Stand der Technik
Die Erfindung betrifft eine Abscheidevorrichtung zur Reinigung eines
Gasstromes, insbesondere zur Reinigung von Kurbelgehäusegasen nach dem Oberbegriff
des Patentanspruches 1. Außerdem betrifft die Erfindung ein Verfahren zur
Reinigung eines Gasstromes nach Anspruch 7.
Aus der DE 870 531 ist eine Vorrichtung und ein Verfahren zur Trennung
von in einer Flüssigkeit suspendierten Feststoffen bekannt. Hierzu verfügt die Vorrichtung
über einen Mutterzyklon und einen Tochterzyklon, wobei der Tochterzyklon von dem
Mutterzyklon umgeben ist. Die durch den Mutterzyklon vorgereinigte Flüssigkeit wird
anschließend in den Tochterzyklon eingeleitet, wo die Flüssigkeit erneut gereinigt
wird. Die gereinigte Flüssigkeit durchläuft somit zwei in Reihe geschaltete Reinigungsstufen.
Nachteilig bei dieser Ausführung ist, dass der Strömungswiderstand durch den, in
seinen Abmessungen kleiner ausgeführten Tochterzyklon ansteigt.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Abscheidevorrichtung zu schaffen,
welche über geringe Druckverluste verfügt und hohe Abscheidegrade erzielt. Weiterhin
soll die Abscheidevorrichtung kostengünstig und einfach herstellbar sein. Diese
Aufgabe wird durch die Merkmale des Patentanspruches 1 und 7 gelöst.
Vorteile der Erfindung
Die erfindungsgemäße Abscheidevorrichtung zur Reinigung eines
Gasstromes, insbesondere zur Reinigung von Kurbelgehäusegasen weist einen Mutterzyklon
mit einem Einlass, einer Abscheidekammer und einem Austrag auf. In der Abscheidekammer
des Mutterzyklons sind mindestens drei Tochterzyklone angeordnet. Die Tochterzyklone
verfügen jeweils über eine Eintrittsöffnung, eine Trennkammer, eine Austrittsöffnung
und eine Austragsöffnung, wobei alle Tochterzyklone die gleiche Geometrie aufweisen.
Die Eintrittsöffnungen der Tochterzyklone sind korrespondierend mit der Abscheidekammer
des Mutterzyklons verbunden, wobei alle Tochterzyklone parallel geschaltet sind
und zeitgleich durchströmt werden. Der zu reinigende Gasstrom teilt sich in dem
Mutterzyklon gleichmäßig auf alle Tochterzyklone auf, wodurch jeder Tochterzyklon
mit dem gleichem Volumenstrom durchströmt wird. Dadurch herrschen in jedem Tochterzyklon
die gleichen Abscheidebedingungen. Jeder Volumenstrom verfügt nach dem Verlassen
des einzelnen Tochterzyklons über die gleiche Reinigung. Der in den Tochterzyklonen
gereinigte Gasstrom tritt durch die Austrittsöffnungen in eine gemeinsame Reingasleitung,
von wo aus das gereinigte Gas einem Verbraucher zugeführt oder an die Umgebung abgegeben
werden kann. Der Vorteil der Erfindung ist, dass ein relativ großer Volumenstrom
in dem Mutterzyklon vorgereinigt werden kann und ohne große Druckverluste
einer feineren Reinigungsstufe unterzogen werden kann.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung kann zur Reinigung eines beliebigen
Fluids verwendet werden, welches über Bestandteile mit unterschiedlichen spezifischen
Gewichten verfügt. Hierbei können z.B. Flüssigkeiten oder Partikel aus Gasen abgeschieden
werden. Derartige Gas-Flüssigkeitsgemische können z.B. Luft-Wassergemische oder
Luft-Staubgemische einer Ansaufluft für Brennkraftmaschinen oder Luft-Ölgemische
aus Kurbelgehäusen einer Brennkraftmaschine sein.
Durch den Einlass des Mutterzyklons tritt das zu reinigende Gas, insbesondere
Kurbelgehäusegas, in den Mutterzyklon ein. In der Abscheidekammer des Mutterzyklons
werden durch die Zentrifugalkraft größere Verunreinigungsbestandteile abgeschieden
und durch den Austrag aus dem Mutterzyklon entfernt. Der vorgereinigte Volumenstrom
teilt sich gleichmäßig auf die in dem Mutterzyklon angeordneten Tochterzyklone
auf, dadurch wird verhindert, dass der Differenzdruck durch die Tochterzyklone zu
stark ansteigt. In den Tochterzyklonen wird der zu reinigende Gasstrom erneut in
Rotation versetzt, wodurch auch die feineren Verunreinigungen durch die Zentrifugalkraft
nach außen getragen und an der Trennkammerwand abgeschieden werden. Die Verunreinigungen
werden durch die Austragsöffnung aus dem Tochterzyklon ausgetragen. Der gereinigte
Volumenstrom verlässt den Tochterzyklon durch die Austrittsöffnung. Hierbei können
die Volumenströme aller Tochterzyklone in eine zentrale Reingasleitung geleitet
werden.
