Die Erfindung bezieht sich auf eine Fahrpedalvorrichtung für Fahrzeuge,
insbesondere für Personenkraftwagen mit
- – einem Fahrpedalmodul, bei dem ein Fahrpedalelement und ein Grundplattenelement
in wenigstens einem Drehpunkt relativ zueinander bewegbar sind, und
- – wenigstens einer Rückholeinrichtung, mit der das Fahrpedalelement wenigstens
in seine Nichtbetätigungsstellung rückholbar ist.
Eine Vorrichtung der eingangs genannten Art ist aus der DE 100 33
297 A1 bekannt, bei der Fahrpedal- und Grundelement mit Hilfe unterschiedlich ausgebildeter
Flachfedern in ihre Grundstellung zurück gestellt werden. Ein loses Ende der Federn
wird lediglich zur Beeinflussung des Betätigungsverhaltens des Fahrpedalelements
eingesetzt.
Es stellt sich deshalb die Aufgabe, das Betätigungsverhalten der bekannten
Fahrpedalvorrichtungen zu verbessern.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass mit einem
Schiebeelement bei Betätigung des Fahrpedalelements ein Gleitelement mit wenigstens
einer Kapazität und wenigstens einer Induktivität über ein Fahrpedalmodulelement
zu führen ist, in dem ein Spulenschaltkreis mit wenigstens drei Spulen angeordnet
ist.
Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere darin,
dass ein Sensor zur Verfügung gestellt wird, der einfach und kostengünstig ist und
über die lineare Wegaufnahme wenigstens die Pedalstellung genau ermittelt.
Von besonderem Vorteil ist, dass die Sensorkomponenten einem vollkommen
neuen Einsatz zugeführt werden.
Bei einem sprungschanzenförmig gebogenen Flachfederelement als Rückholeinrichtung
und Schiebeelement kann dieses mit dem einen Ende fest in einem am Pedalspitzenelement
und an einer Fahrpedalunterseite gehaltenen Federhalteelement und mit dem anderen
Ende in einem Federgleitelement als Gleitelement gehalten werden, in dem der Resonanzschaltkreis
angeordnet sein kann. Hierbei kann in dem Grundplattenelement der Spulenschaltkreis
angeordnet werden.
Bei einem &OHgr;-förmig gebogenen Flachfederelement als Rückholeinrichtung
und Schiebeelement kann dieses
- – mit dem einen Ende fest mit dem auf dem Grundplattenelement angeordneten
Federhalteelement und
- – mit dem anderen Ende in dem Federgleitelement als Gleitelement gehalten
sein, in dem der Resonanzschaltkreis angeordnet werden kann, und wobei in dem Grundplattenelement
als Fahrpedalmodulelement der Spulenschaltkreis angeordnet sein kann sowie
- – ein zwischen beiden Enden des Flachfederelements liegendes Federbogenelement,
das an der Fahrpedalunterseite des Fahrpedalelements zu verschieben ist.
Der Spulenschaltkreis kann in das Grundplattenelement eingeformt werden.
Der Spulenschaltkreis ist damit sehr wirksam gegenüber äußeren geschützt. Da das
Grundplattenelement aus Kunststoff geformt wird, kann bei einem Herstellungsschritt
zugleich der Spulenschaltkreis lagegerecht positioniert werden.
Bei einem weiteren sprungschanzenförmig gebogenen Flachfederelement
als Rückholeinrichtung und Schiebeelement kann dieses mit dem einen Ende fest in
dem auf Grundplattenelement angeordneten Federhalteelement und mit dem anderen Ende
in dem Federgleitelement als Gleitelement gehalten sein, in dem der Resonanzschaltkreis
angeordnet werden kann. Hierbei kann in dem Fahrpedalelement als Fahrpedalmodulelement
der Spulenschaltkreis angeordnet sein.
Der Spulenschaltkreis kann in das Fahrpedalelement eingeformt werden.
Der Spulenschaltkreis ist auch hier damit sehr wirksam gegenüber äußeren Einwirkungen
geschützt.
Da das Fahrpedalelement aus Kunststoff geformt wird, kann bei einem
Herstellungsschritt ebenfalls der Spulenschaltkreis lagegerecht positioniert werden.
Der Resonanzschaltkreis wird generell in das Federgleitelement mit
eingeformt. In dem aus Kunststoff bestehenden Federgleitelement lässt sich der Schaltkreis
nicht nur präzise einsetzen. Er ist darüber hinaus als bewegungsaktives Teil hervorragend
geschützt.
