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Dokumentenidentifikation DE202005005943U1 13.10.2005
Titel Pneumatischer Stoßdämpfer mit einer zusätzlichen Luftkammer
Anmelder A-PRO Tech Co., Ltd., Tachia, Taichung, TW
Vertreter Zeitler, Volpert, Kandlbinder, 80539 München
DE-Aktenzeichen 202005005943
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 13.10.2005
Registration date 08.09.2005
Application date from patent application 13.04.2005
IPC-Hauptklasse F16F 9/02

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen pneumatischen Stoßdämpfer, der mit einer ergänzenden oder zusätzlichen Luftkammer ausgestattet ist, die mit der Luftkammer des Zylinderkörpers verbunden ist.

Im allgemeinen kennzeichnet sich der herkömmliche pneumatische Stoßdämpfer durch ein kompressibles, unter hohem Druck stehendes Gas anstelle herkömmlicher Federkörper, wobei seine verlängerbare Hülse unter Spannung dieselbe Flexibilität bietet. Es läßt sich jedoch keine kontinuierliche Kompression erreichen, wenn Gas in einem einzigen umschlossenen Raum bis zu einem gewissen Grad komprimiert wird, nämlich einem Wendepunkt der im hinteren Teil der Kompressionskurve sichtbar wird, von dem an eine starke Erhöhung der Kompressionskraft für die Kompressionsbewegung erforderlich wird. Daher entsprechen die herkömmlichen pneumatischen Stoßdämpfer aufgrund ihres sehr beschränkten Bereichs effektiver Bewegung nicht den gestellten Anforderungen. Außerdem ist der flexible Stoßwiderstand aufgrund der sehr großen Federkraft des komprimierten Gases sehr gering, was zu einer Minderung der Leistungsfähigkeit des Stoßdämpfers führt.

Die Erfindung hat sich daher zur Aufgabe gemacht, die obigen Probleme beim Stand der Technik zu überwinden, so daß auf diesem Gebiet der Technik durch die Schaffung eines verbesserten pneumatischen Stoßdämpfers mit gewünschter Leistungsfähigkeit ein Fortschritt erreicht wird.

Zu diesem Zweck schlägt die Erfindung eine Konstruktion vor, die langjährig entwickelt und versuchstechnisch bewertet wurde und mit deren Herstellung Erfahrungen gesammelt wurden, die zu den gewünschten Erzeugnissen geführt haben.

Auf der Grundlage der Entwicklung der Erfindung wurde festgestellt, daß dann, wenn sich die ausfahrbare Hülse des pneumatischen Stoßdämpfers zu verkürzen beginnt, die effektive flexible Bewegung in Übereinstimmung mit der Volumenänderung einer zusätzlichen Luftkammer verlängert werden kann. Die schematische Vergleichszeichnung zwischen der Druckkurve L1 der Zylinderluftkammer des Stoßdämpfers und der typischen Druckkurve L2 ist in 6 gezeigt. Aus dieser Figur ist ersichtlich, daß die effektive Bewegung der verlängerbaren Hülse der vorliegenden Erfindung praktisch ausgedehnt werden kann (Rückwärtshub von a1 bis a2), wodurch den tatsächlichen Forderungen von Fahrern entsprochen wird.

Außerdem kann der Druck der Luftkammer aufgrund der Konstruktion, bei der ein Steuerventil auf der äußeren Luftkammer der ersten zusätzlichen Luftkammer angebracht ist, so eingestellt werden, daß der Druck des Stoßdämpfers im ausgefahrenen Zustand steuerbar ist.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert. In der Zeichnung zeigen:

1 eine perspektivische Außenansicht der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung;

2 eine Schnittansicht des inneren Aufbaus der bevorzugten Ausführungsform;

3 eine Betriebsansicht der bevorzugten Ausführungsform;

4 eine schematische Ansicht der ersten zusätzlichen Luftkammer, die mit einer Feder versehen ist;

5 eine weggeschnittene Ansicht des inneren Aufbaus einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung; und

6 eine Druckkurven-Vergleichsdarstellung des erfindungsgemäßen und des herkömmlichen pneumatischen Stoßdämpfers.

