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Dokumentenidentifikation DE202005010360U1 13.10.2005
Titel Hufbeschlagsträger zum Ankleben an den Huf
Anmelder Donauer, Andreas, Breidenbach, FR
Vertreter Bartling, J., Rechtsanw., 80331 München
DE-Aktenzeichen 202005010360
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 13.10.2005
Registration date 08.09.2005
Application date from patent application 01.07.2005
IPC-Hauptklasse A01L 3/02

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf einen Hufbeschlagsträger aus Kunststoff zum Ankleben an den Huf, der in verschiedenen Formen, Größen, sowie in unterschiedlichen Materialstärken und Härten nach dem Oberbegriff des Anspruch 1 gefertigt werden kann.

Hufbeschlagsträger (Hufschuhe) aus Kunststoff zum Ankleben an den Huf sind bereits bekannt, siehe z.B. Patentschriften DE 40 05 388 A1. Der Nachteil dieser Hufschuhe ist, dass durch die einteilige Form der aufgetragene Klebstoff sich beim Aufschieben des Hufschuhs auf den Huf zur Hufspitze hin wegdrückt. Dies führt zu einem Klebstoffüberschuss im Zehenbereich und zu einem Klebstoffmangel im hinteren Bereich des Hufs. Der Klebstoffüberschuss im Zehenbereich führt durch die erhöhte Schichtdicke des Klebstoffs beim Abbinden zu einer erhöhten Wärmeentwicklung, was insbesondere bei Hufen, die durch Krankheiten beeinträchtigt sind, den Heilungsprozess negativ beeinflussen kann. Ein weiterer Nachteil ist die erhöhte Ausdünstung von Lösungsmitteln durch den Klebstoffüberschuss die direkt mit dem Hufhorn in Berührung kommen. Außerdem entsteht durch die Anhäufung des Klebstoffs an der Hufvorderseite und somit eine Verschiebung des Hufschuhs über den Zehenbereich hinaus eine Zehenverlängerung mit negativen Folgen für den gesamten Bewegungsapparat. Der Klebstoffmangel im hinteren Hufbereich kann die Haltbarkeit der Verklebung verkürzen. Ein weiterer Nachteil ist, dass durch die einteilige und im Zehenbereich geschlossene Ausführung des Hufbeschlagsträgers die Anpassung an unterschiedliche Winkelungen der Hufwand nur durch Aufschneiden des Hufschuhs erreicht werden kann.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Hufbeschlagsträger (Hufschuh) herzustellen, der beim Aufkleben den Klebstoff an der Stelle belässt, an der er aufgetragen wurde und sich leicht an verschiedene Winkelungen der Hufwand anpassen lässt, ohne dass der Hufschuh durch Aufschneiden zerstört werden muss.

Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, dass der Hufbeschlagsträger (Hufschuh) aus 2 bis 5 Einzelteilen besteht. Jedes Einzelteil besteht seinerseits aus einem Bodenteil an dem der Hufbeschlag befestigt wird und einem Manschettenteil, das der eigentlichen Verklebung an der Hufaußenseite dient. Die Bodenteile entsprechen zusammengesetzt der äußeren Kontur der Hufunterseite, die Manschettenteile der äußeren Hufwand. Das Bodenteil und das Manschettenteil sind in einem Guss hergestellt, also fest miteinander verbunden. Jedes der 2 bis 5 Einzelteile kann unabhängig voneinander mit Klebstoff versehen und ohne den Klebstoff zu verschieben an die Hornwand, sowie die dem Boden zugewandte Hufwand und Hornsohle geklebt werden. Durch die mehrteilige Ausführung des Hufschuhs passt sich die Klebemanschette sehr leicht der Winkelung der äußeren Hufwand an. Ein Aufschneiden der Manschette zum Anpassen an die unterschiedlichen Winkel ist nicht mehr notwendig. An dem Manschettenteil vorgesehene Einkerbungen erleichtern durch eine leichtere Dehnung des Materials ebenfalls die Anpassung an die Hufwandwinkel.

Die beigelegten Zeichnungen stellen im Einzelnen folgendes dar:

1a und 1b ist ein zweiteiliger Hufbeschlagsträger in der Draufsicht.

2a und 2b ist ein zweiteiliger Hufbeschlagsträger mit der Bodenansicht.

3 ist die Seitenansicht der dem Huf zugewandten Seite.

4 ist die Seitenansicht der dem Huf abgewandten Seite.

5 ist der Schnitt von Bodenteil und Manschettenteil.


Anspruch[de]
  1. Hufbeschlagsträger, bestehend aus Manschettenteil (2) zum Ankleben an den Pferdehuf und Bodenteil (1) zum Aufnehmen eines Hufbeschlags, die in einem Guss gefertigt, also fest miteinander verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, dass der Hufbeschlagsträger nicht durchgängig ist, sondern aus 2 bis 5 Einzelteilen bestehen.
  2. Hufbeschlagsträger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sowohl in dem Manschettenteil (2) als auch im Bodenteil (1) Aussparungen (3 und 4) zum Einspritzen von Klebstoff vorgesehen sind.
  3. Hufbeschlagsträger nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die der Hufwand zugewandten Seiten der Manschettenteile (2) mit einer Profilierung versehen sind.
  4. Hufbeschlagsträger nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an den Bodenteilen (1) auf der dem Boden zugewandten Seite eine Profilierung vorgegeben ist.
  5. Hufbeschlagsträger nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an den Bodenteilen (1) an der dem Huf zugewandten Seite eine Profilierung vorgesehen ist.
  6. Hufbeschlagsträger nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an den Manschettenteilen (2) auf der dem Huf abgewandten, sowie auf der dem Huf zugewandten Seite Einkerbungen vorgesehen sind.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






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