Die Erfindung betrifft eine Radialkolbenpumpe zur Kraftstoffhochdruckversorgung
bei einem Kraftstoffeinspritzsystem einer Brennkraftmaschine, mit vorzugsweise mehreren
bezüglich einer in einem Pumpengehäuse gelagerten Antriebswelle radial angeordneten
Pumpenelementen, wobei die Pumpenelemente je einen Kolben aufweisen, der durch einen
auf einem exzentrischen Abschnitt der Antriebswelle gelagerten Polygonring betätigt
wird.
Eine solche Radialkolbenpumpe ist beispielsweise aus der
DE 102 21 305 A1 bekannt. Bei dieser
aus dem Stand der Technik bekannten Radialkolbenpumpe werden die Kolben der Pumpenelemente
durch eine Kolbenfeder in Anlage an dem Polygonring der Antriebswelle gehalten.
Zu diesem Zweck ist an dem Ende des Kolbens, welcher der Antriebswelle zugewandt
ist, eine sogenannte Kolbenfußplatte vorgesehen, die fest mit dem Kolben verbunden
ist. Zwischen dem Pumpengehäuse und der Kolbenfußplatte ist die Kolbenfeder eingespannt.
Nachteilig an diesem Konzept ist, dass mit zunehmender Maximaldrehzahl
der Radialkolbenpumpe die Federrate und Vorspannkraft der Kolbenfeder vergrößert
werden müssen. Dadurch nimmt der Bauraumbedarf für die Kolbenfeder zu und die mechanische
Belastung der Radialkolbenpumpe, insbesondere des Kolbenfußes, des Polygonrings
und der Antriebswelle steigt. Außerdem erhöht eine große Anpresskraft zwischen Kolbenfußplatte
und Polygonring die Reibung und somit den Antriebsleistungsbedarf. Schließlich ist
noch zu erwähnen, dass mit zunehmender Anpresskraft zwischen Kolbenfußplatte und
Polygonring die Ausbildung eines tragfähigen Schmierfilms aus Kraftstoff zwischen
Polygonring und Kolbenfußplatte erschwert wird.
Bei einer erfindungsgemäßen Radialkolbenpumpe zur Kraftstoffhochdruckversorgung
bei einem Kraftstoffeinspritzsystem einer Brennkraftmaschine, mit vorzugsweise mehreren
bezüglich einer in einem Pumpengehäuse gelagerten Antriebswelle radial angeordneten
Pumpenelementen, wobei die Pumpenelemente je einen Kolben aufweisen, der durch einen
auf einem exzentrischen Abschnitt der Antriebswelle gelagerten Polygonring betätigt
wird, erfindungsgemäß vorgesehen, dass der oder die Kolben formschlüssig mit dem
Polygonring gekoppelt sind.
Vorteile der Erfindung
Durch die erfindungsgemäße formschlüssige Kopplung zwischen Polygonring
und Kolben kann die Kolbenfeder vollständig entfallen. Dadurch entfallen auch sämtliche
der oben genannten Nachteile.
Durch die erfindungsgemäße desmodromische Steuerung des Kolbens können
höhere Betriebsdrehzahlen der Radialkolbenpumpe erreicht werden. Dies wiederum führt
bei gleicher Einspritzmenge dazu, dass die Pumpenelemente der Radialkolbenpumpe
kleiner ausgeführt werden können und somit Herstellungskosten und Bauraumbedarf
für die Radialkolbenpumpe verringert werden.
Der Wegfall der Kolbenfedern führt außerdem dazu, dass der Kolben
besser im Pumpengehäuse geführt werden kann, was die Lebensdauer der Pumpenelemente
verbessert und den volumetrischen Wirkungsgrad der Radialkolbenpumpe verbessert.
Es ist offensichtlich, dass durch den Wegfall einer Vielzahl von Bauelementen,
wie beispielsweise der Kolbenfeder, die Herstellungskosten insgesamt verringert
werden können.
Bei einer ersten Variante der erfindungsgemäßen Radialkolbenpumpe
ist vorgesehen, dass am Polygonring eine Abflachung für jeden Kolben vorhanden ist,
dass der Polygonring mindestens eine Nut je Kolben aufweist, dass die mindestens
eine Nut je Kolben parallel zu der Abflachung verläuft, und dass jeder Kolben einen
Kolbenteller aufweist, der mit der mindestens einen Nut eine formschlüssige Verbindung
bildet.
