Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und ein System zum
Erleichtern von Rettungsarbeit in und zum Evakuieren von Menschen aus geschlossenen
Räumen, wie z. B. Tunneln und insbesondere während Situationen mit Feuer und Rauchemission.
Die Evakuierung von Menschen von Tunneln und anderen geschlossenen
Räumen während eines Feuers beinhaltet viele Probleme, insbesondere, wenn die Rauchemission
beträchtlich ist. Moderne Tunnel sind häufig mit Gehwegen oder Randleisten, Gesimsen
oder Mauerbrüstungen entlang den Seitenwänden versehen, um die Evakuierung zu erleichtern.
Während Umständen mit Feuer wird der Tunnel praktisch innerhalb kurzer Zeit mit
Rauch gefüllt werden. Personen in diesem Bereich werden daher Probleme haben, die
Gehwege zu finden, und können nicht ohne Probleme durch solche Einrichtungen zu
sichereren Bereichen geführt werden.
Obwohl diese Erfindung entwickelt worden ist, innerhalb von Tunneln
verwendet zu werden, kann sie auch in Verbindung mit anderen geschlossenen Räumen
wie z. B. Maschinenräumen, Gängen und Kabinen, an Bord von Schiffen und auf Plattformen
verwendet werden. Alles, was in der folgenden Beschreibung über den Gebrauch mit
Tunneln gesagt wird, kann daher erweitert werden, auch in Verbindung mit anderen
Typen von geschlossenen Räumen verwendet zu werden, wo sich Personen aufhalten oder
durchgehen. Sogar, wenn Licht in vielen Tunneln installiert ist, werden die Lichtstrahlen
durch Rauchteilchen abgeschwächt und gestreut, so dass Licht für anwesende Menschen
keine hilfreiche Information liefert. Außerdem werden die elektrischen Leitungen,
die solche Lichtquellen mit Strom versorgen, während eines Feuers häufig beschädigt,
oder das Feuer kann sogar in solchen Leitungen und Kabeln beginnen. Daher werden
Licht und möglicherweise installierte Gebläse, die sonst einiges vom Rauch entfernt
haben würden, fehlerhaft sein.
Das Ziel der vorliegenden Erfindung besteht hauptsächlich darin, innerhalb
Gebieten oder Bereichen in Tunneln während eines Feuers eine bessere Sicht zu geben
und gleichzeitig eine nützlichere Luftqualität in diesen Gebieten zu erzeugen, so
dass Personen innerhalb des Tunnels sich leichter zu sicheren Gebieten innerhalb
des Tunnels bewegen können oder vorzugsweise den Tunnel vollständig verlassen können.
Die Gebiete mit erhöhter Sicht und verbesserten Möglichkeiten zum Atmen werden auch
die Arbeit für das Rettungspersonal erleichtern, das leichter die Schäden verstehen
kann und leichter seinen Weg zum Ort des Unfalls finden kann.
Innerhalb einiger existierender Tunnel ist eine Lüftungsanlage installiert
worden. In diesem Zusammenhang kann Bezug genommen werden auf das US-Patent 1,643,868,
das ein Lüftungssystem für Tunnel beschreibt, bei dem Luftleitungen unterhalb des
Schienenbetts vorgesehen sind, wobei Lufteinlässe angeordnet sind, wo die Leitungen
im Freien enden, und Rückführleitungen einschließlich Gebläsen entlang der Tunneloberseite
angeordnet sind. Es sollte hervorgehoben werden, dass solche Lüftungssysteme ziemlich
teuer sind, da sie Leitungen sowohl im Boden des Tunnels für die Luftzufuhr als
auch Leitungen an der Tunneloberseite für verbrauchte Luft aufweisen, während gleichzeitig
beide Typen von Leitungen Gebläse oder Pumpen erfordern, um die Luftzirkulation
aufrechtzuerhalten. In diesem Patent ist nicht die Luftmenge angegeben, die während
einer gewissen Zeitperiode durch das System hindurchgeleitet werden muss; solche
Bedingungen sind aber zum Beispiel in der schwedischen Veröffentlichung Nr. 406
791 erwähnt, in der angegeben ist, dass die Luftmenge stark variiert und unabhängig
vom Verkehr durch den Tunnel ist, jedoch bis zu 100 m3 pro Sekunde betragen
kann. Lüftungssysteme geben normalerweise eine so starke Luftzirkulation oder Luftwechsel
innerhalb des Tunnels, dass sich ein mögliches Feuer aufgrund der Zufuhr von frischem
Sauerstoff verstärken wird und demgemäss Rauch erzeugt, der leicht über eine größere
Länge des Tunnels verteilt werden kann als in entsprechenden Anlagen ohne Lüftung.
