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Dokumentenidentifikation DE102005009048A1 06.10.2005
Titel Blasvorrichtung für eine Falztasche
Anmelder Heidelberger Druckmaschinen AG, 69115 Heidelberg, DE
Erfinder Veigel, Dieter, 71336 Waiblingen, DE;
Schollenberger, Mark, 74343 Sachsenheim, DE
DE-Anmeldedatum 28.02.2005
DE-Aktenzeichen 102005009048
Offenlegungstag 06.10.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 06.10.2005
IPC-Hauptklasse B65H 45/16
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Blasvorrichtung für eine Falztasche (20), mit wenigstens einer Blasluftvorrichtung (42), wobei die wenigstens eine Blasluftvorrichtung (42) derart ausgestaltet ist, dass damit ein Luftstrom (44) erzeugbar ist, der im Wesentlichen entgegen der Einlaufrichtung der Falztasche (20) verläuft. Zudem betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Verhinderung von unerwünschten Doppelfalzen in einer Taschenfalzmaschine durch das Erzeugen eines Luftstroms (44) gegen die Unterseite eines einlaufenden Bogens (8) in die Falztasche (20).

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Blasvorrichtung für eine Falztasche gemäß des Oberbegriffs des Anspruchs 1, sowie ein Verfahren zur Verhinderung von unerwünschten Doppelfalzen in einer Taschenfalzmaschine gemäß Anspruch 9.

Typischerweise werden derartige Blasvorrichtungen zur Unterstützung für den einlaufenden Bogen in eine Falztasche, insbesondere für dünne, labile Papierbogen, verwendet. Die gebräuchlichen Falztaschen für Falzmaschinen bestehen aus einem Ober- und Unterrahmen, die längs zur Bogenlaufrichtung mit Führungselementen ausgerüstet sind. Ober- und Unterrahmen sind zueinander in Abstand distanziert, so dass der einlaufende Bogen, getrieben durch die Falzwalzen, ungehindert in die Falztasche einlaufen kann. Quer zu diesen Führungselementen ist ein Bogenanschlag angebracht, dessen Anschlagfinger zwischen den Führungselementen vom oberen in den unteren Rahmen ragen. Der Bogenanschlag ist auf die gewünschte Bogeneinlauflänge einstellbar.

Erreicht der einlaufende Bogen den Bogenanschlag, so wird dieser vordere Bogenteil am Weiterlauf gehindert, der hintere Bogenteil jedoch weitergeführt. Hierdurch knickt der Bogen in seiner beabsichtigten Falzlinie aus und wird von den dazugehörigen Falzwalzen erfasst und gefalzt.

Allerdings gibt es besondere Arten von Falzen, bei denen in Falztaschen Probleme auftauchen, vor allem in folgenden Falztaschen, in denen ein bereits gefalzter Bogen erneut gefalzt werden soll, z.B. in der Form eines sogenannten Zeichnungsfalz. Eine Form von gefalzten Bogen, die bei einem Taschenfalzwerk Probleme bereiten kann ist in 1 dargestellt. Dem Fachmann ist klar, dass sich ähnliche Probleme auch bei anderen Falzarten ergeben, so dass darauf verzichtet wird, auf alle möglichen Falzarten einzugehen.

Der gefalzte Bogen 8 weist in jedem Fall eine Vorderkante 8.v0 und eine Hinterkante 8.vn auf. Dazwischen weist der Falzbogen eine Anzahl von Falzbrüchen auf. Dabei sind einige der Falzbrüche 8.v2, 8.v4 vorauseilend, womit gemeint ist, dass sie in Richtumg der Bewegungsrichtung des Bogens zeigen, die mit dem Index v zusätzlich gekennzeichnet sind, und einige Falzbrüche 8.h1, 8.h3, 8.h5 nacheilend, die mit dem Index h zusätzlich gekennzeichnet sind. Die Distanzen zwischen den Enden des Bogens 8 und den Falzbrüchen sind mit dem Index L zusätzlich gekennzeichnet. Die Längen können dabei im Prinzip beliebig sein, in der Summe entsprechen sie in der Regel der Gesamtlänge des Bogens 8.

