| Dokumentenidentifikation |
DE10315818B4 06.10.2005 |
| Titel |
Dampferzeuger mit reduzierter Kalkablagerung |
| Anmelder |
Rational AG, 86899 Landsberg, DE |
| Erfinder |
Koch, Franz, 86836 Untermeitingen, DE; Lichtenstein, Manfred, 86947 Weil, DE; Neumann, Sonya, 86899 Landsberg, DE |
| Vertreter |
BOEHMERT & BOEHMERT, 28209 Bremen |
| DE-Anmeldedatum |
07.04.2003 |
| DE-Aktenzeichen |
10315818 |
| Offenlegungstag |
04.11.2004 |
| Veröffentlichungstag der Patenterteilung |
06.10.2005 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
06.10.2005 |
| IPC-Hauptklasse |
F22B 7/12
|
| IPC-Nebenklasse |
A21B 3/04
|
| Beschreibung[de] |
|
Die Erfindung betrifft einen Dampferzeuger, für ein Gargerät sowie
ein Gargerät mit solch einem Dampferzeuger.
Ein Dampferzeuger für ein Gargerät, der einen von einem Außenmantel
begrenzten, mit Wasser zumindest teilweise befüllbaren Wasserkessel mit einem Auslass
für Dampf aufweist, wobei in dem Außenmantel ein Brennerschacht angeordnet ist,
zur Zuleitung heißer Abgase von einem Brenner zu einer Vielzahl von Rohren, die
sich von einem mit dem Brennerschacht in Verbindung stehenden Verbindungsabschnitt
über einen Wärmetauscherabschnitt zu einem Abzug erstrecken, und die Strömungsrichtung
der von dem Brenner zu dem Abzug strömender Gase zumindest eine Richtungsumkehr
im Dampferzeuger erfährt, ist aus der DE
197 08 229 C2 bekannt. Bei diesem Dampferzeuger ist der Verbindungsabschnitt
als Verteilerkasten ausgeführt, der vom Brennerschacht aus in Richtung der Rohre
die Richtungsumkehr der Abgase erzwingt, unter Passieren eines Durchlasses mit variablem
Querschnitt und Verteilerkanälen zu den Rohren, während der Brennerschacht und die
Rohre im Wesentlichen parallel zueinander verlaufen. Dieser Dampferzeuger ist nicht
nur beschränkt in seiner Flexibilität, sondern hat vor allem den Nachteil, dass
sich viele Flächen zur Kalkablagerung, auch an Schweißverbindungen, im Wasserkessel
darbieten, insbesondere durch den Verteilerkasten, nämlich vornehmlich durch dessen
im Wesentlichen senkrecht zu dem Brennerschacht und den Rohren verlaufende, obere,
dem Ablass zugewandte Fläche, was zu einer verfrühten Alterung führt.
In der DE 295 00 595 U1
ist ebenso ein Dampferzeuger offenbart. Bei diesem Dampferzeuger wird eine Konstruktionsweise
verwendet, bei der im Wasserkessel der Brennerschacht mit den Rohren für den Wärmeaustausch
über einen Verbindungsabschnitt in Form eines einfachen Querschachts konstanten
Querschnitts verbunden ist. Auch bei diesem Dampferzeuger findet die Richtungsumkehr
der Abgase komplett in dem Querschacht statt, so dass viel Fläche für Kalkablagerungen,
auch an Schweißverbindungen, bereitgestellt wird, was zu einer verfrühten Alterung
führt.
Aus der EP 0 383 327 B1
ist ein Dampferzeuger für Gargeräte mit einer Entkalkungseinrichtung bekannt. Bei
diesem Dampferzeuger wird eine Strömung zum Abtragen bzw. zum Abplatzen und Austransportieren
von Kalk erzwungen.
