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Dokumentenidentifikation DE10114801B4 13.10.2005
Titel Antrieb eines Druckwerks
Anmelder Koenig & Bauer AG, 97080 Würzburg, DE
Erfinder Masuch, Bernd, 97273 Kürnach, DE
DE-Anmeldedatum 26.03.2001
DE-Aktenzeichen 10114801
Offenlegungstag 17.10.2002
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 13.10.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 13.10.2005
IPC-Hauptklasse B41F 13/008

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Antrieb eines Druckwerks gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Durch die DE 44 30 693 A1 ist ein Druckwerk mit paarweise angetriebenem Form- und Übertragungszylinder bekannt, wobei der Formzylinder angetrieben und über Stirnräder auf den Übertragungszylinder abgetrieben wird. Ein als Rotor ausgebildeter Zapfen des Formzylinder ist zwecks Verstellung des Seitenregisters am Formzylinder in einer Ausführungsform axial im Stator verschiebbar.

Die EP 06 44 048 B1 offenbart paarweise gekoppelt angetriebene Zylinder. Die Möglichkeit einer Kopplung eines zugeordneten Farbwerkes an den Antriebsverbund des Paares ist genannt. In einer schematischen Darstellung wird der Übertragungszylinder vom Antriebsmotor angetrieben, vom Übertragungszylinder auf den Formzylinder und vom Formzylinder auf das Farbwerk abgetrieben.

In der DE 196 03 663 A1 ist ein Formzylinder und der mit diesem zusammen wirkende Übertragungszylinder parallel mittels eines Motors antreibbar. Über ein Getriebe ist der Formzylinder axial und über eine Schrägverzahnung in Umfangsrichtung gegenüber dem Übertragungszylinder verstellbar. Mittels eines am Zapfen des Formzylinders angeordneten Stirnrades ist auf ein dem Formzylinder zugeordnetes Farbwerk treibbar.

Die DE 20 140 70 A1 offenbart einen Antrieb einer Rotationsdruckmaschine, wobei der Antrieb eines Zylinderpaares aus Form- und Übertragungszylinder auf den Formzylinder erfolgt. Um im Reibgetriebe zweier zusammen wirkender Übertragungszylinder eine eindeutige Antriebsverbindung herzustellen, sind die beiden Übertragungszylinder kraftschlüssig aber lösbar über Zahnräder miteinander verbunden.

Durch die DE 20 14 753 A1 ist ein Antrieb einer Vierzylinder-Druckeinheit mit auf den jeweiligen Formzylinder wirkendem Antrieb bekannt, wobei zur Vermeidung von Zahnflankenwechseln mindestens einer der über den jeweiligen Formzylinder angetriebenen Übertragungszylinder mit einem Bremsmoment beaufschlagbar ist.

Die gattungsbildende DE 25 53 768 B2 schafft einen wahlweise vom Übertragungszylinder unabhängigen Antrieb des Formzylinders und des Farbwerks indem der Antriebsverbund zwischen Form- und Übertragungszylinder eine lösbare Kupplung aufweist. In einer möglichen Ausführungsform ist ein Übertragungszylinder und ein Farbwerk eines Druckwerks von einem auf den Formzylinder wirkenden Antriebsmotor antreibbar.

Die DE 40 01 626 A1 offenbart einen Antriebszug, in welchem von einem Gegendruckzylinder parallel auf ein Farbwerk und auf einen Übertragungszylinder und von dort auf einen Formzylinder abgetrieben wird. So werden Störungen vom Farbwerk auf den Formzylinder weniger stark rückübertragen.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Antrieb eines am Formzylinder angetriebenen Druckwerks zu schaffen, welcher ein exaktes Abwickeln der durch den Motor gemeinsam angetriebenen Zylinder und Walzen gewährleistet.

Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.

