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Dokumentenidentifikation DE102004012128A1 29.09.2005
Titel UV-Lampe, insbesondere UV-Handlampe zur Härtung von beschichteten Oberflächen
Anmelder arccure technologies GmbH, 59557 Lippstadt, DE
Erfinder Götte, Berthold, 34431 Marsberg, DE
Vertreter Kohlmann, K., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 52078 Aachen
DE-Anmeldedatum 12.03.2004
DE-Aktenzeichen 102004012128
Offenlegungstag 29.09.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 29.09.2005
IPC-Hauptklasse G21K 5/04
IPC-Nebenklasse B05D 3/06   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine UV-Lampe, insbesondere zur Härtung von beschichteten Oberflächen, mit einem eine Lichtaustrittsöffnung aufweisenden Lampengehäuse, in dem mindestens ein UV-Strahler angeordnet ist, sowie mindestens einem Schaltelement zum Aktivieren jedes UV-Strahlers beim Aufsetzen der Lampe auf eine Oberfläche.
Um auszuschließen, dass die Augen des Benutzers schädigendes UV-Licht seitlich aus der Lampe heraustritt, wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, dass eine Manschette unter Ausbildung eines Druckraumes mit dem Lampengehäuse verbunden ist, an den Druckraum mindestens eine Pumpe angeschlossen ist, die einen Gasstrom in den Druckraum oder aus dem Druckraum heraus fördert und das Schaltelement ein Differenzdruckschalter ist, der in Abhängigkeit von der Druckdifferenz zwischen dem Druck in dem Druckraum und dem Umgebungsdruck jeden UV-Strahler aktiviert.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine UV-Lampe, insbesondere zur Härtung von beschichteten Oberflächen, mit einem eine Lichtaustrittsöffnung aufweisenden Lampengehäuse, in dem mindestens ein UV-Strahler angeordnet ist, sowie mindestens einem Schaltelement zum Aktivieren jedes UV-Strahlers beim Aufsetzen der Lampe auf eine Oberfläche.

Zur Aushärtung von Beschichtungen auf insbesondere nicht ebenen Oberflächen, beispielsweise bei der Härtung von Lackierungen auf Fahrzeugteilen mit gewölbten Oberflächen, kommen gattungsgemäße UV-Lampen zum Einsatz. Diese Lampen werden entweder von Hand gehalten (Handlampen) oder an einer Halterung befestigt. Die bekannten UV-Lampen weisen an der Lichtaustrittsöffnung für die UV-Strahlung vier Aufsetzfüße auf, die mit Tastelementen zum Ein- und Ausschalten des UV-Strahlers versehen sind. Lediglich wenn sämtliche Tastelemente auf der zu bestrahlenden Fläche aufliegen und gedrückt sind, kann der UV-Strahler in Betrieb genommen werden. Durch diese Tastelemente wird jedoch nicht mit hinreichender Sicherheit ausgeschlossen, dass kein die Augen des Benutzers schädigendes UV-Licht seitlich aus der Lampe heraustritt. Des weiteren werden bei stark gewölbten Oberflächen unter Umständen nicht sämtliche Tastelemente zuverlässig gedrückt, so dass der UV-Strahler nicht in Betrieb genommen werden kann. Eine derartige UV-Lampe wurde beispielsweise von der Firma UV Light Technologies Limited unter der Internetadresse www.uv-light.co.uk am 4. Februar 2004 angeboten.

Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine UV-Lampe zu schaffen, die die sicherheitstechnischen Probleme der bekannter UV-Handlampen vermeidet.

Diese Aufgabe wird bei einer UV-Lampe der eingangs erwähnten Art dadurch gelöst, dass ein von zwei umlaufenden Rändern begrenztes flexibles Dichtungselement, insbesondere eine Manschette, mit dem Lampengehäuse verbunden ist, wobei einer der beiden Ränder die Lichtsaustrittsöffnung unter Ausbildung eines ausschließlich zum zweiten Rand hin geöffneten Druckraumes umgibt, an den Druckraum mindestens ein Fördermittel angeschlossen ist, das einen Gasstrom in den Druckraum oder aus dem Druckraum heraus fördert und das Schaltelement ein Differenzdruckschalter ist, der in Abhängigkeit von der Druckdifferenz zwischen dem Druck in der Druckraum und dem Umgebungsruck jeden UV-Strahler aktiviert. Das Fördermittel ist regelmäßig als Pumpe ausgestaltet. Sofern in dem Druckraum ein Überdruck erzeugt werden soll, ist es jedoch auch möglich, anstelle einer Pumpe den erforderlichen Druck mittels einer Gasflasche aufzubauen. Soll der Druckraum mit Untendruck betrieben werden, ist der Einsatz einer Pumpe erforderlich.