In der DE 1 451 204 A1
ist eine Wärmetauschervorrichtung, insbesondere zur Benutzung in Boilern beschrieben,
in der ein Brennerschacht horizontal angeordnet ist, eine Richtungsumkehr von Verbrennungsgasen
aus dem Brennerschacht in einem Verbindungsabschnitt, angrenzend an die Hülle der
Wärmetauschervorrichtung, stattfindet und die Verbrennungsgase durch Rohre wieder
durch den Dampferzeuger geführt werden können. Allerdings weist auch diese Wärmetauschervorrichtung
den Nachteil auf, dass sich Kalk einfach auf den horizontalen Flächen derselben
ablagern kann. Ferner weist die bekannte Wärmetauschervorrichtung Wärmetauscherrohre
mit Einbuchtungen auf, die entweder alternierend auf beiden Seiten der Rohre oder
auch sich gegenüberliegend auf beiden Seiten der Rohre ausgebildet sein können,
was zu einer besseren Verwirbelung der Verbrennungsgase in den Rohren führen soll.
Aus der CH 218 479 ist ein
Rauchrohrkessel bekannt, bei dem ebenfalls ein Brennerschacht horizontal angeordnet
ist, und eine Richtungsumkehr von Verbrennungsgasen zu einem Teil in dem Brennerschacht
und zum anderen Teil in Wärmetauscherrohren stattfindet, die auch im Wesentlichen
horizontal angeordnet sind. Auch bei diesem Kessel sind Verbindungsstellen der Rohre
zu dem Brennerschacht teilweise im Wesentlichen horizontal auf der oberen Seite
des Brennerschachts angeordnet, so dass sich dort Kalk ablagern kann, was zu einer
verfrühten Alterung des Dampferzeugers führen kann.
In der CH 449 655 ist ein Mehrzugsdampfkessel
beschrieben, der über einen Brennerschacht, einen Verbindungsabschnitt und Wärmetauscherrohre
verfügt, wobei eine erste Richtungsumkehr der Verbrennergase vollständig im Verbindungsabschnitt
stattfindet, so dass sich die Rohre im Wesentlichen vertikal nach oben aus einer
horizontalen, oberen Fläche des Verbindungsabschnitts erstrecken. In den Rohren
selbst findet eine zweite Richtungsumkehr der Verbrennungsgase statt. Allerdings
kann auch bei diesem Kessel sich insbesondere Kalk auf dem Verbindungsabschnitt
ablagern, was zu einer schnelleren Alterung, insbesondere der Verbindungsstellen
zu den Rohren, die sich von der Oberseite des Verbindungsabschnittes aus erstrecken,
führen kann.
Es ist daher die Aufgabe der Erfindung, einen Dampferzeuger für ein
Gargerät zu liefern, der die Nachteile des Stands der Technik überwindet. Insbesondere
sollen Kalkablagerungen an im Wesentlichen horizontalen Flächen vermieden werden,
um eine verfrühte Alterung zu vermeiden und eine optimale Wärmeübertragung langfristig
zu gewährleisten.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale von Patentanspruch
1 gelöst.
Die Unteransprüche 2 bis 13 beschreiben vorteilhafte Ausführungsformen
des erfindungsgemäßen Dampferzeugers für ein Gargerät.
Des Weiteren liefert die Erfindung ein Gargerät mit einem erfindungsgemäßen
Dampferzeuger.
Erfindungsgemäß wird das Problem der Kalkablagerung auf einfache und
elegante Weise angegangen, unter gleichzeitig hoher Wärmeübertragung, indem, insbesondere
obere, horizontale Flächen in einem Wasserkessel reduziert werden, so dass eine
Ablagerung von Kalk und somit eine verfrühte Alterung des Dampferzeugers erschwert
und eine Entkalkung erleichtert wird. Insbesondere durch die erfindungsgemäße Formgebung
der Rohre wird dies bewerkstelligt.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung von Ausführungsbeispielen der Erfindung mit Bezug auf die beigefügten
schematischen Zeichnungen. Dabei zeigt:
1a einen ersten Längsschnitt durch eine
erste Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Dampferzeugers;
1b einen zweiten Längsschnitt der in
1a gezeigten ersten Ausführungsform, um 90° zum
ersten Längsschnitt der 1a gedreht;
2a, 2b,
2c und 2d
jeweils einen Querschnitt mit unterschiedlichen Verbindungsabschnitten zwischen
den Rohren zum Dampfauslass und dem Brennerschacht eines Dampferzeugers der
1a und 1b;
3a einen ersten Längsschnitt durch eine
zweite Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Dampferzeugers;
3b einen zweiten Längsschnitt der in
3a gezeigten zweiten Ausführungsform, um 90° zum
ersten Längsschnitt der 3a gedreht;
3c einen Querschnitt im Bereich des Verbindungsabschnitts
des Dampferzeugers der 3a und 3b;
4a einen ersten Längsschnitt durch eine
dritte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Dampferzeugers;
4b einen Querschnitt im Bereich des Verbindungsabschnitts
des Dampferzeugers der 4a;
5 einen Längsschnitt durch eine Wand
eines Rohres zur Verwendung in einem erfindungsgemäßen Dampferzeuger; und
6a, 6b,
6c und 6d
jeweils einen ersten Längsschnitt durch verschiedene Entkalkungseinrichtungen, jeweils
für einen erfindungsgemäßen Dampferzeugers gemäß 1a
und 1b.
