Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen ungewebten, aus Filamenten
gebildeten Stoff und auf Kunstleder, das ihn enthält. Die Erfindung bezieht sich
insbesondere auf einen ungewebten, aus Filamenten gebildeten Stoff, der vorteilhafterweise
als Grundstoff bzw. Gewebe für Kunstleder verwendet werden kann und auf Kunstleder,
das unter Verwendung des ungewebten Stoffs hergestellt wird.
2. Beschreibung des Standes der Technik
Kunstleder, das als Lederersatz verwendet wird, wurde in den letzten
Jahren bei dem Verbraucher infolge seiner Vorzüge wie z.B. geringes Gewicht und
einfach zu pflegen populär, und es hat auf den Gebieten der Bekleidung, universeller
Materialien, des Sports, usw. weite Verwendung gefunden. Allerdings wird von Kunstleder
gewünscht, daß es Weichheit, Drapiereigenschaften, die aus der dichten Struktur
resultieren und dgl., wie sie von natürlichem Leder bereitgestellt werden, hat und
es wurden verschiedene Vorschläge dargelegt, um solche gewünschten Eigenschaften
bereitzustellen.
Es wurden insbesondere verschiedene ungewebte Stoffe bzw. Gewebe,
die aus Filamenten bestehen, vorgeschlagen (geprüfte japanische Patentpublikation
Nr. 44-29543, Nr. 60-12465, usw.), da diese anders als ungewebte Stoffe, die aus
Stapelfasern hergestellt sind, zu ihrer Herstellung keine Serie großer Geräte wie
z.B. eine Stapelfaserzuführeinheit, Öffnungsmaschine, Kardiermaschine, Crosslapper
usw. benötigen und die, obgleich sie aus Filamenten hergestellt sind, gegenüber
verschlungenen ungewebten Stoffen aus Stapelfasern den Hauptvorteil von Festigkeit
haben.
Da ungewebte Stoffe, die aus Filamenten hergestellt sind, auch keinen
Kardierschritt benötigen, was im Gegensatz zu ungewebten Stoffen aus Stapelfasern
steht, gibt es außerdem keine Notwendigkeit, in die Fasern oder Filamente starke
Kräuselungen einzuführen, und ungewebte Stoffe aus Filamenten können direkt aus
Filamenten mit feinem Denier hergestellt werden, wobei das Raumverhältnis zwischen
den Fasern in einfacher Weise verringert werden kann, um den ungewebten Stoff dicht
zu machen.
In der geprüften japanischen Patentpublikation Nr. 59-42108 wurde
für ein verbessertes Aussehen ein ungewebter Stoff mit ausgezeichneter Weichheit
und ausgezeichneter Abriebfestigkeit vorgeschlagen, der einen verschlungenen ungewebten
Stoff umfaßt, der aus einem Harz und einem Aggregat aus Filamenten mit feinem Denier
mit einem Denier von 0,3 de oder weniger hergestellt ist und der eine hohe Reißfestigkeit
aufweist. Allerdings ist an mindestens einer der Oberflächen eine Seite, die durch
die Filamente und das Harz gebildet wird und die sich von einer wildlederartigen
Oberfläche mit aufstehenden Pili unterscheidet, oder eine glatte Oberfläche, die
aus dem Polymer allein besteht, d.h. eine "Nappalederoberfläche" ausgebildet.
In der ungeprüften japanischen Patentpublikation Nr. 3-213555 wird
ein ungewebter Stoff vorgeschlagen, der aus spaltbaren Zweikomponentenfasern besteht.
Die Patentpublikation stellt fest, daß der nicht-gewebte Stoff für medizinische
Verwendungen, für Beutel und dgl. verwendet werden kann, trotz der hohen Festigkeit
infolge einer partiellen Bindung der Fasern zumindest durch das Harz unter den faserbildenden
Komponenten gibt es zu eine zu starke Repulsion, was ihn insbesondere als Kunstleder
für Bekleidung ungeeignet macht.
In der ungeprüften japanischen Patentpublikation Nr. 10-53948 wurde
auch ein Verfahren, bei dem Aggregate spaltbarer Fasern als Ausgangsfasern einer
Kraft unterworfen werden, die durch Vernadeln verschlingt, oder auch ein Verfahren
des Verschlingens durch einen Hochdruckwasserstrom vorgeschlagen; außerdem wird
ein ungewebter Stoff, der durch Aufspalten der Filamente erhalten wird, in siedendem
Wasser oder Wasserdampf zur Heißschrumpfung erhitzt, um eine weitere Verdichtung
zu erreichen.
Kunstleder, das unter Verwendung eines auf diese Weise hergestellten
ungewebten Stoffs erhalten wird, hat infolge der Hitzeschrumpfung, die auch eine
verdichtete Struktur bereitstellt, eine hohe scheinbare Dichte, so daß das Kunstleder
volle und dichte Handhabungseigenschaften zeigt, wobei ihm aber Weichheit fehlt;
und im Fall der Bildung von Kunstleder mit Narbung bzw. Nappaleder, bei dem eine
Beschichtung, z.B. ein Film, der aus hochelastischem Polymer oder dgl. besteht,
auf der Oberfläche des Kunstleders ausgebildet ist, treten große Knickfalten auf,
wenn das Kunstleder gefaltet wird, was einen inhärenten kritischen Fehler darstellt;
Somit besteht ein Problem, das bei Kunstleder, insbesondere bei Nappa-Kunstleder
auftritt, wenn dieses zur Herstellung von Schuhen, Beuteln, Handschuhen oder Möbel
verwendet wird, darin, daß sich das Anfangsaussehen mit einer Verwendung verschlechtert.
Selbst im Fall von wildlederartigen Kunstleder ist es noch nicht möglich
Produkte mit dicht aufgestellten Pili und einem ansprechenden Oberflächengriff ähnlich
dem natürlichen Leders zu erhalten; daher wurde ein Kunstleder gewünscht, das mit
natürlichem lederartigem Weichheitsfeeling bzw. -griff und einem begrenzten Stretching
wie auch einem schönen Aussehen ausgestattet ist.
Zusammenfassung der Erfindung
Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht in der Überwindung
der oben genannten Probleme des Standes der Technik durch Bereitstellung eines ungewebten,
aus Filamenten gebildeten Stoffs, mit dem es möglich ist, Kunstleder als Nappa-Kunstleder
herzustellen, das sowohl die Weichheit als auch die vollen festen Eigenschaften
von natürlichem Leder aufweist, während es beim Falten keine Knickfalten hat und
gegenüber einer Bildung von Knickfalten beständig ist, oder mit dem es möglich ist,
Nubuck-artiges Kunstleder mit einem ausgezeichneten feinen Griffgefühl ähnlich wie
dem von Babyhaut herzustellen, das im Stand der Technik noch nicht existiert hat.
Eine zweite Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht in der Bereitstellung
von Kunstleder, das aus dem oben genannten ungewebten, aus Filamenten hergestellten
Stoff hergestellt wird.
Die Erfinder der vorliegenden Erfindung konzentrierten sich auf die
Struktur von ungewebtem Stoff im Hinblick auf Weichheit und feste Handhabungseigenschaften
und einen ausgezeichneten wildlederartigen Oberflächengriff und im Hinblick auf
Knickfalten nach Falten von Nappa-Leder (nachfolgend einfach als "Knickfalten" bezeichnet)
bei Kunstleder, das unter Verwendung von ungewebtem, aus Filamenten hergestelltem
Stoff als Basismaterial hergestellt wird; bei der Durchführung sorgfältiger Untersuchungen
bezüglich der Eigenschaften von ungewebten Stoffstrukturen, die aus verschlungenen
Filamenten mit feinem Denier hergestellt wurden, und bezüglich der Verfahren zur
Herstellung dieser, stellten sie fest, daß Kunstleder sowohl mit Weichheit als auch
mit festen Handhabungseigenschaften es erfordert, daß der ungewebte Stoff eine hohe
Dichte hat und daß die Zahl der Faserbündel, die in Dickerichtung des Kunstleders
orientiert sind, innerhalb eines spezifischen Bereichs liegen.
Es wurde auch festgestellt, daß Knickfalten bei Nappa-Kunstleder,
die bei Verwendung von Meerkomponentenfilamenten des spaltbaren Typs auftreten,
das Resultat der einzigartigen Struktur der Multikomponentenfilamente des spaltbaren
Typs sind, wobei spaltbare Filamente mit feinem Denier noch in einem aggregierten
Zustand mit einem Abstand zwischen ihnen vorliegen, der dem Abstand im Orientierungszustand
als Multikomponentenfilamente nahekommt, wobei der ungewebte Stoff Makroräume von
800 &mgr;m2 oder größer aufweist. Mit anderen Worten, es wurde festgestellt,
daß die Knickfalten in Nappa-Kunstleder auftreten, da der Multifilamentzustand,
der durch Aggregationen von Filamentgruppen mit feinem Denier gebildet wird, welche
durch Aufspalten aus Monofilamenten der Multikomponentenfilamente des spaltbaren
Typs produziert werden, was zu einer Verschlingung der Multikomponentenfilamente
des spaltbaren Typs führt, was Mikroräume innerhalb des ungewebten Stoffs bildet,
die nicht durch die Gruppen von Filamenten mit feinem Denier gefüllt werden.
Andererseits wurde festgestellt, daß im Fall von ungewebten Stoffen,
die aus Filamenten hergestellt sind, welche aus Multikomponentenfilamenten vom Insel-in-Meer-Typ
gebildet sind, das Gefühl von Weichheit und die Eigenschaften einer vollen und festen
Handhabung wie bei Naturleder sowie das Oberflächengefühl von Nubuck-artigem Kunstleder
durch eine spezifische Struktur mit den oben beschriebenen Faserbündeln und durch
die Eigenschaften, die aus diesen Faserbündeln resultieren, erhalten werden kann;
auf diese Weise wurde die vorliegende Erfindung vollendet.
Mit anderen Worten, die erste Aufgabe der vorliegenden Erfindung kann
durch einen ungewebten, aus Filamenten gebildeten Stoff gelöst werden, umfassend
Filamente, die gebildet sind aus einem faserbildenden thermoplastischen Polymer,
und der alle folgenden Bedingungen (A) bis (D) erfüllt:
(A) Die Faserbündel liegen in einem Bereich von 5 bis 70 pro Zentimeter in jedem
zu der Richtung der Dicke des ungewebten Stoffes parallelen Querschnitt vor.
(B) Die gesamte durch die Faserbündel eingenommenen Fläche liegt in einem Bereich
von 5 bis 70 % der Querschnittsfläche jedes zu der Richtung der Dicke des ungewebten
Stoffs senkrecht liegenden Querschnitts.
(C) Die scheinbare Dichte liegt bei 0,10 bis 0,50 g/cm3.
(D) Die geschnittenen Enden der Fasern an der Oberfläche des ungewebten Stoffes
liegen vor in einem Bereich von 5 bis 100 pro mm2 der Oberfläche.
Die zweite Aufgabe der vorliegenden Erfindung kann durch Kunstleder
gelöst werden, umfassend einen ungewebten Stoff gemäß der Erfindung und ein darin
imprägniertes polymeres Elastomer, welcher alle die folgenden Bedingungen (I) bis
(N) erfüllt:
(I) Die Faserbündel liegen vor in einem Bereich von 5 bis 70 pro Zentimeter
in jedem Querschnitt der parallel ist zu der Richtung der Dicke des Kunstleders.
(J) Die Gesamtfläche, die eingenommen wird durch die Faserbündel, liegt im Bereich
von 5 bis 70 % der Querschnittsfläche eines jeden Querschnitts, der senkrecht ist
zu der Richtung der Dicke des Kunstleders.
(K) Zumindest ein Bereich des imprägnierten polymeren Elastomers ist ein polymeres
Elastomer, welches nicht an den Fasern fixiert ist.
(L) Die Zugfestigkeit bei 20 % Dehnung (&sgr;20) in Kettenrichtung und die Zugfestigkeit
bei 20 % Dehnung (&sgr;20) in der Schußrichtung des Kunstleders liegen jeweils in
einem Bereich von 1,5 bis 10 kg/cm.
(M) Das Verhältnis der 20 % Dehnung (&sgr;20) in der Kettenrichtung zu dem Biegewiderstand
(Rb (g/cm)) des Kunstleders und das Verhältnis der 20 % Dehnung (&sgr;20) in der
Schußrichtung zu dem Biegewiderstand (Rb (g/cm)) des Kunstleders weisen einen mittleren
Wert von 3 bis 30 auf.
(N) Die scheinbare Dichte des Kunstleders beträgt 0,20 bis 0,60 g/cm3.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
1 ist eine Querschnittsdarstellung parallel
zur Richtung der Dicke von Kunstleder, umfassend einen ungewebten, aus Filamenten
hergestellten Stoff gemäß der Erfindung, die aus einer elektronenmikroskopischen
Aufnahme (35×) von 4 skizziert wurde.
2 ist eine Querschnittsdarstellung senkrecht
zur Richtung der Dicke von Kunstleder, umfassend einen ungewebten, aus Filamenten
hergestellten Stoff gemäß der Erfindung, wobei die Aufnahme nach der elektronenmikroskopischen
Aufnahme (50×) von 5 skizziert wurde.
3 ist eine Ansicht der Oberfläche eines
ungewebten, aus Filamenten hergestellten Stoffs gemäß der Erfindung, die von der
elektronenmikroskopischen Aufnahme (200×) von 6
skizziert wurde.
4 ist eine elektronenmikroskopische Aufnahme
(35×), die den Zustand von Faserbündeln in einem Querschnitt parallel zur
Richtung der Dicke von Kunstleder, das nach dem Verfahren von Beispiel 7 erhalten
worden war, zeigt.
5 ist eine elektronenmikroskopische Aufnahme
(50×), die den Zustand von Faserbündeln im Querschnitt senkrecht zur Richtung
der Dicke von Kunstleder, das durch das Verfahren von Beispiel 7 erhalten worden
war, zeigt.
6 ist eine elektronenmikroskopische Aufnahme
(200×), die den Zustand von geschnittenen Faserenden an der Oberfläche eines
ungewebten, aus Filamenten hergestellten Stoffs zeigt, welcher durch das Verfahren
von Beispiel 3 erhalten worden war.
7 ist eine elektronenmikroskopische Aufnahme
(200×), die die Oberfläche eines ungewebten, aus Filamenten hergestellten
Stoffs zeigt, der durch das Verfahren von Vergleichsbeispiel 3 erhalten worden war.
8 ist eine schematische Darstellung,
die die laterale Querschnittsform von spaltbaren Multikomponentenfilamenten, hergestellt
in Beispiel 1, zeigt.
9 ist eine schematische Darstellung,
die die laterale Querschnittsform von spaltbaren Multikomponentenfilamenten, hergestellt
in Beispiel 2, zeigt.
Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen
Zuerst werden die Bedingungen (A) bis (D) für den ungewebten, aus
Filamenten hergestellten Stoff gemäß der Erfindung im Detail erläutert. Diese Bedingungen
sind für den ungewebten, aus Filamenten hergestellten Stoff als Basisgewebe, der
zum Erhalt eine Kunstleders, wie es im Stand der Technik noch nicht existent ist,
verwendet werden kann, essentiell.
Nach der Bedingung (A) muß die Anzahl der Faserbündel in einem Bereich
von 5 bis 70 pro Zentimeter Breite in jedem zu der Richtung der Dicke des ungewebten,
aus Filamenten hergestellten Stoffs parallelen Querschnitt liegen.