In dem Druckraum wird ein Über – bzw. Unterdruck erzeugt, wenn der zweite Rand des flexiblen Dichtungselementes, insbesondere der Manschette, auf eine zu härtende Oberfläche aufgesetzt wird oder zumindest in deren unmittelbare Nähe gebracht wird. Mittels des Differenzdruckschalters wird der Druck in dem Druckraum überwacht. Unterschreitet die Druckdifferenz zwischen dem Druckraum und dem Umgebungsdruck einen vorzugsweise einstellbaren Grenzwert, schaltet der Differenzdruckschalter jeden UV-Strahler automatisch ab. Hierdurch wird sichergestellt, dass beim Abheben der UV-Lampe von der auszuhärtenden Fläche eine Abschaltung erfolgt, da in diesem Augenblick der in dem Manschette aufgebaute Über- oder Unterdruck zusammenbricht. Eine unbeabsichtigte Inbetriebnahme der UV-Lampe wird hiermit wirksam verhindert.

Das flexible Dichtungselement, insbesondere die Manschette, verhindert wirksam, dass während des Betriebs die Augen schädigendes UV-Licht seitlich aus der UV-Lampe heraustreten kann. Die Manschette ist beispielsweise im Querschnitt kreisrund; sie besteht insbesondere aus einem flexiblen, gasdichten Werkstoff, beispielsweise aus Elastomeren oder Gummi, um eine möglichst dichte Anlage des zweiten Randes der Manschette an der auszuhärtenden Fläche zu ermöglichen.

Um eine ausreichende Formstabilität der Manschette zu gewährleisten, insbesondere wenn im Druckraum ein Unterdruck erzeugt wird, können in die Manschette Versteifungen, beispielsweise Streben oder Nähte eingearbeitet sein. Bei einem Betrieb der UV-Lampe mit Unterdruck im Druckraum empfiehlt es sich darüber hinaus, dass der zweite Rand der Manschette als Dichtlippe, beispielsweise in Form eines ringförmigen, elastischen Wulstes, ausgebildet ist.

Alternativ kann das flexible Dichtungselement als Bürstendichtung ausgeführt sein. Bürstendichtungen sind berührende Dichtungen, die im wesentlichen aus einem hoch flexiblen Dichtungselement aus tausenden von Drähten oder Fasern bestehen, die sich adaptiv an die zu dichtende Fläche anpassen. Mittels der Bürsten ( Drähte, Fasern) erlaubt die Bürstendichtung eine flexible, weitgehend gasdichte Abdichtung von Spalten.

Die erfindungsgemäße UV-Lampe erlaubt es, UV-Strahler einzusetzen, die nicht nur für das menschliche Auge weitgehend unschädliches UV-A-Licht abstrahlen, sondern darüber hinaus das für das Auge schädliche UV-C-Licht, da sicher eine Einstrahlung in das menschliche Auge verhindert wird.

Beim Betrieb von UV-Lampen, insbesondere bei der Abstrahlung von UV-C-Licht wird giftiges Ozon-Gas gebildet. Durch Beaufschlagen des Druckraumes mit Inertgas, wie beispielsweise Stickstoff oder Kohlendioxid, wird eine Ozon-bildung eingeschränkt bzw. verhindert. Hierdurch wird die Fotochemie des Härtungsprozesses regelmäßig verbessert. Alternativ ist es möglich, zunächst Gas aus dem Druckraum herauszufördern und anschließend unter Aufrechterhaltung einer Druckdifferenz zum Umgebungsdruck Inertgas in den Druckraum zu fördern. Die Evakuierung des Gases und die Zufuhr von Inertgas kann über eine gemeinsame Pumpe und einen gemeinsamen Anschluss an dem Druckraum, jedoch auch über getrennte Pumpen und Anschlüsse erfolgen.

