Die Erfindung betrifft einen passiven magnetischen Positionssensor,
bestehend aus einem Substrat mit einem auf diesem Substrat angeordneten Widerstandsnetzwerk,
welchem eine Kontaktfederstruktur zugeordnet ist, die unter Einwirkung eines Permanentmagneten
auslenkbar ist, wobei eine elektrische Verbindung zwischen Widerstandsnetzwerk und
Kontaktfederstruktur durch Berührung bewirkt wird, welche von der Position des Permanentmagneten
abhängig ist, wobei die Kontaktfederstruktur und die Widerstandsstruktur in einem
dichten Gehäuse eingeschlossen sind und der Permanentmagnet außerhalb des
dichten Gehäuses bewegbar ist.
Ein solcher Positionssensor ist aus der DE 196 48 539 bekannt. Das
Widerstandsnetzwerk und die Kontaktstruktur sind dabei auf einem Substrat angeordnet.
Durch eine Magneteinrichtung, die mit einem beweglichen Objekt verbunden ist, dessen
Position ermittelt werden soll, wird die Kontaktfederstruktur derart ausgelenkt,
dass sie das Widerstandsnetzwerk berührt und ein der Position des bewegten Objektes
entsprechendes Ausgangssignal am Positionssensor abnehmbar ist.
Ein derartig beschriebener magnetischer Positionssensor ist nur wenige
Zentimeter lang. Um eine zuverlässige Wirkung des Positionssensors zu ermöglichen,
kann daher ein Magnet nicht unendliche vergrößert werden, da dies zur Folge
hätte, dass viele Federbeine der Kontaktfederstruktur gleichzeitig durch den Magneten
angezogen würden, so dass das Ausgangssignal des Sensors keine eindeutigen Signale
mehr liefert und somit nicht mehr verwertbar wäre.
Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, eine passiven magnetischen
Positionssensor mit verbesserter Magnetkraft des Permanentmagneten anzugeben.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, dass der Permanentmagnet
in Bewegungsrichtung der Kontaktfederstruktur polarisiert ist, wobei eine Flussleiteinrichtung
zur Bündelung der Anziehungskraft des ungestörten Magnetfeldes nahe dem Permanentmagneten
angeordnet ist.
Die Erfindung hat den Vorteil, dass aufgrund des Flussleitkörpers
der Verlauf des ungestörten Magnetfeldes so geändert wird, dass sein Gradient in
Richtung quer zum Gehäuse vergrößert wird. Als ungestörtes Magnetfeld wird
das von dem Permanentmagneten ausgebildete Magnetfeld betrachtet, in welchem kein
Gehäuse mit Widerstandsnetzwerk und Kontaktfederstruktur eingebracht wird. Aufgrund
dieser Maßnahme kann die Kraft des Magnetfeldes verstärkt werden, ohne die
geometrischen Abmaße verändern zu müssen.
Eine einfache Weiterbildung der Erfindung besteht darin, dass die
Flussleiteinrichtung als magnetisch permeable Kappe ausgebildet ist, welche auf
den Permanentmagneten aufsetzbar ist. Eine solche Kappe hat einen u-förmigen Querschnitt,
an dessen freien Enden sich virtuelle Magnetpole bilden. Somit wird das ungestörte
Magnetfeld (Feld in der Luft) so gebündelt, dass ein beträchtlicher Zuwachs des
Feldgradienten quer zur Richtung des Sensorgehäuses an der Position des Gehäuses
erreicht werden kann.
In einer anderen Ausgestaltung besteht die Flussleiteinrichtung aus
zwei zusätzlichen Hilfsmagneten, wobei der Permanentmagnet zwischen den beiden Hilfsmagneten
angeordnet ist und die Magnetisierungsrichtung der Hilfsmagneten der Magnetisierungsrichtung
des Permanentmagneten entgegengesetzt ist.
Die Magnetkraft des Permanentmagneten kann dabei besonders voll ausgenutzt
werden, wenn das Gehäuse unmagnetisch ausgebildet ist und somit die Kräfte ungedämpft
an der Kontaktfederstruktur wirken.
