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Dokumentenidentifikation EP1429443 22.09.2005
EP-Veröffentlichungsnummer 0001429443
Titel Spaltrohr-Elektromotor mit als Spalttopf ausgebildetem Wicklungsträger
Anmelder WILO AG, 44263 Dortmund, DE
Erfinder Kech, Hansjürgen, 58312 Herdecke, DE;
Genster, Albert, 45768 Marl, DE;
Dreihaus, Uwe, 59067 Hamm, DE
Vertreter COHAUSZ DAWIDOWICZ HANNIG & PARTNER, 40237 Düsseldorf
DE-Aktenzeichen 59813017
Vertragsstaaten DE, FR, GB, IT
Sprache des Dokument DE
EP-Anmeldetag 12.02.1998
EP-Aktenzeichen 040035909
EP-Offenlegungsdatum 16.06.2004
EP date of grant 17.08.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 22.09.2005
IPC-Hauptklasse H02K 3/47
IPC-Nebenklasse H02K 5/128   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Elektromotor mit einem Wicklungträger für die Wicklungen des Motorenstators, wobei der Wicklungsträger einen zylindrischen koaxialen Hohlraum aufweist, der an der Endseite (16) zumindest teilweise geschlossen und an der gegenüberliegenden Endseite (14) offen ist, und wobei durch die offene Endseite der Rotor (5) in den Hohlraum hineinreicht.

Solche Elektromotoren mit Innenläufer sind bekannt. Bei diesen bekannten Elektromotoren sind Herstellung und Montage der Statorwicklungen und des gesamten Motors aufwendig.

Aufgabe der Erfindung ist es, einen Elektromotor der eingangs genannten Art so zu verbessern, dass bei einer modularen Bauweise der Wicklungsträger mit seinen Wicklungen einfach herstellbar, montierbar und auswechselbar ist. Auch soll eine gute Kühlung des Motors erreicht werden. Ferner soll eine Montage durch Automaten möglich sein.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass am Wicklungsträgerumfang achsparallel Stäbe in Abständen angeordnet sind und einige Stäbe insbesondere jeder zweite Stab einen länglichen, achsparallelen und nach außen vorstehenden Vorsprung tragen, auf dem jeweils eine Wicklung mit ihrer inneren länglichen Öffnung von außen insbesondere in radialer Richtung aufschiebbar ist und dass die zum Teil geschlossene Endseite eine mittige Öffnung aufweist, in der ein Lager für die Rotorwelle oder ein abgestuftes Ende eines Spalttopfes einschiebbar ist.

Ein solcher Wicklungsträger ist besonders einfach herstellbar und montierbar. Die einzelnen etwa oval ausgeführten vorgewickelten Wicklungen brauchen nur von außen radial auf den Träger aufgeschoben zu werden.

Bei Spaltrohrmotoren trägt der Wicklungsträger die vollständige Statorwicklung und kann mit dieser auf den Spalttopf aufgeschoben werden. Damit lassen sich vorgefertigte Wicklungen für unterschiedliche Spannungen automatisch auf dem Spalttopf montieren, Wicklungen lassen sich nachträglich ändern oder Wicklungen im Fehlerfall leicht tauschen. Bei einem metallischen Spalttopf» sind die auf dem Wicklungsträger angeordneten Wicklungen (Spulen) gegen diesen elektrisch so isoliert, dass gleichzeitig durch die segmentförmige Gestaltung der Oberfläche (Kühlkanäle) des Wicklungsträgers eine sehr gute Wärmeabfuhr zum Fördermedium im Spalttopf ermöglicht wird.

Handelt es sich um die Ausführung eines Spalttopfes aus Kunststoff muss der Wicklungsträger nicht als eigenständiges Teil auf diesem montiert werden, sondern kann unter Beibehaltung seiner Oberfläschengeometrie auch direkt als Spalttopf ausgebildet sein; d.h. es ist nur ein einziges Kunststoffspritzteil erforderlich.

