GEBIET DER ERFINDUNG
Diese Erfindung betrifft eine Schleifvorrichtung für Textilmaterial
und das Schleifverfahren, das diese Vorrichtung verwendet.
Die Erfindung findet in Finishingprozessen für Textilien und Wollteile
Anwendung, um dem Griff des Stoffs spezielle ästhetische Effekte zu verleihen, beispielsweise
einen Alterungseffekt, einen Vorwascheffekt oder den sog. Pfirsichhaut-Effekt.
Die Erfindung kann im Wesentlichen auf jede Art Textilmaterial angewendet
werden, bei Baumwoll-, Kunstfaser-, Woll- und Strickware, und ist insbesondere für
die Anwendung an wenigstens teilweise elastischen oder elastisch gemachten Stoffen
angezeigt.
HINTERGRUND DER ERFINDUNG
Der Schleifprozess, der bei Finishingprozessen gut bekannt ist, besteht
im Wesentlichen aus dem Ziehen des Textilmaterials in Kontakt mit Walzen oder Zylindern,
die mit Schleif- oder Diamantpapier oder anderem Material mit Schleifeigenschaften
umkleidet sind. Die Wirkung des Schleifmaterials erzeugt ein teilweises Aufbrechen
und eine mögliche leichte Entfernung von Fasermaterial, was die Bildung eines Oberflächenflaums
verursacht, der mehr oder weniger betont sein kann, je nach dem gewünschten Endergebnis
oder den Eigenschaften des zu erhaltenden Griffs.
Im Stand der Technik kann das Schleifen entweder an trockenem oder
an nassem Textilmaterial ausgeführt werden, oder an Material, das wenigstens gedämpft
worden ist, bevor es den Schleifwalzen zugeführt wird.
Im zweiten Fall wird der Stoff normalerweise in ein Imprägnierbad
eingetaucht oder einer Durchnässung oder Dämpfung durch Sprühen an einer Stelle
stromaufwärts der Schleifzone unterworfen.
Nassschleifen verursacht im Gegensatz zum Trockenschleifen eine weniger
betonte und daher mehr oberflächliche Schleifwirkung, es hebt den Flor weniger und
erzielt somit einen kurzen, dicken Flor.
Konventionelle Schleifmaschinen haben im Allgemeinen ein schwaches
Ergebnis hinsichtlich Produktivität und Effizienz, sie sind schwierig zu warten
und für die Bedienperson schwierig zu kontrollieren, und sie benötigen viel Grundfläche.
Darüber hinaus haben konventionelle Maschinen im Allgemeinen ein Problem, das mit
der Schrumpfung des Stoffs verbunden ist, wegen der Spannung, die die Schleifwalzen
oder -zylinder auf den Stoff übertragen: je elastischer der Stoff ist, um so akzentuierter
wird das Problem.
Ein weiterer Nachteil konventioneller Maschinen besteht darin, dass
in dem Stoff längslaufende Knitter erzeugt werden und dass die Ränder des Stoffs
sich kräuseln.
Dieses Phänomen ergibt eine ungleichförmige Schleifwirkung oder in
jedem Falle eine schlechte Schleifqualität, da die Schleifwalzen oder -zylinder
nicht an der gesamten Oberfläche des Stoffs wirksam sind.
Übliche Schleifmaschinen sind darüber hinaus zweckgebundene Maschinen,
die nur solche Funktionen ausführen können, für die sie entworfen und aufgebaut
worden sind; sie können für andere Bearbeitungsarten nicht umgerüstet werden.
EP-A-784 114 beschreibt eine Schleifmaschine, die einen Schleifzylinder
enthält, der mit Streifen versehen ist, die an ihrer Außenseite mit Borsten besetzt
sind, die von Schleifmaterial bedeckt sind. Die Schleifmaschine übt ihre Wirkung
mittels aufeinander folgender Schläge auf einen kurzen Stoffabschnitt aus, der in
Berührung mit dem unteren Teil des Zylinders vorbeigeführt wird.
