Die Erfindung bezieht sich auf einen Wärmeerzeuger nach der Gattung
des Hauptanspruchs. Ein derartiger Wärmeerzeuger ist bekannt.
Solche bekannten Wärmeerzeuger haben meist den Nachteil, dass eine
unzureichende Kältemittelverteilung, zu einem unwirtschaftlichen Betriebsverhalten
und somit zu einem kostenintensiven System führt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die aufgezeigten Nachteile
zu vermeiden und einen Wärmeerzeuger zu schaffen, der als kompakte Einheit zur direkten
Primärenergiegewinnung mit reversiblem, externen Kühlkreislauf, einer durch statischen
Druck spezifisch geführten Kältemitteleinspritzung, sowie Unterkühlung ohne negative
Begleiterscheinung, sowie deren Kondensation, Verdampfung und Verdichtung im Sondenkopfteil
bei Einzelanwendung zusammengefasst ist, ohne jegliche Umweltgefährdung.
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung gelöst durch die kennzeichnenden
Merkmale des Hauptanspruches. Vorteilhafte Weiterbildung des Gegenstandes des Anspruches
1 ergeben sich aus den Merkmalen der Unteransprüche, sowie aus der Beschreibung
und der Zeichnung.
Zeichnung
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt
und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen:
1 einen Wärmeerzeuger im Schnitt durch
die Erdsonde mit Sondenschutzrohr, Kältemittelverteil- und Einspritzkaskade, Technikraum
außen, integrierter Wasserkreislauf über die Rohranschlüsse 1 und
2
2 einen Querschnitt durch die Erdsonde
mit Sondenschutzrohr, Kältemitteleinspritzung, integrierter Wasserkreislauf und
Verfüllrohr in der Schnittebene A-A von 1
Beschreibung des Ausführungsbeispiels
Ein Wärmeerzeuger 1 auch „Wärmepumpe" genannt, bestehend
aus Erdsonde mit Sondenschutzrohr 16, integriertem Wasserkreislauf und
aufgebauter Kondensator/Verdampfereinheit 6, sowie einem Kältemittelverdichter
9 zur Verdichtung und Erzeugung der Heißgase, hermetisch getrennt in Primär-
und Sekundärkreis durch die Kondensator/Verdampfereinheit 6.
Das verflüssigte Kältemittel auf der Primärkreisseite gelangt über
die Kondensatleitung primär 4 zum Kältemittel-Flüssigkeitseintritt
17 und tritt in den Kältemittelrohr-Ringraum 17.2 ein. Nach Befüllung
des Kältemittelrohr-Ringraum 17.2 gelangt das flüssige Kältemittel am Kältemittelüberlauf
17.1 in das Sondenrohr innen 14.1 nach unten, wobei sich dieser
Vorgang beliebig oft nach Sondenlänge und Anzahl der Kaskaden wiederholt.
Durch diese Kaskadenanordnung ist eine gleichmäßig Flüssigkeitsverteilung
mit Unterkühlung von mehr als 100 Metern zu erreichen und bildet die optimale Voraussetzung
hoher Verdampfungstemperaturen über die zugeführte Wärmeenergie des Erdreichs
24, sowie über das Trägermedium 13, unter idealen Voraussetzungen.
Der über die Kältemitteleinspritzung 14.3 erzeugte Kältemitteldampf
18 steigt nach oben und gelangt über das Sondendampfrohr 3 zur
Kondensator/Verdampfereinheit 6, kondensiert unter Einwirkung von verdampfendem
Kältemittel im Sekundärkreis, bei anschließender Verdichtung durch den Kältemittelverdichter
9 zu Heißgas. Die Rohranschlüsse 2 und 2.1 ermöglichen
den Betrieb eines reversiblen, externen Kreislaufs in multivalenter Betriebsweise.
