| Dokumentenidentifikation |
DE102004011012A1 22.09.2005 |
| Titel |
Chirurgisches Krallenschneidwerkzeug |
| Anmelder |
Kabella, Klaus, 16775 Zernikow, DE |
| Erfinder |
Kabella, Klaus, 16775 Zernikow, DE |
| DE-Anmeldedatum |
02.03.2004 |
| DE-Aktenzeichen |
102004011012 |
| Offenlegungstag |
22.09.2005 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
22.09.2005 |
| IPC-Hauptklasse |
A61D 1/00
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| IPC-Nebenklasse |
A01K 13/00
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| Zusammenfassung |
Um das Problem zu beheben, dass beim Schneiden von Krallen mit einer Krallenzange oder -schere, insbesondere bei Hunden, die im Kralleninneren befindlichen Blutgefäße nicht verletzt werden, wird an dem Krallenschneidwerkzeug unterhalb der Schneidöffnung (15) eine Durchleuchtungsvorrichtung (8) angeordnet, die das visuelle Erkennen des Verlaufes der Blutgefäße (18) unmittelbar vor dem Schnitt ermöglicht, so dass der exakte Schnittpunkt außerhalb von lebendem Zellgewebe bestimmt werden kann.
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| Beschreibung[de] |
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Die Erfindung betrifft Chirurgisches Krallenschneidwerkzeug, wie Krallenzange
oder Krallenschere für ein möglichst schmerzfreies Beschneiden von Krallen.
Das Schneiden von Krallen, insbesondere bei Hunden, gehört zur unabdingbaren
Pflege der Tiere. Erfolgt dies nicht, kommt es zu Missbildungen und damit verbundenen
Schmerzen.
Wird nun beim Beschneiden zu viel von der Kralle abgeschnitten, werden
die sich im Kralleninneren befindlichen Blutgefäße verletzt. Das Tier erleidet Schmerzen
und Blutungen.
Die Ursache für die unsachgemäßen Schnitte liegt meist darin begründet,
dass der Verlauf der Blutgefäße, insbesondere bei dunklen Krallen, visuell nicht
erkannt wird.
[Aufgabe der Erfindung]
Aufgabe der Erfindung ist es, ein chirurgisches Krallenschneidwerkzeug
zu schaffen, das eine visuelle Erkennung des Blutgefäßverlaufes unmittelbar vor
dem Schnitt ermöglicht, so dass der exakte Schnittpunkt außerhalb von lebendem Zellgewebe
bestimmt werden kann und der Schnitt somit schmerzfrei erfolgt.
Die Aufgabe wird mit den Merkmalen des 1. Patentanspruchs gelöst.
Vorteilhafte Weiterentwicklungen und Ausgestaltungen sind Gegenstand der Unteransprüche.
Das chirurgische Krallenschneidwerkzeug besteht aus zwei, mittels
zwei Griffen scheren- oder zangenförmig gegeneinander bewegbaren Schneidmessern,
die eine runde oder gewölbte Schneidöffnung freigeben. Unterhalb der Schneidöffnung
ist, fest verbunden mit einem Bauteil des Krallenschneidwerkzeuges, eine Durchleuchtungsvorrichtung
mit Leuchtmitteln, vorzugsweise lichtstarke Leuchtdioden angeordnet.
Die Durchleuchtungsvorrichtung sendet dabei ein Licht aus, welches
eine Kralle so durchleuchten kann, dass die darin befindlichen Blutgefäße deutlich
visuell erkennbar sind.
Für unterschiedlich pigmentierte Krallen können Leuchtmittel unterschiedlicher
Lichtstärken und/oder Wellenlängen eingesetzt werden.
Das Krallenschneidwerkzeug kann in unterschiedlichen Ausführungen
und Formgestaltungen als Krallenzange oder Krallenschere ausgeführt sein. Die Durchleuchtungsvorrichtung
ist dabei so an dem Werkzeugkörper anzuordnen und zu befestigen, dass die Leucht-
oder Strahlenrichtung auf die Schneidöffnung oder möglichst nahe auf diese gerichtet
ist. Sie kann dabei unterhalb der Schneidöffnung an dem unteren Schermesser oder
einer besonderen Halteeinrichtung, die mit dem Zangenkörper verbunden ist, angeordnet
sein.
Auch ein Heranführen des Lichtes an die Schneidöffnung mittels Lichtleiter
ist denkbar.
Ferner ist es von Vorteil, der Durchleuchtungsvorrichtung einen Sensor
zuzuordnen, der in der Lage ist, bestimmte spektrale Wellenlängen, z. B. die des
roten Blutfarbstoffes, zu erfassen. Der Sensor ist dabei auf den Lichtkegel der
Durchleuchtungsvorrichtung und gleichzeitig in den Bereich der Schneidöffnung gerichtet.
Bei Erfassung des roten Blutfarbstoffes löst der Sensor ein akustisches und/oder
optisches Signal aus und/oder die Messer werden blockiert.
