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Dokumentenidentifikation DE202005007553U1 22.09.2005
Titel Kleintier-OP-System
Anmelder Breuer, Hans-Eugen, Dr., 78054 Villingen-Schwenningen, DE
DE-Aktenzeichen 202005007553
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 22.09.2005
Registration date 18.08.2005
Application date from patent application 12.05.2005
IPC-Hauptklasse A61D 3/00
IPC-Nebenklasse A61G 13/00   

Beschreibung[de]
Technisches Gebiet Tiermedizin / Medizintechnik Problemstellung

Operative Eingriffe an Katzen und kleinen Haustieren (Hamster, Meerschweinchen, Kaninchen) erfordern oft kleinere OP-Flächen als auf üblichen OP-Tischen vorhanden. Auf diesen kommt man an kleine Tiere schlecht heran (weit von der Tischkante entfernt), häufig muß man sie an Ecken rücken, was wiederum den Operateur stark einschränkt (kein Wechsel seiner OP-Position möglich, evtl. Probleme mit Tischbeinen, andere Geräte wie Narkosegeräte oder Instrumententische stehen oft in diesen Bereichen). Oft sind auch Arbeitshöhe oder Neigungswinkel für bestimmte Eingriffe nicht ausreichend einstellbar. Dies führt häufig zu orthopädisch ungesunden, verkrümmten Arbeitshaltungen und Ärger.

Stand der Technik

Für viele verschiedene Einzelbereiche wurden viele spezielle Lösungen entwickelt, die aber meist nur für eine spezielle Verrichtung nützlich sind. Dies führt entweder zu einer Anhäufung vieler verschiedener (teurer) Gerätschaften, die dann irgendwo herumstehen oder zu Fehlhaltungen durch den Versuch, mit dem vorhandenen Equipment auszukommen.

Quellen der Recherche: aktuelle Kataloge des tiermedizinischen Großhandels für Praxis-Ausstattungen: Eickemeyer, Heiland, WDT

Lösung

Das Kleintier-OP-System nach Breuer vereint vielerlei Funktionen in einem Gerät, das dazu noch platzsparend eingeklappt werden kann und nicht ständig irgendwo verräumt werden muß.

Hier können verschieden große Mitarbeiter je nach persönlichen Vorlieben verschiedenste Eingriffe ohne Versenkungen vornehmen.

Möchte der 1,85 m große Tierarzt eine Katze im Stehen kastrieren kann er dies ebenso wie die 1,60 m große Assistentin wenig später den gleichen Eingriff im Sitzen – der Umbau kann in wenigen Sekunden vollzogen werden.

Hat der eine Tierarzt gelernt, diesen Eingriff bei flacher Neigung des OP-Feldes vorzunehmen, so bevorzugt der andere ein starkes Kippen, auch hier kann das OP-System binnen weniger Sekunden angepaßt werden.

Selbst während einer Operation kann die Tischplatten-Neigung bei Bedarf von einer Hilfskraft verstellt werden, ohne daß der sterile Bereich oder das Tier berührt werden muß.

Zahnbehandlungen bei kleinen Haustieren (Meerschweinchen, Kaninchen) erfordern einen waagerechten Tisch mit einer Höhe von ca. 1,30m. So kann man sitzend in Augenhöhe arbeiten. Kein höhenverstellbarer OP-Tisch kann so weit verstellt werden, da es für alle anderen Eingriffe keinen Grund für diese Arbeitshöhe gibt – dieser Tisch schon, und das in wenigen Sekunden durch Einhängen in eine andere Rastung der Wandplatte.

Tumor-Operationen bei kleinen Haustieren erfolgen bei „normalen" Arbeitshöhen von ca. 90 cm, durch fehlende Abstützung am Boden und die kompakte OP-Platte kann der Operateur hier nahe ans „Objekt" und dies von 3 Seiten, da das Tier nie weiter als 10 cm von der Kante entfernt liegt und bei sitzender Tätigkeit keine Tischbeine oder ähnliches die freie Beweglichkeit einschränken.

Dies ist bei normalen Tischen oft nicht möglich, da das Tier entweder am Rand platziert von einer Seite gut zugänglich ist, dann aber von der anderen Seite wegen der Tischbreite (40 cm oder mehr) oft schlecht erreichbar ist oder mittig platziert von allen Seiten Ecken und Kanten stören.

Werden Zahnsanierungen und Operationen in verschiedenen Räumen durchgeführt, so kann durch die Montage von 2 preisgünstigen Wandplatten das gesamte System kurzfristig bei vollem Erhalt aller Funktionen umgehängt werden.

Durch die Unabhängigkeit von bestehenden Tischen bleiben diese überdies für andere Aufgaben frei.