Existierende Lüftungsanlagen sind auch nicht ausgebildet, um enge Bereiche höhere
Luftqualität entlang des Tunnels zu bieten.
Aus der Bergwerkindustrie ist es vorbekannt, Einrichtungen für Schutz
von Personal gegen Feuerdunst anzuordnen, das sich in dem Bergwerk ansammeln kann.
Im deutschen Patent Nr. 1 948 278 ist ein Zelt beschrieben, das in der Bereitschaftsstellung
entlang der Minenwand zusammengelegt sein kann, aber jedoch während Notfallbedingungen
ausgebreitet werden kann und mit Druckluft versorgt werden kann, vorzugsweise von
einer oberen Zeltstange innerhalb des Zelts.
Wenn moderne Strassen- und Eisenbahntunnel mit starkem Verkehr in
Betracht gezogen werden, sollte hervorgehoben werden, dass Personen, die sich in
solchen Tunneln befinden, wenn ein Feuer mit gesundheitsschädlichem Rauch- und Gasemissionen
anfängt, in der Regel keine besonderen Mittel haben werden, die dazu ausgebildet
sind, sie herauszubringen oder sie von einem gefährlichem Gebiet zu sichereren Bereichen
oder möglicherweise völlig aus dem Tunnel herauszuführen.
Sicherheitsanlagen, die heutzutage geplant oder betrieben werden,
z. B. in langen Straßentunneln, beruhen nur auf Alarmsystemen und Kommunikationssystemen.
Demgemäss sind sowohl Detektionssysteme zum Detektierten von Rauch und gefährlichen
Gasen und auch Systeme zum Warnen gegen solche nachteiligen Bedingungen am Tunneleingang
entwickelt worden, um Menschen daran zu hindern, in schädliche und gefährliche Bereiche
zu fahren, und es sind auch Telekommunikationsanlagen einschließlich Notfalltelefonen
entwickelt worden, von denen es möglich ist, um Hilfe von Unterstützungsstationen
zu bitten.
Wenn moderne Straßentunnel und andere Tunnel mit starkem Verkehr,
die häufig mit Gegenverkehr innerhalb einer einzigen Tunnelröhre ausgebildet sind,
betrachtet werden, wird eine Kollision häufig zu schweren Schäden führen, da beide
Verkehrsspuren innerhalb des Tunnels blockiert werden und das Warnsystem nicht rechtzeitig
Reisende daran hindern wird, in den Tunnel von beiden Seiten einzufahren. Während
solcher Bedingungen und wenn sich ein Feuer in beschädigten Fahrzeugen entwickelt,
werden alle Personen innerhalb des Tunnels Lebensgefahr ausgesetzt sein, und gleichzeitig
wird der Zugang für Rettungskräfte durch die vielen Fahrzeuge und die Rauchemission
einschließlich giftiger Feuergase versperrt.
Der Typ von Katastrophen, der in langen Tunneln mit starkem modernen
Verkehr stattfindet, kann nicht durch Lösungen gemäß dem erwähnten Stand der Technik
vermieden werden. In Abhängigkeit von den Umständen können vorbekannte Lüftungsanlagen
die Bedingungen verschlimmern und demgemäss die Möglichkeiten für Überleben innerhalb
des Tunnels verringern, da eine kräftige Luftzufuhr über eine Lüftungsanlage das
Feuer anfachen wird, wenn es einmal begonnen hat. In ähnlicher Weise kann eine verhältnismäßig
starke Luftströmung zu einer schnelleren Beförderung der Rauchgase entlang des gesamten
Tunnels führen, so dass er mit Rauch gefüllt ist und noch gefährlichere Situationen
entstehen, sogar bei großen Entfernungen von einem möglichen Feuer.
Die vorliegende Erfindung will den Zugang für Rettungs- und Unterstützungskräfte
in den Tunneln erleichtern, um verletzten Menschen zu helfen, und gleichzeitig wird
die Sicht und die Zufuhr frischer Luft ausreichend sein, so dass Personen, die nicht
verletzt sind, sich selbst in sichere Zonen bewege können, ohne dass sie schädlichen
Konzentrationen von Feuergasen ausgesetzt werden, sogar wenn die verbleibenden Teile
des Querschnitts des Tunnels im wesentlichen mit Rauch gefüllt sind.
