| Dokumentenidentifikation |
DE102004055957A1 22.09.2005 |
| Titel |
Verfahren zur Herstellung eines texturierten proteinhaltigen Fleischersatzstoffes, Vorrichtung zum Schneiden desselben und damit hergestellte Produkte |
| Anmelder |
Mars Inc., McLean, Va., US |
| Erfinder |
Alexander, David, Victoria, AU; Rees, Kevin, Victoria, AU; Karslake, John, Victoria, AU; Lempriere, Paul, Victoria, AU |
| Vertreter |
BOEHMERT & BOEHMERT, 28209 Bremen |
| DE-Anmeldedatum |
19.11.2004 |
| DE-Aktenzeichen |
102004055957 |
| Offenlegungstag |
22.09.2005 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
22.09.2005 |
| IPC-Hauptklasse |
A23P 1/12
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| IPC-Nebenklasse |
A23P 1/10
A23J 3/26
A23L 1/48
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| Zusammenfassung |
Verfahren zur Herstellung eines texturierten proteinhaltigen Fleischersatzstoffes, mit einem optimierten, faserigen Aussehen, aus einem Extrudat, das durch eine Rohrleitung mit bekannter Querschnittsform hindurchgeht, wobei das Verfahren die Schritte einschließt: Festlegen eines Schneidprofils für das Extrudat, wobei das Profil das Herstellen eines Schnittes durch das Extrudat einschließt, der im wesentlichen kolinear mit der längsten Achse der Querschnittsform verläuft; und Schneiden durch das Extrudat hindurch mit einer oder mehreren Klingen, die so angepaßt sind, daß sie in einer dem oben festgelegten Profil entsprechenden Weise in einer Richtung schneiden, die im wesentlichen entgegengesetzt zur Richtung des Fließens des Extrudates durch die Rohrleitung hindurch oder aus dieser heraus verläuft.
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| Beschreibung[de] |
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Die Erfindung betrifft allgemein Futtermittelprodukte. Genauer betrifft
die Erfindung ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Herstellung eines proteinhaltigen
Fleischersatzstoffes mit einem fleischähnlichen Aussehen und so hergestellte Produkte.
Die industrielle Herstellung von Fleischersatzstoffprodukten aus proteinreichen
Vorläufermaterialien, einschließlich Vorläufern auf pflanzlicher Basis, wie etwa
Getreidekleber (aus Weizen, Reis oder Mais; entweder vital oder mit restlicher Stärke),
entfetteten Ölsamen, Getreide- und Bohnenmehlen, Grobmehlen und Derivaten (z.B.
entfettetem Sojamehl, Sojaproteinkonzentrat, Weizenmehl), oder Vorläufern auf tierischer
Basis, wie etwa Fleischnebenprodukten, erhalten durch mechanische Trennung, Fischmehl,
getrocknetes Eiklar und andere, allein oder in Kombination, ist heutzutage eine
gut etablierte Praxis (im weiteren auch einfach als texturierte Proteinprodukte
(oder TPPs) bezeichnet).
Garextrusionstechnologie ist die bei weitem am breitesten verwendete
der unterschiedlichen möglichen Herstellungsverfahren, um solche Fleischersatzstoffe
zu erhalten. In ihrer sehr grundlegenden Form umfasst die Herstellung von Fleischersatzstoffprodukten
mit einer texturierten oder faserigen Struktur das Vermischen der ausgewogenen trockenen
Vorläufer und Einbringen dieser zusammen mit Wasser (um einen gewünschten Feuchtigkeitsgehalt
in der Mischung zu erhalten) in einen geeigneten erhitzten Extruder (z.B. Einzel-
oder Doppelschraubenextruder). Während sie durch den Extruder hindurchgeht, der
diskrete Abschnitte hat, um spezifische mechanische Prozesse an der Mischung durchzuführen,
wird die Mischung plastifiziert und erhitzt, um eine heiße, viskose und wenigstens
teilweise geschmolzene Masse zu bilden, die oft als Proteinlava bezeichnet wird.
