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Dokumentenidentifikation DE202005008631U1 13.10.2005
Titel Haltesystem für Informationsträger
Anmelder Gartengestaltung und Landschaftsbau Müller, 85139 Wettstetten, DE
Vertreter Staufer, W., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 85053 Ingolstadt
DE-Aktenzeichen 202005008631
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 13.10.2005
Registration date 08.09.2005
Application date from patent application 31.05.2005
IPC-Hauptklasse G09F 7/18
IPC-Nebenklasse A47F 5/00   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Haltesystem für Informationsträger, insbesondere für Waren- und Preisbezeichnungen, mit wenigstens einem Halter zur Aufnahme des Informationsträgers und einer Befestigungsvorrichtung zur Befestigung des Halters, sowie ein Haltesystem für Informationsträger mit wenigstens einem Profil zur Aufnahme von Haltern mit Informationsträgern.

Im Stand der Technik sind Haltesysteme bekannt, wie sie beispielsweise in Supermärkten zur Auszeichnung an Regalen verwendet werden. Dabei sind Press- oder Warenbezeichnungen vorwiegend an der Vorderseite von Regalwänden oder Regalböden angebracht, wo sie für Kunden leicht ablesbar sind.

Solche Systeme sind aber für den Einsatz innerhalb von Geschäftsräumen konzipiert und können daher Anforderungen, wie sie außerhalb von Geschäftsräumen gestellt werden, nicht in zufriedenstellender Weise erfüllen. So sind bekannte Haltesysteme nicht in der Lage die Informationsträger bei höheren Windgeschwindigkeiten sicher zu befestigen und vor den Einwirkungen der Witterung zu schützen.

Daneben ist es im Außenbereich häufig erforderlich Informationsträger mit größeren Abmessungen zu verwenden. Beispielsweise werden in Gärtnereibetrieben Schilder mit Preis- und Warenangaben benötigt, die deutlich größer sind als Preisauszeichnungen an Tiefkühlregalen von Supermärkten. Mit steigender Größe wächst jedoch die Problematik der Windanfälligkeit solcher Systeme drastisch an.

Neben der Witterungsbeständigkeit ist beim bekannten Stand der Technik auch der hohe Aufwand und die geringe Variabilität der Anordnungen nachteilig. So kann beispielsweise im Außenbereich einer Gärtnerei oder eines Gartenmarktes kein Regalsystem installiert werden, um daran den Informationsträger zu befestigen. Dies wäre zu aufwendig, da beispielsweise bei Saisonende ein zuvor für Topfpflanzen genutzter Bereich zukünftig mit Weihnachtsbäumen zu belegen sein könnte. Ein dort installiertes Regal wäre im Weg und müßte abgebaut werden.

Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein Haltesystem der eingangs genannten Art bereitzustellen, daß Informationsträger auch bei widrigen Witterungsbedingungen sicher zu halten vermag und eine besonders hohe Variabilität bei geringem Aufwand ermöglicht.

Zur Lösung der Aufgabenstellung ist das erfindungsgemäße Haltesystem der eingangs genannten Art dadurch gekennzeichnet, daß der im wesentlichen flache Halter an einer Halterrückseite zur Anordnung an einem Profil wenigstens eine maulförmige Befestigungseinrichtung aufweist. Mittels der maulförmigen Befestigungseinrichtung kann der Halter besonders einfach auf das Profil aufgesteckt werden. Benutzt man dabei ein Rechteckprofil und steckt den Halter möglichst auf die Lange Seite des Profils auf, so ist bereits hierdurch ein Schutz gegen ein unbeabsichtigtes Verdrehen des Halters, wie etwa durch Wind, gewährleistet.

Bei anderen vorteilhaften Ausführungsformen der Erfindung können etwa kreisrunde Rohrprofile eingesetzt werden, da diese in der Regel preiswert zu beschaffen sind. Hierbei ist es dann besonders vorteilhaft, wenn der Halter mit wenigstens einer Befestigungsvorrichtung gleichzeitig an zwei parallelen Profilen angeordnet ist, die vorzugsweise horizontal oder diagonal angeordnet sind.

