| Dokumentenidentifikation |
DE102004010586A1 29.09.2005 |
| Titel |
Dichtungsanordnung und Verfahren zum Herstellen der Dichtungsanordnung |
| Anmelder |
AB SKF, Göteborg, SE |
| Erfinder |
Stein, Hans-Joachim vom, 51519 Odenthal, DE |
| Vertreter |
Gosdin, M., Dipl.-Ing.Univ. Dr.-Ing., Pat.-Anw., 97422 Schweinfurt |
| DE-Anmeldedatum |
02.03.2004 |
| DE-Aktenzeichen |
102004010586 |
| Offenlegungstag |
29.09.2005 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
29.09.2005 |
| IPC-Hauptklasse |
F16J 15/06
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| Zusammenfassung |
Die Erfindung betrifft eine Dichtungsanordnung zum Befestigen an einer Anlagefläche einer abzudichtenden Vorrichtung, wobei ein der Anlagefläche gegenüberliegender Bereich der Dichtungsanordnung wenigstens zwei Versteifungselemente beinhaltet, die an wenigstens einer Stelle überlappend angeordnet sind und die im Überlappungsbereich durch ein zwischen den Versteifungselementen eingebrachtes Elastomerteil fest miteinander verbunden sind.
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| Beschreibung[de] |
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Die Erfindung betrifft eine Dichtungsanordnung zum Befestigen an einer
Anlagefläche einer abzudichtenden Vorrichtung und ein Verfahren zum Herstellen der
Dichtungsanordnung.
Beispielsweise aus der DE
101 19 892 C2 ist eine Zylinderkopfhaube eines Verbrennungsmotors bekannt,
die für ein Befestigen am Verbrennungsmotor vorgesehenes Trägerelement, eine Haube
und ein das Trägerelement und die Haube verbindendes und eine Dichtlippe ausbildendes
Elastomerteil umfasst.
Eine Aufgabe der Erfindung ist es, eine versteifte Dichtungsanordnung
und ein Verfahren zum Herstellen der Dichtungsanordnung zu schaffen, so dass die
Dichtungsanordnung mit hoher Steifigkeit einfach herstellbar ist.
Die Aufgabe wird hinsichtlich der Dichtungsanordnung durch den Gegenstand
des Anspruchs 1 und hinsichtlich des Verfahrens durch den Gegenstand des Anspruchs
10 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen beschrieben.
Dadurch, dass gemäß Anspruch 1 eine gute Versteifung mit mehreren
separaten Versteifungselementen, die durch das Elastomerteil fest miteinander verbunden
sind, erzielbar ist, sind insbesondere rahmenartige Versteifungsanordnungen aus
mehreren separaten Versteifungselementen zusammensetzbar, so dass diese gegenüber
einstückigen großflächigen Metallrahmen verschnittarm und damit kostengünstig herstellbar
sind und auch einfacher einem Badbeschichtungsprozess, beispielsweise zum Aufbringen
eines Haftvermittlers, zuführbar sind.
Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben
sich anhand des im folgenden beschriebenen Ausführungsbeispiels anhand der Figuren.
Dabei zeigen:
1 einen Querschnitt durch eine Zylinderkopfhaube
mit einer Versteifungseinrichtung,
2 eine schematisch stark vereinfachte
Draufsicht auf die Zylinderkopfhaube der 1 und
3 einen ausschnittsweisen Querschnitt
durch einen Bereich der Zylinderkopfhaube im Überlappungsbereich zweier Versteifungselemente
der Versteifungseinrichtung.
Die 1 zeigt als ein Ausführungsbeispiel
der Erfindung einen Querschnitt durch eine Zylinderkopfhaube. Dabei umfasst die
Zylinderkopfhaube zum dichten Anliegen an einer Anlagefläche eines Verbrennungsmotors
ein rahmenartig umlaufendes Elastomerteil 20 mit einer Dichtlippe
22. Im wesentlichen innerhalb des Elastomerteils 20 ist eine ebenfalls
rahmenartig umlaufende Versteifungseinrichtung 10 angeordnet, die in etwa
ein U-Profil aufweist und sich aus mehreren Blechstanzteilen zusammensetzt. Dabei
wird beim Herstellen die Versteifungseinrichtung 10 mit einem Haftvermittler
beschichtet und das Elastomerteil 20 anschließend durch ein Spritzverfahren
an die Versteifungseinrichtung 10 angeformt. Das Elastomerteil
20 umfasst dabei Kautschuk oder Silikon. Weiterhin sind das Elastomerteil
20 sowie die Versteifungseinrichtung 10 mit Durchbrüchen bzw.
Bohrungen versehen, durch die hindurch über Befestigungsmittel, insbesondere Schrauben
50, die Zylinderkopfhaube an der Anlagefläche befestigbar ist.
Sich an das Elastomerteil 20 anschließend umfasst die Zylinderkopfhaube
weiterhin einen haubenartigen Teil 30 aus einem Kunststoff. Dabei ist das
Elastomerteil 20 mit dem haubenartigen Teil 30 dadurch verbunden,
dass das Elastomerteil 20 in eine U-förmige Nut des haubenartigen Teils
30 eingeformt ist. In einem oberen Bereich der Zylinderkopfhaube sind Funktionsräume
60 zum Ölabscheiden angeordnet, die nach unten hin durch ein Bodenelement
65 der Zylinderkopfhaube begrenzt sind.