Das Federgleitelement wird generell über wenigstens ein Gleitflächenelement
geführt. Dieses kann auf dem Grundplattenelement oder beim Pedal an dessen Fahrpedalunterseite
angeordnet sein. Hierdurch wird in bekannter Art und Weise die Pedalbewegung beeinflusst.
Die gestellte Aufgabe wird auch dadurch gelöst, dass mit einem Schiebeelement
bei Betätigung des Fahrpedalelement ein Gleitelement mit wenigstens einem Permanentmagneten
eines Torquemotorschiebeteils über ein Fahrpedalmodulelement zu rühren ist, in dem
wenigstens eine Feldwicklung eines Torquemotorstatorteils angeordnet
ist.
Die hiermit erzielten Vorteile bestehen insbesondere dann, dass Fahrpedalbewegung
durch entsprechende Erregung der Feldwicklungen gezielt beeinflussen lässt. Die
vom Sensor aufgenommene Pedalstellung kann hierfür sofort heran gezogen werden.
Die gestellte Aufgabe wird weiterhin dadurch gelöst, dass mit einem
Schiebeelement bei Betätigung des Fahrpedalelements ein Gleitelement mit wenigstens
einer Kapazität und wenigstens einer Induktivität sowie mit wenigstens einem Permanentmagneten
eines Torquemotorschiebeteils über ein Fahrpedalmodulelement zu rühren ist, in dem
ein Spulenschaltkreis mit wenigstens drei Spulen sowie wenigstens eine Feldwicklung
eines Torquemotorstatorteils angeordnet sind. Die hiermit erzielten Vorteile sind
in der Zusammenführung der Vorteile der Sensor- und der Motorlösung zu sehen.
Das Gleitelement kann ein Federgleitelement und das Fahrpedalmodulelement
ein Fahrpedalelement oder ein Grundplattenelement nach der vorher beschriebenen
Art sein.
Zusammenfassend ist festzustellen, dass die Elemente der Rückholeinheit
und des Fahrpedalmoduls, die der Bewegungsbeeinflussung dienen, für die Erfassung
und weitere Beeinflussung der Bewegung verwendet werden. Hierdurch wird ein linearer
Wegaufnehmer bzw. Motor zur Verfügung gestellt, die vor allem kostengünstig sind.
Die verschiedenen Ausrührungsformen des Flachfederelements und deren Einbindung
in das Fahrpedalmodul können zu ähnlichen Ausführungsformen rühren.
Die Ausbildung des Schiebeelements ist nicht allein auf Flachfederelemente
beschränkt. So ist eine Ausbildung als Doppelhebelelement denkbar. Das Doppelhebelelement
kann ein Hebel in Form einer Stange oder eines anderen Längenprofils sein, das wenigstens
mit einem der Elemente des Fahrpedalmoduls, also Pedal oder Grundplatte, gelenkig
verbunden sein kann.
Es kann auch als Flachkörper ausgebildet sein, der unter dem Fahrpedalelement
angeordnet sein und bei dessen Betätigung bewegt werden kann. In ihm können insbesondere
die aktiven bewegbaren Teile des Sensors und/oder Torquemotors angeordnet sein.
Die Erfindung wird anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
1 ein Fahrpedalmodul mit einer sprungschanzenförmigen
Blattfeder und mit einer ersten Ausführungsform einer Bewegungsbeeinflussungseinrichtung
und einem Linearschiebesensor in einer schematisch dargestellten Seitenansicht,
2 ein Fahrpedalmodul mit einer weiteren
sprungschanzenförmigen Blattfeder und mit einer zweiten Ausführungsform einer Bewegungsbeeinflussungseinrichtung
und einem Linearschiebesensor in einer schematisch dargestellten Seitenansicht,
3 ein Fahrpedalmodul mit einer &OHgr;-förmigen
Blattfeder und mit einer dritten Ausführungsform einer Bewegungsbeeinflussungseinrichtung
und einem Linearschiebesensor in einer schematisch dargestellten Seitenansicht,
4 einen Linearschiebesensor für ein Fahrpedalmodul
gemäß 1 in einer schematisch dargestellten Seitenansicht
und
5 eine Ausgangsspannung eines Linearschiebesensors
gemäß 1 und 4
in Abhängigkeit vom Stößelweg.
Die Entwicklungen zur Verbesserung wichtiger Details der Fahrpedale
für Personenkraftwagen werden immer weiter voran getrieben. Insbesondere gehen die
Anstrengungen dahin, die Stellungen eines Fahrpedalelements genauer mit empfindlichen
Sensoren zu erfassen. Weiterhin gehen die Anstrengungen dahin, die Stellungen eines
Fahrpedalelements genauer beeinflussen zu können.
