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Dokumentenidentifikation DE69514632T3 06.10.2005
EP-Veröffentlichungsnummer 0000717942
Titel Schnürösen
Anmelder Salomon S.A., Metz-Tessy, FR
Erfinder Leick, Patrick, F-74370 Villaz, FR
Vertreter Patent- und Rechtsanwälte Bardehle, Pagenberg, Dost, Altenburg, Geissler, 81679 München
DE-Aktenzeichen 69514632
Vertragsstaaten AT, CH, DE, ES, FR, GB, IT, LI
Sprache des Dokument FR
EP-Anmeldetag 11.11.1995
EP-Aktenzeichen 951177724
EP-Offenlegungsdatum 26.06.1996
EP date of grant 19.01.2000
EPO date of publication of amended patent 13.04.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 06.10.2005
IPC-Hauptklasse A43C 3/00
IPC-Nebenklasse A43C 3/02   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Durchgangsvorrichtung für einen Schuhschnürsenkel.

Ein Schuh wird traditionellerweise aus einer Sohle und einem Schaft gebildet, der mit einer Öffnung für den Durchgang des Fußes versehen ist und beiderseits dieser Öffnung eine Gesamtheit von Durchgangsvorrichtungen für einen oder mehrere Schnürsenkel aufweist, die bestimmt sind, das Verschließen dieser Öffnung zu ermöglichen, wenn ein Zug auf diese ausgeübt wird.

Diese Durchgangsvorrichtungen werden normalerweise durch Haken gebildet, aber diese Haken halten den Schnürsenkel nicht, wenn dieser nicht gespannt ist oder durch Ringe, durch welche die Schnürsenkel hindurchgehen, wobei diese abwechselnd über und unter der Ebene eines jeden Ringes hindurchgehen.

Ein größeres Problem, das durch alle bekannten Durchgangsvorrichtungssysteme aufgeworfen wird, ist die erhöhte Reibung, die sich zwischen dem Schnürsenkel und seiner Durchgangsvorrichtung erzeugt, derart, dass ein einfacher Zug auf die freien Enden des Schnürsenkels nicht ausreicht, um ein effizientes Spannen über die gesamte Länge der Schnürung zu erzielen und dass man ein Ziehen an jedem Schnürsenkelstrang ausführen muss, der sich zwischen zwei Durchgangsvorrichtungen befindet, um eine effiziente und homogene Spannung über den ganzen Bereich der Schnürung, das Ende des Fußes eingeschlossen, zu erzielen.

Dieses Problem ist besonders für Schuhe aus relativ starrem Material kritisch, z. B. für Bergschuhe aus dickem Leder oder für Schuhe für Inline-Skating, die eine relativ starre Plastikschale aufweisen, für welche eine effiziente Spannung bis zum Ende des Fußes gesucht ist.

In der Tat ist dieses Problem der Reibung darüber hinaus durch die Länge des Bereichs der Schnürung, die notwendig ist, um bis zum Ende des Fußes zu gehen, verstärkt.

Bei einem unter der Marke Asolo vertriebenen Bergschuh wurde vorgesehen, um die vorhergehenden Nachteile zu überwinden, die Durchgangsvorrichtungen in Form metallischer Rollen zu konstruieren, die schwenkbar in Bezug auf den Schaft angebracht sind. Eine derartige Konstruktion ist unter anderem schon durch die FR 1349832 in Bezug auf einen Skischuh bekannt.

Des Weiteren beschreibt FR 1349832 ein äußeres metallisches Beschlagteil, das eine geschlossene Struktur aufweist und fähig ist, einzeln an dem Schaft des Schuhs befestigt zu sein. Die Durchgangsvorrichtung weist eine Rolle aus synthetischem Material auf, welche einen Durchgangsweg des Schnürsenkels im Innern der Durchgangsvorrichtung definiert.

Derartige Durchgangsvorrichtungen tragen ein unverzichtbares Plus bei, da die Rollen das Problem der Reibung lösen.

Jedoch weisen sie aufgrund der Anlenkungen einen komplizierten Aufbau auf, sind zerbrechlich, schwer und teuer, und sehr empfindlich gegenüber Vereisung und Oxidation. Überdies weisen die Rollen im Verhältnis zum Schaft vorspringende Teile auf, die den Benutzer beim Klettern in den Bergen stören können und überdies leicht wegen einer derartigen Betätigung beschädigt oder verbogen werden können (Verklemmen in Gesteinsspalten, usw. ...).

Das Ziel der vorliegenden Erfindung ist es, die vorhergehenden Nachteile zu überwinden und eine perfekte Schürdurchgangsvorrichtung zu schaffen, die zulässt, den Lauf des Schnürsenkels bedeutend zu verbessern, wobei alles fest, leicht und wenig kostenintensiv ist.

Dieses Ziel wird durch eine Durchgangsvorrichtung erreicht, wie sie in Anspruch 1 definiert ist. Bevorzugte Ausführungsformen sind in den abhängigen Ansprüchen 2 bis 6 definiert.

