Die Erfindung bezieht sich auf eine Axialkolbenmaschine nach dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
Eine Axialkolbenmaschine dieser Art ist in der DE 196 45 580 C1 beschrieben.
Bei dieser bekannten Axialkolbenmaschine ist zur Einstellung des Durchsatzvolumens
eine Verstellvorrichtung mit einer an der Schräg- oder Taumelscheibe angreifenden
Schwenkeinrichtung vorgesehen, mit der die Schräg- oder Taumelscheibe wahlweise
hin- und herschwenkbar ist und dadurch je nach Schwenkrichtung der Schwenkwinkel
und das Durchsatzvolumen vergrößerbar und verringerbar ist. Die Schwenkeinrichtung
übt dabei auf die Schräg- oder Taumelscheibe ein Drehmoment aus, das dem Drehmoment
entgegenwirkt, das die resultierende und gegen die Schräg- oder Taumelscheibe wirksame
Kolbenkraft erzeugt.
Bei dieser bekannten Axialkolbenmaschine besteht nicht nur ein großer
Bau- und Herstellungsaufwand, weil eine in beide Wirkrichtungen wirksame Schwenkeinrichtung
vorzusehen ist, sondern auch ein verhältnismäßig großer Steuerungsaufwand,
um die Schrägscheibe z. b. bei Erreichen eines maximalen Drucks oder einer maximalen
Leistung durch Ansteuern der Schwenkeinrichtung zurückzuschwenken.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Axialkolbenmaschine
der eingangs angegebenen Art so auszugestalten, daß der Bau- und Herstellungsaufwand,
der Steuerungsaufwand und der Leistungsaufwand verringert sind.
Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte
Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen beschrieben.
Bei der erfindungsgemäßen Axialkolbenmaschine ist ein Federelement
vorgesehen, das ein auf die Schräg- oder Taumelscheibe einwirkendes zweites Drehmoment
erzeugt, das dem von der resultierenden Kolbenkraft auf die Schräg- oder Taumelscheibe
ausgeübten ersten Drehmoment entgegengesetzt ist. Hierdurch wird eine passive kolbenkraftabhängige
und somit druckabhängige Durchsatzvolumeneinstellung erreicht, die selbsttätig funktioniert,
so daß auf die Durchsatzvolumeneinstellung nicht durch eine Schwenkeinrichtung
eingewirkt zu werden braucht. Die erfindungsgemäße Ausgestaltung eignet sich
insbesondere zur Leistungsbegrenzung der Axialkolbenmaschine, wobei die Axialkolbenmaschine
so ausgelegt ist, daß sie im Gleichgewichtszustand der Drehmomente etwa ihre
maximale Leistung abgibt. Hierdurch werden Überlastungen der Axialkolbenmaschine
selbsttätig vermieden.
In den Unteransprüchen sind Merkmale enthalten, die zu kleinen, kostengünstig
herstellbaren und funktionssicheren Bauweisen führen, eine Durchsatzvolumeneinstellung
und Dämpfungswirkungen im Bereich der Schwenkendstellungen der Schräg- oder Taumelscheibe
ermöglichen und die Bedienung bei Einstellungsveränderungen erleichtern.
Nachfolgend werden die Erfindung und weitere durch sie erzielbare
Vorteile anhand bevorzugter Ausführungsbeispiele und Zeichnungen näher erläutert.
Es zeigen
- Fig. 1
- die Hauptteile einer erfindungsgemäßen Axialkolbenmaschine im axialen
Schnitt;
- Fig. 2
- eine Einzelheit der erfindungsmäßen Axialkolbenmaschine in abgewandelter
Ausgestaltung; und
- Fig. 3
- ein Funktionsdiagramm der Axialkolbenmaschine.
In der Fig. 1 ist die erfindungsgemäße Axialkolbenmaschine nur
teilweise dargestellt. Die beispielhaft dargestellte Axialkolbenmaschine 1 ist in
sogenannter Schrägscheibenbauweise ausgebildet, und sie umfaßt einen Zylinderblock
2, in dem mehrere, auf einem Teilkreis gleichmäßig verteilt angeordnete, etwa
axiale Zylinderbohrungen 3 vorgesehen sind. In den Zylinderbohrungen 3 sind Kolben
4 längsbewegbar angeordnet. Die Zylinderbohrungen 3 sind durch Verbindungskanäle
5 mit nierenförmigen Steueröffnungen 6a, 6b in einer Steuerscheibe 7 verbunden,
die in einem nur teilweise dargestellten Gehäuse 8 stationär angeordnet ist. Der
Zylinderblock 2 ist auf einer nicht dargestellten Triebwelle um seine Längsmittelachse
drehbar im Gehäuse 8 gelagert, so daß die Zylinderbohrungen 3 zyklisch mit
einer an der zugehörigen Steueröffnung 6a angeschlossenen, nicht dargestellten Niederdruckleitung
und einer an der jeweils zugehörigen Steueröffnung 6b angeschlossenen, ebenfalls
nicht dargestellten Hochdruckleitung verbunden werden.
