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Dokumentenidentifikation DE69826507T2 29.09.2005
EP-Veröffentlichungsnummer 0001025340
Titel VERFAHREN UND SYSTEM ZUR ERLEICHTERUNG VON RETTUNGS- UND EVAKUIERUNGSMASSNAHMEN AUS GESCHLOSSENEN RÄUMEN
Anmelder Argo Survival System A.S., Oslo, NO
Erfinder HAALAND, Svein, N-1087 Oslo, NO
Vertreter Glawe, Delfs, Moll, Patentanwälte, 80538 München
DE-Aktenzeichen 69826507
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 05.03.1998
EP-Aktenzeichen 989044508
WO-Anmeldetag 05.03.1998
PCT-Aktenzeichen PCT/NO98/00070
WO-Veröffentlichungsnummer 0098040607
WO-Veröffentlichungsdatum 17.09.1998
EP-Offenlegungsdatum 09.08.2000
EP date of grant 22.09.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 29.09.2005
IPC-Hauptklasse E21F 11/00

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und ein System zum Erleichtern von Rettungsarbeit in und zum Evakuieren von Menschen aus geschlossenen Räumen, wie z. B. Tunneln und insbesondere während Situationen mit Feuer und Rauchemission.

Die Evakuierung von Menschen von Tunneln und anderen geschlossenen Räumen während eines Feuers beinhaltet viele Probleme, insbesondere, wenn die Rauchemission beträchtlich ist. Moderne Tunnel sind häufig mit Gehwegen oder Randleisten, Gesimsen oder Mauerbrüstungen entlang den Seitenwänden versehen, um die Evakuierung zu erleichtern. Während Umständen mit Feuer wird der Tunnel praktisch innerhalb kurzer Zeit mit Rauch gefüllt werden. Personen in diesem Bereich werden daher Probleme haben, die Gehwege zu finden, und können nicht ohne Probleme durch solche Einrichtungen zu sichereren Bereichen geführt werden.

Obwohl diese Erfindung entwickelt worden ist, innerhalb von Tunneln verwendet zu werden, kann sie auch in Verbindung mit anderen geschlossenen Räumen wie z. B. Maschinenräumen, Gängen und Kabinen, an Bord von Schiffen und auf Plattformen verwendet werden. Alles, was in der folgenden Beschreibung über den Gebrauch mit Tunneln gesagt wird, kann daher erweitert werden, auch in Verbindung mit anderen Typen von geschlossenen Räumen verwendet zu werden, wo sich Personen aufhalten oder durchgehen. Sogar, wenn Licht in vielen Tunneln installiert ist, werden die Lichtstrahlen durch Rauchteilchen abgeschwächt und gestreut, so dass Licht für anwesende Menschen keine hilfreiche Information liefert. Außerdem werden die elektrischen Leitungen, die solche Lichtquellen mit Strom versorgen, während eines Feuers häufig beschädigt, oder das Feuer kann sogar in solchen Leitungen und Kabeln beginnen. Daher werden Licht und möglicherweise installierte Gebläse, die sonst einiges vom Rauch entfernt haben würden, fehlerhaft sein.

Das Ziel der vorliegenden Erfindung besteht hauptsächlich darin, innerhalb Gebieten oder Bereichen in Tunneln während eines Feuers eine bessere Sicht zu geben und gleichzeitig eine nützlichere Luftqualität in diesen Gebieten zu erzeugen, so dass Personen innerhalb des Tunnels sich leichter zu sicheren Gebieten innerhalb des Tunnels bewegen können oder vorzugsweise den Tunnel vollständig verlassen können. Die Gebiete mit erhöhter Sicht und verbesserten Möglichkeiten zum Atmen werden auch die Arbeit für das Rettungspersonal erleichtern, das leichter die Schäden verstehen kann und leichter seinen Weg zum Ort des Unfalls finden kann.