Bei Pumpenmotoren in Trockenläuferbauweise dient der Wicklungsträger gleichzeitig als vorderer -und hinterer Lagerträger. Die segmentförmige Oberfläche des Wicklungsträgers bildet sogenannte Kühlkanäle zwischen den Wicklungsstellen. Die Rotation des Rotors bewirkt, da mit Hilfe der Kühlkanäle das Kühlmedium (Luft) direkt durch die Wicklungen strömt. Bei geschlossenen nicht oberflächenbelüfteten Motoren lässt sich damit ein innerer Kühlkreislauf aufbauen, mit dem die Maschine gekühlt wird. Durch entsprechende Gestaltung der stirnseitigen Rotorgeometrie (angespritzte Stege, Lüfter) kann die Kühlwirkung noch verstärkt werden.

Besonders vorteilhaft ist es, wenn die zumindest zum Teil geschlossene Endseite die elektrischen Anschlüsse für die Enden der Wicklungsdrähte trägt.

Hierbei können die Anschlussteile als Steckkontakte ausgebildet sein, in die Anschlussverbindungen wie die der Motor- und Steuerelektronik und/oder die Netzanschlussverbindungen kontaktierbar sind. Damit sind beim Wicklungsträger die Anschlussteile als Steckkontakte ausgebildet, in die die modular aufgebaute Motor- und Steuerelektronik sowie die Netzanschlussverbindung kontaktiert werden kann. Zusätzliche Schaltverbindungen zwischen Wicklung und Motorelektronik (Kommutierungselektronik) wie bei klassischen Motoraufbauten bekannt, können somit entfallen. Die geometrische Gestaltung des Wicklungsträgers ermöglicht die genaue Position von Zusatzelementen wie z. B. Wicklungsschutz (PCTs') oder zusätzlichen Sensoren (Hallgeber, Temperaturfühler...); die Anschlussenden dieser Elemente können in gleicher Form wie die Wicklungsenden an einer zentraler Kontaktleiste im Wicklungsträger angeordnet werden.

Besonders vorteilhaft ist es hierbei, wenn in die Stirnseite des Motorgehäuses, die dem Pumpen- oder Lüfterlaufrad abgewandt ist, von außen koaxial ein elektrisches Anschlussmodul einschiebbar ist, das elektrische Anschlussteile und elektronische Bauteile auf weist.

Von Vorteil ist, wenn die zwischen den Wicklungen liegenden Stäbe Trennwände zwischen den Wicklungen bilden. Auch können die Vorsprünge tragenden Stäbe außerhalb des jeweiligen Vorsprungs weniger weit in radialer Richtung nach außen vorstehen als die Stäbe, die die Trennwände bilden. Ferner können die Vorsprünge einen nach außen sich öffnenden Hohlraum bilden, in den ein Führungsfinger für die automatische Wicklungsmontage steckbar ist.

Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden im folgenden näher beschrieben.

Es zeigen:

Figur I
einen axialen Schnitt durch eine einen Spalttopf aufweisende Motorkreiselpumpe im demontierten Zustand,
Figur 2
eine schematische Darstellung durch eine Motorkreiselpumpe mit Spalttopf,
Figur 3
eine schematische Darstellung durch einen Lüfter,
Figur 4
eine Ansicht der teilweise geschlossenen Endseite des Wicklungsträgers ohne Wicklungen,
Figur 5
eine Seitenansicht des Wicklungsträgers ohne Wicklungen,
Figur 6
eine Ansicht der offenen Endseite des Wicklungsträgers ohne Wicklungen.

Bei der in Figuren 1 und 2 dargestellten Motorkreiselpumpe liegt das Pumpenlaufrad I im inneren eines Pumpengehäuses 2, an dem ein Motorgehäuse 3 angeflanscht ist. Das Pumpenlaufrad I sitzt auf dem Ende einer Motorwelle 4, die den Motorenrotor 5 trägt und in Lagern 6,7 gehalten ist.