Wirkungsweise
Das in der Kondensator/Verdampfereinheit 6 im Technikraum
außen 1.1 durch verdampfendes Kältemittel auf der Sekundärseite kondensierte
Kältemittel auf der Primärseite gelangt in flüssiger Form über den Kältemittel-Flüssigkeitseintritt
17 zum Kältemittelrohr-Ringraum 17.2 nach gegebenem Wärmeenergieeintrag,
verdampft ein Teil des Kältemittels und trägt damit zu einer adiabatische Kühlung
des flüssigen Kältemittels, als Voraussetzung einer ausreichenden Unterkühlung,
zur Vermeidung einer zweiphasigen Betriebsweise, bei. Der dabei erzeugte Kältemitteldampf-Nebenstrom
18.1 vermischt sich mit dem Kältemitteldampf-Hauptstrom 18 nach
dem Thermosiphonprinzip.
Nach gegebenem Kältemittelmassenstrom tritt das Kältemittel über den
Kältemittelüberlauf 17.1 in das Sondenrohr innen 14.1 ein und
wiederholt sich beliebig nach Anzahl der Kaskaden.
Über das konstante Druckverhältnis je Kaskade, gelangt das Kältemittel
über die Kältemitteleinspritzung 14.3 in den Sondenrohrraum 15
und verdampft unter permanenter Einwirkung der Erdwärme, sowie durch externen Energieeintrag
über das Sondenschutzrohr 16 und Wärmeträgermedium 13 und führt
so zu einer optimalen, nahezu isobaren Enthalphiedifferenz.
Nach vollzogenem Phasenwechsel durch die Aggregatszustandsänderung
gelangt der Kältemitteldampf nach dem Thermosiphonprinzip zur Kondensator/Verdampfereinheit
6.
Der auf der Sekundärseite in der Kondensator/Verdampfereinheit
6 durch Kondensierung auf der Primärseite erzeugte Kältemitteldampf gelangt
über das Dampfrohr sekundär 7 zum Kältemittelverdichter 9 und
wird unter Zuhilfenahme elektrischer Antriebsenergie verdichtet, tritt über die
Heißgasleitung sekundär 10 aus, zu einer nicht näher dargestellten wassergekühlten
Kondensationseinheit, zur Erwärmung von Frischwasser und Heizungswasser, in einem
nicht dargestellten Technikraum innen 1.2 eines Gebäudes.
Der dabei verflüssigte Kältemitteldampf gelangt über die Flüssigkeitsleitung
sekundär 8 wieder zurück zur Kondensator/Verdampfereinheit 6 und
verdampft von neuem.
Die 1 und 2
lassen die wesentlichen Merkmale der Erfindung erkennen.
1- Wärmeerzeuger
1.1- Technikraum außen
1.2- Technikraum innen (nicht dargestellt}
2- Rohranschluss extern
2.1- Rohranschluss extern
3- Sondendampfrohr primär
4- Kondensatleitung primär
5- Abdeckung
6- Kondensator/Verdampfereinheit
7- Dampfrohr sekundär
8- Flüssigkeitsleitung sekundär
9- Kältemittelverdichter
10- Heißgasleitung sekundär
11- Schutzrohrverbindung
12- Verfüllung
13- Trägermedium
14- Sondenrohr außen
14.1- Sondenrohr innen
14.2- Kältemittelverteilerrohr
14.3- Kältemitteleinspritzung
15- Sondenrohrraum
16- Sondenschutzrohr
16.1- Sondenverfüllrohr
17- Kältemittel-Flüssigkeitseintritt
17.1- Kältemittelüberlauf
17.2- Kältemittelrohr-Ringraum
18- Kältemitteldampf-Hauptstrom
18.1- Kältemitteldampf-Nebenstrom
19- Bohrloch
20- Sondenfußteil
21- Sondenschutzrohr-Fußteil
22- Trägermediumrohr
22.1- Trägermediumrohr
23- Sondenkopfteil
24- Erdreich
25- Belüftungsrohr
25.1- Entlüftungsrohr