Um die Abscheidevorrichtung kostengünstig herstellen zu können, ist
es zweckmäßig, den Mutterzyklon und die Tochterzyklone aus Kunststoff zu fertigen.
Der Mutterzyklon ist als einfach zu entformendes Kunststoffspritzgußteil aus
z.B. Polyethylen, Polypropylen, Polyamid oder anderen Thermoplastischen Kunststoffen,
ausgebildet. Die Tochterzyklone können ebenfalls als Kunststoffspritzgußteil
ausgebildet sein. Sie werden in den Mutterzyklon eingesetzt und durch z.B. kleben,
schweißen, schrauben oder schnappen in dem Mutterzyklon fixiert.
Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung sind die Tochterzyklone
um eine Mittelachse in der Abscheidekammer des Mutterzyklons angeordnet, wodurch
der in dem Mutterzyklon zur Verfügung stehende Raum optimal ausgenutzt ist. Bei
dieser Ausgestaltung ist der, um die Tochterzyklone herum zur Verfügung stehende
Abscheidebereich gleich, wodurch eine vorteilhafte Durchströmung der Abscheidekammer
erzielt wird. Weiterhin sind alle Tochterzyklone gleich anströmbar.
Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung verfügen
die Tochterzyklone über Stutzen an den Eintrittsöffnungen. Diese sind vorteilhafter
Weise entgegen der in dem Mutterzyklon herrschenden Strömungsrichtung gerichtet
sind, wodurch der zu reinigende Gasstrom beim Einströmen in die Tochterzyklone eine
Strömungsrichtungsänderung erfährt, was eine bessere Abscheidung der Verunreinigungen
bewirkt. Weiterhin dient der Stutzen dazu, die Strömung beim Eintritt in die Tochterzyklone
auszurichten, wodurch der Gasstrom in den Tochterzyklonen mit höheren Geschwindigkeiten
rotiert und somit bessere Abscheideergebnisse erzielt.
Bei einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung sind die Austragsöffnungen
der Tochterzyklone mit einer gemeinsamen Austragsleitung korrespondierend verbunden.
Der Austrag des Mutterzyklons verfügt über eine eigene Ableitung, welcher von der
Austragsleitung der Tochterzyklone getrennt ist. Die gröberen Verunreinigungen,
welche durch den Mutterzyklon abgeschieden wurden, werden nicht mit den feineren,
durch die Tochterzyklone abgetrennten Verunreinigungen vermischt. Dadurch können
die abgetrennten Verunreinigungen getrennt abgeführt und entsorgt werden.
Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung verfügt die Austragsleitung
der Tochterzyklone über ein Austragsventil verfügt, durch welches die Austragsleitung
öffen- und verschließbar ist. Somit können die Verunreinigungen der Tochterzyklone
diskontinuierlich entfernt werden, wobei es möglich ist, spezielle Behältnisse unter
der Austragsleitung zu positionieren. Die Entleerung der Austragsleitung kann somit
an die entsprechenden Umgebungsbedingungen, insbesondere die Betriebsbedingungen
einer Brennkraftmaschine angepasst werden. Weiterhin ist es denkbar, dass Sensoren
vorgesehen sind, welche erfassen, ob in der Austragsleitung Verunreinigungen enthalten
sind, welche ausgetragen werden müssen. Durch das Austragsventil verfügt die Austragsleitung
über einen Verschluss, welcher verhindert, dass über diese Austragsleitung ein Falschgasstrom
in die Tochterzyklone gelangt und sich mit dem zu reinigenden Gas vermischt bzw.
ein Gasstrom aus den Tochterzyklonen austritt.