Nun sei es die Aufgabe, einen weiteren Falz F in die erste Länge 8.L1 des Bogens von der Vorderkante 8.v0 bis zum ersten Falzbruch 8.h1 einzubringen, und zwar mit einer Distanz L1 von der Vorderkante 8.v0 und einer Distanz L2 von dem ersten Falzbruch 8.h1 entfernt. In der Falzmaschine sind die einzelnen Lagen natürlich nicht so aufgefächert wie in 1 gezeigt, sondern liegen alle mehr oder weniger platt aufeinander.

Nun kann man mehrere Fälle unterscheiden. Im einfachsten Fall eilt die Vorderkante 8.v0 des Bogens mindestens um die Länge L1 allen anderen vorauseilenden Falzbrüchen 8.v2, 8.v4 oder der Hinterkante des Bogens 8.vn, wenn diese vorauseilt, voraus. In einem solchen Fall läuft die Vorderkante des Bogens ganz normal in die Falztasche ein, es bildet sich ein Stauch, dieser Stauch wird von den Falzwalzen erfasst und die Falzwalzen falzen den Bogen und ziehen danach auch den Rest des Bogens mit den ganzen Falzbrüchen durch die Falzwalzen aus der Stauchzone. Hier gibt es also keine Probleme.

Anders ist es, wenn, wie im in 1 gezeigten Fall, einer der vorauseilenden Falzbrüche 8.v2, 8.v4 oder die Hinterkante des Bogens 8.vn, wenn diese vorauseilt, der Vorderkante 8.v0 des Bogens vorauseilt. Wird diese in die Falztasche gelenkt, dann trifft diese zuerst auf den Anschlag und löst das Stauchen im Stauchraum aus. Dadurch wird auf jeden Fall ein Falzbruch an einer falschen Stelle erzeugt, der im gegebenen Fall ja nicht erwünscht ist. Mit einer nicht zu verachtenden Wahrscheinlichkeit kommt es aber zu einem ziemlichen Durcheinander im Stauchraum, das zur Zerstörung des Bogens und von Folgebogen oder sogar zur Beschädigung der Falzmaschine führen kann.

Ein dritter Fall, der ebenfalls nicht erwünscht ist, tritt dann ein, wenn die Vorderkante 8.v0 des Bogens zwar vorauseilt, aber um weniger als die Länge L1 vor dem nächsten vorauseilenden Falzbruch 8.v2, 8.v4 oder der Hinterkante des Bogens 8.vn, wenn diese vorauseilt. Das führt zwar dazu, dass die Vorderkante 8.v0 wie gewünscht den Anschlag erreicht, der Falzbruch F aber in einem von wenigstens einer der darunter liegenden Lagen des Bogens überdeckt wird, was entweder dazu führt, dass der Stauch nicht ausreicht, um den Falzbruch zu erzeugen, und durch den weiter in die Stauchzone eingeförderten Bogen wiederum ein Durcheinander im Stauchraum entsteht, mit den oben angegebenen Folgen, oder der Stauch überwindet die Gegenkraft der Sperrwirkung der darunter liegenden Lagen, die dann auch gefalzt werden, was aber nicht gewünscht ist. Auch ein solcher Bogen ist zerstört.

Daher können auf gewöhnlichen Taschenfalzmaschinen derartige Falzungen nicht vorgenommen werden.

Es ist daher die Aufgabe der Erfindung, ein Vorrichtung zu schaffen, mit der es möglich ist, trotzdem mit einer Taschenfalzmaschine derartige Falzungen vornehmen zu können. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit einer Blasvorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 so wie mit einem Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 9 gelöst. Weitere Merkmale ergeben sich aus den Unteransprüchen.

