Anwendungsgebiet der Erfindung ist die Behandlung von mineralischem
Schüttgut, beispielsweise im Zuge der Abtrennung von unerwünschten Bestandteilen
wie Kohle, Holz, Wurzeln oder Blättern vom Rohkies.
Die Erfindung betrifft eine Aufstromvorrichtung, bestehend aus einer
vom Stande der Technik her bekannten Schwertwäsche, welche an ihrer Unterseite mit
einem ein Wasser-Luft-Gemisch in das Schüttgut eintragenden Aufstromkasten versehen
ist, wobei in den die Verbindung beider Behältnisse bildenden Bereich eine Isenmann-Siebmatte
eingelassen ist und die das Wasser-Luft-Gemisch abgebenden Ausströmdüsen in der
Weise optimiert wurden, daß ein Blockieren derselben durch großvolumige Schüttgutbestandteile
verhindert wird. Die Gestalt der das Wasser-Luft-Gemisch erzeugenden Ejektordüsen
wurde dabei den aus der Konstruktion des Aufstromkastens resultierenden Bedingungen
angepaßt.
Bekannt ist bisher die Verwendung von Aufstromkästen, die mit siebförmigen
Durchbrüchen versehen sind, wobei oft schon nach kurzer Zeit eine die Funktion derselben
beeinträchtigende Versandung bzw. Ablagerung von Ton und anderen körnigen Bestandteilen
auf dem Kastenboden zu verzeichnen war. Des weiteren hatte der bisher verwendete
Aufstromkasten den zusätzlichen Nachteil, daß sich innerhalb des jeweils für den
Austritt des Wasser-Luft-Gemisches vorgesehenen, nach oben hin freien Rohrendes
regelmäßig großvolumige Schüttgutbestandteile festsetzten, indem diese dort verkanteten
und somit die Austrittsöffnung blockierten. Die dadurch erforderlich werdenden Reinigungsvorgänge
waren jeweils aufwendig und zeitraubend, führten zur Unterbrechung des Betriebes
und verminderten die Effektivität einer mit einem derartigen Aufstromkasten versehenen
Vorrichtung in erheblichem Umfange.
Bekannt ist weiterhin eine Aufstromrinne zum Entfernen von organischen
Stoffen aus mineralischem Schüttgut gemäß DE-GM 20003435.9, die mit Ejektordüsen
ausgestattet ist, die der Erzeugung des zum Betrieb erforderliche Wasser-Luft-Gemischs
dienen.
Im praktischen Betrieb derartiger Ejektordüsen hat sich jedoch gezeigt,
daß deren Gestaltung bzw. das Mischungsverhältnis zwischen Wasser und Luft verbesserungsbedürftig
ist.
Aufgabe der Erfindung ist deshalb die Entwicklung einer Aufstromvorrichtung,
mit deren Hilfe die Versandung des Aufstromkastens und die Blockierung der das Wasser-Luft-Gemisch
abgebenden Ausströmdüsen durch großvolumige Schüttgutbestandteile verhindert wird,
so daß eine hohe Effektivität und eine zuverlässigere Funktion der Aufstromvorrichtung
gewährleistet ist.
Die Aufgabe der Erfindung wird mit den Merkmalen des Anspruches 1
in der Weise gelöst, daß im stirnseitigen, nach untenhin offenen Bodenbereich einer
Schwertwäsche ein seinerseits nach obenhin offener Aufstromkasten befestigt ist,
wobei in der Ebene des Verbundes dieser beiden Behältnisse eine Siebmatte angeodnet
ist. Dabei ist erfindungsgemäß innenseitig des Aufstromkastens – mittig und
längs desselben – eine metallische L-Profilleiste in der Weise angeordnet,
daß deren beide jeweils gleichlangen, nach unten weisenden Schenkel eine Position
jeweils über den das Wasser-Luft-Gemisch abgebenden Ausströmdüsen einnehmen, wobei
die L-Profilleiste in dieser Positionierung gleichzeitig eine Stütze für die darüber
angeordnete Siebmatte bildet.
Nachstehend soll die Erfindung nun anhand eines Ausführungsbeispieles
näher erläutert werden:
1 zeigt die erfindungsgemäße Aufstromvorrichtung
für Schüttgut, bestehend aus dem als "Schwertwäsche" 1 bezeichneten Behältnis
sowie dem eigentlichen Aufstromkasten 4 in Vorderansicht und Seitenansicht.