Bei einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung verfügt die Ableitung
des Mutterzyklons über ein Ableitungsventil, mit welchem die Ableitung öffen- und
verschließbar ist. Somit können durch die Ableitung keine Gase in den Mutterzyklon
eintreten. Dieses Ableitungsventil verfügt über die gleichen Vorteile, wie das Austragsventil
in der Austragsleitung der Tochterzyklone. Alternativ zu dem Ableitungsventil kann
auch ein Siphon in der Ableitung angeordnet sein oder die Ableitung erst unterhalb
eines Flüssigkeitspegels enden. Somit wird verhindert, dass Gase, insbesondere Kurbelgehäusegase
durch die Ableitung in den Mutterzyklon eintreten. Das abgeschiedene Öl aus Kurbelgehäusegasen
wird dann dem Kurbelgehäuse wieder zugeführt.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren zur Reinigung eines Gasstromes
mit einer oben beschriebenen Abscheidevorrichtung tritt der zu reinigende Gasstrom
durch den Einlass in den Mutterzyklon ein, wobei grobe Verunreinigungen des Gasstromes
abgeschieden werden. Diese groben Verunreinigungen sind über die Ableitung aus dem
Mutterzyklon entfernbar. Der durch den Mutterzyklon vorgereinigte Gasstrom tritt
durch die Eintrittsöffnung in die Tochterzyklone ein, wobei in den Tochterzyklonen
feinere Verunreinigungen aus dem Gasstrom entfernt werden. Diese feineren Verunreinigungen
werden durch die Austragsleitungen aus den Tochterzyklonen entfernt.
Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung wird der
durch den Mutterzyklon vorgereinigte Gasstrom in mehrere Teilströme aufgeteilt,
wobei die Anzahl der Teilströme der Anzahl der Tochterzyklone entspricht. Dadurch
werden alle Tochterzykloneparallel durchströmt.
Eine Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens sieht vor,
dass alle Teilströme gleich groß sind, wodurch in allen Tochterzyklonen die
gleichen Strömungsbedingungen herrschen und somit auch gleiche Abscheidegrade erzielt
werden.
Diese und weitere Merkmale von bevorzugten Weiterbildungen der Erfindung
gehen außer aus den Ansprüchen auch aus der Beschreibung und der Zeichnung
hervor, wobei die einzelnen Merkmale jeweils für sich allein oder zu mehreren in
Form von Unterkombinationen bei der Ausführungsform der Erfindung und auf anderen
Gebieten verwirklicht sein und vorteilhafte sowie für sich schutzfähige Ausführungen
darstellen können, für die hier Schutz beansprucht wird.
Zeichnung
Weitere Einzelheiten der Erfindung werden in der Zeichnung anhand
von schematischen Ausführungsbeispielen beschrieben. Hierbei zeigt
- Figur 1
- eine Abscheidevorrichtung im Schnitt
- Figur 2
- eine Abscheidevorrichtung gemäß Figur 1 in der Draufsicht
- Figur 3
- eine Variante der Abscheidevorrichtung im Schnitt
- Figur 4
- eine weitere Variante der Abscheidevorrichtung im Schnitt
- Figur 5
- eine Abscheidevorrichtung gemäß Figur 4 in der Draufsicht und
- Figur 6
- eine Abscheidevorrichtung in der Draufsicht.
Beschreibung der Ausführungsbeispiele
In Figur 1 ist eine Abscheidevorrichtung im Schnitt schematisch dargestellt.
Figur 2 zeigt schematisch die Abscheidevorrichtung gemäß Figur 1 in der Draufsicht.
Die Abscheidevorrichtung verfügt über einen Mutterzyklon 10, welcher einen tangentialen
Einlass 11 und eine Abscheidekammer 12 aufweist. In der Abscheidekammer 12 des Mutterzyklons
10 sind drei Tochterzyklone 13 um die Mittelachse des Mutterzyklons 10 angeordnet.
Jeder Tochterzyklon 13 verfügt über eine Trennkammer 14, eine Eintrittsöffnung 15
für das zu reinigende Gas, eine Austrittsöffnung 16 für das gereinigte Gas und eine
Austragsöffnung 17 für die abgeschiedenen Verunreinigungen. Die Trennkammern 14
sind zylindrisch ausgebildet, wobei sich die Tochterzyklone 13 bei dieser Ausgestaltung
berühren. Die zylindrische Form der Trennkammer 14 geht im unteren Bereich der Tochterzyklone
13 in eine kegelstumpf Form über, wodurch die Austragsöffnung 17 gebildet wird.