Bei Nichtgebrauch steht das System in eingeklapptem Zustand nur ca. 6 cm von der Wand ab. Fazit: Das Kleintier-OP-System nach Breuer spart viel Geld, Zeit und Platz bei unübertroffener Flexibilität und eliminiert darüberhinaus die unter Tierärzten weit verbreiteten ungesunden Arbeitshaltungen bei der OP-Tätigkeit an kleinen Haustieren.

Technische Beschreibung

Das Kleintier-OP-System nach Breuer besteht aus Edelstahl. Die OP-Platte (b) von ca. 20 cm Breite und 55 cm Länge ist auf einem U-förmigen Tragrahmen (a) aus Rundrohren von ca. 2 cm Durchmesser befestigt. Der Tragrahmen besitzt an seinen Schenkeln 2 innenliegende Bohrungen zur Aufnahme der oberen Querstange eines runden, I-förmigen Metallstabes, der sogenannten Abstützspindel (c).

Die OP-Platte selbst ist wannenförmig gebogen, um ein seitliches Herunterfallen des zu operierenden Tieres zu verhindern und dessen stabile Lagerung zu unterstützen.

Sie beginnt ca. 15 cm entfernt vom Aufhängeteil des Tragrahmens. Die genannten Komponenten sind in den 1 (1.1 Unterseite, 1.2 Oberseite) und 2 (2.1 Frontansicht bei horizontaler OP-Platte, 2.2 Seitenansicht bei eingeklappter OP-Platte) dargestellt.

Das Einhängeblech (d) dient einerseits der Befestigung des Tragrahmens mittels Haltescharnier (e) und der Aufnahme der Abstützspindel mittels einer Zahnleiste (g) im unteren Bereich, durch die später die Neigung des OP-Tisches eingestellt werden kann, andererseits dem Einhängen in die Zahnung (i) der Wandplatte (h) mittels eines Querträgers (f). 3 zeigt diese Komponenten genauer (3.1 Frontansicht, 3.2 Sicht von oben, 3.3 Seitenansicht).

Das Einhängeblech selbst ist ca. 9 cm breit und 65 cm lang. Der Querträger ist an seinem oberen Ende angebracht, ca. 25 cm breit und 2 cm hoch und trägt weit außen beidseitig einen Metallhaken zur Fixierung des zu operierenden Tieres (Fixierhaken).

Am unteren Ende des Einhängebleches sitzt ein rechteckiger Gummipuffer (j), um Klappern zu unterbinden.

Die Wandplatte des OP-Systems ist ca. 15 cm breit und 130 cm lang. Sie besitzt verschieden hohe Einhängehaken (i) auf den oberen 60 cm zur Höhenverstellung des OP-Systems. Diese dienen der Aufnahme des Querträgers des Einhängebleches. Die unteren 70 cm sind ohne Haken (flaches Blech) und dienen lediglich als Schutz der Wand vor Verschmutzung durch die Abstützung des Gummipuffers. 4 zeigt die Wandplatte in ihrem oberen, gezahnten Teil.

Die Gesamtkomponenten (ohne Wandplatte) des OP-Systems in ihrem Zusammenwirken zeigt 5 als Seitenansicht bei waagerechter (5.1) sowie maximal geneigter OP-Platte (5.2).

Die Wandplatte mit eingehängtem OP-System (Frontansicht in eingeklapptem Zustand) ist in 6 dargestellt.

aTragrahmen bOP-Platte cAbstützspindel dEinhängeblech eHaltescharnier fQuerträger mit Fixierhaken gZahnleiste hWandplatte iEinhängehaken jGummipuffer

Anspruch[de]
  1. Kleintier-OP-System aus Edelstahl, dadurch gekennzeichnet, daß eine Wandmontage mittels Wandplatte (h) mit Einhängehaken (i) in verschiedenen Höhen erfolgt
  2. Kleintier-OP-System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Einhängeblech (d) einen Querträger (f) zur Fixierung an der Wandplatte, Fixierhaken zum Ausbinden des Tieres, ein Haltescharnier (e) zur drehbaren Aufnahme des Tragrahmens (a) der OP-Platte und eine Zahnleiste (g) aufweist.
  3. Kleintier-OP-System nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die OP-Platte (b) ca. 20 × 55 cm groß und wannenartig gebogen ist
  4. Kleintier-OP-System nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Montage der OP-Platte auf einem Tragrahmen aus Rundrohr (a) erfolgt, der Bohrungen zur drehbaren Aufnahme eines runden Metallstabes aufweist
  5. Kleintier-OP-System nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine I-förmige Abstützspindel (c) zwischen dem Tragrahmen und der Zahneiste verkehrend eine variable Tischneigung von waagerecht bis senkrecht erlaubt
  6. Kleintier-OP-System nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß bei Nichtgebrauch eine vollständige Anklappbarkeit an die Wand möglichst wenig Platz beansprucht.
Es folgen 6 Blatt Zeichnungen






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