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Dokumentenidentifikation DE202005005410U1 06.10.2005
Titel Aufstromvorrichtung zum Entfernen von organischen Stoffen aus mineralischem Schüttgut
Anmelder Rosinke, Arnulf, 04838 Eilenburg, DE
Vertreter Wenzel, K., Dipl.-Ing.(FH), Pat.-Anw., 04509 Schönwölkau
DE-Aktenzeichen 202005005410
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 06.10.2005
Registration date 01.09.2005
Application date from patent application 06.04.2005
IPC-Hauptklasse B03B 5/66

Beschreibung[de]

Anwendungsgebiet der Erfindung ist die Behandlung von mineralischem Schüttgut, beispielsweise im Zuge der Abtrennung von unerwünschten Bestandteilen wie Kohle, Holz, Wurzeln oder Blättern vom Rohkies.

Die Erfindung betrifft eine Aufstromvorrichtung, bestehend aus einer vom Stande der Technik her bekannten Schwertwäsche, welche an ihrer Unterseite mit einem ein Wasser-Luft-Gemisch in das Schüttgut eintragenden Aufstromkasten versehen ist, wobei in den die Verbindung beider Behältnisse bildenden Bereich eine Isenmann-Siebmatte eingelassen ist und die das Wasser-Luft-Gemisch abgebenden Ausströmdüsen in der Weise optimiert wurden, daß ein Blockieren derselben durch großvolumige Schüttgutbestandteile verhindert wird. Die Gestalt der das Wasser-Luft-Gemisch erzeugenden Ejektordüsen wurde dabei den aus der Konstruktion des Aufstromkastens resultierenden Bedingungen angepaßt.

Bekannt ist bisher die Verwendung von Aufstromkästen, die mit siebförmigen Durchbrüchen versehen sind, wobei oft schon nach kurzer Zeit eine die Funktion derselben beeinträchtigende Versandung bzw. Ablagerung von Ton und anderen körnigen Bestandteilen auf dem Kastenboden zu verzeichnen war. Des weiteren hatte der bisher verwendete Aufstromkasten den zusätzlichen Nachteil, daß sich innerhalb des jeweils für den Austritt des Wasser-Luft-Gemisches vorgesehenen, nach oben hin freien Rohrendes regelmäßig großvolumige Schüttgutbestandteile festsetzten, indem diese dort verkanteten und somit die Austrittsöffnung blockierten. Die dadurch erforderlich werdenden Reinigungsvorgänge waren jeweils aufwendig und zeitraubend, führten zur Unterbrechung des Betriebes und verminderten die Effektivität einer mit einem derartigen Aufstromkasten versehenen Vorrichtung in erheblichem Umfange.

Bekannt ist weiterhin eine Aufstromrinne zum Entfernen von organischen Stoffen aus mineralischem Schüttgut gemäß DE-GM 20003435.9, die mit Ejektordüsen ausgestattet ist, die der Erzeugung des zum Betrieb erforderliche Wasser-Luft-Gemischs dienen.

Im praktischen Betrieb derartiger Ejektordüsen hat sich jedoch gezeigt, daß deren Gestaltung bzw. das Mischungsverhältnis zwischen Wasser und Luft verbesserungsbedürftig ist.

Aufgabe der Erfindung ist deshalb die Entwicklung einer Aufstromvorrichtung, mit deren Hilfe die Versandung des Aufstromkastens und die Blockierung der das Wasser-Luft-Gemisch abgebenden Ausströmdüsen durch großvolumige Schüttgutbestandteile verhindert wird, so daß eine hohe Effektivität und eine zuverlässigere Funktion der Aufstromvorrichtung gewährleistet ist.

Die Aufgabe der Erfindung wird mit den Merkmalen des Anspruches 1 in der Weise gelöst, daß im stirnseitigen, nach untenhin offenen Bodenbereich einer Schwertwäsche ein seinerseits nach obenhin offener Aufstromkasten befestigt ist, wobei in der Ebene des Verbundes dieser beiden Behältnisse eine Siebmatte angeodnet ist. Dabei ist erfindungsgemäß innenseitig des Aufstromkastens – mittig und längs desselben – eine metallische L-Profilleiste in der Weise angeordnet, daß deren beide jeweils gleichlangen, nach unten weisenden Schenkel eine Position jeweils über den das Wasser-Luft-Gemisch abgebenden Ausströmdüsen einnehmen, wobei die L-Profilleiste in dieser Positionierung gleichzeitig eine Stütze für die darüber angeordnete Siebmatte bildet.

Nachstehend soll die Erfindung nun anhand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert werden:

1 zeigt die erfindungsgemäße Aufstromvorrichtung für Schüttgut, bestehend aus dem als "Schwertwäsche" 1 bezeichneten Behältnis sowie dem eigentlichen Aufstromkasten 4 in Vorderansicht und Seitenansicht.

2 zeigt den Aufstromkasten 4 in Seitenansicht, Vorderansicht und Draufsicht im Detail, über dessen nach oben hin offene Seite das Eindringen des in den Ejektordüsen 9 erzeugten Wasser-Luft-Gemischs 11 in das Schüttgut 12 erfolgt.

3 zeigt den Aufbau der das Wasser-Luft-Gemisch 11 erzeugenden Ejektordüse 9.

1 zeigt im einzelnen die Schwertwäsche 1 im verkleinerten Maßstab – tatsächlich in den Abmessungen von ca. 6000 × 1000 × 350 Millimetern – mit den durch einen Getriebemotor 25 angetriebenen Schwerträdern 3, 28 die auf zwei Antriebswellen 2 befestigt sind, welche ihrerseits wiederum jeweils in einem stirnseitig angeordneten Lager 29 geführt werden.