Wenn die Manschette oder Bürstendichtung lösbar mit dem Lampengehäuse verbunden ist, besteht die Möglichkeit unterschiedliche Manschetten oder Bürstendichtungen für unterschiedliche Härtungsaufgaben mit dem Lampengehäuse zu verbinden. Zu diesem Zweck kann der erste, die Lichtaustrittsöffnung des Lampengehäuses umgebenden Rand der Manschette beispielsweise als ein Zylinder mit einem Innengewinde ausgestaltet sein, in das ein die Austrittsöffnung des Lampengehäuses umgebendes Außengewinde greift.

Der Differenzdruckschalter ist in vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung als Schließer ausgeführt. Hieraus resultiert eine Eigensicherheit des Differenzdruckschalters bei einer Stromunterbrechung.

Eine verbesserte Lichtausbeute und damit eine Verbesserung der Aushärtung der Oberfläche kann mit der erfindungsgemäßen UV-Lampe erreicht werden, wenn die Manschette an ihren Innenwänden mit einer reflektierenden Schicht versehen ist.

Die UV-Lampe kann als Einkammer- oder Zweikammersystem ausgebildet sein:

  • – Bei dem Einkammersystem wird der lediglich zum zweiten Rand der Manschette bzw. der Bürstendichtung offene Duckraum von dem Innenraum des Lampengehäuses und dem von der Manschette bzw. der Bürstendichtung umgebenen Raum gebildet. Der Über – bzw. Unterdruck wirkt daher in der Manschette / der Bürstendichtung und in dem Lampengehäuse.
  • – Bei einem Zweikammersystem sind das Lampengehäuses und die Manschette bzw. die Bürstendichtung durch eine Scheibe vorzugsweise gasdicht voneinander getrennt. Die Trennung erfolgt beispielsweise durch eine der Form der ebenen Lichtaustrittsöffnung entsprechenden Scheibe, die bündig mit dem Rand der Lichtaustrittsöffnung abschließt. Bei dem gasdichten Zweikammersystem wird der lediglich zum zweiten Rand der Manschette / der Bürstendichtung offene Duckraum ausschließlich von dem von der Manschette / der Bürstendichtung umgebenen Raum gebildet. Der Über – bzw. Unterdruck wirkt daher ausschließlich in der Manschette oder der Bürstendichtung. Das Zweikammersystem erlaubt höhere Drücke / Unterdrücke im Druckraum. Der Innenraum des Lampengehäuses ist je nach Leistung der UV-Strahler entweder ungekühlt oder wird mit einem Luftstrom geringeren Drucks gekühlt.

In einer Ausgestaltung der Erfindung besteht die Scheibe aus Filterglas, das bei gegebener Dicke eine definierte Lichtdurchlässigkeit für eine bestimmte Wellenlange des ultravioletten Spektralbereichs aufweist.

In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist an den Innenwänden des Lampengehäuses mindestens ein die Strahlung in Richtung der Austrittsöffnung reflektierender Reflektor angeordnet und unter jedem UV-Strahler ist eine Barriere angeordnet, die den direkten Strahlengang von dem UV-Strahler in Richtung der Lichtaustrittsöffnung des Lampengehäuses zumindest teilweise ausblendet.

Der Reflektor ist vorzugsweise ein dichroitische Reflektor, der insbesondere UV-Strahlung mit einer für den jeweiligen Härtungsprozess erforderlichen Wellenlänge reflektiert.

Die Barriere kann beispielsweise ein Reflektionsfilter sein, der UV-Strahlung mit der für den jeweiligen Härtungsprozess erforderlichen Wellenlänge durchlässt, während die übrigen Spektren reflektiert werden. Hierdurch wird bewirkt, dass auf die Beschichtung nahezu ausschließlich UV-Strahlung mit härtungswirksamer Wellenlänge auftrifft. Die Barriere kann jedoch auch als kompaktes, lichtundurchlässiges Bauteil, beispielsweise aus Metall, ausgeführt sein. Sie trägt zu einer Vergleichmäßigung der auf der zu härtenden Oberfläche einfallenden UV-Strahlung sowie zur Vermeidung lokaler Überhitzungen unmittelbar unterhalb des UV-Strahlers bei.