Die Kolben 4 sind an der der Steuerscheibe 7 abgewandten Enden gelenkbeweglich
an einer Schrägscheibe 9 abgestützt; beim vorliegenden Ausführungsbeispiel mittels
Gleitschuhen 11, die an einer ebenen Gleitfläche 12 der Schrägscheibe 9 anliegen
und jeweils durch eine Kugelgelenkverbindung 13 mit den vorzugsweise als Hohlkolben
ausgebildeten Kolben 4 verbunden sind. Die Arbeitsräume der Kolben 4 bzw. deren
Kolbenausnehmungen 14 sind durch axiale Verbindungskanäle 15 in den Kolben 4 und
damit korrespondierenden axialen Verbindungskanälen 16 in den Gleitschuhen 11 zur
hydrostatischen Entlastung mit an den Anlageflächen der Gleitschuhe 11 vorgesehenen
Drucktaschen 17 verbunden.
Mit 18 ist eine an sich bekannte Rückzugeinrichtung bezeichnet, die
die Gleitschuhe 11 in permanenter Anlage an der Gleitfläche 12 der Schrägscheibe
9 hält. Bei der vorliegenden Ausgestaltung ist die Rückzugeinrichtung 18 durch eine
die Gleitschuhe 11 in an sich bekannter Weise hintergreifende Lochscheibe 19 gebildet,
die mit einer zentralen, kugelabschnittförmigen Kalotte 21 auf einem kugelabschnittförmigen
Sattel 22, z. B. einem Ring auf der nicht dargestellten Triebwelle, allseitig schwenkbar
gelagert ist. Es kann sich um eine Triebwelle handeln, die die Stirnwand 8a des
Gehäuses 8 in einem runden Loch 8b durchsetzt und darin z. B. mittels eines Wälzlagers
gelagert und abgedichtet ist.
Die Schrägscheibe 9 ist um eine sich quer zur Längsmittelachse 23
der Axialkolbenmaschine 1 erstreckende Schwenkachse 24 in einem nur andeutungsweise
dargestellten Schwenklager 25, z. B. mittels zu beiden Seiten der Schrägscheibe
9 angeordneten zylindrischen Schwenkzapfen, zwischen einer Schwenkstellung minimalen
Schwenkwinkels W, in der der zwischen der Gleitfläche 12 und der Längsmittelachse
23 eingeschlossene Winkel z. B. annähernd Null ist, und einer Schwenkstellung maximalen
Schwenkwinkels W1 schwenkbar gelagert. Dabei ist die Schwenkachse 24 bezüglich der
Längsmittelachse 23 des Zylinderblocks 2 um das Maß eK quer versetzt. Die
Anordnung ist so getroffen, daß die sich aus der Anzahl der Kolbenkräfte im
Bereich eines Druckhubes ergebende resultierende Kolbenkraft Kr bezüglich der Schwenkachse
24 in die Radialrichtung versetzt ist, daß die resultierende Kolbenkraft Kr
die Schrägscheibe 9 mit einem Drehmoment M1 beaufschlagt, das die Schrägscheibe
9 in ihre Schwenkstellung minimalen Schwenkwinkels W zu schwenken sucht. Außerdem
ist eine elastisch nachgiebig wirksame Rückschwenkvorrichtung 26 vorgesehen, die
die Schrägscheibe 9 mit einem Drehmoment M2 beaufschlagt, das dem Drehmoment M1
entgegengesetzt ist. Wirksames Element der Rückschwenkvorrichtung 26 ist eine Feder
27, insbesondere eine Wendelfeder, hier eine Druckfeder, die am Gehäuse 8 abgestützt
ist und mit ihrer elastischen Federkraft an der Schrägscheibe 9 angreift. Bei der
vorliegenden Ausgestaltung ist die Feder 27 an der Stirnwand 8a des Gehäuses 8 abgestützt,
wobei sie vorzugsweise zwischen der Stirnwand 8a und der Schrägscheibe 9 angeordnet
sein kann und dabei vorzugsweise in einer Ausnehmung 28, 29 in der Stirnwand 8a
und/oder in der Schrägscheibe 9 mit Bewegungsspiel angeordnet ist. Der radiale Wirkabstand
der Versteilvorrichtung 26 von der Schwenkachse 24 ist mit ei bezeichnet und im
Ausführungsbeispiel größer als das Versatzmaß eK.