Das Ergebnis dieser Schläge ist jedoch ein extrem inhomogener und
ungleichförmiger Schliff, wobei der Stoff darüber hinaus Falten bilden und sich
kräuseln kann, wenn er über den Zylinder gleitet.
WO 99/18278 beschreibt die Verwendung von Ablenkwalzen, die radial
gegenüber der Mitte des Rotors, der die Rauhzylinder trägt, aus einer inaktiven
Position, in die sie den sich fortbewegenden Stoff nicht berühren, in eine aktive
Position, in der sie mehr oder weniger in den Weg des Stoffs vorstehen, verstellt
werden können, um den Ablenkwinkel zu verändern, der durch jeden Rauhzylinder hervorgerufen
wird.
Diese Druckschrift beschreibt keine Einrichtung, die in der Lage ist,
den Stoff axial ruhig zu halten und ihn in dem Bereich zwischen zwei benachbarten
Bürsten zu stützen. Diese Druckschrift beschreibt keine Einrichtung, die in der
Lage ist, den Stoff in Querrichtung straff zu halten, um zu verhindern, dass er
sich an den Rändern kräuselt.
WO 95/29281 beschreibt eine Vorrichtung zum künstlichen Altern eines
Stoffs mit einer Bürstenwalze, beschreibt aber weder eine Vielzahl von Bürsten,
die an einer drehenden Trommel angebracht sind, noch eine Stützeinrichtung, die
zwischen zwei benachbarten Bürsten eingefügt ist.
WO-A-99/06624 beschreibt eine Vorrichtung, die an Rauh- oder Schleifzylindern
angewendet wird, um einen Stoff breit zu halten, während er auf eine Rauhtrommel
gewickelt wird. Bei dieser Vorrichtung sind die Schleifzylinder selbst oder zwischen
den Schleifzylindern angeordnete Zylinder oder Stangen axial insgesamt oder in Teilen
von ihnen beweglich, um eine Zugwirkung in Querrichtung am Stoff auszuüben, um der
Kontraktion entgegenzuwirken, die durch den Schleifvorgang hervorgerufen wird. Insbesondere
sind diese Breithaltezylinder oder -stangen äußeren Einrichtungen zugeordnet, die
in der Lage sind, sie axial zu bewegen, während sie um ihre Achsen drehen, um den
Stoff zu ergreifen und ihn in Querrichtung zu ziehen. Mit anderen Worten, der Stoff
wird quer zu seiner Transportrichtung an einem oder mehreren Punkten am Umfang der
Trommel gezogen und gereckt, um seine Breite wieder herzustellen, die durch die
Schleifwirkung der Schleifzylinder verkleinert worden ist.
Die vorliegende Anmelderin hat diese Erfindung entworfen, geprüft
und ausgeführt, um all diese Nachteile zu beseitigen, jedoch vor allem um eine innovative,
praktische, ökonomische und extrem funktionelle Lösung zu erzielen, die an jede
Stoffart angepasst werden kann, und die Ergebnisse sehr hoher Qualität garantieren
kann.
ÜBERSICHT ÜBER DIE ERFINDUNG
Die Erfindung ist in den jeweiligen Hauptansprüchen dargestellt und
gekennzeichnet, während die abhängigen Ansprüche andere Eigenschaften der Hauptausführungsform
beschreiben.
Der Zweck der Erfindung ist es, eine Schleifvorrichtung und ein Verfahren
für Textilmaterial anzugeben, die in der Lage sind, hohe Qualität und gleichförmige
Bearbeitung an im Wesentlichen jeder Art Textilmaterial zu garantieren, auch und
insbesondere im Falle von Strickware, elastisch gemachten Stoffen und leichten und
feinen Stoffen.
Ein weiterer Zweck der Erfindung ist es, eine Schrumpfung des Stoffs
zu verhindern, insbesondere im Falle elastisch gemachter Stoffe oder Strickware,
und um die Ausbildung länglaufender Knitter oder das Kräuseln des Stoffs an den
Rändern während der Bearbeitung des Materials in der Schleifvorrichtung zu verhindern.