Bei einer ersten Ausführungsform gemäß den 1a
und 1b weist ein erfindungsgemäßer Dampferzeuger
1 einen zumindest teilweise mit Wasser füllbaren Wasserkessel mit einem
Außenmantel 2 auf, in dem sich drei Rohre 4a, 4b,
4c von einem Verbindungsabschnitt 6 vorbei an einem Auslass
10 erstrecken, über den Dampf aus dem Wasserkessel entnommen werden kann.
In dem Außenmantel 2 verläuft ferner ein Brennerschacht 12, in
dem sich die Flammen und die Abgase eines Gasbrenners (nicht dargestellt) ausbreiten
können. Diese Abgase werden über den Verbindungsabschnitt 6 in die Rohre
4a, 4b, 4c zu einem Abzug (nicht dargestellt) geleitet.
In einem Wärmetauschabschnitt 18 findet dabei über die Wände der Rohre
4a, 4b, 4c ein Wärmeaustausch zwischen den Abgasen und
dem Wasser in dem Wasserkessel statt. Jedes Rohr 4a, 4b,
4c öffnet sich jeweils einzeln in eine Öffnung 8a, 8b,
8c an der den Rohren 4a, 4b, 4c zugewandten,
im Wesentlichen vertikal im Wasserkessel verlaufenden Wand des Verbindungsabschnitt
6 und krümmt sich stromabwärts des Verbindungsabschnitts 6 in
die gleiche Richtung, in der sich der Brennerschacht 12 erstreckt, so dass
der Brennerschacht 12 und die Rohre 4a, 4b,
4c teilweise parallel verlaufen. Dadurch wird eine Richtungsumkehr der
Abgase erzwungen, und zwar teilweise im Verbindungsabschnitt 6 und teilweise
in den Rohren 4a, 4b, 4c. Die Verbindung zwischen den
Rohren 4a, 4b, 4c und dem Brennerschacht 12
ist somit auf individuelle Öffnungen 8a, 8b, 8c besagter,
vertikal verlaufender Wand des Verbindungsabschnitts 6 beschränkt, so dass
die horizontal verlaufende Fläche des Verbindungsabschnitts 6 im Wasserkessel,
auf der sich Kalk absetzen kann, im Vergleich zum Stand der Technik, insbesondere
gegeben durch die DE 197 08 229 C2
oder die CH 449 655, erheblich reduziert
ist.
Die 2a bis 2d
zeigen verschiedene Ausführungsformen des Verbindungsabschnittes 6. In
2a hat der mit dem Brennerschacht 12 verbundene
Verbindungsabschnittes 6 eine quaderförmige Gestalt. In 2b
ist ein quaderförmiger Verbindungsabschnittes 6 mit abgeflachten Ecken
dargestellt. In 2c ist der Verbindungsabschnitt
6 auf der den Rohren 4a, 4b, 4c gegenüberliegenden
Seite abgerundet. Gemäß 2d hat der Verbindungsabschnitt
6 im Wesentlichen die gleiche zylindrische Form wie der Brennerschacht
12, so dass horizontale Verbindungsflächen zwischen dem Brennerschacht 12
und dem Verbindungsschnitt 6 auf ein Minimum reduziert sind. Jede Abrundung
führt dabei zu einer weiteren Reduktion der horizontal verlaufenden Fläche im Wasserkessel,
auf der sich Kalk ablagern kann.