Innerhalb einiger existierender Tunnel ist eine Lüftungsanlage installiert worden. In diesem Zusammenhang kann Bezug genommen werden auf das US-Patent 1,643,868, das ein Lüftungssystem für Tunnel beschreibt, bei dem Luftleitungen unterhalb des Schienenbetts vorgesehen sind, wobei Lufteinlässe angeordnet sind, wo die Leitungen im Freien enden, und Rückführleitungen einschließlich Gebläsen entlang der Tunneloberseite angeordnet sind. Es sollte hervorgehoben werden, dass solche Lüftungssysteme ziemlich teuer sind, da sie Leitungen sowohl im Boden des Tunnels für die Luftzufuhr als auch Leitungen an der Tunneloberseite für verbrauchte Luft aufweisen, während gleichzeitig beide Typen von Leitungen Gebläse oder Pumpen erfordern, um die Luftzirkulation aufrechtzuerhalten. In diesem Patent ist nicht die Luftmenge angegeben, die während einer gewissen Zeitperiode durch das System hindurchgeleitet werden muss; solche Bedingungen sind aber zum Beispiel in der schwedischen Veröffentlichung Nr. 406 791 erwähnt, in der angegeben ist, dass die Luftmenge stark variiert und unabhängig vom Verkehr durch den Tunnel ist, jedoch bis zu 100 m3 pro Sekunde betragen kann. Lüftungssysteme geben normalerweise eine so starke Luftzirkulation oder Luftwechsel innerhalb des Tunnels, dass sich ein mögliches Feuer aufgrund der Zufuhr von frischem Sauerstoff verstärken wird und demgemäss Rauch erzeugt, der leicht über eine größere Länge des Tunnels verteilt werden kann als in entsprechenden Anlagen ohne Lüftung. Existierende Lüftungsanlagen sind auch nicht ausgebildet, um enge Bereiche höhere Luftqualität entlang des Tunnels zu bieten.

Aus der Bergwerkindustrie ist es vorbekannt, Einrichtungen für Schutz von Personal gegen Feuerdunst anzuordnen, das sich in dem Bergwerk ansammeln kann. Im deutschen Patent Nr. 1 948 278 ist ein Zelt beschrieben, das in der Bereitschaftsstellung entlang der Minenwand zusammengelegt sein kann, aber jedoch während Notfallbedingungen ausgebreitet werden kann und mit Druckluft versorgt werden kann, vorzugsweise von einer oberen Zeltstange innerhalb des Zelts.

Wenn moderne Strassen- und Eisenbahntunnel mit starkem Verkehr in Betracht gezogen werden, sollte hervorgehoben werden, dass Personen, die sich in solchen Tunneln befinden, wenn ein Feuer mit gesundheitsschädlichem Rauch- und Gasemissionen anfängt, in der Regel keine besonderen Mittel haben werden, die dazu ausgebildet sind, sie herauszubringen oder sie von einem gefährlichem Gebiet zu sichereren Bereichen oder möglicherweise völlig aus dem Tunnel herauszuführen.

Sicherheitsanlagen, die heutzutage geplant oder betrieben werden, z. B. in langen Straßentunneln, beruhen nur auf Alarmsystemen und Kommunikationssystemen. Demgemäss sind sowohl Detektionssysteme zum Detektierten von Rauch und gefährlichen Gasen und auch Systeme zum Warnen gegen solche nachteiligen Bedingungen am Tunneleingang entwickelt worden, um Menschen daran zu hindern, in schädliche und gefährliche Bereiche zu fahren, und es sind auch Telekommunikationsanlagen einschließlich Notfalltelefonen entwickelt worden, von denen es möglich ist, um Hilfe von Unterstützungsstationen zu bitten.