Ein weiterer Zweck ist es, eine Schleifvorrichtung anzugeben, in der
der Stoff zwischen einer Bürste und der anderen richtig abgestützt ist, so dass
er nicht zu tief zwischen die Borsten der Bürsten eindringt.
Ein weiterer Zweck ist es, eine vielseitige und flexible Vorrichtung
anzugeben, die einfach umgerüstet werden kann, um die Verarbeitung und/oder Behandlungen
einer anderen Art auszuführen.
Ein weiterer Zweck ist es, eine Vorrichtung anzugeben, die kompakt,
funktionell, an verschiedene Stoffarten anpassbar und stromaufwärts oder stromabwärts
von Hilfstrocknungs-, Spül-, Feuchtigkeitseinstellvorrichtungen oder anderen integriert
werden kann.
Gemäß der Erfindung enthält die Schleifvorrichtung eine rotierende
Trommel, im Wesentlichen von der Art, wie sie als gewöhnliche Rauhtrommeln verwendet
werden, an deren Umfang mehrere Bürsten angebracht sind, die ebenfalls rotieren
und aus einem zentralen Schaft und einer Umkleidung aus einem Schleifmaterial bestehen.
In einer bevorzugten Ausführungsform besteht das Schleifmaterial aus
Nylonfilamenten oder anderem vergleichbarem Kunststoffmaterial.
Gemäß einer Variante besteht das Schleifmaterial aus Rosshaarmaterial
oder dgl.
Gemäß einer weiteren Variante besteht das Schleifmaterial aus natürlichen
oder künstlichen steifen Borsten.
In einer Ausführungsform der Erfindung ist das Schleifmaterial der
Bürsten in einer im Wesentlichen wendelförmigen Gestalt oder ähnlich angeordnet,
um die Abgabe und den Ausfall von Haaren und Staub zu begünstigen, die während des
Schleifvorgangs aus dem Stoff entfernt werden.
Die Bürsten sind symmetrisch auf dem Umfang der rotierenden Trommel
verteilt und können in der Anzahl je nach ihrer Größe und der Größe der Trommel
selbst variieren.
Gemäß der Erfindung ist es günstig, dass zwischen 2 und 16 Bürsten
vorhanden sind, vorzugsweise zwischen 6 und 8.
In der bevorzugten Ausführungsform sind die Bürsten durch Antriebseinrichtungen
mit einem Tangentialriemen, beispielsweise einem Zahnriemen, in Drehung versetzt.
Gemäß einer Variante sind die Bürsten durch einen Kettenantrieb in
Drehung versetzt.
In einer ersten Ausführungsform werden alle Bürsten in der gleichen
Drehrichtung bewegt.
Gemäß einer Variante werden die Bürsten in Gruppen in entgegengesetzten
Richtungen bewegt: beispielsweise dreht eine erste Gruppe Bürsten im Uhrzeigersinn,
und eine weitere Gruppe Bürsten dreht entgegen dem Uhrzeigersinn.
In diesem Falle empfängt in einer bevorzugten Ausführungsform eine
erste Bürstengruppe Bewegung von einer Antriebseinrichtung, die auf einer Seite
der Trommel angeordnet ist, und eine zweite Bürstengruppe empfängt Bewegung von
einer Antriebseinrichtung, die auf der entgegengesetzten Seite der Trommel angeordnet
ist.
Gemäß einer Charakteristik der Erfindung sind in einer Zwischenposition
zwischen jeder der Bürsten Einrichtungen angeordnet, die geeignet sind, zu verhindern,
dass der Stoff schrumpft, und um die Bildung von Knittern oder Kräuseln an den Rändern
zu beseitigen oder zu verhindern, die aufgrund der Spannung entstehen können, die
durch die Schleifwirkung der Bürsten übertragen wird.
Darüber hinaus sind diese Einrichtungen in der Lage, den Stoff abzustützen,
so dass er nicht zu tief zwischen die Bürsten eindringt.