Die 3a bis 3c
zeigen eine zweite Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Dampferzeugers
1, bei dem die Richtungsumkehr der Abgase bzw. des Heißluftstromes vollständig
in den Rohren 4a, 4b, 4c innerhalb des Wärmetauschabschnitts
18 in dem Außenmantel 2 mit dem Auslass 10 durch eine
U-förmige Biegung der Rohre 4a, 4b, 4c bewerkstelligt
wird. Der Verbindungsabschnitt 6 ist dabei als Boden des Brennerschachts
12 ausgebildet, so dass durch Öffnungen 8a, 8b,
8c im Boden des Verbindungsabschnitts 6 die heißen Abgase aus
dem Brennerschacht 12 direkt in die Rohre 4a, 4b,
4c strömen. Dadurch befinden am Verbindungsabschnitt 6 keine horizontal
verlaufenden Verbindungsflächen, auf denen sich der Kalk absetzen könnte. Entsprechende
Flächen sind auch durch die Rohre 4a, 4b, 4c kaum gegeben.
In den 4a und 4b
ist eine dritte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Dampferzeugers
1 zu sehen. Besonders ist bei dieser Ausführungsform, dass aus jeder Öffnung
8a, 8b, 8c des Verbindungsabschnitt 6 Abgase
bzw. heiße Luft aus dem Brennerschacht 12 in einen Doppelabzug
14a, 14b, 14c eintreten, in dem sich der Luftstrom jeweils
in ein erstes Rohr 4a, 4b, 4c und ein zweites Rohr
16a, 16b, 16c aufteilt.
5 zeigt eine spezielle Ausgestaltung
eines Rohres 100, sei es eines ersten oder eines zweiten Rohres, zur Verbesserung
seiner Funktion als Wärmeaustauschrohr. Auf beiden Seiten der Wand des Rohres
100 sind regelmäßige Vertiefungen 103, 103' ausgebildet.
Diese Vertiefungen haben vorzugsweise eine längere Seitenkante 101,
101' sowie und eine kürzere Seitenkante 102, 102' und
sind auf beiden Seiten der Wand so angeordnet, dass die tiefsten Punkte der Vertiefungen
103, 103' sich nicht direkt gegenüberliegen. Vorzugsweise liegt
einer kürzeren Seitenkante 102, 102' eine längere Seitenkante
101, 101' gegenüber. Durch die Vertiefungen 103,
103' kommt es sowohl zu Komprimierungen im Bereich von Verengungen des
Rohres 100 als auch Entspannungen im Bereich von Erweiterungen des Rohres
100, so dass die Abgase turbulent das Rohr 10 durchströmen. Die
Versetzung der Vertiefungen 103, 103' auf beiden Seiten der Wand
des Rohres 100 führt zu Verwirbelungen, die insbesondere bewirken, dass
die Abgase, die bei Verwendung von normalen geraden Rohren unbenutzt in der Mitte
der Rohre zum Abzug strömt, auch zum Wärmeübertrag genutzt wird. Durch die Formgebung
gemäß 5 kann somit ein sehr guter und effizienter Wärmeübertrag
erreicht werden.
In 6a ist ein Dampferzeuger
1 gemäß den 1a und 1b
mit einer ersten Entkalkungsvorrichtung dargestellt. Frischwasser gelangt dabei
von einem Frischwasserzulauf 28 über einen Pumpendruckschlauch
27, eine Ausschwemmpumpe 26 und einen Pumpenanschluss
25 durch eine Bodenöffnung 23 in den Außenmantel 2 des
Dampferzeugers 1. Eine hier nicht dargestellte elektronische Steuerschaltung
überwacht die Nutzungsdauer des Dampferzeugers 1 und/oder das Einschalten
desselben und führt eine Abfrage eines Temperatursensors (nicht dargestellt) durch.