Dies ist die Struktur, die durch die Verschlingungsbehandlung in der
unten beschriebenen Stufe am ungewebten Stoff auftritt, wobei die Filamente, die
die Tendenz zur Ausrichtung parallel zur Oberfläche haben, ausreichend in Dickerichtung
des ungewebten Stoffs verschlungen werden, was zu einem niedrigeren Biegewiderstand
führt, wenn Kunstleder hergestellt wird, so daß eine Struktur mit Dichte zusammen
mit Weichheit und mit vollen und dichten Handhabungseigenschaften hergestellt wird.
Durch Ausrichtung in Richtung der Dicke ist es möglich, den Effekt einer stark verbesserten
Zwischenschichtadhäsionsfestigkeit zu erreichen, während gleichzeitig geeignete
Kompressionselastizität gezeigt wird.
Wenn die Anzahl der Filamente im Faserbündel weniger als 5 pro cm
Breite ist, wird der vorstehend genannte Effekt nicht in adäquater Weise gezeigt,
und wenn sie größer als 70 ist, wird es in der Praxis schwierig werden, ein Verweben
bzw. Verschlingen der Filamente zu erreichen. Ein bevorzugter Bereich für die Anzahl
der Faserbündel ist 10 bis 50.
Gemäß Bedingung (B) muß die gesamte durch die Faserbündel eingenommene
Fläche in einem Bereich von 5 bis 70 % der Querschnittsfläche jedes zu der Richtung
der Dicke des ungewebten Stoffes senkrecht liegenden Querschnitts liegen.
Die Faserbündel können in einfacher Weise in einem beliebigen Querschnitt
senkrecht zur Richtung der Dicke des ungewebten, aus Filamenten hergestellten Stoffs
betrachtet werden und durch Besetzen des oben spezifizierten Flächenanteils ist
es möglich, eine Struktur mit einer ausreichenden Verschlingung des ungewebten Stoffs
zu erhalten; dies erlaubt sowohl Dichte als auch Weichheit bei der Herstellung eines
Kunstleders und einen ausgezeichneten Griff aufgestellter Pili an der Oberfläche,
wenn ein Nubuck-artiges Kunstleder hergestellt wird. Wenn der eingenommene Gesamtanteil
weniger als 3 % ist, wird der oben genannte Effekt nicht in adäquater Weise gezeigt,
und wenn das Verhältnis 70 % übersteigt, wird es in der Praxis schwierig sein, eine
Verschlingung der Filamente zu erreichen. Ein bevorzugter Bereich für die eingenommene
Fläche ist 8 bis 50 %.
Die Zahl der Faserbündel in jedem Querschnitt senkrecht zur Richtung
der Dicke des ungewebten Stoffs ist vorzugsweise 2 bis 20 pro mm2 Querschnittsfläche.
Die Bedingung (A) und die Bedingung (B), die wesentliche Bedingungen
für den erfindungsgemäßen ungewebten Stoff sind, verleihen die Weichheit, die Kunstleder
nicht aufweisen könnte, das aus ungewebtem Stoff gemacht ist, welcher aus Filamenten
des Standes der Technik hergestellt wurde; diese Bedingungen stellen die notwendige
Struktur für die Repulsionselastizität, die in dem spezifizierten Bereich der vorliegenden
Erfindung liegen muß.
Gemäß der Bedingung (C), muß die scheinbare Dichte des ungewebten,
aus Filamenten hergestellten Stoffs 0,1 bis 0,50 g/cm3 sein. Die scheinbare
Dichte liefert eine gleichmäßige Struktur für den ungewebten, aus Filamenten hergestellten
Stoff und trägt zu den festen Handhabungseigenschaften und den Drapiereigenschaften
des resultierenden ungewebten, aus Filamenten hergestellten Stoffs bei; sie ist
vorzugsweise 0,20 bis 0,40 g/cm3. Wenn die scheinbare Dichte kleiner
als 0,10 g/cm3 ist, kann kein ungewebter Stoff mit einheitlicher, dichter
Struktur erhalten werden, und wenn sie größer als 0,50 g/cm3 ist, werden
die Drapiereigenschaften des ungewebten Stoffs trotz der festen Handhabungseigenschaften
schlecht sein.
Entsprechend Bedingung (D) müssen die geschnittenen Enden der Fasern
an der Oberfläche des ungewebten, aus Filamenten gebildeten Stoffs im Bereich von
5 bis 100 pro mm2 Oberfläche liegen. Der Grund ist, daß ein bestimmter
Grad des Schneidens der Filamente, die die Tendenz besitzen, parallel zur Oberfläche
des ungewebten Stoff ausgerichtet zu werden, dem ungewebten Stoff Weichheit verleiht.
Ohne mindestens 5 geschnittene Enden pro mm2 wird trotz der vorliegenden
Enden keine Weichheit gezeigt und wenn Kunstleder in der beschriebenen Art hergestellt
wird, wird es nicht möglich sein, Weichheit zu erreichen. Wenn umgekehrt mehr als
100 geschnittene Enden pro mm2 vorliegen, wird die Festigkeit des ungewebten
Stoffs reduziert sein. Ein bevorzugter Bereich für die Anzahl von geschnittenen
Enden ist daher 10 bis 50/mm2.
Die obigen Bereiche werden für die Anzahl der geschnittenen Enden
in dem ungewebten Stoff nach Aufspaltung, wenn Multikomponentenfilamente vom spaltbaren
Typ als Filamente verwendet werden, und für die Anzahl von geschnittenen Enden in
dem ungewebten Stoff vor Extrudieren und Entfernen der Meerkomponenten,
wenn Mischpolymerfilamente und/oder Mehrkernfilamente als Filamente verwendet werden,
Anwendung finden.
"Faserbündel" und die Bedingungen (A) und (B) gemäß der Erfindung
werden nun genauer und detaillierter anhand der beigefügten Zeichnungen erläutert.
1 bzw. 2 sind eine Querschnittsdarstellung
parallel zur Richtung der Dicke und eine Querschnittsdarstellung senkrecht zur Dicke
von Kunstleder, erhalten unter Verwendung des ungewebten Stoffs, der aus den Filamenten
in Beispiel 6 der Erfindung; sie wurden nach den elektronenmikroskopischen Aufnahmen
(35×) von 4 und 5
(50×) skizziert, welche einen Querschnitt parallel zur Richtung der Dicke
bzw. einen Querschnitt senkrecht zur Richtung der Dicke von Kunstleder zeigen, das
unter Verwendung des ungewebten, aus Filamenten hergestellten Stoffs von Beispiel
6 erhalten wurde.
Das Bezugszeichen 1 in 1 und
2 stellt das "Faserbündel" gemäß der Erfindung dar
und bezeichnet die Filamente, die in Bündelform grob parallel zur Richtung der Dicke
der ungewebten, aus Filamenten gebildeten Stoffs angeordnet sind, und zwar mit Bündelgrößen
von 20 bis 500 &mgr;m und mit einer Länge von mindestens der Hälfte der Dicke des
ungewebten, aus Filamenten gebildeten Stoffs parallel zur Richtung der Dicke des
ungewebten Stoffs. "Pro Zentimeter Breite" bedeutet pro Zentimeter linearen Abstands
in dem gewählten Querschnitt des ungewebten Stoffs, senkrecht zur Richtung der Dicke
des ungewebten Stoffs.
Die Faserbündel bestehen vorzugsweise aus Fasern mit feinem Denier,
wobei die Fasern mit feinem Denier entweder dichte oder grobe Aggregate sind; wenn
Filamente verwendet werden, die fähig sind, feine Faserbündel zu bilden, beispielsweise
Filamente vom Insel-in-Meer-Typ, gibt es kein Problem bei ihrer Verwendung vor Extraktion
und Entfernung der Meerkomponente der Fasern, solange es möglich ist, nach Bildung
des ungewebten, aus Filamenten hergestellten Stoffs oder nach Erhalt des Kunstleders
Mikrofasern zu induzieren.
Bedingung (D) gemäß der vorliegenden Erfindung wird nun genauer und
detailliert anhand der beigefügten Zeichnungen erläutert. 3
ist eine Darstellung der Oberfläche eines ungewebten, aus Filamenten hergestellten
Stoffs gemäß der Erfindung und sie wurde nach der elektronenmikroskopischen Aufnahme
(200×) von 6 skizziert, welche die Oberfläche
eines ungewebten, aus Filamenten gebildeten Stoffs, erhalten durch das Verfahren
von Beispiel 3, zeigt. Das Bezugszeichen 3 in 3
bezeichnet die geschnittenen Enden der Filamente und die geschnittenen Enden liegen
mit einer Dichte von 20/mm2 vor.
Zum Vergleich zeigt 7 eine elektronenmikroskopische
Aufnahme der Oberfläche eines ungewebten, aus Filamenten gebildeten Stoffs, wie
er auf dem Fachgebiet bekannt ist, der in Vergleichsbeispiel 4 erhalten wurde. Durch
Vergleichen der Aufnahme von 7 mit der Aufnahme von
6, die die Oberfläche eines ungewebten, aus Filamenten
hergestellten Stoffs gemäß der Erfindung zeigt, wird klar, daß die geschnittenen
Enden der Filamente mit einem Filament pro mm2 auf der Oberfläche des
ungewebten, aus Filamenten hergestellten Stoffs in 7
vorliegen; wie oben erwähnt wurde, ist der Bereich für die Anzahl der geschnittenen
Enden der Filamente im ungewebten, aus Filamenten hergestellten Stoff gemäß der
Erfindung so spezifiziert, daß er eine wünschenswerte Oberflächenweichheit aufweist.
Gemäß der vorliegenden Erfindung ist der Kompressionsprozentsatz in
Richtung der Dicke des ungewebten, aus Filamenten gebildeten Stoffs vorzugsweise
im Bereich von 10 bis 30 %. Der Kompressionsprozentsatz wird bestimmt, indem eine
100 mm × 100 mm-Probe hergestellt wird, diese an einer Horizontalplattform
montiert wird, die Dicke (A) in der Mitte der Probe mit einer angewendeten Belastung
von 80 g/cm2 gemessen wird, die Dicke (B) an derselben Stelle mit einer
Belastung von 500 g/cm2 gemessen wird und dann die folgende Berechnung
angestellt wird: [(A – B)/A] × 100 (%); dieser Wert dient als Maß für
die Abnahme der Dicke des ungewebten Stoffs unter einer Last im Vergleich zur ursprünglichen
Dicke; die Härte des resultierenden ungewebten Stoffs ist noch zufriedenstellender,
wenn der Kompressionsprozentsatz innerhalb des oben genannten Bereichs liegt. Der
Kompressionsprozentsatz ist im Bereich von 12 bis 18 % bevorzugter.
Wenn der ungewebte, aus Filamenten gebildete Stoff gemäß der Erfindung
aus Filamenten mit feinem Denier besteht, welche erhältlich sind aus Multikomponentenfilamenten
vom spaltbaren Typ, umfassend ein Polymer mit zwei oder mehreren Komponenten, so
werden vorzugsweise alle der folgenden Bedingungen (E) bis (H) erfüllt:
(E) Der Denier der Filamente liegt bei 0,01 bis 0,5 de.
(F) Die scheinbare Dichte des ungewebten Stoffs liebt bei 0,25 bis 0,45 g/cm3.
(G) Die mittlere Fläche des Raums in jedem Querschnitt des ungewebten Stoffs
liegt bei 70 bis 300 &mgr;m2 bei Messung durch eine Methode der Bildanalyse
mit einem Rasterelektronenmikroskop.
(H) Die Struktur weist eine durch eine Standardabweichung der Fläche des Raums
in jedem Querschnitt des ungewebten Stoffs von 200 bis 450 &mgr;m2 bei
Messung mittels eines Verfahrens der Bildanalyse mit einem Rasterelektronenmikroskop
repräsentierte Uniformität auf.
Diese Bedingungen werden nun erläutert. Mit einem Einzelfilament Denier
von 0,01 bis 0,5 de zur Bildung des ungewebten, aus Filamenten hergestellten Stoff,
gemäß Bedingung (E) wird es sogar einfacher, das polymere Elastomer bei der Herstellung
des Kunstleders zu imprägnieren, während es auch einfacher wird, einen ungewebten
Stoff mit einer einheitlichen feinen Struktur als eine der Aufgaben der vorliegenden
Erfindung zu erhalten.
Entsprechend Bedingung (F) ist die scheinbare Dichte vorzugsweise
0,25 bis 0,45 g/cm3, wobei ein besonders bevorzugter Bereich 0,3 bis
0,40 g/cm3 ist. Wenn dieser Bereich zutreffend ist, hat der Stoff ausgezeichnete
feste Handhabungseigenschaften und Drapiereigenschaften, die durch die einheitliche
Struktur des ungewebten Stoffs durch Schrumpfung gezeigt werden.
Gemäß den Bedingungen (G) und (H) ist die durchschnittliche Fläche
des Raums in jedem Querschnitt des ungewebten, aus Filamenten hergestellten Stoffs
gemäß der Erfindung auf höchstens 300 &mgr;m2 begrenzt, im Gegensatz
zu Makroräumen von 800 &mgr;m2 und größer bei ungewebten Stoffen des
Standes der Technik, was zu Knickfalten führt. Unter dem Gesichtspunkt der festen
Handhabungseigenschaften und der Drapiereigenschaften des ungewebten Stoffs, die
nicht mit Knickfalten in Verbindung stehen, ist die Fläche vorzugsweise mindestens
70 &mgr;m2. Wenn die durchschnittliche Fläche weniger als 70 &mgr;m2
ist, wird der resultierende ungewebte Stoff dichte Handhabungseigenschaften infolge
der hohen Dichte und der gleichmäßigen Dichte, die im Stand der Technik nicht erreicht
werden, haben, allerdings werden die Drapiereigenschaften des ungewebten Stoffs
manchmal niedrig sein.
Entsprechend der durchschnittlichen Fläche ist die Standardabweichung
der Fläche des Raumes auf höchstens 450 &mgr;m2 begrenzt, im Gegensatz
zu den Makroräumen von 800 &mgr;m2 oder größer bei ungewebten Stoffen
des Standes der Technik, was zu Knickfalten führt. Eine Standardabweichung, die
450 &mgr;m2 übersteigt, impliziert, daß Makroräume diffundieren können,
selbst wenn die Durchschnittswerte innerhalb der Zielbereiche der Erfindung liegen;
dies wird leicht zu Knickfalten führen. Wenn dagegen eine geringere Abweichung für
eine gleichmäßigere Struktur bevorzugt ist, ist 200 &mgr;m2 die praktische
Grenze.
Die Fläche des Raums gemäß der Erfindung wurde durch Bildanalyse mit
einem Rasterelektronenmikroskop gemessen, wie es in den folgenden Beispielen noch
beschrieben wird.
Ein ungewebter, aus Filamenten mit feinem Denier hergestellter Stoff
gemäß der vorliegenden Erfindung, der Multikomponentenfilamente vom spaltbaren Typ
umfaßt, der allen Bedingungen (E) bis (H) erfüllt, ist als ungewebter, aus Filamenten
hergestellter Stoff einsetzbar, der zu Nappa-Kunstleder verarbeitet wird, welches
tatsächlich keine Makroräume aufweist und eine einheitliche dichte Struktur mit
einem weichen Gefühl und ohne Knickfalten hat.
Wenn darüber hinaus die Filamente, die den ungewebten, aus Filamenten
gebildeten Stoff gemäß der Erfindung bilden, Multikomponentenfilamente vom Insel-in-Meer-Typ
sind, die ein faserbildendes thermoplastisches Polymer als Inselkomponente und ein
Polyolefin-basiertes Polymer als Meerkomponente enthalten, ist es möglich, einen
Querschnitt vom Inseln-in-einem-Meer-Typ für Mischpolymerfilamente oder einen Querschnitt
vom Insel-in-Meer-Typ für Multikernfilamente zu erhalten.