Wenn moderne Straßentunnel und andere Tunnel mit starkem Verkehr, die häufig mit Gegenverkehr innerhalb einer einzigen Tunnelröhre ausgebildet sind, betrachtet werden, wird eine Kollision häufig zu schweren Schäden führen, da beide Verkehrsspuren innerhalb des Tunnels blockiert werden und das Warnsystem nicht rechtzeitig Reisende daran hindern wird, in den Tunnel von beiden Seiten einzufahren. Während solcher Bedingungen und wenn sich ein Feuer in beschädigten Fahrzeugen entwickelt, werden alle Personen innerhalb des Tunnels Lebensgefahr ausgesetzt sein, und gleichzeitig wird der Zugang für Rettungskräfte durch die vielen Fahrzeuge und die Rauchemission einschließlich giftiger Feuergase versperrt.

Der Typ von Katastrophen, der in langen Tunneln mit starkem modernen Verkehr stattfindet, kann nicht durch Lösungen gemäß dem erwähnten Stand der Technik vermieden werden. In Abhängigkeit von den Umständen können vorbekannte Lüftungsanlagen die Bedingungen verschlimmern und demgemäss die Möglichkeiten für Überleben innerhalb des Tunnels verringern, da eine kräftige Luftzufuhr über eine Lüftungsanlage das Feuer anfachen wird, wenn es einmal begonnen hat. In ähnlicher Weise kann eine verhältnismäßig starke Luftströmung zu einer schnelleren Beförderung der Rauchgase entlang des gesamten Tunnels führen, so dass er mit Rauch gefüllt ist und noch gefährlichere Situationen entstehen, sogar bei großen Entfernungen von einem möglichen Feuer.

Die vorliegende Erfindung will den Zugang für Rettungs- und Unterstützungskräfte in den Tunneln erleichtern, um verletzten Menschen zu helfen, und gleichzeitig wird die Sicht und die Zufuhr frischer Luft ausreichend sein, so dass Personen, die nicht verletzt sind, sich selbst in sichere Zonen bewege können, ohne dass sie schädlichen Konzentrationen von Feuergasen ausgesetzt werden, sogar wenn die verbleibenden Teile des Querschnitts des Tunnels im wesentlichen mit Rauch gefüllt sind.

Ein weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung, und dann insbesondere bezogen auf spezielle Ausführungsformen derselben, ist es, eine Notbeleuchtung entlang den Strecken mit erhöhter Sicht zu schaffen, und insbesondere eine Notbeleuchtung eines Typs, der keine getrennte Stromversorgung benötigt und wo die Stromversorgung nicht sehr verletzlich durch hohe lokale Temperaturen ist.

Ein weiteres Ziel der Erfindung ist es, wenigstens einen Bereich, der eine annehmbare Sicht und annehmbare Frischluftzufuhr hat, von dem mit Rauch gefüllten Bereich des Tunnels abzuschirmen, und dann vorzugsweise mit Hilfe von Abschirmungen, die auch gegen Wärmestrahlung schützen können.

Schließlich ist es ein Ziel der Erfindung, Mittel zu schaffen, um zum Entfernen von Rauch und Rußteilchen von den Evakuierungszonen beizutragen, während gleichzeitig diese Mittel zu einer besseren Sicht und Schutz gegen Wärmestrahlung beitragen.

Erfindungsgemäß wird ein Verfahren und ein System zum Erleichtern von Rettungsarbeiten in und zum Evakuieren von Menschen von geschlossenen Räumen, wie z. B. Tunneln oder Gängen (1) geschaffen, insbesondere während Feuerumständen und Rauchemission, wobei, wenigstens wenn die Rauchemission begonnen hat, frische Luft durch verschiedene Düsen (11) an beabstandeten Orten innerhalb des geschlossenen Raums (1) eingeführt wird, so dass eine ununterbrochene Zone gebildet wird, die frische Luft aufweist, welche Zone für die Rettungsarbeiten verwendet werden kann, und die dadurch gekennzeichneten, dass auch eine Menge von Wasser von und nahe bei, vorzugsweise oberhalb der Zone eingeführt und zerstäubt wird, wo frische Luft eingeführt wird.