Bei diesem Ausführungsbeispiel sind der Kolbenteller und der Kolben
einstückig ausgeführt, was eine ganz besonders kompakte und kostengünstige Bauweise
ermöglicht. Weil der Kolbenteller und der Kolben einstückig ausgeführt sind und
der Kolben sehr gut im Pumpengehäuse geführt ist, kann ein Kippen des Kolbentellers
relativ zum Polygonring beziehungsweise zu den Abflachungen des Polygonrings wirksam
verhindert werden.
Bei einer zweiten Variante der erfindungsgemäßen Radialkolbenpumpe
ist am Polygonring eine Abflachung für jeden Kolben vorgesehen, wobei der Polygonring
mindestens eine Nut je Kolben aufweist, die parallel zu der Abflachung verläuft
und ist an jedem Kolben ein Stößel mit einem Stößelteller angeordnet, der mit der
mindestens einen Nut eine formschlüssige Verbindung bildet.
Bei dieser Ausführungsform können der Kolben und der Stößel jeweils
für sich hergestellt werden, was deren Bearbeitung vereinfacht. Außerdem ist es
möglich, beide Bauteile gesondert hinsichtlich Geometrie, Material und Fertigungstoleranzen
zu optimieren, was im Ergebnis zu einer besonders belastbaren und trotzdem kostengünstigen
Radialkolbenpumpe führt.
Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, wenn der Stößel und der Kolben
formschlüssig, insbesondere durch einen Stift oder einen Federring, miteinander
verbunden sind.
Um die erfindungsgemäße formschlüssige Verbindung zwischen Kolbenteller
oder Stößelteller einerseits und dem Polygonring andererseits herstellen zu können,
ist bei einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung an mindestens einer Stirnseite
des Polygonrings eine Scheibe mit einem Absatz je Abflachung des Polygonrings befestigt
und bilden der Absatz und die Abflachung eine Nut. Durch die mehrteilige Bauweise
des Polygonrings kann die Nut besonders kostengünstig hergestellt werden. Außerdem
ist es bei diesem Ausführungsbeispiel besonders einfach, an beiden Stirnseiten des
Polygonrings je eine Nut vorzusehen, so dass der Kolbenteller oder der Stößelteller
beidseitig formschlüssig mit dem Polygonring verbunden ist. Dadurch werden Kippmomente
nahezu vollständig eliminiert und die Belastbarkeit der formschlüssigen Verbindung
zwischen Kolben und Antriebswelle mindestens verdoppelt.
Die mindestens eine Scheibe an dem Polygonring kann durch eine oder
mehrere Sicken drehfest an dem Polygonring befestigt werden, so dass die Geometrie
der Nut unter allen Belastungszuständen der Radialkolbenpumpe stets gleich bleibt
und sich somit der Kolbenteller oder der Stößelteller immer mit der geforderten
Leichtgängigkeit in der oder den Nuten bewegen kann.
Die Kontaktfläche zwischen dem Kolbenteller oder dem Stößelteller
einerseits und der Nut im Polygonring andererseits kann bei sonst gleichen Abmessungen
vergrößert werden, wenn der Kolbenteller oder der Stößelteller als Zweikant oder
als Quadrat ausgeführt ist. Dadurch verringert sich die Gefahr des Kippens des Polygonrings
relativ zu den Kolben weiter und die Flächenbelastung zwischen dem Kolbenteller
und der Nut im Polygonring nimmt ab, was die Lebensdauer der erfindungsgemäßen Radialkolbenpumpe
erhöht.
Um ein Verdrehen des Kolbens oder des Stößels um seine Längsachse
zu verhindern, kann am Kolbenteller oder am Stößelteller mindestens eine Führungsfläche
ausgebildet sein, die zusammen mit der Nut beziehungsweise dem Absatz des Polygonrings
eine Verdrehsicherung des Kolbens oder des Stößels bewirkt.
Die Lebensdauer der erfindungsgemäßen Radialkolbenpumpe wird, ebenso
wie der volumetrische Wirkungsgrad, deutlich verbessert, wenn der Kolben im Bereich
des Kolbentellers im Pumpengehäuse geführt ist. Alternativ hat es sich auch als
vorteilhaft erwiesen, wenn der Stößel im Bereich des Kolbentellers im Pumpengehäuse
geführt wird, da bei dieser Ausführungsform die Führung des Stößels im Pumpengehäuse
dafür sorgt, dass keine Querkräfte auf den Kolben des Pumpenelements wirken können.