Die Filamente, die den ungewebten, aus Filamenten hergestellten Stoff
gemäß der Erfindung bilden, können auch spaltbare mehrschichtige Filamente vom Insel-in-Meer-Typ
sein, wobei jedes Segment aus einem gemischten Polymer besteht, welches die folgende
Polymermischung (a) und Polymermischung (b) umfaßt.
Polymermischung (a):
Eine Polymermischung umfassend ein faserbildendes thermoplastisches
Polymer (A) als Inselkomponente und ein Polyolefin-basiertes Polymer (B) als Meerkomponente.
Polymermischung (b):
Eine Polymermischung, umfassend ein faserbildendes thermoplastisches
Polymer (A') als Inselkomponente und ein Polyolefin-basiertes Polymer
(B') als Meerkomponente.
Keine Probleme gibt es, wenn das faserbildende thermoplastische Polymer,
das zur Bildung der Filamente verwendet wird, ein Polymer oder mehrere Polymere
ist, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Polyethylenterephthalat, copolymerisiertem
Polyethylenterephthalat, das mindestens 80 mol% Ethylenterephthalat-Einheiten enthält,
Nylon 6, Nylon 66, Nylon 610, Nylon 12, Polypropylen, Polyurethan-Elastomer, Polyester-Elastomer
und Polyamid-Elastomer.
Nachfolgend wird das Kunstleder der Erfindung erläutert.
Das Kunstleder der Erfindung umfaßt den ungewebten Stoff gemäß der
vorliegenden Erfindung, der oben beschrieben wurde und darin imprägniertes polymeres
Elastomer, und genügt allen der folgenden Bedingungen (I) bis (N).
(I) Die Faserbündel liegen vor in einem Bereich von 5 bis 80 pro Zentimeter
Breite in jedem Querschnitt der parallel ist zu der Richtung der Dicke des Kunstleders.
(J) Die Gesamtfläche, die eingenommen wird durch die Faserbündel liegt im Bereich
von 5 bis 70 % der Querschnittsfläche eines jeden Querschnitts, der senkrecht ist
zu der Richtung der Dicke des Kunstleders.
(K) Zumindest ein Bereich des imprägnierten polymeren Elastomers ist ein polymeres
Elastomer, welches nicht an den Fasern fixiert ist.
(L) Die Zugfestigkeit bei 20 % Dehnung (&sgr;20) in Kettenrichtung und die Zugfestigkeit
bei 20 % Dehnung (&sgr;20) in Schußrichtung des Kunstleders liegen jeweils im Bereich
von 1,5 bis 10 kg/cm.
(M) Das Verhältnis der 20 % Dehnung (&sgr;20) in der Kettenrichtung zu dem Biegewiderstand
(Rb (g/cm)) des Kunstleders und das Verhältnis der 20 % Dehnung (&sgr;20) in der
Schußrichtung zu dem Biegewiderstand (Rb (g/cm)) des Kunstleders weisen einen mittleren
Wert von 3 bis 30 auf.
(N) Die scheinbare Dichte des Kunstleders beträgt 0,20 bis 0,60 g/cm3.
Nach Bedingung (I) müssen die Faserbündel in einem Bereich von 5 bis
70 pro Zentimeter Breite in jedem Querschnitt, der parallel ist zu der Richtung
der Dicke des Kunstleders vorliegen. Wenn die Anzahl der Faserbündel in diesem Bereich
liegt, hat das Kunstleder eine geeignete Biegefestigkeit und eine dichte Struktur,
wobei es auch ein Weichheitsgefühl und sowohl volle und feste Handhabungseigenschaften
aufweist.
Die Anzahl der Faserbündel ist auch eine Bedingung zur Bereitstellung
des ungewebten Stoffes, der erfindungsgemäß zu Kunstleder verarbeitet werden soll.
Ein bevorzugter Bereich für die Anzahl der Faserbündel ist 10 bis 50.
Entsprechend Bedingung (J) muß die Gesamtfläche, die eingenommen wird
durch Faserbündel, im Bereich von 5 bis 70 % der Querschnittsfläche eines jeden
Querschnitts, der senkrecht ist zu der Richtung der Dicke des Kunstleders, liegen.
Die Gesamtfläche trägt sowohl zur Dichte als auch zur Weichheit des
Kunstleders und zu einem ausgezeichneten Griff aufstehender Pili an der Oberfläche
bei, wenn eine Verarbeitung zu Nubuck-artigem Kunstleder erfolgt. Wenn die Gesamtfläche
weniger als 5 % ist, wird der oben beschriebene Effekt nicht adäquat gezeigt, und
wenn sie 70 % übersteigt, wird es in der Praxis schwierig werden, eine Verschlingung
der Filamente zu erreichen. Ein bevorzugter Bereich für die eingenommene Fläche
ist 8 bis 50 %.
Entsprechend Bedingung (K) muß zumindest ein Bereich des imprägnierten
polymeren Elastomers ein polymeres Elastomer sein, welches nicht an den Fasern fixiert
ist.
Ein volles Gefühl bzw. ein voller Griff wird üblicherweise bei Kunstleder
durch Imprägnierung eines polymeren Elastomers in den ungewebten Stoff usw., der
als Substrat dient, bereitgestellt, wenn aber die Fasern durch das polymere Elastomer
vollständig zusammengeklebt und fixiert sind, wird die Elastizität des polymeren
Elastomers in den Eigenschaften des Kunstleders übermäßig widergespiegelt, so daß
die Weichheit von Naturleder nicht erreicht werden kann.
Entsprechend Bedingung (L) müssen die Zugfestigkeit bei 20 % Dehnung
(&sgr;20) in der Kettenrichtung und die Zugfestigkeit bei 20 % Dehnung (&sgr;20)
in der Schußrichtung des Kunstleders jeweils in einem Bereich von 1,5 bis 10 kg/cm
liegen. Wenn die Zugfestigkeit weniger als 1,5 kg/cm ist, wird das begrenzte Stretchinggefühl
unzureichend sein und der Griff wird lose sein, während, wenn sie 10 kg/cm übersteigt,
es schwierig sein wird, Weichheit zu erreichen. Ein bevorzugter Bereich ist 2 bis
6 kg/cm.
Hier sind die Kett- und Schußrichtung des Kunstleders zwei axiale
Richtungen, die senkrecht auf der Ebene im Scheitelkreis, senkrecht zur Richtung
der Dicke des Kunstleder sind und die Richtung der Breite während der Herstellung
des ungewebten, aus Filamenten hergestellten Stoffs wird als die Schußrichtung bezeichnet,
während die andere Richtung als die Kettrichtung bezeichnet wird.
Entsprechend Bedingung (M) müssen die Verhältnisse der 20 % Dehnung
(&sgr;20) zum Biegewiderstand (Rb (Einheit g/cm)) (&sgr;20/Rb) in Kettrichtung und
in Schußrichtung einen mittleren Wert von 3 bis 30 haben. Hier repräsentiert der
Bindungswiderstand (Rb) die Repulsionskraft beim Biegen des Kunstleders mit einem
Kurvenradius von 2 cm; ein niedrigerer Wert zeigt eine stärkere Weichheit an. Der
Biegewiderstand liegt bevorzugter im Bereich von 0,1 bis 3.
Somit zeigt ein größerer Wert ((&sgr;20/Rb) eine größere Weichheit
und einen festeren Griff sowie ein stärkeres Feeling eines begrenzten Stretching
an, wenn der Wert aber zu groß ist, geht die Festigkeit bzw. Straffheit verloren.
Der Mittelwert für die Kettrichtung und die Schußrichtung ist vorzugsweise 5 bis
20.
Was Bedingung (N) angeht, so trägt die scheinbare Dichte dieses Kunstleders
zu seiner einheitlichen Struktur und seinen dichten Handhabungseigenschaften und
den Drapiereigenschaften bei; wenn seine scheinbare Dichte kleiner als 0,20 g/cm3
ist, kann keine gleichmäßige und dichte Struktur erreicht werden, und wenn die scheinbare
Dichte größer als 0,60 g/cm3 ist, wird der Griff dicht und fest sein,
allerdings wird das Kunstleder ein hartes Gefühl vermitteln. Folglich ist es für
die scheinbare Dichte essentiell, daß sie im Bereich von 0,20 bis 0,60 g/cm3
und vorzugsweise von 0,30 bis 0,50 g/cm3 liegt.
Wenn das verwendete Substrat ein ungewebter Stoff ist, der aus Filamenten
hergestellt ist, die aus Filamenten mit feinem Denier bestehen, welche aus Multikomponentenfilamenten
des spaltbaren Typs erhalten werden, die die vorgenannten zwei oder mehreren Polymeren
haben, und der Stoff den oben genannten Bedingungen (E) bis (H) genügt, genügt das
Kunstleder vorzugsweise auch den folgenden Bedingungen (O) bis (Q).
(O) Die Faserbündel liegen vor in einem Bereich von 10 bis 50 pro Zentimeter
Breite in jedem Querschnitt, der parallel liegt zu der Richtung der Dicke des Kunstleders.
(P) Die mittlere Fläche des Raums in jedem Querschnitt des Kunstleders beträgt
70 bis 140 &mgr;m2 bei Messung mittels einer Methode der Bildanalyse
mit einem Rasterelektronenmikroskop.
(Q) Die Struktur weist eine durch eine Standardabweichung der Fläche des Raums
in jedem Querschnitt des Kunstleders von 80 bis 200 &mgr;m2 bei Messung
mit einem Verfahren der Bildanalyse mit einem Rasterelektronenmikroskop repräsentierte
Uniformität auf.
Diese Bedingungen werden nun erläutert. Gemäß Bedingung (O) ist es
möglich, daß das Kunstleder eine Struktur mit einer geeigneten Biegefestigkeit und
eine dichte Struktur hat, während es gleichzeitig einen weicheren Griff und volle
und dichte Handhabungseigenschaften aufweist. Die Zahl der Faserbündel ist besonders
bevorzugt 12 bis 30. Der Ausdruck "pro Zentimeter Breite" bedeutet pro Zentimeter
linearem Abstand im Querschnitt des Kunstleders senkrecht zum Faserbündel.
Nach den Bedingungen (P) und (Q) ist, ähnlich wie im ungewebten, aus
Filamenten hergestellten Stoff, der im Kunstleder verwendet wird, die mittlere Fläche
des Raums bei Messung mittels einer Methode der Bildanalyse mit einem Rasterelektronenmikroskop
und gebildet durch die Filamente und das polymere Elastomer, in einem Querschnitt
des Kunstleders, vorzugsweise 70 bis 140 &mgr;m2; der Standardabweichungswert
dafür liegt vorzugsweise im Bereich von 80 bis 200 &mgr;m2. Dies reduziert
die Makroräume, die im ungewebtem Stoff aus Filamenten vorliegen, weiter.
Das harzimprägnierte Kunstleder hat vorzugsweise keine Räume mit 400
&mgr;m2 oder größer, um ein Nappa-Kunstleder ohne Knickfalten zu erhalten;
innerhalb des oben spezifizierten Bereichs ist es möglich, Kunstleder mit einer
dichten Struktur zu erhalten, das keine Knickfalten produziert, das als Nappa-Kunstleder
produziert ist und das sogar einen höheren Level an Weichheit und Drapiereigenschaften
besitzt.
Der Standardabweichungswert, der die Uniformität repräsentiert, liegt
vorzugsweise im Bereich von 50 bis 200 &mgr;m, da, wenn er in diesem Bereich liegt,
die Diffusion von Makroräumen weiter inhibiert wird und auch Knickfalten, die im
Fall von Nappa-Kunstleder auftreten, weiter inhibiert werden.
Wenn die Faserbündel im ungewebten, aus Filamenten hergestellten Stoff
und dem Kunstleder gemäß der Erfindung, die oben beschrieben wurden, Faserbündel
sind, die aus Multikomponentenfilamenten des spaltbaren Typs erhalten werden, entspricht
die Zahl der Filamente vorzugsweise 10 bis 1000 mit einem Denier von
z.B. 0,2 Denier nach dem Aufspalten, und im Fall von Multikomponentenfilamenten
vom Insel-in-Meer-Typ als Strukturfaser entspricht die Anzahl der Filamente vor
Induzieren von Mikrofasern (vor Extraktion der Meerkomponente) vorzugsweise 1 bis
500 mit einem Denier von z.B. 4 vor Induzieren der Mikrofasern. Wenn die Anzahl
der Faserbündel in diesem Bereich liegt, wird eine gleichmäßige Struktur bereitgestellt
werden und der vorstehend genannte Effekt, der durch das Vorliegen der Faserbündel
erhalten wird, wird deutlicher gezeigt werden. Die Querschnittsform der Faserbündel
ist vorzugsweise isotrop, d.h. kreisförmig und sie kann eine nahezu kreisförmige
Gestalt haben, z.B. ein Oval.
Im folgenden wird ein Verfahren zur Herstellung des ungewebten, aus
Filamenten hergestellten Stoffs und des Kunstleders der Erfindung beschrieben.
Die Filamente, die den nicht-gewebten Stoff bilden, können Filamente
mit feinem Denier aus Multikomponentenfilamenten des spaltbaren Typs oder Filamente,
die Mikrofasern liefern können, z.B. Multikomponentenfilamente vom Insel-in-Meer-Typ,
oder daraus erhaltene Filamente mit feinem Denier und sie können Filamente mit feinem
Denier, die direkt durch ein Verfahren des Superziehens, usw. produziert werden,
sein; allerdings. sind Filamente, die aus Multikomponentenfilamten vom Insel-in-Meer-Typ
stammen, oder Multikomponentenfilamenten aus aufspaltbaren Typ besonders bevorzugt.
Die (laterale) Querschnittsform der Filamente kann eine beliebige
Querschnittsform sein, z.B. kreisförmig, oval, rechteckig, ein mehrlappiger Querschnitt,
ein Hohlquerschnitt usw.
Die thermoplastischen Polymere, die die Filament bilden, können bekannte
thermoplastische Polymere sein, z.B. Polyester, Polyamide, Polyolefine, Elastomere
und dgl., und aromatische Polyamide, fluorierte Polymere und dgl. können ebenfalls
verwendet werden. Außerdem können auch Ruß, Titanoxid, Aluminiumoxid, Siliciumoxid,
Calciumcarbonat, Glimmer, feine Metallpulver, organische Pigmente, anorganische
Pigmente und dgl. zugesetzt werden, solange das Ziel der Erfindung nicht behindert
wird, wobei diese Additive färbende Effekte für Polymere und Effekte zur Erhöhung
oder Verringerung der Schmelzviskosität der Polymeren haben und zur Einstellung
der Fläche und der Gestalt des Querschnitts der Filamente wirksam sind.
Nachfolgend wird die Herstellung eines ungewebten Stoffes, der aus
Filamenten, die Multikomponentenfilamente des spaltbaren Typs umfassen, hergestellt
wird, erläutert. Das faserbildende thermoplastische Polymer, das die Multikomponentenfilamente
des spaltbaren Typs bildet, kann eine Kombination aus beliebigen Polymeren sein,
solange sie nicht wechselseitig kompatibel sind; Kombinationen aus Polyester und
Polyamid sind besonders bevorzugt.
In diesem Fall können als Polyester Polyester auf Polyethylenterephthalat-Basis,
Polyester auf Polybutyleneterphthalat-Basis und dgl. genannt werden, besonders bevorzugt
sind aber Polyester mit Antikristallisationskomponenten copolymerisiert oder darin
eingeschlossen, die fähig sind, die Hitzeschrumpfung nach Verschlingung und Aufspaltung
zu erhöhen.