Es sollte bemerkt werden, dass die bevorzugte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung auch die einfachste, zuverlässigste und am wenigsten teuerste Ausführungsform ist, die auch in allen existierenden und auch in neuen Tunnelanlagen ohne große Kosten verwendet werden kann. Diese Lösung wird jedoch gleichzeitig Zonen mit relativ frischer Luft und relativ guter Sicht schaffen, welche Zonen sowohl durch Rettungspersonal auf ihrem Weg in den Tunnel als auch durch verletzte Menschen auf ihrem Weg aus dem Tunnel benutzt werden können, und wobei gleichzeitig diese Lösung Wartezonen schaffen wird, die zum Ausruhen und zur medizinischen Untersuchung von verletzten Menschen angepasst sind, bevor der Transport heraus in die frische Luft stattfindet. Die bevorzugte Lösung schließt nur Merkmale an, wie sie in Anspruch 4 angegeben sind.

Höhere entwickelte Lösungen können ebenfalls erzeugt werden und werden in großen Tunnelanlangen bevorzugt sein. Solche Lösungen werden auch von einem Verfahren und einem System gemäß den unten angegebenen Ansprüchen verstanden werden.

Um ein besseres Verständnis der Erfindung zu geben, wird auf die detaillierten unten angegebenen Ausführungsformen und auf die beigefügten Zeichnungen verwiesen, in denen:

1 einen Querschnitt durch einen Straßenverkehrtunnel darstellt, der mit einem System der vorliegenden Erfindung versehen ist.

In der Figur sind einige der Details weggelassen, die erforderlich sein können, um eine praktische Implementierung des Systems zu ermöglichen, um überfrachtete Zeichnungen einschließlich unnötiger Details zu vermeiden. Auch der Maßstab ist nicht notwendigerweise für die unterschiedlichen Komponenten derselbe.

Die Hauptprinzipien der Erfindung werden kurz in Verbindung mit einer Ausführungsform erläutert, die in 1 gezeigt ist, in der der Querschnitt durch einen Tunnel mit Evakuierungsausrüstung gemäß der Erfindung dargestellt ist.

Ein Querschnitt durch einen Straßenverkehrtunnel 1 ist in 1 gezeigt, der eine Fahrbahn 2, Gehwege 3, 4, eine Tragwand 5, eine Luftröhre 6, mit Luft betriebene Lampen 7 und ein Wasserrohr 8 mit Düsen 9 einschließt. In 1 ist der Querschnitt eines Gangs oder eines Evakuierungswegs 10 auch mit gepunkteten Linien angenommen, jedoch nur, um den Ort der Evakuierungszonen zu zeigen. Der Gang kann mit oder ohne physikalische Begrenzungen zur Umgebung gebaut sein.

Die Hauptidee besteht darin, Luftzufuhrröhren 6 von verhältnismäßig großen Abmessungen innerhalb des Tunnels 1 vorzusehen, vorzugsweise in der normalen Höhe einer Person oder oberhalb derselben. Diese Röhren 6 sind mit (nicht gezeigten) Aggregaten verbunden, die innerhalb von Schächten oder völlig außerhalb des Tunnels 1 angeordnet sein können, und diese Aggregate, die auf irgendeine konventionelle Weise durch Verbrennungskraftmaschinen und/oder elektrische Motoren betrieben sein können, sind auf solche Weise hergestellt und verbunden, dass sie große Mengen von frischer Luft in die Röhren 6 einblasen können, die vorzugsweise im wesentlichen entlang der gesamten Tunnellänge angeordnet sind. Die Aggregate müssen nicht ununterbrochen betrieben werden, sondern können automatisch oder von Hand in Betrieb gesetzt werden, sobald irgendein Zeichen von Feuer auftritt. Ebenso kann die Luftröhre 6, die verwendet wird, die Röhre sein, die normalerweise für Lüftung des Tunnels verwendet wird, und eine solche Lösung kann bevorzugt werden, da sichergestellt ist, dass die Röhre zu jeder Zeit verwendbar und benutzbar ist, und diese regelmäßig verwendete Röhre kann dann leicht, wenn eine Katastrophe oder ein Unfall stattfindet, in automatischer oder manueller Weise in eine andere Betriebsart umgeschaltet werden, so dass die Röhre dann als eine Luftröhre gemäß der vorliegenden Erfindung wirken kann.