Die 2 zeigt eine Draufsicht auf die Zylinderkopfhaube
der 1 in schematisch vereinfachter Darstellung und ohne
die Schrauben 50. Dabei sind als Bestandteile der Versteifungseinrichtung
10 mit gestrichelter und strichpunktierter Linie zwei Versteifungselemente
11 und 12 angedeutet, die sich in einem Eckenbereich überlappen.
Die 3 zeigt nunmehr einen Querschnitt
durch den in der 2 beschriebenen Überlappungsbereich
der beiden Versteifungselemente 11 und 12. Dabei erkennt man,
dass die beiden Versteifungselemente 11 und 12 ineinander geschachtelt
angeordnet sind und sich zwischen den beiden Versteifungselementen 11 und
12 das Elastomerteil 20 erstreckt und somit die beiden Versteifungselemente
11 und 12 fest miteinander verbindet. Bei der Herstellung wird
dabei derart vorgegangen, dass die beiden mit Haftvermittler beschichteten Versteifungselemente
11 und 12 derart in ein Vulkanisierwerkzeug eingelegt werden,
dass ihre Enden ineinander geschachtelt sind und gleichzeitig Teile ihrer Oberflächen
tellerartig gegeneinander anliegen. Anschließend wird unter einer erhöhten Temperatur
von beispielsweise 190 °C und unter einem Druck von beispielsweise 400
bar eine, das Elastomerteil 20 bildende Elastomermasse in das Vulkanisierwerkzeug
eingespritzt, so dass die Versteifungselemente nahezu vollständig umspritzt werden,
wobei die tellerartigen Flächen derart große Adhäsionsflächen zueinander bilden,
dass die Versteifungselemente 11 und 12 fest miteinander verbunden
werden. Dabei tritt quasi automatisch zwischen den aneinander anliegenden, Haftvermittler
beschichteten Oberflächen der beiden Versteifungselemente 11 und
12 unter anderem begünstigt durch Oberflächenunebenheiten, wie sie beispielsweise
beim Stanzen der Versteifungselemente 11 und 12 entstehen, Elastomermasse
wenigstens teilweise zwischen die Oberflächen ein und bildet eine dünne Elastomerschicht
aus bzw. reagieren die Haftvermittler der beiden einander gegenüberliegenden Oberflächen
miteinander zum Erzeugen der festen Verbindung. Somit weist das Elastomerteil
20 zwischen den beiden Versteifungselementen 11 und
12 typischerweise Dicken zwischen 0 und etwa 1 mm auf.
10- Versteifungseinrichtung
11, 12- Versteifungselement
20- Elastomerteil
22- Dichtlippe
30- haubenartiges Teil
50- Schraube
60- Funktionsraum
65- Bodenelement
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| Anspruch[de] |
- Dichtungsanordnung zum Befestigen an einer Anlagefläche einer abzudichtenden
Vorrichtung, dadurch gekennzeichnet, dass ein der Anlagefläche gegenüberliegender
Bereich der Dichtungsanordnung wenigstens zwei Versteifungselemente beinhaltet,
die an wenigstens einer Stelle überlappend angeordnet sind und die im Überlappungsbereich
durch ein zwischen den Versteifungselementen eingebrachtes Elastomerteil fest miteinander
verbunden sind.
- Dichtungsanordnung nach Anspruch 1, wobei das Elastomerteil derart
gestaltet ist, dass es die Versteifungselemente im wesentlichen umschließt.
- Dichtungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, wobei die Versteifungselemente
Blechteile sind.
- Dichtungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei die Versteifungselemente
mit einem Haftvermittler für das Elastomerteil beschichtet sind.
- Dichtungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei der Bereich
in etwa entsprechendend eines rechteckartigen Rahmens ausgebildet ist.
- Dichtungsanordnung nach Anspruch 5, wobei jeder Rahmenseite jeweils
ein Versteifungselement zugeordnet ist und die Versteifungselemente in den Eckenbereichen
des Rahmens jeweils überlappend angeordnet sind.
- Dichtungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei die Versteifungselemente
einen U-profilartigen Querschnitt aufweisen.
- Dichtungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei das Elastomerteil
zwischen den Versteifungselementen Dicken zwischen 0 und etwa 1 mm aufweist.
- Dichtungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei die Dichtungsanordnung
mit einem haubenartigen Teil, vorzugsweise aus Kunststoff verbunden ist.
- Dichtungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei die Dichtungsanordnung
einer Zylinderkopfhaube eines Verbrennungsmotors zugehört.
- Verfahren zum Herstellen einer Dichtungsanordnung nach einem der Ansprüche
1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Versteifungselemente im Überlappungsbereich
flächig gegeneinander anliegend angeordnet werden und das Elastomerteil durch eine
Spritztechnik erzeugt wird.
- Verfahren nach Anspruch 11, wobei die Versteifungselemente dem Erzeugen
des Elastomerteils vorausgehend mit einem Haftvermittler beschichtet werden.
- Verfahren nach Anspruch 12, wobei der Haftvermittler mit einem Badbeschichtungsverfahren
aufgebracht wird.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen
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