Die mit der Erfindung erzielbaren Vorteile bestehen insbesondere darin, dass durch den Antrieb am Formzylinder bei Druck-An- und Ab-Stellung des Übertragungszylinders keine Bewegung des Antriebsmotors erfolgen muss, wie es z. T. beim Antrieb direkt am Übertragungszylinder der Fall ist. Auch ein durch derartige Schwenkbewegungen des Übertragungszylinders begründeter Kompromiss bei der Lage des Antriebsmotors und dem Eingriff der Zahnräder bei Anordnung des Antriebsmotors am Übertragungszylinder kann bei Antrieb des Formzylinders entfallen. Letzteres kann im anderen Fall zu Zahnbruch oder auch aufgrund des Spiels im Antrieb zur Verminderung der Druckqualität führen.

Der Antrieb des Druckwerks ist unabhängig vom Antrieb eines mit dem Druckwerk eine Druckstelle bildenden weiteren Zylinders oder Druckwerks und weist vorzugsweise keine mechanische, insbesondere formschlüssige Antriebsverbindung mit diesem auf.

Ist lediglich das Farbwerk und der Übertragungszylinder an- bzw. abstellbar ausgeführt, so kann eine starre Ankopplung des Antriebsmotors an einem Seitengestell erfolgen.

Ein Ritzel des Antriebsmotors mit Geradverzahnung kann direkt auf ein geradverzahntes Stirnrad am Zapfen des Formzylinders treiben, falls die geradverzahnte Ausführung die Festigkeitswerte, z. B. Überdeckungsgrad und Bruchsicherheit, gewährleistet.

In einer anderen Ausführungsform kann der Antriebsmotor direkt axial zum Formzylinder angeordnet sein. Um zwecks Verstellung des Seitenregisters eine axiale Bewegung des Formzylinders zu ermöglichen, ist eine in axialer Richtung flexible Kopplung zwischen Zapfen und Antriebsmotor anordenbar. Vorteilhaft im Hinblick auf günstige Drehzahlbereiche, insbesondere in der Anfahrphase, ist die Ausführung des Antriebsmotors mit einem zwischen dem Rotor und dem Zapfen des Zylinders angeordneten Planetengetriebes.

In Fällen, in denen die Festigkeit eine Schrägverzahnung zur Kraftübertragung fordert, ist eine Anordnung von Vorteil, wobei das Ritzel des Antriebsmotors nicht direkt auf das Stirnrad des Formzylinders treibt. Bei axialer Bewegung des Formzylinders würde so ohne zusätzliche Vorkehrungen eine gleichzeitige Verstellung des Umfangsregisters erfolgen. Vorkehrungen können beispielsweise eine gleichzeitige Korrektur über die Steuerung sein, welche regelungstechnischen Aufwand erfordert, oder aber eine zulässige Relativbewegung des Zapfens zum Stirnrad des Formzylinders, was jedoch Führungen erfordert, welche nicht oder nur mit hohem Aufwand in Umfangsrichtung spielfrei zu fertigen sind. Für eine axiale Bewegbarkeit des Formzylinders ist vorteilhafter Weise wieder eine in axialer Richtung flexible Kopplung einsetzbar.

Für die genannten Ausführungsformen des Antriebes des Formzylinders ist ein dem Formzylinder zugeordnetes Farbwerk, und falls vorhanden auch ein Feuchtwerk, von dem selben Antriebsmotor angetrieben. Dies spart Kosten und gewährleistet, die richtigen Übersetzungsverhältnisse vorausgesetzt, eine Synchronisierung.

Besonders günstig für ein exaktes Abwickeln der Zylinder und Walzen während der Produktion ist eine eindeutige Momentenflussrichtung vom Antriebsmotor auf die verschiedenen anzutreibenden Aggregate. Dies wird in vorteilhafter Ausführung dadurch erreicht, dass vom Formzylinder auf den Übertragungszylinder, und vom Übertragungszylinder auf das Farbwerk, d. h. seriell, getrieben wird. Dabei ist eine Ausführung besonders ökonomisch, in welcher vom Übertragungszylinder über ein drehbar auf dem Zapfen des Formzylinders angeordnetes Zahnrad auf das Farbwerk getrieben wird.