Wenn der von dem Temperatursensor erfasste Temperaturwert ergibt, dass der Brenner
nicht betrieben wird, wird die Ausschwemmpumpe 26 betätigt, unter Ausschluss
einer Frischwasserzufuhr über den Frischwasserzulauf 28, jedoch gleichzeitiger
Freigabe eines Wasserflusses über einen Ausschwemmzufluss 21, welcher in
Bodennähe an der Wand des Wasserkessels diametral gegenüber der Ausschwemmpumpe
26 angeordnet ist.
Der Ausschwemmzufluss 21 kann eine Spüldüse 22 aufweisen,
wodurch eine Erhöhung der Ausschwemmgeschwindigkeit des Wassers bewirkt wird. Die
Steuerung des Ausschwemmzuflusses 21 kann beispielsweise über ein Spülmagnetventil
erfolgen. Der auf dem Boden des Dampferzeugers 1 liegende Kalk wird zum
größten Teil vom Strahl aus der Spüldüse 22 durch die Ausschwemmpumpe
26 zu einer Bodenöffnung 23 zwangsbefördert und in den Pumpenanschluss
25 geleitet. Die Ausschwemmpumpe 26 fördert kalkpartikelhaltige
Wasser über den Pumpendruckschlauch 27 zum Geräteabfluss 29 eines
nicht dargestellten Gerätes. An der tiefsten Stelle des Pumpenanschlusses
25 ist zudem eine Notablassöffnung 24 vorgesehen, welche ein Ablassen
von Wasser erlaubt, wenn die Ausschwemmpumpe 26 versagen sollte. Bei dieser
Ausführungsform wird der Wartungsaufwand für den Dampferzeuger 1 minimiert
und ebenfalls die erforderlichen Tätigkeiten des Anwenders, da der Reinigungsvorgang
vollautomatisch abläuft. Aufgrund der Minimierung der Flächen im Dampferzeuger
1, auf denen sich Kalk ablagern kann, wird des Weiteren der Wartungsaufwand
reduziert und die Haltbarkeit erhöht.
In 6b ist ebenfalls ein erfindungsgemäßer
Dampferzeuger 1 gemäß den 1a und
1b mit einer Enkalkungsvorrichtung in einer
zweiten Ausführungsform dargestellt. Nahe dem Boden des in 6b
dargestellten Dampferzeugers 1 ist wieder eine Ausschwemmpumpe
26, vorzugsweise in Form einer elektrisch betätigbaren Kreiselpumpe, angeordnet,
die im Ruhezustand eine offene Strömungsverbindung zwischen dem sich im Wasserkessel
bzw. innerhalb des Außenmantels 2 befindlichen Wasser und einem nicht gezeigten
Wasserzulauf, der seinerseits oberhalb des Niveaus des im Wasserkessel befindlichen
Wassers mit der Atmosphäre kommuniziert, herstellt. An der der
Ausschwemmpumpe 26 diametral gegenüberliegenden Seite des Außenmantels
2 des Dampferzeugers 1 befindet sich wieder ein Ausschwemmzufluss
21, der in einer weiter unten noch beschriebenen Weise gemeinsam mit der
Ausschwemmpumpe 26 betätigbar ist. In besonders vorteilhafter Weise ist
der Boden des Dampferzeugers 1 von dem Ausschwemmzufluss 21 zur
Ausschwemmpumpe 26 hin geneigt, wodurch gewährleistet werden kann, dass
sich abplatzende Kalkpartikel, etc. vorzugsweise im Strömungsweg zwischen dem Ausschwemmzufluss
21 und der Ausschwemmpumpe 26 nahe letzterer ansammeln. Im Nichtbetriebszustand
des Dampferzeugers 1, wenn also kein Dampf zum Garen in dem angeschlossenen
Gargerät benötigt wird, springt in einstellbaren Intervallen unter gleichzeitigem
Öffnen der Wasserzuführung durch den Ausschwemmzufluss 21 hindurch die
Ausschwemmpumpe 26 an, wodurch, unter Erzeugung einer kräftigen Wasserströmung
am Boden des Dampferzeugers 1, die auf dem Boden in Folge thermischer Wechselbeanspruchung,
etc. durch Abplatzungen und dergleichen angesammelten Kalkpartikel zuverlässig ausgeschwemmt
werden. Die Länge der Intervalle zwischen den einzelnen Entkalkungsvorgängen sowie
ggf. auch die Länge der einzelnen Ausschwemmvorgänge sind vorgebbar, und zwar in
Abhängigkeit von der abgelaufenen Betriebsdauer und Temperatur in dem Dampferzeugers
1.