Die Röhre oder die Röhren 6 ist (sind) in Übereinstimmung mit der vorliegenden Erfindung mit Öffnungen wie z. B. Ausnehmungen oder Düsen 11 in beabstandeten Intervallen entlang der Röhre versehen. Wenn das Aggregat (nicht gezeigt) arbeitet, wird Luft in die Röhre 6 geblasen werden, möglicherweise von beiden Seiten des Tunnels oder von einer Mehrzahl von Schächten entlang des Tunnels, und diese saubere Luft wird durch die Düsen 11 oder die Ausnehmungen entlang der Röhrenleitung herausgedrückt werden. Diese saubere oder frische Luft wird dann Rauch und Unreinigkeiten ersetzen und eine Zone verhältnismäßig sauberer Luft aufbauen, was zu einer erhöhten Überlebenschance entlang des Tunnels führt, und gleichzeitig werden die Personen in dem Tunnel sauberere Luft zum Atmen haben. Es ist wichtig, dass die Luftzufuhr pro Zeiteinheit richtig ist, d. h. so niedrig, dass ein wesentlicher Ventilationszug entlang des Tunnels erzeugt wird. Die Menge von zugeführter Luft für einen Tunnel, der eine normale Querschnittsfläche hat, kann ungefähr 50 l/min pro Meter des Tunnels sein. Die Luftzufuhr sollte nicht so groß sein, dass Rauch im Tunnel stark verteilt wird.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform können eine oder mehrere solche Röhren 6, die aus Metall bestehen können, 2–3 Meter oberhalb eines Gehwegs 3, 4 angeordnet sein, der nahe bei der Tunnelwand angeordnet ist. Solche Luftzufuhrröhren können jedoch auch möglicherweise ziemlich weit unten auf dem Tunnelboden angeordnet sein, d. h. alleine oder als Ergänzung zur Röhren, die in höherer Höhe angebracht sind, um die Atmungsmöglichkeiten auf dem Bodenniveau zu verbessern.

Die Luftröhren 11 können von einem vorbekannten Typ sein, und jede einzelne Düse kann voreingestellt sein, eine geeignete Menge von Luft bei dem vorherrschenden Luftdruck innerhalb der Röhre 6 zu liefern, gerade dort, wo jede einzelne Düse angeordnet ist.

Das Evakuierungssystem kann vorzugsweise mit weiteren Maßnahmen versehen sein, die von großem Wert in Notfällen sein können.

Entlang der Röhre 6, die frische Luft mit einigem Überdruck liefert, können Lampen 7 angeordnet werden, die durch die Zufuhr von unter Druck stehender Luft betrieben werden und von einem Typ sind, der in Verbindung mit dem Bergbau an sich bekannt ist. Wenn der Druck innerhalb der Röhre 6 ausreichend ist, solche Lampen 7 zu betreiben, können die Lampen z. B. in Verbindung mit einigen oder allen Düsenöffnungen 11 angeordnet sein, die in allen Fällen frische Luft dem Bereich um die Röhre zuführen sollen. Wenn der Luftdruck innerhalb der Röhre nicht ausreichend ist, solche mit Luft betriebene Lampen 7. zu betreiben, können diese durch eine getrennte Versorgungsleitung (in der Figur nicht gezeigt) betrieben werden, die einen höheren Druck hat und an ein getrenntes Versorgungsaggregat oder eine getrennte Pumpe angepasst ist. Als Alternative kann die Luftzufuhrröhre entlang des gesamten Tunnels nur aus einer verhältnismäßig dünnen Metallröhre bestehen, die hauptsächlich für Betrieb der mit Druck betriebenen Lampen 7 dimensioniert und berechnet ist, und diese Röhre kann zusätzlich mit kleineren Düsen 11 versehen sein, die dazu ausgebildet sind, saubere Luft in den Tunnel an gewünschten Orten auszustoßen. Alle oder einige dieser Düsen können möglicherweise fernbetätigt sein, so dass genau die Düsen, die aktiviert werden sollen, von einem Überwachungszentrum entsprechend der gegenwärtigen Situation gesteuert werden können.