Es hat sich in der Praxis als vorteilhaft erwiesen, wenn der Kolbenteller
oder der Stößelteller an ihrem der Abflachung des Polygonrings zugewandten Ende
ballig ausgeführt sind. Dadurch ergibt sich ein günstigeres Betriebsverhalten und
insbesondere können kleinste Verdrehungen des Polygonrings relativ zur Antriebswelle
beziehungsweise relativ zur Längsachse der Pumpenelemente ausgeglichen werden, ohne
dass es zu unzulässig hohen Flächenpressungen zwischen dem Kolbenteller oder dem
Stößelteller einerseits und der zugehörigen Abflachung des Polygonrings andererseits
kommt.
Weitere Vorteile und vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind
der nachfolgenden Zeichnung, deren Beschreibung und den Patentansprüchen entnehmbar.
Alle in der Zeichnung, deren Beschreibung und den Patentansprüchen beschriebenen
Merkmale können sowohl einzeln als auch in beliebiger Kombination miteinander erfindungswesentlich
sein.
Zeichnung
Es zeigen:
1 einen Längsschnitt durch eine Radialkolbenpumpe
nach dem Stand der Technik,
2 einen Querschnitt durch eine Radialkolbenpumpe
nach dem Stand der Technik,
3 ein erstes Ausführungsbeispiel einer
erfindungsgemäßen formschlüssigen Verbindung zwischen Kolben und Polygonring im
Querschnitt,
4 das erste Ausführungsbeispiel im Längsschnitt,
5 eine Draufsicht auf ein zweites Ausführungsbeispiel
eines erfindungsgemäßen Kolbens und eines erfindungsgemäß Polygonrings,
6 ein drittes Ausführungsbeispiel einer
erfindungsgemäßen formschlüssigen Verbindung,
7 ein viertes erfindungsgemäßes Ausführungsbeispiel
einer erfindungsgemäßen Formschlussverbindung, und
8 ein weiteres Ausführungsbeispiel mit
einem Stößel zwischen Kolben und Polygonring.
Beschreibung der Ausführungsbeispiele
1 zeigt eine Radialkolbenpumpe nach dem
Stand der Technik im Längsschnitt. Die Radialkolbenpumpe besteht aus einem Pumpengehäuse
1, in dem eine Antriebswelle 3 drehbar gelagert ist. Die Antriebswelle
3 weist einen exzentrischen Abschnitt 5 auf. Der exzentrische
Abschnitt 5 treibt über einen Polygonring 7 drei gleichmäßig über
den Umfang verteilte Pumpenelemente 9 an. Jedes Pumpenelement
9 weist einen Kolben 11 auf, der in einer Zylinderbohrung
13 geführt ist und einen Förderraum 15 begrenzt.
In der 2 sind nicht an allen Pumpenelementen
9 die einzelnen Bauteile mit Bezugszeichen versehen, um die Übersichtlichkeit
der Figur nicht zu beeinträchtigen. Die drei Pumpenelemente 9 sind jedoch
alle identisch aufgebaut.
In einem Zylinderkopf 17 der Pumpenelemente 9 ist
eine Saugseite 19 und eine Hochdruckseite 21 vorhanden. Die Saugseite
19 des Zylinderkopfs 17 wird über eine Niederdruckbohrung
23 im Pumpengehäuse 1 mit Kraftstoff versorgt. Auf der Saugseite
19 ist ein erstes Rückschlagventil 25 angeordnet, welches das
Rückströmen von Kraftstoff (nicht dargestellt) aus dem Förderraum 15 in
die Niederdruckbohrung 23 verhindert.
Die Hochdruckseite 21 des Pumpenelements 9 mündet
in einen Hochdruckkanal 27 im Pumpengehäuse 1. Auf der Hochdruckseite
21 des Pumpenelements ist ein zweites Rückschlagventil 29 vorgesehen,
welches das Rückströmen von unter hohem Druck stehenden Kraftstoff aus dem Hochdruckkanal
27 in den Förderraum 15 verhindert. Die Pumpenelemente
9 sind mittels nicht dargestellter Schrauben mit dem Pumpengehäuse
1 verschraubt und durch die Verschraubung auf eine Zylinderfußfläche
31 des Pumpengehäuses gepresst.