Sind die beiden verwendeten Rohrprofile beispielsweise horizontal und mit einem Abstand übereinander angeordnet, kann der an beiden Profilen befestigte Halter nicht mehr gedreht werden.

Für ein besonders einfaches Aufstecken bzw. Entnehmen der Halter ist es günstig, wenn die Befestigungsvorrichtung elastisch verformbar ist und im eingesetzten Zustand eine Hinterschneidung mit dem Profil aufweist. So kann die Befestigungsvorrichtung einen Federarm aufweisen, der das Profil umgreift und aufgrund einer Vorspannung die notwendige Haltekraft ausübt. Hierdurch kann zusätzlich auch ein Ausgleich für Fertigungstoleranzen geschaffen werden.

Die maulförmige Öffnung des Befestigungsprofils ist vorteilhafterweise in vertikaler Richtung nach unten gerichtet und das Profil horizontal oder geneigt dazu ausgerichtet. Hierbei wirkt die Gewichtskraft des Halters einem unbeabsichtigten Ablösen vom Profil entgegen und erhöht die Haltesicherheit.

Eine einfache Handhabung des Haltesystems und einen sicheren Halt erreicht man auch, indem Führungsmittel, insbesondere Führungsflächen, am Profil und/oder der Befestigungseinrichtung vorgesehen sind. Diese können bei entsprechender Anordnung den Halter beim Aufstecken in die erforderliche Stellung leiten, so daß der Bediener den Halter nur grob positionieren muß. Zudem kann beispielsweise auch mittels winkliger Führungsflächen ein Ausgleich für Fertigungstoleranzen erzeugt werden, der die Herstellung einfacher und preiswerter macht.

Eine andere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Halters sieht vor, daß dieser eine Öffnung aufweist, durch die der Informationsträger von der Halterrückseite erreichbar ist. Ist der Informationsträger beispielsweise ein bedrucktes Papier, daß an vier Seiten in Nuten eingesteckt ist, so kann der Bediener diesen Informationsträger ganz einfach mit seinem Finger durch die Öffnung im Halter nach vorne herausdrücken. Dies erleichtert die Entnahme und auch die Bestückung der Informationsträger.

Eine ganz andere bevorzugte Ausführungsform der Erfindung sieht vor, daß das Profil mittels einer zusätzlichen Profilbefestigungseinrichtung an einer Trägereinrichtung befestigt ist, wobei die Profilbefestigungseinrichtung wenigstens zwei zueinander bewegliche Abschnitte aufweist und ein Abschnitt das zu befestigende Profil und der andere Abschnitt die Trägereinrichtung aufnimmt. So kann das Profil besonders einfach entsprechend den vorliegenden Gegebenheiten beispielsweise horizontal ausgerichtet werden. Daneben ist auf diese Weise auch eine Höheneinstellung des Profils möglich. Während die einfachste Ausführungsform vorsieht, beide Abschnitte um eine gemeinsame Drehachse relativ zueinander zu bewegen, können bei anderen Ausführungsformen auch mehrere Freiheitsgrade einstellbar sein, wodurch die Einstellmöglichkeiten zusätzlich verbessert werden.

Besonders einfach in ihrer Lage einzustellen ist eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung, bei der die Profilbefestigungseinrichtung zur Befestigung von zwei oder mehr Profilen ausgebildet ist. Eine solche Profilbefestigungseinrichtung muß an der Trägereinrichtung nur einmal ausgerichtet werden. Die Profile können dann ohne weiteres daran befestigt werden, was Einstellarbeit einspart.

Als besonders einfach und zuverlässig hat es sich erwiesen, wenn die Profilbefestigungseinrichtung eine Klemmeinrichtung aufweist. Besonders sicheren Halt findet die Profilbefestigungseinrichtung, wenn sie wenigstens eine Klemmkante aufweist. Diese kann beispielsweise so ausgestaltet sein, daß sie ein nahezu linienförmige Auflage aufweist, wodurch sehr hohe Anpreßkräfte entstehen, die für einen sicheren Halt sorgen.