Dies Polyester können entweder allein oder als Kombination aus zwei
oder mehreren verwendet werden und beispielsweise kann ein Polyester, der Metallsalzsulfonat-Gruppen
enthält, mit einem Polyester kombiniert werden, der keine Sulfonat-Gruppen enthält.
Als Polyamide können Nylon 6, Nylon 66, Nylon 610, Nylon 12, Polyphthalamid
und dgl. genannt werden.
Andere faserbildenden thermoplastischen Polymere, die eingesetzt werden
können, umfassen Polypropylen, Polyethylen, Polyurethan-Elastomer, Polyester-Elastomer,
Polyamid-Elastomer, Polyolefin-Elastomer, usw. Die am meisten bevorzugte Kombination
thermoplastisches Polymere in den Multikomponentenfilamenten des aufspaltbaren Typs
der Erfindung ist Polyethylenterephthalat und Nylon 6.
Die Multikomponentenfilamente des spaltbaren Typs haben eine Struktur,
in der zwei oder mehr Polymerkomponenten gegenseitig in radialer Art in einem Querschnitt
der Filamente orientiert sind; obgleich die Anzahl der Ausrichtungen nicht besonders
limitiert ist, ist sie unter dem Gesichtspunkt des Verfahrensablaufs und der Aufspaltbarkeit
8 bis 24 und die Aufspaltbarkeit kann weiter erhöht werden, wenn der Querschnitt
der Filamente hohl ist. In diesem Fall ist der prozentuale Hohlanteil vorzugsweise
nicht größer 25 %, um eine Aufspaltung während der Bildung der Filamente zu verhindern
und dadurch die Spinnstabilität zusätzlich zu verbessern. Die Spinnstabilität ist
das Verhältnis der Fläche in den hohlen Abschnitten bezogen auf die laterale Querschnittsfläche
der Filamente.
Als Referenz für die Gesamtfläche des Querschnitts der Filamente ist
das Verhältnis jeder Komponente der vielen Komponenten der Multikomponentenfilamente
des spaltbaren Typs vorzugsweise 30 bis 70 % und speziell 40 bis 60 %, und zwar
unter dem Gesichtspunkt der Aufspaltbarkeit und Spinnbarkeit der Filamente. Das
Verhältnis ist normalerweise 50:50, wenn die Zahl der Anordnungen eine gerade Zahl
ist und nur zwei Komponenten vorliegen, wenn allerdings das Verhältnis in 70:30
geändert wird, ist es möglich, Filamente mit feinem Denier mit einem unterschiedlichen
Denier in dem ungewebten aus Filamenten hergestellten Stoff einzuschließen. Der
Denier der Multikomponentenfilamente vom spaltbaren Typ wird aus der Anzahl der
Spaltungen und dem Denier nach der Aufspaltung bestimmt, ist aber im allgemeinen
1 bis 10 de.
Die Multikomponentenfilamente des spaltbaren Typs können in einem
beliebigen wohlbekannten Verfahren zur Formung von ungewebten, aus Filamenten hergestellten
Stoffen eingesetzt werden; dies sind z.B. das Schmelzspinnverfahren oder ein Verfahren,
bei dem die Spinnfilamente mit niedriger Geschwindigkeit gestreckt werden und dann
entweder aufgewickelt oder kontinuierlich als ungewebter Stoff auf einem Siebtisch
vermascht werden, während sie mit einem Hochgeschwindigkeits-Streckungsvlies geöffnet
werden. Unter dem Gesichtspunkt der Produktivität ist es bevorzugt, ein Schmelzspinnverfahren
zu verwenden, bei dem die versponnenen Filamente mit hoher Geschwindigkeit aus einer
Düse gezogen werden und auf einen Siebtisch injiziert werden.
Hier kann die Geschwindigkeit des Hochgeschwindigkeitsziehens einen
Bereich von allgemein bekannten Geschwindigkeiten gemäß dem Stand der Technik sein
und die gesponnen Fasern bzw. die Spinnfasern können bei einer solchen Geschwindigkeit
durch einen Ejektor oder eine Luftstrahlpumpe einem Hochgeschwindigkeitsziehen bzw.
Strecken unterworfen werden. Die durch das Hochgeschwindigkeitsziehen erhaltenen
feinen Filamente werden auf einem Siebnetz gesiebt, während sie geöffnet werden
und sie können mit anderen Filamenten oder Stapelfasern vermischt, geschichtet oder
gemengt werden, während sie auf dem Netz gesiebt werden.
Die anderen hier verwendeten Filamente oder Stapelfasern unterliegen
keinen besonderen Beschränkungen, solange sie es ermöglichen, daß der Effekt der
Erfindung gezeigt wird, um aber einen ungewebten, aus Filamenten hergestellten Stoff
mit einer einheitlichen dichten Struktur zu erhalten, ist der Verhältnisanteil der
anderen Filamente, die damit vermischt oder vermengt werden, vorzugsweise weniger
als 30 % der Gesamtmenge an Filamenten, die verwendet werden.
Ungewebte, aus Filamenten hergestellte Stoffe, die durch das herkömmliche
Schmelzspinnverfahren erhalten wurden, zeigen tatsächlich alle Filamente parallel
zur Ebene senkrecht zur Richtung der Dicke des ungewebten Stoffes orientiert und
ihnen fehlt immer Weichheit, wenn sie als Basisstoffe für Kunstleder verwendet werden;
eine einfache Schrumpfungsbehandlung liefert eine dichte Struktur als ein ungewebter
Stoff, allerdings können die Dichte und Weichheit nicht ausgedrückt werden, wenn
er zu Kunstleder verarbeitet wird.
Der ungewebte, aus Filamenten hergestellte Stoff gemäß der Erfindung
ist dadurch charakterisiert, daß die Faserbündel, die parallel zur Richtung der
Dicke des ungewebten Stoffs ausgerichtet sind, in einem spezifischen Bereich vorliegen;
daher ist zur ausreichenden Bildung von Faserbündeln und einer dreidimensionalen
Verschlingung eine Verschlingung durch Vernadelung bevorzugt. Wenn die Zahl der
Faserbündel in dem spezifizierten Bereich liegt, ist es möglich, Weichheit zu erreichen,
wenn eine Verarbeitung zu Kunstleder erfolgt. Das Vorliegen der Faserbündel kann
den Effekt einer stark verbesserten Innenschichtadhäsionsfestigkeit des ungewebten,
aus Filamenten hergestellten Stoff bereitstellen.
Allerdings kann ein einfaches Vernadeln, das durch die vorliegende
Erfindung so erhaltene Kunstleder nicht produzieren, da es ein starkes Schneiden
der Filamente bewirkt und zu einer geringeren Festigkeit des ungewebten Stoffs führt.
Es ist daher ein Merkmal der Erfindung, daß die Anzahl der Faserbündel
in dem durch die Erfindung spezifizierten Bereichs liegt und anders als bei den
bekannten Techniken des Standes der Technik werden die Filamente, die den ungewebten
Stoff bilden, partiell geschnitten. Sie werden natürlich zu einem Ausmaß geschnitten,
der die Festigkeit des ungewebten Stoffs verringern würde, allerdings liefert ein
aktives Schneiden innerhalb dieses Bereichs Flexibilität und Weichheit wie auch
ein Gefühl bei Naturleder, wenn Kunstleder hergestellt wird. Zu diesem Zweck ist
es notwendig, das Öl, die Gestalt der Nadel, die Tiefe des Vernadelns und die Anzahl
der Penetrationen in geeigneter Weise zu bestimmen. Spezifischerweise sollte das
Öl eine hohe Filament/Filament-Reibung liefern so daß die verschlungenen Filamente
nicht locker werden; beispielsweise kann ein aliphatischer Ester oder ein Polysiloxan
verwendet werden. Die Gestalt der Nadel wird mit einer größeren Anzahl von Widerhaken
effizienter werden und dies können 1 bis 9 Widerhaken als ein Bereich, in dem kein
Brechen der Nadel auftritt, sein, während die Widerhakentiefe unter dem Gesichtspunkt
der Verschlingungseigenschaften und der Glätte der Nadel vorzugsweise 0,02 bis 0,2
mm ist. Die Tiefe der Vernadelung muß unter Berücksichtigung verschiedener Bedingungen
auf der Basis des Abstandes von der Spitze bis zu den Widerhaken der Nadel bestimmt
werden, allerdings ist eine größere Tiefe innerhalb eines Bereichs bevorzugt, in
dem das Nadelherausziehen nicht zu streng ist. Die Zahl der Penetrationen ist vorzugsweise
300 bis 5000 P/cm2.
Ein Merkmal der vorliegenden Erfindung besteht darin, daß die Anzahl
der Faserbündel innerhalb des durch die Erfindung spezifizierten Bereichs liegt
und daß anders als bei bekannten Techniken des Standes der Technik die Filamente,
die den ungewebten Stoff bilden, partiell geschnitten werden. Sie werden selbstverständlich
nicht zu einem Ausmaß geschnitten, der die Festigkeit des ungewebten Stoffs verringern
würde, allerdings liefert ein aktives Schneiden innerhalb dieses Bereichs Flexibilität
und Weichheit wie auch ein Gefühl wie bei Naturleder, wenn Kunstleder hergestellt
wird. Spezifischer ausgedrückt, um ein unnötiges Reißen der Filamente durch die
Nadel oder eine Schädigung an der Nadel zu vermeiden, muß zuerst ein Öl mit 0,5
bis 5 Gew.%, bezogen auf das Gewicht der Filamente, auf die Oberfläche der Filamente
angewendet werden. Der angewendete bzw. aufgebrachte Öl-Typ muß als solcher ausgewählt
werden, der ein partielles Reißen der Filamente ohne Verringerung der Reibung zwischen
den Filamenten und zwischen den Filamenten und der Nadel bewirkt.
Da ein Spalten von Multikomponenetenfilamenenten des spaltbaren Typs
vorzugsweise gleichzeitig mit der dreidimensionalen Verschlingungsbehandlung durchgeführt
wird, ist es effektiver, eine Verschlingung mit einem Hochdruck-Wasserstrahl nach
der Vernadelung durchzuführen; um z.B. einen ungewebten Stoff mit einem Gewicht
von 150 g/cm2 zu erhalten, kann ein Druckwasserstrahl mit einem Wasserdruck
von 20 bis 200 kg/cm2 aus einer Düse mit Öffnungen mit einem Durchmesser
von 0,05 bis 0,5 mm im Abstand von 0,5 bis 1,5 mm 1- bis 4-mal auf jede Oberfläche
und Rückseite des ungewebten, aus Filamenten hergestellten Stoffs gesprüht werden.
Ein anderes Verfahren ist eine mechanische und/oder chemische Spaltungsbehandlung
nach dem Verschlingen. Die mechanische Spaltungsbehandlung, die verwendet wird,
kann eine beliebige allgemein bekannte Methode sein, z.B. Druckerzeugung zwischen
Walzen, Ultraschallbehandlung, Schlagbehandlung oder Reibbehandlung. Eine chemische
Spaltungsbehandlung, die verwendet werden, kann ein beliebiges bekanntes Verfahren
des Standes der Technik sein, z.B. Eintauchen in eine chemische Lösung, die ein
Aufquellen mindestens einer der Komponenten, die die Multikomponentenfilamente des
spaltbaren Typs bilden, bewirkt, oder in eine chemische Lösung, die mindestens eine
der Komponenten auflöst. Diese Arten einer Spaltungsbehandlung können entweder allein
oder als Kombination aus zwei oder mehreren durchgeführt werden.
Der ungewebte, aus Filamenten hergestellte Stoff, der einer solchen
Verschlings- und Spaltungsbehandlung unterworfen wurde, wird vorzugsweise auch einem
thermischen Schrumpfen in einem entspannten Zustand unterworfen. Im Fall einer Behandlung
mit einem Hochdruckwasserstrahl oder einer chemischen Behandlung und des Waschens
mit Wasser kann die thermische Schrumpfungsbehandlung nach Trocknung bei einer Temperatur,
die eine Schrumpfbarkeit zurückläßt, durchgeführt werden oder die thermische Schrumpfungsbehandlung
kann direkt durchgeführt werden.
Der Schrumpfungsprozentsatz und die scheinbare Dichte können in einfacher
Weise durch die Schrumpfung der thermischen Schrumpfungskomponenten, den Grad der
Verschlingung und die Heiztemperatur im Schrumpfungsschritt der Multikomponentenfilamente
vom spaltbaren Typ sowie dem Ausmaß des Zumengens und Mischens anderer Filamente
eingestellt werden.
In dem ungewebten, aus Filamenten hergestellten Stoff gemäß der Erfindung
ist es, wenn der ungewebte Stoff aus Filamenten mit unterschiedlichem Schrumpfungsvermögen
hergestellt ist, bevorzugt, daß diese Multikomponentenfilamente sind, in denen eine
der Komponenten thermisch schrumpfbar ist; um Makroräume in dem ungewebten Stoff
zu eliminieren und eine einheitliche dichte Struktur zu induzieren ist es bevorzugt,
daß die Differenz in der thermischen Schrumpfbarkeit der thermisch schrumpfbaren
Komponente und der anderen Komponente in warmen Wasser mit 95°C 5 bis 50 % und
speziell 10 bis 30 % ist; und es ist besonders bevorzugt, eine milde Schrumpfungsbehandlung
des ungewebten Stoffs, der aus Filamenten hergestellt ist, die ein Gemisch aus zwei
oder mehr Typen an Filamenten mit feinem Denier mit Denier von 0,01 bis 0,5 de umfassen,
in einem relaxierten bzw. entspannten Zustand in warmen Wasser bis 70 bis 100°C
und/oder trockenem Erwärmen bei 80 bis 140°C für 20 Sekunden bis 10 Minuten
durchzuführen, so daß der ungewebte Stoff eine prozentuale Flächenschrumpfung von
5 bis 50 % erfährt.
Der thermische Schrumpfungsprozentsatz gemäß der Erfindung wird auf
dem Schrumpfungsprozentsatz bei Schrumpfung der Filamente in warmen Wasser mit 95°C
für 30 Minuten unter einer Last von 0,5 g/de bestimmt; der Schrumpfungsprozentsatz
wird wie folgt berechnet: (Länge vor Schrumpfungsbehandlung – Länge nach Schrumpfungsbehandlung)/(Länge
vor Schrumpfungsbehandlung) × 100 %.
Die prozentuale Schrumpfungsfläche wird wie folgt berechnet: [(Fläche
des ungewebten, aus Filamenten hergestellten Stoffs vor Schrumpfung – Fläche
des ungewebten, aus Filamenten hergestellten Stoffs nach Schrumpfung)/(Fläche des
ungewebten, aus Filamenten hergestellten Stoffs vor Schrumpfung)] × 100 (%).
Hier bedeutet ein "relaxierter Zustand" bzw. ein "entspannter" Zustand
einen Zustand, in dem der ungewebte, aus Filamenten hergestellte Stoff in einer
Richtung mit einer Voreilrate von 3 bis 30 % vorbewegt wird. Entsprechend dem Ziel
der Erfindung, die sich auf die prozentuale Flächenschrumpfung konzentriert, sollte
der Saum des ungewebten, aus Filamenten hergestellten Stoffs, der senkrecht zur
Richtung der Vorwärtsbewegung des ungewebten, aus Filamenten hergestellten Stoffs
ist, vorzugsweise in einem nicht-gehaltenen Zustand gehalten werden. Die Voreilrate
kann in Abhängigkeit von der prozentualen Zielflächenschrumpfung festgesetzt werden,
allerdings ist eine Voreilrate im Bereich von 3 bis 30 % bevorzugt, weil dies es
einfacher macht, eine prozentuale Flächenschrumpfung von 5 bis 50 % zu erhalten.
