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Dokumentenidentifikation DE19708137B4 22.09.2005
Titel Schießanlage
Anmelder Frainer, Othmar, 73054 Eislingen, DE
Erfinder Frainer, Othmar, 73054 Eislingen, DE
DE-Anmeldedatum 28.02.1997
DE-Aktenzeichen 19708137
Offenlegungstag 03.09.1998
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 22.09.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 22.09.2005
IPC-Hauptklasse F41J 1/10
IPC-Nebenklasse F41J 1/14   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Schießanlage mit mindestens einer, an einer Halterung auswechselbar befestigten Zielscheibe.

Derartige Zielscheiben müssen aus unterschiedlichen Gründen häufig ausgewechselt werden. So werden die Zielscheiben durch den häufigen Beschuß beschädigt und müssen nach einiger Zeit ersetzt werden. Für den Beschuß mit Geschossen unterschiedlichen Kalibers, d.h. unterschiedlicher Masse und/oder unterschiedlicher Geschwindigkeit müssen leichtere oder schwerere Zielscheiben eingesetzt werden. Schließlich werden auch Zielscheiben mit unterschiedlicher Kontour verwendet.

Infolge der starken Beanspruchung durch die auftreffenden Geschosse müssen die Zielscheiben sehr sicher in ihrer Halterung befestigt sein. Es ist daher bekannt, sie anzuschrauben, wobei zum Verhindern eines Wegschwenkens bei seitlich auftreffendem Beschuß mindestens zwei Schrauben erforderlich sind. Das Auswechseln insbesondere mehrerer Zielscheiben macht daher Arbeit erfordert erhebliche Zeit.

In der DE 88 01 806 U1 ist ein Scheibenträger offenbart, der zwei Kugeldrucksperren aufweist, die in einem Halteklötzchen oder im Spalt zwischen zwei Abschnitten eines Halteelementes angeordnet sind. Eine derartige Halterung ist allenfalls geeignet, mit Kleinkaliber beschossene, leichte Schießscheiben aufzunehmen. Mit Vollkaliber beschossene, metallene und bei Treffern nach hinten geschleuderte Scheiben zu halten, sind sie ungeeignet.

Es ist nicht offenbart, dass die Zielscheiben Rasten aufweisen in die die Kugeldrucksperren einfallen würden, sie liegen vielmehr an den eingesteckten Zielscheiben an und klemmen diese.

Der Erfindung war die Aufgabe gestellt, hierfür eine einfachere Art des Befestigens anzugeben. Sie löst diese Aufgabe durch die im Kennzeichen des Hauptanspruches angegebenen Merkmale.

Hierdurch wird der Vorteil erzielt, daß eine Zielscheibe ohne Werkzug mit einer raschen Druck- und Schwenk- oder Drehbewegung in ihre Halterung eingesetzt bzw. aus ihr entnommen werden kann. Das Auswechseln einer Zielscheibe erfordert dabei weniger als 10 Sekunden. Das Einrasten des Rastgliedes in die Rast verhindert sicher ein unvollständiges Befestigen oder ein selbsttätiges, unbeabsichtigtes Lösen der Befestigung.

Resonders vorteilhaft sind Rastglied und Rast gemäß Anspruch 2 als sogenannter Bajonettverschluß ausgebildet, bei dem das Verbinden durch eine zweiphasige Einrenkbewegung mit einer Schubbewegung und einer Drehbewegung bewirkt wird.

Eine bevorzugte Ausführungsform ist im Anspruch 3 wiedergegeben. Sie bietet den Vorteil, daß ihre Funktionsweise ohne weiteres erkennbar ist und auch von einem technisch weniger versierten Bediener nicht fehlerhaft gehandhabt werden kann.

Um die Funktionsteile der Verbindungseinrichtung vor Beschädigung durch Beschuß zu schützen, wird gemäß Anspruch 4 vorgeschlagen, sie im Schußschatten, also ganz auf der dem Beschuß abgekehrten Seite eines die Einrichtung tragenden Balkens anzuordnen.