Nachfolgend wird die Erfindung anhand schematischer Darstellungen mehrerer Ausführungsbeispiele erläutert. Die Darstellungen zeigen sämtlich die erfindungsgemäße UV-Lampe in geschnittener Darstellung.

1 zeigt eine mit Überdruck im Druckraum betriebene erfindungsgemäße UV-Lampe;

2 zeigt eine UV-Lampe nach 1 mit einer Barriere;

3 zeigt eine UV-Lampe nach 1 mit Zwei-Kammer-System;

4 zeigt eine mit Unterdruck betriebene UV-Lampe nach 1 sowie

5 zeigt eine mit Unterdruck betriebene UV-Lampe mit einer gesonderten Zufuhr für Inertgas.

1 zeigt eine insgesamt mit 1 bezeichnete erfindungsgemäße UV-Lampe, die im Wesentlichen aus einem Lampengehäuse 2, mit darin angeordnetem UV-Strahler 3 sowie einer mit dem Lampengehäuse verbundenen Manschette 4 besteht. Die Manschette ist an den äußeren Rändern einer Flanschplatte 5 befestigt, die sich von den vertikalen Seitenwänden des Lampengehäuses 2 nach außen erstreckt.

Die Flanschplatte 5 befindet sich in Verlängerung der ebenen Lichtaustrittsöffnung des Lampengehäuses 2, die in der 1 mit einer gestrichelten Linie 6 angedeutet ist. Der obere Rand 7 der Manschette 4 umgibt konzentrisch die beispielsweise kreisförmige Lichtaustrittsöffnung 6.

Bei dem in 1 dargestellten Ein-Kammer-System wird ein Druckraum 8 von dem Innenraum des Lampengehäuses 2 sowie dem von der Manschette 4 umgebenen Raum gebildet, der lediglich zum unteren Rand 9 der Manschette 4 hin geöffnet ist. Die von dem unteren Rand 9 eingeschlossene ebene Fläche ist in 1 mit der gestrichelten Linie 11 angedeutet.

Die Flanschplatte 5 weist 2 Anschlussstutzen 12 auf, die über Leitungen mit einer in den Figuren nicht dargestellten Pumpe verbunden sind, die einen Gasstrom, beispielsweise Luft oder Inertgas, in den Druckraum 8 fördert. Des weiteren steht der Druckraum 8 mit dem Messfühler eines insgesamt mit 13 bezeichneten elektrischen Differenzdruckschalters in Verbindung. Selbstverständlich liegt es im Rahmen der Erfindung, einen mechanischen Differenzdruckschalter einzusetzen. Der Differenzdruckschalter 13 ist als Schließer ausgeführt. Dies bedeutet, dass bei Ausfall seines Steuerstromkreises automatisch der Schaltstromkreis 14 für die Energieversorgung des UV-Strahlers 3 unterbrochen wird.

Zusätzlich zu dem Differenzdruckschalter 13 kann in dem Schaltstromkreis 14 ein weiteres Schaltelement angeordnet sein, so dass nach Aufbau des Drucks erst nach Betätigen des weiteren, nicht dargestellten Schaltelementes der UV-Strahler mit Strom versorgt wird. Dieses Schaltelement kann darüber hinaus von einem Zeitschaltglied gesteuert sein, um eine exakte Bestrahlungsdauer der zu härtenden, gewölbten Oberfläche 15 zu gewährleisten. Schließlich sind in dem Lampengehäuse 2 Reflektoren 16 angeordnet, die die Strahlung des UV-Strahlers 3 in Richtung der Lichtaustrittsöffnung 6 reflektieren.

Zum Aushärten der Oberfläche 15 wird die UV-Lampe 1 mittels einer nicht dargestellten Handhabe mit dem unteren Rand 9 in die Nähe der Oberfläche 15 gebracht. Anschließend wird über die Anschlussstutzen 12 Luft oder Inertgas in den Druckraum 8 gefördert. Das zuströmende Gas bewirkt einen Druckanstieg in dem Druckraum 8 gegenüber dem Umgebungsdruck Pat, der außerhalb der UV-Lampe 1 herrscht. Der Druckausgleich über den schmalen Ringspalt 17 zwischen dem unteren Rand 9 der Manschette 4 und der Oberfläche 15 ist so gering, dass der Überdruck aufrechterhalten wird. Überschreitet die Druckdifferenz zwischen dem Druck im Druckraum 8 und dem Umgebungsdruck einen vorzugsweise an dem Differenzdruckschalter 13 einstellbaren Grenzwert, wird der Schaltstromkreis 14 geschlossen und der UV-Strahler 3 ist in Betriebsbereitschaft.

