Gebiet der Erfindung
Die Erfindung bezieht sich auf eine verschleißbeständige Zusammensetzung,
umfassend homogen verteilte Hartmaterialteilchen, insbesondere kubisches Bornitrid
oder Diamant, in einer Glaskeramik-Matrix, in Form entweder eines substratbeschichteten
oder eines massiven Materials mit überragender Wärme-, Belastbarkeits- und Abriebbeständigkeit,
chemischer Inertheit und hoher Schneidfähigkeit. Die Erfindung bezieht sich ferner
auf ein Verfahren zur Herstellung von Gegenständen, die dieselbe Zusammensetzung
enthalten.
Hintergrund der Erfindung
Im allgemeinen wird ein gesinterter Körper aus Diamant oder kubischem
Bornitrid (CBN) weitgehend für ein Schneidewerkzeug verwendet. Mehrschichtbeschichtete
zementierte Carbidkörper, umfassend Diamant oder kubisches Bornitrid, sind bekannt,
beispielsweise offenbart die US 5 718 948
einen zementierten Carbidkörper, versehen mit einer Diamant- oder kubischen Bornitrid(CBN)-Beschichtung,
aufgebracht durch chemische Dampfabscheidungs(CVD)- oder physikalische Dampfabscheidungs(PVD)-Technik,
die in Werkzeugen zum Bohren von Stein und Mineral verwendet wird. Der zementierte
Carbidkörper weist ein Substrat auf, das mindestens ein Metallcarbid, ein Bindemittelmetall
und eine Beschichtungsschicht (oder -schichten), bestehend aus Diamant oder CBN,
enthält.
Die US 5 712 030 bezieht sich
auf einen gesinterten Körper aus einer harten Zusammensetzung, umfassend CBN oder
Diamant und zementiertes Carbid. Noch spezieller umfasst die Zusammensetzung eine
Zwischenschicht, bestehend aus einem Material, ausgewählt aus zementiertem Carbid,
eisenhaltigen Metallen und einem Metall mit hohem Schmelzpunkt, sowie eine erste
und zweite Schicht (darüber und darunter), die CBN oder Diamant enthält.
Die US 5 700 551 zeigt einen
überschichteten Film aus ultrafeinen Teilchen, worin der Film mehr als zwei Schichten,
hergestellt aus ultrafeinen Teilchen einer unterschiedlichen Verbindung, bestehend
hauptsächlich aus Carbid, Nitrid, Carbonitrid oder Oxid mindestens eines Elements,
ausgewählt aus einer Gruppe, bestehend aus Elementen der Gruppe IVa, Elementen der
Gruppe Va, Elementen der Gruppe VIa, Al, Si und B. Der ultrafein überschichtete
Film ist verwendbar für Schneidewerkzeuge, deren Substrat aus einem CBN-gesinterten
Körper, Diamant-gesinterten Körper, Siliciumnitrid-gesinterten Körper, Aluminiumoxid-Titannitrid-gesinterten
Körper und zementiertem Carbid hergestellt ist.
Die US 5 670 252 lehrt harte
Beschichtungen, die eine Mehrschichtstruktur sind, bestehend aus alternierenden
Schichten von Bor und Borcarbid und alternierenden Schichten von Bornitrid und Borcarbid.
Die US 5 181 953 zeigt ein
oberflächenbeschichtetes zementiertes Carbid, geeignet zur Verwendung für Schneidwerkzeuge
und verschleißbeständige Werkzeuge. Diese beschichtete zementierte Carbid-Legierung
ist zusammengesetzt aus einem zementierten Carbidsubstrat, bestehend aus einer harten
Phase mindestens eines Bestandteils, ausgewählt aus Carbiden, Nitriden und Carbonitriden
der Gruppe IVb-, Vb- und VIb-Metallen, sowie einer Bindemittelphase, bestehend aus
mindestens einem Bestandteil, ausgewählt aus den Metallen der Eisengruppe und einer
Einschicht oder Mehrschicht, vorgesehen auf dem Substrat, bestehend aus mindestens
einem Bestandteil, ausgewählt aus Carbiden, Nitriden, Oxiden und Boriden der Gruppe
IVb-, Vb- und VIb-Metall, einer festen Lösung hiervon sowie Aluminiumoxid.