In den Figuren der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung schematisch dargestellt. Es zeigen

1 die Ansicht des Endbereiches der Schießanlage von hinten, d.h. in Ansicht auf die Rückseite des Tragbalkens;

2 eine einzelne Verbindungseinrichtnng, teilweise im Schnitt;

3 eine Einzelheit der 2 in Ansicht;

4 bis 11 vier weitere Ausführungsformen jeweils in zwei um 90' gedrehten Ansichten, teilweise geschnitten oder gebrochen;

12 eine weitere Ausführungsform;

13 und 14 eine Einzelheit der Ausführungsform der 12 in zwei unterschiedlichen Stellungen.

Wie aus 1. erkennbar, ist an einem horizontalen Tragbalken 1 mittels Haltern 2 eine Schwenkachse 3 befestigt, auf der eine Mehrzahl von U-förmigen Halterungen 4 gelagert sind. Die Zeichnung zeigt nur den Endbereich des Tragbalkens 1 und der Schwenkachse 3, eine Schießanlage kann eine Vielzahl von Schießstellen aufweisen, wobei die Schwenkachse mehrfach mittels Haltern 2 befestigt ist. Die Halterungen 4 sind durch Büchsen 5 auf Distanz gehalten. An den Halterungen 4 sind mittels Haltestangen 6 Zielscheiben 7 befestigt. die Zielscheiben 7 liegen in Beschußlage etwas gegen die Beschußrich tung geneigt am Tragbalken 1 oder an einem mit ihm verbundenen Anschlag an und werden durch den Impuls eines auf sie auf treffenden Geschosses über ihren oberen Totpunkt hinaus zurückgeschlagen und kippen dann in eine untere Ruhelage ab, in der die Linke Zielscheibe gezeichnet ist.

Zum lösbaren befestigen einer Zielscheibe 7 weist die bevor zugte Ausführungsform der 1 bis 3 in der halterung 4 eine Federbüchse 8 auf, in der eine Feder 9 angeordnet ist, die sich am Boden der Federbüchse abstützt und eine Scheibe 10 belastet, die sich an einer Schulter 11 der Federbüchse abstützen kann. Oberhalb dieser Schulter 11 ist die Federbüchse 8 als Führungsbuchse 12 für den Endzapfen 6' der Haltestange 6 einer Zielscheibe 7 ausgebildet.

Eine Halterung 4 weist ferner zwei hakenförmige Rasten 13 auf, die die Federbüchse 8 überragen und deren Rastöffnungen 14 – wie insbesondere aus 3 erkennbar – entgegengesetzt gerichtet sind. In diese Rasten 13 können die seitlich abstehenden Arme eines Rastgliedes 15 an der Haltestange 6 einer Zielscheibe 7 eingreifen. Rast 13 und Rastglied 15 bilden so eine bajonettartige Kupplung zum Verbinden der Haltestange 6 einer Zielscheibe 7 mit der Halterung 4.

Um die Feder 9 in die Federbüchse 8 einsetzen zu können, ist diese geteilt ausgebildet: ein unterer Teil 8' der Federbüchse 8 ist an der Halterung 4 befestigt, bspw. angeschweißt, der obere Teil 8'' ist an einer Tragplatte 16 befestigt, bspw. ebenfalls angeschweißt, an der auch die beiden Rasten 13 angeordnet sein können. Die Tragplatte 16 ist mittels zweier Schrauben 17 an die Halterung 4 anschraubbar.

In der in 2 und 3 gezeichneten Haltestellung drückt die Feder 9 über die Scheibe 10 auf die untere Stirnfläche der in der Führungsbuchse 12 steckenden Haltestange 6 und presst dadurch deren Rastglied 15 in die Rastöffnungen 14 der Rasten 13. Dadurch ist die Zielscheibe 7 sicher und unverdrehbar in der Halterung 4 befestigt.