Die Eigenschaften der viskosen Masse am Ende des thermomechanischen Umwandlungsprozesses,
den die Vorläufer im Extruderzylinder durchlaufen, sind abhängig von den Prozeßvariablen
(z.B. Temperatur in den unterschiedlichen Abschnitten des Extruderzylinders, Schraubengeschwindigkeit/Zylinderabschnittdruck,
Feuchtigkeitsgehalt, Vorläuferformulierung, etc.). Die viskose Masse aus proteinhaltigem
Material kann durch eine Stauscheibe mit einer Mehrzahl von kleinen Öffnungen hindurchgeführt
werden, um den Druck über den Schraubenauslaß zu vergleichmäßigen. In vielen Anwendungen
wird das Material durch ein Ausformwerkzeug hindurchgeführt, das ausgebildet ist,
um die Stücke in gewünschter Größe und Form herzustellen. Eine Rotationsschneidvorrichtung
oder dergleichen wird normalerweise verwendet, um die Extrudat-„Stränge",
die aus jedem Werkzeug austreten, zu schneiden, um die endgültige Stückgröße zu
erzeugen. Diese Technologie wird im Detail von Harper in „Extrusion of Foods",
(1981) CRC Press, Vol. 2, S. 95–99, beschrieben.
Extrusionsgaren und Texturieren unter hoher Feuchtigkeit (HMEC) ist
eine Technologie, die in den letzten Jahren mit Erfolg bei der Faserbildung von
Formulierungen auf Proteinbasis mit hohem Feuchtigkeitsgehalt und somit Texturieren
„nasser", fleischähnlicher TPPs, entweder unter alleiniger Verwendung von
Pflanzenproteinquellen (Getreide- und Ölsaat-Proteinquellen, wie etwa insbesondere
Sojamehl, Sojaproteinkonzentrat und Vitalweizenkleber) und/oder tierischen Proteinen
wie etwa Fischmehl, Eiklarpulver, frische Fleischnebenprodukte und dergleichen,
mit erfolg eingesetzt worden. Patentdokument Nr. WO 00/69276 (Effem Foods Pty. Ltd.)
offenbart eine Anwendung dieser Technologie unter Verwendung einer modifizierten
Hammermühle, um die Offenlegung fleischähnlicher, oder fischähnlicher, innerer Extrudat-Textur
zu bewirken.
Eine weitere Technologie zur Herstellung fleischähnlicher Ersatzstoffe
ist diejenige, die im WIPO-Patentdokument Nr. WO 01/35766 offenbart ist, das ein
Fleischemulsionsprodukt mit fleischähnlicher Faserbildung offenbart, erhalten aus
schnellem Erhitzen einer proteinhaltigen Fleischemulsion, die hohem Druck unterworfen
und durch ein längliches Rohr ausgeformt wird. Herkömmliche Schneidverfahren, wie
etwa ein Rotationsmesser, Wasserstrahlschneiden, ein Messergitter oder dergleichen,
können am Austragsende des Rohres angebracht sein, um das Produkt in Stücke der
gewünschten Größe zu schneiden. Ein Verfahren zur Verbesserung des Aussehens durch
einen sekundären Größenverringerungsschritt durch Verwendung von Verdichtungswalzen
ist ebenfalls in diesem Dokument offenbart.
Die Textur all solcher Produkte, ob sie allein auf Proteinen aus Getreide-
oder Bohnenquellen beruhen oder zusätzliche, fleischbasierte Vorläufer aufweisen,
ist ein besonders wichtiges Kriterium, wenn solch ein Produkt als ein Ersatz für
echte Fleischprodukte verwendet werden soll, da die Akzeptanz des Produktes von
seiner Fähigkeit abhängen wird, das Aussehen von Fleisch zu simulieren.
Daher sind verschiedene Verfahren für das Schneiden und/oder Zerfasern
des Extrudates entwickelt worden, die meist rotierende Schneidvorrichtungen umfassen,
die quer über den Extrudatstrom schneiden, wenn er die Extrusionsanlage verlässt.
Diese Technik neigt dazu, die innere Textur des Extrudatmaterials nur an den vorderen
und hinteren Enden des geschnittenen Stückes offenzulegen, was bei einigen Anwendungen
ausreichend sein kann.