Keines der oben beschriebenen Patente lehrt, wie homogen dispergierte
Teilchen in verschleißbeständigen abgeschiedenen Zusammensetzungen zu erhalten sind.
Weiterhin liefern CVD- und PVD-Verfahren abgeschiedene Schichten von nur wenigen
Mikrometern Dicke, während die Dauer derartiger Verfahren Stunden in Anspruch nehmen
kann. Folglich gibt es einen Bedarf nach einem schnellen Verfahren zur Herstellung
einer gleichmäßig dispergierten verschleißbeständigen abgeschiedenen Zusammensetzung
mit einem großen Bereich der Schichtdicke oder einem massiven Körper.
Zusammenfassung der Erfindung
Es ist ein Ziel der vorliegenden Erfindung, einem Substrat außerordentliche
Verschleißbeständigkeit und hohe Schneidfähigkeit mittels einer Beschichtung desselben
Substrats mit einer Zusammensetzung, die gleichmäßig dispergiertes Hartmaterial,
insbesondere kubisches Bornitrid oder Diamant, in einer Glaskeramik-Matrix umfasst,
zu verleihen.
Es ist ein weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung, eine neue abgeschiedene
Zusammensetzung bereitzustellen, umfassend gleichmäßig dispergierte Hartmaterialien,
insbesondere Bornitrid und Diamant, in einer Glaskeramik-Matrix, die eine außerordentliche
Belastbarkeit, Abriebs- und Verschleißbeständigkeit, hohe chemische Inertheit, hohe
Schneidfähigkeit zeigt und eine Vickers-Härte von mehr als 2.000 und bis zu 3.000
kg/mm2 aufweist.
Daher richtet sich die vorliegende Erfindung auf
ein Substrat, beschichtet mit einer abgeschiedenen Zusammensetzung, umfassend gleichmäßig
dispergierte Hartmaterialteilchen, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus Diamant,
Nitriden, Carbiden und Carbonitriden, in einer Glaskeramik-Matrix, ausgewählt aus
der Gruppe, bestehend aus SiAlON, TiAlON und einer Mischung davon.
Es ist noch ein weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung, ein elektrophoretisches
Abscheidungsverfahren (EAV) zur Beschichtung eines Substrats mit der abgeschiedenen
Zusammensetzung bereitzustellen.
Daher bezieht sich die Erfindung ebenfalls auf ein elektrophoretisches
Verfahren zur Herstellung einer abgeschiedenen Zusammensetzung, umfassend gleichmäßig
dispergierte Hartmaterialteilchen in einer Glaskeramik-Matrix, umfassend die Schritte:
(a) Vorsehen einer Suspension, enthaltend 5 bis 50 Gew.-% (Feststoff in Lösungsmittel)
einer Mischung, bestehend aus feinen Pulvern von Hartmaterialien, Glaskeramikmaterialien
und/oder Materialien, die in Glaskeramik-Matrix umwandelbar sind, in einem Anteil
von etwa 20 bis 80 Gew.-% an Hartmaterialien und etwa 80 bis 20 Gew.-% an Glaskeramik
und/oder in Glaskeramikmaterialien umwandelbare Materialien, in einer Flüssigkeit,
hauptsächlich bestehend aus einem organischen Lösungsmittel, (b) Eintauchen eines
Substrats, das als Abscheidungselektrode dient, in die Suspension, (c) Anlegen von
Gleichstrom an die Abscheidungselektrode, um elektrophoretische Abscheidung des
feinen Pulvers der Suspension darauf zu bewirken, wobei Pulver von Glaskeramik-Matrix
und/oder in dieselbe Glaskeramik-Matrix umwandelbare Materialien abgeschieden werden,
so dass die Hartmaterialien gleichmäßig im Niederschlag verteilt sind, und (d) Sintern
der im Schritt (c) erhaltenen abgeschiedenen Zusammensetzung bei einer Temperatur,
bei der SiAlON und TiAlON aus den entsprechenden Nitriden und Oxiden gebildet werden
und bei der SiAlON und TiAlON eine Glaskeramik-Matrix bilden.