Eine bevorzugte Form der Schrumpfungsbehandlung in diesem relaxierten
Zustand ist eine, in der der ungewebte, aus Filamenten hergestellte Stoff in warmem
Wasser in einem weiteren spannungs-gelösten Zustand infolge der Schwimmfähigkeit
Schrumpfen gelassen wird, wobei die Temperatur des Wassers vorzugsweise 70 bis 100°C
ist, da in diesem Bereich eine bessere Durchschrumpfung erreicht werden kann. Wenn
die Schrumpfungsbehandlung durch trockenes Erhitzen erreicht wird, ist eine Atmosphärentemperatur
von 80 bis 140°C bevorzugt, da in diesem Bereich eine bessere Durchschrumpfungsbehandlung
erzielt werden kann.
Die Schrumpfungsbehandlungszeit in relaxiertem Zustand kann geeigneterweise
von mindestens 20 Sekunden bis 10 Minuten eingestellt werden, um eine prozentuale
Flächenschrumpfung von mindestens 5 % zu erreichen, wenn aber die Schrumpfungsbehandlung
gleichzeitig mit einer chemischen Spaltungsbehandlung durchgeführt wird und die
Spaltungsbehandlung eine Zeit benötigt, die 10 Minuten übersteigt, wird die Zeit,
die notwendig ist, um die Spaltungsbehandlung zu beenden, als geeignete Zeit Vorrang
haben.
Wenn die prozentuale Flächenschrumpfung im Bereich von 5 bis 50 %
liegt, wird es möglich sein, einen ungewebten Stoff mit einer einheitlicheren dichten
Struktur zu erhalten; die scheinbare Dichte des ungewebten, aus Filamenten hergestellten
Stoffs wird geeigneter sein und der ungewebte Stoff wird sogar einen höheren Level
an dichter Handhabung und Drapiereigenschaften haben. Insbesondere wenn die scheinbare
Dichte in der Verschlingungsbehandlungsstufe ausreichend erhöht wird und die Verdichtung
durch thermische Schrumpfung auf 10 bis 30 % als prozentuale Flächenschrumpfung
eingestellt wird, ist es möglich, eine mildere thermische Schrumpfungsbehandlung
durchzuführen, um einen ungewebten, aus Filamenten hergestellten Stoff zu erhalten,
der eine einheitlichere dichte Struktur hat.
Als Resultat wird das Volumen der zwischen den Filamenten mit feinem
Denier gebildeten Räume verfeinert, das Raumvolumen zwischen den Filamenten wird
im Vergleich zu ungewebten, aus herkömmlichen Filamenten mit feinem Denier hergestellten
Stoffen kleiner, während die Anzahl der Räume erhöht wird, so daß der resultierende,
ungewebte, aus Filamenten hergestellte Stoff mit dem Vorzug der Beständigkeit gegenüber
Knickfalten versehen ist, selbst wenn er zu einem Nappa-Kunstleder verarbeitet wird.
Die obige Erläuterung bezieht sich auf ein Herstellungsverfahren,
das zu verwenden ist, wenn Multikomponentenfilamente vom spaltbaren Typ als die
Filamente eingesetzt werden, die den ungewebten, aus Filamenten hergestellten Stoff
bilden; im folgenden wird dagegen ein Herstellungsverfahren unter Verwendung von
Multikomponentenfilamenten vom Insel-in-Meer-Typ erläutert.
Die Multikomponentenfilamente vom Insel-in-Meer-Typ können zwei oder
mehr Typen an faserbildenden thermoplastischen Polymeren mit unterschiedlicher thermischer
Schrumpfbarkeit (dieselben Typen an Polymeren, die für die Multikomponentenfilamente
des spaltbaren Typs genannt wurden) als Inselkomponente und irgendein gewünschtes
Polymer, das durch Auflösen leicht entfernt werden kann, als Meerkomponente enthalten.
Gemischte Polymerfilamente, die eine Polymermischung der Meerkomponente und der
Inselkomponente umfassen, oder Mehrkern/Umhüllung-Filamente können verwendet werden,
wobei dieser eine laterale Querschnittsform allgemein bekannter Multikomponentenfilamente
des Insel-in-Meer-Typs haben.
Die Multikomponentenfilamente vom Insel-in-Meer-Typ können auch gemischte
Multikomponentenfilamente sein, die die Polymermischung (a) und
die Polymermischung (b), die unten beschrieben werden, zusammengefügt in einer Art
einer Mehrschichtstruktur umfassen.
Polymermischung (a):
Eine Polymermischung, umfassend ein faserbildendes thermoplastisches
Polymer (A) als Inselkomponente und ein Polyolefin-basiertes Polymer (B) als Meerkomponente.
Polymermischung (b):
Eine Polymermischung, umfassend ein faserbildendes thermoplastisches
Polymer (A') als Inselkomponente und ein Polyolefin-basiertes Polymer (B') als Meerkomponente.
Diese Polymere und dem Polymer zugemischte thermoplastische Polymere
können Polymertypen sein, die die oben genannten Multikomponentenfilamente vom spaltbaren
Typ bilden und die thermoplastischen Polymere (A) und (A') und die Polyolefin-Polymeren
(B) und (B') können gleich oder unterschiedlich sein.
Die Herstellung des ungewebten, aus Filamenten gebildeten Stoffs und
die Verschlingungsbehandlung können in der gleichen Weise durchgeführt werden, wie
wenn Multikomponentenfilamente des spaltbaren Typs eingesetzt werden, und auf eine
dreidimensionale Verschlingung kann ein Auflösen und ein Entfernen der Mehrkomponente
mit einem gewünschten Lösungsmittel folgen, wobei ein ungewebter, aus Filamenten
gebildeter Stoff gemäß der Erfindung erhalten wird.
Der resultierende ungewebte aus Filamenten hergestellte Stoff kann
mit besonderen Vorteil als Basisstoff für Nubuck-artiges Kunstleder verwendet werden;
da aber Nubuck-artiges Kunstleder einen zufriedenstellenden Kunstleder-Oberflächengriff
zusätzlich zu den Merkmalen von Nappa-Kunstleder erfordert, ist es notwendig die
Dichte der aufstehenden Pili zu erhöhen.
Die spezifizierten Faserbündel sind hier als Merkmal der Erfindung
sehr wichtig und die Faserbündel müssen nicht nur parallel zur Richtung der Dicke
orientiert sein, sondern die Filamente, die die Faserbündel bilden, müssen auch
teilweise geschnitten sein,; außerdem können die erfindungsgemäß spezifizierten
Faserbündel in einfacher Weise durch Vernadeln, wie es zum Schneiden der Filamente
durchgeführt wurde, in der gleichen Weise wie bei der Verwendung der Multikomponentenfilamente
vom spaltbaren Typ gebildet werden.
Erfindungsgemäß wird der ungewebte, aus Filamenten hergestellte Stoff,
z.B. ein ungewebter Stoff, der aus Filamenten hergestellt ist, die Filamente vom
spaltbaren Typ umfassen, oder eine ungewebter Stoff, der aus Filamenten hergestellt
ist, die Multikomponentenfilamente vom Insel-in-Meer-Typ umfassen, durch Imprägnierung
eines polymeren Elastomers zur Verarbeitung zu Kunstleder zu einem Verbundstoff
verarbeitet.
Als polymere Elastomere können synthetische Harze, z.B. Polyvinylchlorid,
Polyamid, Polyester, Polyester-Ether-Copolymer, Polyacrylsäure-Ester-Copolymer,
Polyurethan, Neopren, Styrol-Butadien-Copolymer, Siliconharz, Polyaminosäure und
Polyaminosäure-Polyurethan-Copolymer, natürliche Polymerharze und ihre Gemische
verwendet werden; und falls es erforderlich ist, können auch Pigmente, Farbstoffe,
Vernetzungsmittel, Füllstoffe, Weichmacher und verschiedene Stabilisatoren zugesetzt
werden.
Polyurethane und seine Gemische mit anderen Harzen liefert einen weichen
Griff bzw. ein weiches Gefühl.; diese werden daher zur Verwendung als polymere Elastomere
bevorzugt.
Das polymere Elastomer wird als Lösung oder Dispersion in einem organischen
Lösungsmittel oder als wäßrige Lösung oder wäßrige Dispersion in den ungewebten
Stoff imprägniert. Das verwendete Koagulationsverfahren kann ein beliebiges Verfahren,
das üblicherweise im Stand der Technik eingesetzt wird, sein. Beispielsweise ist
das Wärmesensibilisierungs-Koagulations-Verfahren als das Trocknungsverfahren bevorzugt,
wenn auch das Porenkoagulationsverfahren durch Trocknung aus einer W/O-Typ-Emulsion
bevorzugter ist. Ein weiteres Beispiel ist ein Naßverfahren, bei dem der ungewebte,
aus Filamenten hergestellte Stoff, der mit einer wassermischbaren organischen Lösungsmittellösung
des polymeren Elastomers imprägniert worden war, durch ein Koagulierungsbad, das
hauptsächlich aus Wasser besteht, zur Porenkoagulation geführt wird.
Zur Imprägnierung des polymeren Elastomers wird der ungewebte Stoff,
der als Grundgewebe dient, vorzugsweise zuerst mit einer Silicon-Emulsion oder dgl.
behandelt oder der ungewebte, aus Filamenten hergestellte Stoff, der als Grundgewebe
dient, wird zuerst mit einem wasserlöslichen Polymer, z.B. PVA, behandelt,
um die Adhäsion des polymeren Elastomers an der Oberfläche der Filamente zu verhindern,
um so die Bestandteilsfilamente vollständig zurückzuhalten. Eine Behandlung der
Oberfläche der Filamente wird eine geeignete Bewegungsfreiheit der Filamente und
des polymeren Elastomers gegenüber einer Verformung und einer äußeren Beanspruchung
erlauben, was Weichheit verleiht.
Eine Kontrolle der Menge des imprägnierten polymeren Elastomers kann
in einfacher Weise erreicht werden, indem die Konzentration des polymeren Elastomers
in der Imprägnierungslösung eingestellt wird oder indem die Naßaufnahme der Imprägnierungslösung
während der Imprägnierung eingestellt wird.
Gemäß der der Erfindung ist das Gewichtsverhältnis des ungewebten,
aus Filamenten gebildeten Stoffs, der als Basisgewebe dient, und des imprägnierten
polymeren Elastomers vorzugsweise 97:3 zu 50:50 und bevorzugter 90:10 bis 60:40,
bezogen auf Gesamtgewicht des Kunstleders. Wenn der Verhältnisanteil des polymeren
Elastomers in solchen Bereichen liegt, wird das resultierende Kunstleder eine bessere
Weichheit und Festigkeit bzw. Dichte haben. Erfindungsgemäß zeigt der gewebte, aus
Filamenten gebildete Stoff, der als Basisgewebe des Kunstleders dient, ein minimales
Vorliegen von Makroräumen in seiner Struktur und ist einheitlich, so daß das resultierende
Kunstleder selbst mit einer niedrigen Menge des polymeren Elastomers zur Imprägnierung
Eigenschaften einer festen Handhabung zeigen wird.
Durch Aufstellen der Pili des erfindungsgemäßen Leders ist es möglich,
Wildleder-artiges oder Nubuck-artiges Kunstleder herzustellen, wobei in diesem Fall
ein Färben seinen Wert weiter steigern kann.
Das Kunstleder der Erfindung kann auch zu einem Nappa-Kunstleder verarbeitet
werden, indem eine Beschichtung des polymeren Elastomers an der Oberfläche bereitgestellt
wird. Herkömmliche Nappa-Kunstleder waren unter den Gesichtspunkten der Dichte und
der Einheitlichkeit des imprägnierten gewebten Stoffs, der als Grundgewebe dient,
nicht zufriedenstellend und für Knick- bzw. Knitterfalten anfällig. Dieser Nachteil
wurde durch Reiben des Nappa-Kunstleders unter Zufügung von Knitterfalten im voraus
behandelt, so daß die auf der Oberfläche angebrachte Beschichtung dicker als notwendig
sein muß.
Im Gegensatz dazu ist das Kunstleder, das aus ungewebtem, aus Filamenten
hergestelltem Stoff gemäß der Erfindung hergestellt ist, gegenüber Knickfalten resistent,
und zwar ungeachtet der Dicke der Beschichtung, die als Nappaseite an der Oberfläche
ausgebildet wird, und hat die Eigenschaften einer festen Handhabung mit Weichheit
und Drapiereigenschaften.
Das Verfahren, das zur Bildung der Beschichtung verwendet wird, kann
ein beliebiges allgemein bekanntes Bildungsverfahren sein und beispielsweise ein
Laminierungsverfahren, durch das die Beschichtung auf einer Trennfolie ausgebildet
wird, welche dann an der Oberfläche des imprägnierten, ungewebten Stoffs befestigt
wird; ein Verfahren des Auftragens einer W/O-Typ-Emulsion des polymeren Elastomers
auf die Oberfläche des imprägnierten, ungewebten Stoffs und Trocknung derselben
unter Bildung einer porösen Schicht und danach Unterwerfen dieser einem Prägen,
Drucken oder dgl., um eine Beschichtung auszubilden; ein Verfahren der Bildung der
Beschichtung durch Laminierung auf der Oberfläche dieser porösen Schicht; ein Verfahren
der Anwendung einer wassermischbaren organischen Lösungsmittellösung des polymeren
Elastomers auf der Oberfläche des imprägnierten. ungewebten Stoffs und Verwendung
eines Naßverfahrens zur Porenkoagulation in einer Koagulierungslösung, die hauptsächlich
aus Wasser besteht, zur Bildung einer porösen Schicht und danach Unterwerfen dieser
einem Prägen, einem Tiefdruckbestreichen oder dgl., um eine Beschichtung zu bilden,
oder ein Verfahren zur Bildung einer Beschichtung durch Auflaminieren auf die Oberfläche
dieser porösen Schicht.
Wenn Multikomponentenfilamente vom Insel-in-Meer-Typ, die den ungewebten,
aus Filamenten hergestellten Stoff bilden, verwendet werden, kann der resultierende
ungewebte, aus Filamenten hergestellte Stoff hauptsächlich zu Nubuck-artigem Kunstleder
verarbeitet werden.
Die Gründe dafür sind seine Eignung, da (1) in einfacher Weise Ultramikrofasern
erhalten werden können, (2) das Kunstleder sowohl Dichte als auch Oberflächenweichheit
haben kann und (3) es einen ausgezeichneten Oberflächengriff geben kann; in solchen
Fällen ist es besonders bevorzugt, daß der durchschnittliche Denier der Inselkomponente,
die nach Extraktion der Meerkomponente zurückbleibt, 0,0001 bis 0,2 de ist.
Somit ist eine Extraktion der Meerkomponente in den Multikomponentenfilamenten
notwendig, wenn Multikomponentenfilamente vom Insel-in-Meer-Typ als Bestandteilsfilamente
des gewebten, aus Filamenten gebildeten Stoffs ausgewählt werden; der Extraktionsschritt
kann dabei nach einem beliebigen bekannten Verfahren des Standes der Technik durchgeführt
werden; ein polymeres Elastomer, z.B. Urethan, kann nach dem Extraktionsschritt
in die Räume imprägniert werden, die Inselkomponente kann nach Imprägnierung des
polymeren Elastomers extrahiert werden oder kann gleichzeitig mit der Imprägnierung
des polymeren Elastomers extrahiert werden, was von der geeigneten Auswahl abhängt,
allerdings ist es bevorzugt, daß die Inselkomponente gleichzeitig mit der Imprägnierung
des polymeren Elastomers extrahiert wird, um einen Schritt zu eliminieren.