Tatsächlich lässt es der Aufbau aus zwei Teilen zu, die Struktur deutlich leichter zu machen und die Herstellungskosten zu reduzieren, indem die Funktionen mechanische Widerstandsfähigkeit/Gleiteigenschaft getrennt werden. Darüber hinaus lässt es der feste Aufbau des Einsatzes zu, die Widerstandsfähigkeit der Gesamtheit gegenüber den Belastungen, Schlägen und gegebenenfalls Vereisung zu erhöhen.

Vorteilhaft erstreckt sich der Weg des Durchgangs des Schnürsenkels, der durch den Einsatz definiert ist, in der Ebene der Schnürung. Diese Anordnung lässt auch zu, die Gleiteigenschaft zu optimieren, da der Schnürsenkel somit immer in derselben Ebene der Schnürung bleibt und somit nicht abwechselnd beiderseits dieser wie bei den traditionellen Konstruktionen vorbeigehen muss.

Gemäß einer anderen bevorzugten Ausführungsform hat der Durchgangsweg des Schnürsenkels eine Halbkreisform. Dieser Durchgangsweg dient also als feste Rolle, die insbesondere für ein gutes Laufen besonders günstig ist.

Auf jeden Fall wird diese Erfindung besser verstanden, und es werden andere Merkmale von ihr mit Hilfe der Beschreibung offensichtlich, die unter Bezugnahme auf die angefügte schematische Zeichnung folgen wird und welche eine bevorzugte Ausführungsform veranschaulicht, in welcher:

1 eine perspektivische Ansicht eines Schuhs ist, der die erfindungsgemäßen Durchgangsvorrichtungen benützt,

2 eine Ansicht von oben der Schnürung von 1 ist,

3 eine perspektivische Explosionsansicht einer erfindungsgemäßen Durchgangsvorrichtung ist,

4 eine Longitudinal-Schnittansicht der Durchgangsvorrichtung von 2 ist,

5 eine Horizontal-Schnittansicht von 4 ist,

6 eine Seitenansicht eines Durchgangsrings gemäß der vorher bekannten Technik ist, die den Durchlauf des Schnürsenkels mit einem solchen Ring zeigt,

7 eine ähnliche Ansicht wie 6 ist, die den Durchlauf eines Schnürsenkels durch eine erfindungsgemäße Durchgangsvorrichtung zeigt.

1 stellt einen Bergschuh 1 dar, dessen Schaft 2, der in der Tat in geschlossenem Zustand ist, mit einer „Öffnung" 3 versehen ist, im vorliegenden Fall ein Faltenbalg ist, der sich bis zum Ende 4 des Schuhs erstreckt, wobei die Öffnung 3 beiderseitig mit einer Reihe von Haken 5, Ringen 6 und erfindungsgemäßen Durchgangsvorrichtungen 10 eingefasst ist.

Wie in den 3, 4 und 5 gezeigt ist, wird jede Durchgangsvorrichtung 10 durch eine Hülle oder äußeres Beschlagteil 11 und einen Einsatz 12 gebildet.

Das äußere Beschlagteil 11 ist in dem vorgestellten Beispiel aus einem einfachen Stück aus Blech, Messing oder Stahl gebildet, das derartig geschnitten und umgebogen ist, um eine Aufnahme 11a mit einem rechteckigen Querschnitt und eine Aufhängelasche 11b zu umgrenzen, die mit einer Öffnung 11c für ihr Aufhängen z. B. durch eine Niete auf dem Schaft des Schuhs versehen ist. Dieses Beschlagteil hat eine geschlossene Struktur.

Wie die 3 und 5 zeigen, können auch zwei Halbkreis-Aussparungen 11 in der hinteren Wand 11 der Aufnahme 11a für den Durchgang des Schnürsenkels 7 vorgesehen werden.

Der Einsatz 12 hat seinerseits die Form einer Halb-Rolle, die mit einer peripheren halbkreisförmigen Nut 12b versehen ist.

Wie 5 zeigt, entspricht die Tiefe der Nut 12b der der halbkreisförmigen Aussparungen 11e des äußeren Beschlagteils 11 derart, keine Diskontinuität zwischen dem Einsatz und seinem äußeren Beschlagteil für den Schnürsenkel während seines Ankommens an der Durchgangsvorrichtung zu schaffen und um minimale Reibungen zwischen dem Schnürsenkel und seiner Durchgangsvorrichtung zu haben. Man könnte auch ein sich entwickelndes Profil der Nut 12b derart vorsehen, um die Ausnehmungen 11e zu verhindern, ohne jedoch den Durchgang des Fadens bei der Absicht, das Gerät zu vereinfachen, zu stören. Die Tiefe der Nut 12b und der Aussparungen 11e ist darüber hinaus als Funktion des Durchmessers oder der Dicke des Schnürsenkels 7 vorgesehen.

Der Einsatz 12 ist aus einem Material, welches einen niedrigen Reibungskoeffizienten aufweist, wie Polyamid, Polyurethan oder Delrin.

Delrin wird besonders für eine Benutzung bei tiefen Temperaturen gewählt, da es ein Material ist, welches derartigen Temperaturen widersteht.