Eine Hauptausführungsform der vorliegenden Erfindung ist die Verwendung
eines derartigen elektrophoretischen Abscheidungsverfahrens zur Gewinnung einer
abgeschiedenen Zusammensetzung, bestehend aus gleichmäßig dispergierten harten Teilchen
in Glaskeramik, mit einem großen Dickenbereich (von wenigen &mgr;m bis mm), in einer
sehr kurzen Zeit (von wenigen Sekunden bis Minuten). Das EAV-Verfahren liefert eine
abgeschiedene Zusammensetzung mit einer frischen Dichte von etwa 60% des theoretischen
Werts, die bis über 90% nach dem Sinterschritt angehoben werden kann. Folglich ist
es ein zusätzliches Ziel der vorliegenden Erfindung, ein Werkzeug zum Schneiden
von Hartmaterialien bereitzustellen, worin dasselbe Werkzeug mit einer Zusammensetzung
beschichtet ist, bestehend aus einem harten Material, das gleichmäßig in einer Glaskeramik-Matrix
dispergiert ist, oder als eine massive Zusammensetzung, bestehend aus einem Hartmaterial,
das in einer Glaskeramik-Matrix gleichmäßig dispergiert ist.
Das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung einer abgeschiedenen
beschichteten Zusammensetzung, umfassend gleichmäßig dispergiertes Hartmaterial
in einer Glaskeramik-Matrix, besteht aus zwei grundsätzlichen Schritten:
1. Elektrophoretische Abscheidung einer homogenen Suspension, enthaltend
ein Hartmaterial, wie kubische Bornitrid-, Diamant-, Titancarbid-, Titannitrid-,
Titancarbonitrid-, Aluminiumnitrid- und Siliciumnitrid-Teilchen; und
- a) Glaskeramikteilchen, wie SiAlON, TiAlON oder eine Mischung hiervon;
- b) Teilchen von Titanoxid, Titannitrid, Titancarbid, Titancarbonitrid, Siliciumnitrid,
Siliciumcarbid, Siliciumoxid, Aluminiumnitrid, Aluminiumoxid und Yttriumoxid, die
beim Sintern weiter in Glaskeramikmaterialien umgewandelt werden.
Für die Glaskeramik-Matrix verwendbare Materialien können handelsübliche
Glaskeramikmaterialien sein oder ein Material, das nach einem Sinterverfahren in
eine Glaskeramik-Matrix umgewandelt wird (chargenweise Komponenten) (beispielsweise
Titanoxid, Titannitrid, Titancarbid, Titancarbonitrid, Siliciumnitrid, Siliciumcarbid,
Siliciumoxid, Aluminiumnitrid, Aluminiumoxid und Yttriumoxid). Hartmaterialien (beispielsweise
Titancarbid, Titannitrid, Aluminiumnitrid, Siliciumnitrid und andere) können ebenfalls
als chargenweise Komponenten zum Bereitstellen von dispergierten Glaskeramik-Teilchen
beim Sintern verwendet werden.
2. Sintern des derart erhaltenen Niederschlags
Erfindungsgemäß wird ein verschleißbeständiges Teil als ein massives
zusammengesetztes Material oder als eine beschichtete metallische Legierung oder
ein Cermetsubstrat bereitgestellt (ein zusammengesetztes Material oder ein Gegenstand,
aufgebaut aus einer Keramik und einem Metall oder einer Metall-Legierung, ineinander
verteilt in irgendeiner oder verschiedenen geometrischen Formen, aber innig zusammen
gebunden, ASTM 1145-94a). Ein erfindungsgemäß bevorzugtes zusammengesetztes Material,
erhalten durch das Verfahren der elektrophoretischen Abscheidung (EAV), besteht
aus Glaskeramik-gebundenem Hartmaterial, ausgewählt aus der Gruppe, umfassend Diamant,
Nitride, wie kubisches Bornitrid (CBN), Titannitrid, Aluminiumnitrid, Siliciumnitrid,
Carbiden, wie Titancarbid, Siliciumcarbid, und Carbonitriden, wie Titancarbonitrid-Teilchen.
