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Dokumentenidentifikation DE102004012584A1 29.09.2005
Titel System zur Verhinderung von absichtlich herbeigeführten Abstürzen eines Fluggeräts
Anmelder Horsky, Oliver, 63486 Bruchköbel, DE
Erfinder Horsky, Oliver, 63486 Bruchköbel, DE
DE-Anmeldedatum 12.03.2004
DE-Aktenzeichen 102004012584
Offenlegungstag 29.09.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 29.09.2005
IPC-Hauptklasse G05D 1/00
IPC-Nebenklasse G08G 5/04   
Zusammenfassung Die Erfindung wird auf dem Gebiet des Luftverkehrsschutzes und des Bevölkerungsschutzes tätig und dient hier insbesondere der Verhinderung von Terroranschlägen und somit auch der Unfallverhütung.
Mittels einer Systemeinheit wird das Fluggerät, das sich einem gefährdeten Objekt nähert bzw. dessen Koordinaten in den Autopiloten eingegeben werden, durch entsprechende Gegensteuerungsmaßnahmen an dem Ansteuern gehindert.
Gleichzeitig wird ein Notruf an die nächstliegende Bodeneinheit gesendet, so dass weitere Rettungsmaßnahmen eingeleitet werden können. Zusätzlich installierte Kameras im Cockpit zeichnen im Notfall die Situation auf und/oder senden sie an die Notstation am Boden.
Das kostengünstige System ist dabei von außen nicht zu manipulieren und nur durch eine völlige Zerstörung der Steuerungseinheit auszuschalten. Dies würde jedoch auch den gezielten Terrorakt unmöglich machen, da eine gezielte Steuerung des Fluggeräts dann nicht mehr möglich wäre.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung entsprechend dem Oberbegriff des Anspruchs I.

Es ist bekannt, dass seit den Terroranschlägen vom 11.09.2001 die Flugsicherheit von Fluggeräten jeglicher Art in der Diskussion ist. Bisher ist es nicht möglich, Fluggeräte ausreichend gegen absichtlich herbeigeführte Abstürze in besonders gefährdete Objekte zu schützen. Hieran ändern insbesondere die bisher bekannten Maßnahmen, wie Sky-Marshalls oder Flugabwehrraketen oder Nebelmaschinen z.B. bei Kernkraftwerken nichts.

Aufgabe der Erfindung ist es, ein System zur größtmöglichen Sicherheit von absichtlich herbeigeführten Abstürzen zu garantieren und somit eine erhebliche Verminderung der Terrorgefahr zu erreichen.

Diese Aufgabe wird durch das System zur Verhinderung von absichtlich herbeigeführten Abstürzen eines Fluggeräts mit den Merkmalen der Ansprüche I ff gelöst.

Es handelt sich hierbei um ein System, dass sich der Hilfe eines Navigationssystems bedient und dem Fluggerät verbietet, die vorher in das System eingegebenen Koordinaten, von gefährdeten Objekten, Gebäuden usw., anzufliegen.

Hierdurch ist es möglich, sämtliche auf der Welt existierenden gefährdeten Objekte, wie z.B. Kernkraftwerke, in Form ihrer Koordinaten einzuspeichern und durch das System zu schützen. Eine Manipulation von Außen, z.B. durch Flugzeugpiraten ist nicht möglich, da die Systemeinheit sicher versteckt eingebaut ist und nur durch eine völlige Zerstörung des Cockpitbereichs außer Kraft gesetzt werden könnte. Dann ist jedoch das Fluggerät ohnehin nicht mehr steuerbar Bei Großraumflugzeugen ist die Systemeinheit mit dem bereits existierenden Autopiloten kombinierbar.

Bei kleineren Flugobjekten, die nicht unbedingt das Gefahrenpotential bieten, wäre aber ein Systemeinbau ebenfalls möglich. Hierbei muss durch die fehlende Autopilotenfunktion, eine entsprechende Umbaumaßnahme mit den Steuerungseinheiten erfolgen.

Zusätzlich ist das System mit einer Notfunktion ausgestattet. Dies bedeutet, dass wenn ein vermeintlicher Luftpirat versucht, ein gefährdetes Ziel anzusteuern oder ansteuern zu lassen, bzw. die Koordinaten in den Autopiloten eingibt, wird automatisch ein Notruf an die nächstliegende Bodenstation gesendet. Zusätzlich schalten sich im Cockpit installierte Kameras ein und senden Bilder bzw. zeichnen sie auf.

Ein weiterer Vorteil ist die Verwendung bereits zum Stand der Technik gehörender Systeme. Hierzu zählen sowohl sämtliche Sender-, als auch die Empfängereinheiten, sowie die Software und die Systeme für die satellitengesteuerte Koordinatenüberprüfungseinheit.

Das nach bisherigem Stand der Dinge verwendete Autopilotensystem wird insoweit mit der integrierten Systemeinheit, das die zusätzlichen Koordinaten der gefährdeten Orte beinhaltet kombiniert bzw. die Daten werden auf den Autopilotenrechner aufgespielt. Eine zusätzliche Software gibt bei gezielter Annäherung/Ansteuerung bzw. Eingabe eines gefährdeten Koordinatenwertes ein Notrufsignal und verhindert durch gezielte Gegenlenkmaßnahmen ein Anfliegen der gefährdeten Koordinate.

Hierbei bedient sich die Systemeinheit bereits vorhandener Sende- und Rechnereinheiten bzw. den für das Autopilotensystem bereits vorhandenen automatischen Steuermöglichkeiten des Fluggeräts.

Bei kleineren Fluggeräten ohne Autopilotenfunktion, muss eine entsprechende Umbaumaßnahme mit den Steuerungseinheiten erfolgen.


Anspruch[de]
  1. System zur Verhinderung von absichtlich herbeigeführten Abstürzen eines Fluggeräts, dadurch gekennzeichnet, dass es durch eine in dem Fluggerät integrierte, vor äußeren Eingriffen geschützten und automatisch agierenden Systemeinheit, das gezielte Anfliegen bzw. Eingeben von Koordinaten, die gefährdete Objekte verkörpern, verhindert.
  2. Vorrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass es als System nachrüstbar bei allen Fluggeräten oder bereits ab Werk möglich ist.
  3. Vorrichtung nach Anspruch I oder II, dadurch gekennzeichnet, dass das System zur Verhinderung von gezielten Abstürzen auf gefährdete Objekte mit einer automatischen Notruffunktion ausgestattet ist. Diese sendet bei einem Versuch des Ansteuerns bzw. Eingabe von Koordinaten in den Autopiloten von gefährdeten Objekten ein Notsignal an die nächste Bodenstation bzw. eine Rettungsstation und zeichnet durch vorhandene Kameras den Vorgang im Cockpit auf bzw. sendet ihn an die Boden- oder Rettungsstation.
  4. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es einen wesentlich besseren Schutz vor Terroranschlägen als bisher bekannte Abwehrmaßnahmen bietet und sich den gerade bei großen Fluggeräten vorhandenen Systemen in Kombination bedienen kann; was wiederum zu einer sehr kostengünstigen Möglichkeit führt.
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