Motorwelle 4, Rotor 5 und die Lager 6,7 liegen innerhalb eines Spalttopfes 8 auf dessen Außenseite ein Wicklungsträger 9 geschoben ist. Der Wicklungsträger 9 besteht aus Kunststoff oder Metall und besitzt am Umfang achsparallele Stäbe 10, die in regelmäßigen Abständen angeordnet sind. An einigen Stäben 10 insbesondere an jedem zweiten Stab sind längliche achsparallele und nach außen vorstehende Vorsprünge 11 angeformt, auf denen jeweils eine ovale Wicklung 12 mit ihrer inneren länglichen Öffnung von außen insbesondere in radialer Richtung aufgeschoben ist. Hierbei weisen die Vorsprünge 11 nach außen sich öffnende Hohlräume (Vertiefungen) 13 auf, in die ein Führungsfinger für die automatische Wicklungsmontage steckbar ist.

Jeder zweite achsparallele Stab 10, der keinen Vorsprung 11 aufweist bildet jeweils eine zwischen den Wicklungen liegende Trennwand, so dass benachbarte Wicklungen einander nicht berühren können. Hierbei stehen die die Vorsprünge tragenden Stäbe 10, außerhalb des jeweiligen Vorsprungs weniger weit in radialer Richtung nach außen vor als die Stäbe 10, die die Trennwände bilden.

Der in etwa zylindrisch bzw. topfförmig ausgeführte Wicklungsträger 9 besitzt eine erste offene Endwand l4 durch deren mittige Öffnung 15 der Rotor 5 mit Welle 4 und Lagern 6,7 einsteckbar ist. Die gegenüberliegende Endwand l6 des Wicklungsträgers 9 ist teilweise geschlossen, d.h. sie besitzt eine kleinere mittige koaxiale Öffnung 17, in der (entsprechend Figur I) ein topfförmiger koaxialer Bereich l8 des Spalttopfes 8 hineinragt bzw. hindurchragt, dessen Durchmesser kleiner ist als der übrige Durchmesser des Spalttopfes 8. Im Inneren des Bereiches l8 befindet sich das Lager 7 der Welle 4.

An der äußeren Stirnseite des Bereiches 18, ist ein Befestigungsstück 19 innen angeordnet, in dem sich eine sich nach außen öffnende koaxiale Gewindebohrung 20 befindet, in die eine Schraube 21 eines elektrischen Anschlussmoduls 22 eindrehbar ist. Hierbei weist das Motorgehäuse auf der dem Pumpengehäuse 2 abgewandten Seite eine sich zur äußeren Motorgehäusestirnseite sich öffnende Ausnehmung 23 auf, in die das Anschlussmodul 22 vollständig einschiebbar ist. Im eingeschobenen Zustand übergreift das Anschlussmodul 22 den über den Wicklungsträger 9 herausragenden Teil des topfförmigen Bereiches 18 des Spalttopfes 8.

Auf der dem Wicklungsträger 9 zugewandten Seite weist das Anschlussmodul 22 Kontaktteile 23a auf, die als Steckkontakte in Öffnungen 24 an der Endwand 16 des Wicklungsträgers 9 hineinragen. Hierzu bildet die Endwand 16 in dem die mittige Öffnung 17 umgebenden Rand mehrere Öffnungen 24 mit darin einliegenden elektrischen Kontakten 25, die an die Wicklungen angeschlossen sind.

Das Anschlussmodul 22 besitzt darüber hinaus elektronische Bauteile 26 und vorzugsweise einen Stromanschluss 27. Das Anschlussmodul 22 ist damit genauso wie alle übrigen Teile in axialer insbesondere koaxialer Richtung montierbar.

Wird der beschriebene Elektromotor bei einem Lüfter verwendet, so fehlt, wie in Figur 3 dargestellt, der Spalttopf 8. Der Motorenrotor 5 liegt mit seiner Welle 4 im Wicklungsträger 9 ein und das dem Laufrad I abgewandte Lager 7 wird nicht vom Spalttopf 8, sondern direkt vom Wicklungsträger 9 dadurch getragen, dass das Lager 7 in der Öffnung 17 der Endwand 16 genauso wie der topfförmige Bereich 18 formschlüssig und/oder kraftschlüssig (klemmend) einliegt. Im übrigen ist beim Ausführungsbeispiel nach Figur 3 der Wicklungsträger 9 gleich oder ähnlich ausgeführt und das Anschlussmodul 22 ist in gleicher Weise angeordnet und montierbar.