Das Verfahren der elektrophoretischen Abscheidung von CBN oder anderen
harten Teilchen als einem ungesinterten Körper (Beschichtung oder massiv) umfasst
die Schritte:
- (I) Bilden einer homogenen Suspension von Hartmaterial- und Glaskeramik-(und/oder
Materialien, die in Glaskeramik umwandelbar sind) Teilchen in einem polaren Lösungsmittel,
wobei die Hartmaterialteilchen etwa 20 bis 80 Gew.-% ausmachen und die Glaskeramikmaterialien
und/oder Materialien, die in Glaskeramik umwandelbar sind (Komponenten einer Charge),
etwa 80 bis 20 Gew.-% des Feststoffs ausmachen (harte Teilchen + Glaskeramikteilchen
= 100% Feststoff).
- (II) Anlegen von Gleichstrom durch die Suspension, in der Abscheidungs- und
Gegenelektroden eingetaucht sind.
Das bevorzugte polare organische Lösungsmittel ist Ethanol. Wässerige
Suspensionen sind nicht geeignet für die vorliegende Anwendung, weil sie einer Elektrolyse
unterliegen, die zur Bildung von Wasserstoffbläschen an der Kathode führen und folglich
zu einer Abnahme der Dichte und lokalen Gleichförmigkeit einer abgeschiedenen Beschichtung.
Bei der Beschichtung der Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung
auf einem Substrat unter Verwendung eines EAV-Verfahrens können die Teilchen positiv
aufgeladen werden, in welchem Fall sie auf der Kathode abgeschieden werden, oder
negativ aufgeladen werden, in welchem Fall sie auf der Anode abgeschieden werden.
Die Elektrode, auf der die geladenen Teilchen abgeschieden werden, wird hier als
die "Abscheidungselektrode" bezeichnet.
Um die benötigte Oberflächenladung den Teilchen zur Verfügung zu stellen
und diese zu deagglomerieren, wird die Suspension einer Ultraschallbehandlung bei
20 kHz sowie einem Energie-Niveau von bis zu etwa 550 Watt zwischen etwa 2 und etwa
15 Minuten unterzogen.
Additive, wie ein pH-Wert- und Leitfähigkeitseinstellmittel, Dispergiermittel
und Bindemittel, können zur Suspension zugegeben werden. Die bevorzugten pH-Wert-
und Leitfähigkeitseinstellmittel sind Phosphatester, Essigsäure und Salzsäure. Es
wurde festgestellt, dass sie die Kontrolle von pH-Wert- und Leitfähigkeit von Suspensionen
ermöglichen, um einen gewünschten Bereich für die elektrophoretische Teilchenabscheidung
bereitzustellen. Das bevorzugte Dispergiermittel ist Acetylaceton, von dem festgestellt
wurde, dass es die Abscheidung einer dichten Beschichtung mit einer glatten einheitlichen
Oberfläche ermöglicht. Die bevorzugten Bindemittel sind Menhadenöl (Fischöl), Polyvinylbutyral,
Nitrocellulose, Ethylcellulose und Schellack. Von den Bindemitteln wurde festgestellt,
dass sie die abgeschiedene frische Beschichtung festigen.
Die ausgewählten Elektrodenmaterialien sollten leitfähig sein, unter
Verfahrensbedingungen inert und die Entwicklung von Wasserstoffgas inhibieren. Wenn
das massive Zusammensetzungsmaterial hergestellt wird, sollte die Abscheidungselektrode
entweder verbrauchbar oder wiederverwendbar sein. Die verbrauchbare Abscheidungselektrode
wird während des Sinterverfahrens zerstört, so dass der ungesinterte Körper vor
dem Sintern nicht von der Elektrode getrennt werden muss. Die bevorzugten Materialien
für eine verbrauchbare Elektrode sind Kohlenstoff, Graphit und leitfähige Polymere.