Für einen äußerst exakten Schnitt und im Hinblick auf eine ortsfeste
Durchleuchtung ist es zweckmäßig, die Messer oder die Schenkel, die die Messer halten,
nicht auf einer Kreisbahn, sondern parallel zu führen. In diesem Fall sind auch
der Lichtsender (Durchleuchtungseinrichtung) und der Lichtempfänger (Sensor) exakt
aufeinandergerichtet. Da sowohl Sender als auch Empfänger einen gewissen Streukegel
aufweisen ist dies nicht zwingend notwendig.
In einer weiteren Ausgestaltung ist an dem Krallenschneidwerkzeug
eine Festhalte- oder Klemmeinrichtung angeordnet, die die zu schneidende Kralle
kurz vor dem Schneidvorgang durch einen leichten Druck auf die Griffe festhält.
Durch einen nachfolgenden kräftigeren Druck, gibt die vorzugsweise elastisch ausgeführte
Festhalteeinrichtung nach und die Messer schneiden die Kralle ab. Die Festhalteeinrichtung
ist dazu, je nach Ausführung und Aufbau der Zange, vor oder hinter den Schneidmessern
angeordnet.
An Hand von Zeichnungen wird das chirurgische Krallenschneidwerkzeug
in einer bevorzugten Ausführung näher erläutert.
Es zeigen:
1 das Krallenschneidwerkzeug im geöffneten
Zustand mit einer möglichen Anordnung von Durchleuchtungsvorrichtung und Sensor,
2 eine Darstellung der Schneidöffnung
bei geöffnetem Werkzeug nach 1,
3 eine Darstellung des unteren Schenkels
mit einer Krallenauswurföffnung,
4 Darstellung des Abschneidens einer Kralle mit dem
Krallenschneidwerkzeug,
Eine genaue Beschreibung der Zeichnungen wird nachgereicht.
1- oberer Griff
2- unterer Griff
3- oberer Schenkel
4- unterer Schenkel
5- oberes Messer
6- unteres Messer
7- Druckfeder
8- Lichtquelle mit Stromleitung
9- optoelektronischer Sensor mit Stromleitung
10- Batteriefach mit Elektronikteil
11- Ein/Aus – Schalter
12- Lautsprecher
13- Flexibler Körper (Gummi) im Normalzustand
14- Flexibler Körper gestaucht
15- ovale Schneidöffnung
16- Aussparung zur Krallenfreiheit im unteren Schenkel
17- Kralle
18- Blutgefäß
19- geminderter Lichtstrahl
20- ungeminderter Lichtstrahl
21- herabfallendes Krallenende
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| Anspruch[de] |
- Chirurgisches Krallenschneidwerkzeug mit zwei mittels zwei Griffen
(1, 2) scheren- oder zangenförmig gegeneinander bewegbaren Schneidmessern
(5, 6), die eine runde oder gewölbte Schneidöffnung (15)
freigeben, dadurch gekennzeichnet, dass unterhalb der Schneidöffnung (15),
fest verbunden mit einem Bauteil des Krallenschneidwerkzeuges, eine Durchleuchtungsvorrichtung
(8) mit Leuchtmitteln angeordnet ist.
- Krallenschneidwerkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, das
die Durchleuchtungseinrichtung (8) an dem unteren Schermesser (6)
derart angeordnet ist, dass der Lichtkegel der Leuchtmittel der Durchleuchtungsvorrichtung
(8) auf die Schneidöffnung (15) gerichtet ist.
- Krallenschneidwerkzeug nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,
dass zum Heranführen des Lichtes für die Leuchtmittel der Durchleuchtungsvorrichtung
(8) an die Schneidöffnung (15) Lichtleiter angeordnet sind.
- Krallenschneidwerkzeug nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,
dass die Durchleuchtungsvorrichtung (8) aus einem transparenten Werkstoff
besteht, in den die Leuchtmittel eingebettet sind.
- Krallenschneidwerkzeug nach den vorangegangenen Ansprüchen, dadurch
gekennzeichnet, dass die Leuchtmittel Leuchtdioden sind.
- Krallenschneidwerkzeug nach den vorangegangenen Ansprüchen, dadurch
gekennzeichnet, dass die Leuchtmittel mittels einer Stromleitung über einen Ein/Aus-
Schalter (11) mit einem Batteriefach (10) verbunden sind, das
vorzugsweise in einem Griff (1 oder 2) des Krallenschneidwerkzeuges
angeordnet ist.
- Krallenschneidwerkzeug nach den vorangegangenen Ansprüchen, dadurch
gekennzeichnet, dass für die Leuchtmittel unterschiedliche Beleuchtungsstärken einstellbar
sind.
- Krallenschneidwerkzeug nach den vorangegangenen Ansprüchen, dadurch
gekennzeichnet, dass der Durchleuchtungsvorrichtung (8) ein Sensor (9)
zugeordnet ist, der die spektrale Wellenlänge der roten Blutkörperchen (18)
erfasst.
- Krallenschneidwerkzeug nach den vorangegangenen Ansprüchen, dadurch
gekennzeichnet, dass an dem Krallenschneidwerkzeug vorzugsweise im Bereich der Schneidmesser
(5, 6) eine Festhalteeinrichtung (13) angeordnet ist,
die die Kralle (17) vor dem Schneidvorgang fixiert.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen
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