Bevorzugterweise ist die Trägereinrichtung eine Wand oder ein weiteres Bauteil. So kann das erfindungsgemäße Haltesystem beispielsweise mittels der Profilbefestigungseinrichtung an einer Wand befestigt werden. Das darin befestigte Profil nimmt dann die Halter auf. Es können aber auch andere Bauteile, wie etwa Holzkonstruktionen oder ähnliches als Trägereinrichtung genutzt werden, sofern sie gerade vorhanden sind.

Ebenfalls vorteilhaft ist es, wenn das weitere Bauteil ein auf dem Boden stehendes oder darin befestigtes Profil ist. Diese Lösung ist besonders flexibel, da die verwendeten Trägereinrichtungen beispielsweise Rohre oder Vierkantprofile sein können, die dazu noch beliebig anzuordnen sind. Bei einem weichen Untergrund kann hierzu etwa ein Rohr senkrecht in den Boden getrieben und zwei Profile mittels der Profilbefestigungseinrichtung daran horizontal befestigt werden. Noch widerstandsfähiger wird das Haltesystem durch die Verwendung von zwei oder mehr Trägereinrichtungen, an denen die Profile befestigt werden.

Um die Trägereinrichtung möglichst nah an einem Gegenstand, wie etwa einer Wand oder einer Beeteinfassung aufstellen zu können, ist es besonders vorteilhaft, wenn ein Fuß des auf dem Boden stehenden Profils nicht über eine gedachte Anlagefläche am Profil hinausragt. Verwendet man beispielsweise ein Rohrprofil als Trägereinrichtung, welches an eine Wand anlehnen soll, so ergibt dies einen linienförmigen Kontaktbereich. Ein am Rohrprofil angeordneter Fuß darf dann mit keinem Teil dahinter liegen, da das Rohrprofil andernfalls nicht bis ganz an die Wand heran bewegt werden könnte. So kann das Haltesystem besonders platzsparend angeordnet und etwa Wege oder Gänge freigehalten werden.

Als besonders günstige Werkstoffauswahl hat es sich erwiesen, wenn die Bestandteile des Haltesystems ganz oder teilweise aus Kunststoff, insbesondere einem spritzgießfähigen Kunststoff oder aus einem metallischen Werkstoff, insbesondere einem Edelstahl, gefertigt sind. Kunststoffe sind besonders bei großen Stückzahlen preiswert in der Verarbeitung, wohingegen Edelstahl eine vorzügliche Witterungsbeständigkeit aufweist.

Für die Beständigkeit der Informationsträger ist es zudem günstig, wenn der Halter einen Spritzwasserschutz aufweist, der ihn etwa vor Regen schützt. Neben dem Regenschutz kann beispielsweise mittels eines Spritzwasserschutzes aus einem geeigneten Kunststoff auch ein UV-Schutz erreicht werden, der ein verblassen, der Aufdrucke auf dem Informationsträger verlangsamt.

Schließlich ist es auch vorteilhaft, wenn die Befestigungsmittel werkzeuglos zu betätigen sind. Ein Bediener muß dann nicht immer zuerst ein Werkzeug holen, um beispielsweise einen Preis auszutauschen oder einen Halter in seiner Lage einzustellen. Dies erhöht den Praxiswert des Haltesystems und die Akzeptanz bei den Bedienern erheblich. So können beispielsweise Schrauben mit Flügelschrauben oder -muttern verwendet werden, die ohne Werkzeug betätigbar sind.

Werden Haltesysteme benötigt, die sich über eine größere Länge erstrecken, ist es vorteilhaft eine Mehrzahl von Profilen mittels einer Kupplungseinrichtung aneinanderzureihen.

Hierzu hat es sich als besonders günstig erwiesen, wenn die Kupplungseinrichtung aus im Bereich der Profilenden angeordneter Klauen besteht. Die Profile können damit als Gleichteile hergestellt werden und sich im zusammengesetzten Zustand gegenseitig umgreifen. Je weiter die beiden Stellen der Umgreifung auseinanderliegen, desto größer ist die Steifigkeit der Anordnung. Sind die Profile zudem innerhalb der Kupplungsvorrichtung verschiebbar, so kann das Haltesystem auf diese Weise in seiner Länge angepaßt werden.

