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Dokumentenidentifikation DE202004005376U1 22.09.2005
Titel Putzschichtaufbau für Innen- und Außenseiten von Gebäudewänden
Anmelder Knauf Marmorit GmbH, 79283 Bollschweil, DE
Vertreter Patentanwälte von Kreisler, Selting, Werner et col., 50667 Köln
DE-Aktenzeichen 202004005376
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 22.09.2005
Registration date 18.08.2005
Application date from patent application 01.04.2004
IPC-Hauptklasse E04F 13/02
IPC-Nebenklasse C09K 3/10   C09D 5/34   C04B 14/20   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Putzschichtaufbau, wie er beispielsweise an der Innen- und/oder Außenseite einer Gebäudewand aufgebracht wird.

In Seminarräumen, aber auch in Büros, Hotels, Tagungsstätten, Schulen, Kindergärten und Privathaushalten sind bei Verwendung beispielsweise von Tageslichtprojektoren, Beamern o.dgl. Bildprojektionssystemen Projektionswände erforderlich. Diese Systeme umfassen eine "Leinwand", die im Bedarfsfalle aufgebaut oder aus speziellen Decken- bzw. Wandkonstruktionen herausgezogen wird. Die Installation derartiger Projektionswände ist recht aufwändig.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine separate Projektionswand entbehrlich zu machen.

Zur Lösung dieser Aufgabe wird mit der Erfindung ein Putzschichtaufbau für Innen- und Außenseiten von Gebäudewänden vorgeschlagen, der versehen ist mit einem Deckputz mit Lichtreflektionspartikeln bzw. -zuschlagstoffen zur Erzeugung einer als Projektionswand für Lichtprojektionen verwendbaren Oberfläche und einem Unterputz, auf den der Deckputz aufgetragen ist, wobei der Unterputz magnetisierbar ist.

Durch diese Putzzusammensetzung ist es möglich, eine Gebäudewand, die mit einem Putz versehen ist, sogleich als Projektionswand zu verwenden. Die Lichtreflektionspartikel bzw. -zuschlagsstoffe sorgen für eine brillante Bildwiedergabe mit hoher Reflektion und damit guter Erkennbarkeit auch bei Tageslichteinfall. Als Lichtreflektionspartikel bzw. -zuschlagsstoffe eignet sich insbesondere Glimmer.

Erfindungsgemäß umfasst der Putzschichtaufbau einen Unterputz, auf den der lichtreflektierende Deckputz aufgebracht ist und der seinerseits direkt auf der Wand aufgetragen ist. Bei der Gebäudewand handelt es sich beispielsweise um Mauerwerk oder Gipskartonplatten.

Erfindungsgemäß weist der Unterputz magnetische Eigenschaften auf, d.h., dass der Unterputz magnetisierbar ist. Zusammen mit Magnet-Haltern ist es somit möglich, auf der Putz-Projektionswand auch Blattgut, wie beispielsweise Papierblätter, Pläne, Folien o.dgl. zu fixieren. Die Putz-Projektionswand kann somit auch als "Pinwand" verwendet werden.

Bei dem magnetisierbaren Unterputz handelt es sich um eine pastöse vorzugsweise silikatgebundene Substanz, die zusätzlich auch Metallsand aufweisen kann. Der Deckputz ist, wenn die Putz-Projektionswand auch als "Pinwand" mit magnetischen Haltern verwendet werden soll, in einer dafür geeigneten Dicke aufzutragen. Hier haben sich Oberputzschichtdicken von 1 bis 2 mm bewährt.

Die Schichtdicke des magnetischen Unterputzes beträgt zweckmäßigerweise bis zu 1 cm und vorzugsweise 2 bis 5 mm.

Je nach Untergrund ist es zweckmäßig, vor dem Aufbringen des Deck- bzw. Unterputzes auf den Untergrund zum Neutralisieren desselben einen Sperrgrund aufzubringen, der auch als Haftvermittler dient. Auf diesen Sperrgrund kann dann der Unterputz oder aber auch direkt der Deckputz aufgetragen werden.

Wird Unterputz aufgetragen, so ist dieser zweckmäßigerweise als silikatgebundener Zwischenputz mit Kornaufbau aus Metallsand (z.B. Eisenoxide, Grauguss, Stahl, Grafit) ausgebildet, der beispielsweise mit einer Zahntraufel aufgetragen wird, was eine gleichmäßige ausreichende Schichtdicke garantiert. Nach dem Erhärten der ersten Schicht werden die entstandenen Zwischenräume verfüllt. Diese beiden Lagen des Unterputzes härten anschließend vollständig aus. Als Auftragsstärke hat sich eine Dicke von 0,5 bis 8,0 mm als geeignet herausgestellt.

Vorzugsweise erfolgt Anschluss an den Auftrag und die Aushärtung des Unterputzes wieder der Auftrag eines Sperrgrundes zum Schutz gegen aggressive Eingriffe sowie zum Neutralisieren des Untergrundes und als Haftvermittler.

Als Deckputz eignen sich zweckmäßigerweise sämtliche mineralischen sowie Siliconharz-, Silikat- und Dispersionsputze vorzugsweise bis 4 mm Kornstärke.

Besonders geeignet sind Kornstärken zwischen 1,0 und 4,0 mm. Die Oberfläche des Deckputzes sollte geglättet, gefilzt oder geschliffen sein. Der Deckputz weist Lichtreflektionspartikel bzw. -zuschlagstoffe auf, die seiner Oberfläche die Eigenschaften einer Bildprojektionswand mit brillanter Bildwiedergabe verleihen.

Nachfolgend werden beispielhaft Zusammensetzungen des magnetischen Unterputzes sowie des Deckputzes und von Bindemitteln wiedergegeben. Deckputz Calciumcarbonat, besonders Marmor 0 bis 4 mm 40,0 – 90,0 % Weißer Portlandzement 5,0 – 17,0 % Kalkhydrat 1,0 – 15,0 % Dispersionspulver 0,5 – 5,0 % Glimmer 0,1 – 6,0 % Methylcellulose 0,1 – 0,4 % Verarbeitungshilfsmittel 01, – 1,5 %
Unterputz Eisensand 0 bis 4 mm 10,0 – 70,0 % Calciumcarbonat oder Quarzsand 0 bis 4 mm 5,0 – 40,0 % Fasern 0,02 – 1,0 %
Bindemittel Silikat-, Siliconharz-, Kunstharzemulsionen und hydraulische Bindemittel, vorzugsweise Silikat 4,0 – 14,0 % Konservierungsmittel 0,01 – 1,0 % Verarbeitungshilfsmittel 0,01 – 7,0 %


Anspruch[de]
  1. Putzschichtaufbau für Innen- und Außenseiten von Gebäudewänden, mit einem Deckputz mit Lichtreflektionspartikeln bzw. -zuschlagstoffen zur Erzeugung einer als Projektionswand für Lichtprojektionen verwendbaren Oberflächen und einen Unterputz, auf den der Deckputz aufgetragen ist, wobei der Unterputz magnetisierbar ist.
  2. Putzschichtaufbau nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Deckputz Glimmer aufweist.
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