Wenn die Antriebswelle 3 beispielsweise von der Nockenwelle
einer nicht dargestellten Brennkraftmaschine in Drehung versetzt wird, bewirkt der
exzentrische Abschnitt 5 zusammen mit dem Polygonring 7, dass
die Kolben 11 in den Zylinderbohrungen 15 oszillieren und somit
Kraftstoff von der Saugseite 19 ansaugen und zur Hochdruckseite
21 fördern.
Damit die Kolben 11 während des Förderhubs, das heißt wenn
sich der Förderraum 15 vergrößert, in Anlage an dem Polygonring
7 bleiben, wird eine fest mit den Kolben 11 verbundene Kolbenfußplatte
33 durch eine Druckfeder 35 an den Polygonring 7 gepresst.
An dem Polygonring 7 sind mehrere Abflachungen
37 vorhanden, die zusammen mit den Kolbenfußplatten 33 für die
Kraftübertragung von der Antriebswelle 3 auf den Kolben 11 sorgen.
Außerdem bildet sich zwischen der Kolbenfußplatte 33 und der zugehörigen
Abflachung 37 des Polygonrings ein Gleitlager, das durch den Kraftstoff
(nicht dargestellt) geschmiert wird.
Die in den 1 und 2
dargestellte und aus dem Stand der Technik bekannte Verbindung zwischen Kolben
11 und Polygonring 7 mit Hilfe einer Kolbenfußplatte
33 und einer Druckfeder 35 nimmt relativ viel Bauraum in Anspruch
und außerdem ist die Zahl der Bauteile vergleichsweise hoch. Schließlich ist wegen
der beschränkten Federkraft der Druckfeder 35 die maximale Betriebsdrehzahl
der aus dem Stand der Technik bekannten Radialkolbenpumpe begrenzt.
In den nachfolgend dargestellten und beschriebenen 3
bis 8 werden erfindungsgemäß beanspruchte
formschlüssige Verbindungen zwischen dem Kolben 11 und dem Polygonring
7 im Detail dargestellt, die keine Druckfeder benötigen. Der grundsätzliche
Aufbau der erfindungsgemäß beanspruchten Radialkolbenpumpe entspricht im Wesentlichen
dem anhand der 1 und 2
erläuterten Aufbau. Insoweit wird auf das zu den 1
und 2 Gesagte verwiesen.
In der 3 ist ein erstes Ausführungsbeispiel
einer erfindungsgemäßen formschlüssigen Verbindung zwischen dem Kolben
11 und dem Polygonring 7 im Querschnitt dargestellt. Die
4 zeigt das gleiche Ausführungsbeispiel im Längsschnitt.
Bei diesem Ausführungsbeispiel ist die Zylinderbohrung 13
als Stufenbohrung ausgeführt. Der Kolben 11 ist als Stufenkolben ausgeführt
und so bemessen, dass die beiden Durchmesser des Kolbens 11 in die Stufenbohrung
13 passen. Dadurch ist eine sehr gute Führung des Kolbens 11 im
Pumpengehäuse 1 gewährleistet.
An dem dem Polygonring 7 zugewandten Ende des Kolbens
11 weist der Kolben 11 einen Kolbenteller 39 auf. An
seiner dem Polygonring 7 zugewandten Seite ist der Kolbenteller
39 ballig, das heißt leicht gekrümmt, ausgeführt, wie dies in
3 durch die strichpunktierte Linie 41 stark
übertrieben dargestellt ist. An dem Polygonring 7 ist eine Nut
43 vorhanden, die von einer Stirnfläche 45 des Polygonrings
7 und einem Absatz 47 gebildet wird. In der Nut 43 wird
der Kolbenteller 39 geführt. Dies bedeutet, dass in Richtung der Längsachse
(nicht dargestellt) des Kolbens 11 eine formschlüssige Verbindung zwischen
Kolben 11 und Polygonring 7 mit Hilfe des Kolbentellers
39 des Kolbens 11 und der Nut 33 des Polygonrings
7 hergestellt ist.