Wo es jedoch gewünscht ist, daß das extrudierte Futtermaterial
die faserige Struktur von Fleisch oder Fisch zeigt, ist es bevorzugt, daß so viel
des inneren faserigen Extrudatmaterials wie möglich offengelegt wird. Die in der
oben genannten WO 00/69276 offenbarte modifizierte Hammermühle neigt dazu, maximale
Offenlegung von fleischähnlicher, oder fischähnlicher, innerer Extrudatstruktur
zu bewirken. Diese Technik neigt dazu, einen breiten Bereich von Teilchengrößen
und hoch zufälligen Formen zu schaffen, und findet so besondere Verwendung bei der
Schaffung von Extrudatstücken, die zufällig zerfaserten Fleisch-, Hähnchen- oder
Fischprodukten ähneln sollen. Im Gegensatz dazu ist eine solche Technik nicht günstig,
wenn das Extrudat geschnittene oder gewürfelte Fleischprodukte nachbilden soll,
aufgrund des Unterschiedes der Teilchenformen, die für die Authentizität erforderlich
sind, und des potentiell hohen Gehalts an „Feinteilen", die das Aussehen
des Produktes verderben können.
Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren und
eine Vorrichtung zum kontrollierten Schneiden von proteinhaltigen Fleischersatzstoffen
zur Verfügung zu stellen, das/die das „fleischähnliche" Aussehen solcher
Fleischersatzstoffstücke optimiert.
Gemäß einem Aspekt der Erfindung wird ein Verfahren zur Herstellung
einer texturierten proteinhaltigen Fleischersatzstoffes zur Verfügung gestellt,
mit einem optimierten faserigen Aussehen, aus einem Extrudat, das durch eine Rohrleitung
mit bekannter Querschnittsform hindurchgeht, wobei besagtes Verfahren die Schritte
einschließt: Festlegen eines Schneidprofils für das Extrudat, wobei das Profil das
Herstellen eines Schnittes durch das Extrudat einschließt, der im wesentlichen kolinear
mit der längsten Achse der Querschnittsform verläuft; und Schneiden durch das Extrudat
hindurch mit einer oder mehreren Klingen, die so angepasst sind, daß sie in einer
dem oben festgelegten Profil entsprechenden Weise in einer Richtung schneiden, die
im wesentlichen entgegengesetzt zur Richtung des Fließens des Extrudates durch besagte
Rohrleitung hindurch oder aus dieser heraus verläuft.
Das Aussehen von Laminierungen in der inneren Struktur extrudierter
proteinhaltiger Materialien, die als die fleischähnliche Textur bereitstellend wahrgenommen
werden, ist ein Artefakt der Bedingungen, unter denen das Extrudat hergestellt ist.
Aufgrund der ungleichmäßigen linearen Durchflußgeschwindigkeit von Extrudat über
den Querschnitt einer Rohrleitung, die durch die Extrudermundstück, das Abkühlwerkzeug
oder dergleichen hindurchgeht, wird die Textur sich mit einer deutlichen Maserung
ausbilden, wenn sie fest wird, in Abhängigkeit von der Rheologie der geschmolzenen
Extrudatmasse.
Typischerweise werden die Laminierungen sich in einer Parabolform
durch das Extrudat hindurch ausbilden, entlang einer Achse, die im wesentlichen
parallel zur Fließrichtung ist. Da das Maserungsprofil über eine längere Abmessung
der Querschnittsform des Extrudates länglicher ist, wird das Maserungsprofil dazu
neigen, mehr als parallele (im Gegensatz zu parabolischen) ausgerichteten Fasern
durch das Material zu erscheinen. Da dieser Effekt paralleler Fasern sehr wichtig
ist, um das Produkt authentisch wie Fleisch aussehen zu lassen, ist es am wahrscheinlichsten,
daß Schnitte, die durch die längere Dimension des Extrudates hindurch vorgenommen
werden, in derselben Ausrichtung wie die axiale Fließrichtung des Extrudates durch
die Rohrleitung, den gewünschten visuellen Effekt bewirken.
Wenn zusätzlich die Oberfläche von offengelegter innerer Struktur
relativ zum Volumen des Extrudats maximiert wird, wird ein signifikant verbessertes
Aussehen des Ersatzproduktes erhalten, verglichen mit einem Schneiden quer zur Faser
wie im Stand der Technik. Dieses Verfahren liefert außerdem optimiertes faseriges
Aussehen ohne die Erzeugung von übermäßigen Feinteilen, die mit anderen Verfahren
nach dem Stand der Technik assoziiert ist, z.B. wo eine endgültige Größenverringerung
als eine sekundäre Stufe durchgeführt wird, wie etwa Zerkleinern in einer Hammermühle,
Verdichtungswalzen oder dergleichen.