Der ungewebte, aus Filamenten hergestellte Stoff gemäß der Erfindung
ist zur Herstellung von Kunstleder verwendbar, das ein Gefühl und eine Weichheit
hat, die bisher nicht möglich waren. Durch Einstellung der Weichheit, des Oberflächenmusters,
der Farbe, des Glanzes usw. für das resultierende Kunstleder ist es möglich, dieses
in einer weiten Vielzahl von Anwendungszwecken zu verwenden, z.B. Schuhe wie Sportschuhe,
verschiedene Ballarten wie Fußbälle, Basketbälle, Volleybälle und dgl., Beutel und
Taschen jeglicher Art, einschließlich Aktenmappen, Handtaschen und Brieftaschen,
Bezüge, z.B. Sofa- und Stuhlbezüge, Möbelfolien, Kraftfahrzeugfolien, usw., Handschuhprodukte,
z.B. Golfhandschuhe, Baseballhandschuhe, Skihandschuhe und dgl., oder für Kleidung,
Arbeitshandschuhe, Bänder usw.
Die vorliegende Erfindung wird nun detaillierter anhand von Beispielen
erläutert, wobei es selbstverständlich ist, daß die Erfindung in keiner Weise dadurch
beschränkt wird.
Die in den Beispielen gemessenen Werte wurden durch die unten beschriebenen
Verfahren bestimmt und wenn nichts anderes spezifiziert ist, stellen sie Durchschnittswerte
von fünf verschiedenen Messungen dar.
Glanzviskosität
Diese wurde bestimmt, indem eine Lösung der Probe hergestellt wurde
und die Messung bei 35°C nach einem üblichen Verfahren durchgeführt wurde. Das
verwendete Lösungsmittel ist in den Beispielen beschrieben.
Probendicke
Ein Dickemeßgerät ("543-101F", Produkt von Mitsuto) wurde zur Messung
unter einer Last von 0,98 N mit einem Gewicht mit einem Durchmesser von 1 cm verwendet.
Zugspannung, Zugfestigkeit und Reißdehnung
Gemäß dem Verfahren von JIS L-1096 wurde eine Probe mit einer Breite
von 1 cm und einer Länge von 9 cm festgeklemmt und in einem 5 cm-Abstand gehalten,
dann wurde eine Zugfestigkeitsprüfvorrichtung zur Dehnung mit einer Streckungsgeschwindigkeit
von 6 cm/min verwendet, wobei die Zugspannung als Spannung bei 20 % Dehnung (&sgr;20)
und die Zugfestigkeit und die Bruchdehnung jeweils als Belastungswert und Dehnungsverhältnis
beim Bruch gemessen wurden.
Biegewiderstand (Rb)
Es wurde eine Probe hergestellt, die 2 cm breit und 9 cm lang war;
das Ende der Längsseite wurde mit einer Haltevorrichtung gehalten, die Probe wurde
90° in U-Form gebogen, die Meßspitzen eines U-Meßgeräts wurden gegen die Enden
gepreßt und der Lastwert wurde aufgezeichnet und pro Zentimeter Breite errechnet.
Die Einheiten sind g/cm und der Biegewiderstand stellt die Weichheit des Stoffs
dar, wobei ein niedrigerer Wert eine größere Weichheit angibt.
Verhältnis der 20 % Zugedehnung zu Biegewiderstand
Naturleder hat die Eigenschaften von "Weichheit und festen Handhabungseigenschaften",
die infolge seiner dichten und einheitlichen Struktur gezeigt werden; und (20 %
Dehnung)/(Biegewiderstand) = (&sgr;20/Rb) wurde als Index dafür eingesetzt, wobei
der Durchschnittswert für Länge und Breite genommen wurden.
Kompressionsprozentsatz
Eine 100 mm × 100 mm Probe wurde hergestellt und auf eine Horizontalplatte
gelegt; dann wurde die Dicke (A) in der Mitte der Probe mit einer angelegten Last
von 80 g/cm2 gemessen. Die Dicke (B) wurde dann in derselben Position
mit einer angewendeten Last von 500 g/cm2 gemessen und es wurde [(A –
B)/A] × 100 (%) errechnet.
Zahl der Faserbündel, die parallel zur Richtung der Dicke
des ungewebten Stoffs orientiert sind
Ein Querschnitt, der parallel zur Richtung der Dicke des ungewebten
Stoffs ausgewählt worden war, wurde mit einem Elektronenmikroskop mit 40-facher
Vergrößerung photographiert und es wurde eine visuelle Zählung der Zahl der Faserbündel
in einer Strecke von 1 cm an einer Linie senkrecht zur Richtung der Dicke des ungewebten
Stoffs durchgeführt.
Prozentuale Fläche, die von Faserbündeln in einem Querschnitt
parallel zur Oberfläche eingenommen wird
Ein Querschnitt parallel zur Oberfläche des ungewebten Stoffs wurde
mit einem Elektronenmikroskop mit 50-facher Vergrößerung photographiert, die Photographie
wurde weiter auf 200 % vergrößert, die Teile der kopierten Papieroberfläche, die
Faserbündeln entsprechen, wurden ausgeschnitten, ihre Flächen wurden gemessen und
zur Gesamtfläche summiert und die prozentuale Fläche bzw. der Prozentsatz der Fläche,
die von Faserbündeln eingenommen wurde, wurde berechnet als (Gesamtfläche der Faserbündel/Fläche
der Photographie) × 100 (%).
Die Zahl der geschnittenen Enden von Filamenten pro Flächeneinheit
der ungewebten Stoffoberfläche
Die Oberfläche des ungewebten Stoffs wurde mit einem Elektronenmikroskop
mit 100-facher Vergrößerung photographiert, die Anzahl der geschnittenen Enden der
Filamente pro 0,5 mm × 0,5 mm-Sektion wurde gezählt, der Durchschnitt von
5 Sektionen wurde genommen, dieser wurde pro Fläche berechnet, und die Anzahl der
geschnittenen Enden der Filamente pro 1 mm2-Fläche wurde daraus bestimmt.
Aufspaltungsprozentsatz
Der Aufspaltungsprozentsatz der Multikomponentenfilamente vom spaltbaren
Typ wurde bestimmt, indem die Oberfläche des ungewebten Stoffes mit einem Elektronenmikroskop
mit 200-facher Vergrößerung photographiert wurde, die Querschnittsfläche von 100
Filamenten gemessen wurde und die Differenz zwischen der Gesamtfläche und der Querschnittsfläche
der nicht-gespaltenen Filamente (einschließlich derer, die nicht vollständig gespalten
wurden, z.B. die, die in zwei oder drei Teile gespalten wurde) durch die Gesamtfläche
geteilt wurde. Ein größerer Aufspaltungsprozentsatz zeigt eine bessere Aufspaltung
an.
Durchschnittliche Raumfläche und Standardabweichung
Die durchschnittliche Raumfläche zwischen den Filamenten in einem
Querschnitt des ungewebten Stoffs und einem Querschnitt von Kunstleder wurde durch
das folgende Verfahren der Bildanalyse mit einem Rasterelektronenmikroskop gemessen.
(1) Probenherstellung: Die zu messende Querschnittsprobe des ungewebten Stoffs
wird durch Ionensputtern mit einem Metall beschichtet, wobei eine "JFC-1500"-Ionensputtering-Apparatur
von Nihon Denshi, K.K. unter den Bedingungen eines Arbeitsdrucks von 0,1 Pa oder
weniger und einer Beschichtungsdicke von 800 Angström verwendet wurde.
(2) Elektronenmikroskopie: Die in (1) oben hergestellte Probe wird in ein "JSM-6100"-Rasterelektronenmikroskop,
hergestellt von Nihon Denshi, K.K. unter den Bedingungen einer Beschleunigungsspannung
von 5 kV, einem Filamentstrom von 2,2 A und einer Scanninggeschwindigkeit von 15,7
s/Linie (horizontal, 60 Hz) gelegt, die Bildsignalwellenform wird zur Betrachtung
an einer CRT gezeigt, wobei die maximalen und minimalen Peakhöhen der Wellenform
5 V bzw. 0 V an einer Spannungsskala entsprechen, die Aufnahme erfolgt mit einer
Vergrößerung von 200×.
(3) Bildverarbeitung: Ein "IP-1000PC"-Hochpräzisions-Kasei,Bildanalysiersystem,
hergestellt von Asahi K.K., wird zur Messung durch Bildbearbeitungsselektion der
"Zahl der offenen Zellen" auf einem Bild, das automatisch aus dem Rasterelektronenmikroskop
eingegeben wird, verwendet. Der Binärzahl-Schwellenwert für diese Bildbearbeitung
ist die Luminanz am Mittelpunkt zwischen dem Maximum und dem Minimum (Luminanz =
0) der Luminanzverteilung, die aus der Bildanalyse erhalten wird. Der geringe Luminanzteil,
der durch den Schwellenwert definiert wird, wird als Raumteil extrahiert.
(4) Berechnung der Durchschnittsfläche und der Standardabweichung: Die Flächen
der extrahierten Raumteile, die in 0,25 mm2-Regionen des Querschnitts
des ungewebten Stoffs vorliegen, wurden gemessen und dasselbe Verfahren wurde mindestens
dreimal an verschiedenen Stellen des Querschnitts des ungewebten Stoffs durchgeführt.
Die Durchschnittsfläche und die Standardabweichung wurden aus diesen Flächen der
Raumteile, die auf diese Weise erhalten wurden, errechnet.
Knickfalten
Es wurde eine Probe mit 4 cm Länge und Breit hergestellt und die Probe
wurde in einem Abschnitt 1 cm vom Ende des Saumteils in Schußrichtung (oder Kettrichtung)
gehalten, es wurde eine visuelle Zählung der Zahl der Knickfalten durchgeführt,
die an der Oberfläche auftreten, wenn der Abstand des Halteteils von zwei auf 1
cm mit der Oberflächenbiegung nach Innen reduziert wurden, dann wurde die Zählung
entsprechend der unten angegebenen Liste beurteilt. Eine Zahl von 7 Knickfalten
oder weniger ist für eine praktische Verwendung passend.
0-2 Knickfalten
O
3-7 Knickfalten
X
8 oder mehr Knickfalten
Nubuck-Gefühl bzw. -Griff
Eine Probe mit 4 cm Länge und Breite hergestellt und über die Nubuck-Bildungsseite
der Probe wurde mit einem Finger gestreift, um den Zustand der aufgestellten Pili
und den Griff bzw. das Gefühl zu bestimmen, die nach der folgenden Skale beurteilt
wurden.
Sehr dichte und feine aufgestellte Pili mit ausgezeichnetem Griff
O
Etwas grob aufgestellte Pili, aber mit ausgezeichnetem Griff
X
Grob aufgestellte Pili mit normalen Feeling.
Beispiel 1Herstellung eines ungewebten Stoffs 1
Polyethylenterephthalat-Copolymer (Grenzviskosität von 0,64 in o-Chlorphenol),
erhalten durch Polykondensation einer Säurekomponente, die 10 mol% Dimethylisophthalat,
bezogen auf Dimethylterephthalat, und eine vorgeschriebene Menge an Ethylenglykol
enthielt, als erste Komponente und Nylon 6 (Grenzviskosität von 1,1 in m-Cresol)
als zweite Komponente wurden einem Extruder zugeführt und getrennt schmelzgeknetet,
wonach sie mit einer Austragsgeschwindigkeit von 2 g/min aus einer hohlen Düse ausgetragen
wurden; nach einem Hochgeschwindigkeitsstrecken bzw. -Dehnen bei einem Ejektordruck
von 3,5 kg/cm2 wurden sie auf einem Streuungsbrett mit einem Luftstrom
stoßbehandelt, um die Filamente zu öffnen und danach auf einem Siebband als ungewebter,
aus Filamenten hergestellter Stoff gesammelt, der Multikomponentenfilamente des
spaltbaren Typs umfaßt, die einen Merschichtlaminat-Querschnitt vom 16-teiligen
Typ umfassen, wie er in 8 dargestellt ist. Das Volumenverhältnis
der zwei Komponenten war 50:50 und die Komponenten waren alternierend in 16 Schichten
angeordnet.
Als nächstes wurde der ungewebte, aus Filamenten hergestellte Stoff
mit einem Öl, das hauptsächlich aus einem Fettsäuremetallsalz und Silicon bestand,
zu einer Bedeckung von 1,5 Gew.%, bezogen auf das Filamentgewicht besprüht und für
eine Vernadelung wurde eine im Handel verfügbare Nadel (9 Widerhaken, 0,08 mm Widerhakentiefe)
mit 800 P/cm2 zu einer Penetrationstiefe von 8,7 mm verwendet, wonach
eine Verschlingungsbehandlung mit einem Hochdruckwasserstrahl einmal mit einem Wasserdruck
von 50 kg/cm2 und zweimal mit 140 kg/cm2 von der Vorderseite
und dann zweimal mit einem Wasserdruck von 140 kg/cm2 von der Rückseite
durchgeführt wurde. Die Filamente wurden während der Vernadelung teilweise geschnitten
und es trat keine Verbiegung der Nadel auf.
Nach 60-sekündigem Eintauchen des ungewebten, aus Filamenten hergestellten
Stoffs in ein warmes Wasserbad mit 90°C wurde dieser mit einem Heißlufttrockner
bei 110°C getrocknet, wobei ein ungewebter Stoff 1 erhalten wurde.
Beispiel 2Herstellung eines ungewebten Stoffs 2
Der ungewebte Stoff 2 wurde durch dasselbe Verfahren wie in Beispiel
1 erhalten, außer daß eine Spinndüse des festen Typs verwendet wurde und der Filamentquerschnitt
zu der in 9 gezeigten Form geändert wurde.
Beispiel 3Herstellung eines ungewebten Stoffs 3
Der ungewebte Stoff 3 wurde durch dasselbe Verfahren wie in Beispiel
1, außer daß auf die Vernadelung ein Eintauchen in eine wäßrige Emulsion, die 10
% Benzylalkohol und 2 % nichtionisches oberflächenaktives Mittel enthielt, für 10
min bei Raumtemperatur folgte und das nach Waschen mit Wasser und Auswringen eine
Schrumpfungsbehandlung für 20 Minuten in einem warmen Wasserbad mit 90°C folgte.
Vergleichsbeispiel 1Herstellung eines ungewebten Stoffs 4
Polyethylenterephthalat (Grenzviskosität 0,63 in o-Chlorphenol) als
erste Komponente und Nylon 6 (Grenzviskosität von 1,1 in m-Cresol) als zweite Komponente
wurden mit einer Austragsrate pro Filament von 2 g/min gesponnen und mit einer Aufnahmegeschwindigkeit
von 1000 m/min aufgewickelt, und zwar erfolgte dies durch ein übliches Schmelzspinnverfahren,
wodurch ungestreckte Multikomponentenfilamente des spaltbaren Typs mit 6,6 de und
mit der in 10 gezeigten Filamentquerschnittsform erhalten wurden.
Die ungestreckten Filamente wurden dann in warmen Wasser mit 40°C zweifach gestreckt,
wobei gestreckte Filamente mit 3,3 de erhalten wurden. Diese wurden dann zu 0,3
Gew.%, bezogen auf das Filamentgewicht, mit einem Öl überzogen und zur mechanischen
Kräuselung durch eine Stopfbuchse geführt, in einem Heißlufttrockner des Bandtyps
bei 60°C getrocknet und auf 45 mm geschnitten, wobei Multikomponentenstapelfasern
vom spaltbaren Typ erhalten wurden, die eine thermische Schrumpfungskomponente enthielten.