Dementsprechend betrifft die Erfindung eine Blasvorrichtung für eine Falztasche, mit wenigstens einer Blasluftvorrichtung, wobei die Austrittsöffnung derart ausgestaltet ist, dass damit ein Luftstrom erzeugbar ist, der im Wesentlichen gegen die Einlaufrichtung der Falztasche verläuft. Dadurch lässt sich eine Trennung von der Vorderkante und anderen vorlaufenden Falzbrüchen oder der Hinterkante des Bogens, falls diese vorlaufend ist, erzielen. In dem Spalte zwischen der Vorderkante des Bogens und dem ersten vorlaufenden Falzbruch staut sich die Luft, die dagegen geblasen wird und drückt die tiefer liegenden Lagen nach unten, zu den Falzwalzen hin, von denen die vorauseilenden Falzbrüche erfasst werden. Dadurch kann die Vorderkante des Bogens ungestört in die Falztasche bis zu dem Anschlag einlaufen, was zu einer normalen Stauchung des Bogens mit der entsprechenden Ausbildung eines Falzbruchs an der gewünschten Stelle führt.

In einer vorteilhaften Ausgestaltumg der erfindungsgemäßen Blasluftvorrichtung, ist die Blasluftvorrichtung derart ausgestaltet, dass der Luftstrom gegen die Unterseite des einlaufenden Bogens gerichtet ist. Auf diese Weise kann der schon beschriebene Effekt verstärkt werden.

In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Blasluftvorrichtung richtet die Blasluftvorrichtung einen Luftstrompuls gegen die Unterseite des einlaufenden Bogens. Dadurch lassen sich leichter größere Strömungsgeschwindigkeiten, die den normalen Ablauf des Falzens weniger stören, erzielen, als dies mit einem kontinuierlichen Luftstrom der Fall wäre, nämlich dann, wenn nur zu einem gewünschten Zeitpunkt ein entsprechend dosierter Luftstrompuls abgegeben wird. Ein kontinuierlicher Luftstrom könnte nämlich möglicherweise die Bildung des Stauchs verschlechtern, z.B. verzerren.

Außerdem kann durch das Pulsen des Luftstroms vorteilhafterweise verhindert werden, dass versehentlich die Vorderkante des Bogens bereits abgelenkt wird, wenn das die Zeitgebung des Luftstrompulses entsprechend gesteuert wird. Entsprechend umfasst die Blasluftvorrichtung in einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung eine Steuerung, die die Dauer und den Zeitpunkt des Luftstrompulses an der Blasvorrichtung regelt.

In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Blasluftvorrichtung ist die Steuerung daher derart ausgestaltet, dass sie den Luftstrompuls so regelt, dass er einsetzt, wenn die Bogenvorderkante eines Bogens in die Falztasche eingelaufen ist. Dadurch wird verhindert, das der Luftstrom versehentlich die Bogenvorderkante in eine ungewünschte Richtung ablenkt. Der Luftstromstoß kann aber auch, je nach dem, wie der Luftstrom gerichtet ist, auch zur Unterstützung des Einlaufens in die Tasche gepulst werden, indem die Bogenvorderkante praktisch in die Falztasche hineingeblasen wird.

In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Blasluftvorrichtung ist die Steuerung daher derart ausgestaltet, dass sie den Luftstrompuls so regelt dass er endet, bevor die Bogenvorderkante des Bogens an einen Anschlag der Falztasche anschlägt. Dadurch wird verhindert, dass der Luftstrompuls die Stauchbildung behindern kann, wie es etwa bei labilen, dünnen Papieren leicht der Fall sein könnte, so dass der Falzbruch nicht an der vorgesehenen Stelle erfolgt.

Die Erfindung betrifft auch eine Falztasche mit einer erfindungsgemäßen Blasvorrichtung sowie eine Taschenfalzmaschine mit einer solchen Falztasche.

Weiterhin betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Verhinderung von umerwünschten Doppelfalzen in einer Taschenfalzmaschine mit einem Taschenanschlag und einem zugeordneten Falzwalzenpaar, mit den Schritten:

  • – Bereitstellen einer Blasluftvorrichtung am Eingang der Falztasche
  • – Erzeugen eines Luftstroms gegen die Unterseite eines einlaufenden Bogens in die
Falztasche.

