| Dokumentenidentifikation |
DE102004027192A1 22.09.2005 |
| Titel |
Anordnung zur thermischen Umsetzung kleinstückiger Brennstoffe, vorzugsweise Pellets |
| Anmelder |
Fachhochschule Lausitz, 01968 Senftenberg, DE |
| Erfinder |
Biegel, Peter, 01968 Senftenberg, DE; Grönke, Matthias, 03130 Spremberg, DE; Kosel, Peter, 02991 Lauta, DE; Langheinrich, Gerd, 01968 Senftenberg, DE; Loose, Peter, 03050 Cottbus, DE; Magister, Jan, 01968 Senftenberg, DE; Noack, Michael, 01983 Großräschen, DE; Schäfer, Michael, 01561 Weißig a Raschütz, DE; Schwanzara-Bennoit, Rolf, 02977 Hoyerswerda, DE |
| Vertreter |
Patentanwälte Pätzelt - Seltmann - Hofmann, 03046 Cottbus |
| DE-Anmeldedatum |
03.06.2004 |
| DE-Aktenzeichen |
102004027192 |
| Offenlegungstag |
22.09.2005 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
22.09.2005 |
| IPC-Hauptklasse |
F23B 1/00
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| Zusammenfassung |
Die Erfindung betrifft eine Anordnung zur thermischen Umsetzung im Sinne einer Verbrennung von Pellets und dergleichen brennbaren kleinstückigen Stoffe wie Granulate in einer Unterschubverbrennungsanlage, bei deren Konzeption es Aufgabe war, eine Unterschubverbrennungsanlage zu entwickeln, mit deren Hilfe eine Verbrennung von unterschiedlichen Qualitäten kleinstückiger Brennstoffe, vorzugsweise Pellets, ermöglicht wird und eine Bildung einer eine geregelte Verbrennung behindernden Schlackenkrone auf dem Rost sowie Versinterungen reduziert werden. Die Aufgabe wird gelöst, indem diese Unterschubverbrennungsanlage eine bekannte vertikale Brennstoffzufuhr über einen im wesentlichen vertikal ausgeführten Schacht aufweist, über dem ein Brennteller mit mittig freiem Querschnitt ausgebildet ist (Fig. 4).
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| Beschreibung[de] |
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Die Erfindung betrifft eine Anordnung zur thermischen Umsetzung im
Sinne einer Verbrennung von Pellets und dergleichen brennbaren kleinstückigen Stoffen
wie Granulate in einer Unterschubverbrennungsanlage.
Im Allgemeinen werden Feuerungsanlagen zur Erzeugung von Wärme, die
insbesondere zum Erwärmen eines Wärmeträgermediums, wie das bei Wasser der Fall
ist, dienen, mittels Kohle, Elktrizität oder Oel betrieben. In der Regel liegt die
Kohle naturgemäss als disperses Matrial und mit unterscheidlicher Korngrössenverteilung
vor, oder es werden aus Kohle geringerer Stückigkeit über eine zweckentsprechende
Formgebung grössere Stückigkeiten erzielt. Für andere Sonderbrennstoffe oder Energieträger,
wie das Sägespäne, Holzhackschnitzel und Pellets sind, sind Sonderausbildungen üblich,
die die spezifischen Eigenschaften dieser Brennstoffe wie Heizwert sowie Wassergehalt
und dergleichen Eigenschaften berücksichtigen. Diese spezifischen Eigenschaften
bestehen zum einen in einer relativ geringen Dimensionierung des Einzelkorns, sodass
der Rost entsprechend ausgelegt werden muss. Zum anderen führen diese Schwierigkeiten
der Rostauslegung neben den Brenneigenschaften dieser Heizmittel zu einem schwierig
zu beherrschenden Schlackeanfall, da Temperaturen entstehen, bei denen Energieträger
schmelzen.