Die Austragsöffnungen 17 münden in eine gemeinsame Sammelkammer 18, welche in eine
Austragsleitung 19 mündet. Die Austragsleitung verbindet die Sammelkammer 18 mit
einem Speicher 20, in welchem die abgeschiedenen Verunreinigungen gespeichert werden,
bis eine Entleerung des Speichers 20 über eine Leitung 21 erfolgt. In der Leitung
21 ist ein Austragsventil 22 angeordnet, welches im geschlossenen Zustand ein Austreten
der Verunreinigungen aus dem Speicher 20 verhindert. Im geöffneten Zustand des Austragsventils
22 können die flüssigen Verunreinigungen abgelassen bzw. die nicht flüssigen Verunreinigungen
abgesaugt werden. Damit die in den Tochterzyklonen 13 abgeschiedenen Verunreinigungen
sich nicht mit den im Mutterzyklon 10 abgeschiedenen Verunreinigungen mischen, verfügt
der Mutterzyklon über einen Austrag 23, welcher in eine stutzenförmig ausgebildete
Ableitung 24 mündet. Die Ableitung 24 ist dichtend getrennt von der Austragsleitung
19 der Tochterzyklone 13 ausgeführt.
Die Austrittsöffnungen 16 der Tochterzyklone 13 münden in eine zentrale
Reingasleitung 25, von wo aus das gereinigte Gas durch einen Auslass 26 zu seinem
Verbraucher geleitet oder an die Umgebung abgegeben werden kann.
Das zu reinigende Gas, insbesondere ein Luft-Öl-Gemisch einer Kurbelgehäuseentlüftung,
strömt in Pfeilrichtung A durch den Einlass 11 in den Mutterzyklon 10 der Abscheidevorrichtung
ein. Durch die tangentiale Anordnung des Einlasses 11 wird das Gas in Rotation versetzt.
Durch die Zentrifugalkraft werden die schwereren flüssigen oder festen Bestandteile
des Gases gegen die Wand der Abscheidekammer 12 geschleudert, wo sie sich niederschlagen
und nach unten weg fließen. Die abgeschiedenen Verunreinigungen gelangen durch
den Austrag 23 in die Ableitung 24 und werden somit aus der Abscheidevorrichtung
ausgetragen. Das in der Abscheidekammer 12 vorgereinigte Gas teilt sich in drei
Teilströme für die drei Tochterzyklone 13 auf. Durch die Eintrittsöffnung 15 eines
jeden Tochterzyklons 13 tritt das vorgereinigte Gas in Pfeilrichtung B in die Trennkammer
14 der Tochterzyklone 13 ein. Durch die tangentiale Anordnung der Eintrittsöffnung
15, welche als Stutzen ausgebildet ist, wird das zu reinigende Gas erneut in Rotation
versetzt. In der Trennkammer 14 des Tochterzyklons 13 scheiden sich kleinere Bestandteile
aus dem Gasstrom ab und lagern sich an der Wand der Trennkammer 14 an. Der auf diese
Weise gereinigte Gasstrom verlässt die Trennkammer 14 in Pfeilrichtung C durch die
Austrittsöffnung 16, welche zentral in dem Tochterzyklon 13 angeordnet ist. Alle
Austrittsöffnungen 16 der Tochterzyklone 13 münden in die Reingasleitung 25, wo
sich die Teilströme des gereinigten Gases wieder vereinen und durch den Auslass
26 in Pfeilrichtung D die Abscheidevorrichtung verlassen. Die in der Trennkammer14
des Tochterzyklons 13 abgeschiedenen Verunreinigungen verlassen den Tochterzyklon
13 durch die Austragsöffnung 17. In der unterhalb der Austragsöffnung 17 angeordneten
Sammelkammer 18 werden die abgeschiedenen Verunreinigungen der einzelnen Tochterzyklone
13 zusammengeführt und durch die gemeinsame Austragsleitung 19 zu dem Speicher 20
geleitet. In dem Speicher 20 ist ausreichend Platz vorhanden, die Verunreinigungen
so lange zu speichern, bis das Austragsventil 22 geöffnet wird und die Verunreinigungen
durch die Leitung 21 aus dem Speicher 20 entfernt werden.
In Figur 3 ist eine Variante der Abscheidevorrichtung schematisch
dargestellt. Diese Ausführung ist vorzugsweise zur Abscheidung von flüssigen Verunreinigungen
aus einem Gasstrom vorgesehen. Der Figur 1 entsprechende Bauteile sind mit gleichen
Bezugszeichen versehen. Sofern nachfolgend nicht anders beschrieben, entsprechen
die Durchströmungen der Vorrichtung der in Figur 1 beschriebenen Durchströmungen.
