TECHNISCHER BEREICH
Die Erfindung betrifft ein verbessertes Verfahren zur Herstellung
von R-Fe-B-Verbundmagneten mit hoher Korrosionsbeständigkeit, und insbesondere ein
verbessertes Verfahren zur Herstellung von R-Fe-B-Verbundmagneten, die hervorragende
Korrosionsbeständigkeit und Verbundmerkmale aufweisen, wobei unter Verwendung von
trockenem Trommelpolieren, Polierwerkstoffpulver und Verbundmagnetschleifpartikeln,
oder diese gemeinsam mit anorganischem Pulver in den Poren des Magneten eingebettet
und abgeschlossen werden, und eine Veränderung in Form einer Oberflächenglättungsbehandlung
bewirkt wird, wobei danach eine nicht elektrolytische Galvanisierungsschicht direkt
auf der Oberfläche des Magnetwerkstoffes ausgebildet wird, eine gleichförmig elektrisch
leitende Schicht als eine Unterschicht ausgebildet wird, und eine elektrolytische
Galvanisierungsschicht mit hoher Korrosionsbeständigkeit entwickelt wird, die mit
guter Volumenproduktivität wirksam ausgebildet werden kann, ohne die Galvanisierungslösung
für elektrolytische Nickelgalvanisierung oder dergleichen zu begrenzen.
ZUGRUNDELIEGENDE TECHNIK
Heute werden in den Verbundmagnete genannten Gummimagneten und Kunststoffmagneten,
die in verschiedenen Formen wie zum Beispiel ringförmig und scheibenförmig hergestellt
werden, Fortschritte in Richtung höherer Leistung getätigt, wobei eine Verlagerung
von herkömmlichen isotropen Verbundmagneten zu anisotropen Verbundmagneten erfolgt,
und von auf Ferrit basierenden Verbundmagneten zu Seltenerdverbundmagneten, die
höhere magnetische Eigenschaften aufweisen, und auch von Sm-Co-Magnetwerkstoffen
zu R-Fe-B-Verbundmagneten, bei denen R-Fe-B-Magnetwerkstoffe verwendet werden, die
in gesinterten Magneten hohe magnetische Eigenschaften mit einem maximalen Energieprodukt
von 50 MGOe oder höher an den Tag legen.
Ein Problem bei R-Fe-B-Magneten besteht darin, dass sie auf Grund
ihrer Zusammensetzung leicht rosten, da diese große Mengen an Fe und eine extrem
schnell oxidierende Komponentenphase enthält, wobei deren Oberflächen mit Harzschichten
aus unterschiedlichen Zusammensetzungen mittels elektrolytischer Ablagerung, Sprühen,
Eintauchen oder Imprägnierung usw. (siehe offengelegte Japanische Patentanmeldung
Nr. H1-166519/1989, offengelegte Japanische Patentanmeldung Nr. H1-245504/1989)
beschichtet wurden.
Bei den bis jetzt verwendeten Harzbeschichtungsverfahren zur Steigerung
der Korrosionsbeständigkeit von R-Fe-B-Verbundmagneten, wie im Falle von ringförmigen
Verbundmagneten unter Verwendung eines Sprühverfahrens, ist zum Beispiel der Verlust
an Beschichtungswerkstoff groß und es sind auf Grund der Notwendigkeit der Umkehrung
der Vorder- und Rückseite viele Verarbeitungsschritte enthalten, wobei auch ein
Problem der Verschlechterung bei der Gleichförmigkeit der Filmdicke bestand.
Bei dem elektrolytischen Ablagerungsverfahren muss darüber hinaus
jeder Magnet, obwohl die Filmdicke einheitlich ist, an einer Elektrode befestigt
werden, was mehr Verarbeitungsschritte erfordert und für kleine Magnete ungeeignet
ist. Zusätzlich hinterlassen die Elektroden Markierungen, die nach der Durchführung
der Beschichtung entfernt werden müssen, wodurch ein Ausbesserungsvorgang erforderlich
ist. Daher ist dieses Verfahren dahingehend problematisch, dass es viele Verarbeitungsschritte
erfordert und für kleine Magnete ungeeignet ist.