Diese Einrichtungen bestehen aus festen Stegen oder Stangen mit einer
ebenen Oberfläche, die den Zweck haben, den Stoff abzustützen und ihn in einer Richtung
quer zur Förderrichtung ruhig zu halten, so dass an den Rändern keine Kräusel ausgebildet
werden.
Die Stege oder Stangen erlauben es, den Stoff stets perfekt straft
und daher in im Wesentlichen optimalen Bedingungen zu halten, um ihn der Wirkung
jeder einzelnen Bürste auszusetzen; dieses ermöglicht es, eine optimale Schleifqualität
zu erhalten, die im Wesentlichen gleichförmig über die gesamte Breite des Stoffs
ist.
KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
Diese und andere Eigenschaften der Erfindung gehen aus der nachfolgenden
Beschreibung einiger bevorzugter Ausführungsformen klar hervor, die als ein nicht
einschränkendes Beispiel unter Bezugnahme auf die begleitenden Zeichnungen gegeben
wird.
1 ist eine schematische Ansicht der Schleifvorrichtung,
wie nachfolgend beschrieben, die jedoch nicht mit all den erfindungsgemäßen Merkmalen
(die in 6 gezeigt sind) versehen ist;
2 und 3
sind schematische Ansichten von zwei Seiten der Schleifvorrichtung in
1;
4 ist eine schematische Ansicht des Systems
zur Bewegung der Bürsten der Schleifvorrichtung in 1;
5 zeigt eine Variante von 4;
6 zeigt eine Variante von 1,
wobei die Schleifvorrichtung mit dem kennzeichnenden Merkmal der Erfindung versehen
ist.
DETAILLIERTE BESCHREIBUNG BEVORZUGTER AUSFÜHRUNGSFORMEN
Gemäß den begleitenden Zeichnungen enthält eine Schleifvorrichtung
10 für Stoffe 15 gemäß der vorliegenden Erfindung eine drehbare
Trommel 11 derart, die im Wesentlichen Rauhtrommeln äquivalent ist, an
deren Umfang mehrere drehbare Bürsten 12 lösbar angebracht sind.
In diesem Falle enthält die Schleifvorrichtung 10 sechs Bürsten
12a, 12b, 12c, 12c, 12d,
12f, die symmetrisch auf dem Umfang der Trommel 11 angeordnet
sind, jedoch kann augenscheinlich die Anzahl Bürsten 12 anders sein und
kann vorteilhafterweise zwischen zwei und sechzehn liegen.
Stromaufwärts und Stromabwärts der Trommel 11 enthält die
Schleifvorrichtung 10 zwei Zugwalzen, eine Einlasswalze 16a und
eine Auslasswalze 16, mit denen der Stoff 15 um einen wesentlichen
Teil der Trommel 11 in Berührung mit den Bürsten 12 fortbewegt
wird.
Die Zugwalzen 16a und 16b sind mittels konventioneller
Systeme angetrieben und sind mit Einrichtungen versehen, um die Ziehwirkung zu regulieren,
die hier nicht gezeigt sind und mittels denen es möglich ist, soweit notwendig die
Wicklungsspannung des Stoffs 15 um die Bürsten 12 zu variieren.
Jede Bürste 12 hat einen zentralen Schaft 13, auf
dessen Außenfläche eine Umkleidung 14 aus einem Schleifmaterial angebracht
ist, in diesem Falle in Form von Filamenten, mittels denen der Schleifprozess ausgeführt
wird.
In einer bevorzugten Ausführungsform besteht die Umkleidung
14 aus mehreren Filamenten aus Nylon oder einem ähnlichen Kunststoffmaterial.
Gemäß einer anderen Variante besteht die Umkleidung 14 aus
Filamenten aus einem Kunststoffmaterial, die gleichmäßig längs des zentralen Schaftes
13 verteilt sind.
Gemäß einer weiteren Variante besteht die Umkleidung 14 aus
einem natürlichen oder künstlichen Borstenmaterial, das in geeigneter Weise behandelt
ist, um es ausreichend steif zu machen.