Eine alternative Kupplungseinrichtung besteht aus einer Maulschelle, die zur gleichzeitigen Aufnahme mehrere Profile geeignet ist. Günstig ist es innerhalb der Maulschelle eine Justiereinrichtung, beispielsweise in Form einer Einstellschraube vorzusehen, so daß ein genauer Sitz der Profile innerhalb der Maulschelle und relativ zueinander gewährleistet ist.

Schließlich kann die Kupplungseinrichtung vorteilhafterweise auch an einer Trägereinrichtung angeordnet werden und so zur Verlängerung des Haltesystem von beiden Seiten zulaufende Profile aufnehmen und an der Trägereinrichtung zu befestigen.

Weitere Vorteile der Erfindung sind im Zusammenhang mit den nachfolgenden Ausführungsbeispielen und der Zeichnungen beschrieben. Es zeigt darin:

1 eine erste Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Haltesystem in einer Vorderansicht;

2 eine zweite Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Haltesystem in einer Vorderansicht;

3 eine seitliche Schnittansicht durch einen erfindungsgemäßen Halters;

4 eine Schnittansicht durch eine erfindungsgemäße Profilbefestigungseinrichtung ;

5 eine zweite Schnittansicht durch die erfindungsgemäße Profilbefestigungseinrichtung nach 4;

6 eine Draufsicht auf eine erfindungsgemäße Trägereinrichtung mit Fuß;

7 eine weitere Ausführungsform durch ein erfindungsgemäßes Haltesystem mit vier Profilen; und

8 eine weitere Ausführungsform durch ein erfindungsgemäßes Haltesystem mit vier Profilen und drei Trägereinrichtungen.

In 1 ist eine erste Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Haltesystem 1 in einer Vorderansicht dargestellt. Rechts und links befinden sich zwei Trägereinrichtungen 2, die jeweils auf einem Fuß 3 montiert sind. Jede der Trägereinrichtungen 2 besteht aus einem senkrecht angeordneten Stab. Als Werkstoffe kommen hierfür Holz-, Metall- oder Kunststoffstäbe in Betracht. Besonders belastbar sind Metallprofile, wie beispielsweise Vierkantrohre aus Stahl. Besonders witterungsbeständig sind Profile aus Edelstahl.

An den Trägereinrichtungen 2 sind je zwei Profilbefestigungseinrichtungen 4 angebracht, die zur Anbindung von Profilen 5 dienen. In die horizontal und parallel ausgerichteten Profile 5 sind Halter 6 eingesteckt. Jede Profilbefestigungseinrichtungen 4 besitzt Schrauben 7, mittels denen die Profile 5 und die Trägereinrichtungen 2 geklemmt werden. Nach dem Lösen der entsprechenden Schrauben 7 können die Profile 5 in Ihrer vertikalen und seitlichen Position eingestellt werden. Zur Erleichterung der Einstellung kann auf den Profile auch eine einfache Wasserwaage aufgeklebt oder integriert werden.

Die 2 zeigt eine zweite Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Haltesystems 1 in einer Vorderansicht. Gegenüber der Ausführungsform nach 1 sind hierbei die Profile 5 gegenüber der Horizontalen geneigt. Dies ist etwa vorteilhaft, wenn die Richtung zu einem Aufgang oder zu einem höherliegenden Ort gezeigt werden soll, was beispielsweise mittels eines Pfeils 8 geschehen kann. Die Einstellung der Lage des Halters 6 kann in Höhe und Neigung vollkommen frei nach den Wünschen des Anwenders erfolgen.

In 3 ist eine seitliche Schnittansicht durch einen erfindungsgemäßen Halter 6 dargestellt. Der Halter 6 weist zwei maulförmige Befestigungseinrichtungen 9 auf, welche auf die Profile 5 aufgesteckt sind und diese an drei Seiten umschließen. Eine Seite der Umfassung wird von einer Rückseite 10 des Halters 6 gebildet. Die anderen beiden Seiten bilden die Innenflächen 11 und 12 einer Lasche 13. Jede der Laschen 13 weist eine Verprägung 14 auf, die über eine Einführschräge 15 und eine Halteschräge 16 verfügen. Durch die Einführschräge 15 wird das Aufstecken des Halters 6 auf die Profile 5 erleichtert. Während des Aufsteckens biegt sich die Lasche 13 auf und umfaßt das Profil 5 dann im aufgesteckten Zustand. Die Halteschräge 16 sorgt dafür, daß ein sicherer Halt auch bei Toleranzen gewährleistet ist. So ist es durchaus möglich den Halter 6 auch als Blechteil, vorzugsweise aus Edelstahl zu fertigen.