Die Multikomponentenstapelfasern des spaltbaren Typs wurden mit einer
Parallelkardiermaschine geöffnet und der resultierende ungewebte, aus Stapelfasern
hergestellte Stoff wurde mit einem Crosslapper geschichtet und zur Vernadelung mit
400 P/cm2 bei einer Penetrationstiefe von 8,7 mm wurde derselbe Nadeltyp
wie in Beispiel 1 verwendet; danach wurde eine Verschlingungsbehandlung mit einem
Hochdruckwasserstrahl einmal bei einem Wasserdruck von 50 kg/cm2 und
zweimal bei 140 kg/cm2 von der Vorderseite und dann zweimal mit einem
Wasserdruck 140 kg/cm2 von der Rückseite durchgeführt, um einen ungewebten,
aus Stapelfasern hergestellten Stoff herzustellen. Die prozentuale Aufspaltung unter
den Multikomponentenstapelfasern des spaltbaren Typs, die den ungewebten Stoff bilden,
war 95 %.
Nach Eintauchen des ungewebten Stoffs in ein Warmwasserbad mit 75°C
für 20 Sekunden wurde die Oberfläche einer 19%igen Schrumpfung unterzogen und mit
einem Heißlufttrockner bei 320°C getrocknet, um einen ungewebten Stoff mit einem
Durchschnittsdenier von 0,21 de zu erhalten.
Vergleichsbeispiel 2aHerstellung eines ungewebten Stoffs 5a
Der ungewebte Stoff 5a wurde durch dasselbe Verfahren wie in Beispiel
3 erhalten, außer daß eine Nadel mit 9 Widerhaken und einer Widerhakentiefe von
0,03 mm zur Vernadelung mit 280 P/cm2 zu einer Penetrationstiefe von
6,4 mm eingesetzt wurde. Im resultierenden ungewebten Stoff wurden tatsächlich keine
geschnittenen Enden gefunden.
Vergleichsbeispiel 2bHerstellung eines ungewebten Stoffs 5b
Der ungewebte Stoff 5b wurde durch dasselbe Verfahren wie in Beispiel
3 erhalten, außer daß das verwendete Öl ein Öl war, das hauptsächlich aus Wachs
auf Paraffinbasis bestand.
Vergleichsbeispiel 3Herstellung eines ungewebten Stoffs 6
Polyethylenterephthalat-Copolymer (Grenzviskosität 0,64 in o-Chlorphenol),
erhalten durch Polykondensation einer Säurekomponente, die 10 mol% Dimethylisophthalat,
als Dimethylphthalat, und eine vorgeschriebene Menge an Ethylenglykol enthielt,
wurde zum Verspinnen und Verstrecken verwendet, wobei verstreckte
Filamente mit einem Denier von 2 de erhalten wurden. Diese wurden dann 0,3 Gew.%,
bezogen auf das Filamentgewicht, mit einem Öl beschichtet und durch eine Stopfbuchse
zur mechanischen Kräuselung geführt, in einem Heißluft-Durchlauftrockner des Förderbandtyps
bei 60°C getrocknet und auf 51 mm geschnitten, wobei thermische Schrumpfungs-Stapelfasern
erhalten wurden. In der gleichen Weise wurde Polyethylenterephthalat (Grenzviskosität
0,63 in o-Chlorphenol) verwendet, um Stapelfasern mit einem Denier von 2 de, geschnitten
auf eine Länge von 51 mm zu erhalten.
Die Stapelfasern wurden dann im Mischungsverhältnis von 30 Gew.%,
bezogen auf das Gesamtstapelfasergewicht der thermischen Schrumpfungsstapelfaser
vermischt, der ungewebte Stoff, der aus kardierten Stapelfasern hergestellt worden
war, welche mit einer Parallelkardiermaschine geöffnet worden waren, wurde mit einem
Crosslapper geschichtet und zur Vernadelung bei 1500 P/cm2 zu einer Penetrationstiefe
von 8,7 mm wurde eine im Handel verfügbare Nadel (9 Widerhaken, 0,08 mm Widerhakentiefe)
verwendet, worauf sich eine thermische Schrumpfungsbehandlung in warmen Wasser mit
80°C anschloß, um den ungewebten Stoff 6 zu erhalten.
Beispiel 4Herstellung eines ungewebten Stoffs 7
Nylon 6 (Grenzviskosität 1,34 in m-Cresol) als Inselkomponente und
Polyethylen (Schmelzflußrate: 50) als Meerkomponente wurden mit einem Chip im Gewichtsverhältnis
von 50:50 vermischt und mit einem Extruder geschmolzen, wonach das Gemisch durch
eine Düse mit kreisförmigen Öffnungen bei einer Austragsgeschwindigkeit von 1,3
g/min pro einzelne Öffnung ausgetragen wurde und einem Hochgeschwindigkeitsstrecken
bei einem Ejektordruck von 2,5 kg/cm2 unterzogen wurden; sie wurden dann
auf einem Streuungsbrett mit einem Luftstrom zusammengepreßt, um die Filamente zu
öffnen und wurden dann auf einem Siebtischband als ungewebter, aus Filamenten hergestellter
Stoff, der Multikomponentenfilamente vom Insel-in-Meer-Typ umfaßte, gesammelt. Der
Denier der Filamente war 3,8 de. Als nächstes wurde der ungewebte, aus Filamenten
gebildete Stoff mit einem Öl, das hauptsächlich aus einem Fettsäuremetallsalz und
Silicon bestand, zu einer Bedeckung von 2 Gew.%, bezogen auf das Filamentgewicht,
besprüht; zur Vernadelung mit 600 P/cm2 zu einer Penetrationstiefe von
8,7 mm wurde eine im Handel verfügbare Nadel (9 Widerhaken, 0,08 mm Widerhakentiefe)
verwendet, wobei der ungewebte Stoff 7 erhalten wurde.
Beispiel 5Herstellung eines ungewebten Stoffs 8
Polyethylenterephthalat (Grenzviskosität 0,64 in o-Chlorphenol) als
Inselkomponente und Polyethylen (Schmelzflußrate: 50) als Meerkomponente wurden
separat mit Extrudern geschmolzen und bei einem Gewichtsverhältnis von 70:30 aus
einer Insel-in-Meer-Multikomponententyp-Düse mit 19 Inseln und kreisförmigen Öffnungen
mit einer Austragsrate von 1,3 g/min pro einzelne Öffnung ausgetragen und einem
Hochgeschwindigkeitsverstrecken bei einem Ejektordruck von 2,5 kg/cm2
unterworfen; danach wurde sie an einem Zertreuungsbrett mit Luftstrom komprimiert,
um die Filamente zu öffnen und danach auf einem Siebtischtransportband als ungewebter
Stoff, der aus Filamenten hergestellt worden war, die Multikomponentenfilamente
vom Insel-in-Meer-Typ umfassen, gesammelt. Der Denier der Filamente war 2,8 de.
Als nächstes wurde der ungewebte, aus Filamenten hergestellte Stoff mit einem Öl
zu einer Bedeckung 2,0 Gew.%, bezogen auf das Gesamtmengegewicht, besprüht und zur
Vernadelung mit 600 P/cm2 zu einer Penetrationstiefe von 8,7 mm wurde
eine im Handel verfügbare Nadel (9 Widerhaken, 0,08 mm Widerhakentiefe) verwendet,
wobei ein ungewebter Stoff 8 erhalten wurde.
Vergleichsbeispiel 4Herstellung eines ungewebten Stoffs 9
Nylon 6 (Grenzviskosität 1,34 in m-Cresol) als Inselkomponente und
Polyethylen (Schmelzflußrate: 50) als Meerkomponente wurden mit einem Chip im Gewichtsverhältnis
von 50:50 vermischt und mit Hilfe eines üblichen Schmelzspinnverfahrens mit einer
Aufnahmegeschwindigkeit von 1000 m/min aufgenommen, worauf ein Verstrecken folgte,
um verstreckte Filamente mit 8 de und mit derselben Filamentquerschnittsform wie
die in Beispiel 5 erhaltenen Filamente zu erhalten. Diese wurden dann für 0,3 Gew.%,
bezogen auf das Filamentgewicht, mit einem Öl beschichtet und zur mechanischen Kräuselung
durch eine Stopfbuchse geführt, in einem Heißlufttrockner vom Transportbandtyp bei
60°C getrocknet und auf 45 mm geschnitten, um Multikomponentenstapelfasern
vom Insel-in-Meer-Typ zu erhalten.
Die Multikomponentenstapelfasern vom Insel-in-Meer-Typ wurden mit
einer Parallelkardiermaschine geöffnet, der resultierende ungewebte Stoff, der aus
kardierten Stapelfasern hergestellt war, wurde mit einem Crosslapper geschichtet
und zur Vernadelung wurde eine im Handel verfügbare Nadel (1 Widerhaken, 0,08 mm
Widerhakentiefe) wurde zur Vernadelung mit 2000 P/cm2 zu einer Penetrationstiefe
von 8,7 mm verwendet, wobei der ungewebte Stoff 9 erhalten wurde.
Beispiel 6Herstellung eines ungewebten Stoffs 10
Polyethylenterephthalat-Copolymer (Grenzviskosität 0,64 in o-Chlorphenol),
erhalten durch Polykondensation einer Säurekomponente, die 10 mol% Dimethylisophthalat,
basierend auf Dimethylterephthalat, und eine vorgeschriebene Menge Ethylenglykol
enthielt, wurde einem Extruder zum Schmelzkneten zugeführt, wonach es aus einer
Düse mit kreisförmigen Querschnittsöffnungen mit einer Austragsrate pro Filament
von 1,1 g/min ausgetragen wurde; danach wurde ein Hochgeschwindigkeitsstrecken bei
einem Ejektordruck von 3,5 kg/cm2 durchgeführt, es wurde auf einem Streubrett
mit einem Luftstrom zur Öffnung der Filamente zusammengepreßt und auf einem Siebtafelförderband
als ungewebter Stoff, der aus Filamenten mit einem Denier von 2 de hergestellt worden
war, gesammelt. Als nächstes wurde der ungewebte, aus Filamenten hergestellte Stoff,
mit einem Öl, das hauptsächlich aus einem Fettsäuremetallsalz und Silicon bestand,
zu einer Bedeckung von 1,5 Gew.%, bezogen auf das Filamentgewicht gesprüht und zur
Vernadelung wurde eine im Handel verfügbare Nadel (9 Widerhaken, 0,08 mm Widerhakentiefe)
mit 800 P/cm2 zu einer Penetrationstiefe von 8,7 mm verwendet, wonach
es für 60 Sekunden in ein Warmwasserbad mit 90°C eingetaucht wurde und mit einem
Heißlufttrockner bei 110°C unter Erhalt des ungewebten Stoffs 10 getrocknet
wurde.
Die Eigenschaften des oben erhaltenen ungewebten Stoffes sind in Tabelle
1 aufgelistet.
Nachfolgend werden die in Tabelle 1 angegebenen Resultate diskutiert
werden. Die Beispiele 1 bis 3 genügen allen Bedingungen der vorliegenden Erfindung
und die Querschnitte der resultierenden ungewebten Stoffe zeigten
dichte und einheitliche Strukturen. Insbesondere der in Beispiel 1 erhaltene ungewebte
Stoff, der aus Multikomponentenfilamenten des spaltbaren Typs bestand, wobei die
Bestandteilsfilamente eine hohle Querschnittsform hatten, hatte Filamente in grob
aggregiertem Zustand, die nach Schrumpfung eine sehr einheitliche und dichte Struktur
aufwiesen.
Andererseits hatten die ungewebten Stoffe, die durch die Verfahren
von Vergleichsbeispiel 1 und 3 erhalten worden waren und die aus Stapelfasern gebildet
wurden, eine scheinbare Dichte und eine durchschnittliche Fläche des Raums, die
mit denen der ungewebten Stoffe vergleichbar waren, welche durch die Verfahrenen
in den Beispielen erhalten wurden, da aber diese ungewebten Stoffe aus Stapelfasern
hergestellt waren, überstieg die Anzahl der geschnittenen Enden der Fasern an der
Oberfläche des ungewebten Stoffs 100 pro mm2 und es war nicht möglich,
ungewebte Stoffe mit zufriedenstellender Weichheit und geeignetem Biegewiderstand
zu erhalten, welche Gegenstand der vorliegenden Erfindung sind.
In Vergleichsbeispiel 2a jedoch war die Zahl der geschnittenen Enden
von Filamenten an der Oberfläche des ungewebten Stoffes weniger als 5 pro mm2,
so daß es nicht möglich war, ungewebte Stoffe mit ausreichender Weichheit und geeignetem
Biegewiderstand zu erhalten, die Gegenstand der Erfindung sind. Das Öl wurde in
Vergleichsbeispiel 2 geändert aber es wurden keine Faserbündel in adäquater Weise
gebildet, die 20 % Dehnung war verringert, der Biegewiderstand war größer als in
Vergleichsbeispiel 2a und der Stoff hatte keine adäquate Weichheit.
Die Beispiele 4 und 5 waren ungewebte, aus Filamenten gebildete Stoffe,
wobei die Bestandteilsfilamente Multikomponentenfilamente vom Insel-in-Meer-Typ
waren, und das Vergleichsbeispiel 4 war ein ungewebter Stoff, der aus Stapelfasern
hergestellt war, wobei die Bestandteilsfilamente Multikomponentenfilamente vom Insel-in-Meer-Typ
waren. Die Beispiele 4 und 5 entsprachen allen Bedingungen für einen erfindungsgemäßen
ungewebten Stoff und hatten ein ausgezeichnetes begrenztes Stretching und einen
vollen Griff. Dagegen hatte der ungewebte Stoff von Vergleichsbeispiel 4 weniger
als 5 Faserbündel pro Zentimeter, und obwohl er weich war, hatte er keine festen
Handhabungseigenschaften.
Beispiel 6 war ein ungewebter, aus Filamenten hergestellter Stoff,
wobei die Bestandteilsfilamente Filamente mit einem Denier von 2,0 de waren. Unter
dem Gesichtspunkt der Weichheit und eines festen Griffs bzw. Feelings war er ein
ausgezeichneter ungewebter, aus Filamenten gebildeter Stoff.
Beispiele 7 bis 10, Vergleichsbeispiele 5 bis 7Herstellung von Nappa-Kunstledern 1 bis 7
Die ungewebten Stoffe 1 bis 6 und 10, die in den Beispielen 1 bis
3, Beispiel 6 und Vergleichsbeispiele 1 bis 3 hergestellt worden waren, wurden jeweils
in einer 1,4%ige wäßrige Lösung von Dimethylsiloxan zu einer Aufnahme von 180 %
(Gewicht des ungewebten Stoffs nach Imprägnierung von 180 Gew.%, bezogen auf das
Gewicht den ungewebten Stoffs vor Imprägnierung) eingetaucht und wurden 30 Minuten
bei 100°C getrocknet.
Danach wurden Diphenylmethandiisocyanat, Polytetramethylenglykol,
Polyoxyethylenglykol, Polybutylenadipatdiol und Trimethylenglykol nach einem gängigen
Verfahren zur Synthese von Polyurethan mit einer 100 % Dehnungsbeanspruchung von
110 kg/cm3 verwendet; die Stoffe wurden mit einer Emulsion des W/O-Typs,
hergestellt durch Dispergieren von Wasser in einem Anteil von 35 Gew.-Teilen pro
100 Gew.-Teile einer Methylethylketon-Aufschlämmung, die 16 Gew.% des vorstehend
genannten Polyurethans, bezogen auf das Gesamtaufschlämmungsgewicht enthält, imprägniert,
wobei die überschüssige Emulsion an der Oberfläche abgewischt wurde; dann wurden
sie koaguliert und in einer Atmosphäre bei einer Temperatur von 45°C, 70 % relative
Feuchtigkeit getrocknet. Außerdem wurde eine 50 &mgr;m-dicke Polyurethanbeschichtung,
die auf einer Trennfolie ausgebildet worden war, unter Verwendung eines Zweikomponentenklebstoffs
auf Urethanbasis befestigt und nach adäquater Trocknung- und Vernetzungsreaktion
wurde die Trennfolie abgezogen, wobei die Nappa-Kunstleder 1 bis 7 erhalten wurden.