Gemäß einer weiteren Variante ist die Umkleidung 14 unter
Verwendung von Rosshaarmaterial hergestellt.
In einer ersten Ausführungsform der Erfindung, die
schematisch in 5 gezeigt ist, sind alle Bürsten
12 in die gleiche Richtung mittels einer einzelnen Antriebsanordnung
17 in Drehung versetzt, die auf einer Seite der Trommel 11 angeordnet
ist.
In diesem Falle enthält die Antriebsanordnung einen Motor
18; auf der Welle 19 des Motors 18 ist eine erste Riemenscheibe
20 verkeilt, und sie ist mit eines Zahn- oder Keilriemens 21 mit
sechs Riemenscheiben 22 verbunden, die auf den entsprechenden Wellen
23 verkeilt sind, die an der Trommel 11 in einer Position gehalten
sind, die zu der der Bürsten 12 passt.
Auf jeder Welle 23 ist auch eine Steuerriemenscheibe
24 montiert und mittels eines Zahnriemens 25 mit einer passenden
Riemenscheibe 26 verbunden, die auf einem Ende der Welle 13 einer
Bürste 12 verkeilt ist.
Die Drehbewegung der Bürsten 12 wird dann durch die Zahnriemen
21 und 25 von der Welle 19 des Motors 18 auf
jede einzelne Scheibe 26 übertragen, die auf die Wellen 13 der
Bürsten 12 aufgekeilt sind, die somit in gleicher Richtung gemeinsam in
Drehung versetzt werden.
Gemäß einer Variante ist der Motor 18 umsteuerbar und ermöglicht
es, die Bürsten 12 entweder im Uhrzeigersinn oder entgegen dem Uhrzeigersinn
in Drehung zu versetzen.
In der in den 2 bis 4
gezeigten Ausführungsform sind drei Bürsten 12, in diesem Falle
12a, 12c und 12e, geeignet, mittels einer ersten Antriebsanordnung
117 in der einen Richtung gedreht zu werden, während die anderen drei Bürsten
12b, 12d und 12f durch eine zweite Antriebsanordnung
217 in der entgegengesetzten Richtung gedreht werden.
Die Antriebsanordnungen 117 und 217 sind auf entgegengesetzten
Seiten der Trommel 12 angeordnet und enthalten jeweils Motoren
118 und 218, die in entgegengesetzten Richtungen drehen; auf den
Wellen 119 und 219 der betreffenden Motoren 118 und
218 sind jeweils Primärscheiben 120 und 220 verkeilt.
Jede der Primärscheiben 120 und 220 ist mittels
eines zugehörigen Zahn- oder Keilriemens 121 und 221 mit drei
passenden Scheiben 22a, 22c, 22e bzw. 22b,
22d, 22f verbunden, die auf Zapfen 23 befestigt sind,
die in einer zu den Bürsten 12 passenden Stellung angeordnet sind.
Den Zahn- oder Keilriemen 121 und 221 sind auch
Umlenkscheiben 27 zugeordnet, die an der Trommel 11 angebracht
sind.
Zu jede der Scheiben 22a, 22b, 22c,
22d, 22e, 22f ist axial eine passende Antriebsscheibe
24a, 24b, 24c, 24d, 24e,
24f zugeordnet, die auf den gleichen Zapfen 23 angebracht sind.
Die Antriebsscheiben 24a, 24b, 24c,
24d, 24e, 24f sind jeweils mittels Zahnriemen
25a, 25b, 25c, 25d, 25e,
25f mit entsprechenden Scheiben 26a, 26b, 26c,
26d, 26e, 26f verbunden, die jeweils auf die Wellen
13 der Bürsten 12a, 12b, 12c, 12d,
12e, 12f aufgekeilt sind.
Die vom Motor 118 erzeugte Drehbewegung wird dann über die
Zahnriemen 121 und 25a, 25c, 25e von der Welle
119 auf jede Scheibe 26a, 26c, 26e übertragen,
was zur Folge hat, dass sich die Bürsten 12a, 12c, 12e
in einer gewünschte Drehrichtung, beispielsweise im Uhrzeigersinn, bewegen.
