| Dokumentenidentifikation |
DE4126073B4 13.10.2005 |
| Titel |
Motorische Bewegungssteuerung von Rolladen und dergleichen |
| Anmelder |
SOMFY Feinmechanik und Elektrotechnik GmbH, 72108 Rottenburg, DE |
| Erfinder |
Pfeffer, Paul, 72827 Wannweil, DE; Häring, Rolf, 72116 Mössingen, DE; Grieninger, Andreas, 72138 Kirchentellinsfurt, DE |
| Vertreter |
Patentanwälte Otte & Jakelski, 71229 Leonberg |
| DE-Anmeldedatum |
07.08.1991 |
| DE-Aktenzeichen |
4126073 |
| Offenlegungstag |
11.02.1993 |
| Veröffentlichungstag der Patenterteilung |
13.10.2005 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
13.10.2005 |
| IPC-Hauptklasse |
G04C 23/00
|
| IPC-Nebenklasse |
G04G 15/00
G04C 11/02
G09F 9/35
E06B 9/68
E05F 15/20
|
| Beschreibung[de] |
|
Die Erfindung geht aus von einer motorischen Bewegungssteuerung von
Rolladen, Jalousien, Markisen, Türen, Luken und dergleichen. Es ist bekannt, für
die motorische Bewegungssteuerung von Rolladen und vergleichbaren Anordnungen Zeitschaltuhren
einzusetzen, die in der Lage sind, bestimmte Bewegungsabläufe, beispielsweise also
das Schließen oder Öffnen von Jalousien, das Aus- und Einfahren von Markisen und
Rolladen und dergleichen zu bestimmten Zeiten durch Ansteuerung von Leistungsgliedern
zu veranlassen. Bei einer bekannten, jedoch nicht vorveröffentlichten elektronischen
Schaltuhr zur Einstellung von Schaltzeitprogrammen (DE
41 07 936 A1), die speziell für den Betrieb von Heizungsanlagen, Brauchwasseraufbereitung
und dergleichen bestimmt ist, wird das Schaltzeitprogramm durch aktivierte Flüssigkristallsegmente
in Form eines Schaltkranzes einer mechanischen Schaltuhr gleichend dargestellt.
Die Uhranzeige erfolgt in quasi-analoger Weise mit Zeigern oder auch digital, wobei
der Flüssigkristallbildschirm als Tastbildschirm ausgebildet ist und eine Vielzahl
berührungsempfindlicher Felder aufweist.
Solche oder nachfolgend genannte vergleichbare elektronische Schaltuhren,
wie sie sich beispielsweise auch der GB 2
149 153 A entnehmen lassen, sind in der Lage, eine Stromzuführung zu einem
vorgegebenen Gerät zu veranlassen und dem Programm folgend später wieder zu unterbrechen;
sie können jedoch nicht direkt bei der Bewegungsablaufsteuerung von Rolladen, Jalousien,
Markisen oder dergleichen eingesetzt werden, weil hierfür eine Umsteuerung oder
jedenfalls die Ansteuerung des Gerätes über mehr als eine stromführende Leitung
erforderlich ist.
Problematisch könnte bei der elektronischen Schaltuhr nach der
GB 2 149 153 A noch angesehen werden,
dass zwar eine quasi-analoge Zeitdarstellung beabsichtigt ist, hierfür jedoch lediglich
ein einziger Zeiger vorgesehen ist, der 48 unterschiedliche, über einen Kreis verteilte
Positionen einnehmen kann, also jeweils in Viertelstunden-Abständen weiterrückt.
Ein einfaches Ablesen der aktuellen Zeit bei einer solchen maskierten analogen Zeitdarstellung
ist daher für ungeübte Personen unmöglich. Tatsächlich verfügt daher diese bekannte
Zeitschaltuhr nochmals über eine digitale übliche Ziffernanzeige, wobei die Analoganzeige
mit äusseren, für die Stromzuführung bzw. -unterbrechung zuständigen Segmenten zusammenarbeitet.