Es hat deshalb nicht an Versuchen gefehlt, diesen Schwierigkeiten
abzuhelfen. So wird in der DE-OS 32 00 194
ein Verfahren zum Betreiben einer Feuerungseinrichtung vorgeschlagen, bei dem mittels
Druckluftimpulsen das angehäufte Brennmaterial aufgelockert wird und leichte Teile
wie Flugasche, Kohlestaub und dergleichen in eine benachbarte Kammer transportiert
werden. Der Betrieb der Feuerung und somit ebenfalls der Druckluftimpulse lässt
sich steuern, wobei die Auswahl der Parameter an Hand von Erfahrungswerten erfolgt,
die im weiteren fest eingestellt werden. Die Beschickung der Brennkammer erfolgt
von oben her. Damit ist ein Betrieb mittels Pellets nicht zweckmässig und die Steuerung
erfolgt an Hand voreingestellter Werte, die keine Beziehung zu eintretenden Veränderungen
während des eigentlichen Brennprozesses haben.
Nach der DE-OS 35 38 511 wird
eine Brennstoffzufuhr vertikal von unten nach oben vorgeschlagen, indem über eine
Schnecke der Eintrag des Brennmaterials erfolgt, der vertikal ausgebildete Kanal
einen konstanten Querschnitt aufweist, seine Länge teleskopisch veränderbar ist
und am freien Ende nach oben hin abschliessend eine Feuermulde ausgebildet ist.
Unter der Feuermulde ist eine Luftzuführungskammer ausgebildet, über die durch den
als Feuermulde ausgebildeten Rost dem Brennstoffbett von unten her Luft zugeführt
wird. Die Verbrennung wird durch die Höhenverstellung des Brennstoffkanals herbeigeführt,
indem durch seine Verstellbarkeit die Höhe des Feuerbettes und der Strömungswiderstand
der Verbrennungsluft beeinflusst werden sollen. Über die vertikale Zuführung des
Brennmaterials wird Asche nach aussen abtransportiert. Aussagen zur Schlackebildung
sind nicht vorhanden.
Der Brennprozess wird gesteuert durch eine Veränderung der Geschwindigkeit
der Brennstoffzuführung sowie der Veränderung der Länge des vertikalen Kanals. Auf
Grund der Ausbildung einer ringförmigen Zuführung der Verbrennungsluft verbleibt
im Zentrum der Feuermulde ein Bereich, in dem die Verbrennung bezogen auf den vollen
Querschnitt zeitlich differenziert erfolgt und Unregelmässigkeiten im Verbrennungsprozess
nicht auszuschliessen sind.
Aufgabe der Erfindung ist es deshalb, eine Unterschubverbrennungsanlage
zu entwickeln, mit deren Hilfe eine Verbrennung von unterschiedlichen Qualitäten
kleinstückiger Brennstoffe, vorzugsweise Pellets, ermöglicht wird und eine Bildung
einer eine geregelte Verbrennung behindernden Schlackenkrone auf dem Rost sowie
Versinterungen reduziert werden.
Die Aufgabe wird gelöst, indem diese Unterschubverbrennungsanlage
zunächst eine bekannte vertikale Brennstoffzufuhr über einen im wesentlichen vertikal
ausgeführten Schacht aufweist, der mit seiner Mittelachse ebenfalls in Grenzen von
der Lotrechten abweichen kann. An dessen nach oben hin freiem Ende ist ein Brennteller
mit mittig freiem Querschnitt ausgebildet. Der Übergangsbereich zwischen im wesentlichen
vertikal ausgeführtem Schacht der Brennstoffzuführung und horizontal ausgebildetem
Brennteller ist stark gerundet bis konisch erweitert ausgeführt. Diese Ausbildung
begünstigt zunächst die Verlagerung der Verbrennung in das freie Ende des sich ständig
bewegenden Volumenstrom des Brennstoffes hinein.
Die erfindungsgemässe Lösung sieht des weiteren vor, dass neben dem
horizontal ausgeführten Bereich des Brenntellers ebenso der von der Vertikalen abweichende
obere Bereich des im wesentlichen vertikal ausgeführten Schachtes, der letztendlich
in den Brennteller übergeht, vorzugsweise gleichmässig verteilt Austrittsöffnungen
für den Eintritt der Primärluft aufweist.
