Technisches Gebiet
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf das Gebiet der Isolationstechnik
und der Stromleitertechnik. Sie betrifft einen Isolator für ein elektrisches Verschienungssystem
sowie ein Isolatorsystem mit mindestens zwei solcher Isolatoren gemäss dem Oberbegriff
der unabhängigen Ansprüche.
Stand der Technik
Isolatoren für elektrische Verschienungssysteme werden heute in einer
Fülle von leistungselektronischen Schaltungen, insbesondere in Stromrichterschaltungen,
zur Isolation von stromführenden Schienen gegeneinander und gegen Erdpotential
eingesetzt. Gängigerweise weist ein solches elektrisches Verschienungssystem mindestens
eine einen elektrischen Strom führende Schiene auf, die gegenüber dem Erdpotential
auf einem unterschiedlichen Spannungspotential liegt. Bei einem Verschienungssystem
mit zwei oder mehr Schienen liegen die einzelnen Schienen auf unterschiedlichen
Spannungspotentialen. Zur niederinduktiven Verbindung beispielsweise zwischen den
Leistungsschaltern einer Stromrichterschaltung und einem Energiespeicher dieser
Stromrichterschaltung, insbesondere einem Gleichspannungszwischenkreis, werden
die Schienen eng aneinander geführt, wobei zu deren Isolation gegeneinander und
gegen Erdpotential bekannte Isolatoren eingesetzt werden. Ein solcher Isolator
ist als axialsymmetrischer Isolatorkörper ausgebildet, der ein längs der Symmetrieachsrichtung
geführtes Loch aufweist. Weiterhin ist eine bezüglich der Symmetrieachse jeweils
an den Stirnseiten des Körpers zu dem Loch senkrecht beabstandete und sich radial
bis zum Randbereich des Körpers erstreckende Aufnahmefläche zur flächigen Kontaktierung
einer Schiene vorgesehen. Ferner weist der Körper einen mehrteiligen Aufbau aus
Teilisolatorkörpern auf, die in Symmetrieachsrichtung gestapelt sind. Dadurch wird
eine ausreichend grosse Kriechstrecke in Symmetrieachsrichtung zur Isolation zweier
Schienen gegeneinander erreicht. Jeder Teilisolatorkörper ist aus einem mehrschichtigen,
insbesondere glasfaserverstärkten Isolationsmaterial, wie beispielsweise HM35 aufgebaut.
Problematisch bei einem derartigen mehrteiligen Aufbau ist, dass zur
Erreichung einer ausreichend grossen Kriechstrecke in Symmetrieachsrichtung eine
Vielzahl an Teilisolatorkörpern notwendig sind. Ein solcher aus Teilisolatorkörpern
aufgebauter Körper erfordert jedoch ein erhebliches Mass an Platz und ist anfällig
gegen mechanische Einwirkungen, insbesondere Knickbeanspruchungen, quer zur Symmetrieachsrichtung.
Derartige mechanische Einwirkungen treten beispielsweise im Stromstossfall einer
stromführenden Schiene auf, die eng an einer anderen Schiene oder nahe dem Erdpotential
geführt ist und durch den Körper von der anderen Schiene oder dem Erdpotential
beabstandet ist. Dadurch kann es zu Teilentladungen zwischen den Teilisolatorkörpern
und zu Überschlägen zwischen den Schienen oder zwischen einer Schiene und dem Erdpotential
kommen, wobei der Körper beschädigt oder zerstört werden kann. Ein ausreichendes
Mass an Isolationsvermögen des Isolators ist dann nicht mehr gewährleistet. Zudem
ist der mehrteilige Aufbau des vorstehend beschriebenen Isolators sehr montage-
und wartungsintensiv.
Gängigerweise verläuft eine Erdpotentialschiene durch das Loch des
Körpers. Um eine ausreichend grosse Kriechstrecke zwischen dieser Erdpotentialschiene
und einer auf der Aufnahmefläche liegenden Schiene zu erzielen, ist in der aufliegenden
Schiene eine Aussparung in Symmetrieachsrichtung vorgesehen, die um ein Vielfaches
grösser ist, als das Loch des Körpers, damit die für die Isolation zwischen der
aufliegenden Schiene und der Erdpotentialschiene notwendige Kriechstrecke eingehalten
ist. Bei einer hohen über eine solche Schiene zu übertragende Leistung muss aber
die Schiene flächenmässig sehr gross dimensioniert werden, um den zu der hohen
Leistung korrelierenden hohen Strom führen zu können. Eine derart dimensionierte
Schiene bedingt aber einen hohen Platzbedarf, ist materialintensiv und damit teuer.