An mehreren Stellen entlang des Tunnels, d. h. in Verbindung mit allen oder einigen der Düsen 11 oder der Lampen 7 können Gebläse 13 angeordnet sein, die durch unter Druck stehende Luft betrieben werden, welche Gebläse im wesentlichen zwei Aufgaben übernehmen können, d. h. beim Entfernen von Rauch und Feuergasen aus dem Tunnel 1 heraus zu helfen oder zu helfen, Luft und Feuergase von den Tunnelwänden und dem Evakuierungsweg 10 zu entfernen, an dem die Gehwege 3, 4 angeordnet sind.

Schließlich schließt das System auch Wasserzufuhrmittel ein, die als ein Wasserrohr 8 ausgebildet sind, das mit damit verknüpften Düsen 9 entlang des Rohres versehen ist. Durch Abgabe von zerstäubten Wassertropfen kann eine leistungsfähige Kühlung erhalten werden, die wesentlich sein kann, wenn Personen von einem Tunnelfeuer gerettet werden sollen, und die kleinen schwebenen Wassertröpfchen werden an Rauch und Rußteilchen in der Luft anhaften und Niederschlag derselben bewirken, was wiederum die Überlebenschancen innerhalb des Tunnels erhöht. Solche Wasserdüsen 9 können ebenfalls voreingestellt und möglicherweise fernbetrieben sein, so dass sie entsprechend der vorliegenden Situation geöffnet/geschlossen oder gesteuert werden können.

Weitere Details können in Verbindung mit dieser Idee erwähnt werden, z. B. Verwendung von Alvenius-Röhren mit schnellen Kupplungsverbindungen, und die Möglichkeit, Evakuierungstaschen anzuordnen, die innerhalb des Tunnels sichere Zonen darstellen, während Gebläse 13 Rauchgase zu anderen Zonen bewegen werden.

An lokalen Stellen innerhalb des Tunnels können die mit Luft gefüllten Röhren 6 in Röhrenabschnitte oder Tunnelabschnitte hinausführen, die mit Eingängen mit Luftschleusen vorgesehen sind, die so große Querschnittsabmessungen haben, dass sich Personen in diese Röhren und innen entlang dieser Röhrenabschnitte zu sichereren Zonen oder zu sichereren „Schutzräumen" mit frischer Luftzufuhr bewegen können, von welchen Zonen oder Räumen verletzte Personen später mit Hilfe von Fahrzeugen oder dergleichen aufgesammelt werden können.

Zonen wie z. B. Gänge 10 mit einer niedrigen Rauchintensität und Frischluftzufuhr können auch physisch von der Umgebung mit Hilfe von Vorhängen 12 abgegrenzt sein, die herabgezogen oder abgerollt werden können und die möglicherweise befeuchtet werden können.

Die Kapazität von Aggregaten, Pumpen, Düsen und Ventilen kann in jedem einzelnen Fall berechnet werden. Lange Tunnel können in Abschnitte aufgeteilt werden, die mit Luft/Wasser getrennt vom Tunneleingang oder von unterschiedlichen Schächten oder Querverbindungen versorgt werden können.