6c zeigt einen erfindungsgemäßen Dampferzeuger
1 gemäß den 1a und 1b
mit einer integrierten Dampfpumpe 30 als Teil einer dritten Entkalkungsvorrichtung.
Die Dampfpumpe 30 besteht aus einem im Wesentlichen zylinderförmigen Kessel,
wobei eine Wand der Dampfpumpe 30 von wenigstens einem Teil der Wand des
Außenmantels 2 des Dampferzeugers 1 gebildet wird und eine Trennwand
33 zwischen dem Außenmantel 2 und der Dampfpumpe 30 darstellt.
Die Trennwand 33 weist am oberen Ende eine Dampfverbindung 31,
die sich über dem Niveau des Wassers im Außenmantel 2 befindet, und am
unteren Ende eine Wasserverbindung 32 auf. Die Wasserverbindung
32 ist nahe am Boden des Außenmantels 2 angeordnet. Über die Verbindungen
31 und 32 stehen die Dampfpumpe 30 und der Außenmantel
2 in Verbindung. Unterhalb der Dampfpumpe 30 ist ein Sedimentbehälter
36 vorgesehen, dessen Öffnungsverhältnisse sich über die gesamte Bodenfläche
der Dampfpumpe 30 erstreckt. Der Sedimentbehälter 36 wird über
die Wasserverbindung 32 vollständig mit Wasser aus dem Außenmantel
2 gefüllt, und die Dampfpumpe 30 wird mit Wasser gefüllt, so dass
der Wasserstand wie im Außenmantel 2 vorliegt. Im oberen Bereich der Dampfpumpe
30 ist eine Kühleinrichtung 37 vorgesehen. Diese Kühleinrichtung
37 kann ein Flächenkühler mit einem von der Dampfpumpe 30 getrennten
Kühlkreislauf sein, oder, wie hier dargestellt, ein direkter Wasserkühler mit Zufuhr
von Kaltwasser über einen Frischwasserzulauf 34 direkt in den oberen Raum
der Dampfpumpe 30 sein. Die Zufuhr von Frischwasser oder Kaltwasser wird
durch ein Ventil 35 gesteuert. Wenn nun Kaltwasser in die Dampfpumpe eingeführt
wird, implodiert der Dampf im oberen Bereich der Dampfpumpe 30 und erzeugt
einen Unterdruck, wodurch das Wasser und der Dampf aus dem Dampferzeuger
1 in die Dampfpumpe 30 gesaugt werden. Durch die so entstehende
Strömung werden auch die im Wasser des Dampferzeugers 1 sich befindlichen
Partikel mitgerissen und im Sedimentbehälter 36 abgefangen und gesammelt.
Das in die Dampfpumpe 30 eingeleitete Frischwasser vermischt sich weiterhin
mit dem Wasser der Dampfpumpe 30 und kühlt dieses ab, so dass eine überdickte
Kalklösung in der Dampfpumpe 30 entsteht. Dabei kommt es zu einer intensiven
Bildung von Kalkpartikeln bereits in der Dampfpumpe 30. Durch den Druckausgleich
im oberen Bereich der Dampfpumpe 30 strömt Wasser aus der Dampfpumpe
30 über die Wasserverbindung 32 in den Außenmantel 2
des Dampferzeugers 1 hinein, wobei die im Wasser befindlichen Kalkpartikeln
in dem Sedimentbehälter 36 abgelagert werden, so dass ein Großteil des
ihm zugeleiteten Wasser enthaltenden Kalkes überhaupt nicht in den Dampferzeuger
1 gelangt. Das aus dem Dampferzeuger 1 in die Dampfpumpe
30 strömende Wasser hat auf die Seitenwände und die Bodenflächen des Dampferzeugers
1, nämlich des Außenmantels 2, der Rohre 4a,
4b, 4c, des Verbindungsabschnitts 23 und des Brennerschachts
5, eine erosive Wirkung, wodurch dort angelagerte Kalkreste, etc. abgetragen
werden. Da der Sedimentbehälter 36 die gesamte Bodenfläche der Dampfpumpe
30 umfasst, wird sichergestellt, dass der größte Teil der in der Dampfpumpe
30 gelangten Kalkpartikeln in dem Sedimentbehälter 36 abfällt.