Zum Entnehmen einer Zielscheibe 7 wird diese entgegen der Kraft der Feder 9 nach unten gedrückt, bis das Rastglied 15 unter Drehen der Zielscheibe und deren Haltestange 6 aus den Rastöffnungen 14 herausgeschwenkt werden kann. Dann kann die Haltestange 6 aus der Führungsbuchse 12 gezogen und entnommen werden. Dabei verhindert das Anliegen der Scheibe 10 an der Schulter 11 ein Herausfallen der Feder 9 aus der Federbüchse 8. Das Einsetzen einer Zielscheibe 7 erfolgt in umgekehrter Reihenfolge.

In der Ausführungsform der 4 und 5 ist an der Halterung 4 ein Führungsrohr 18 angeordnet, in dem der verstärkte Endzapfen 6' der Haltestange 6 geführt ist. Das Führungsrohr 18 enthält die die Haltestange 6 belastende Feder 9. Am Endzapfen 6' der Haltestange 6 ist ein als Rastelement dienender, in seiner Funktion dem Rastglied 15 der Ausführungsform der 1 bis 3 entsprechendes Rastglied 15' mit Haltezapfen angeordnet, die in Rastschlitze 14' eingreifen, die in ihrer Funktion den Rastöffnungen 14 der Ausführungsform der 1 bis 3 entsprechend und einen geraden, achsparallelen Einführungs-Abschnitt 14a und einen hinterschnittenen, quer verlaufenden Rast-Abschnitt 14b aufweisen.

Zum Entnehmen der Zielscheibe 7 wird auch hier die Haltestange 6 gegen die Kraft der Feder 9 nach unten gedrückt und dabei gedreht, so dass die Haltezapfen des Rastgliedes 15' aus den Rast-Abschnitten 14b der Rastschlitze 14' austreten und aus den Einführungs-Abschnitten 14a gezogen werden können. Das Einsetzen einer Zielscheibe erfolgt in entsprechend umgekehrter Weise.

Die Ausführungsform der 6 und 7 stellt die kinematische Umkehr der Ausführungsform der 4 und 5 dar: Hier ist auf der Halterung 4 ein Führungsbolzen 19 mit einem Rastglied 15'' angeordnet, während die Haltestange 6 in einer Büchse 20 ausläuft, in der die Führungsschlitze 14'' der Rasten angeordnet sind. Die Feder 9 ist hier auf der Außenseite des Führungsbolzens 19 angeordnet und belastet die Büchse 20.

Die 8 und 9 stellen eine Ausführungsform vor, bei der die Führungsstange 6 zwei beabstandete Rastglieder 15 aufweist, von denen das obere unter Wirkung der Feder 9 von unten in Rasten 13' zu beiden Seiten der Führungsstange 6 gedrückt wird, während das untere in einer Nut 21 geführt ist. Die Rasten 13' und die Nut 21 sind in einem Tragglied 22 ausgeformt.

Zum Entnehmen einer Zielscheibe 7 wird hier die Haltestange 6 gegen die Kraft der Feder 9 nach unten gedrückt, bis das obere Rastglied 15 aus den Rasten 13' treten kann, dann wird die Haltestange in Bezug auf die 8 nach vorn, in Bezug auf die 9 nach rechts gekippt und durch Nach-oben-Wegziehen das untere Rastglied aus der Nut 21 geführt. Das Einsetzen erfolgt in umgekehrter Weise.

Die Ausführungsform der 10 und 11 stellt die kinematische Umkehr derjenigen der 8 und 9 dar: Hier sind zwei Federn 9 zwischen den beiden Rastgliedern 15 an der Haltestange 6 angeordnet, die sich an dem Tragglied 22 abstützen und auf das untere Rastglied drücken. Dadurch wird das obere Rastglied 15 von oben in Rasten 13'' gedrückt. Diese Ausführungsform erfordert durch Anordnung der Federn 9 zwischen den Rastgliedern 15 geringere Bauhöhe. Es versteht sich, dass die Anordnung auch so getroffen sein kann, dass die Feder 9 das untere Rastglied 15 von unten in eine Rast drückt, während das obere in einer Nut geführt ist.

