12-20 einzelnen Metallfäden, wie etwa versilberten Kupferfäden
bestehen und auf einer Breite von 10-15 mm stabil im eigentlichen Gewebe eingearbeitet
sind, wird jeder einzelne stromführende Carbonfaden von einem Kontaktleiter voll
umschlossen und verknotet. Es entsteht dadurch eine äußerst sichere Kontaktierung,
bei der Spannungsüberschläge und die damit einhergehende Brandgefahr stark vermindert
oder ausgeschlossen wird.
Die einzelnen Metallfäden können auch aus je 3 einzelnen Litzen bestehen.