Bei einer weiteren elektronischen Schaltuhr, die insbesondere als
Herdschaltuhr eingesetzt werden kann und eine digitale Anzeige in Verbindung mit
einem Mikroprozessor sowie weiteren Schaltelementen aufweist (DE
36 27 894 A1) ist es ferner bekannt, ein Eingabeelement für die Programmierung
in Form eines Drehknopfes zur Erzeugung von Eingabeimpulsen für die Verstellung
der Anzeige anzuordnen. Ferner ist ein in mehrere Stellungen verstellbarer Vorwahlschalter
vorgesehen, der in einer Grundstellung auf Handbetrieb umgeschaltet werden kann
und so die Ansteuerung von Verbraucherstromkreisen auch bei Ausfall des Mikroprozessors
von Hand ermöglicht.
Aus der EP 394 654 A1
ist ferner eine gegen einen Spannungsausfall in einem Versorgungsnetz resistente
Schaltuhr vorgesehen, die trotz eines Verzichts auf jegliche Gangreserve deshalb
betriebssicher arbeitet, weil sie über einen gegen Netzausfall resistenten Speicher
für die jeweiligen eingestellten Schaltzeitpunkte verfügt und zusätzlich eine separate
Funkuhr vorgesehen ist, die bei Wiederverfügbarkeit des Netzes den aktuellen Zeitpunkt
bestimmt und den Steuerungszustand der Schaltuhr entsprechend korrigiert.
Schließlich ist aus der DE
37 10 850 C1 ein elektrotechnisches Installationsgerät, nämlich insbesondere
Schalter oder Taster oder dergleichen bekannt, welches im wesentlichen aus einem
Geräteeinsatz mit elektrischen Anschlussklemmen für die Netzleiter sowie eine Schalt-
oder Tastwippe und aus einem damit kuppelbaren Bedienorgan, nämlich einem Wippenaufsatz
besteht. Da an dem Bedienorgan eine Schalteranordnung mit einem programmierbaren
Zeitschalter sowie Anschlussfahnen zur Verbindung mit den Anschlussklemmen des Geräteeinsatzes
angebracht sind, lassen sich auf diese Weise Zeitschaltfunktionen ausführen.
Schließlich lässt sich der DE
38 39 655 A1 ein Drucktaster mit Drucksensor als bekannt entnehmen, wobei
der Drucksensor in Abhängigkeit zur aufgebrachten Druckkraft eine Weitertaktgeschwindigkeit
in einer elektronischen Anzeige so variiert, dass auch bei schlechter Reaktionszeit
der Bedienungsperson gewünschte Werte präzise eingestellt werden können, so dass
sich ein entsprechender Bedienkomfort ergibt.
Es sind auch einfache mechanische Zeitschaltuhren mit elektrischem
Antrieb bekannt, die zu vorgegebenen Zeiten über vorbeilaufende Nocken Schalter
betätigen; ferner können elektronische Zeitschaltuhren batteriebetriebene Quarzuhrwerke
aufweisen, die die aktuelle Uhrzeit in Form von Ziffern anzeigen und bei bestimmten
Zeitkonstellationen Schaltungen über entsprechend angesteuerte Ausgangsrelais durchführen.
Für den Betrieb von Rolladen und Markisen sind zusätzlich manuell
zu betätigende äussere Einstellmittel, beispielsweise in Form von
Tasten erwünscht, die unabhängig von gespeicherten, durch die Zeitschaltuhr initiierten
Umschaltbewegungen durch manuelle Betätigung auch eine sofortige Bewegung des jeweils
angesteuerten Elements ermöglichen.
Bei den üblichen elektronischen Zeitschaltuhren kann die digitale
Anzeige in Form von Ziffern problematisch sein, wie überhaupt für die Bedienung
solcher Zeitschaltuhren, auch deren Voreinstellung, damit zu bestimmten Zeiten bestimmte
Bewegungsabläufe veranlasst werden, einige Aufmerksamkeit und Geschick erfordern.
Dies führt nicht selten dazu, dass ein Benutzer, obwohl die bei ihm installierten
elektronischen Systeme eine vollautomatische Programmsteuerung der Rolladen oder
Jalousienbewegung zu gegebenen Zeiten ermöglichen, dennoch den jeweiligen Rolladen
oder die Jalousie nur manuell von Hand betätigt und so die Leistungsfähigkeit solcher
Steuerschaltungen gar nicht ausgenutzt wird.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine motorische Bewegungssteuerung
von Rolladen, Jalousien und dergleichen so zu verbessern, dass sowohl die Anzeige
von aktueller Uhrzeit als auch der vorgenommenen Einstellungen entscheidend vereinfacht
ist, damit auch weniger geübte Personen mit einem solchen elektronischen System
problemlos zurechtkommen, wobei ferner sichergestellt ist, dass Fehlfunktionen aufgrund
von falscher Uhrzeitangabe ausgeschlossen und jahreszeitliche Verschiebungen berücksichtigt
werden.