Die in axialer Richtung flexible Kopplung zwischen Antriebsmotor und Formzylinder ist vorteilhafter Weise als drehsteife aber in axialer Richtung flexible bzw. nachgiebige Wellenkupplung, z. B. als eine Ausdehnungs- oder Ausgleichskupplung, ausgeführt. Insbesondere vorteilhaft ist der Einsatz einer nichtschaltbaren formschlüssigen Wellenkupplung, welche im Gegensatz zu anderen formschlüssigen Kupplungen ohne größeren Fertigungsaufwand in Umfangsrichtung nahezu spielfrei ist, und gleichzeitig eine axiale Längenänderung der Kupplung, d. h. eine axiale Bewegung des Formzylinders, ermöglicht. Die Kupplung ist in axialer Richtung formschlüssig, jedoch in ihrer Länge flexibel bzw. nachgiebig, z. B. durch elastische und reversible Verformung, ausgeführt.

Die Maßnahmen zur eindeutigen Momentenflussrichtung sowie zur Ausbildung einer drehsteifen aber axial in ihrer Länge veränderbaren Kopplung dienen der Minimierung des Spiels im Antrieb und dadurch der Verbesserung der Druckqualität.

Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden im folgenden näher beschrieben.

Es zeigen:

1 ein erstes Ausführungsbeispiel für den Antrieb eines Druckwerks;

2 ein zweites Ausführungsbeispiel für den Antrieb eines Druckwerks;

3 ein drittes Ausführungsbeispiel für den Antrieb eines Druckwerks;

4 ein viertes Ausführungsbeispiel für den Antrieb eines Druckwerks.

Ein Druckwerk einer Druckmaschine weist einen ersten Zylinder 01, z. B. einen Formzylinder 01, und einen zweiten Zylinder 02, z. B. einen Übertragungszylinder 02, auf. Die beiden Zylinder 01; 02 sind mittels eines mit dem Formzylinder 01 in Wirkverbindung stehenden Antriebsmotors 03 gemeinsam antreibbar, wobei vom Formzylinder 01 auf den Übertragungszylinder 02 über eine Antriebsverbindung abgetrieben wird. Der Übertragungszylinder 02 wirkt während des Druckens, eine Druckstelle bildend, mit einem lediglich in 1 angedeuteten dritten Zylinder 05, z. B. einem zweiten Übertragungszylinder 05 eines zusammen wirkenden Druckwerks, oder einem beispielsweise keine Farbe führenden Gegendruckzylinder 05, z. B. einem Satellitenzylinder 05, zusammen. Der Antrieb des dritten Zylinders 05 bzw. des zusammen wirkenden zweiten Druckwerks ist nicht in formschlüssigen Antriebsverbund mit dem durch den Antriebsmotor 03 angetriebenen Druckwerk.

Wie in 1 dargestellt, bilden ein drehfest auf einem Zapfen 04 des Formzylinders 01 angeordnetes Zahnrad 06 mit einem auf einem Zapfen 07 des Übertragungszylinders 02 drehfest angeordnetem Zahnrad 08 die Antriebsverbindung zwischen Formzylinder 01 und Übertragungszylinder 02.

Im einem ersten Ausführungsbeispiel (1) treibt ein auf einer Welle 09 des Antriebsmotors 03 angeordnetes Ritzel 11 direkt auf das am Zapfen 04 des Formzylinders 01 angeordnete Zahnrad 06. Das Getriebe 06, 11 vom Antriebsmotor 03 auf den Zapfen 04 bzw. das Zahnrad 06 kann auch mittels eines anders ausgeführten Getriebes, z. B. über weitere Zahnräder, über Zahnriemen, über Kegelräder oder in anderer Weise erfolgen. Zur Gewährleistung einer axialen Verschiebbarkeit des Formzylinders 01 (in 1 mit einem Doppelpfeil angedeutet), sind sowohl das Ritzel 11 als auch die Zahnräder 06; 08 im Beispiel jedoch gerade verzahnt ausgeführt. Die Breite von Ritzel 11 und den Zahnrädern 06; 08 ist so gewählt, dass bei axialer Verschiebung des Formzylinders 01 um einen Betrag ± &Dgr;L eine ausreichende Überdeckung der Verzahnung gewährleistet ist.