Wie aus den 1 bis 3 ersichtlich, weist ein pneumatischer Stoßdämpfer, der erfindungsgemäß mit einer zusätzlichen Luftkammer versehen ist, einen Zylinderkörper 10 mit einer hohlen Luftkammer 11, eine verlängerbare Hülse 20, die durch einen mit einer Luftkammer 11 des Zylinderkörpers 10 kombinierten Kolben 21 verschiebbar ist und wenigstens eine erste zusätzliche Luftkammer 30 auf, die auf der einen Seite des Zylinderkörpers 10 angeordnet, aber von seiner Luftkammer 11 getrennt, jedoch über einen Belüftungskanal 12 verbunden ist. Des weiteren ist der erfindungsgemäße Stoßdämpfer mit einem ersten schwimmenden Kolben 40 versehen, der in einer ersten zusätzlichen Luftkammer 30 gelagert ist und dazu dient, diese erste zusätzliche Luftkammer 30 in eine innere Luftkammer 31 und eine äußere Luftkammer 32 zu unterteilen.

Zu dem erfindungsgemäßen pneumatischen Stoßdämpfer gehört des weiteren wenigstens eine zweite zusätzliche Luftkammer 50, die innerhalb der ausfahrbaren Hülse 20 installiert ist und von der Luftkammer 11 des Zylinderkörpers durch einen zweiten Kolben 60 getrennt ist. Dieser zweite Kolben 60 ist mit Hilfe einer Stange 61 an einem Fixpunkt des Zylinderkörpers 10 angeordnet, der von der verlängerbaren Hülse 20 weit entfernt liegt.

Schließlich weist der pneumatische Stoßdämpfer gemäß der Erfindung auch noch einen zweiten schwimmenden Kolben 70 auf, der in der zweiten zusätzlichen Luftkammer 50 gelagert ist und dazu dient, diese zweite zusätzliche Luftkammer 50 in einen inneren Raum 51 und einen äußeren Raum 52 aufzuteilen.

Aufgrund der oben beschriebenen Konstruktion kann der Stoßdämpfer wie im folgenden erläutert arbeiten.

Wie aus 3 ersichtlich, wird, sobald sich die verlängerbare Hülse 20 zu verkürzen beginnt, die Luft A1 in der Luftkammer 11 des Zylinderkörpers 10 über den Belüftungskanal 12 in die erste zusätzliche Luftkammer 30 gedrückt und treibt dann den ersten schwimmenden Kolben 40 an, so daß dieser nach außen gleitet und die Luft A2 in der äußeren Luftkammer 32 verdichtet. Gleichzeitig wird die zweite zusätzliche Luftkammer 50 innerhalb der verlängerbaren Hülse 20 durch den zweiten Kolben 60 umgekehrt verdichtet, so daß sie den zweiten schwimmenden Kolben 70 antreiben kann, wodurch dieser nach außen gleitet und in dem äußeren Raum 52 der zweiten zusätzlichen Luftkammer 50 dann die Luft A3 verdichtet.

Außerhalb der äußeren Luftkammer 32 der ersten zusätzlichen Luftkammer 30 ist ein Steuerventil 33 angeordnet, mit dem der Verdichtungsgrad in Abhängigkeit von der von dem Eingangsluftdruck entwickelten Kraft eingestellt werden kann.

Wie aus 4 ersichtlich, ist die äußere Luftkammer 32 der ersten zusätzlichen Luftkammer 30 mit einer Feder 80 ausgerüstet, so daß der erste schwimmende Kolben 40 aufgrund der gespeicherten elastischen Kraft der Feder flexibel getragen werden kann.

Auch kann der innere Raum 51 der zweiten zusätzlichen Luftkammer 50 so ausgelegt sein, daß er eine Ölmenge W aufnehmen kann.

5 zeigt eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen pneumatischen Stoßdämpfers, der mit einer zusätzlichen Luftkammer versehen ist. Der Unterschied zu der zuerst beschriebenen Ausführungsform besteht darin, daß die verlängerbare Hülse 20, die zweite zusätzliche Luftkammer 50, der zweite Kolben 60, die Stange 61 und der zweite schwimmend gelagerte Kolben 70 eingespart werden können, während nur die erste zusätzliche Luftkammer 30 beibehalten wird, um demselben Zweck zu dienen, die effektive Bewegung der verlängerbaren Hülse sicherzustellen.