6d zeigt einen erfindungsgemäßen Dampferzeuger
1 gemäß den 1a und 1b
mit einer Enkalkungsvorrichtung, umfassend eine separat ausgebildete Dampfpumpe
30. Die Dampfpumpe 30 kommuniziert über eine Wasserverbindung
32 und eine Dampfverbindung 31, die beide als Rohre oder dergleichen
ausgestaltet sind, mit dem vom Außenmantel 2 begrenzten Wasserkessel. Der
Raum zwischen dem Außenmantel 2 des Dampferzeugers 1 und der Dampfpumpe
30 kann mit einem isolierenden Material ausgefüllt sein. Durch die getrennte
Anordnung von Dampferzeuger 1 und Dampfpumpe 30 wird gewährleistet,
dass eine gute thermische Trennung zwischen den beiden Aggregaten besteht, was den
durch die Kühlung zu erzielenden Effekt begünstigt. Die Dampfpumpe 30 umfasst
dabei einen im Wesentlichen zylindrischen Körper, der den selben Wasserstand hat
wie der Dampferzeuger 1, also innerhalb des Außenmantels 2. Im
oberen Bereich der Dampfpumpe 30 ist wiederum ein Frischwasserzulauf
34 für Kaltwasser vorgesehen, der über ein Ventil 35 gesteuert
wird. Funktionsablauf und Wirkungsweise entsprechen der Ausführungsform
nach 6c.
Die in der voranstehenden Beschreibung sowie in den Ansprüchen offenbarten
Merkmale der Erfindung können sowohl einzeln als auch in jeder beliebigen Kombination
für die Verwirklichung der Erfindung in ihren verschiedenen Ausführungsformen wesentlich
sein.
1- Dampferzeuger
2- Außenmantel
4a, 4b, 4c- erstes Rohr
6- Verbindungsabschnitt
8a, 8b, 8c- Öffnung
10- Auslass
12- Brennerschacht
14a, 14b, 14c- Doppelabzug
16a, 16b, 16c- zweites Rohr
18- Wärmetauschabschnitt
21- Ausschwemmzufluss
22- Spüldüse
23- Bodenöffnung
24- Notablassöffnung
25- Pumpenanschluss
26- Ausschwemmpumpe
27- Pumpendruckschlauch
28- Frischwasserzulauf
29- Geräteabfluss
30- Dampfpumpe
31- Dampfverbindung
32- Wasserverbindung
3 3- Trennwand
34- Frischwasserzulauf
35- Ventil
36- Sedimentbehälter
37- Kühleinrichtung
100- Rohr
101, 101'- Seitenkante
102, 102'- Seitenkante
103, 103'- Vertiefung
|
| Anspruch[de] |
- Dampferzeuger (1) für ein Gargerät, der einen von einem Außenmantel
(2) begrenzten, mit Wasser zumindest teilweise befüllbaren Wasserkessel
mit einem Auslass (10) für Dampf aufweist, wobei in dem Außenmantel (2)
ein Brennerschacht (12) angeordnet ist zur Zuleitung heißer Abgase von
einem Brenner zu einer Vielzahl von Rohren (4a–4c,
16a–16c, 100), die sich von einem mit dem Brennerschacht
(12) in Verbindung stehenden Verbindungsabschnitt (6) über einen
Wärmetauschabschnitt (18) zu einem Abzug erstrecken, und die Strömungsrichtung
der von dem Brenner zu dem Abzug strömenden Abgase zumindest eine Richtungsumkehr
im Dampferzeuger (1) erfährt, die zumindest teilweise ausschließlich von
den Rohren (4a–4c, 16a–16c) erzwingbar
ist, wobei erste Rohre (4a–4c) jeweils mit einer individuellen
Öffnung (8a–8c) des Verbindungsabschnitts (6) verbunden
sind, wobei die Öffnungen (8a–8c) in einer Ebene angeordnet
sind, die im Wesentlichen horizontal an einem Boden des Verbindungsabschnitts (6),
oder im Wesentlichen vertikal erstreckt ist.