Wenn zum Beispiel die Querschnittsform der Rohrleitung im wesentlichen
länglich ist, ist es bevorzugt, daß das Schneidprofil so festgelegt wird, daß wenigstens
eine Klinge durch das Extrudat in einer Ausrichtung schneidet, die im wesentlichen
parallel mit der längsten Abmessung der länglichen Form verläuft.
In einer besonders bevorzugten Ausführungsform, wenn die Querschnittsform
der Leitung im wesentlichen ein Rechteck ist, mit einer Abmessung, die größer ist
als das fünffache derjenigen der anderen Abmessung, ist es bevorzugt, daß das Schneidprofil
wenigstens eine Klinge einschließt, um durch das Extrudat in einem Profil zu schneiden,
das im wesentlichen parallel zur längeren der Extrudatquerschnittsabmessungen verläuft.
In einer alternativen Ausführungsform, wenn die Querschnittsform der
Rohrleitung im wesentlichen kreisförmig ist, ist es bevorzugt, daß das Schneidprofil
das Herstellen wenigstens eines kreisförmigen Schnittes einschließt, der im wesentlichen
konzentrisch mit der Querschnittsform ist.
Das oben beschriebene Verfahren kann am besten umgesetzt werden, wenn
das Extrudat im wesentlichen fest geworden ist, wenn es mit den Klingen in Kontakt
kommt. Daher wäre es vorteilhaft, vor dem Schneidschritt außerdem
den Schritt der Abkühlung des Extrudats einzuschließen, entweder über ein Abkühlwerkzeug
oder andere Mittel.
In einem weiteren Aspekt liefert die Erfindung eine Schneidvorrichtung
zum Schneiden eines texturierten proteinhaltigen Fleischersatzstoffes, die an das
Schneidprofil angepasst ist, das so festgelegt ist, wie oben definiert.
In einem weiteren Aspekt liefert die Erfindung eine Produktionsanlage
zur Herstellung von Futtermittelprodukten, die eine Schneidvorrichtung wie oben
beschrieben umfasst.
In einem weiteren Aspekt liefert die Erfindung ein Futtermittelprodukt,
das einen texturierten proteinhaltigen Fleischersatzstoff einschließt, wobei der
Ersatzstoff in einem Verfahren wie oben beschrieben hergestellt ist.
Die Ausführungsformen der Erfindung, die oben beschrieben sind, können
für sich allein zur Herstellung eines Fleischersatzstoffstückes verwendet werden
oder alternativ in Verbindung mit einem herkömmlichen Schneidsystem, wie etwa einem
Rotationskreuzschneidsystem des Typs, der üblicherweise am Auslaß von Extrusionsgarsystemen
verwendet wird, um das gewünschte Produktaussehen zu erzeugen, oder über andere
feststehende Klingen, die lediglich vorgesehen werden, um ein Ersatzstoffstück mit
bestimmter Größe zu erzeugen.
Es wird von den Fachleuten auch anerkannt werden, daß die genaue Anordnung
der Schneidvorrichtung gemäß der Erfindung variiert werden kann, um zum Betrieb
zu passen, wobei die einzige Einschränkung ist, daß sie im System nach der Ausbildung
der inneren Struktur angeordnet werden muß.
In einem weiteren Aspekt der Erfindung wird ein Futtermittelextrusionssystem
bereitgestellt, das eine Futtermittelextrudatschneidvorrichtung umfasst, wie oben
definiert.
In einem weiteren Aspekt der Erfindung wird ein geschnittenes Futtermittelextrudatband
bereitgestellt, wobei das Schneiden über eine Futtermittelextrudatschneidvorrichtung,
wie oben definiert, durchgeführt worden ist.
Nunmehr wird mittels eines spezifischen, nicht-beschränkenden Beispiels
eine Futtermittelextrudatschneidvorrichtung gemäß der Erfindung beschrieben werden.
1 ist eine veranschaulichende schematische
perspektivische Ansicht eines Extrudatbandes, das teilweise von einer quer ausgerichteten
Klinge geschnitten worden ist, in einer Art und Weise, die den Stand der Technik
veranschaulicht.
2 ist eine veranschaulichende schematische
perspektivische Ansicht eines Extrudatbandes, das teilweise von einer längs angebrachten
Klinge gemäß der Erfindung geschnitten worden ist.