Bei Verwendung des Eintauchverfahrens ist es auf Grund von Tropfen
und anderen Problemen sehr schwierig, Beschichtungsfilme mit einer gleichförmigen
Dicke zu erhalten. Bei porösen Verbundmagneten sind die Poren darüber hinaus nicht
angemessen ausgefüllt, was Probleme wie zum Beispiel Anschwellen beim Trocknen und
Zusammenkleben der Produkte zum Ergebnis hat.
Bei Berücksichtigung der Volumenproduktivität von Verfahren zur Erzeugung
von Metallüberzugsfilmen besteht eine Möglichkeit in der Durchführung von elektrolytischer
Metallgalvanisierung, die mit gesinterten R-Fe-B-Magneten (siehe offengelegte Japanische
Patentanmeldung Nr. 560-54406/1985, offengelegte Japanische Patentanmeldung Nr.
S62-120003/1987) durchgeführt wird, wobei die Oberflächen der R-Fe-B-Verbundmagnete
porös sind und einen Harzabschnitt mit niedriger elektrischer Leitfähigkeit freilegen.
Folglich bleibt Galvanisierungslösung zurück, der Galvanisierungsfilm wird nicht
angemessen auf dem Harzteil erzeugt, was Nadellöcher (ungalvanisierte Abschnitte)
zum Ergebnis hat, und Rost tritt auf.
Daraufhin wurden Vorschläge zur Auswahl von Galvanisierungslösungen
eingebracht, die selbst dann harmlos sind, wenn sie in einen porösen Verbundmagneten
eindringen und dort verbleiben (offengelegte Japanische Patentanmeldung Nr. H4-276092/1992),
und für Galvanisierungsverfahren nach der Ausbildung eines Harzüberzuges auf der
Unterschicht (offengelegte Japanische Patentanmeldung Nr. H3-11714/1991, offengelegte
Japanische Patentanmeldung Nr. H4-276095/1992).
Es ist jedoch sehr schwierig, die Galvanisierungslösung vollständig
harmlos zu gestalten, und es handelt sich hierbei nicht um Lösungen, die eine gute Filmbildungswirksamkeit
an den Tag legen. Auch ist die Veränderung der Dicke der Unterschicht ein destabilisierender
Faktor bei der Galvanisierung von Schichten, wobei das Auftragen einer Grundierung
mit genügender Dicke zu dem Widerspruch führen würde, dass die Galvanisierungsschicht
auf der Oberfläche unnötig wird.
Galvanisierungslösungen mit spezifischen Zusammensetzungen wurden
als Verfahren zur Implementierung von Nickelgalvanisierung mit guter Filmbildungswirksamkeit
auf R-Fe-B-Verbundmagnete (offengelegte Japanische Patentanmeldung Nr. H4-99192/1992)
vorgeschlagen, wobei jedoch immer noch die Gefahr bestehen bleibt, dass solche Lösungen
in den Verbundmagneten eindringen, dort verbleiben und Rost verursachen.
In Bezug auf den Konstruktionswerkstoff wird andererseits die Verkupferung
üblicherweise vor der Nickelgalvanisierung entweder stark alkalisch oder stark säurehaltig
ausgeführt und ist somit nicht zur Verarbeitung von R-Fe-B-Verbundmagneten geeignet.
Um den elektronischen Bauteilen weiterhin Verschleißfestigkeit zu
verleihen und als Antikorrosionsbehandlung für Automobilstahlbleche und dergleichen
wurde eine praktische NiP-Galvanisierung mit einer säurehaltigen Hochtemperaturlösung
entwickelt, die jedoch zur Verwendung mit R-Fe-B-Verbundmagneten ungeeignet ist,
da sie Korrosion im Inneren des Magneten verursacht.