Das System weist in seiner einfachsten Ausführungsform nur eine einzige Luftröhre 6 auf, die eine verhältnismäßig große Transportkapazität hat und mit fest angeordneten vorjustierten und voreingestellten Düsen 11 ausgebildet ist, die in Intervallen entlang der Röhre angeordnet sind. Diese Düsen werden normalerweise auf solche Weise justiert, dass die Düse nahe dem Kompressor eine kleine Düsenöffnung haben wird, während die Düsen, die in große Entfernung vom Kompressor angeordnet sind, so justiert werden, dass sie eine etwas größere Düsenöffnung haben. Diese Bedingungen werden justiert, so dass in der Hauptsache dieselbe Luftströmung von allen Düsen entlang der Röhrenleitung enthalten wird. Wenn lange Tunnel in Betracht gezogen werden, kann die Anlage natürlich in mehrere unabhängige Abschnitte aufgeteilt werden. Für relativ kurze Tunnel, wo keine Überwachungssysteme zur Verfügung stehen, wird es eine einfache Lösung sein, die erwähnten unterschiedlichen Maßnahmen mit der Möglichkeit für manuellen Start oder manuelle Auslösung zu implementieren. Es sollte bemerkt werden, dass die Menge der verwendeten Luft in Bezug auf die fragliche Tunnelanlage justiert werden sollte, und in allen Fällen auch auf solche Weise, dass die Luftzufuhr nicht eine starke Luftströmung innerhalb des Tunnels ergibt, sondern nur eine ausreichende Zufuhr von Frischluft, so dass die Sichtbarkeit erhöht wird und es möglich ist, nahe bei der Luftröhre 6 zu atmen. Die angenommene Luftzufuhr von ungefähr 50 l/min pro laufenden Meter des Tunnels ist als nützlicher Wert für Straßenverkehrstunnel gefunden worden, der zwei entgegengesetzt gerichtete Fahrbahnen hat. Diese Luftzufuhr ist jedoch nicht kritisch, da die Bedingungen für einen verhältnismäßig großen Bereich von Luftzufuhrwerten annehmbar sein werden, solange wie die Luftzufuhr nicht einen starken Luftzug in Zonen innerhalb des Tunnels erzeugt. Über die Düsen kann ein differentieller Druck von wenigstens 4 Bar verwendet werden.

In Verbindung mit großen Tunnelanlagen mit Überwachungsräumen und Überwachung mit Hilfe von Detektoren und möglicherweise Videokameras kann Start und Steuerung der Anlage auch von einem solchen Kontrollraum aus unternommen werden. In solchen Fällen kann es bevorzugt sein, Düsen zu verwenden, die durch Öffnen/Schließen, Steuern fernbetätigt sind, so dass der Betrieb entsprechend dem vorliegenden Unfall eingestellt werden kann.

Wenn die Wasserzufuhr betrachtet wird, so sollte diese nicht übermäßig sein, sondern nur ausreichend, einen kleinen Bereich mit zerstäubtem Wasser nahe der Evakuierungszone zu erzeugen. Versuche haben gezeigt, dass eine Wasserzufuhr von ungefähr 100 l/h für jeden Tunnelmeter für einen Straßenverkehrstunnel üblicher Abmessungen geeignet sein kann.

Die Inbetriebsetzung oder der Start der Anlage kann automatisch stattfinden, gesteuert durch Rauch, Temperatur und/oder Fotodetektoren; es kann ein manueller Start verwendet werden, der durch Menschen in Tunneln oder durch Überwachungspersonal gesteuert wird, z. B. von getrennten Bedienungsräumen.

Wie dies oben erwähnt wurde, kann das Verfahren und das System auch für andere geschlossene Räume verwendet werden, wo sich Menschen aufhalten oder hindurchgehen müssen während Feuer oder anderen Umständen mit Rauch und/oder Gasemission.

Das System kann so konstruiert werden, dass es entsprechend der gegenwärtigen Situation aktiviert wird, oder auf solche Weise, dass es immer arbeitet. Bei Dauerbetrieb besteht keine Gefahr, dass das System, wenn es selten benötigt wird, ohne Warnung nicht angemessen arbeiten wird.