In ein Federgleitelement 18' ist ein Resonanzschaltkreis
42' integriert, der aus einer Kapazität C und einer Induktivität L besteht
(vgl. insbesondere 4). In einer der Wände eines Grundplattenelements
18' ist ein Spulenschaltkreis 43' mit drei Spulen SP1', SP2' und
SP3' eingeformt.
Der Resonanzschaltkreis, auch als PUCK bezeichnet, und der Spulenschaltkreis,
auch als PAD bezeichnet, sind die aktiven Teile eines an sich bekannten Sensors.
Der Sensor ist ein induktiver Sensor mit einem Resonanzschaltkreis.
Ein solcher Sensor mit diesen Komponenten ist an sich aus der WO 03/038379
bekannt. Er besteht aus einem ersten Element mit Sende- und Empfangsspulen, wobei
eine zweite und dritte Einheit jeweils induktive Kopplungselemente zur variablen
induktiven Kopplung der Sende- und Empfangsspulen der ersten Einheit darstellen
und die Kopplung positionsabhängig ist.
Beim Betrieb des PAD werden in den Spulen SP1' und SP2' zwei um 90°
verschobene Signalverläufe, d. h. ein sinus- und ein cosinusförmiges Signal, erzeugt.
Durch diese Signale wird der Resonator im PUCK angeregt. In der dritten Spule SP3'
wird ein entsprechendes Ausgangssignal induziert, dessen Phase
dem Weg des PUCKs über dem PAD entspricht. Der PAD übernimmt hier die Funktion eines
Senders/Empfängers.
Dieser neuartige Sensor lässt sich auch in ein in den 1
bis 3 dargestelltes stehendes Fahrpedalmodul
1', 101', 201' einbauen. Das Fahrpedalmodul
1', 101', 201' besteht aus einem Fahrpedalelement
12',112', 212' und dem bereits erwähnten Grundplattenelement
13', 113', 213', die in einem Fahrpedaldrehpunkt
11', 111', 211' gelenkig verbunden sind. Der Fahrpedaldrehpunkt
11', 111', 211' ist als Bolzenscharniergelenk ausgebildet
und besitzt in diesem Bereich am Fahrpedalelement ein Oberanschlagelement
23', 123', 213' und am Grundplattenelement ein Unteranschlagelement
24', 124', 224'. Dem Bolzenscharniergelenk liegt ein
Pedalspitzenelement 25', 125', 225' gegenüber. Beim Fahrpedalelement
liegt einem Betätigungsflächenelement 27', 127' , 227'
eine Fahrpedalunterseite 28',128',228' gegenüber.
Zwischen dem Fahr- und dem Grundplattenelement sind zwei nebeneinander
liegende Flachbandfederelemente 14', 15',114',
115', 214', 215' angeordnet.
Wie 1 zeigt, sind die Flachbandfederelemente
14', 15' sprungschanzenförmig gebogen, wobei deren eines Ende
im Federhalteelement 16', 17' und dessen entgegengesetztes Ende
in dem Federgleitelement 18', 19' angeordnet ist.
Das Federhalteelement 16', 17' ist feststehend an
der Unterseite 28' des Pedals 12' angeformt. Jedes Federgleitelement
18', 19' ist auf einem Gleitschienenelement 20',
21' verschiebbar angeordnet. Die Gleitschienenelemente 20',
21' sind auf einem Gleichflächenelement 22' mit einem Reibungskoeffizienten
auf dem Grundplattenelement 113' angeordnet, der unterschiedlich ausgebildet
werden kann. Auf diesem Gleichflächenelement 22' sind die Gleitschienenelemente
20', 21' verschiebbar.
Wie 2 zeigt, sind die Flachbandfederelemente
114', 115' ebenfalls sprungschanzenförmig gebogen, wobei deren
eines Ende im Federhalteelement 116', 117' und dessen entgegengesetztes
Ende in einem Federgleitelement 118', 119' angeordnet ist.
Das Federhalteelement 116', 117' ist hier feststehend
auf dem Grundplattenelement 113' angeformt. Jedes Federgleitelement
118', 119' ist auf einem Gleitschienenelement 120',
121' verschiebbar angeordnet. Die Gleitschienenelemente 120',
121' sind auf einem Gleichflächenelement 122' an der Unterseite
128' mit einem Reibungskoeffizienten angeordnet, der unterschiedlich ausgebildet
werden kann. Auf diesem Gleichflächenelement 122' sind die Gleitschienenelemente
120', 121' verschiebbar.