Ein weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung, und dann insbesondere
bezogen auf spezielle Ausführungsformen derselben, ist es, eine Notbeleuchtung entlang
den Strecken mit erhöhter Sicht zu schaffen, und insbesondere eine Notbeleuchtung
eines Typs, der keine getrennte Stromversorgung benötigt und wo die Stromversorgung
nicht sehr verletzlich durch hohe lokale Temperaturen ist.
Ein weiteres Ziel der Erfindung ist es, wenigstens einen Bereich,
der eine annehmbare Sicht und annehmbare Frischluftzufuhr hat, von dem mit Rauch
gefüllten Bereich des Tunnels abzuschirmen, und dann vorzugsweise mit Hilfe von
Abschirmungen, die auch gegen Wärmestrahlung schützen können.
Schließlich ist es ein Ziel der Erfindung, Mittel zu schaffen, um
zum Entfernen von Rauch und Rußteilchen von den Evakuierungszonen beizutragen, während
gleichzeitig diese Mittel zu einer besseren Sicht und Schutz gegen Wärmestrahlung
beitragen.
Erfindungsgemäß wird ein Verfahren und ein System zum Erleichtern
von Rettungsarbeiten in und zum Evakuieren von Menschen von geschlossenen Räumen,
wie z. B. Tunneln oder Gängen (1) geschaffen, insbesondere während Feuerumständen
und Rauchemission, wobei, wenigstens wenn die Rauchemission begonnen hat, frische
Luft durch verschiedene Düsen (11) an beabstandeten Orten innerhalb des
geschlossenen Raums (1) eingeführt wird, so dass eine ununterbrochene Zone
gebildet wird, die frische Luft aufweist, welche Zone für die Rettungsarbeiten verwendet
werden kann, und die dadurch gekennzeichneten, dass auch eine Menge von Wasser von
und nahe bei, vorzugsweise oberhalb der Zone eingeführt und zerstäubt wird, wo frische
Luft eingeführt wird.
Es sollte bemerkt werden, dass die bevorzugte Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung auch die einfachste, zuverlässigste und am wenigsten teuerste
Ausführungsform ist, die auch in allen existierenden und auch in neuen Tunnelanlagen
ohne große Kosten verwendet werden kann. Diese Lösung wird jedoch gleichzeitig Zonen
mit relativ frischer Luft und relativ guter Sicht schaffen, welche Zonen sowohl
durch Rettungspersonal auf ihrem Weg in den Tunnel als auch durch verletzte Menschen
auf ihrem Weg aus dem Tunnel benutzt werden können, und wobei gleichzeitig diese
Lösung Wartezonen schaffen wird, die zum Ausruhen und zur medizinischen Untersuchung
von verletzten Menschen angepasst sind, bevor der Transport heraus in die frische
Luft stattfindet. Die bevorzugte Lösung schließt nur Merkmale an, wie sie in Anspruch
4 angegeben sind.
Höhere entwickelte Lösungen können ebenfalls erzeugt werden und werden
in großen Tunnelanlangen bevorzugt sein. Solche Lösungen werden auch von einem Verfahren
und einem System gemäß den unten angegebenen Ansprüchen verstanden werden.
Um ein besseres Verständnis der Erfindung zu geben, wird auf die detaillierten
unten angegebenen Ausführungsformen und auf die beigefügten Zeichnungen verwiesen,
in denen:
1 einen Querschnitt durch einen Straßenverkehrtunnel
darstellt, der mit einem System der vorliegenden Erfindung versehen ist.
In der Figur sind einige der Details weggelassen, die erforderlich
sein können, um eine praktische Implementierung des Systems zu ermöglichen, um überfrachtete
Zeichnungen einschließlich unnötiger Details zu vermeiden. Auch der Maßstab ist
nicht notwendigerweise für die unterschiedlichen Komponenten derselbe.
Die Hauptprinzipien der Erfindung werden kurz in Verbindung mit einer
Ausführungsform erläutert, die in 1 gezeigt ist, in
der der Querschnitt durch einen Tunnel mit Evakuierungsausrüstung gemäß der Erfindung
dargestellt ist.
Ein Querschnitt durch einen Straßenverkehrtunnel 1 ist in
1 gezeigt, der eine Fahrbahn 2, Gehwege
3, 4, eine Tragwand 5, eine Luftröhre 6, mit
Luft betriebene Lampen 7 und ein Wasserrohr 8 mit Düsen
9 einschließt. In 1 ist der Querschnitt eines
Gangs oder eines Evakuierungswegs 10 auch mit gepunkteten Linien angenommen,
jedoch nur, um den Ort der Evakuierungszonen zu zeigen. Der Gang kann mit oder ohne
physikalische Begrenzungen zur Umgebung gebaut sein.