Im Bereich einer der Stirnseiten ist die Schwertwäsche 1 mit einer das Schüttgut 12 einleitenden Rutsche 24 versehen; im Bodenbereich 13 der gegenüberliegenden Stirnseite ist eine Austrittsöffnung 26 angeordnet, über die das behandelte Schüttgut 12 auf ein Förderband 27 abgegeben wird.

In der Aussparung des der Austrittsöffnung 26 gegenüberliegenden, stirnseitigen Bodenbereichs 13 der Schwertwäsche 1 ist ein nach oben hin offener, das Wasser-Luft-Gemisch 11 gleichmäßig verbreitender Aufstromkasten 4 befestigt, wobei in der Ebene des Verbundes der beiden Behältnisse 1, 4 eine Siebmatte 14 angeodnet ist.

2 zeigt im einzelnen den Aufstromkasten 4 im verkleinerten Maßstab, tatsächlich in den Abmessungen von ca. 1000 × 300 × 60 Millimeter. Innenseitig ist – mittig und längs desselben – eine an ihren Enden mit Flanschen 6 versehene und mittels Schraubverbindungen 7 befestigte L-Profilleiste 5 angeordnet, deren jeweils gleichlangen Schenkel 15 nach unten gerichtet sind. Infolge der durch die L-Profilleiste 5 über den Ausströmdüsen 16 gebildeten Abdeckung wird das austretende Wasser-Luft-Gemisch 11 innerhalb des Aufstromkastens 4 gleichmäßiger verteilt, wodurch sich der Wirkungsgrad der Aufstromvorrichtung beträchtlich erhöht. Das Eindringen von großvolumigen Bestandteilen des Schüttgutes 12 in die Ausströmdüsen 16 wird dadurch ebenfalls verhindert. Nach obenhin übt die L-Profilleiste 5 darüber hinaus die Funktion einer Stütze der Siebmatte 14 aus. Die Ausströmdüsen 16 sind ihrerseits jeweils mit einer innenseitig an der Längsseite des Aufstromkastens 4 befestigten Traverse 8 verschweißt. Außerhalb des Aufstromkastens 4 ist eine jede der Ausströmdüsen 16 mittels eines Schlauches 10 jeweils mit einer Ejektordüse 9 verbunden.

3 zeigt im einzelnen eine Ejektordüse 9, welche in ihrem oberen Bereich 17 drei Lufteintrittsöffnungen 18 aufweist, wobei der sich zwischen der Aussenwandung 19 des konusartigen Endes 20 des Wasserstrahlrohres 21 einerseits und der zylindrischen Innenwand 22 des Mischbereiches 23 andererseits ergebende Abstand x=<1,5 Millimeter beträgt.

1Schwertwäsche 2Antriebswelle 3Schwertrad 4Aufstromkasten 5L-Profilleiste 6Flansch 7Schraubverbindung 8Traverse 9Ejektordüse 10Schlauch 11Wasser-Luft-Gemisch 12Schüttgut 13Bodenbereich der Schwertwäsche 14Siebmatte 15Schenkel der L-Profilleiste 16Ausströmdüse 17Oberer Bereich 18Lufteintrittsöffnung 19Außenwandung 20Konusartiges Ende 21Wasserstrahlrohr 22Zylindrische Innenwand 23Mischbereich 24Rutsche 25Getriebemotor 26Austrittsöffnung 27Förderband 28Schwert 29Lager

Anspruch[de]
  1. Aufstromvorrichtung für Schüttgut, bestehend aus einem als "Schwertwäsche" (1) bekannten Behältnis, dem eigentlichen, die Funktion des Einleitens des Wasser-Luft-Gemisches (11) in das Schüttgut (12) ausübenden Aufstromkasten (4) sowie mehreren, das Wasser-Luft-Gemisch (11) erzeugende Ejektordüsen (9), dadurch gekennzeichnet, daß im stirnseitigen, nach untenhin offenen Bodenbereich (13) der Schwertwäsche (1) ein nach obenhin offener Aufstromkasten (4) befestigt ist, wobei in der Ebene des Verbundes der beiden Behältnisse (1 und 4) eine Siebmatte (14) und innenseitig des Aufstromkastens (4) – mittig und längs desselben – eine metallische L-Profilleiste (5) in der Weise angeordnet ist, daß deren beide, jeweils gleichlangen, nach unten weisenden Schenkel (15) nach untenhin eine Position jeweils über den das jeweilige Wasser-Luft-Gemisch (11) abgebenden Ausströmdüsen (16) und nach obenhin eine die Siebmatte (14) stützende Position einnehmen

    und

    daß eine jede der Ausströmdüsen (16) jeweils durch einen außerhalb des Aufstromkastens (4) angeschlossenen Schlauch (10) mit einer Ejektordüse (9) verbunden ist, welche ihrerseits in ihrem oberen Bereich (17) drei Lufteintrittsöfnungen (18) aufweist, wobei der sich zwischen der Außenwandung (19) des konusartigen Endes (20) des Wasserstrahlrohres (21) einerseits und der zylindrischen Innenwand (22) des Mischbereiches (23) andererseits ergebende Abstand x =<1,5 Millimeter beträgt.
  2. Aufstromvorrichtung für Schüttgut nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Siebmatte (14) die Gestalt einer Isenmann-Siebmatte aufweist.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






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