Die Eigenschaften der in den Beispielen 7 bis 10 und den Vergleichsbeispielen
5 bis 7 erhaltenen Kunstleder sind in Tabelle 2 aufgelistet.
Ebenfalls aufgelistet sind die Eigenschaften von natürlichem Känguruh-Leder
(Referenzbeispiel 1) und die Eigenschaften von Kunstleder, das Multikomponentenstapelfasern
vom Insel-in-Meer-Typ aus Nylon 6/Polyethylenterephthalat umfaßt, ein im Handel
erhältliches Kunstleder (Referenzbeispiel 2).
Nachfolgend werden die in Tabelle 2 gezeigten Resultate diskutiert.
Die Kunstleder, die durch die Verfahren der Beispiele 7 bis 9 gemäß der Erfindung
erhalten wurden, genügen allen Bedingungen und Querschnitte der
resultierenden Kunstleder hatten dichte und einheitliche Strukturen. Infolge ihrer
dichten und einheitlichen Strukturen gab es auch keine Anisotropie bei 20 % Dehnung
in Kett- und Schußrichtung, es wurde ein begrenztes Stretching-Gefühl gezeigt und
die Leder waren weich mit festen Handhabungseigenschaften. Die Kunstleder hatten
auch ein ausgezeichnetes Aussehen ohne Knickfalten nach dem Biegen. Das Kunstleder
von Beispiel 10, das einen ungewebten, aus nicht-aufspaltbaren Filamenten hergestellten
Stoff verwendet genügte ebenfalls allen Bedingungen und hatte sowohl Weichheit als
auch fest Handhabungseigenschaften, die mit Leder, das aus herkömmlichem ungewebten
Stoff aus Stapelfasern gebildet war, bestand, nicht erhalten werden konnten.
Andererseits hatten die Vergleichsbeispiele 5 und 7 eine scheinbare
Dichte, die der der Beispiele äquivalent war, wegen der niedrigen Anzahl der Faserbündel
der ungewebten, aus Stapelfaser gebildeten Stoffen, die als Grundgewebe verwendet
wurden, hatten sie Weichheit, aber einen inadäquaten Biegewiderstand und wiesen
auch eine geringe Innenschichtadhäsionsfestigkeit auf.
Vergleichsbeispiel 6a hatte wenige geschnittene Enden der Filamente
an der Oberfläche des ungewebten, auf Filamenten hergestellten Stoffs, der als Basisgewebe
verwendet wurde und das Leder hatte daher einen hohen Biegewiderstand und mangelnde
Weichheit. Vergleichsbeispiel 6b hatte wenige Faserbündel und obgleich der Biegewiderstand
höher war, fehlte es ihm an einem gleichmäßig verschlungenen Zustand und es hatte
eine große Anzahl von Knickfalten.
Das in Vergleichsbeispiel 7 erhaltene Kunstleder und das Kunstleder
von Referenzbeispiel 2, die besonders rauhe Strukturen hatte, hatten feste Handhabungseigenschaften,
aber beim Biegen der Oberfläche nach Innen wurden unzählige Knickfalten festgestellt.
Beispiele 11-2, Vergleichsbeispiel 8Herstellung von Nubuck-artigen Kunstledern 1 bis 3
Die ungewebten Stoffe 7 bis 9, die in den Beispielen 4 und 5 und in
Vergleichsbeispiel 4 hergestellt worden waren, wurden jeweils in eine 1,4%ige wäßrige
Dimethylsiloxan-Emulsion zu einer Aufnahme von 180 % eigetaucht (Gewicht des ungewebten
Stoffs nach Imprägnierung mit 180 Gew.%, bezogen auf das Gewicht des ungewebten
Stoffs vor Imprägnierung) und wurden bei 70°C für 30 Minuten getrocknet.
Danach wurden Diphenylmethandiisocyanat, Polytetramethylenglykol,
Ethylenglykolund Polybutylenadipatdiol nach einem gängigen Verfahren umgesetzt,
um Polyurethan mit einem Stickstoff-Gehalt von 4,5 %, bezogen Isocyanat, zu erhalten,
welches dann in einer Dimethylformamid-Lösung aufgelöst wurde, um eine Dimethylformamid
(DMF)-Lösungsmittel von Polyurethan (15 Gew.% Konzentration) herzustellen; die nicht-gewebten
Stoffe 7 bis 9 wurden jeweils mit der Lösung imprägniert und außerdem zur Koagulation
in eine 15 Gew.%ige wäßrige DMF-Lösung eingetaucht. Nach adäquatem Waschen in warmen
Wasser mit 40°C wurden sie in einer Heißluftkammer bei 135°C getrocknet,
wobei Urethan-imprägnierte Substrate erhalten wurden.
Die Substrate wurden einem wiederholten Eintauchen in Toluol mit 80°C
und einem Quetschen unterzogen, dann wurde die Polyurethan-Komponente der filamentbildenden
Komponenten durch Auflösung entfernt, um Filamente mit feinem Denier aus dem Multikomponentenfilamenten
des Insel-in-Meer-Typs zu bilden. Dann wurde das Toluol im Substrat durch azeotrope
Destillation mit heißem Wasser bei 90°C und Trocknung in einer Heißluftkammer
mit 120°C entfernt, wonach ein 4-maliges leichtes Dämpfen mit 600 mesh-Sandpapier
folgte, wodurch Nubuck-artige Kunstleder 1 bis 3 erhalten wurden.
Die Eigenschaften der Nubuck-artigen Kunstleder, die durch die Verfahren
der Beispiele 11 und 12 und von Vergleichsbeispiel 8 erhalten wurden, sind in Tabelle
3 aufgelistet.
Ebenfalls aufgelistet sind die Eigenschaften von Kunstleder, bei dem
das Substrat ein ungewebter Stoff, umfassend Multikomponentenstapelfasern vom Insel-in-Meer-Typ
aus Nylon 6/Polyethylen, war, eines im Handel erhältlichen Kunstleders, Referenzbeispiel
3.
Die in Tabelle 3 gezeigten Resultate werden nachfolgend diskutiert.
Die Kunstleder, die durch die Verfahren der Beispiele 11 und 12 erhalten wurden,
hatten einheitliche und dichte Strukturen und eine große Zahl von
Faserbündeln und wiesen daher geeignete Weichheit und feste Handhabungseigenschaften
auf, die es durch die &sgr;20/Rb-Werte dargestellt wird, während die Oberflächen
auch ein äußerst zufriedenstellendes Nubuck-artiges Feeling hatten.
Andererseits fehlte dem Kunstleder, das durch das Verfahren durch
Vergleichsbeispiel 8 erhalten worden war und das nur ein Faserbündel pro cm hatte,
ein begrenztes Stretching-Gefühl und es hatte auch keine Eigenschaften der festen
Handhabung. Das Kunstleder von Referenzbeispiel 3 hatte feste Handhabungseigenschaften,
allerdings fehlte ihm Weichheit, was ihm von Naturleder verschiedenes Feeling gab,
wobei das Nubuck-Gefühl der Oberfläche auch schlechter war.
Beispiel 12
Das durch das Verfahren von Beispiel 7 erhaltene Kunstleder wurde
als Obermaterial für Schuhe in einem zweimonatigen Tragetest verwendet. Infolgen
der Weichheit des Kunstleders paßten sich die hergestellten Schuhe gut an den Fuß
an, der Tragekomfort war zufriedenstellend und es traten absolut keine Haltbarkeitsprobleme
bei Beendigung des Tests auf.
Anspruch[de]
Ungewebter, aus Filamenten gebildeter Stoff, umfassend Filamente, die
gebildet sind aus einem faserbildenden thermoplastischen Polymer, und welcher alle
der folgenden Bedingungen (A) bis (D) erfüllt:
(A) Die Faserbündel liegen in einem Bereich von 5 bis 70 pro Zentimeter in jedem
zu der Richtung der Dicke des ungewebten Stoffes parallelem Querschnitt vor;
(B) Die gesamte durch die Faserbündel eingenommene Fläche liegt in einem Bereich
von 5 bis 70% der Querschnittsfläche jeder zu der Richtung der Dicke des ungewebten
Stoffes senkrecht liegenden Querschnitts;
(C) Die scheinbare Dichte liegt bei 0,10 bis 0,50 g/cm3;
(D) Die geschnittenen Enden der Fasern an der Oberfläche des ungewebten Stoffes
liegen vor in einem Bereich von 5 bis 100 pro mm2 der Oberfläche.
Ungewebter aus Filamenten gebildeter Stoff gemäß Anspruch 1, worin
der Kompressionsprozentsatz in der Richtung der Dicke des ungewebten Stoffes im
Bereich von 10 bis 30% liegt.
Ungewebter aus Filamenten gebildeter Stoff gemäß Anspruch 1, worin
die Filamente Filamente von feinem Denier sind, welche erhältlich sind aus Multikomponentenfilamenten
vom spaltbaren Typ umfassend ein Polymer mit 2 oder mehreren Komponenten, und worin
alle der folgenden Bedingungen (E) bis (H) erfüllt sind:
(E) Der Denier der Filamente liegt bei 0,01 bis 0,5 de;
(F) Die scheinbare Dichte des ungewebten Stoffes liegt bei 0,25 bis 0,45 g/cm3;
(G) Die mittlere Fläche des Raumes in jedem Querschnitt des ungewebten Stoffes liegt
bei 70 bis 300 &mgr;m2 bei Messung durch eine Methode der Bildanalyse
mit einem Rasterelektronenmikroskop;
(H) Die Struktur weist eine durch eine Standardabweichung der Fläche des Raumes
in jedem Querschnitt des ungewebten Stoffes von 200 bis 450 &mgr;m2 bei
Messung mittels eines Verfahrens der Bildanalyse mit einem Rasterelektronenmikroskop
repräsentierte Uniformität auf.
Ungewebter aus Filamenten gebildeter Stoff gemäß Anspruch 1, worin
die Filamente Multikomponentenfilamente vom Insel-in-Meer-Typ sind, enthaltend ein
Faser-bildendes thermoplastisches Polymer als Inselkomponente und ein Polyolefin-basiertes
Polymer als Meer-Komponente.
Ungewebter aus Filamenten gebildeter Stoff gemäß Anspruch 1, worin
die Filamente Multikernfilamente vom Insel-in-Meer-Typ sind, enthaltend ein Faser-bildendes
thermoplastisches Polymer als Insel-Komponente und ein Polyolefin-basiertes Polymer
als Meer-Komponente.
Ungewebter aus Filamenten gebildeter Stoff gemäß Anspruch 1, worin
die Filamente spaltbare Multischichtfilamente vom Insel-in-Meer-Typ sind, wobei
jedes Segment aus einem gemischten Polymer besteht, welches die folgende Polymermischung
(a) und die Polymermischung (b) umfasst:
Polymermischung (a):
Polymermischung umfassend ein Faser-bildendes thermoplastisches Polymer (A) als
Insel-Komponente und ein Polyolefin-basiertes Polymer (B) als Meer-Komponente;
Polymermischung (b):
Polymermischung umfassend ein Faser-bildendes thermoplastisches Polymer (A') als
Insel-Komponente und ein Polyolefin-basiertes Polymer (B') als Meer-Komponente.
Ungewebter aus Filamenten gebildeter Stoff gemäß Anspruch 1, worin
das Faser-bildende thermoplastische Polymer irgendeines oder mehrere der Polymere
ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Polyethylenterephthalat, copolymerisiertem
Polyethylenterephthalat enthaltend zumindest 80 Mol-% Ethylenterephthalateinheiten,
Nylon 6, Nylon 66, Nylon 610, Nylon 12, Polypropylen, Polyurethanelastomer, Polyesterelastomer
und Polyamidelastomer ist.
Ungewebter aus Filamenten von feinem Denier gebildeter Stoff, welcher
erhältlich ist durch Extraktion und Entfernung des Polymers der Meer-Komponente
eines ungewebten Stoffes, der gebildet ist aus Filamenten gemäß Anspruch 4, 5 oder
6.
Kunstleder umfassend einen ungewebten Stoff, der gebildet ist aus Filamenten
gemäß Anspruch 1 und einem darin imprägnierten polymeren Elastomer, welcher alle
der folgenden Bedingungen (I) bis (N) erfüllt:
(I) Die Faserbündel liegen vor in einem Bereich von 5 bis 70 pro Zentimeter der
Breite in jedem Querschnitt der parallel ist zu der Richtung der Dicke des Kunstleders;
(J) Die Gesamtfläche, die eingenommen wird durch die Faserbündel, liegt im Bereich
von 5 bis 70% der Querschnittsfläche eines jeden Querschnitts, der senkrecht ist
zu der Richtung der Dicke des Kunstleders;
(K) Zumindest ein Bereich des imprägnierten polymeren Elastomers ist ein polymeres
Elastomer, welches nicht an den Fasern fixiert ist;
(L) Die Zugfestigkeit bei 20% Dehnung (&sgr;20) in der Kettenrichtung und die Zugfestigkeit
bei 20% Dehnung (&sgr;20) in der Schussrichtung des Kunstleders liegen jeweils in
einem Bereich von 1,5 bis 10 kg/cm;
(M) Das Verhältnis der 20% Dehnung (&sgr;20) in der Kettenrichtung zu dem Biegewiderstand
(Rb (g/cm)) des Kunstleders und das Verhältnis der 20% Dehnung (&sgr;20) in der
Schussrichtung zu dem Biegewiderstand (Rb (g/cm)) des Kunstleders weisen einen mittleren
Wert von 3 bis 30 auf;
(N) Die scheinbare Dichte des Kunstleders beträgt 0,20 bis 0,60 g/cm3.
Kunstleder gemäß Anspruch 9, umfassend einen aus Filamenten gebildeten
ungewebten Stoff gemäß Anspruch 3 und ein darin imprägniertes polymeres Elastomer,
welches alle der folgenden Bedingungen (O) bis (Q) erfüllt:
(O) Die Faserbündel liegen vor in einem Bereich von 10 bis 50 pro Zentimeter in
jedem Querschnitt, der parallel liegt zu der Richtung der Dicke des Kunstleders;
(P) Die mittlere Dichte des Raumes in jedem Querschnitt des Kunstleders beträgt
70 bis 140 &mgr;m2 bei Messung mittels einer Methode der Bildanalyse
mit einem Rasterelektronenmikroskop;
(Q) Die Struktur weist eine durch eine Standardabweichung der Raumfläche in jedem
Querschnitt des Kunstleders von 80 bis 200 &mgr;m2 bei Messung mit einem
Verfahren der Bildanalyse mit einem Rasterelektronenmikroskop repräsentierte Uniformität
auf.
Kunstleder gemäß Anspruch 9, welches erhalten wird durch Extrahieren
und Entfernen des Polyolefinpolymers der Meer-Komponente gleichzeitig mit der Imprägnierung
des polymeren Elastomers in den ungewebten Stoff, welcher gebildet ist aus Filamenten
umfassend Multikomponentenfilamente vom Insel-in-Meer-Typ gemäß Anspruch 4, 5 oder
6, und welcher Filamente von feinem Denier mit einem mittleren Denier von 0,0001
bis 0,2 de enthält.
Kunstleder gemäß Anspruch 9, welches erhalten wird durch Imprägnieren
eines ungewebten Stoffes, der gebildet wird aus Filamenten von feinem Denier gemäß
Anspruch 7 und welcher Filamente von feinem Denier mit einem mittleren Denier von
0,0001 bis 0,2 de enthält.