Anspruch[de]
  1. Elektromotor mit einem Wicklungsträger (9) für die Wicklungen des Motorenstators, wobei der Wicklungsträger einen zylindrischen, koaxialen Hohlraum aufweist, der an einer Endseite (16) zumindest teilweise geschlossen und an der gegenüberliegenden Endseite (14) offen ist, und wobei durch die offene Endseite der Rotor (5) in den Hohlraum hineinreicht,dadurch gekennzeichnet, dass am Wicklungsträgerumfang achsparallel Stäbe (10) in Abständen angeordnet sind und einige Stäbe, insbesondere jeder zweite Stab, einen insbesondere länglichen, radialen und nach außen vorstehenden Vorsprung (11) tragen, auf dem jeweils eine Wicklung (12) mit ihrer inneren länglichen Öffnung von außen, insbesondere in radialer Richtung, aufschiebbar ist, wobei der Wicklungsträger (9) einteilig als Wicklungsträger (9) und Spalttopf (8) eines Spaltrohrmotors ausgebildet ist.
  2. Elektromotor nach Anspruch 1,dadurch gekennzeichnet, dass der Wicklungsträger als Kunststoffspritzteil ausgeführt ist.
  3. Elektromotor mit einem Wicklungsträger (9) für die Wicklungen des Motorenstators, wobei der Wicklungsträger einen zylindrischen, koaxialen Hohlraum aufweist, der an einer Endseite (16) zumindest teilweise geschlossen und an der gegenüberliegenden Endseite (14) offen ist, und wobei durch die offene Endseite der Rotor (5) in den Hohlraum hineinreicht, insbesondere nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass am Wicklungsträgerumfang achsparallel Stäbe (10) in Abständen angeordnet sind und einige Stäbe, insbesondere jeder zweite Stab, einen länglichen, achsparallelen und nach außen, vorstehenden Vorsprung (11) tragen, auf dem jeweils eine Wicklung (12) mit ihrer inneren länglichen Öffnung von außen, insbesondere in radialer Richtung, aufschiebbar ist, und dass die zum Teil geschlossene Endseite (16) eine mittige Öffnung (17) aufweist, in der ein Lager (7) für die Rotorwelle (4) oder ein abgestuftes Ende (18) eines Spalttopfes (8) einschiebbar ist.
  4. Elektromotor nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass insbesondere bei Spaltrohrmotoren der Wicklungsträger (9) die vollständige Statorwicklung trägt.
  5. Elektromotor nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest zum Teil geschlossene Endseite (16) die elektrischen Anschlüsse (25) für die Enden der Wicklungsdrähte trägt.
  6. Elektromotor nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlussteile (25) als Steckkontakte ausgebildet sind, in denen Anschlussverbindungen wie die der Motor- und Steuerelektronik und/oder der Netzanschlussverbindung kontaktierbar sind.
  7. Elektromotor nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass in die Stirnseite des Motorengehäuses, die dem Pumpen- oder Lüfterlaufrad abgewandt ist, von außen koaxial ein elektrisches Anschlussmodul (22) einschiebbar ist, das elektrische Anschlussteile (27) und elektronische Bauteile (26) aufweist.
  8. Elektromotor nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zwischen den Wicklungen (12) liegenden Stäbe (10) Trennwände zwischen den Wicklungen bilden.
  9. Elektromotor nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die die Vorsprünge (11) tragenden Stäbe (10) außerhalb des jeweiligen Vorsprungs weniger weit in radialer Richtung nach außen vorstehen als die Stäbe (10), die die Trennwände bilden.
  10. Elektromotor nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorsprünge (11) einen nach außen sich öffnenden Hohlraum (13) bilden, in den ein Führungsfinger für die automatische Wicklungsmontage steckbar ist.






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