In einer vorteilhaften Ausgestaltung des Erfindungsgemäßen Verfahrens wird der Luftstrom derart gegen den Bogen gerichtet wird, dass er den vorlaufenden Falzbruch oder die vorlaufende Hinterkante des Bogens, die sich unterhalb des Bogens befinden, zwischen das Falzwalzenpaar leitet. Dadurch werden die vorlaufenden Falzbrüche oder die Hinterkante des Bogens, wenn diese vorlaufend ist, von der Falztasche ferngehalten, so dass sie nicht bei der Erzeugung eines weiteren Falzbruchs stören.

Bevorzugte Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Vorrichtung werden im folgenden unter Bezugnahme auf die Zeichnung im einzelnen näher beschrieben. Es zeigen in schematischer Darstellung:

1 ein Bogen mit mehreren Falzbrüchen;

27 eine Bilderfolge, die den Ablauf des erfindungsgemäßen Verfahrens mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung beim Falzen zeigt

8 eine perspektivische Ansicht der erfindungsgemäßen Blasvorrichtung.

In 2 ist ein Bogen 8 gezeigt, der gerade in die Falztasche 20 einläuft. Dabei wird der Bogen von der oberen Zuführwalze 2 und unteren Zuführwalze 3, die gleichzeitig als Falzwalze 3 arbeitet, vorangetrieben. Die Vorderkante des einlaufenden Bogens 8 neigt sich aufgrund der Schwerkraft nach unten, wird aber von der Falztascheneinlaufschräge 40 der Falztaschenunterseite 4 nach oben in die Falztasche 20 geleitet. Die Falztasche steht unter einem Winkel zur Horizontalen. Die Falztaschenoberseite 7 weist am Eingang eine Falztascheneinlaufrundung 70 auf. Die Bogenvorderkante 8.v0 gleitet entlang der Falztaschenunterseite 4 und Falztaschenoberseite 7 die Falztasche 20 hinauf getrieben von der oberen Zuführwalze 2 und der unteren Zuführwalze 3.

Unterhalb der Falztaschenunterseite 4 ist im Bereich der Falztascheneinlaufschräge 40 eine Blasluftvorrichtung 42 angeordnet, mit der ein Luftstrom 44 erzeugbar ist. Dafür weist die Blasluftvorrichtung 42 eine nicht gezeigte, dem Fachmann jedoch bekannte Vorrichtung zur Erzeugung von Blasluft auf sowie eine Steuerung 80, die nur schematisch eingezeichnet ist, die aber aus dem Stand der Technik ohne weiteres entnommen werden kann.

Wie in 2 gezeigt weist der Bogen 8 eine vorlaufende Hinterkante 8.vn auf, die sich unterhalb des Bogens 8 befindet, sowie einen ersten Falzbruch 8.h1, der nachlaufend ist. Dem Fachmann ist klar, dass sich eine vergleichbare Konstellation ergibt, wenn der Bogen weitere Falzbrüche 8.v2, 8.h3, 8.v4, 8.h5 usw. aufweisen wurde, solange diese sich auf der Stauchraumseite des Bogens 8 befinden. Ebenfalls wäre es möglich, dass der Bogen insgesamt beispielsweise zwei oder mehr Lagen aufweist. Für das angesprochene Falzproblem ist lediglich wesentlich, dass ein vorlaufendes Ende des Bogens (vorlaufender Falzbruch oder vorlaufende Hinterkante die Länge L1, vergleiche 1) überlappt. Ohne ein weiteres Einwirken würde die in 2 gezeigte vorlaufende Hinterkante 8.vn ebenfalls in die Falztasche einlaufen und dann beim Falzen auf die bereits beschriebenen Arten stören.