Anspruch[de]
  1. Pneumatischer Stoßdämpfer mit einer zusätzlichen Luftkammer, gekennzeichnet durch einen Zylinderkörper (10) mit einer hohlen Luftkammer (11), einer ausfahrbaren Hülse (20), die durch eine Kombination eines Kolbens (21) mit der Luftkammer (11) innerhalb des Zylinderkörpers (10) verschiebbar ist, ferner durch wenigstens eine zusätzliche Luftkammer (30), die an der einen Seite des Zylinderkörpers (10) angeordnet ist, jedoch von seiner Luftkammer (11) getrennt, aber über einen Belüftungskanal (12) verbunden ist, einen schwimmenden Kolben (40), der in der ersten zusätzlichen Luftkammer (30) gelagert ist und dazu dient, die erste zusätzliche Luftkammer (30) in eine innere Kammer (31) und eine äußere Kammer (32) zu unterteilen, ferner durch wenigstens eine zweite zusätzliche Luftkammer (50), die in der ausfahrbaren Hülse (20) angeordnet ist und von der Luftkammer (11) des Zylinderkörpers (10) über einen zweiten Kolben (60) getrennt ist, der auf dem Zylinderkörper (10) mit Hilfe einer Stange (61) gelagert ist, und durch einen zweiten schwimmenden Kolben (70), der in der zweiten zusätzlichen Luftkammer (50) gelagert ist und dazu dient, die zweite zusätzliche Luftkammer (50) in einen Innenraum (51) und einen Außenraum (52) zu unterteilen.
  2. Pneumatischer Stoßdämpfer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Luft (A1) innerhalb der Kammer (11) des Zylinderkörpers (10) über einen Belüftungskanal (12) in Richtung auf die erste zusätzliche Luftkammer (30) verdichtet werden kann und dann den ersten schwimmenden Kolben (40) antreibt, so daß dieser nach außen gleitet und die Luft (A2) in der äußeren Luftkammer (32) verdichtet, sobald die ausfahrbare Hülse (20) beginnt, sich einzuziehen, wobei gleichzeitig die zweite zusätzliche Luftkammer (50) in der ausfahrbaren Hülse (20) durch den zweiten Kolben (60) in umgekehrter Richtung zusammengepreßt wird, so daß sie einen zweiten schwimmenden Kolben (70) antreiben kann und dieser nach außen gleitet und die Luft (A3) in dem Außenraum (52) der zweiten zusätzlichen Luftkammer (50) verdichtet.
  3. Pneumatischer Stoßdämpfer nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch ein Steuerventil (33), das außerhalb der äußeren Luftkammer (32) der ersten zusätzlichen Luftkammer (30) angeordnet ist.
  4. Pneumatischer Stoßdämpfer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die äußere Luftkammer (32) der ersten zusätzlichen Luftkammer (30) auch mit einer Feder (80) versehen ist.
  5. Pneumatischer Stoßdämpfer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Innenraum (51) der zweiten Luftkammer (SO) so gebaut ist, daß er Öl aufnimmt.
  6. Pneumatischer Stoßdämpfer mit einer zusätzlichen Luftkammer, gekennzeichnet durch einen Zylinderkörper (10) mit einer hohlen Luftkammer (11) und einer ausfahrbaren Hülse (20), die durch die Kombination eines Kolbens (21) mit einer Luftkammer innerhalb des Zylinderkörpers (10) gleitet und durch wenigstens eine erste zusätzliche Luftkammer (30), die auf der einen Seite des Zylinderkörpers (10) angeordnet ist, jedoch von seiner Luftkammer getrennt und über einen Belüftungskanal (12) verbunden, sowie durch einen schwimmenden Kolben (40), der in der zusätzlichen Luftkammer (30) gelagert ist und dazu dient, die zusätzliche Luftkammer (30) in eine innere (31) und eine äußere Luftkammer (32) aufzuteilen.
  7. Pneumatischer Stoßdämpfer nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Luft innerhalb der Kammer des Zylinderkörpers (10) über einen Belüftungskanal (12) in Richtung auf die zusätzliche Luftkammer (30) verdichtet wird und dann den schwimmenden Kolben (40) antreibt, so daß dieser nach außen gleitet und die Luft innerhalb der äußeren Luftkammer (32) verdichtet, sobald die ausfahrbare Hülse (20) beginnt, sich zu verkürzen, also einzufahren.
  8. Pneumatischer Stoßdämpfer nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß ein Steuerventil (33) außerhalb der äußeren Luftkammer (32) der zusätzlichen Luftkammer (30) angeordnet ist.
  9. Pneumatischer Stoßdämpfer nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die äußere Luftkammer (32) der zusätzlichen Luftkammer (30) mit einer Feder (80) ausgestattet ist.
Es folgen 6 Blatt Zeichnungen






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