Im Bereich der Laschen 13 ist der Halter 6 mit Öffnungen 17 versehen, durch die ein Informationsträger 18 mit den Fingern erreichbar ist. Der Informationsträger 18 ist an einer Vorderseite 19 des Halters 6 in Nuten 20 gehalten. Bei dem dargestellten Blechteil, sind die vier Seiten des Halters über einen Teil ihrer Länge umgeschlagen und bilden so die Nuten 20 aus.

Zum Herausnehmen muß der Bediener lediglich mit dem Finger von der Rückseite 10 aus gegen den Informationsträgers 19 drücken. Der Informationsträger 19 selbst kann beispielsweise aus Folie, Papier, Holz, Metall oder einem Kunststoff gefertigt sein. Auch das Abnehmen des Halters 6 von den Profilen 5 kann durch Anheben in besonders einfacher weise erfolgen.

In der 4 ist eine Schnittansicht durch eine erfindungsgemäße Profilbefestigungseinrichtung 4 wiedergegeben, bei der links ein erster beweglicher Abschnitt 21 und rechts ein zweiter beweglicher Abschnitt 22 dargestellt ist. Die beiden Abschnitt 21 und 22 sind um eine Schraube 23 zueinander verdrehbar. Die Schraube 23 ist als Flügelschraube ausgeführt und kann ohne Werkzeug betätigt werden. Eingeschraubt ist die Schraube 23 in eine Mutter 24. Alternativ können auch andere Schrauben, wie die ebenfalls dargestellten Sechskantschrauben verwendet werden. Neben der Verwendung von Muttern 24 ist es bei entsprechender Blechstärke möglich die Schraube 23 direkt in ein Gewinde 25 im Blech einzuschrauben. Hierdurch kann auf eine Mutter 24 verzichtet werden. Eine solche Situation ist bei der links oben dargestellten Verschraubung aufgezeigt, sie kann aber auch auf die anderen Verschraubungen übertragen werden.

Für eine sichere Klemmung des Profils 5 und der Trägereinrichtung 2 weist jeder der Abschnitte 21 und 22 zwei Bereiche 21a und 21b bzw 22a und 22b auf, in denen das Profil 5 bzw. die Trägereinrichtung 2 geklemmt ist. Die dazu erforderlichen Kräfte werden über die Schrauben 23 ausgeübt. Zusätzlich verfügt jeder Abschnitt 21 und 22 über zwei Klemmkanten 26 die gestrichelt dargestellt sind.

Die 5 zeigt eine zweite Schnittansicht durch die erfindungsgemäße Profilbefestigungseinrichtung 4 nach 4, bei welcher der erste Abschnitt 21 um neunzig Grad gegenüber der zuvor dargestellten Lage gedreht ist. Gut erkennbar ist hierbei, daß die Klemmkante 26 mit ihrer Schmalseite gegen die Trägereinrichtung 2 drückt. Biegt man die Klemmkante 26 etwas mehr oder weniger als neunzig Grad um, so wird die Klemmwirkung noch verstärkt, da sich eine der beiden Blechkanten zuerst in die Oberfläche der Trägereinrichtung 2 eindrückt. Im übrigen entspricht diese Ausführungsform der in 4 gezeigten.