Auf dem Zapfen 07 des Übertragungszylinders 02 ist ein weiteres Zahnrad 12 drehfest angeordnet, von welchem ein dem Formzylinder 01 zugeordnetes Farbwerk 13 und, falls vorhanden, ggf. auf ein Feuchtwerk 14 abgetrieben wird (Farbwerk 13 und Feuchtwerk 14 sind in den Figur lediglich als Bezugszeichen dargestellt).

Das Zahnrad 12 treibt im vorliegenden Beispiel auf ein drehbar auf dem Zapfen 04 des Formzylinders 01 angeordnetes Zahnrad 16, welches seinerseits mit einem Zahnrad 17 eines nicht weiter dargestellten Antriebes des Farbwerks 13 (ggf. und Feuchtwerk 14) kämmt.

Der Momentenfluss des Antriebs vom Antriebsmotor 03 über den Formzylinder 01 zum Übertragungszylinder 02 und von dort auf das Farbwerk 13 (ggf. und Feuchtwerks 14) erfolgt eindeutig weil seriell. Ein Zahnflankenwechsel bei Lastwechseln (An-/Abstellen von Zylindern 01; 02, des Farbwerks 13, des Feuchtwerks 14 oder Änderung von Bedingungen) wird weitgehend vermieden, was zu geringerem Verschleiß und insbesondere zu besseren Druckergebnissen führt.

In einem zweiten Ausführungsbeispiel (2) ist die Welle 09 des Antriebsmotors 03 koaxial zu einer Rotationsachse des Formzylinders 01 angeordnet und mit dem Zapfen 04 des Formzylinders 01 drehsteif verbunden. In vorteilhafter Ausgestaltung ist zwischen dem Antriebsmotor 03 und dem Zapfen 04 eine in ihrer Länge L in axialer Richtung um den Betrag ± &Dgr;L veränderbare Kopplung 18, z. B. eine Kupplung 18, angeordnet. Diese kann insbesondere eine Ausdehnungskupplung 18, eine in axialer Richtung elastische Kupplung 18 oder eine nichtschaltbare, in axiale Richtung jedoch formschlüssige aber nachgiebige Wellenkupplung 18 sein. Das dem Formzylinder 01 abgewandte Ende der Kupplung 18 ist hierbei bezüglich einer axialen Richtung ortsfest angeordnet. Mit der Anordnung der Kupplung 18 kann der zugeordnete Antriebsmotor 03 somit bei axialer Verschiebung des Formzylinders 01 orts- bzw. gestellfest angeordnet sein. Der Betrag &Dgr;L für eine axiale Verschiebung des Formzylinders 01 liegt vorzugsweise zwischen 0 und ±4 mm, insbesondere zwischen 0 und ±2,5 mm und wird durch die Änderung der Länge L der Kupplung 18 um diesen Betrag ± &Dgr;L aufgenommen.

Eine besonders geeignete Kupplung 18 ist eine biegenachgiebige Ganzmetallkupplung, auch Membran- oder Ringkupplung, genannt.