Erfindungsgemäss wird des weiteren vorgeschlagen, dass auf der durch
den Brennteller verlaufenden Mittelsenkrechten liegend eine Mittelluftdüse für
eine weitere Zuführung von Primärluft ausgebildet ist. Diese kann zum einen im Volumenstrom
des Brennstoffes liegend mit Luftzuführung von unten her und dies nach oben abgebend
ausgebildet sein, zum anderen im Bereich der abgerundeten bis konischen Erweiterung
liegend von oben her eine Luftzuführung aufweisend und diese anch unten abgebend
angeordnet sein. Damit ist ein weiteres Detail vorhanden, das die Verlagerung der
Verbrennung in den sich ständig bewegenden Volumenstrom des Brennstoffes hinein
begünstigt. Daraus folgt, dass sich über den gesamten Brennteller ein Glutbett ausbildet
und sich der heisse Kern dieses Glutbettes in dessen Zentrum befindet.
Die erfindungsgemässe Vorzugsvariante weist eine Mittelluftzuführung
von oben her auf.
Diese kann in einen Doppelkörper integriert sein, der aus zwei kegelähnlichen
Körpern besteht, die mit ihren Grundflächen miteinander verbunden sind und dessen
Mittellängsachse eine Verlängerung der durch den Brennteller verlaufenden Mittelsenkrechten
darstellt. Damit ist es möglich, über den unteren kegelähnlichen Körper die Mittelluftzuführung
von oben her zu realisieren und über den oberen kegelähnlichen Körper nach oben
austretend Sekundärluft zuzuführen. Damit wird im weiteren eine Strahlungsabschirmung
erreicht, indem unterhalb des Doppelkörpers und in Nähe des Brenntellers befindlich
eher eine niedere Temperatur entsteht, sodass eher eine Vergasung des Brennstoffes
stattfindet und sich die höheren Temperaturen, bei denen eher eine Verbrennung stattfindet
und ein optimales Ausbrennen der Brenngase erricht wird, bei dem letztendlich in
erhöhtem Masse Schlacke anfällt, sich oberhalb des Doppelkörpers vollziehen.
Die Kegelähnlichkeit kann in der Form eines Kegels bestehen. Es kann
sich aber ebenfalls um eine vielflächige Pyramide, einen Kegel mit konkav gestaltetem
Mantel oder ähnliche Gestaltungen handeln. Massgebend sind letztlich die Verhältnisse
in der Brennkammer.
Statt als Doppelkörper aus zwei kegelähnlichen Körpern kann die Mittelluftzuführung
ebenfalls tropfenförmig ausgebildet sein.
Es versteht sich von selbst, dass die Mittelluftzuführung aus einem
hinreichend hochwarmfesten Material gefertigt wird, indem Titan, Keramik oder dergleichen
hochwarmfeste Materialien eingesetzt werden. Vorzugsweise ist die Mittelluftdüse
zweiteilig ausgeführt, indem beide Teile über eine Steckverbindung miteinander verbunden
sind.
Alle Ausführungsformen der Mittelluftdüse können ebenso seitlich und
über ihren Umfang verteilt Luftaustritte aufweisen.
In der Relation zum Brennteller kann die Mittelluftdüse hinsichtlich
ihrer Höhenlage ebenfalls verstellbar eingerichtet sein, um angepasst an die Werte
des Brennstoffes eine optimale Verbrennung einstellen zu können. Diese Verstellbarkeit
kann beispielhaft erreicht werden, wenn die Mittelluftdüse an einer trapezähnlichen
hochwarmfesten Aufhängung an deren unterer Quertraverse befestigt ist, die in Langlöchern
im Verhältnis zu den beiden kurzen gleichlangen Seiten festgelegt ist. Werden beide
kurzen gleichlangen Seiten mittels einer mit gegenläufigem Rundgewinde versehenen
Spindel verbunden, verändert sich der Abstand der unteren Quertraverse im Verhältnis
zu den Festpunkten. Es ist ebenso möglich, von oben her ein einfaches Gestänge vorzusehen,
das die Mittelluftdüse trägt und höhenverstellbar im umhüllenden Gehäuse befestigt
ist. Unabhängig davon kann im Randbereich des Brenntellers noch immer eine Verkrustung
von Verbrennungsrückständen auftreten, die einer Beseitigung bedarf.
Diese Rückstände entstehen im Glutbett, das in seinem Inneren eine
Temperatur von weit über 1000°C aufweist. Es entstehen zunächst glaskugelähnliche
Gebilde, die im weiteren zu grösseren festen Gebilden zusammenwachsen. Um das zu
verhindern, weist die unmittelbar an die Verbrennungszone angrenzende Randzone des
Brenntellers spezifische die Beseitigung von Verbrennungsrückständen begünstigende
Ausbildungen auf.