Die Hauptidee besteht darin, Luftzufuhrröhren 6 von verhältnismäßig
großen Abmessungen innerhalb des Tunnels 1 vorzusehen, vorzugsweise in
der normalen Höhe einer Person oder oberhalb derselben. Diese Röhren 6
sind mit (nicht gezeigten) Aggregaten verbunden, die innerhalb von Schächten oder
völlig außerhalb des Tunnels 1 angeordnet sein können, und diese Aggregate,
die auf irgendeine konventionelle Weise durch Verbrennungskraftmaschinen und/oder
elektrische Motoren betrieben sein können, sind auf solche Weise hergestellt und
verbunden, dass sie große Mengen von frischer Luft in die Röhren 6 einblasen
können, die vorzugsweise im wesentlichen entlang der gesamten Tunnellänge angeordnet
sind. Die Aggregate müssen nicht ununterbrochen betrieben werden, sondern können
automatisch oder von Hand in Betrieb gesetzt werden, sobald irgendein Zeichen von
Feuer auftritt. Ebenso kann die Luftröhre 6, die verwendet wird, die Röhre
sein, die normalerweise für Lüftung des Tunnels verwendet wird, und eine solche
Lösung kann bevorzugt werden, da sichergestellt ist, dass die Röhre zu jeder Zeit
verwendbar und benutzbar ist, und diese regelmäßig verwendete Röhre kann dann leicht,
wenn eine Katastrophe oder ein Unfall stattfindet, in automatischer oder manueller
Weise in eine andere Betriebsart umgeschaltet werden, so dass die Röhre dann als
eine Luftröhre gemäß der vorliegenden Erfindung wirken kann.
Die Röhre oder die Röhren 6 ist (sind) in Übereinstimmung
mit der vorliegenden Erfindung mit Öffnungen wie z. B. Ausnehmungen oder Düsen
11 in beabstandeten Intervallen entlang der Röhre versehen. Wenn das Aggregat
(nicht gezeigt) arbeitet, wird Luft in die Röhre 6 geblasen werden, möglicherweise
von beiden Seiten des Tunnels oder von einer Mehrzahl von Schächten entlang des
Tunnels, und diese saubere Luft wird durch die Düsen 11 oder die Ausnehmungen
entlang der Röhrenleitung herausgedrückt werden. Diese saubere oder frische Luft
wird dann Rauch und Unreinigkeiten ersetzen und eine Zone verhältnismäßig sauberer
Luft aufbauen, was zu einer erhöhten Überlebenschance entlang des Tunnels führt,
und gleichzeitig werden die Personen in dem Tunnel sauberere Luft zum Atmen haben.
Es ist wichtig, dass die Luftzufuhr pro Zeiteinheit richtig ist, d. h. so niedrig,
dass ein wesentlicher Ventilationszug entlang des Tunnels erzeugt wird. Die Menge
von zugeführter Luft für einen Tunnel, der eine normale Querschnittsfläche hat,
kann ungefähr 50 l/min pro Meter des Tunnels sein. Die Luftzufuhr sollte nicht so
groß sein, dass Rauch im Tunnel stark verteilt wird.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform können eine oder mehrere solche
Röhren 6, die aus Metall bestehen können, 2–3 Meter oberhalb eines
Gehwegs 3, 4 angeordnet sein, der nahe bei der Tunnelwand angeordnet
ist. Solche Luftzufuhrröhren können jedoch auch möglicherweise ziemlich weit unten
auf dem Tunnelboden angeordnet sein, d. h. alleine oder als Ergänzung zur Röhren,
die in höherer Höhe angebracht sind, um die Atmungsmöglichkeiten auf dem Bodenniveau
zu verbessern.
Die Luftröhren 11 können von einem vorbekannten Typ sein,
und jede einzelne Düse kann voreingestellt sein, eine geeignete Menge von Luft bei
dem vorherrschenden Luftdruck innerhalb der Röhre 6 zu liefern, gerade
dort, wo jede einzelne Düse angeordnet ist.
Das Evakuierungssystem kann vorzugsweise mit weiteren Maßnahmen versehen
sein, die von großem Wert in Notfällen sein können.