Daraufhin wurde im Interesse der Bereitstellung von R-Fe-B-Verbundmagneten
und eines Verfahrens zur Herstellung derselben, welches so ausgestaltet ist, dass
die Galvanisierungslösung und Reinigungsflüssigkeiten usw. an einem Eindringen und
Verbleiben in porösen R-Fe-B-Verbundmagneten gehindert werden, womit eine vernickelte
Schicht oder eine andere Galvanisierungsschicht wirksam ausgebildet werden kann,
und womit die Korrosionsbeständigkeit und Hitzebeständigkeit stark verbessert werden
kann, ein Verfahren vorgeschlagen, bei dem der Magnet einen Vorgang zur Imprägnierung
desselben mit einem Harz oder einem anorganischen Werkstoff wie zum Beispiel Glas
durchläuft, um die Poren in dem Magneten mit dem Harz oder anorganischen Werkstoff
wie zum Beispiel Glas zu imprägnieren, womit eine Oberflächenpolierbehandlung dann
als Trommelpolierbehandlung oder Sandstrahlbehandlung durchgeführt wird.
Diese Imprägnierungs- und Oberflächenpolierbehandlungen sind in der
Tat in der Lage, die Oberflächen von R-Fe-B-Verbundmagneten bei gleichzeitiger Erhaltung
der Imprägnierungswirkungen zu verändern. Hierbei handelt es sich jedoch um Nasspolierbehandlungen,
die deshalb für solche leicht rostenden Werkstoffe wie zum Beispiel R-Fe-B-Verbundmagneten
auf Grund des Korrosionsbeständigkeitsproblems ungeeignet sind. Mit anderen Worten
ausgedrückt verschlechtert sich die Korrosionsbeständigkeit mit der Entwicklung
von Rost vom Inneren her, so dass die Galvanisierungsschicht abblättert usw.
Es wurde auch ein Verfahren vorgeschlagen, bei dem der Magnet mit
einer Mischung aus einem Harz und einem elektrisch leitenden Pulver überzogen wird,
eine elektrisch leitende Filmschicht auf dem Verbundmagnetwerkstoff ausgebildet
und dann eine Oberflächenglättungsbehandlung durchgeführt wird (offengelegte Japanische
Patentanmeldung Nr. H8-186016/1996).
Beide oben beschriebenen Verfahren sind jedoch nicht wünschenswert,
da verschiedene Harze zum Abschließen der Löcher in dem Magnetwerkstoff verwendet
werden, was unvermeidbarerweise zu den umständlichen Verarbeitungsschritten des
Harzauftrags (Imprägnierung), des Härtens und der Glättungsbehandlung führt, weshalb
diese Verfahren von einer industriellen Perspektive aus die Möglichkeit höherer
Kosten enthalten.
Mit einem Verfahren zum Überziehen (Imprägnierung) des Magnetwerkstoffes
mit Harz ist es sehr schwierig, das Harz gleichförmig als Überzug auf der Werkstoffoberfläche
aufzutragen, wobei es selbst dann schwierig ist, Produkte zu erhalten, die eine
hervorragende größenmäßige Präzision an den Tag legen, wenn in einem nachfolgenden
Verarbeitungsschritt Trommelpolieren durchgeführt wird. Die Durchführung des Polierens
in einem Nassvorgang ist in Bezug auf die Korrosionsbeständigkeit ebenso problematisch.
Heute werden indessen R-Fe-B-Verbundmagnete in mehr und mehr Anwendungen
benutzt, wobei in Anwendungen, die bei verschiedenen Arten von in Automobilen installierter
Elektronik verwendet werden, zum Beispiel bei R-Fe-B-Verbundmagneten, die bei Hochtemperatur-Hochfeuchtigkeitstests
nicht rosten, eine hohe Korrosionsbeständigkeit erforderlich ist.
Wenn eine solche Korrosionsbeständigkeit in Betracht gezogen wird,
muss die korrosionsbeständige Überzugsschicht, die in der Magnetoberfläche bereitgestellt
wird, die durch Oberflächenpolieren in einem Trockenverfahren verändert wird, so
dass Galvanisierungslösung und dergleichen am Eindringen gehindert werden, gleichförmig
mit noch besseren Verbundmerkmalen bereitgestellt werden.