Weiterhin bedingt eine derart dimensionierte Schiene mehrere Isolatoren nebeneinander,
wodurch weitere Materialkosten, insbesondere Bauteilkosten entstehen.
Desweiteren eignet sich der vorstehend beschriebene Isolator nicht
zum Aufbau eines Isolatorsystems aus mehreren Körpern, da die vorstehend erwähnten
auftretenden mechanischen Einwirkungen zu einer mechanischen Instabilität des Isolatorsystems
führen können, wobei das Isolatorsystem beschädigt oder zerstört werden kann. Zudem
erfordert ein aus mehreren des vorstehend beschriebenen Isolators aufgebautes Isolatorsystem
ein erhebliches Mass an Platz.
Darstellung der Erfindung
Aufgabe der Erfindung ist es deshalb, einen Isolator für ein elektrisches
Verschienungssystem mit mindestens einer Schiene anzugeben, der sich durch ein
hohes Mass an Isolationsvermögen und Teilentladungs- und Durchschlagsfestigkeit
auszeichnet und einen besonders einfachen, robusten sowie platzsparenden und damit
kostengünstigen Aufbau aufweist. Ferner ist ein Isolatorsystem anzugeben, welches
mindestens zwei erfindungsgemässe Isolatoren umfasst und einen platzsparenden Aufbau
aufweist sowie weitestgehend resistent gegenüber mechanischen Einwirkungen ist.
Diese Aufgaben werden durch die Merkmale des Anspruchs 1 und 9 gelöst. In den Unteransprüchen
sind vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung angegeben.
Der erfindungsgemässe Isolator ist als axialsymmetrischer Körper ausgebildet
und weist ein längs der Symmetrieachse geführtes Loch auf, wobei bezüglich der
Symmetrieachse jeweils an Stirnseiten des Körpers eine zu dem Loch senkrecht beabstandete
und sich radial bis zum Randbereich des Körpers erstreckende Aufnahmefläche zur
flächigen Kontaktierung einer Schiene des Verschienungssystems vorgesehen ist.
Erfindungsgemäss ist der Körper einstückig ausgebildet, wodurch der Körper vorteilhaft
eine sehr hohe mechanische Stabilität in sich aufweist, so dass mechanische Einwirkungen,
die beispielsweise im Stromstossfall einer stromführenden und auf der Aufnahmefläche
aufliegenden Schiene, die eng an einer anderen Schiene oder nahe dem Erdpotential
geführt ist, den Isolator nahezu unbeeinflusst lassen. Teilentladungen am und im
Körper sowie Überschläge zwischen Schienen oder zwischen einer Schiene und dem
Erdpotential können so erfolgreich verhindert werden, so dass der Isolator ein
hohes Mass an Isolationsvermögen aufweist.
Desweiteren erstreckt sich erfindungsgemäss zwischen dem Loch und
der Aufnahmefläche eine im wesentlichen gerippte erste Fläche in radialer Richtung.
Eine üblicherweise vorgesehene Aussparung einer auf der Aufnahmefläche aufliegenden
Schiene kann vorteilhaft klein gewählt werden, da die für die Isolation notwendige
Kriechstrecke zwischen der aufliegenden Schiene und einer gängigerweise durch das
Loch verlaufende Erdpotentialschiene über die gerippte erste Fläche erreicht ist.
Dadurch können die Stirnseiten des Körpers des Isolators und die aufliegende Schiene
flächenmässig sehr platzsparend und damit kostengünstig dimensioniert werden, insbesondere
bei einer hohen über eine solche Schiene zu übertragenden Leistung. Weiterhin kann
dadurch ein leichter, mit wenig Material auskommender und damit kostengünstiger
Isolator erreicht werden.
Beim erfindungsgemässen Isolatorsystem sind mindestens zwei erfindungsgemässe
Isolatoren vorgesehen, deren Körper in Symmetrieachsrichtung fluchtend angeordnet
sind und einen Stapel bilden. Ferner sind zwei benachbarte Körper an jeweils einer
ihrer Aufnahmeflächen gegen eine zwischen den beiden Körpern angeordnete Schiene
gepresst. Dadurch entsteht ein äusserst kompakter Verbund der Isolatoren des Isolatorsystems,
das eine hohe Stabilität in sich aufweist und nahezu resistent gegenüber mechanischen
Einwirkungen ist. Darüber hinaus kann durch die fluchtend angeordneten Körper der
Isolatoren ein sehr platzsparender Aufbau des Isolatorsystems erzielt werden. Ferner
kann die erste Fläche eines jeden Körpers des zugehörigen Isolators vorteilhaft
gegen Verschmutzung und Umwelteinflüsse geschützt werden.