Entlang der Röhre 6, die frische Luft mit einigem Überdruck
liefert, können Lampen 7 angeordnet werden, die durch die Zufuhr von unter
Druck stehender Luft betrieben werden und von einem Typ sind, der in Verbindung
mit dem Bergbau an sich bekannt ist. Wenn der Druck innerhalb der Röhre
6 ausreichend ist, solche Lampen 7 zu betreiben, können die Lampen
z. B. in Verbindung mit einigen oder allen Düsenöffnungen 11 angeordnet
sein, die in allen Fällen frische Luft dem Bereich um die Röhre
zuführen sollen. Wenn der Luftdruck innerhalb der Röhre nicht ausreichend ist, solche
mit Luft betriebene Lampen 7. zu betreiben, können diese durch eine getrennte
Versorgungsleitung (in der Figur nicht gezeigt) betrieben werden, die einen höheren
Druck hat und an ein getrenntes Versorgungsaggregat oder eine getrennte Pumpe angepasst
ist. Als Alternative kann die Luftzufuhrröhre entlang des gesamten Tunnels nur aus
einer verhältnismäßig dünnen Metallröhre bestehen, die hauptsächlich für Betrieb
der mit Druck betriebenen Lampen 7 dimensioniert und berechnet ist, und
diese Röhre kann zusätzlich mit kleineren Düsen 11 versehen sein, die dazu
ausgebildet sind, saubere Luft in den Tunnel an gewünschten Orten auszustoßen. Alle
oder einige dieser Düsen können möglicherweise fernbetätigt sein, so dass genau
die Düsen, die aktiviert werden sollen, von einem Überwachungszentrum entsprechend
der gegenwärtigen Situation gesteuert werden können.
An mehreren Stellen entlang des Tunnels, d. h. in Verbindung mit allen
oder einigen der Düsen 11 oder der Lampen 7 können Gebläse
13 angeordnet sein, die durch unter Druck stehende Luft betrieben werden,
welche Gebläse im wesentlichen zwei Aufgaben übernehmen können, d. h. beim Entfernen
von Rauch und Feuergasen aus dem Tunnel 1 heraus zu helfen oder zu helfen,
Luft und Feuergase von den Tunnelwänden und dem Evakuierungsweg 10 zu entfernen,
an dem die Gehwege 3, 4 angeordnet sind.
Schließlich schließt das System auch Wasserzufuhrmittel ein, die als
ein Wasserrohr 8 ausgebildet sind, das mit damit verknüpften Düsen
9 entlang des Rohres versehen ist. Durch Abgabe von zerstäubten Wassertropfen
kann eine leistungsfähige Kühlung erhalten werden, die wesentlich sein kann, wenn
Personen von einem Tunnelfeuer gerettet werden sollen, und die kleinen schwebenen
Wassertröpfchen werden an Rauch und Rußteilchen in der Luft anhaften und Niederschlag
derselben bewirken, was wiederum die Überlebenschancen innerhalb des Tunnels erhöht.
Solche Wasserdüsen 9 können ebenfalls voreingestellt und möglicherweise
fernbetrieben sein, so dass sie entsprechend der vorliegenden Situation geöffnet/geschlossen
oder gesteuert werden können.
Weitere Details können in Verbindung mit dieser Idee erwähnt werden,
z. B. Verwendung von Alvenius-Röhren mit schnellen Kupplungsverbindungen, und die
Möglichkeit, Evakuierungstaschen anzuordnen, die innerhalb des Tunnels sichere Zonen
darstellen, während Gebläse 13 Rauchgase zu anderen Zonen bewegen werden.
An lokalen Stellen innerhalb des Tunnels können die mit Luft gefüllten
Röhren 6 in Röhrenabschnitte oder Tunnelabschnitte hinausführen, die mit
Eingängen mit Luftschleusen vorgesehen sind, die so große Querschnittsabmessungen
haben, dass sich Personen in diese Röhren und innen entlang dieser Röhrenabschnitte
zu sichereren Zonen oder zu sichereren „Schutzräumen" mit frischer Luftzufuhr
bewegen können, von welchen Zonen oder Räumen verletzte Personen später mit Hilfe
von Fahrzeugen oder dergleichen aufgesammelt werden können.
Zonen wie z. B. Gänge 10 mit einer niedrigen Rauchintensität
und Frischluftzufuhr können auch physisch von der Umgebung mit Hilfe von Vorhängen
12 abgegrenzt sein, die herabgezogen oder abgerollt werden können und die
möglicherweise befeuchtet werden können.