- Dampferzeuger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnungen
(8a–8c) im Bereich des Brennerschachts (12) angeordnet
sind oder sich parallel zur Längserstreckung des Brennerschachts (12) erstrecken.
- Dampferzeuger nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass
die Öffnungen (8a–8c) in zumindest einer Reihe angeordnet
sind.
- Dampferzeuger nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass der Brennerschacht (12) im im Wesentlichen horizontalen Querschnitt
im Wesentlichen kreisförmig oder ellipsenförmig ausgeformt ist, und/oder der Verbindungsabschnitt
(6) im im Wesentlichen horizontalen Querschnitt im Wesentlichen quadratisch,
rechteckig, trapezförmig und/oder ellipsenförmig ausgeformt ist.
- Dampferzeuger nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass der Verbindungsabschnitt (6) an die Form des Brennerschachts (12)
angepasst ist und/oder eine Verlängerung des Brennerschachts (12) darstellt.
- Dampferzeuger nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass jedes erste Rohr (4a–4c) mit zumindest einem zweiten
Rohr (16a–16c) verbunden ist, um einen Doppelabzug (14a–14c)
oder Mehrfachabzug für die Abgase pro Öffnung (8a–8c) des
Verbindungsabschnitts (6) bereitzustellen, wobei vorzugsweise die ersten
und zweiten Rohre (4a–4c, 16a–16c)
in einem regelmäßigen Muster, insbesondere in Reihen und Spalten, angeordnet sind.
- Dampferzeuger nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die Rohre (4a–4c, 16a–16c,
100) im im Wesentlichen horizontalen Querschnitt im Wesentlichen kreisförmig
oder ellipsenförmig sind.
- Dampferzeuger nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die Wand der Rohre (4a–4c, 16a–16c,
100) im Wesentlichen glatt oder strukturiert ausgeformt ist.
- Dampferzeuger nach einem der vorangehenden Ansprüche, gekennzeichnet
durch zumindest einen Einsatz, der in ein Rohr (4a–4c,
16a–16c, 100) zur Turbulenzerzeugung einbringbar
ist.
- Dampferzeuger nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die Wand der Rohre (100) Vertiefungen (103, 103')
aufweist, entweder auf beiden Seiten der Wand oder auf nur einer Seite der Wand,
vorzugsweise auf der den Abgasen zugewandten Innenseite.
- Dampferzeuger nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die tiefsten
Punkte der Vertiefungen (103, 103') horizontal zueinander versetzt
sind, vorzugsweise durch Bereitstellen einer relativ langen und einer relativ kurzen
Seitenkante (101, 101', 102, 102') pro Vertiefung
(103, 103'), so dass einer kurzen Seitenkante (102,
102') eine lange Seitenkante (101, 101') auf einer horizontal
verlaufenden Ebene gegenüberliegt.
- Dampferzeuger nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass an den Dampferzeuger (1) eine Entkalkungsvorrichtung zum automatischen
Entkalken des Wasserkessels angeschlossen oder anschließbar ist.
- Dampferzeuger nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass der Verbindungsabschnitt (6), die Rohre (4a–4c,
16a–16c, 100) und/oder die Enkalkungsvorrichtung
nach Art eines Baukastens aus einer Vielzahl von Verbindungsabschnitten, Rohren
bzw. Entkalkungsvorrichtungen auswählbar ist bzw. sind.
- Gargerät mit einem Dampferzeuger nach einem der vorangehenden Ansprüche.
Es folgen 7 Blatt Zeichnungen
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