Diese und weitere Aufgaben, Vorteile und Merkmale der vorliegenden
Erfindung werden aus der nachfolgenden detaillierten Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele
der Erfindung in Verbindung mit der Zeichnung offensichtlich.
Kurze Beschreibung der Zeichnung
Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Schnittdarstellung einer Ausführungsform eines erfindungsgemässen Isolators
für ein elektrisches Verschienungssystem,
- Fig. 2
- den erfindungsgemässen Isolator in der Aufsicht und
- Fig. 3
- eine Halbschnittdarstellung einer Ausführungsform eines erfindungsgemässen
Isolatorsystems.
Die in der Zeichnung verwendeten Bezugszeichen und deren Bedeutung
sind in der Bezugszeichenliste zusammengefasst aufgelistet. Grundsätzlich sind
in den Figuren gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen versehen. Die beschriebenen
Ausführungsformen stehen beispielhaft für den Erfindungsgegenstand und haben keine
beschränkende Wirkung.
Wege zur Ausführung der Erfindung
In Fig. 1 ist eine Schnittdarstellung einer Ausführungsform eines
erfindungsgemässen Isolators für ein elektrisches Verschienungssystem mit mindestens
einer Schiene 5 gezeigt.
Der erfindungsgemässe Isolator weist gemäss Fig.1 einen Körper 1 auf,
der bezüglich einer Symmetrieachse 2 axialsymmetrisch ausgebildet ist. Der Körper
1 weist ein längs dieser Symmetrieachse 2 geführtes Loch 3 auf, durch welches gängigerweise
eine der Übersichtlichkeit halber nicht dargestellte Erdpotentialschiene verläuft.
Weiterhin ist bezüglich der Symmetrieachse jeweils an Stirnseiten des Körpers 1
eine zu dem Loch 3 senkrecht beabstandete und sich radial bis zum Randbereich des
Körpers 1 erstreckende Aufnahmefläche 4 vorgesehen. Diese Aufnahmefläche 4 dient
der flächigen Kontaktierung einer Schiene 5 eines elektrischen Verschienungssystems.
Gemäss Fig. 1 liegt an jeder Aufnahmefläche 4 des Körpers 1 eine solche Schiene
5 auf, die als eine im wesentlichen plattenförmige Schiene 5 ausgeführt ist, wobei
die Schienen 5 bekanntermassen einen elektrischen Strom führen und untereinander
und gegenüber Erdpotential auf unterschiedlichen Spannungspotentialen liegen.
Erfindungsgemäss ist der Körper 1 gemäss Fig. 1 einstückig ausgebildet,
wodurch der Körper 1 vorteilhaft eine sehr hohe mechanische Stabilität in sich
aufweist. Mechanische Einwirkungen, die in einem rauen Einsatzumfeld des Isolators
auftreten können, haben damit auf den Isolator nahezu keinen Einfluss. Weiterhin
ist der Isolator weitestgehend resistent gegen mechanische Einwirkungen, die beispielsweise
im Stromstossfall einer stromführenden und eng an einer anderen oder nahe dem Erdpotential
geführten Schiene 5 auftreten können.
Erfindungsgemäss erstreckt sich gemäss Fig. 1 und nach einer Aufsichtdarstellung
des erfindungsgemässen Isolators gemäss Fig. 2 zwischen dem Loch 3 und der Aufnahmefläche
4 eine im wesentlichen gerippte erste Fläche 6 in radialer Richtung. Vorzugsweise
weisen die Rippen 10 der ersten Fläche 6 jeweils einen im wesentlichen trapezförmigen
Querschnitt auf. Eine gemäss Fig. 1 und Fig. 2 vorgesehene Aussparung der auf der
Aufnahmefläche 4 aufliegenden Schiene 5 kann dadurch vorteilhaft klein gewählt
werden, da die Kriechstrekke, welche für die Isolation zwischen der Schiene 5 und
der der Übersichtlichkeit halber nicht gezeigten durch das Loch 3 verlaufenden
Erdpotentialschiene notwendig ist, mittels der im wesentlichen gerippten ersten
Fläche 6 erzielt ist. Dadurch lässt sich der Isolator und die Schiene 5 sehr platzsparend
ausführen, da die Stirnseiten des Körpers 1 und die Schiene 5 flächenmässig weniger
gross gegenüber den aus dem Stand der Technik bekannten Ausführungsformen, insbesondere
bei einer hohen über die Schiene 5 zu übertragenden Leistung, dimensioniert werden
müssen.