Zur Begrenzung der Ausschwenkbewegung der Schrägscheibe 9 in ihre
maximale Ausschwenkstellung und zur Begrenzung der Einschwenkbewegung der Schrägscheibe
9 in ihre minimale Einschwenkstellung ist jeweils ein Schwenkanschlag 31, 32 vorgesehen,
der jeweils durch eine Einsteilvorrichtung vorzugsweise einstellbar ist, um eine
bestimmte Menge des Durchsatzvolumens in der maximalen und minimalen Schwenkendstellung
einstellen zu können. Beim vorliegenden Ausführungsbeispiel sind die verstellbaren
Schwenkanschläge 31, 32 durch Einstellschrauben 33 gebildet, die zu beiden Seiten
der Längsmittelachse 23 jeweils in einer Gewindebohrung 34 in der Stirnwand 8a eingeschraubt
sind, durch ein Schrauben-Angriffselement 35, z. B. einen Schraubenkopf oder einen
Schraubenschlitz, drehbar sind und durch ein Sicherungselement, z. B. eine Kontermutter
36, gegen ein unbeabsichtigtes Lösen sicherbar sind. Im Rahmen der Erfindung ist
es möglich, die Einstellschrauben 33 in Gewindelöchern 34 anzuordnen, die sich in
etwa axialer Anordnung in der Schrägscheibe 9 und/oder in der Stirnwand 8a befinden,
und zwar vorzugsweise jeweils im Endbereich der Schrägscheibe 9. Hierdurch ergibt
sich für die ein elastisch nachgiebiges Widerlager bildende Rückschwenkvorrichtung
26 eine Anordnungsstelle zwischen dem Schwenkanschlag 32 für die Minimalstellung
der Schrägscheibe 9 und dem Wirkabstand eK der resultierenden Kolbenkraft Kr.
Beim vorliegenden Ausführungsbeispiel ist die dem Kolben 4 abgewandte
Rückseite 37 der Schrägscheibe 9 keilförmig geformt, wobei die beiden Keilflächen
37a, 37b einen stumpfen Winkel einschließen, der in Richtung auf den Zylinderblock
2 offen ist, wobei die Keilflächen 37a, 37b so angeordnet sind, daß bei Anlage
der einen Keilfläche 37a die Schrägscheibe 9 sich in ihrer minimalen Schwenkstellung
befindet und bei Anlage der anderen Keilfläche 37b am Schwenkanschlag 31 die Schrägscheibe
9 sich in ihrer maximalen Schwenkstellung befindet. Der Scheitel 38 kann sich zum
einen in der Schwenkachse 24 und zum anderen an der Innenseite 8c der Stirnwand
8a befinden. Bei einem Ausführungsbeispiel ohne Einstellschrauben 33 kann die Innenseite
8b der Stirnwand 8a die Schwenkanschläge 31, 32 bilden, nämlich dadurch, daß
die Schrägscheibe 9 mit ihren vorzugsweise ebenen Keilflächen 37a, 37b jeweils an
der Innenseite 8c anliegen.
Im Funktionsbetrieb der Axialkolbenmaschine 1 wirken die beiden Drehmomente
M1 und M2 gegeneinander, wobei im Stillstand und ggf. im niedrigen Lastbereich die
Rückschwenkvorrichtung 26 die Schrägscheibe 9 in ihre Schwenkstellung maximalen
Schwenkwinkels drückt, weil das Drehmoment M2 größer ist als das Drehmoment
M1, das durch die resultierende Kolbenkraft Kr hervorgerufen ist. Bei steigendem
Arbeitsdruck der Axialkolbenmaschine 1 vergrößert sich zwar das Drehmoment
M1, jedoch verbleibt die Schrägscheibe 9 zunächst in ihrer Schwenkstellung maximalen
Schwenkwinkels W1, entsprechend einer in Fig. 3 dargestellten, das Durchsatzvolumen
V in Abhängigkeit von dem Arbeitsdruck p darstellenden Kennlinie, die sich zunächst
parallel zur Ordinate erstreckt und zwar bis zu einem Arbeitsdruck p1, bei dem das
Drehmoment M1 und das Drehmoment M2 sich im Gleichgewicht befinden. Bei weiter steigendem
Arbeitsdruck, z. B. bis zum Arbeitsdruck p2, überwiegt zunehmend das Drehmoment
M1 das Drehmoment M2, wodurch die Schrägscheibe 9 in Richtung auf ihre minimale
Schwenkstellung jeweils so weit verschwenkt wird, bis sich ein Gleichgewicht der
Drehmomente M1, M2 einstellt. Wenn der Arbeitsdruck den Wert p2 übersteigt, verbleibt
die Schrägscheibe 9 aufgrund ihrer Anlage am Schwenkanschlag 32, so daß das
Durchsatzvolumen W auch bei gegebenenfalls steigendem Arbeitsdruck p sich nicht
mehr verringert wird, sondern konstant bleibt.