In dem Dokument JP 7 201 620
A ist ein Verfahren zur Herstellung hoch korrosionsbeständiger R-Fe-B-Verbundmagnete
offenbart, wobei: die R-Fe-B-Verbundmagnete in einem Trockenverfahren
trommelpoliert werden; danach eine nicht elektrolytische Galvanisierungsschicht
direkt auf Oberflächen der Verbundmagnete mit einer neutralen oder alkalischen Lösung
ausgebildet wird; und dann eine elektrolytische Galvanisierungsschicht ausgebildet
wird.
OFFENBARUNG DER ERFINDUNG
Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht in der Bereitstellung
von R-Fe-B-Verbundmagneten, die eine hohe Korrosionsbeständigkeit an den Tag legen,
selbst unter langen Hochtemperatur-Hochfeuchtigkeitstests nicht rosten, und eine
weitere Aufgabe derselben besteht in der Bereitstellung eines Herstellungsverfahrens,
mit dem verschiedene korrosionsbeständige Überzugsfilme auf den R-Fe-B-Verbundmagneten
mit hoher Verbundfestigkeit durchgeführt werden können, um eine hohe Korrosionsbeständigkeit
zu verwirklichen.
Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht in der Bereitstellung
eines Herstellungsverfahrens, welches optimale Industrieproduktionsschritte zum
Bewirken von korrosionsbeständigen Überzugsfilmen mit hoher Verbundfestigkeit und
guter größenmäßiger Abmessung auf Magnetoberflächen umfasst, die Galvanisierungslösung
und Reinigungsflüssigkeiten usw. am Eindringen und Verbleiben in porösen R-Fe-B-Verbundmagneten
hindern.
Mit der Absicht, diese Probleme zu lösen, entdeckten die Erfinder,
dass durch Trommelpolieren eines R-Fe-B-Verbundmagneten in einem Trockenverfahren
unter Verwendung einer Mischung aus einem Schleifwerkstoff wie zum Beispiel einem
Schleifstein als Medium, der durch die Sinterung von anorganischem Pulver von Al2O3,
SiC, ZrO oder MgO, oder aus Metallkugeln ausgebildet ist, und einem pflanzlichen
Medium wie zum Beispiel Sägemehl, Fruchtschalen oder Maiskolben, oder alternativ
aus einer Mischung eines oben erwähnten Schleifwerkstoffes und einem pflanzlichen
Medium besteht, welches mit einem oben erwähnten anorganischen Pulver veränderte
Oberflächen aufweist, die Oberfläche des Magneten in Bezug auf Glättung behandelt
werden kann und diese abschließt.
Bei einer genauen Untersuchung des oben erwähnten Mechanismus des
Trommelpolierens wurde herausgefunden, dass es beim trockenen Trommelpolieren möglich
ist, mittels der in dem verwendeten pflanzlichen Medium verwendeten Ölkomponente
die Schleifpartikel der oberflächenoxidierten Schichten des Magnetpulvers, die einen
Verbundmagneten ausgestalten, und das anorganische Pulver zur Veränderung der Oberfläche
des pflanzlichen Mediums, und das Pulver des Schleifwerkstoffes mit dem porösen
Abschnitt des Magneten zu verbinden, somit den Magneten abzuschließen und gleichzeitig
die Oberfläche desselben zu glätten. Auf Grund dieser Tatsachen wurde entdeckt,
dass es möglich ist, eine nicht elektrolytische Galvanisierungsschicht mit einer
neutralen oder alkalischen Lösung direkt auf der Oberfläche des Verbundmagnetwerkstoffes
nach dem trockenen Trommelpolieren auszubilden, und dass bei der dann folgenden
Ausbildung einer elektrolytischen Galvanisierungsschicht ein Galvanisierungsfilm
erhalten wird, der eine bedeutend höhere Verbundfestigkeit und größenmäßige Präzision
aufweist. Somit wurde entdeckt, dass ein R-Fe-B-Verbundmagnet, der eine hohe Korrosionsbeständigkeit
aufweist und die angestrebte hervorragende größenmäßige Präzision an den Tag legt,
erhalten werden kann, und die vorliegende Erfindung wurde vervollkommnet.