Bei der in Fig. 1 und Fig. 2 gezeigten Ausführungsform des erfindungsgemässen
Isolators ist der Körper 1 rotationssymmetrisch bezüglich der Symmetrieachse 2,
insbesondere mit einem kreisförmigen Querschnitt, ausgeführt. Der Übergang von
der ersten Fläche 6 zur Aufnahmefläche 4 ist gemäss Fig. 1 als Stufe 7 ausgebildet,
welche von der ersten Fläche 6 zu der Aufnahmefläche 4 hin abfällt. Da die in Fig.
2 dargestellte erste Fläche 6 vorzugsweise kreisförmig ausgeführt ist, ist der
als Stufe 7 zur Aufnahmefläche 4 hin ausgebildete Übergang ebenfalls kreisförmig
ausgeführt. Die auf der Aufnahmefläche 4 aufliegende Schiene 5 liegt gemäss Fig.
1 an einer Kante ihrer Aussparung an der Stufe 7 an, wobei die Aussparung vorteilhaft
im wesentlichen dieselben Abmessungen wie die erste Fläche 6 aufweist. Somit wird
ein Verschieben der Schiene 5 quer zur Symmetrieachsrichtung durch die vorstehend
erwähnten eventuell möglichen mechanischen Einwirkungen vermieden. Weiterhin kann
die Montage vorteilhaft erleichtert werden.
Zur Isolation der Schienen 5 gegeneinander in Symmetrieachsrichtung
weist eine auf die Symmetrieachse 2 bezogene Mantelfläche des Körpers 1 erfindungsgemäss
eine im wesentlichen gerippte zweite Fläche 8 auf. Vorzugsweise weisen die Rippen
9 der zweiten Fläche 8 jeweils einen im wesentlichen dreieckförmigen Querschnitt
auf. Die zweite Fläche 8 ist vorteilhaft in Symmetrieachsrichtung durch die Aufnahmeflächen
4 begrenzt. Der Abstand der Schienen 5 in Symmetrieachsrichtung kann somit verkleinert
werden, da die Kriechstrecke, welche für die Isolation zwischen den Schienen 5
notwendig ist, mittels der im wesentlichen gerippten zweiten Fläche 8 erzielt ist.
Dadurch lässt sich der Isolator in Symmetrieachsrichtung vorteilhaft sehr platzsparend
ausführen, wobei zusätzlich Gewicht, Material und damit Kosten eingespart werden
können.
Der Körper 1 des erfindungsgemässen Isolators ist, wie bereits vorstehend
erwähnt, einstückig ausgebildet. Erfindungsgemäss ist der Körper 1 aus einem giessfähigen
Isolationsmaterial aufgebaut, wodurch die vorteilhafte Einstückigkeit des Körpers
1 besonders einfach erreicht werden kann. Zudem lassen sich die erste Fläche 6
und zweite Fläche 8, insbesondere deren Rippen 8, 9 durch Giessen eines giessfähigen
Isolationsmaterials problemlos realisieren, ohne dass eine spanende Bearbeitung
wie insbesondere Drehen oder Schleifen nötig ist.
In Fig. 3 ist eine Halbschnittdarstellung einer Ausführungsform eines
erfindungsgemässen Isolatorsystems gezeigt. Beim erfindungsgemässen Isolatorsystem
gemäss Fig. 3 sind mindestens zwei erfindungsgemässe Isolatoren vorgesehen, deren
Körper 1 erfindungsgemäss in Symmetrieachsrichtung fluchtend angeordnet sind und
einen Stapel bilden. Ferner sind zwei benachbarte Körper 1 an jeweils einer ihre
Aufnahmeflächen 4 gegen eine zwischen den beiden Körpern 1 angeordnete Schiene
5 gepresst, die, wie bereits vorstehend beschrieben, der Ausführungsform der in
Fig. 1 und Fig. 2 beschriebenen entspricht. Durch die Pressung entsteht ein äusserst
kompakter Verbund der Isolatoren des Isolatorsystems, das eine hohe Stabilität
in sich aufweist. Darüber hinaus kann durch die fluchtend angeordneten Körper 1
der Isolatoren ein sehr platzsparender Aufbau des Isolatorsystems erzielt werden.