Die bevorzugten Materialien für eine wiederverwendbare Abscheidungselektrode sind
rostfreier Stahl, Nickel, Aluminium, Kupfer, Wolframcarbid, leitfähige Oxide und
Edelmetalle, wie Platin, Palladium, Silber, Gold und ihre Legierungen. In dem Fall
einer Beschichtungsabscheidung ist das beschichtete Substrat eine Abscheidungselektrode.
Die bevorzugten Materialien für die Gegenelektrode sind leitfähige Oxide oder Edelmetalle.
Die Kathode und Anode werden in die Suspension eingetaucht und man
läßt Gleichstrom zwischen den Elektroden fließen. Die Abscheidung kann entweder
bei konstantem Strom (der bevorzugte Bereich der Stromdichten liegt zwischen etwa
0,05 mA/cm2 und etwa 5 mA/cm2) oder bei einer konstanten Spannung
(der bevorzugte Spannungsbereich liegt zwischen etwa 30 und etwa 400 Volt) durchgeführt
werden. Typische Abscheidungszeiten sind von wenigen Sekunden bis zu wenigen Minuten.
Die Abscheidungsbedingungen hängen vom Typ und der Konzentration der dispergierten
Materialien, dem Typ an Lösungsmittel, Typ und Konzentration von Additiven etc.
und den erforderlichen Abscheidungseigenschaften, wie Dicke, frische Dichte, Gleichmäßigkeit
etc., ab. Die Entfernung des massiven ungesinterten Körpers von der Abscheidungselektrode
wird durch Polieren der Elektrodenoberfläche oder durch Beschichten deren Oberfläche
mit einem faserigen Material, wie Linsenpapier, vor der Abscheidung erleichtert.
Andererseits liefert ein Ätzen oder Sandstrahlen der Substratoberfläche
vor der Abscheidung eine hohe Adhäsion der abgeschiedenen Beschichtung auf dem Substrat.
Nach der Abscheidung wird der ungesinterte Körper oder das beschichtete Substrat
in einem Exsikkator getrocknet.
Das nachfolgende Sintern der erhaltenen Materialien wird in einem
Ofen durchgeführt. Der Sinterbereich hängt vom Niederschlag und den Substratmaterialien
ab.
Die nachfolgenden Beispiele sind nur zur Veranschaulichung der Erfindung
vorgesehen und sollten den Umfang der Erfindung in keiner Weise beschränken.
BEISPIEL 1
Eine Suspension wurde durch Dispergieren von 50 g kubischem Bornitridpulver
(Teilchengröße 1 bis 3 &mgr;m), 5 g TiCN, 5 g Y2O3, 30 g Al2O3
in 100 ml Ethanol hergestellt. Phosphatester wurde zur Dispersion zugegeben, um
den pH-Wert auf etwa 4 und die Leitfähigkeit der Dispersion auf etwa 2 bis 3 &mgr;S/cm
einzustellen. Die Dispersion wurde einer Ultraschallbehandlung für etwa 5 Minuten
unterzogen. Etwa 0,1 Vol.-% Bindemittel (Polyvinylbutyral) wurden zur Dispersion
zugegeben. Diese wurde dann in eine elektrophoretische Zelle transferiert.
Die Kathode war ein Wolframcarbidsubstrat. Die elektrophoretische
Zelle wurde mit einer Palladium-Zylinderanode mit etwa 60 mm Durchmesser versehen.
Die Kathode wurde in der elektrophoretischen Zelle direkt im Mittelpunkt der Anode
platziert, und man ließ Gleichstrom mit einer konstanten Stromdichte von etwa 0,1
mA/cm2 zwischen den Elektroden etwa 60 Sekunden fließen.
Das beschichtete Substrat wurde aus der Zelle entfernt und in einem
Exsikkator für wenige Minuten getrocknet. Das Verfahren lieferte eine gleichmäßige
Beschichtung mit einer Dicke von etwa 100 &mgr;m. Die frische Beschichtung hatte
eine frische Dichte von etwa 50% der theoretischen Dichte. Das darauf folgende Sintern
wurde während 2 Stunden in einer Stickstoffatmosphäre durchgeführt.