Anspruch[de]
  1. Verfahren zum Erleichtern von Rettungsarbeiten in und des Evakuierens von Menschen von geschlossenen Räumen, wie z. B. Tunneln oder Gängen (1), insbesondere während Feuerumständen und Rauchemission, wobei wenigstens, wenn die Rauchemission begonnen hat, frische Luft durch mehrere Düsen (11) an beabstandeten Stellen innerhalb des geschlossenen Raums (1) eingeführt wird, so dass eine durchgehenden Zone, die frische Luft enthält, gebildet wird, welche Zone für Rettungsarbeiten verwendet werden kann, und das dadurch gekennzeichnet ist, dass auch eine Wassermenge eingeleitet und von nahe bei und vorzugsweise oberhalb der Zone zerstäubt wird, wo frische Luft eingeleitet wird.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem die Luftströmung oder die Wasserströmung, die durch die entsprechenden Düsen (11, 9) hindurchgeht, auch für Betrieb von Dynamos verwendet wird, die Strom zu Notlampen (7) liefern.
  3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, bei dem die Luft und/oder das Wasser, die durch ihre entsprechenden Düsen (11, 9) in den Raum (1) heraus hindurchgehen, dazu verwendet werden, Gebläse (13) zu betreiben.
  4. System, das dazu ausgebildet ist, die Evakuierung von Menschen von geschlossenen Räumen wie z. B. Tunneln oder Gängen (1) zu erleichtern, insbesondere während Feuerumständen und Rauchemission, welches System Rohrmittel (6) aufweist, welche Rohrmittel mit einer Mehrzahl von Düsen oder Öffnungen (11) versehen sind, die in vorbestimmten Abständen entlang der Röhrenmittel (6) angeordnet sind, durch die Luft von den Rohrmitteln (6) und in den Raum (1) abgegeben werden kann, so dass Rauch von der nahen Umgebung der Rohrmittel (6) ausreichend verdrängt wird, um Atmen und Sehen während des Evakuierungsvorgangs zu ermöglichen, welches System auch Mittel zum Zuführen und Einleiten von Luft durch die Rohrmittel (6) von einer äußeren Quelle in den Raum (1) mit einem gewissen Überdruck aufweist, und das weiter dadurch gekennzeichnet ist, dass Mittel zum Einleiten einer Menge von Wasser und zum Zerstäuben des Wassers von und nahe bei der Zone, vorzugsweise oberhalb derselben, wo Luft eingeleitet wird, vorgesehen sind.
  5. System nach Anspruch 4, bei dem druckbetriebene Lampen (7) mit den Rohrmitteln (6) verknüpft sind.
  6. System nach einem der Ansprüche 4 oder 5, in dem druckbetriebene Gebläse (13) mit den Rohrmitteln (6) verknüpft sind.
  7. System nach einem der Ansprüche 4 bis 6, in dem Wasserzuführungsleitungen (8), die mit nach außen in den Raum (1) gerichteten Zerstäubungsdüsen (9) versehen sind, mit den Rohrmitteln (6) verknüpft sind, z. B. entlang oder innerhalb der Rohrmittel.
  8. System nach einem der Ansprüche 4 bis 7, bei dem die Rohrmittel (6) entlang einer kürzeren oder längeren Entfernung eine so große Querschnittsfläche haben, dass sich Menschen innerhalb des Rohrs (6) bewegen oder sich darin aufhalten können, da die Rohrmittel an diesen Stellen mit wenigstens einer Eingangsluftschleuse versehen sind.
  9. System nach einem der Ansprüche 4 bis 8, bei dem auseinanderziehbare oder entfaltbare Rauchvorhänge (12) mit den Rohrmitteln (6) verknüpft oder nahe bei denselben angeordnet sind.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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