Mit anderen Worten ausgedrückt handelt es sich bei der vorliegenden
Erfindung um ein Verfahren zur Herstellung von R-Fe-B-Verbundmagneten mit hoher
Korrosionsbeständigkeit mit den Merkmalen von Anspruch 1.
BESTER MODUS ZUR AUSFÜHRUNG DER ERFINDUNG
Der R-Fe-B-Verbundmagnet ist entweder ein isotroper oder ein anisotroper
Verbundmagnet. Im Falle von Pressformen wird dieser durch die Beimischung eines
thermoplastischen Harzes, Verbindungsmittels und Schmiermittels usw. zu der gewünschten
Zusammensetzung und zu dem eigenschaftsverleihenden Magnetpulver, durch Zusammenkneten
derselben, und dann durch Pressformen und Erwärmen zur Härtung des Harzes erhalten.
Bei Spritzguss, Extrusionsformen oder Rollformen wird diese durch die Beimischung
eines thermoplastischen Harzes, Verbindungsmittels und Schmiermittels usw. zu dem
Magnetpulver, durch Zusammenkneten derselben, und dann durch Formen mittels Spritzguss,
Extrusionsformen oder Rollen erhalten.
Als R-Fe-B-Magnetpulver kann entweder isotropes oder anisotroper Pulver
verwendet werden, welches mittels eines beliebigen Verfahrens aus einer Anzahl von
Herstellungsverfahren einschließlich eines Schmelz-Pulverisationsverfahrens erhalten
wurde, wobei die gewünschte R-Fe-B-Legierung geschmolzen, gegossen und dann pulverisiert
wird, mit einem Direktreduktions-Diffusionsverfahren, um Pulver direkt durch Ca-Reduktion
zu erhalten, mit einem Schnellkühlungs-Legierungsverfahren, bei dem die gewünschte
R-Fe-B-Legierung geschmolzen, Bandfolie mittels eines Strahlgießers erhalten wird,
die dann pulverisiert und ausgeglüht wird, mit einem Gaszerstäubungsverfahren, bei
dem die gewünschte R-Fe-B-Legierung geschmolzen wird, mittels Gaszerstäubung in
Pulverform gebracht und wärmebehandelt wird, mit einem mechanischen Legierungsverfahren,
bei dem das gewünschte Rohwerkstoffmetall in Pulverform gebracht wird, dann mittels
mechanischer Legierung und Wärmebehandlung in die Form von feinem Pulver gebracht
wird, oder mit einem Verfahren (HDDR-Verfahren), bei dem die gewünschte R-Fe-B-Legierung
in Wasserstoff erwärmt wird, um sie aufzubrechen und zu rekristallisieren.
Das in dem R-Fe-B-Magnetpulver verwendete Seltenerdelement R ist in
der Zusammensetzung in einer Menge von 10 Atom-% bis 30 Atom-% vorhanden, wobei
es vorteilhaft ist, wenn mindestens ein Element aus der aus Nd, Pr, Dy, Ho und Tb
bestehenden Gruppe enthalten ist, oder zusätzlich auch mindestens ein Element aus
der Gruppe La, Ce, Sm, Gd, Er, Eu, Tm, Yb, Lu und Y enthalten ist. Normalerweise
ist das Vorhandensein einer Art von R ausreichend, aber in der eigentlichen Praxis
kann dieses auf Grund der leichten Erhältlichkeit von Mischungen aus zwei oder mehr
Arten desselben (Mischmetall, Didym usw.) verwendet werden. Dieses R muss darüber
hinaus kein reines Seltenerdmetall sein, wobei es innerhalb des Umfanges des in
der Industrie Erhältlichen sogar zum Beispiel Verunreinigungen enthalten kann, die
bei der Herstellung unvermeidbar sind, ohne Probleme verwendet werden kann.
