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Dokumentenidentifikation DE102004051590B3 29.09.2005
Titel Vorrichtung zum Abdecken einer Ausnehmung in einem Trägerteil
Anmelder A. Raymond & Cie, Grenoble, FR
Erfinder Boubtane, Mohieddine, Grenoble, FR
Vertreter Rüttgers, J., Dipl.-Phys. (Univ.) Dr.rer.nat., Pat.-Anw., 79098 Freiburg
DE-Anmeldedatum 22.10.2004
DE-Aktenzeichen 102004051590
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 29.09.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 29.09.2005
IPC-Hauptklasse F16B 21/08
IPC-Nebenklasse F16B 21/06   F16B 19/00   
Zusammenfassung Eine Vorrichtung zum Abdecken einer Ausnehmung in einem Trägerteil (8) weist einen durch die Ausnehmung (7) durchführbaren Schaft (1), einen Abdeckschirm (6), der mit dem Schaft (1) in Verbindung steht und diesen seitlich überragt, und eine Rastanordnung (3, 4) auf, die mit dem Schaft (1) in Verbindung steht. Die Rastanordnung (3, 4) ist so eingerichtet, dass sie bei Einwirken einer axialen Kraft auf den Schaft (1) mit dem Trägerteil (8) in Eingriff kommt und der Abdeckschirm (6) in einem Auflagebereich an einer Auflageseite (11) des Trägerteiles (8) anliegt. Gemäß der Erfindung verfügt der Abdeckschirm (6) über einen steifen umlaufenden Außenabschnitt (9) und über einen zwischen dem Außenabschnitt (9) sowie dem Schaft (1) angeordneten umlaufenden Verformungsabschnitt (12), der eine geringere Steifigkeit als der Außenabschnitt (9) aufweist. Dadurch lässt sich ein Umklappen des Abdeckschirms (6) auch bei verhältnismäßig hohen Einfügekräften verhindern.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.

Eine derartige Vorrichtung ist beispielsweise aus DE 102 45 276 A1 bekannt. Mit einer gattungsgemäßen Vorrichtung ist nach Einfügen des Schaftes in die Ausnehmung des Trägerteiles und nach Ausüben einer axial wirkenden Einfügekraft unter Eingriff der Rastanordnung mit dem Trägerteil die Ausnehmung mit dem Abdeckschirm abdeckbar. Bei Eingriff der Rastanordnung mit dem Trägerteil wirken auf den Abdeckschirm Verformungskräfte ein, die zu einem verhältnismäßig strammen Sitz des Abdeckschirmes auf der Auflageseite und damit einer ordnungsgemäßen Abdeckung der Ausnehmung führen.

Bei den gattungsgemäßen Vorrichtungen hat sich jedoch herausgestellt, dass bei verhältnismäßig großen Einfügekräften der Abdeckschirm die Neigung hat, sich randseitig aufzubiegen, so dass der Rand des Abdeckschirmes in unerwünschter Art und Weise einen Abstand von der Auflagefläche aufweist.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art anzugeben, die sich auch bei hohen Einfügekräften durch eine ordnungsgemäße Abdeckung auszeichnet.

Diese Aufgabe wird bei einer Vorrichtung der eingangs genannten Art erfindungsgemäß mit den kennzeichnenden Merkmalen des Patentanspruches 1 gelöst.

Dadurch, dass bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung der Abdeckschirm mit einem gegenüber dem relativ steifen Außenabschnitt verhältnismäßig flexiblen Verformungsabschnitt ausgebildet ist, werden die Verformungskräfte von dem innenliegenden Verformungsabschnitt aufgenommen und damit ein Aufstellen des Außenabschnittes im äußeren Randbereich verhindert.

Weitere zweckmäßige Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.