Die Kapazität von Aggregaten, Pumpen, Düsen und Ventilen kann in jedem
einzelnen Fall berechnet werden. Lange Tunnel können in Abschnitte aufgeteilt werden,
die mit Luft/Wasser getrennt vom Tunneleingang oder von unterschiedlichen Schächten
oder Querverbindungen versorgt werden können.
Das System weist in seiner einfachsten Ausführungsform nur eine einzige
Luftröhre 6 auf, die eine verhältnismäßig große Transportkapazität hat
und mit fest angeordneten vorjustierten und voreingestellten Düsen 11 ausgebildet
ist, die in Intervallen entlang der Röhre angeordnet sind. Diese Düsen werden normalerweise
auf solche Weise justiert, dass die Düse nahe dem Kompressor eine kleine Düsenöffnung
haben wird, während die Düsen, die in große Entfernung vom Kompressor angeordnet
sind, so justiert werden, dass sie eine etwas größere Düsenöffnung haben. Diese
Bedingungen werden justiert, so dass in der Hauptsache dieselbe Luftströmung von
allen Düsen entlang der Röhrenleitung enthalten wird. Wenn lange Tunnel in Betracht
gezogen werden, kann die Anlage natürlich in mehrere unabhängige Abschnitte aufgeteilt
werden. Für relativ kurze Tunnel, wo keine Überwachungssysteme zur Verfügung stehen,
wird es eine einfache Lösung sein, die erwähnten unterschiedlichen Maßnahmen mit
der Möglichkeit für manuellen Start oder manuelle Auslösung zu implementieren. Es
sollte bemerkt werden, dass die Menge der verwendeten Luft in Bezug auf die fragliche
Tunnelanlage justiert werden sollte, und in allen Fällen auch auf solche Weise,
dass die Luftzufuhr nicht eine starke Luftströmung innerhalb des Tunnels ergibt,
sondern nur eine ausreichende Zufuhr von Frischluft, so dass die Sichtbarkeit erhöht
wird und es möglich ist, nahe bei der Luftröhre 6 zu atmen. Die angenommene
Luftzufuhr von ungefähr 50 l/min pro laufenden Meter des Tunnels ist als nützlicher
Wert für Straßenverkehrstunnel gefunden worden, der zwei entgegengesetzt gerichtete
Fahrbahnen hat. Diese Luftzufuhr ist jedoch nicht kritisch, da die Bedingungen für
einen verhältnismäßig großen Bereich von Luftzufuhrwerten annehmbar sein werden,
solange wie die Luftzufuhr nicht einen starken Luftzug in Zonen
innerhalb des Tunnels erzeugt. Über die Düsen kann ein differentieller Druck von
wenigstens 4 Bar verwendet werden.
In Verbindung mit großen Tunnelanlagen mit Überwachungsräumen und
Überwachung mit Hilfe von Detektoren und möglicherweise Videokameras kann Start
und Steuerung der Anlage auch von einem solchen Kontrollraum aus unternommen werden.
In solchen Fällen kann es bevorzugt sein, Düsen zu verwenden, die durch Öffnen/Schließen,
Steuern fernbetätigt sind, so dass der Betrieb entsprechend dem vorliegenden Unfall
eingestellt werden kann.
Wenn die Wasserzufuhr betrachtet wird, so sollte diese nicht übermäßig
sein, sondern nur ausreichend, einen kleinen Bereich mit zerstäubtem Wasser nahe
der Evakuierungszone zu erzeugen. Versuche haben gezeigt, dass eine Wasserzufuhr
von ungefähr 100 l/h für jeden Tunnelmeter für einen Straßenverkehrstunnel üblicher
Abmessungen geeignet sein kann.
Die Inbetriebsetzung oder der Start der Anlage kann automatisch stattfinden,
gesteuert durch Rauch, Temperatur und/oder Fotodetektoren; es kann ein manueller
Start verwendet werden, der durch Menschen in Tunneln oder durch Überwachungspersonal
gesteuert wird, z. B. von getrennten Bedienungsräumen.
Wie dies oben erwähnt wurde, kann das Verfahren und das System auch
für andere geschlossene Räume verwendet werden, wo sich Menschen aufhalten oder
hindurchgehen müssen während Feuer oder anderen Umständen mit Rauch und/oder Gasemission.
Das System kann so konstruiert werden, dass es entsprechend der gegenwärtigen
Situation aktiviert wird, oder auf solche Weise, dass es immer arbeitet. Bei Dauerbetrieb
besteht keine Gefahr, dass das System, wenn es selten benötigt wird, ohne Warnung
nicht angemessen arbeiten wird.