In 6 ist eine Draufsicht auf eine erfindungsgemäße Trägereinrichtung 2 mit einem Fuß 3 dargestellt. Die Trägereinrichtung 2 ist ein Vierkantprofil, das beispielsweise auf den Fuß 3 aufgeschweißt ist. Die Rückseite 27a der Trägereinrichtung 2 und die Rückseite 27b des Fuß 3 schließen bündig ab, damit die Trägereinrichtung 2 direkt an einer Wand 28 stehen kann. Dadurch kann das erfindungsgemäße Haltesystem 1 besonders nah bei den zu kennzeichnenden Waren aufgestellt werden und wertvoller Raum in den Kundengängen davor wird eingespart. Bei längerfristiger Installation der Trägereinrichtung 2 kann diese auch mittels Schrauben 23 im Boden fixiert werden. Alternativ ist es auch möglich den Fuß mit einer entsprechend großen Masse zu beschweren, so daß auch an windigen Tagen ein sicherer Halt gewährleistet ist.

Die 7 zeigt ein erfindungsgemäßes Haltesystem 1 mit zwei Trägereinrichtungen 2 und vier Profilen 5. Je zwei der Profile 5 sind an einem Ende an den Profilbefestigungseinrichtungen 4 an der rechten bzw. linken Trägereinrichtung 2 befestigt. An den in der Mitte des Haltesystems liegenden Enden der Profile 5 ist eine Kupplungseinrichtung 29 angeordnet. Diese weist vier Klauen 30 auf, die am Ende des Profils 5 befestigt sind und das dazu benachbarte Profil 5 umgreifen. Dadurch, daß sich zwei Profile an zwei zueinander beabstandeten Stellen umgreifen, entsteht eine stabile Kopplung der Profile aneinander. Die Klauen 30 können dabei das benachbarte Profil 5 ganz oder teilweise umschließen. Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Profile 5 innerhalb der Klauen 30 so verschiebbar sind, daß sich die Gesamtlänge des Haltesystems 1 dadurch einstellen läßt.

In 8 schließlich ist ein Haltesystem 1 gezeigt, daß über drei Trägereinrichtungen 2 verfügt. Es überspannt ein langes Beet 31, wie es beispielsweise in Gartenbaubetrieben anzutreffen ist, und wird in der Mitte von der zusätzlichen Trägereinrichtung 2 gestützt. Mittels zusätzlicher Trägereinrichtungen 2 ist das Haltesystem 1 auf eine beliebige Länge weiterführbar. Als Kupplungseinrichtung 29 dient bei dieser Ausführungsform eine doppelte Maulschelle 32, die zur gleichzeitigen Aufnahme von zwei Profilen 5 geeignet ist und diese an der Trägereinrichtung 2 befestigt. Auch bei dieser Ausführungsform kann die Länge des Haltesystems 1 beliebig und stufenlos eingestellt werden. Die zu verkürzenden oder verlängernden Profillängen verbleiben über dem Beet 31 und ragen nicht etwa in die umliegenden Wege hinein, wo sie eine Gefahr für Kunden wären. Wahlweise können die Maulschellen 32 auch über ein Distanzstück miteinander gekoppelt werden, wodurch ein stets konstanter Abstand der Profile 5 zueinander während der Montage sichergestellt ist.

Neben den gezeigten Anordnung sind zahlreiche andere Ausführungsformen im Rahmen der Erfindung möglich. So können beispielsweise auch zwei Profile 5 an ein und derselben Profilbefestigungsvorrichtung 4 befestigt werden, so daß sie zusammen und mit stets konstanten Parallelabstand bewegt werden können. Als Werkstoff wird bevorzugterweise Edelstahl verwendet, da dieser witterungsbeständig und sehr belastbar ist. Alternativ kommen aber auch Kunststoffe oder Holz für preisgünstigere Varianten in Betracht.

1Haltesystem 2Trärereinrichtung 3Fuß 4Profilbefestigungseinrichtung 5Profil 6Halter 7Schrauben 8Pfeil 9Befestigungseinrichtung 10Rückseite 11Erste Innenseite 12Zweite Innenseite 13Lasche 14Verprägung 15Einfuhrschräge 16Halteschräge 17Öffnung 18Informationsträger 19Vorderseite 20Nut 21Erster Abschnitt 22Zweiter Abschnitt 23Flügelschraube 24Mutter 25Gewinde 26Klemmkannte 27aRückseite 27b Rückseite 28Wand 29Kupplungseinrichtung 30Klauen 31Beet 32Maulschelle