Wird die UV-Lampe 1 von der Oberfläche 15 weg bewegt, so dass sich der Ringspalt 17 vergrößert, erfolgt hierüber ein rascher Druckausgleich und der Druck in dem Druckraum 8 sackt ab. Dabei unterschreitet die Druckdifferenz zwischen dem Druckraum 8 und dem Umgebungsdruck Pat den vorgegebenen Grenzwert und der Differenzdruckschalter 13 öffnet den Schaltstromkreis 14, so dass der UV-Strahler 3 stromlos wird. Hierdurch wird sicher verhindert, dass beim Abheben der UV-Lampe 1 von der Oberfläche 15 für die Augen gefährliches UV-Licht aus der Lampe heraustritt.

Die Ausführungsform der UV-Lampe 1 nach 2 unterscheidet sich lediglich durch die unterhalb des UV-Strahlers 3 angeordnete Barriere 18. Im Ausführungsbeispiel handelt es sich um eine Barriere 18 mit einer muldenförmigen Vertiefung, die den UV-Strahler 3 umgibt. Die Barriere bewirkt, dass der direkte Strahlengang von dem UV-Strahler 3 in Richtung der Lichtaustrittsöffnung 6 des Lampengehäuses 2 zumindest teilweise ausgeblendet wird.

3 zeigt schließlich eine erfindungsgemäße UV-Lampe 1, die als Zwei-Kammer-System ausgebildet ist. Zur Vermeidung von Wiederholungen wird auf die Beschreibung der UV-Lampe nach 1 Bezug genommen. Funktionsgleiche Bauteile sind mit übereinstimmenden Bezugsziffern versehen. Der wesentliche Unterschied zu der UV-Lampe 1 nach 1 besteht darin, dass das Lampengehäuse 2 und die Manschette 4 durch eine Glasscheibe 19 gasdicht voneinander getrennt sind. Die Form der Glasscheibe 19 entspricht der Form der ebenen Lichtaustrittsöffnung 6, mit deren Rand die Scheibe bündig abschließt. Die Glasscheibe 19 bewirkt, dass der lediglich zum unteren Rand 9 der Manschette 4 offene Druckraum 8 ausschließlich von dem von der Manschette 4 umgebenen Raum gebildet wird. Der von dem Lampengehäuse 2 umgebene Raum wird von der nicht dargestellten Pumpe nicht mit Luft oder Gas versorgt. Je nach Leistung des UV-Strahlers kann es erforderlich sein, den von dem Lampengehäuse umschlossenen Raum einen gesonderten Kühlluftstrom geringeren Drucks zuzuführen.

Die UV-Lampe nach 4 unterscheidet sich von der UV-Lampe nach 1 dadurch, dass über die Anschlussstutzen 12 Luft aus dem Druckraum 8 heraus gefördert wird und dadurch ein Unterdruck erzeugt wird. Zur Erzeugung eines Unterdrucks ist es zweckmäßig, dass der untere Rand 9 der Manschette 4 mit der Oberfläche 15 dicht abschließt. Aus diesem Grund ist der untere Rand der Manschette 4 als Dichtlippe 21 ausgebildet. Bei der Dichtlippe handelt es sich vorzugsweise um einen hohlzylindrischen Körper aus elastischem Material.

Wird nun über die an die Anschlussstutzen 12 angeschlossene Pumpe die Luft aus dem Druckraum herausgefördert, sinkt der Druck innerhalb des Druckraums 8 unter den Umgebungsdruck. Überschreitet die Druckdifferenz zwischen dem Druckraum und dem Umgebungsdruck einen Grenzwert, schließt der Differenzdruckschalter 13 den Schaltstromkreis 14 und der UV-Strahler 3 kann in Betrieb genommen werden. Bricht der Unterdruck zusammen, weil die UV-Lampe von der Oberfläche 15 wegbewegt wird, unterschreitet die Druckdifferenz den Grenzwert und der Differenzdruckschalter unterbricht den Schaltstromkreis 14. Hierdurch wird sichergestellt, dass beim Abheben der UV-Lampe 1 von der auszuhärtenden Oberfläche 15 unmittelbar eine Abschaltung erfolgt.