3 ist eine veranschaulichende schematische
perspektivische Ansicht eines Extrudats, das im wesentlichen kreisförmig im Querschnitt
ist und das teilweise durch seinen Durchmesser hindurch von einer angebrachten Klinge
gemäß dem Stand der Technik geschnitten worden ist.
4 ist eine veranschaulichende schematische
perspektivische Ansicht eines Extrudats, das im wesentlichen kreisförmig im Querschnitt
ist und das durch seinen Querschnitts von einer angebrachten Klinge teilweise geschnitten
worden ist und das durch sein Zentrum mit einer kreisförmigen Klinge gemäß einer
alternativen Ausführungsform der Erfindung geschnitten worden ist.
5 ist eine Endansicht einer Schneidvorrichtung
gemäß der Erfindung.
6 ist eine Darstellung einer „Wafu-Steak"-Varietät
von Extrudatstücken, die gemäß der Erfindung hergestellt werden können.
7 ist eine Endansicht einer alternativen
Schneidvorrichtung gemäß der Erfindung.
8 ist eine Darstellung einer alternativen
„Stir-fry"-Varietät von Extrudatstücken, die gemäß der Erfindung hergestellt
werden können.
Wenn man sich zunächst 1 zuwendet, ist
dort ein Extrudatband 1 aus proteinhaltigem Fleischersatzstoffprodukt dargestellt,
das mit einer quer ausgerichteten Klinge teilweise geschnitten worden ist. Man kann
beobachten, daß die Fläche der freigelegten inneren Laminierung 2 ziemlich
klein ist relativ zur Gesamtgröße des Bandes 1, und insbesondere zeigt
diese Ansicht, daß die Maserung 3 in einer nicht-optimalen Weise freigelegt
ist. Man kann beobachten, daß die freigelegte Maserung 3 ein „parabolisches"
Profil zeigt, das „künstlich hergestellt" aussieht und das ästhetisch nicht
die im wesentlichen parallele Faseranordnung nutzt, die entlang der längeren Abmessung
4 des Bandes existiert. Demgemäß wird der visuelle oder ästhetische Nutzen
der Schaffung dieser inneren Struktur nicht verwirklicht, wenn das auf diese Weise
geschnittene Extrudat in ein Futtermittelprodukt einbezogen wird.
Deutlich dargestellt in 2 ist der ästhetische
Nutzen der Auswahl einer Schneidprofilschablone, die sowohl optimale
Freilegung der inneren Strukturen bewirkt als auch auf den Teil des Bandes abzielt,
in dem die innere Maserung 3 im wesentlichen parallel mit der Fließrichtung
5 des Bandes 1 und mit der breiteten Oberfläche 4 des
Bandes ausgebildet ist: eine weit größere Oberfläche wird insgesamt freigelegt und
wesentlich ist, daß die Offenlegung der authentischer texturierten fleischähnlichen
Laminierungen 3 optimiert ist. Der Schlüssel, um diesen Vorteil für alle
ausgeformten Extrudate bereitzustellen, liegt im Schritt des Analysierens und Entscheidens,
welche Schneidvorrichtungskonfiguration diesen Effekt so optimieren wird: dies ist
typischerweise wenigstens eine Klinge, die angeordnet ist, um durch die längste
Abmessung 4 des Bandes 1 in der Fließrichtung 5 des Bandes
aus der Rohrleitung heraus, in der es ausgebildet worden ist, zu schneiden, wodurch
die Maserung 3 der Laminierung in einer Fläche freigelegt wird, wo sie
im wesentlichen parallel mit der Oberfläche des Bandes verläuft.
In dieser Hinsicht veranschaulicht 3
einen Ansatz zum Schneiden eines relativ zylindrischen Extrudats 6, das
eine teilweise, aber nicht-optimale, Lösung der Aufgabe der Texturoptimierung liefert:
der einzige Schnitt ist durch den Durchmesser 7 des Zylinders
6 vorgesehen, wodurch die innere Struktur maximiert wird, die über einen
einzigen geraden Schnitt freigelegt werden kann.