Ein drittes Ausführungsbeispiel (3) unterscheidet sich vom Ausführungsbeispiel nach 2 dadurch, dass der Antriebsmotor 03 nicht koaxial zum Formzylinder 01 angeordnet ist. Vom mit der Welle 09 des Antriebsmotors 03 verbundenen Ritzel 11 wird auf ein Zahnrad 19 abgetrieben, welches drehfest über eine Welle 21 oder einem Zapfen 21 mit der dem Formzylinder 01 abgewandten Seite der Kupplung 18 verbunden ist. Diese Ausführung ist insbesondere vorteilhaft, wenn aufgrund hoher Lasten die Anforderung an die Festigkeitswerte, z. B. den Überdeckungsgrad und die Bruchsicherheit, eine Schrägverzahnung von Ritzel 11 und Zahnrad 19 erfordern. Die beiden zusammen wirkenden Zahnräder 06; 08 auf den Zapfen 04; 07 der Zylinder 01; 02 sind in vorteilhafter weise gerade verzahnt ausgeführt, da so eine relative axiale Bewegung zueinander ermöglicht wird, ohne dass eine Kompensation im Umfangsregister erforderlich wird. Auch das Farbwerk 13 (ggf. und Feuchtwerks 14) ist entsprechend dem zweiten Ausführungsbeispiel vom Übertragungszylinder 02 her antreibbar.

Zwischen dem Antriebsmotor 03 und dem Ritzel 11 kann zwecks besserer Demontage bzw. Wartung eine weitere Kupplung 22, z. B. eine Klauenkupplung 22 oder eine Kupplung 22 gemäß der Kupplung 18, angeordnet sein.

In einem vierten Ausführungsbeispiel (4) findet der Abtrieb vom Formzylinder 01 auf den Übertragungszylinder 02 nicht auf der dem Formzylinder 01 zugewandten Seite der Kupplung 18, sondern auf der nicht in axialer Richtung bewegbaren Seite der Kupplung 18 statt. Hierzu ist die Antriebsverbindung zwischen dem Formzylinder 01 und dem Übertragungszylinder 02 nicht zwischen der in axialer Richtung in ihrer Länge L veränderlichen Kupplung 18 und dem Formzylinder 01, sondern auf der dem Formzylinder 01 abgewandten, ortsfesten Seite der Kupplung 18 angeordnet.

Zwecks Raumersparnis kann ein Zahnrad 23, welches beispielsweise auf einer die Kupplung 18 umgreifenden Buchse 24 angeordnet ist, mit der vom Formzylinder 01 abgewandten Seite der Kupplung 18 verbunden sein. Dieses Zahnrad 23 kämmt auf der einen Seite mit einem drehfest mit dem Zapfen 07 des Übertragungszylinders 02 verbundenen Zahnrad 26 und mit dem Ritzel 11. Mit dieser Ausführung kann im Vergleich zu 3 eine Antriebsebene eingespart werden und der Antrieb vom Antriebsmotor 03 auf die beiden Zylinder 01; 02 über eine Schrägverzahnung erfolgen. Die durch die Zahnräder 23 und 26 gebildete Antriebsverbindung liegt nicht auf der dem axial zu bewegenden Formzylinder 01 zugewandten Seite der Kupplung 18 sondern auf der bezüglich einer axialen Bewegung festen Seite.

Für alle Ausführungsbeispiele, insbesondere für die Ausführungsvarianten (2 und 4) mit einem koaxial zum Formzylinder 01 angeordneten Antriebsmotor 03, ist in vorteilhafter Weiterbildung am Antriebsmotor 07 oder zwischen Antriebsmotor 03 und der Antriebsverbindung zwischen Formzylinder 01 und Übertragungszylinder 02 ein nicht dargestelltes Planetengetriebe anordenbar.

Die Antriebsverbindungen zwischen den beiden Zylindern 01; 02 und/oder einem der Zylinder 01; 02 und dem Farbwerk 13 (ggf. und Feuchtwerk 14) kann auch über Zahnriemen (unter Berücksichtigung einer Drehrichtungsumkehr) oder andere formschlüssige Antriebsverbindungen erfolgen.