Bei der Verwendung einer entsprechend dicken Schiene 5, gegen die die beiden Körper
1 gepresst sind, ist zwischen den beiden benachbarten Körpern 1 ein Hohlraum 13
ausgebildet. Gemäss Fig. 3 ist der Hohlraum 13 in Symmetrieachsrichtung durch zwei
der im wesentlichen gerippten ersten Flächen 6 der benachbarten Körper 1 begrenzt,
wobei diese beiden ersten Flächen 6 einander zugewandt sind. Der Hohlraum 13 ist
gegenüber Verschmutzung und Umwelteinflüssen abgeschlossen und schützt somit die
einander zugewandten ersten Flächen 6 der benachbarten Körper 1 vor diesen Einflüssen.
Weiterhin kann damit die erste Fläche 6 bezüglich ihrer Oberflächenrauheit für
einen niedrigen Verschmutzungsgrad ausgelegt werden, so dass zusätzlich wesentliche
Kosten, insbesondere Herstellungskosten eingespart werden können. Durch den Hohlraum
13 wird zusätzlich sichergestellt, dass die Presskraft ausschliesslich auf die
jeweiligen Aufnahmeflächen 4 der zugehörigen Körper sowie auf die zwischen den
Körpern 1 angeordnete Schiene 5 wirkt, so dass eine aufwendige Auslegung der ersten
Fläche 6 zur Aufnahme dieser Presskraft vorteilhaft entfällt.
Ferner ist gemäss Fig. 3 ein Zugstab 11 vorgesehen, der durch die
jeweiligen längs der Symmetrieachse 2 geführten Löcher 3 der zugehörigen Körper
1 geführt ist. An den Zugstabenden ausserhalb der Stirnseiten des Stapels ist eine
Spanneinrichtung 12 angeordnet, die der Presskraftbeaufschlagung auf den Stapel
der Körper 1 dient und einen sehr stabilen Verbund der Körper 1 mit der Schiene
5 erzielt. Der Zugstab 11 liegt auf Erdpotential, insbesondere wenn der Zugstab
11 zusätzlich zur Befestigung des Isolatorsystems in einer Stromrichterschaltung
dient, und ist vorzugsweise aus einem nicht-magnetischem Material aufgebaut, so
dass der Zugstab 11 durch die stromführende Schiene 5 nicht magnetisiert wird und
somit vom Zugstab 11 ausgehende oder in dem Zugstab 11 erzeugte magnetische und
induktive Wirkungen vorteilhaft vermieden werden können.
Erfindungsgemäss liegt die Spanneinrichtung 12 bezüglich der Symmetrieachse
2 an den Stirnseiten des Stapels der Körper 1 jeweils an der im wesentlichen gerippten
ersten Fläche 6 des zugehörigen Körpers 1 auf. Durch dieses Aufliegen der Spanneinrichtung
12 wird ein Isolatorsystem erreicht, welches mit wenig Platz, insbesondere senkrecht
zur Symmetrieachsrichtung, auskommt, da die Spanneinrichtung 12 sich senkrecht
zur Symmetrieachsrichtung nicht bis zur Aufnahmefläche 4 oder über die Aufnahmefläche
4 hinaus oder über die Querschnittsfläche des Körpers 1 beziehungsweise des Stapels
der Körper 1 hinaus erstreckt.
Insgesamt stellen der erfindungsgemässe Isolator und das erfindungsgemässe
Isolatorsystem eine besonders einfache und damit kostengünstige und zuverlässig
Lösung dar, die sich vor allem durch ihre robusten Aufbauten und durch ihre vorstehend
beschriebene weitestgehende Resistenz auf mechanische Einwirkungen auszeichnet.
Bezugszeichenliste
- 1
- Körper
- 2
- Symmetrieachse
- 3
- Loch
- 4
- Aufnahmefläche
- 5
- Schiene
- 6
- erste Fläche
- 7
- Stufe
- 8
- zweite Fläche
- 9
- Rippen der zweiten Fläche
- 10
- Rippen der ersten Fläche
- 11
- Zugstab
- 12
- Spanneinrichtung
- 13
- Hohlraum