Die in 4 veranschaulichte Schablone liefert
jedoch das optimierte Schneidprofil durch zusätzliches Bereitstellen eines kreisförmigen
Schnittes 9 durch das Zentrum des Zylinders. Man kann sehen, daß dieser
weitere Schnitt die Freilegung der inneren Struktur 10 durch einen Schnitt,
wo die innere Maserung im wesentlichen parallel mit der Schneidrichtung
11 verläuft, in großem Maße verbessert, was ein optimiertes Aussehen erzeugt.
Es wird von einem Fachmann anerkannt werden, daß eine Vielzahl von
Schablonen für jede Extrudatschneidaufgabe bereitgestellt werden kann, praktischerweise
hauptsächlich beschränkt durch die Größe und Form des Extrudats, die gewünschten
Abmessungen des geschnittenen Ersatzstoffes (insbesondere im Hinblick auf die minimal
gewünschte Dicke des Ersatzstoffes, im Hinblick auf sowohl die ästhetischen Aspekte
als auch die physische Robustheit des Ersatzstoffes), während man innerhalb des
Geistes und Schutzumfanges der Erfindung bleibt.
Insbesondere kann die praktische Auswahl der geeigneten Schneidschablone
wie folgt ablaufen:
- • Auswahl der minimal erlaubten Dicke des geschnittenen Ersatzstoffes im
Hinblick auf ästhetische Erwägungen und das Niveau der Robustheit, das erforderlich
ist, um anschließender Verarbeitung zu widerstehen;
- • Festlegung, durch geometrische Analyse des bekannten Querschnittes des
Extrudats, der maximalen Kapazität besagten Extrudats, ein kontinuierliches Band
aus Extrudat mit der oben festgelegten Dicke zu liefern, und daher der Form des
Schnittes, der erforderlich sein wird, um solch ein Band zu erzeugen;
- • Konstruieren einer oder mehrerer feststehender Klingen, die eine Schneidvorrichtung
umfassen, die am geeignetsten den oben festgelegten Schnitt erzeugen kann;
- • Einbauen der Schneidvorrichtung in das Futtermittelextrusionssystem,
so daß die Klingen im wesentlichen parallel mit der wahrscheinlichen inneren Faserbildung
des Bandes effektiv schneiden.
Nunmehr werden zwei Beispiele der Futtermittelproduktherstellung beschrieben
werden, die optimierte proteinhaltige Fleischersatzstoffstücke gemäß der Erfindung
einschließen.
BEISPIEL 1 – „WAFU-STEAK"-SCHEIBEN
Ein proteinhaltiges Extrudat, das so konzipiert ist, daß es Muskelfleisch
ähnelt, soll hergestellt werden. Die Formulierung des Extrudats und der Extruder
und das Abkühlwerkzeug sind im wesentlichen ähnlich zu denjenigen, die in Patent-Dokument
Nr. WO 00/69276 (Effem Foods Pty. Ltd.) offenbart sind. Die proteinhaltigen Fleischersatzstoffstücke
sind über ein Futtermittelextrusionssystem hergestellt worden, das darin beschrieben
ist, und gemäß der Formulierung, wie darin beschrieben.
In diesem Beispiel ist eine Schneidvorrichtung gemäß der Erfindung,
und veranschaulicht in 5, quer über dem Auslaß des
Abkühlwerkzeugs angebracht worden. Die Schneidvorrichtung 12 besteht aus
einer Befestigungsplatte 13 aus Stahl mit einer Öffnung 14, die
in ihrer Abmessung ungefähr der Auslaßöffnung des Abkühlwerkzeugs entspricht: 70
mm auf 7 mm. Diese Öffnung wird überspannt von Stahlklingen 15, die in
Kreuzschlitzen angebracht sind, die maschinell in den Umfang der Öffnung
14 eingebracht sind.
Die Klingen werden in Paßsitz angebracht, so daß die Schneidkanten
der Klingen zur Fließrichtung des Extrudats zeigen, dargestellt durch den Pfeil,
wodurch das Extrudatband in einzelne Scheiben geschnitten wird, wenn es durch die
Schneidvorrichtung 12 hindurchgeht.