Bei dem Fahrpedalmodul 201' gemäß 3
sind die Flachbandfederelemente 214', 215' &OHgr;-förmig gebogen,
wobei deren eines Ende im Federhalteelement 216', 217' und dessen
entgegengesetztes Ende in einem Federgleitelement 218', 219' angeordnet
ist.
Das Federhalteelement 216', 217' ist feststehend
an dem Grundplattenelement 213' angeformt. Jedes Federgleitelement
218', 219' ist auf einem Gleitschienenelement 220',
221' verschiebbar angeordnet. Die Gleitschienenelemente 220',
221' sind auf einem Gleichflächenelement 222' mit einem Reibungskoeffizienten
auf dem Grundplattenelement 213' angeordnet, wobei der Reibungskoeffizient
unterschiedlich ausgebildet werden kann. Auf diesem Gleichflächenelement
222' sind die Gleitschienenelemente 220', 221' verschiebbar.
Zwischen beiden Enden weisen die Flachbandfederelemente 214',
215' Federbogenteilelemente 234', 235' auf. Diese liegen
an Federgleitflächenelementen an, die an der Pedalunterseite zwischen Pedalspitze
225' und Pedalende 226' angeordnet sind. In einem Federführungselement
231' sind die Federbogenteilelemente 234', 235' führbar.
Es ist vorgesehen, dass in wenigstens eines der Federgleitelemente
18', 19', 118', 119', 218',
219' (als induktives Koppelelement) ein Resonanzschaltkreis 42'
integriert ist, der aus einer Kapazität C und einer Induktivität L besteht. Unterhalb
der Gleitflächenelemente 22', 122', 222' ist ein Spulenschaltkreis
43', 143', 243' mit drei hintereinander liegenden Spulen
SP1', SP2' und SP3' angeordnet.
Somit ist beim Fahrpedalmodul 1' und 211' der Spulenschaltkreis
43', 143' in das Grundplattenelement 13' bzw.
213' und beim Fahrpedalmodul 211' in das Fahrpedalelement
113' eingeformt.
Die Funktion eines Fahrpedals mit einem Sensor gemäß den
1 bis 3 sei
insbesondere unter Zuhilfenahme der 4 und
5 beschrieben.
Beim Betätigen des Fahrpedalelements 12' wird dieses gegenüber
dem Grundplattenelement 13' von der Stellung 12.1' in die Stellung
12.2' bewegt. Hierbei bewegt sich der PUCK 42' über den PAD
43' und generiert im PAD als Sender/Empfänger ein Signal. Dieses Signal
wird durch einen integrierten Schaltkreis – ASIC – ausgewertet und der
ermittelte Wert als Sensorausgangsspannung UA' ausgegeben. Hervorzuheben ist, dass
die Spannung UA' einen Verlauf hat, der der Bewegungskennlinie des Federgleitelements
entspricht. Damit ist jeder Federgleitelementstellung ein Spannungswert zugeordnet,
der einer e-Funktion entsprechend ansteigt. Die Sensorspannung UA' kann durch den
ASIC auch einen anderen Verlauf, z.B. einen gerade oder exponentiellen Verlauf haben,
der dem Weg ST' entspricht.
Neben dem Federgleitelement 18' befindet sich das Federgleitelement
19', in das ebenfalls ein Spulenschaltkreis 43' mit drei Spulen
SP1', SP2' und SP3' angeordnet werden kann. Hierdurch ist es möglich, zwei im wesentlichen
gleiche Sensorausgangsspannungen UA' zu erzeugen, die für Steuerungen, Überwachungen
oder Selbstüberwachungen verwendet werden können.
Abschließend sei erwähnt, dass mit den Flachbandfederelementen bei
Betätigung des Fahrpedalelements 12', 112', 212' das
Federgleitelement 18', 19', 118', 119',
218', 219' mit wenigstens einem Permanentmagneten eines Torquemotorschiebeteils
über das Fahrpedal- oder Grundplattenelement zu führen ist, in dem wenigstens eine
Feldwicklung eines Torquemotorstatorteils (nicht dargestellt) angeordnet ist. In
den Teilen der beschriebenen Fahrpedalmodule werden so Elemente eines Torquemotors
untergebracht. Hierdurch ist es möglich, den Bewegungskomfort des jeweiligen Fahrpedalmoduls
noch weiter zu erhöhen.