Der Unterschied zu der in Figur 1 dargestellten Abscheidevorrichtung besteht darin,
dass die Austragsöffnungen 17 der Tochterzyklone in jeweils ein Stutzenstück 27
übergehen. Die Stutzenstücke 27 ragen in eine gemeinsame Wanne 28, wobei zwischen
der Wanne 28 und den Stutzenstücken 27 ein Spalt vorgesehen ist, durch welchen die
abgeschiedenen Verunreinigungen in die Wanne 28 gelangen. Die Höhe der Wanne 28
bildet mit den Stutzenstücken 27 einen Überdeckungsbereich 29. Die abgeschiedenen
Flüssigkeiten sammeln sich in der Wanne 28 und überdecken den unteren Bereich der
Stutzenstücke 27, wodurch ein Siphon gebildet wird. Dadurch kann kein Volumenstrom
durch die Stutzenstücke 27 von dem Mutterzyklon 10 oder der Austragsleitung 19 in
den Tochterzyklon 13 gelangen. Sobald die Wanne 28 voll ist und weitere Verunreinigungen
abgeschieden werden, treten die in der Wanne 28 enthaltenen Verunreinigungen über
den Rand der Wanne 28 und gelangen in die Sammelkammer 18, von wo aus sie in die
Austragsleitung 19 fließen. Bei diesem Ausführungsbeispiel ist die Sammelkammer
18 dichtend mit den Tochterzyklonen 13 verbunden, wodurch die Abscheidekammer 12
des Mutterzyklons 10 dichtend von der Sammelkammer 18 getrennt ist.
Bei anderen Ausführungen ist auch denkbar, dass keine Sammelkammer
18 erforderlich ist. Dann treten die Verunreinigungen über den Rand der Wanne 28
und vermischen sich mit den im Mutterzyklon 10 abgeschiedenen Verunreinigungen.
Die Verunreinigungen beider Zyklone werden dann durch die Ableitung 24 aus der Abscheidevorrichtung
ausgetragen. Bei einer derartigen Ausführung ist dann die Wanne 28 z.B. mit Streben
(nicht dargestellt) unterhalb der Tochterzyklone 13 fixiert. Durch den Überdeckungsbereich
29 gelangt kein Volumenstrom durch die Stutzenstücke 27 vom Mutterzyklon 10 in den
Tochterzyklon 13.
In Figur 4 ist eine weitere Variante der Abscheidevorrichtung im Schnitt
dargestellt. Der Figur 1 entsprechende Bauteile sind mit gleichen Bezugszeichen
versehen. Sofern nachfolgend nicht anders beschrieben, entsprechen die Durchströmungen
der Vorrichtung der in Figur 1 beschriebenen Durchströmungen. Der Unterschied zu
der in Figur 1 beschriebenen Vorrichtung besteht in der Anzahl und Anordnung der
Tochterzyklone 13, sowie der Weiterführung der Leitung 21. Bei dieser Variante sind
sechs Tochterzyklone 13 in der Abscheidekammer 12 des Mutterzyklons 10 angeordnet.
Die Anordnung der Tochterzyklone13 in dem Mutterzyklon 10 ist in Figur 5 dargestellt.
Der Figur 2 entsprechende Bauteile sind mit gleichen Bezugszeichen versehen. Diese
sechs Tochterzyklone 13 sind in zwei Reihen angeordnet, wobei deren Eintrittsöffnung
15 entgegen der im Mutterzyklon 10 herrschenden Strömungsrichtung angeordnet ist.
Durch die große Anzahl der Tochterzyklone 13 sind diese kleiner ausgeführt,
wodurch noch feinere Verunreinigungen aus dem Volumenstrom abgeschieden werden.
Die Leitung 21 ist nach dem Austragsventil 22 mit der Ableitung 24
verbunden, wodurch die Verunreinigungen beider Zyklone 10, 13 gemeinsam aus der
Abscheidevorrichtung entfernt werden.
In Figur 6 ist eine Abscheidevorrichtung in der Draufsicht dargestellt.
Der Figur 2 entsprechende Bauteile sind mit gleichen Bezugszeichen versehen. Bei
dieser Ausgestaltung sind fünf Tochterzyklone 13 kreisförmig in dem Mutterzyklon
10 angeordnet. Zwischen den Tochterzyklonen 13 sind Abstände vorhanden, somit berühren
die Tochterzyklone 13 einander nicht. Weiterhin umgeben die Tochterzyklone 13 einen
Mittenbereich 30. Das zu reinigende Fluid kann durch die Abstände zwischen den Tochterzyklonen
13 in den Mittenbereich 30 strömen. Die Eintrittsöffnungen 15 der Tochterzyklone
13 münden in den Mittenbereich 30. Somit muss das Fluid durch die Abstände zwischen
den Tochterzyklonen 13 hindurchtreten, um zu den Eintrittsöffnungen 15 der Tochterzyklone
13 zu gelangen. Dadurch scheiden sich Verunreinigungen auch an der Außenseite
der Tochterzyklone 13 ab und der Volumenstrom verfügt über eine bessere Vorreinigung.