Aus der nachfolgenden Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels der Erfindung unter Bezug auf die Figuren der Zeichnung ergeben sich weitere zweckmäßige Ausgestaltungen und Vorteile. Es zeigen:

1 in einer perspektivischen Ansicht ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Vorrichtung,

2 das Ausführungsbeispiel gemäß 1 in einer Seitenansicht vor dem Eingriff mit einem Trägerteil und

3 das Ausführungsbeispiel gemäß 1 und 2 im Schnitt im Eingriff mit dem Trägerteil.

1 zeigt in einer perspektivischen Ansicht ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Vorrichtung, das über einen länglichen Schaft 1 verfügt. An einem Fußende 2 des Schaftes 1 sind bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel zwei federnde Seitenarme 3, 4 einer Rastanordnung angesetzt, die sich beidseitig des Schaftes 1 und in einem seitlichen Abstand von diesem von dem Fußende 2 wegweisend in Richtung eines Kopfendes 5 des Schaftes 1 erstrecken.

Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist weiterhin mit einem trichterartigen Abdeckschirm 6 ausgebildet, der bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel im Bereich des Kopfendes 5 mit dem Schaft 1 verbunden ist. Der Abdeckschirm 6 ist bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel rundlich ausgebildet und in Richtung des Fußendes 2 geöffnet.

2 zeigt das Ausführungsbeispiel gemäß 1 in einer Seitenansicht. In der Anordnung gemäß 2 ist der Schaft 1 der Vorrichtung in eine Ausnehmung 7 eines Trägerteiles 8 eingefügt, und die Seitenarme 3, 4 stehen vor dem Eingriff mit einem Trägerteil 8. Aus 2 ist ersichtlich, dass der Abdeckschirm 6 über einen umlaufenden, den Abdeckschirm 6 radial außenseitig abschließenden Außenabschnitt 9 verfügt, an dem am Außenrand eine verdickte Randwulst 10 ausgebildet ist, die in der Anordnung gemäß 2 in einem Auflagebereich an einer Auflageseite 11 des Trägerteiles 8 aufliegt.

Aus 2 lässt sich entnehmen, dass sich an den Außenabschnitt 9 ein umlaufender Verformungsabschnitt 12 anschließt, der sich von einer den Außenabschnitt 9 radial innenseitig begrenzenden äußeren Umfangslinie 13 bis zu einer den Verformungsabschnitt 12 radial innenseitig begrenzenden inneren Umfangslinie 14 erstreckt. In dem unbelasteten Zustand gemäß 2 erstreckt sich der Verformungsabschnitt 12 im Bereich der äußeren Umfangslinie 13 gegenüber dem Außenabschnitt 9 und Ausbilden eines Absatzes mit einem kleineren Winkel in Richtung der Längsrichtung des Schaftes 1 als der Außenabschnitt 9, wobei dieser Winkel mit radial zunehmenden Abstand von der äußeren Umfangslinie 13 wieder zunimmt.

Weiterhin ist der Abdeckschirm 6 mit einem tellerartigen Innenabschnitt 15 ausgebildet, der innenseitig der inneren Umfangslinie 14 angeordnet und mit dem Schaft 1 verbunden ist. In diesem unbelasteten Zustand steht der Innenabschnitt 15 axial über den Außenabschnitt 9 über. Dadurch lässt sich der Schaft 1 bei Ausüben einer axial in Richtung des Trägerteiles 8 wirkenden Einfügekraft in axialer Richtung über einen verhältnismäßig großen Verschiebeweg bewegen.

Der Außenabschnitt 9 des Abdeckschirmes 6 ist verhältnismäßig steif ausgebildet. Der Verformungsabschnitt 12 hingegen weist eine gegenüber dem Außenabschnitt 9 geringere Steifigkeit auf, während der Innenabschnitt 15 wiederum über eine gegenüber dem Verformungsabschnitt 12 höhere Steifigkeit verfügt. Dabei ist die erfindungsgemäße Vorrichtung vorzugsweise insgesamt, wenigstens jedoch der Abdeckschirm 6, aus einem einheitlichen Kunststoffmaterial hergestellt.