Eine Variation sieht vor, dass an einem Umfangskreis des Brenntellers
tangierend und in dessen Randzone mit ihrer Mittellängsachse horizontal liegend
und im rechten Winkel zur Senkrechten sowie die Oberfläche des Brenntellers durchbrechend
Walzen ausgebildet sind, die einen autarken Antrieb sowie auf ihrer zylindrischen
Außenseite Längsnuten sowie Luftdüsen aufweisen. Es hat sich gezeigt, dass eine
derartige Ausbildung ein Versintern der Verbrennungsrückstände verhindert.
Eine weitere erfindungsgemässe Variation sieht vor, dass unter dem
Brennteller sternförmig angeordnet zum Mittelpunkt des Brenntellers zu sich verjüngend
und dessen Oberfläche durchbrechend konisch zulaufende Kegelrollen, die äusserlich
einen Drall aufweisen und derartig angetrieben sind, dass im Drall befindliche Ablagerungen
nach aussen transportiert und für einen weiteren Abtransport bereitgestellt werden.
Da sie aus dem Bereich der Beeinflussung durch die Primärluft entfernt sind, ist
ein Verschlacken nicht mehr gegeben.
Ein anderer erfindungsgemässer Vorschlag sieht vor, dass im rechten
Winkel zur Mittelachse des vertikal ausgeführten Schachtes vorzugsweise sternförmig
dazu in den Brennteller seine obere Abschlussfläche sowie den Übergang vom obere
Bereich des im wesentlichen vertikal ausgeführten Schachtes zum
Brennteller überragend Volumenstromteiler integriert sind, die das Ausbilden einer
geschlossenen Schlackenkrone verhindern. Jeder dieser Volumenstromteiler ist scheibenartig
und auf einer querliegenden Achse lose drehbar ausgebildet. Durch den sukzessiven
Vorschub des Brennstoffes werden die anfallenden Verbrennungsrückstände darüber
geschoben und ein sich bildender Ring wird radial segmentiert geteilt. Selbst wenn
aus welchen Gründen auch immer ein Drehen der Volumenstromteiler unterbleibt, sorgt
die scheibenartige Ausbildung der Volumenstromteiler für ein Teilen der vom nachdrängenden
Brennstoff darüber geschobenen möglichen Anhäufung der Verbrennungsrückstände.
In allen Fällen kann der Brennteller in seiner äusseren Randzone leicht
konvex nach aussen gekrümmt sein. Damit wird das Abrollen der Vebrennungsrückstandssegmente
beziehungsweise der Schlackenteile erleichtert und Anbackungen werden verhindert.
Die in Form von Asche und Schlacke anfallenden Verbrennungsrückstände folgen der
Schwerkraft und fallen in den unteren Teil der Umhüllung der Unterschubverbrennungsanlage.
Hier können sie durch eine zweckmässig gestaltete bekannte fördertechnische Einrichtung
zum Aufhalden abtransportiert werden.
Es ist ebenso möglich, die vorgeschlagene Kombination vorteilhaft
so zu betreiben, dass vorzugsweise in der Oberluftzuführung, also oberhalb der Mittelluftzuführung,
eine Feuchtigkeitsanreicherung erfolgt. Das kann zum einen ein Verdüsen von Wasser,
vorzugsweise Brauchwasser, sein, zum anderen kann eine Feuchtigkeitsanreicherung
ebenfalls durch Einspritzen erfolgen. In allen Fällen neigt Schlacke, falls sie
sich bildet, zum Brüchigwerden und sie haftet weniger an der Brenntelleroberfläche.
Insoweit wird die Verschmutzung der Brenntelleroberfläche durch Anbackungen von
Verbrennungsrückständen verringert. Die Oberluft kann ebenfalls ein Rauchgas-Wasser-Luftgemisch
sein.