Die Erfindung lässt zahlreiche Ausführungsformen zu. Eine davon soll
anhand der in der Zeichnung dargestellten Figuren näher erläutert werden. Es zeigt:
- Fig. 1:
- Ausführungsbeispiel des Positionssensors als Potentiometer,
- Fig. 2:
- Widerstandsbahn mit Leiterbahn in Draufsicht,
- Fig. 3:
- Widerstandsbahn mit Leiterbahn im Schnitt,
- Fig. 4:
- Ausgangssignal des Positionssensors,
- Fig. 5:
- erstes Ausführungsbeispiel des Magneten mit Flussleiteinrichtung,
- Fig. 6:
- zweite Ausführungsform des Magneten mit Flussleiteinrichtung.
Gleiche Merkmale sind in allen Figuren mit gleichem Bezugszeichen
gekennzeichnet.
In Fig. 1 ist schematisch der Aufbau eines linearen passiven magnetischen
Positionssensors auf der Basis einer Dickschichtanordnung in Form eines Potentiometers
dargestellt. Das unmagnetische Substrat 1 trägt ein Widerstandsnetzwerk in Form
einer schichtförmigen Widerstandsbahn 2, welche sich zwischen den elektrischen Anschlüssen
5 und 6 erstreckt.
Wie aus Fig. 2 ersichtlich, sind unter der Widerstandsbahn 2 in gleichmäßigen
Abständen auf dem Substrat parallel zueinander mehrere Leiterbahnen 3 angeordnet.
Diese Leiterbahnen 3 sind senkrecht zur Widerstandsbahn 2 direkt auf dem Substrat
1 aufgebracht. Die Leiterbahnen 3 werden teilweise von der Widerstandsbahn 2 abgedeckt..
Dabei bildet das Ende jeder Leiterbahn 3 eine Kontaktfläche 4, die mit Gold oder
Silber beschichtet ist.
Die Schnittdarstellung in Fig. 3 zeigt, dass die Leiterbahnen 3 im
Bereich der Widerstandsbahn 2 vollständig von dieser umschlossen sind, um eine zuverlässige
elektrische Kontaktierung zu gewährleisten. Gemäß Fig. 1 ist auf-dem Substrat
parallel zur Widerstandsbahn 2 ein Abstandshalter 7 angeordnet, auf welchem eine
einstückige, kammförmige Biegebalkenstruktur 8 in Form einer weichmagnetischen Folie
aufgebracht ist. Alternativ dazu besteht die Biegebalkenstruktur aus nichtmagnetischem
Material, welches mit einer magnetischen Schicht versehen ist. Die kammförmige weichmagnetische
Biegebalkenstruktur 8 besteht aus einseitig gestützten, freibeweglichen Biegebalken
9. Die Biegebalken 9 sind zur Reduzierung des Kontaktwiderstandes galvanisch mit
einer Gold- oder Silberschicht beschichtet.
Der Abstandshalter 7 hält die freibeweglichen Enden der Biegebalkenstruktur
8 in einem definierten Abstand zu den Kontaktflächen 4. Die freibeweglichen Enden
der Biegebalken 9 sind überdeckend zu den Kontaktflächen 4 angeordnet. Dabei ist
die als weichmagnetische Folie ausgebildete Biegebalkenstruktur 8 selbst elektrisch
leitfähig und steht mit dem außenliegenden elektrischen Anschluss 10 in Verbindung.
Die Widerstandsbahn 2 ist, wie bereits erläutert, über die Anschlüsse
5 und 6 elektrisch mit Masse und der Betriebsspannung UB verbunden. Die
Signalspannung UAUS des Positionsgeber ist über den elektrischen Anschluss
10 abgreifbar, der mit der Biegebalkenstruktur 8 verbunden ist. Die Signalspannung
UAUS ist im Bereich von 0 Volt bis UB variierbar und stellt
die Position eines Permanentmagneten 11 dar.