Die maximale Leistung der Axialkolbenmaschine ist in Fig. 3 als strichpunktierte,
hyperbolisch gekrümmte Linie N dargestellt. Der Verlauf der Leistungs-Kennlinie
N befindet sich zwischen dem minimalen und dem maximalen Arbeitsdruck p1, p2 in
der Nähe des in Fig. 3 schräg verlaufenden Abschnitts der Durchsetzungsvolumen-Kennlinie
V. Hierdurch wird erreicht, daß die Axialkolbenmaschine nicht überlastet werden
kann, indem sich die Kennlinie durch entsprechendes Zurückschwenken unterhalb der
maximalen Leistungs-Kennlinie N befindet.
Ein Überschreiten der maximalen Leistungs-Kennlinie N kann durch eine
Druckabschneidung durch ein Druckbegrenzungsventil am Grenzdruck p3 verhindert werden.
Die vorbeschriebene Ausgestaltung ermöglicht eine passive druckabhängige
Durchsatzvolumenverstellung und -einstellung, die im Pumpenbetrieb und im Motorbetrieb
funktioniert. Dies wird dadurch erreicht, daß eine druckabhängige und durch
das jeweilige Gleichgewicht der Drehmomente M1 und M2 vorgegebene Verstellung und
Einstellung der Schrägscheibe 9 im Bereich zwischen zwei Schwenkendstellungen, und
zwar passiv gegen das elastische Widerlager, hier die Feder 27, stattfindet.
Beim vorliegenden Ausführungsbeispiel ist die Verstellung prinzipbedingt
für eine Verringerung des Schwenkwinkels der Schrägscheibe 9 mit steigendem Arbeitsdruck
ausgelegt. Im Rahmen der Erfindung ist es auch möglich, die passive, druckabhängige
Verstellung der Schrägscheibe 9 auch für eine Vergrößerung des Schwenkwinkels
mit steigendem Arbeitsdruck auszubilden. Bei einem solchen Ausführungsbeispiel sind
der Angriffspunkt der resultierenden Kolbenkraft Kr und der Angriffspunkt des elastischen
Widerlagers bzw. der Rückschwenkvorrichtung 26 spiegelbildlich zur Schwenkachse
24 zu versetzen, d. h. zu der Seite hin, auf der die resultierende Kolbenkraft Kr
die Schrägscheibe 9 in ihre Schwenkendstellung maximalen Schwenkwinkels W1 beaufschlagt.
Bei einer solchen Ausgestaltung ergibt sich die gestrichelt dargestellte Durchsatzvolumen-Kennlinie
V1 in Fig. 3.
Es ist vorteilhaft, die Elastizität des elastischen Widerlagers bzw.
der Rückstellvorrichtung 26, nämlich die Kraft der Feder 27, einstellbar auszubilden.
Beim vorliegenden Ausführungsbeispiel dient hierzu eine Einstellvorrichtung 39,
mit der die Vorspannung der Feder 27 eingestellt werden kann. Es handelt sich um
eine Einstellschraube 41 mit einem Drehangriffselement, z. B. einem Querschlitz,
die eine einstellbare Begrenzung für die Feder 27 bildet und beim vorliegenden Ausführungsbeispiel
in die Ausnehmung 28 in der Stirnwand 8a von außen hineinragt, wobei sie in
einem den Grund der Ausnehmung 28 durchsetzenden Gewindeloch 42 eingeschraubt und
durch ein Sicherungselement gesichert ist, insbesondere durch eine außen auf
die Einstellschraube 41 aufgeschraubte Kontermutter 43.
Durch ein Ein- oder Ausschrauben der Einstellschraube 41 und ein dadurch
bedingtes Vergrößern oder Verkleinern der Federspannung, läßt sich der
schräge Verlaufsbereich der Kennlinie V in Fig. 3 in Richtung eines größeren
oder kleineren Arbeitsdruckes verlagern, d. h. in Fig. 3 nach links oder rechts.