Im Rauchgasbereich kann eine übliche Einrichtung angeordnet sein,
über die der enthaltene Restsauerstoff mittels &lgr;-Sonde und der CO-Anteil über
eine CO-Sonde festgestellt werden. Ebenso kann eine Einrichtung integriert sein,
die ein Feststellen der Rauchgasmengen ermöglicht. Die in zeitlichen Intervallen
ermittelten Werte können ebenso einer mit diesen Einrichtungen verbundenen Rechnereinheit
aufgegeben werden, die zunächst nach Vergleich mit einem Normal eine Veränderung
der Geschwindigkeit der Brennstoffzuführung und, falls erforderlich, im weiteren
die Primär- und Sekundärluftmenge je Zeiteinheit neu einregelt.
Um die Brenngase optimal auszubrennen, wurde zusätzlich, wie bereits
beschrieben, über der Mittelluftdüse eine heisse Brennkammer ausgebildet, in der
den Flammen geregelt Sekundärluft zugeführt wird. Die ermittelten Werte und infolge
einer Differenzermittlung ergriffenen Massnahmen werden ebenso im Rechner gespeichert
und stehen dort für eine online-Abfrage zur Verfügung.
Die Unterschubverbrennungsanlage kann durch sicherheitsrelevante Baugruppen
komplettiert werden. So kann die Brennstofffördereinrichtung eine schnellschliessende
vorzugsweise temperaturgesteuerte Absperrung aufweisen. Ebenso kann um die Brennstofffördereinrichtung
und/oder um den Brennteller eine vorzugsweise temperaturgesteuerte Löscheinrichtung
ausgebildet sein.
Mittels der vorgeschlagenen Konstruktion ist es möglich, unterschiedliche
Pellet- und Granulatarten, sortiert oder in der Mischung, so zu verbrennen, dass
ein Schlackeanfall sich nicht hinderlich auf die Verbrennung dieser Pellets oder
Granulate auswirkt. Auch regional unterschiedliche Qualitäten nichtfossiler kleinstückiger
Brennstoffe führen nicht zu Störungen des Brennprozesses. Insoweit ist die erfindungsgemässe
Lösung vorteilhaft einsetzbar.
Die Lösung soll nachfolgend an einem Ausführungsbeispiel näher beschrieben
werden. In der zugehörigen Zeichnung zeigt
1 einen erfindungsgemäss gestalteten
Brennteller mit Übergangsbereich zum vertikal ausgeführten Schacht der Brennstoffzuführung
sowie in der Variante mit Volumenstromteilern und Mittelluftdüse mit nach unten
gerichtetem Luftauslass in einer Seitenansicht,
2 die Draufsicht auf die Darstellung
gemäss 1,
3 den Schnitt A–A' nach
2,
4 eine perspektivische Ansicht der Kombination
von Mittelluftdüse und Brennteller mit Volumenstromteilern.
Sich anschliessend an einen vertikal ausgeführten Schacht
1 einer über eine angetriebene Schnecke mit Pellets versorgten Unterschubverbrennungsanlage
ist ein Brennteller 2 ausgebildet. Der Übergangsbereich 3 zwischen
vertikal ausgeführtem Schacht 1 und Brennteller 2 ist mit einem
Radius, der dem Durchmesser des vertikal ausgeführten Schachtes 1 entspricht,
gerundet. In dieser Rundung sind unmittelbar nach Abweichung aus der Senkrechten
für den Eintritt der Primärluft symmetrisch über den Umfang verteilt Luftaustrittsöffnungen
4 vorhanden, die sich im unmttelbar inneren Randbereich des Brenntellers
2 in einer konzentrischen Anordnung fortsetzen. Die Zuführung
der Luft erfolgt über die Lufteintrittsöffnungen 8 beziehungsweise
8'. Des weiteren sind in den Brennteller 2 scheibenförmig ausgebildete
Volumenstromteiler 5 integriert, die den Brennteller 2 nach oben
hin überragen. Im äusseren Randbereich ist der Brennteller 2 nach aussen
hin abfallend leicht konvex gekrümmt ausgeführt, damit die Verbrennungsrückstände
leicht nach aussen hin abfallen können, wenn von innen her Brennstoff im vertikal
ausgeführten Schacht 1 nachgeschoben wird.