BEISPIEL 2
Eine Glaskeramik-Bindungsmatrix, basierend auf &agr;- oder &bgr;-SiAlON
oder einer Mischung hiervon und TiAlON, weist neben guten mechanischen und thermischen
Eigenschaften eine hohe Benetzungsfähigkeit für kubische Bornitrid- und Diamant-Teilchen,
chemische Inertheit für Hartmaterialteilchen, bei hoher Temperatur auf.
Eine Suspension wurde hergestellt durch Dispergieren von 60 g kubischem
Bornitridpulver (Teilchengröße 1 bis 3 &mgr;m), 15 g Si3N4,
5 g Y2O3, 20 g Al2O3 und 10 g AlN in
1.000 ml Ethanol. Phosphatester wurde zur Suspension zugegeben, um den pH-Wert auf
etwa 4 und die Leitfähigkeit der Suspension auf etwa 2 bis 3 &mgr;S/cm einzustellen.
Dasselbe Volumen an Acetylaceton als Dispergiermittel-Additiv wurde zur Dispersion
zugegeben. Die Suspension wurde etwa 10 Minuten einer Ultraschallbehandlung unterzogen.
Etwa 0,2 Vol.-% Bindemittel (Ethylcellulose) wurde zur Dispersion zugegeben, die
dann in eine elektrophoretische Zelle transferiert wurde.
Die Kathode war ein Wolframcarbidsubstrat. Die elektrophoretische
Zelle wurde mit einer Palladium-Zylinderanode von etwa 70 mm Durchmesser versehen.
Die Kathode wurde in der elektrophoretischen Zelle im Mittelpunkt der Anode platziert
und man ließ Gleichstrom mit einer konstanten Stromdichte von etwa 0,2 mA/cm2
zwischen den Elektroden etwa 120 Sekunden fließen.
Das beschichtete Substrat wurde aus der Zelle entfernt und in einem
Exsikkator für wenige Minuten getrocknet. Das Verfahren lieferte eine gleichförmige
Beschichtung mit einer Dicke von etwa 150 &mgr;m. Die frische Beschichtung hatte
eine frische Dichte von etwa 60% der Theorie. Das darauffolgende Sintern wurde in
einem elektrischen Ofen bei 1.500°C während 2 Stunden in einer Stickstoffatmosphäre
durchgeführt.
BEISPIEL 3
Um ein massives Material zu erhalten, wurde eine Suspension hergestellt
durch Dispergieren von 100 g kubischem Bornitridpulver (Teilchengröße 1 bis 3 &mgr;m)
und 100 g SiAlON-404-Pulver ("Predmat Inc.", durchschnittliche Teilchengröße 5 &mgr;m)
in 1.000 ml Ethanol.
Phosphatester wurde zur Suspension zugegeben, um den pH-Wert auf etwa
4 bis 5 und die Leitfähigkeit der Dispersion auf etwa 2 bis 3 &mgr;S/cm einzustellen.
Die Dispersion wurde etwa 5 Minuten einer Ultraschallbehandlung unterzogen. Etwa
0,1 Vol.-% Bindemittel Polyvinylbutyral wurden zur Dispersion zugegeben, die dann
in eine elektrophoretische Zelle transferiert wurde.
Die Kathode war ein Palladiumsubstrat, bedeckt mit einem Linsenpapier.
Die elektrophoretische Zelle wurde mit einer Palladium-Zylinderanode mit 70 mm Durchmesser
versehen. Die Kathode wurde in der elektrophoretischen Zelle im Mittelpunkt der
Anode platziert und man ließ Gleichstrom mit einer konstanten Stromdichte von etwa
0,5 mA/cm2 zwischen den Elektroden etwa 300 Sekunden fließen.
Das beschichtete Substrat wurde aus der Zelle entfernt und der massive
Niederschlag mit einer Dicke von bis zu 2 bis 3 mm wurde vom Substrat entfernt und
in einem Exsikkator getrocknet und dort vor dem Sintern gelagert. Das Verfahren
lieferte ein gleichförmiges Produkt mit einer Dicke von etwa 1,5 mm. Der ungesinterte
Körper hatte eine frische Dichte von etwa 60% der Theorie.