Der Permanentmagnet 11, welcher außerhalb des Gehäuses 1, 12
beweglich gegenüber der abgewandten Seite des die Widerstandsbahn 2 tragenden Substrats
1 angeordnet ist, wird im Bereich der Überlagerung der Kontaktflächen 4 mit den
frei beweglichen Enden der einseitig gestützten Biegebalken 9 bewegt. Die frei beweglichen
Enden der Biegebalken 9 der Biegebalkenstruktur 8 werden durch das Magnetfeld des
Permanentmagneten 11 auf die Kontaktflächen 4 gezogen und kontaktiert. Entsprechend
der Position des Permanentmagneten 11 wird eine elektrische Verbindung zu den zugehörigen
Widerständen des Widerstandsnetzwerkes erzeugt und eine dieser Position entsprechende
Signalspannung UAUS abgegriffen. Es wird dabei ein gestuftes Ausgangssignal
erzeugt, wie es in Fig. 4 dargestellt ist.
Die Breite des Dauermagneten 11 ist so dimensioniert, dass mehrere
nebeneinander liegende frei bewegliche Enden 9 der Biegebalkenstruktur 8 gleichzeitig
mit den entsprechenden Kontaktflächen kontaktiert werden und somit redundant wirken,
so dass etwaige Kontaktunterbrechungen nicht zum völligen Signalausfall des Meßsystems
führen.
Das die Widerstandsbahn 2 und die weichmagnetische Folie 8 tragende
isolierende Substrat 1 besteht aus einer Keramikplatte. Sie dient gleichzeitig als
Gehäusewandung des Positionssensors, die mit einer Gehäuseabdeckung 12 verschlossen
wird. Das Material der Gehäuseabeckung 12 und das Substrat 1 weisen dabei den gleichen,
bzw. einen ähnlichen Temperaturausdehnungskoeffizienten auf und können verlötet,
verschweißt oder verklebt werden.
Vorteilhafterweise wird eine unmagnetische Gehäuseabdeckung 12 verwendet.
Eine metallisierte Schicht 17 als umlaufender Rand auf dem isolierenden Substrat
1 dient zur Verkapselung des Positionssensors. Zur Verbesserung der Lötbarkeit wird
die Metallschicht 17 verzinnt. Zur Realisierung der elektrischen Anschlüsse 5, 6,
10 werden Stifte durch das isolierende Substrat 1 geführt und dort hermetisch dicht
und damit korrosionsbeständig mit der Widerstandsbahn 2 bzw. der Biegebalkenstruktur
8 verlötet oder verschweißt.
Um die Anziehungskraft des Magneten 11 im Bereich des Sensors zu erhöhen,
wird der Gradient des ungestörten Magnetfeldes (das Feld ohne die Präsenz des Sensors,
welcher in Fig. 5 und 6 lediglich durch die Gehäuseabdeckung 12 angedeutet ist)
in Richtung quer zur Gehäuseabdeckung an deren Position verstärkt werden. Dies kann
auf unterschiedliche Arten erzielt werden.
Fig. 5 zeigt eine Anordnung, die das ungestörte Magnetfeld zum Zwecke
der Anziehungskrafterhöhung günstiger bündelt. Es wird eine magnetisch permeable
Stahlkappe 14 mit einem u-förmigen Querschnitt auf den ursprünglichen Permanentmagneten
11 aufgesetzt. Der Permanentmagnet 11 ist dabei so polarisiert, dass sein Südpol
direkt dem Substrat 1 gegenüberliegt. Die Magnetisierungsrichtung des Magneten 11
entspricht dabei der Bewegungsrichtung der Biegebalken 9 der Biegebalkenstruktur
8. An den freien Enden des u-förmigen Querschnitts der Stahlkappe 14 bilden sich
virtuelle Magnetpole. Somit wird das ungestörte Feld (Feld in der Luft) ohne Substrat
1 so gebündelt, dass ein beträchtlicher Zuwachs des Feldgradienten an der Position
des Substrats 1 erreicht wird.
Denselben Effekt kann man hervorrufen, indem man den Basispermanentmagneten
11 seitlich mit zwei Permanentmagneten 15a, 15b umgibt, welche mit einer Magnetisierung
in gegengesinnter Richtung zum Permanentmagneten 11 versehen sind.