Um insbesondere bei plötzlichen Druckschwankungen ein hartes Anschlagen
der Schrägscheibe 9 an den Schwenkanschlägen 31, 32 zu vermeiden, ist es vorteilhaft,
den Schwenkanschlägen 31, 32 Dämpfungsmittel zuzuordnen, die jeweils einen harten
Anschlag dämpfen. Ein entsprechend wirksames Dämpfungselement 44 kann jeweils an
der Schrägscheibe 9 oder an der Stirnwand 8a angeordnet sein. In Fig. 1 ist das
Dämpfungselement 44 in der Schrägscheibe 9 integriert. Es ist durch einen Dämpfungszylinder
45 in Form einer etwa axialen Zylinderbohrung 46 gebildet, in der ein Kolben 47
abgedichtet verschiebbar gelagert ist. Der Dämpfungszylinder 45 ist als Sackbohrung
ausgebildet, die an der Keilfläche 37a der Schrägscheibe 9 ausmündet. Der Dämpfungskolben
47 ist mittels einer ebenfalls in dem Dämpfungszylinder 42 angeordneten Rückstellfeder
48 in seine Ausschubrichtung und gegen ein stationäres Gegenstück, hier gegen die
Stirnwand 8a, vorzugsweise gegen das freie Ende der Einstellschraube 33, vorgespannt.
Die Arbeitskammer des Dämpfungszylinders 45 ist über ein Rückschlagventil 49 in
einem Zulaufkanal 51 mit dem die Schrägscheibe 9 und den Zylinderblock 2 umgebenden
Gehäuseinnenraum 52 verbunden, der z. B. als Leckfluid-Auffangraum dient und entsprechend
mit einem Fluid niedrigen Druckes, insbesondere Hydrauliköl, gefüllt ist. Die Arbeitskammer
des Dämpfungszylinders 45 ist über ein Drosselelement 53 zusätzlich mit dem Gehäuseinnenraum
52 verbunden. Das Drosselelement 53 ist im dargestellten Ausführungsbeispiel als
Bohrung mit relativ geringem Querschnitt ausgebildet. Der Zulaufkanal 51 und das
Rückschlagventil 49 sind somit parallel zu dem Drosselelement 53 angeordnet.
Wenn die Schrägscheibe 9 in eine der beiden Schwenkendstellungen geschwenkt
wird, wird der zugehörige Dämpfungskolben 47 eingeschoben, wobei seine Einschubgeschwindigkeit
durch die Größe des Drosselelements 53 bestimmt ist und verzögert ist. Diese
Verzögerung bewirkt die angestrebte Dämpfung. In der eingeschobenen Stellung kann
der Dämpfungskolben 47 am Grund der Arbeitskammer einen Anschlag finden, wodurch
die Einschubbewegung begrenzt und die Anschlagstellung definiert ist.
Dabei ist es im Rahmen der Erfindung möglich, die Zylinderbohrung
46 und den Dämpfungskolben 47 so lang zu bemessen, daß der Dämpfungskolben
47 verhältnismäßig weit aus der Zylinderbohrung 46 herausragen kann und permanent
am zugehörigen Schwenkanschlag 31, 32 anliegen kann. Bei dieser Ausgestaltung ergibt
sich eine Dämpfungswirkung über den gesamten Schwenkbereich. Dabei ist dann die
Kraft der Rückstellfeder 48 in die Drehmomente M1, M2 einzubeziehen, wenn diese
Rückstellkraft verhältnismäßig groß ist. Da es für eine Ausschubbewegung
des Dämpfungskolbens 47 jeweils nur einer geringer Federkraft bedarf, kann diese
Federkraft vernachlässigt werden, wenn sie gering ist.
In Fig. 2 ist beispielhaft ein Dämpfungselement 44 in der Stirnwand
8a integriert angeordnet, um zu verdeutlichen, daß die Dämpfungselemente 44
sowohl an der Schrägscheibe 9 als auch an der Stirnwand 8a angeordnet sein können.
Dabei kann eine Einstellschraube 33 gegenüberliegend in der Schrägscheibe 9 angeordnet
sein. Bei dieser Ausgestaltung ist die Einstellschraube 33 bzw. die zugehörige Einstellvorrichtung
nur von innen zugänglich und somit vor unbefugtem Zugriff geschützt angeordnet.
Dies gilt auch für die Einstellvorrichtung 39 zum Einstellen der Federkraft. Das
Dämpfungselement kann selbstverständlich auch baulich mit der Feder 27 kombiniert
und z. B. in der Ausnehmung 29 angeordnet sein.