3 zeigt das Ausführungsbeispiel gemäß 1 und 2 im Schnitt im Eingriff der Seitenarme 3, 4 mit dem Trägerteil 8. Aus 3 ist ersichtlich, dass bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel die Materialstärke des Verformungsabschnittes 12 wenigstens abschnittsweise geringer ist als die des Außenabschnittes 9 und auch als die des Innenabschnittes 15. Weiterhin lässt sich 3 entnehmen, dass bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel die Materialstärke von der äußeren Umfangslinie 13 bis zu der Randwulst 10 kontinuierlich zunimmt, so dass die Steifigkeit des Außenabschnittes 9 außenseitig am größten ist.

Nachdem somit ausgehend von der in 2 dargestellten unbelasteten Anordnung auf den Innenabschnitt 15 eine axial in Richtung des Trägerteiles 8 wirkende Einfügekraft ausgeübt worden ist, bis die Seitenarme 3, 4 das Trägerteil 8 hintergreifen, ist in dieser belasteten Anordnung der gegenüber dem Außenabschnitt 9 weniger steife und damit leichter deformierbare Verformungsabschnitt 12 gegenüber der 2 dargestellten Anordnung radial nach innen umgebogen, so dass der Innenabschnitt 15 zwischen der äußeren Umfangslinie 13 und der Randwulst 10 angeordnet ist.

Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung des Abdeckschirmes 6 erfolgt die Verformung des Abdeckschirmes 6 bei Ausüben auch verhältnismäßig hoher Einfügekräfte, wie dies beispielsweise bei verhältnismäßig dicken Trägerteilen 8 der Fall ist, definiert in dem relativ leicht verformbaren, flexiblen Verformungsabschnitt 12, während der hierzu relativ steife Außenabschnitt 9 nicht oder nur sehr wenig verformt und weiterhin eine sprunghafte Änderung seiner trichterartigen Gestalt mit einem Umbiegen und Abstehen der Randwulst 10 von der Auflageseite 11 verhindert ist.


Anspruch[de]
  1. Vorrichtung zum Abdecken einer Ausnehmung in einem Trägerteil (8) mit einem durch die Ausnehmung (7) durchführbaren Schaft (1), mit einem Abdeckschirm (6), der mit dem Schaft (1) in Verbindung steht und diesen seitlich überragt, und mit zwei federnden Seitenarmen (3, 4) einer Rastanordnung, die mit dem Schaft (1) in Verbindung stehen, wobei die federnden Seitenarme (3, 4) der Rastanordnung so eingerichtet sind, dass sie bei Einwirken einer axialen Kraft auf den Schaft (1) mit dem Trägerteil (8) in Eingriff kommen und der Abdeckschirm (6) in einem Auflagebereich an einer Auflageseite (11) des Trägerteiles (8) anliegt, dadurch gekennzeichnet, dass der Abdeckschirm (6) einen steifen umlaufenden Außenabschnitt (9) aufweist und über einen zwischen dem Außenabschnitt (9) sowie dem Schaft (1) angeordneten umlaufenden Verformungsabschnitt (12) verfügt, der eine geringere Steifigkeit als der Außenabschnitt (9) aufweist.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Abdeckschirm (6) aus einem einheitlichen Kunststoffmaterial ist.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Verformungsabschnitt (12) eine geringere Materialstärke als der Außenabschnitt (9) aufweist.
  4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Materialstärke des Außenabschnittes (9) von radial innen nach radial außen kontinuierlich zunimmt.
  5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Verformungsabschnitt (12) und dem Schaft (1) ein umlaufender steifer Innenabschnitt (15) ausgebildet ist, dessen Steifigkeit größer als die Steifigkeit des Verformungsabschnittes (12) ist.
  6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass in einem unbelasteten Zustand der Innenabschnitt (15) axial über den Außenabschnitt (9) vorsteht.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






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