Senkrecht zur Längsachse des Kolbens 11 ist der Kolbenteller
39 in der Nut 43 verschiebbar, wie dies in 3
durch einen Doppelpfeil 39 angedeutet ist. Diese Verschiebbarkeit senkrecht
zur Längsachse des Kolbens 11 ist erforderlich, damit der Polygonring
7 die von dem exzentrischen Abschnitt 5 der Antriebswelle
3 aufgeprägte exzentrische Bewegung ausführen kann.
Aus den 3 und 4
ist deutlich zu erkennen, dass der Kolben 11 bis in unmittelbare Nähe des
Polygonrings 7 im Gehäuse 1 geführt werden kann, so dass ein Verkanten
des Kolbens oder ein Kippen des Kolbens 11 in der Zylinderbohrung
13 nahezu ausgeschlossen ist. Dadurch erhöht sich die Lebensdauer der erfindungsgemäßen
Radialkolbenpumpe und der volumetrische Wirkungsgrad der Pumpenelemente
9 wird verbessert.
Um einen Druckausgleich in einem Raum 51, der vom Gehäuse
1 und einem Absatz des Kolbens 11 begrenzt wird, zu ermöglichen,
ist eine Ausgleichsbohrung 53 vorgesehen.
Aufgrund der exzellenten Führung des als Stufenkolben ausgebildeten
Kolbens 11 im Gehäuse 1 ist es möglich, dass der Kolben
11 nur an einer Seite von einer Nut 43 des Polygonrings gehalten
wird. Es ist selbstverständlich auch möglich, dass zu beiden Seiten des Kolbens
eine Nut 43 (nicht dargestellt in 4) vorhanden
ist. Selbstverständlich muss dann die Montierbarkeit der erfindungsgemäßen Radialkolbenpumpe
beachtet werden.
Anhand des in den 3 und 4
dargestellten ersten Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen formschlüssigen
Verbindung zwischen Kolben 11 und Polygonring 7 wird auch deutlich,
dass die Zahl der Bauteile gegenüber den aus dem Stand der Technik bekannten Pumpenelementen
9 (siehe 1 und 2)
deutlich reduziert ist. Es versteht sich von selbst, dass die Erfindung nicht auf
Radialkolbenpumpen mit Stufenkolben beschränkt ist, sondern auch Kolben
11 mit im wesentlichen zylindrischer Form umfasst.
Durch die erfindungsgemäße formschlüssige Verbindung zwischen dem
Kolben 11 und dem Polygonring 7 kann die zulässige Betriebsdrehzahl
einer erfindungsgemäßen Radialkolbenpumpe erhöht werden. Dadurch kann bei gleicher
Förderleistung der Durchmesser der Kolben 11 reduziert werden, was sich
vorteilhaft auf den Bauraumbedarf und den volumetrischen Wirkungsgrad der erfindungsgemäßen
Radialkolbenpumpe auswirkt.
In 5 ist eine Draufsicht auf einen ebenfalls
als Stufenkolben ausgeführten Kolben und einen erfindungsgemäßen Polygonring
7 mit einer Nut 43 dargestellt. Bei diesem Ausführungsbeispiel
ist der Kolbenteller 39 quadratisch ausgeführt. Dadurch ergibt sich eine
größere Kontaktfläche zwischen dem Kolbenfuß 39 und der Nut 43
des Polygonrings 7. Infolgedessen wird die Belastbarkeit der erfindungsgemäßen
formschlüssigen Verbindung zwischen Kolben 11 und Polygonring
7 weiter erhöht. Außerdem hat die quadratische Ausbildung des Kolbentellers
39 den weiteren Vorteil, dass der Kolben 11 sich nicht um seine
Längsachse drehen kann. Somit beinhaltet die in 5 dargestellte
zweite Ausführungsvariante einer erfindungsgemäßen formschlüssigen Verbindung gleichzeitig
eine Drehsicherung des Kolbens 11.
Es liegt auf der Hand, dass auch als Zweikant (nicht dargestellte)
Kolbenteller 39 oder Kolbenteller 39 mit nur einer Abflachung
im Bereich der Nut 43 (ebenfalls nicht dargestellt) auch die zuvor genannten
Vorteile aufweisen.
In 6 ist ein drittes Ausführungsbeispiel
einer erfindungsgemäßen formschlüssigen Verbindung zwischen einem ebenfalls als
Stufenkolben ausgebildeten Kolben 11 und dem Polygonring 7 dargestellt.