Im Hinblick auf die Schneidschablone schlägt die Anwendung des erfinderischen
Verfahrens auf die Klingenkonstruktion vor, daß es für die längliche rechteckige
Querschnittsform der Auslaßöffnung optimal sein wird, wenigstens eine Klinge längs
quer über die längste Abmessung der Öffnung in einer Richtung, die im wesentlichen
parallel mit der längeren Kante 17 ist, anzuordnen. Da hier die Anforderung
nach besonders dünnen Scheiben besteht, wurde die Schneidschablone so ausgewählt,
daß es zwei Klingen 16 gibt, die die längere Abmessung 17 der
Öffnung 14 überspannen, wobei sie sie effektiv in drei Abschnitte unterteilen,
um ein 7 mm dickes Band in drei gleiche Scheiben von 2,3 mm Dicke zu schneiden.
Um weitere Gesamtgrößenanforderungen zu erfüllen, gibt es auch eine einzelne Klinge
18, die sich quer über die kürzere Abmessung der Öffnung spannt, wobei
sie sie effektiv in zwei Abschnitte unterteilt, um ein 70 mm breites Band in zwei
gleich Breiten, 35 mm breit, zu schneiden.
Auf diese Weise werden dünne „Wafu-Steak"-Scheiben aus Fleischersatzstoff,
2,3 mm dick und 35 mm breit, hergestellt. Für diesen besonderen Fall wird dann eine
herkömmliche Rotationsschneidvorrichtung eingesetzt, um Längen von ungefähr 40 mm
herzustellen.
Die so hergestellten Fleischersatzstoffe haben auf wenigstens einer
Oberfläche eine starke Ähnlichkeit mit Muskelfleisch, insbesondere aufgrund der
Auswahl der Längsscheiben durch die dünnere Abmessung des Extrudatbandes (wo die
innere Maserung effektiv parallel mit dem Schnitt zu sehen ist) und aufgrund der
Tatsache, daß dieser Schnitt im wesentlichen entgegengesetzt zur Fließrichtung des
Extrudats vorgenommen wird.
Die resultierenden Streifen ähneln folglich stark „Wafu-Steak"-Streifen,
insbesondere wenn sie in ein kommerziell eingedostes Futtermittelprodukt mit einer
Soße auf Stärkebasis einbezogen werden. Die Scheiben sind in 6
dargestellt.
BEISPIEL 2 – „STIR-FRY"-STREIFEN
Wenn es gewünscht ist, zur Produktion eines unterschiedlichen Produktformats
umzuschalten, ist es einfach nur notwendig, die Schneidvorrichtung innerhalb der
Konstruktionsparameter der Erfindung zu verändern.
Für die Herstellung von Fleischersatzstoffstücken, die „kurz
gebratenen" („stir-fry") Rinder-Streifen ähneln, könnte eine Schneidvorrichtung
wie folgt konfiguriert sein (und wie dargestellt in 7):
eine einzelne Klinge 19, die die längere Abmessung 20 der Öffnung
21 quer überspannt, wobei sie sie effektiv in zwei Abschnitte unterteilt,
um ein 7 mm dickes Band in zwei gleiche Scheiben von 3,5 mm Dicke zu schneiden,
wie oben. Wie nach Beispiel 1 diktiert die Anwendung des erfinderischen Verfahrens
auf das Schneiden des Extrudats, das wenigstens eine Klinge 22 angeordnet
ist, um die längste Abmessung der Öffnung längs zu überspannen, in einer Richtung,
die im wesentlichen parallel mit der längeren Kante verläuft. Da hier die Anforderung
eines leicht dickeren Ersatzstoffes besteht, wird eine einzelne Klinge verwendet.
Um andere ästhetische Anforderungen der Größe des Ersatzstoffes zu erfüllen, gibt
es auch zehn Klingen 23, die die kürzere Abmessung 21 der Öffnung
21 überspannen, wobei sie das Band gleichmäßig in zwölf Streifen, 5,8 mm
breit, unterteilen.
Die resultierenden Streifen ähneln folglich stark „stir-fry"-Streifen,
insbesondere wenn sie in ein kommerziell eingedostes Futtermittelprodukt mit einer
Soße auf Stärkebasis einbezogen werden oder, wenn sie, wenn getrocknet oder mit
Feuchthaltemitteln formuliert, um die Lagerlebensfähigkeit zu konservieren, in ein
trockenes abgepacktes Haustierfuttergemisch einbezogen werden. Die Scheiben sind
in 8 dargestellt.
Der Fachmann wird anerkennen, daß, obgleich die Erfindung ideal ist
zur Verwendung im Hinblick auf Haustierfutterherstellung, diese Technologie, wenn
„werterhöhende" preiswerte Rohmaterialien wesentlich sind, in gleicher Weise
auf einen breiten Bereich von Lebensmittelanwendungen für den Menschen angewendet
werden kann.