Auf gleiche Weise wird die vom Motor 218 bezeugte Drehbewegung
über die Zahnriemen 221 und 25b, 25d, 25f von
der Welle 219 auf jede Scheibe 26b, 26d, 26f
übertragen, was die Bürsten 12b, 12d, 12f in eine zu
den Bürsten 12a, 12c, 12e entgegensetzte Drehrichtung
bewegt, beispielsweise entgegen dem Uhrzeigersinn.
In dieser Ausführungsform wird der Stoff 15 daher in Berührung
alternierend mit Bürsten 12 fortbewegt, die in Uhrzeigerrichtung wirken,
und mit Bürsten 12, die entgegen der Uhrzeigerrichtung wirken, so dass
es möglich wird, einen extrem wirksamen Schleifprozess zu erzielen.
Auch in dieser Ausführungsform können die Motoren 118 und
218 vom umsteuerbaren Typ sein, um es den Bürsten 12 zu ermöglichen,
in der gleichen Richtung zu drehen, oder es den Bürsten 12 zu ermöglichen,
in unterschiedlichen Gruppen in der einen oder anderen Richtung zu drehen.
Am Umfang der Trommel 12 gleichmäßig verteilt und an einer
Zwischenposition zwischen den Bürsten 12 befinden sich sechs Stützelemente
129.
Mit der Vorrichtung 10 gemäß der Erfindung wird das Schleifen
des Stoffs 15 erreicht, indem er mittels der Zugwalzen 16a und
16b fortbewegt wird, während die Trommel 16 dreht, und wobei die
Bürsten 12 um ihre eigenen Achsen entsprechend der eingestellten Richtung
drehen.
Vor und nach jeder Schleifbehandlung durch jede einzelne Bürste
12 wird der Stoff 15 stets einem Querzug durch die Stützelemente
129 unterworfen, die stromaufwärts und stromabwärts der Bürsten
12 angeordnet sind, und wird auf seinem Weg um die Trommel 12
ausreichend straft gehalten.
Gemäß der Erfindung kann die Schleifvorrichtung
10 einfach umgebaut werden, um Prozesse anderer Art am Stoff
15 auszuführen, indem die Bürsten 12 von der Trommel
11 gelöst und durch andere Stoffbehandlungseinrichtungen ersetzt werden.
Beispielsweise ist es möglich, anstelle der Bürsten 12 Rauhzylinder
zu montieren, um an dem Stoff 15 Rauhprozesse auszuführen; falls notwendig
werden die Arbeitsparameter der Vorrichtung 10 angepasst.
Die Antriebsanordnungen 17, 117 und 217
können unterschiedlichen Aufbau haben und können unterschiedliche Einrichtungen
aufweisen, um die Drehung auf die Bürsten 12 zu übertragen, wie beispielsweise
Ketten anstelle der Zahn- oder Keilriemen 21, 121, 221,
25.
Die Stützelemente sind stationär und Stege oder Platten
129, die in Berührung mit dem Stoff 15 wirken.
Die Stege oder Platten 129 sind fest, wie in 6
gezeigt, und haben die Funktion, den Stoff 15 axial ruhig zu halten, so
dass er perfekt straft bleibt und sich somit an den Rändern nicht einrollt; darüber
hinaus haben die Stege oder Platten 129 die Funktion, den Stoff
15 so abzustützen, dass er nicht zu tief in die Schleifumkleidung
14 der Bürsten 12 eindringt.
Außerdem können die Bürsten 12 in Gruppen mit unterschiedlichem
Antrieb unterteilt sein.
Es ist auch augenscheinlich, dass die Erfindung zwar unter Bezugnahme
auf die speziellen Beispiele beschrieben wurde, der Fachmann jedoch sicherlich in
der Lage ist, viele andere äquivalente Ausführungsformen der Schleifvorrichtung
zu erstellen, die sämtlich in den Schutzbereich der Erfindung fallen.