In 3 ist gezeigt, dass die Blasvorrichtung 42 einen Luftstrompuls 44 entlang der Unterseite des Bogens 8 richtet, der mit den Pfeilen symbolisiert ist. Dabei ist unter Luftstrompuls 44 ein Luftstrom mit einem definierten Anfang und Ende zu verstehen, nicht das kontinuierliche Strömen von Luft. Allerdings wird darunter auch eine zeitlich begrenzte Zunahme eines kontinuierlichen Luftstroms verstanden. Es wäre z.B. denkbar, dass die Blasvorrichtung 42 die ganze Zeit einen leichten Luftstrom 44 erzeugt, der dann zum richtigen Zeitpunkt verstärkt wird, um die erfindungsgemäße Wirkung zu erzielen.

Durch die etwas gegen die Unterseite des Bogens gerichtete Luftströmung 44 wird die vorlaufende Hinterkante 8.vn des Bogens von der Unterseite des Bogens getrennt und nach unten weggedrückt, so dass die Hinterkante der unteren Falzwalze 3 folgt. Der Luftstrompuls kann in seiner Stärke, z.B. abhängig von der Papierdicke oder anderen Materialeigenschaften, von der Steuerung 80 geregelt werden. Wie in 4 gezeigt, erreicht schließlich die Bogenhinterkante 8.vn den Spalt zwischen den Falzwalzen 3 und 6. Da die Distanz zwischen den Falzwalzen 3, 6 in diesem Fall auf drei Papierstärken eingestellt sind (siehe 6), wird der vorlaufende, abgelenkte Teil durch die Falzwalzen 3, 6 kaum berührt. So kommt es praktisch zu keiner oder nur einer sehr geringen Beeinflussung der sich in 5 gezeigten Ausbildung der Stauche 5. Diese bilden sich in dem Bogen 8 aus, sobald die Bogenvorderkante 8.v0 gegen den Anschlag 5 läuft und gleichzeitig der Bogen 8 weiter von den Zuführwalzen 2, 3, transportiert wird. Zu diesem Zeitpunkt ist der Luftstrompuls bereits wieder abgeklungen, so dass der Falzbruch F wie in 6 gezeigt an der gewünschten Stelle gebildet wird. Wie in 7 gezeigt läuft schließlich die ehemalige Bogenvorderkante 8.v0 aus der Falztasche 20 aus, entweder in ein folgendes Falzwerk, oder in die Auslage.

In 8 ist eine Blasvorrichtung 42 in perspektivischer Darstellung gezeigt. In dieser relativ einfachen Ausführungsform handelt es sich dabei um eine Mehrzahl von Auslassöffnungen 16, die entlang der Falztascheneinlaufschräge 40 in Aussparungen 46 unter einem geeigneten Winkel angebracht sind.

Der Bediener kann an einer Steuerung 80 eingeben, wie lange, ab wann und mit welcher Stärke der Luftstrompuls 44 gegen den einlaufenden Bogen geblasen werden soll, oder ob der Luftstrompuls 44 ganz unterbleiben soll, falls nämlich eine ganz andere Falzart mit der Falzmaschine durchgeführt wird.

Die erfindungsgemäße Blasluftvorrichtung und das erfindungsgemäße Verfahren lässt sich in allen Taschenfalzmaschinen einsetzen und kann dort allen oder auch nur einzelnen Falztaschen 20 zugeordnet sein. Bei mehreren Falztaschen mit der erfindungsgemäßen Blasluftvorrichtung kann es vorteilhaft sein, eine gemeinsame Blasluftquelle zu verwenden, sowie eine gemeinsame Steuerung, die mittels geeigneter Ventile die einzelnen Blasluftvorrichtungen ansteuert.