Die Funktionsweise des Antriebs eines Druckwerks ist wie folgt:

Während des Betriebes, d. h. während des Rüst- oder Produktionsbetriebes wird der Formzylinder 01 und von diesem auf den Übertragungszylinder 02 abgetrieben. Gleichzeitig wird mittels dieses Antriebsmotors 03 auch das Farbwerk 13 (ggf. und Feuchtwerk 14) angetrieben. Bei Ab- bzw- Anschwenkens des Übertragungszylinders 02 kann der den Formzylinder 01 antreibende Antriebsmotor 03 ortsfest und in einer Position für einen idealen Eingriff ggf. zusammen wirkender Ritzel 11 und Zahnräder 06 verbleiben.

Ist eine Korrektur des Seitenregisters, d. h. eine seitliche Verschiebung des Druckbildes, erforderlich, so wird z. B. mittels einer nicht dargestellten, vorzugsweise auf der dem Antrieb gegenüber liegenden Seite des Formzylinders 01 angeordneten, Antriebseinrichtung der Formzylinder 01 in axialer Richtung um einen Betrag ± &Dgr;L verschoben, ohne dass der Antriebsmotor 03 ebenfalls verschoben werden muss.

Der Betrag ± &Dgr;L der Verschiebung wird in einer Ausführungsform von der Kupplung 18 aufgenommen, wobei deren dem Formzylinder 01 abgewandtes Ende ortsfest, insbesondere Ortsfest bezüglich der axialen Richtung, festgelegt ist. Die Verschiebung verursacht keine gleichzeitige Verstellung des Umfangsregisters.

In anderer Ausführung mit einem nicht koaxial zum Formzylinder 01 angeordneten Antriebsmotor 03 ist mittels einer Geradverzahnung zwischen dem Zahnrad 06 und dem Ritzel 11 eine axiale Verschiebung des Formzylinders 01 ohne gleichzeitige Verstellung im Umfangsregister möglich.

Sowohl eine Korrektur über eine elektronische Welle zwischen den Zylindern 01; 02, noch ein mechanisches Nachstellen des Umfangsregisters kann entfallen.

01Zylinder, erster, Formzylinder 02Zylinder, zweiter, Übertragungszylinder 03Antriebsmotor 04Zapfen (01) 05Zylinder, dritter, Übertragungszylinder, Gegendruckzylinder, Satellitenzylinder 06Zahnrad (04) 07Zapfen (02) 08Zahnrad (07) 09Welle (03) 10 11Ritzel 12Zahnrad (07) 13Farbwerk 14Feuchtwerk 15 16Zahnrad (04) 17Zahnrad (13) 18Kopplung, elastisch, Kupplung, Ausdehnungskupplung, Wellenkupplung, nachgiebig 19Zahnrad (21) 20 21Welle, Zapfen 22Kupplung, Klauenkupplung 23Zahnrad (24) 24Buchse 25 26Zahnrad (07) 27Zahnrad, Beiläuferzahnrad (06) 28Zahnrad (04) LLänge (18) &Dgr;LBetrag der Längenänderung (18), der axialen Verschiebung (01)