Bei diesem Ausführungsbeispiel ist der Kolbenteller 39 kreisrund ausgeführt
und es ist am Kolben 11 eine Führungsfläche 55 vorgesehen, welche
zusammen mit dem Absatz 47 des Polygonrings 7 eine Verdrehsicherung
des Kolbens 11 um seine Längsachse bewirkt.
In 7 ist ein viertes Ausführungsbeispiel
einer erfindungsgemäßen formschlüssigen Verbindung zwischen einem Kolben
1 und dem Polygonring 7 im Längsschnitt dargestellt. Bei diesem
Ausführungsbeispiel ist an beiden Stirnseiten des Polygonrings 7 je eine
Scheibe 57 vorgesehen, die einen Absatz 47 aufweist. Dieser Absatz
47 kann beispielsweise durch Abkanten der Scheibe 57 hergestellt
sein. Die Absätze 47 der Scheiben 57 bilden zusammen mit einer
Abflachung 37 des Polygonrings 7 jeweils eine Nut 43,
in der der Kolbenteller 39 in der bereits zuvor beschriebenen Weise formschlüssig
geführt wird. Bei diesem Ausführungsbeispiel wird somit der Kolben 11 zu
beiden Seiten formschlüssig mit dem Polygonring 7 verbunden. Dazu werden
die Scheiben 57 drehfest mit dem Polygonring 7 verbunden, beispielsweise
mit Hilfe nicht dargestellter Sicken oder durch Verpressen der Scheiben
57 mit dem Polygonring 7 (nicht dargestellt) erfolgen. Bei diesem
Ausführungsbeispiel ist trotz der beidseitigen formschlüssigen Verbindung von Kolben
11 und Polygonring 7 eine verhältnismäßig gute Montierbarkeit
gewährleistet. Dadurch dass der Kolben 11 beidseitig formschlüssig mit
dem Polygonring 7 verbunden ist, können nochmals erhöhte Kräfte in axialer
Richtung des Kolbens 11 zwischen Polygonring 7 und Kolben
11 übertragen werden.
Außerdem ist wegen der symmetrischen Krafteinleitung
eine Belastung des Kolbens 11 ausschließlich in axialer Richtung gewährleistet.
In 8 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel
einer erfindungsgemäßen formschlüssigen Verbindung zwischen dem Kolben
11 und dem Polygonring 7 dargestellt. Bei diesem Ausführungsbeispiel
ist der Kolben 11 nicht direkt mit dem Polygonring 7 formschlüssig
verbunden, sondern es ist ein Stößel 59 vorgesehen, der an seinem dem Polygonring
7 zugewandten Ende einen Stößelteller 61 aufweist. Der Stößelteller
61 ist in der bereits zuvor beschriebenen Weise mit Hilfe einer Nut
43 formschlüssig mit dem Polygonring 7 verbunden.
Der Stößel 59 weist eine Sacklochbohrung 63 auf,
in die der Kolben 11 ragt. Zwischen der Sacklochbohrung 63 und
dem Kolben 11 ist etwas Spiel vorgesehen, damit eventuelle Fluchtungsfehler
ausgeglichen werden können und der Stößelteller 61 immer flächig auf der
Abflachung 37 des Polygonrings aufliegt.
Der Kolben 11 kann beispielsweise durch einen Stift
65 mit dem Stößel 59 verstiftet und somit formschlüssig verbunden
sein. Alternativ kann der Kolben 11 auch mit Hilfe eines Federrings
67 formschlüssig mit dem Stößel 69 verbunden sein.
Dazu ist im Kolben 11 eine zweite Nut 69 und in
der Sacklochbohrung 63 des Stößels 59 eine dritte Nut
71 vorgesehen.
Bei allen in den 3 bis 8
dargestellten Ausführungsbeispielen kann die der Abflachung 37 zugewandte
Seite des Kolbentellers 39 oder des Stößeltellers 61 ballig ausgeführt
sein, wie dies im Zusammenhang mit der 3 bereits erläutert
wurde.
Auch bei dem Ausführungsbeispiel gemäß 8
ist die Zylinderbohrung 13 als Stufenbohrung ausgeführt. Der Stößel
59 wird in einem Absatz 13b der Stufenbohrung 13 geführt,
so dass keine Querkräfte auf den Kolben 11 wirken.