Obgleich die obigen Beispiele primär bezogen sind auf Extrusion mit
mittlerem Feuchtigkeitsgehalt, könnte die erfinderische Technologie in gleicher
Weise angewendet werden auf Extrusion mit niedriger Feuchtigkeit, unabhängig davon,
ob die Ergebnisse in trockene abgepackte Futter oder eingedoste Futter einbezogen
werden sollen, oder jede andere geeignete Anwendung.
Der Fachmann wird auch anerkennen, daß obgleich die obigen Beispiele
sich primär auf eine Schneidvorrichtung bezogen haben, die am Ausgang eines Abkühlwerkzeugs
angebracht ist, es in gleicher Weise in Betracht gezogen werden könnte, daß, wenn
eine Abkühldüse verwendet wird, die Klingenkonfiguration innerhalb des Abkühlwerkzeugs
angebracht werden könnte. Es wäre nur erforderlich, daß die Schneideinrichtung an
einem Punkt angeordnet werden würde, wo die innere Maserung sich bereits gebildet
hat und wo das Extrudat ausreichend abgekühlt ist, damit die Scheiben hinter der
Klinge nicht wieder miteinander verschmelzen.
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| Anspruch[de] |
- Verfahren zur Herstellung eines texturierten proteinhaltigen Fleischersatzstoffes,
mit einem optimierten, faserigen Aussehen, aus einem Extrudat, das durch eine Rohrleitung
mit bekannter Querschnittsform hindurchgeht, wobei das Verfahren die Schritte einschließt:
Festlegen eines Schneidprofils für das Extrudat, wobei das Profil das Herstellen
eines Schnittes durch das Extrudat einschließt, der im wesentlich kolinear mit der
längsten Achse der Querschnittsform verläuft; und
Schneiden durch das Extrudat hindurch mit einer oder mehreren Klingen, die so angepaßt
sind, daß sie in einer dem oben festgelegten Profil entsprechenden Weise in einer
Richtung schneiden, die im wesentlichen entgegengesetzt zur Richtung des Fließen
des Extrudates durch die Rohrleitung hindurch oder aus dieser heraus verläuft.
- Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Querschnittsform
der Rohrleitung im wesentlichen länglich ist und das besagte Schneidprofil so festgelegt
wird, daß wenigstens eine Klinge durch das Extrudat hindurch in einer Ausrichtung
schneidet, die im wesentlichen parallel mit der längsten Abmessung der länglichen
Form verläuft.
- Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Querschnittsform
der Rohrleitung im wesentlichen ein Rechteck ist, mit einer langen Abmessung, die
fünfmal größer ist als diejenige einer kurzen Abmessung und daß das Schneidprofil
erfordert, daß wenigstens eine Klinge durch das Extrudat hindurch in einem Profil
schneidet, das im wesentlichen parallel mit der längeren der Extrudatquerschnittsabmessungen
verläuft.
- Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Querschnittsform
der Rohrleitung im wesentlichen kreisförmig ist und daß das Schneidprofil das Vornehmen
wenigstens eines kreisförmigen Schnittes einschließt, der im wesentlichen konzentrisch
mit dem Profil ist.
- Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß den Schritt der Abkühlung des Extrudates vor dem Schneiden einschließt.
- Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Extrudat
ein innen texturierter proteinhaltiger Fleischersatzstoff mit einem Endfeuchtigkeitsgehalt
von mehr als 30 Massen-% ist.
- Schneidvorrichtung zum Schneiden eines texturierten proteinhaltigen
Fleischersatzstoffes, der an das Schneidprofil von einem der Ansprüche 1 bis 5 angepaßt
ist.
- Schneidvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die
Vorrichtung innerhalb besagter Rohrleitung angebracht ist.
- Produktionsanlage für Nahrungsmittelprodukte, die eine Schneidvorrichtung
nach den Ansprüchen 7 oder 8 umfaßt.
- Nahrungsmittelprodukt, das einen texturierten proteinhaltigen Fleischersatzstoff
einschließt, der hergestellt ist mit einem Verfahren nach einem der Ansprüche 1
bis 6.
Es folgen 5 Blatt Zeichnungen
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