Anspruch[de]
  1. Antrieb eines Druckwerks mit einem Formzylinder (01), einem dem Formzylinder (01) zugeordneten Farbwerk (13) und einem mit dem Formzylinder (01) zusammen wirkenden zweiten Zylinder (02), welcher mit einem dritten Zylinder (05) eine Druckstelle bildet, wobei der Formzylinder (01) durch einen Antriebsmotor (03) antreibbar und der zweite Zylinder (02) über eine Antriebsverbindung (06, 08; 23, 26) vom Formzylinder (01) aus antreibbar ist, und wobei das dem Formzylinder (01) zugeordnete Farbwerk (13) mittels des selben Antriebsmotors (03) antreibbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass ein Antrieb des dritten Zylinders (05) ohne eine Antriebsverbindung zum zweiten Zylinder (02) ausgeführt ist, und dass das Farbwerk über eine Antriebsverbindung (12, 16, 17) vom zweiten Zylinder (02) aus antreibbar ist.
  2. Antrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsverbindung (06, 08; 23, 26) zwischen dem zweiten Zylinder (02) und dem Formzylinder (01) als Räderzug (06, 08; 23, 26) ausgeführt ist.
  3. Antrieb nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsverbindung (06, 08; 23, 26) ein drehfest mit einem Zapfen (07) des zweiten Zylinders (02) verbundenes Zahnrad (08; 26) und ein mit diesem zusammen wirkendes, zumindest drehsteif mit einem Zapfen (04) des Formzylinders (01) verbundenes Zahnrad (06; 23) aufweist.
  4. Antrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsverbindung (06, 08; 23; 26) zwischen dem Formzylinder (01) und dem zweiten Zylinder (02) mittels Zahnriemen ausgeführt ist.
  5. Antrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsverbindung (12, 16, 17) zwischen dem zweiten Zylinder (02) und dem Farbwerk (13) als Räderzug (12, 16, 17) ausgeführt ist.
  6. Antrieb nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsverbindung (12, 16, 17) ein drehfest auf einem Zapfen (07) des zweiten Zylinders (02) angeordnetes Zahnrad (12), ein mit diesem zusammen wirkendes drehbar auf einem Zapfen (04) des Formzylinders (01) gelagertes Zahnrad (16) und ein mit letzterem zusammen wirkendes Zahnrad (17) eines Farbwerks (13) aufweist.
  7. Antrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsverbindung (12, 16, 17) zwischen dem zweiten Zylinder (02) und dem Farbwerk (13) mittels Zahnriemen ausgeführt ist.
  8. Antrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem den Formzylinder (01) antreibenden Antriebsmotor (03) und dem Formzylinder (01) eine drehsteife, jedoch in axialer Richtung des Formzylinders (01) in ihrer Länge (L) um einen Betrag (± &Dgr;L) veränderbare Kopplung (18) angeordnet ist.
  9. Antrieb nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Kopplung (18) als in Umfangsrichtung drehsteife und formschlüssige, und als in axialer Richtung formschlüssige aber nachgiebige Wellenkupplung (18) ausgeführt ist.
  10. Antrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Formzylinder (01) über ein Getriebe (06, 11) mittels des Antriebsmotors antreibbar ist.
  11. Antrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Welle (09) des den Formzylinder (01) antreibenden Antriebsmotors (03) parallel und versetzt zu einer Rotationsachse des Formzylinders (01) angeordnet ist.
  12. Antrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Welle (09) des den Formzylinder (01) antreibenden Antriebsmotors (03) parallel und koaxial zu einer Rotationsachse des Formzylinders (01) angeordnet ist.
  13. Antrieb nach Anspruch 8 und 12, dadurch gekennzeichnet, dass an der dem Formzylinder (01) abgewandten Seite der Kopplung (18) die Welle (09) des Antriebsmotors (03) oder deren Verlängerung drehfest angeordnet ist.
  14. Antrieb nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass an der dem Formzylinder (01) abgewandten Seite der Kopplung (18) koaxial und parallel zu einer Rotationsachse des Formzylinders (01) eine Welle (21) drehfest angeordnet ist.
  15. Antrieb nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass ein auf der Welle (21) drehfest angeordnetes Zahnrad (19) mit einem Ritzel (11) des Antriebsmotors (03) kämmt.
  16. Antrieb nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass das Zahnrad (19) und das Ritzel (11) auf ihrem Umfang eine Schrägverzahnung aufweisen.
  17. Antrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen Antriebsmotor (03) und Formzylinder (01) ein Planetengetriebe angeordnet ist.
  18. Antrieb nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass der Antriebsmotor (03) ein Planetengetriebe aufweist.
  19. Antrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Zylinder (02) als Übertragungszylinder (02) ausgeführt ist.
Es folgen 4 Blatt Zeichnungen






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