Das Ausführungsbeispiel nach 5 entspricht dem Ausführungsbeispiel nach 4, weist jedoch zusätzlich eine Zufuhr 22 für ein Inertgas, wie beispielsweise Stickstoff auf. Durch Beaufschlagen des Druckraumes 8 mit Inertgas wird die Ozonbildung, die bei der Abstrahlung von UV-C-Licht durch den UV-Strahler 3 entsteht, eingeschränkt. Hierdurch wird die Fotochemie des Härtungsprozesses der Beschichtung auf der Oberfläche 15 verbessert.

Um bei der Ausführungsform der UV-Lampe mit evakuiertem Druckraum 8 eine Inertisierung zu ermöglichen, wird über die Anschlussstutzen 12 zunächst Luft aus dem Druckraum 8 heraus gefördert und anschließend unter Aufrechterhaltung einer Druckdifferenz zum Umgebungsdruck Pat Inertgas in den Druckraum über die Inertgaszufuhr 22 gefördert. Dabei ist es wichtig, dass durch die Zufuhr des Inertgases die Druckdifferenz zwischen dem Druckraum 8 und dem Umgebungsdruck den Grenzwert nicht unterschritten wird, so dass der Differenzdruckschalter den Schaltstromkreis 14 geöffnet hält.

Bezugszeichenliste

Anspruch[de]
  1. UV-Lampe, insbesondere zur Härtung von beschichteten Oberflächen, mit einem eine Lichtaustrittsöffnung aufweisenden Lampengehäuse, in dem mindestens ein UV-Strahler angeordnet ist, sowie mindestens einem Schaltelement zum Aktivieren jedes UV-Strahlers beim Aufsetzen der Lampe auf eine Oberfläche, dadurch gekennzeichnet, dass

    – ein von zwei umlaufenden Rändern (7, 9) begrenztes flexibles Dichtungselement (4) mit dem Lampengehäuse (2) verbunden ist, wobei einer der beiden Ränder (7) die Lichtsaustrittsöffnung (6) unter Ausbildung eines ausschließlich zum zweiten Rand (9) hin geöffneten Druckraumes (8) umgibt,

    – an den Druckraum (8) mindestens ein Fördermittel angeschlossen ist, das einen Gasstrom in den Druckraum oder aus dem Druckraum heraus fördert und

    – das Schaltelement ein Differenzdruckschalter (13) ist, der in Abhängigkeit von der Druckdifferenz zwischen dem Druck in der Druckraum und dem Umgebungsruck (Pat) jeden UV-Strahler (3) aktiviert.
  2. UV-Lampe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie als Handlampe ausgeführt ist.
  3. UV-Lampe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das flexible Dichtungselement (4) lösbar mit dem Lampengehäuse (2) verbunden ist.
  4. UV-Lampe nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Differenzdruckschalter (13) als Schließer ausgeführt.
  5. UV-Lampe nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das flexible Dichtungselement als Manschette (4) aus einem flexiblen, gasdichten Werkstoff ausgestaltet ist.
  6. UV-Lampe nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Manschette (4) Versteifungen aufweist.
  7. UV-Lampe nach Ansprüche 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Manschette (4) an ihren Innenwänden mit einer reflektierenden Schicht versehen ist.
  8. UV-Lampe nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Rand (9) der Manschette (4) als Dichtlippe (21) ausgebildet ist.
  9. UV-Lampe nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Lampengehäuse (2) und das flexible Dichtungselement (4) durch eine Scheibe (19) voneinander getrennt sind.
  10. UV-Lampe nach einem der Ansprüche 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Scheibe (19) aus Filterglas besteht.
  11. UV-Lampe nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das in dem Lampengehäuse (2) mindestens ein die Strahlung in Richtung der Austrittsöffnung (6) reflektierender Reflektor (16) angeordnet ist
  12. UV-Lampe nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass und unter jedem UV-Strahler (16) eine Barriere (18) angeordnet ist, die den direkten Strahlengang von dem UV-Strahler (3) in Richtung der Lichtaustrittsöffnung (6) des Lampengehäuses (2) zumindest teilweise ausblendet.
Es folgen 5 Blatt Zeichnungen






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