Über dem Brennteller angeordnet befindet sich eine Mittelluftdüse
6, über die Verbrennungsluft nach dem Zünden des Brennstoffes in das Zentrum
des sich bildenden Glutbettes zugeführt wird. Diese Mittelluftdüse 6 ist
beispielhaft aus Keramik gefertigt und weist eine kegelähnliche Form auf, indem
sich diese bezogen auf die seitliche Projektion der Mantellinie zur Spitze zunächst
nach innen gewölbt im weiteren parabelförmig verjüngt. Zum Zweck der Luftzuführung
weist die Mittelluftdüse 6 im konkreten Fall seitlich eine Aufnahme 7 für
eine lösbare Fixierung einer Zuleitung für die zuzuführende Luft auf.
Durch das Einblasen der Luft in das Zentrum des Glutbetts bildet sich
dort ein heisser Kern, indem sich die Verbrennung der Pellets dort besonders intensiv
vollzieht.
Der Abstand der Mittelluftdüse 6 im Verhältnis zum Brennteller
2 ist einstellbar, um in Abhängigkeit vom Heizwert des zur Verfügung stehenden
Brennstoffes und seiner Beimengungen eine optimale Verbrennung an Hand der stöchiometrischen
Messungen im Abgas beeinflussen zu können.
1- vertikal ausgeführter Schacht
2- Brennteller
3- Übergangsbereich
4- Luftaustrittsöffnungen
5- Volumenstromteiler
6- Mittelluftdüse
7- Aufnahme
8; 8'- Lufteintrittsöffnungen
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| Anspruch[de] |
- Anordnung zur Verbrennung kleinstückiger Brennstoffe, vorzugsweise
Pellets, auch unterschiedlicher Zusammensetzung, die im wesentlichen aus einer in
ein umhüllendes Gehäuse einem Brennteller (2) untergelagerten vertikalen
Brennstoffzuführung bestehend ausgeführt ist, an dessen nach oben hin freiem Ende
der Brennteller (2) mit mittig freiem Querschnitt ausgebildet ist, der
Übergangsbereich (3) zwischen im wesentlichen vertikal ausgeführtem Schacht
(1) der Brennstoffzuführung und horizontal ausgebildetem Brennteller (2)
stark gerundet bis konisch erweitert ausgeführt ist, in diesem in den Brennteller
übergehenden Übergangsbereich (3) Luftaustrittsöffnungen für den Eintritt
von Primärluft ausgebildet sind sowie auf der durch den Brennteller (2)
verlaufenden Mittelsenkrechten liegend eine Mittelluftdüse (6) für einen
weiteren Lufteintrag ausgebildet ist.
- Anordnung nach Anspruch 1, bei der die Mittelluftdüse (6)
einen Lufteintrag von unten nach oben ermöglichend und diese nach oben austragend
ausgebildet und im Brennstoffstrom angeordnet ist.
- Anordnung nach Anspruch 1, bei der die Mittelluftdüse (6)
einen Lufteintrag von oben nach unten ermöglichend ausgebildet, diese nach unten
austragend und mit ihrer unteren Abschlusskante in der Nähe einer waagerechten Projektion
der Oberfläche des Brenntellers (2) liegend angeordnet ist.
- Anordnung nach Anspruch 3, bei der die Mittelluftdüse (6)
in Form zweier kegelähnlicher Körper ausgeführt ist, bei dem die beiden kegelähnlichen
Körper mit ihren Grundflächen miteinander verbunden sind und die Mittellängsachse
des aus kegelähnlichen Körpern zusammengesetzten Doppelkörpers eine Verlängerung
der durch den Brennteller (2) verlaufenden Mittelsenkrechten darstellt
sowie der untere Kegel des Doppelkörpers die Mittelluftzuführung von oben her zum
Brennteller (2) ermöglichend ausgebildet ist.
- Anordnung nach Anspruch 3, bei der die Mittelluftdüse (6)
als tropfenförmiger Körper ausgeführt ist, dessen Mittelängsachse eine Verlängerung
der durch den Brennteller (2) verlaufenden Mittelsenkrechten darstellt
sowie der untere Teil des tropfenförmigen Körpers die Mittelluftzuführung von oben
her zum Brennteller (2) ermöglichend ausgebildet ist.
- Anordnung nach einem der Ansprüche 4 oder 5, bei der der obere Teil
des jeweiligen Körpers eine Luftzuführung nach oben hin ermöglichend ausgebildet
ist.
- Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, bei der die Mittelluftdüse
(6) einen seitlichen Luftaustritt ermöglichend ausgebildet ist.
- Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, bei der die Mittelluftdüse
(6) im Verhältnis zum Brennteller (2) hinsichtlich ihres Abstandes
höhenmässig verstellbar festgelegt ausgebildet ist.
- Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, bei der im Brennteller
(2) die unmittelbar an die Verbrennungszone angrenzende Randzone des Brenntellers
(2) eine spezifische die Beseitigung von Verbrennungsrückständen begünstigende
Ausbildung aufweist.
- Anordnung nach Anspruch 9, bei der an einem Umfangskreis des Brenntellers
(2) tangierend und in dessen Randzone mit ihrer Mittellängsachse horizontal
liegend und die Oberfläche des Brenntellers (2) durchbrechend Walzen ausgebildet
sind, die einen autarken Antrieb sowie auf ihrer zylindrischen Außenseite Längsnuten
sowie Luftaustrittsdüsen aufweisen.
- Anordnung nach Anspruch 9, bei der in den Brennteller sternförmig
angeordnet zum Mittelpunkt des Brenntellers (2) zu sich verjüngend und
die Oberfläche des Brenntellers (2) durchbrechend konisch zulaufende Kegelrollen
ausgebildet sind, die äusserlich einen Drall aufweisen und derartig angetrieben
ausgestaltet sind, dass im Drall befindliche Ablagerungen durch Verbrennungsrückstände
nach aussen transportiert und für einen weiteren Abtransport bereitgestellt werden.
- Anordnung nach Anspruch 9, bei der im rechten Winkel zur durch den
Brennteller (2) verlaufenden Mittelsenkrechten sternförmig dazu in den
Brennteller (2) seine obere Abschlussfläche und den oberen Bereich des
im wesentlichen vertikal ausgeführten Schachtes überragend Volumenstromteiler (5)
integriert sind, die scheibenartig ausgebildet sind und jeder derselben auf einer
querliegenden Achse lose drehbar ausgeführt ist.
- Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, bei der der Brennteller
(2) in seiner äusseren Randzone leicht konvex nach aussen gekrümmt ausgebildet
ist.
- Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, bei der der untere Teil
des umhüllendes Gehäuses eine zweckmässig gestaltete bekannte fördertechnische Einrichtung
zum Abtransport der über den Rand des Brenntellers (2) hinaus geratenen
und im unteren Teil des umhüllenden Gehäuses gesammelten Verbrennungsrückstände
aufweisend ausgebildet ist.
- Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dass die zugeführte Luft
mit Feuchtigkeit angereichert ist.
- Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 15, bei der die zugeführte
Luft mit Rauchgas angereichert ist.
- Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 15, bei der der in das umhüllende
Gehäuse für die Abluft integrierte Rauchgaskanal einen mit einer Rechnereinheit
verbundenen Sensor aufweist, der den enthaltenen Sauerstoff hinsichtlich der absoluten
Grösse seines Anteils am Abgas in zeitlicher Abhängigkeit feststellt und einen dem
Sauerstoffgehalt adäquaten Wert der Rechnereinheit übermittelnd ausgebildet ist.
- Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 15, bei der der Rauchgaskanal
eine mit einer Rechnereinheit verbundene Einheit aufweist, die die Menge Rauchgas
in zeitlicher Abhängigkeit pro Zeiteinheit feststellt und einen adäquaten Wert der
Rechnereinheit übermittelnd ausgebildet ist.
- Anordnung nach einem der Ansprüche 17 oder 18, bei der der dem Sauerstoffgehalt
adäquate Wert als Steuergrösse für eine Veränderung der Geschwindigkeit der Brennstoffzuführung
herangezogen ist.
- Anordnung nach einem der Ansprüche 17 bis 19, bei der der dem Sauerstoffgehalt
adäquate Wert als Steuergrösse für eine Veränderung der Primärluftmenge je Zeiteinheit
herangezogen ist.
- Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 20, bei der die Brennstofffördereinrichtung
eine schnellschliessendes vorzugsweise temperaturgesteuerte Absperrung aufweisend
ausgebildet ist.
- Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 21, bei der die Brennstofffördereinrichtung
eine temperaturgesteuerte Löscheinrichtung aufweisend ausgebildet ist.
- Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 22, bei der um den Brennteller
(2) eine temperaturgesteuerte Löscheinrichtung ausgebildet ist.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen
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