Anspruch[de]
  1. Haltesystem (1) für Informationsträger, insbesondere für Waren- und Preisbezeichnungen, mit wenigstens einem Halter (6) zur Aufnahme des Informationsträgers (18) und einer Befestigungsvorrichtung (9) zur Befestigung des Halters (6), dadurch gekennzeichnet, daß der im wesentlichen flache Halter (6) an einer Halterrückseite (10) zur Anordnung an einem Profil (5) wenigstens eine maulförmige Befestigungseinrichtung (9) aufweist.
  2. Haltesystem (1) nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dadurch gekennzeichnet, daß der Halter (6) mit wenigstens einer Befestigungsvorrichtung (9) gleichzeitig an zwei parallelen Profilen (5) angeordnet ist, die vorzugsweise horizontal oder diagonal angeordnet sind.
  3. Haltesystem (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungsvorrichtung (9) elastisch verformbar ist und im eingesetzten Zustand eine Hinterschneidung mit dem Profil (5) aufweist.
  4. Haltesystem (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die maulförmige Öffnung der Befestigungseinrichtung (9) in vertikaler Richtung nach unten gerichtet und das Profil (5) horizontal oder geneigt ausgerichtet ist.
  5. Haltesystem (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß Führungsmittel (14), insbesondere Führungsflächen (15, 16), am Profil (5) und/oder der Befestigungseinrichtung (9) vorgesehen sind.
  6. Haltesystem (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Halter (6) eine Öffnung (17) aufweist, durch die der Informationsträger (18) von der Halterrückseite (10) erreichbar ist.
  7. Haltesystem (1) für Informationsträger (18), insbesondere für Waren- und Preisbezeichnungen, mit wenigstens einem Profil (5) zur Aufnahme von Haltern (6) mit Informationsträgern (18), dadurch gekennzeichnet, daß das Profil (5) mittels einer zusätzlichen Profilbefestigungseinrichtung (4) an einer Trägereinrichtung (2) befestigt ist, wobei die Profilbefestigungseinrichtung (4) wenigstens zwei zueinander bewegliche Abschnitte (21, 22) aufweist und ein Abschnitt das zu befestigende Profil (5) und der andere Abschnitt die Trägereinrichtung (2) aufnimmt.
  8. Haltesystem (1) nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, daß die Profilbefestigungseinrichtung (4) zur Befestigung von zwei oder mehr Profilen (5) ausgebildet ist.
  9. Haltesystem (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Profilbefestigungseinrichtung (4) eine Klemmeinrichtung aufweist.
  10. Haltesystem (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Profilbefestigungseinrichtung (4) wenigstens eine Klemmkante (26) aufweist.
  11. Haltesystem (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Trägereinrichtung (2) eine Wand (28) oder ein weiteres Bauteil ist.
  12. Haltesystem (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das weitere Bauteil ein auf dem Boden stehendes oder darin befestigtes Profil ist.
  13. Haltesystem (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein Fuß (3) des auf dem Boden stehenden Profils nicht über eine gedachte Anlagefläche am Profil hinausragt.
  14. Haltesystem (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß dessen Bestandteil ganz oder teilweise aus Kunststoff, insbesondere einem spritzgießfähigen Kunststoff, gefertigt sind.
  15. Haltesystem (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß dessen Bestandteil ganz oder teilweise aus einem metallischen Werkstoff, insbesondere einem Edelstahl, gefertigt sind.
  16. Haltesystem (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Halter (6) einen Spritzwasserschutz aufweist.
  17. Haltesystem (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungsmittel werkzeuglos zu betätigen sind.
  18. Haltesystem (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine Mehrzahl von Profilen (5) mittels einer Kupplungseinrichtung (29) aneinander gereiht sind.
  19. Haltesystem (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Kupplungseinrichtung (29) aus im Bereich der Profilenden angeordneter Klauen (30) besteht.
  20. Haltesystem (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Kupplungseinrichtung (29) eine Maulschelle (32) aufweist, die zur gleichzeitigen Aufnahme mehrere Profile (5) geeignet ist.
  21. Haltesystem (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Kupplungseinrichtung (29) an einer Trägereinrichtung (2) angeordnet ist.
Es folgen 8 Blatt Zeichnungen






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