2obere Zuführwalze 3untere Zuführwalze, Falzwalze 4Falztaschenunterseite 5Anschlag 6Falzwalze 7Falztaschenoberseite 8Bogen 16Austrittsöffnung 20Falztasche 40Falztascheneinlaufschräge 42Blasluftvorrichtung 44Luftstrom 46Aussparung 70Falztascheneinlaufrundung 80Steuerung 8.v0Vorderkante des einlaufenden Bogens 8.v2, 8.v4,2., 4. Falzbruch des einlaufenden Bogens, vorlaufend 8.vnHinterkante des einlaufenden Bogens 8.h11. Falzbruch des einlaufenden Bogens, nachlaufend 8.h3, 8.h53., 5. Falzbruch des einlaufenden Bogens, nachlaufend 8.L1Bogenlänge von der Vorderkante bis zum 1. Falzbruch des Bogens 8.L2, 8.L3,Bogenlänge von dem 2. bzw. 3. zum 3. bzw. 4. Falzbruch des Bogens 8.L4, 8.L5Bogenlänge von dem 4. bzw. 5. zum 5. bzw. 6. Falzbruch des Bogens 8.LnBogenlänge von dem letzten Falzbruch zur Hinterkante des Bogens L1Länge von der Bogenvorderkante bis zum netten Falzbruch L2Länge von dem neuen Falzbruch bis zum ersten Falzbruch SStauch FFalzbruch

Anspruch[de]
  1. Blasvorrichtung für eine Falztasche (20), mit wenigstens einer Austrittsöffnung (16), dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Austrittsöffnung (16) derart ausgestaltet ist, dass damit ein Luftstrom (44) erzeugbar ist, der im Wesentlichen gegen die Einlaufrichtung der Falztasche (20) verläuft.
  2. Blasvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Blasluftvorrichtung (42) derart ausgestaltet ist, dass der Luftstrom (44) gegen die Unterseite des einlaufenden Bogens (8) gerichtet ist.
  3. Blasvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, die Blasluftvorrichtung (42) einen Luftstrompuls (44) gegen die Unterseite des einlaufenden Bogens (8) richtet.
  4. Blasvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Blasluftvorrichtung (42) eine Steuerung (80) umfasst, die die Dauer und den Zeitpunkt des Luftstrompulses (44) an der Blasvorrichtung (42) regelt.
  5. Blasvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerung (80) derart ausgestaltet ist, dass sie den Luftstrompuls (44) so regelt, dass er einsetzt, wenn die Bogenvorderkante (8.v0) eines Bogens (8) in die Falztasche (20) eingelaufen ist.
  6. Blasvorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerung (80) den Luftstrompuls (44) derart regelt, dass er endet, bevor die Bogenvorderkante (8.v0) des Bogens (8) an einen Anschlag (5) der Falztasche (20) anschlägt.
  7. Falztasche (20) mit einer Blasvorrichtung (42) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 6.
  8. Falzmaschine mit einer Falztasche (20) gemäß Anspruch 7.
  9. Verfahren zur Verhinderung von unerwünschten Doppelfalzen in einer Taschenfalzmaschine mit einem Taschenanschlag (5) und einem zugeordneten Falzwalzenpaar (2, 6), mit den Schritten:

    – Bereitstellen einer Blasluftvorrichtung (42) am Eingang der Falztasche (20)

    – Erzeugen eines Luftstroms (44) gegen die Unterseite eines einlaufenden Bogens (8) in die Falztasche (20).
  10. Verfahren nach Anspruch 9,

    dadurch gekennzeichnet,

    dass das Verfahren zusätzlich den Schritt umfasst:

    – Regeln des Luftstroms (44) mittels einer Steuerung (80).
  11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Schritt des Regelns das Erzeugen eines Luftstrompulses (44) umfasst.
  12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Schritt des Erzeugen eines Luftstrompuls (44) derart ist, dass der Luftstrompuls (44) beginnt, wenn die Bogenvorderkante (8.v0) eines Bogens (8) in die Falztasche (20) einläuft.
  13. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Schritt des Erzeugen eines Luftstrompuls (44) derart ist, dass der Luftstrompuls (44) endet, bevor die Bogenvorderkante (8.v0) des Bogens (8) an den Anschlag (5) in der Falztasche (20) anschlägt.
  14. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Luftstrom (44) derart gegen den Bogen (8) gerichtet wird, dass er den vorlaufenden Falzbruch (8.v2, 8.v4) oder die vorlaufende Hinterkante (8.vn) des Bogens (8), die sich unterhalb des Bogens (8) befinden, zwischen das Falzwalzenpaar (3, 6) leitet.
Es folgen 4 Blatt Zeichnungen






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