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Dokumentenidentifikation DE102004010585A1 29.09.2005
Titel Deckel zum dichten Abschließen einer Vorrichtung
Anmelder AB SKF, Göteborg, SE
Vertreter Gosdin, M., Dipl.-Ing.Univ. Dr.-Ing., Pat.-Anw., 97422 Schweinfurt
DE-Anmeldedatum 02.03.2004
DE-Aktenzeichen 102004010585
Offenlegungstag 29.09.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 29.09.2005
IPC-Hauptklasse F02F 1/00
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft einen Deckel, der zum dichten Abschließen einer Vorrichtung vorgesehen ist, mit einer Ölabscheideeinrichtung, die einen Filter umfasst, der derart angeordnet ist, dass ein Öl beinhaltender Fluidstrom zum Abscheiden des Öls aus dem Fluidstrom durch den Filter hindurch gelenkt wird.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Deckel, der zum dichten Abschließen einer Vorrichtung vorgesehen ist.

Beispielsweise aus der DE 101 19 892 C2 ist eine Zylinderkopfhaube eines Verbrennungsmotors bekannt, die ein Elastomerteil umfasst, das mit einem haubenartigen Teil aus einem Kunststoff verbunden ist.

Eine Aufgabe der Erfindung ist es, einen verbesserten Deckel, der zum dichten Abschließen einer Vorrichtung vorgesehen ist, mit einer Ölabscheideeinrichtung zu schaffen, so dass unter anderem bei einfachem Aufbau des Deckels ein hoher Ölabscheidegrad erzielt wird.

Die Aufgabe wird durch den Gegenstand des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen beschrieben.

Gemäß Anspruch 1 umfasst ein Deckel, der zum dichten Abschließen einer Vorrichtung vorgesehen ist, eine Ölabscheideeinrichtung, die einen Filter umfasst, der derart angeordnet ist, dass ein Öl beinhaltender Fluidstrom zum Abscheiden des Öls aus dem Fluidstrom durch den Filter hindurch gelenkt wird.

Die Erfindung beruht dabei auf der Erkenntnis, dass im Filter ein großer Teil der im Fluidstrom befindlichen Öltröpfchen durch Adhäsion festgehalten wird, womit ein hoher Ölabscheidegrat erzielt wird und der Filter gleichzeitig als Schallabsorber fungiert.

Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich anhand des im folgenden beschriebenen Ausführungsbeispiels anhand der Figuren. Dabei zeigen:

1 einen Querschnitt durch eine Zylinderkopfhaube mit Ölabscheideräumen und

2 Details eines Ölabscheideraums der 1.

Die 1 zeigt als ein Ausführungsbeispiel der Erfindung einen Querschnitt durch eine Zylinderkopfhaube. Dabei umfasst die Zylinderkopfhaube zum dichten Anliegen an einer Anlagefläche eines Verbrennungsmotors ein rahmenartig umlaufendes Elastomerteil 20 mit einer Dichtlippe 22. Im wesentlichen innerhalb des Elastomerteils 20 ist ein ebenfalls rahmenartig umlaufendes Versteifungselement 10 angeordnet, das in etwa ein U-Profil aufweist und sich aus mehreren Blechstanzteilen zusammensetzt. Dabei wird beim Herstellen das Versteifungselement 10 mit einem Haftvermittler beschichtet und das Elastomerteil 20 anschließend durch ein Spritzverfahren an das Versteifungselement 10 angeformt. Das Elastomerteil 20 umfasst dabei Kautschuk oder Silikon. Weiterhin sind das Elastomerteil 20 sowie das Versteifungselement 10 mit Durchbrüchen bzw. Bohrungen versehen, durch die hindurch über Befestigungsmittel, insbesondere Schrauben 50, die Zylinderkopfhaube an der Anlagefläche befestigbar ist.

Sich an das Elastomerteil 20 anschließend umfasst die Zylinderkopfhaube weiterhin einen haubenartigen Teil 30 aus einem Kunststoff. Dabei ist das Elastomerteil 20 mit dem haubenartigen Teil 30 dadurch verbunden, dass das Elastomerteil 20 in eine U-förmige Nut des haubenartigen Teils 30 eingeformt ist. In einem oberen Bereich der Zylinderkopfhaube sind Ölabscheideräume 60 angeordnet, die nach unten hin durch eine Ölabscheideraumwand 65 der Zylinderkopfhaube begrenzt sind.

Die 2 zeigt Details eines der Ölabscheideräume 60 der 1 in schematisch stark vereinfachter Darstellung. Zwischen dem haubenartigen Teil 30 und der Ölabscheideraumwand 65, die mit dem haubenartigen Teil 30 verschweißt ist, ist ein mattenartiger Filter 70 aus einem Vlies angeordnet. Durch den Durchbruch 67 und die Stege und/oder Rippen umfassende Fluidleitanordnung 75 wird der die Öltröpfchen beinhaltende Fluidstrom großflächig unter dem mattenartigen Filter 70 derart verteilt, dass er mit gleichmäßiger und gegenüber am Durchbruch 67 verringerter Geschwindigkeit den Filter 70 zu durchdringen vermag. Dabei wird ein großer Teil der Öltröpfchen durch Adhäsion festgehalten, die später durch kleine Öffnungen in der Ölabscheideraumwand 65 zurücktropfen können. Durch die großflächige Auskleidung des haubenartigen Teils 30 mit dem wartungsfreien Vlies wird gleichzeitig eine gute Luftschalldämmung für den Verbrennungsmotor erzielt.

10Versteifungselement 20Elastomerteil 22Dichtlippe 30haubenartiges Teil 50Schraube 60Ölabscheideraum 65Ölabscheideraumwand 67Durchbruch 70Filter 75Fluidleitanordnung

Anspruch[de]
  1. Deckel, der zum dichten Abschließen einer Vorrichtung vorgesehen ist, mit einer Ölabscheideeinrichtung, dadurch gekennzeichnet, dass die Ölabscheideeinrichtung einen Filter umfasst, der derart angeordnet ist, dass ein Öl beinhaltender Fluidstrom zum Abscheiden des Öls aus dem Fluidstrom durch den Filter hindurch gelenkt wird.
  2. Deckel nach Anspruch 1, wobei der Filter mattenartig ausgebildet ist.
  3. Deckel nach einem der Ansprüche 1 oder 2, wobei der Filter ein Filtervlies und/oder ein Filtergewebe umfasst.
  4. Deckel nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei eine Dicke in Durchlenkungsrichtung und eine Dichte des Filters derart gewählt sind, dass bei einer Durchströmungsmenge von etwa 30 bis 120 l/min des Fluids ein Druckverlust kleiner in etwa 5 mbar auftritt.
  5. Deckel nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei der Filter zwischen einem haubenartigen Teil des Deckels und einer innerhalb des Deckels angeordneten Ölabscheideraumwand angeordnet ist.
  6. Deckel nach Anspruch 5, wobei die Ölabscheideraumwand mit dem Deckel verschweißt ist.
  7. Deckel nach einem der Ansprüche 5 oder 6, wobei wenigstens der haubenartige Teil und/oder die Ölabscheideraumwand einen Kunststoff umfassen.
  8. Deckel nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei der Filter zwischen einer Fluidleitanordnung angeordnet ist, die derart gestaltet ist, dass der Fluidstrom mit einer gleichmäßigen Geschwindigkeit durch den Filter gelenkt wird.
  9. Deckel nach Anspruch 8, wobei die Fluidleitanordnung Stege und/oder Rippen umfasst.
  10. Deckel nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei der Deckel eine Zylinderkopfhaube eines Verbrennungsmotors umfasst.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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