Selbstverständlich wird dieses Material auch, je nach Fall, als Funktion des für den Schnürsenkel benutzten Materials gewählt, um ein Durchgangsvorrichtung-Schnürsenkel-Paar mit einem minimalen Reibungskoeffizienten zu erhalten.

Je nach Fall könnte der Einsatz 12 mit einem Überzug überzogen sein, der die Gleiteigenschaften noch verbessert, wie jener der unter der Marke Teflon bekannt ist.

Wie in den 3 bis 5 gezeigt ist, könnte der Einsatz 12 im Inneren des Beschlagteils 11 durch eine Falzverbindung, z. B. 14 oder durch jedes andere Verbindungsmittel im Verständnisbereich eines Fachmanns, Vernietung, Verschraubung, usw., befestigt sein.

Wie insbesondere aus den 2 und 7 hervorgeht, lassen die Durchgangsvorrichtungen 10 zu, einen Durchlauf des Schnürsenkels 7 zu definieren, der immer in derselben Ebene P liegt, welche der mittleren Ebene der Nut 11e entspricht, d. h. ohne Durchgang von einer Seite zur anderen dieser Ebene.

Somit vermeidet man die Erzeugung zusätzlicher parasitärer Reibungen zwischen dem Körper der Durchgangsvorrichtung des Ringes und dem Schnürsenkel 7, indem abwechselnd von einer Seite und von der anderen Seite der Ebene P hindurchgegangen wird, wie dies bei der älteren Technik verwirklicht ist, welche Ringe 6 benützt, wie in 6 gezeigt.

2 erklärt die besondere Rolle der an sich bekannten Ringe 6, welche am Ende vor dem Abschnitt der Schnürung benutzt werden, der durch die erfindungsgemäßen Durchgangsvorrichtung 10 gebildet wird.

Diese Ringe 6 dienen in der Tat dazu, die Wirkung des Zuges in die im Wesentlichen „horizontale" Ebene P der Schnürung, welche durch die Durchgangsvorrichtungen 10 definiert ist, abzulenken oder zurückzuführen, der durch die Pfeile F in den 1 und 2 dargestellt ist, und der auf den Schnürsenkel 7 in einer im Wesentlichen vertikalen Richtung ausgeübt wird.

Der erfindungsgemäße Aufbau der Durchgangsvorrichtungen lässt es zu, eine effiziente Spannung bis zum Endbereich 4 des Schuhs unabhängig von der Steifigkeit des für den Schaft verwendeten Materials aufgrund der verbesserten Gängigkeit des Schnürsenkels in den Durchgangsvorrichtungen zu erzielen, die durch deren Aufbau erzielt wird.

Selbstverständlich beschränkt sich die vorliegende Erfindung nicht auf das einzige hier nicht beschränkend gezeigte Ausführungsbeispiel, sondern beinhaltet alle Ausführungsformen.

Somit könnte „die Öffnung" in Form eines Faltenbalgs 3 durch eine traditionelle Öffnung gebildet werden.

Ebenso könnte der Schaft aus Kunststoffmaterial, Stoff ... sein, oder der Schuh könnte ein Eislauf- oder Rollschuh sein, ohne dass der Umfang der vorliegenden Erfindung verlassen wird.


Anspruch[de]
  1. Durchgangsvorrichtung (10) für einen Schnürsenkel eines Schuhs (7), welche fähig ist, einzeln an einem Schaft eines Schuhs (2) befestigt zu werden, und welche gebildet ist aus:

    (a) einem äußeren metallischen Beschlagteil (11), welches eine geschlossene Struktur (11a) aufweist, das Merkmale mechanischer Widerstandsfähigkeit aufweist und fähig ist, an dem Schaft des Schuhs (2) befestigt zu werden, und

    (b) einem Einsatz (12) aus einem synthetischen Material mit niedrigem Reibungskoeffizient, welcher auf feste und nicht-drehende Art und Weise im Inneren des äußeren Beschlagteils (11) befestigt ist und einen Durchgangsweg (12b) des Schnürsenkels (7) im Inneren der Durchgangsvorrichtung definiert.
  2. Durchgangsvorrichtung für einen Schnürsenkel eines Schuhs nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Durchgangsweg (12b) des Schnürsenkels sich in der Ebene „P" der Schnürung erstreckt.
  3. Durchgangsvorrichtung für einen Schnürsenkel eines Schuhs nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Durchgangsweg (12b) des Schnürsenkels eine Halbkreisform aufweist.
  4. Durchgangsvorrichtung für einen Schnürsenkel eines Schuhs nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Einsatz (12) mit einem Überzug versehen ist, der das Gleiten begünstigt, wie z. B. Teflon.
  5. Durchgangsvorrichtung für einen Schnürsenkel eines Schuhs nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Einsatz (12) im Inneren des äußeren Beschlagteils (11) eingefalzt ist.
  6. Durchgangsvorrichtung für einen Schnürsenkel eines Schuhs nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das äußere Beschlagteil (11) mindestens eine Aussparung (11e) aufweist, die dem Durchgangsweg (12b) entspricht.
Es folgen 4 Blatt Zeichnungen






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