Die Ausführungsformen der 8 bis 11 unterscheiden sich von den vorhergehend beschriebenen auch dadurch, dass die Haltestange beim Entnehmen oder Einsetzen einer Zielscheibe nicht gedreht, sondern gekippt wird.

Ohne eine Drehung der Haltestange kommt auch die Ausführungsform der 12 aus: Ähnlich der Ausführungsform der 4 und 5 ist auf der Halterung 4 ein Führungsrohr 18 angeordnet, in dem der Endzapfen 6' der Haltestange 6 geführt ist. Dieses Führungsrohr 18 weist achsparallele Führungsschlitze 23 für das Rastglied 15' auf. An einer Schulter 24 des Führungsrohres 18 stützt sich ein drehbarer Überwurfring 25 ab, der Rasten 13'' mit Rastschlitzen 14'' mit achsparallelen Einführungs-Abschnitten 14a und quer verlaufenden, hinterschnittnen Rast-Abschnitten 14b für das Rastglied 15' ähnlich denjenigen in den 4 bis 7 aufweist.

Zum Einsetzen einer Zielscheibe 7 wird der Überwurfring 25 in die in 13 gezeigte Stellung gedreht, in der sich die Einführungs-Abschnitte 14a seiner Rastschlitze mit den Führungsschlitzen 23 im Führungsrohr 18 decken. In dieser Stellung kann das Rastglied 15' – gegen die Kraft der Feder 9 – in die in 13 gezeigte Lage geführt werden. Dann wird der Überwurfring 25 in Richtung des Pfeils P gedreht, so dass das Rastglied 15' durch die Kraft der Feder 9 in die in 14 gezeigte, durch die Führungsschlitze 23 im Führungsrohr 18 und durch die Rast-Abschnitte 14b des Überwurfringes 25 gesicherte Lage kommen.

1Tragbalken 2Halter 3Schwenkachse 4Halterung 5Büchse 6Haltestange 6'Endzapfen 7Zielscheibe 8Federbüchse 8', 8''Teile der Federbüchse 9Feder 10Scheibe 11Schulter 12Führungsbuchse 13, 13', 13''Rast 14Rastöffnung 14', 14''Rastschlitz 14aEinführungs-Abschnitt 14bRast-Abschnitt 15, 15', 15''Rastglied 16Tragplatte 17Schraube 18Führungsrohr 19Führungsbolzen 20Büchse 21Nut 22Tragglied 23Führungsschlitz 24Schulter 25Überwurfring

Anspruch[de]
  1. Schießanlage mit mindestens einer, an einer Halterung auswechselbar befestigten Zielscheibe, dadurch gekennzeichnet, dass die Zielscheibe (7) mittels mindestens eines unter Wirkung einer Feder (9) in eine Rast (13, 13', 13'') gedrückten Rastgliedes (15, 15', 15'') gehaltert ist, wobei das Rastglied (15, 15', 15'') durch eine Haltestange (6) mit der Zielscheibe (7) verbunden ist.
  2. Schießanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Rast (13) und Rastglied (15) als Bajonettverbindung ausgebildet sind.
  3. Schießanlage nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Zielscheibe (7) eine Haltestange (6) mit im Querschnitt rundem Endzapfen (6') und einem als Rastglied (15, 15') dienenden Querriegel aufweist und dass die Halterung (4) eine Buchse (12) zum Aufnehmen des Endzapfens, eine Feder (9) zum axialen Belasten des Endzapfens und mindestens einen als Rast dienenden Rasthaken (13) aufweist, in den sich der Querriegel unter der Belastung der Feder einlagert.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






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