2 zeigt den Aufstromkasten 4
in Seitenansicht, Vorderansicht und Draufsicht im Detail, über dessen nach oben
hin offene Seite das Eindringen des in den Ejektordüsen 9 erzeugten Wasser-Luft-Gemischs
11 in das Schüttgut 12 erfolgt.
3 zeigt den Aufbau der das Wasser-Luft-Gemisch
11 erzeugenden Ejektordüse 9.
1 zeigt im einzelnen die Schwertwäsche
1 im verkleinerten Maßstab – tatsächlich in den Abmessungen von ca. 6000 ×
1000 × 350 Millimetern – mit den durch einen Getriebemotor
25 angetriebenen Schwerträdern 3, 28 die auf zwei Antriebswellen
2 befestigt sind, welche ihrerseits wiederum jeweils in einem stirnseitig
angeordneten Lager 29 geführt werden.
Im Bereich einer der Stirnseiten ist die Schwertwäsche 1
mit einer das Schüttgut 12 einleitenden Rutsche 24 versehen; im
Bodenbereich 13 der gegenüberliegenden Stirnseite ist eine Austrittsöffnung
26 angeordnet, über die das behandelte Schüttgut 12 auf ein Förderband
27 abgegeben wird.
In der Aussparung des der Austrittsöffnung 26 gegenüberliegenden,
stirnseitigen Bodenbereichs 13 der Schwertwäsche 1 ist ein nach
oben hin offener, das Wasser-Luft-Gemisch 11 gleichmäßig verbreitender
Aufstromkasten 4 befestigt, wobei in der Ebene des Verbundes der beiden
Behältnisse 1, 4 eine Siebmatte 14 angeodnet ist.
2 zeigt im einzelnen den Aufstromkasten
4 im verkleinerten Maßstab, tatsächlich in den Abmessungen von ca. 1000 ×
300 × 60 Millimeter. Innenseitig ist – mittig und längs desselben –
eine an ihren Enden mit Flanschen 6 versehene und mittels Schraubverbindungen
7 befestigte L-Profilleiste 5 angeordnet, deren jeweils gleichlangen
Schenkel 15 nach unten gerichtet sind. Infolge der durch die L-Profilleiste
5 über den Ausströmdüsen 16 gebildeten Abdeckung wird das austretende
Wasser-Luft-Gemisch 11 innerhalb des Aufstromkastens 4 gleichmäßiger
verteilt, wodurch sich der Wirkungsgrad der Aufstromvorrichtung beträchtlich erhöht.
Das Eindringen von großvolumigen Bestandteilen des Schüttgutes 12 in die
Ausströmdüsen 16 wird dadurch ebenfalls verhindert. Nach obenhin übt die
L-Profilleiste 5 darüber hinaus die Funktion einer Stütze der Siebmatte
14 aus. Die Ausströmdüsen 16 sind ihrerseits jeweils mit einer
innenseitig an der Längsseite des Aufstromkastens 4 befestigten Traverse
8 verschweißt. Außerhalb des Aufstromkastens 4 ist eine jede der
Ausströmdüsen 16 mittels eines Schlauches 10 jeweils mit einer
Ejektordüse 9 verbunden.
3 zeigt im einzelnen eine Ejektordüse
9, welche in ihrem oberen Bereich 17 drei Lufteintrittsöffnungen
18 aufweist, wobei der sich zwischen der Aussenwandung 19 des
konusartigen Endes 20 des Wasserstrahlrohres 21 einerseits und
der zylindrischen Innenwand 22 des Mischbereiches 23 andererseits
ergebende Abstand x=<1,5 Millimeter beträgt.
1- Schwertwäsche
2- Antriebswelle
3- Schwertrad
4- Aufstromkasten
5- L-Profilleiste
6- Flansch
7- Schraubverbindung
8- Traverse
9- Ejektordüse
10- Schlauch
11- Wasser-Luft-Gemisch
12- Schüttgut
13- Bodenbereich der Schwertwäsche
14- Siebmatte
15- Schenkel der L-Profilleiste
16- Ausströmdüse
17- Oberer Bereich
18- Lufteintrittsöffnung
19- Außenwandung
20- Konusartiges Ende
21- Wasserstrahlrohr
22- Zylindrische Innenwand
23- Mischbereich
24- Rutsche
25- Getriebemotor
26- Austrittsöffnung
27- Förderband
28- Schwert
29- Lager