R ist ein obligatorisches Element bei den früher erwähnten Arten von
Magnetpulver. Bei weniger als 10 Atom-% wird aus der kristallinen Struktur eine
kubische Kristallstruktur mit einer mit &agr;-Eisen identischen Struktur, weshalb
gute magnetische Merkmale wie zum Beispiel insbesondere eine hohe Koerzitivkraft,
nicht erhalten werden. Bei Überschreitung von 30 Atom-% gibt es andererseits viele
mit R angereicherte nicht magnetische Phasen, die Remanenzflussdichte (Br) verringert
sich, weshalb Dauermagnete mit hervorragenden Eigenschaften nicht erhalten werden.
Somit sollte der R-Gehalt im Bereich von 10 Atom-% bis 30 Atom-% liegen.
B ist ein obligatorisches Element bei den früher erwähnten Magnetpulvern.
Bei weniger als 2 Atom-% wird eine rhomboedrische Struktur die Hauptphase, und es
wird keine hohe Koerzitivkraft (iHc) erhalten. Bei Überschreitung von 28 Atom-%
gibt es andererseits viele mit B angereicherte nicht magnetische Phasen, und die
Remanenzflussdichte (Br) verringert sich, weshalb hervorragende Dauermagnete nicht
erhalten werden. Somit sollte der B-Gehalt im Bereich 2 Atom-% bis 28 Atom-% liegen.
Fe ist ein obligatorisches Element bei den früher erwähnten Magnetpulvern.
Bei weniger als 65 Atom-% verringert sich die Remanenzflussdichte (Br), während
bei Überschreitung von 80 Atom-% keine hohe Koerzitivkraft erhalten wird. Somit
sollte der Fe-Gehalt im Bereich von 65 Atom-% bis 80 Atom-% liegen.
Durch den Austausch eines Teils von Fe gegen Co können die Temperaturmerkmale
verbessert werden, ohne die magnetischen Merkmale des Magneten zu beeinträchtigen.
Wenn die Menge an Austausch-Co jedoch 20% von Fe überschreitet, verschlechtern sich
umgekehrt die magnetischen Merkmale, was nicht wünschenswert ist. Wenn die Menge
an Austausch-Co 5 Atom-% bis 15 Atom-% der Gesamtmenge von Fe und Co beträgt, erhöht
sich Br im Vergleich dazu, wenn kein Austausch vorgenommen wurde, was wünschenswert
ist, um einen hohen magnetischen Fluss zu erhalten.
Zusätzlich zu R, B und Fe ist darüber hinaus das Vorhandensein solcher
Verunreinigungen in dem Umfang zulässig, wie dies bei der Industrieproduktion unvermeidbar
ist. So kann zum Beispiel die Fabrikationsfähigkeit von Dauermagneten verbessert
werden, und es können niedrigere Kosten durch den Austausch von Element B gegen
mindestens ein Element aus der Gruppe von C (4,0 Gewichts-% oder weniger); P (2,0
Gewichts-% oder weniger), S (2,0 Gewichts-% oder weniger) und Cu (2,0 Gewichts-%
oder weniger) in einer Gesamtmenge erreicht werden, die 2,0 Gewichts-% oder weniger
beträgt.
Mindestens ein Element aus der Gruppe von Al, Ti, V, Cr, Mn, Bi, Nb,
Ta, Mo, W, Sb, Ge, Ga, Sn, Zr, Ni, Si, Zn und Hf kann dem Magnetpulver ebenfalls
beigemischt werden, um den Vorteil zu nutzen oder um die Koerzitivkraft zu verbessern,
die Rechteckigkeit der Entmagnetisierungskurve, die Fabrikationsfähigkeit zu verbessern,
oder um die Kosten zu verringern. Der obere Grenzwert der beigemischten Menge sollte
innerhalb eines Bereiches liegen, der die verschiedenen Bedingungen erfüllt, die
erforderlich sind, um die gewünschten Werte für den (BH)max und Br des Verbundmagneten
zu erreichen.