Vorteile der Erfindung
Die Erfindung löst diese Aufgabe mit den Merkmalen des Anspruchs 1
und hat den Vorteil, dass die aktuelle Zeitdarstellung quasi-analog erfolgt, so
dass die Zeit ohne längeres Hinsehen und Verarbeiten von angezeigten Ziffern mit
einem einzigen Blick von einer Bedienungsperson wahrgenommen werden kann; in entsprechender
Weise ist durch die klare quasi-analoge Uhrdarstellung auch die Vorgabe der jeweiligen
gewünschten Schließ- und Öffnungszeiten problemlos möglich.
Besonders vorteilhaft ist ferner noch die Synchronisierung der aktuellen
Uhrzeit durch einen Funkempfänger, also die Ausbildung im Uhrenbereich als Funkuhr
mit entsprechenden speziellen Angleichroutinen der Zeit für Stunden, Minuten, Tag,
Monat und Jahr. Die motorische Bewegungssteuerung ist daher zu jedem Zeitpunkt über
das aktuelle Datum informiert, so dass es in einer Ausgestaltung auch möglich ist,
mit Hilfe eines sogenannten speicherresistenten Basisprogramms vorgegebene Schließ-
und Öffnungszeiten von Rolladen, Markisen, Türen oder dergleichen nach der tatsächlichen
Zeit, angepasst an den Sonnenstand sowie an Sommer/Winterzeit vorzunehmen. Ferner
entfällt ein Nachstellen der Uhr vollkommen, die nach Montage im übrigen sofort
betriebsbereit ist.
Ist es daher erwünscht, eine Jalousienöffnung jeweils in Abhängigkeit
zum Sonnenaufgang vorzunehmen, dann folgt das speicherresistente Basisprogramm einem
Kurvenverlauf mit jeweils neuer Adaption, beispielsweise von Tag zu Tag oder von
Woche zu Woche, so dass unter Verzicht auf bisherige statische Einstelldaten aktiv
nach dem tatsächlichen Sonnenstand reagiert werden kann. Eine ergänzende Kontrolle
kann hier noch zusätzlich vorgesehen sein mit Hilfe eines Lichtfühleranschlusses,
der beispielsweise über einen Lichtwellenleiter die äussere Umgebungshelligkeit
abfragt und dessen Signal ebenfalls in der elektronischen Steuerzentrale der erfindungsgemäßen
Einrichtung verarbeitet wird, die mit Vorzug einen Rechner, Mikroprozessor mit Speicher
oder ein sonstiges elektronisches System enthält.
Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass Zeiteinstellungen an einer
solchen elektronischen Uhr mit quasianalogem LCD-Display mit Hilfe einer äusseren
Einstellkrone oder Einstellwalze oder eines ähnlichen mechanisch betätigbaren Elements
vorgenommen werden können, so dass die sonst umständliche Drucktasteneinstellung
vollständig entfällt, die nicht selten erhebliche Geschicklichkeit erfordert, um
durch mehrfaches Drücken in abgestimmter Reihenfolge gewünschte Verstellungen der
Anzeige oder zu speichernder Daten vornehmen zu können. Durch eine mechanische Einstellkrone
ist es auch möglich, die gewünschten Werte in Abhängigkeit zur Geschwindigkeit einzustellen,
so dass die Bedienungsperson in der Lage ist, durch anfängliches schnelles Drehen
der Einstellkrone und späterer Reduzierung der Geschwindigkeit den gewünschten Wert
langsam anfahren zu können, so dass dieser nicht, wie sonst so häufig der Fall,
einfach überlaufen wird und dann umständlich wieder Rückstellungen notwendig werden.
Anstelle einer solchen Drehbewegung kann auch ein drucksensitiver
Einstellknopf verwendet werden, auf den dann zur Einstellung dann lediglich mehr
oder weniger stark gedrückt wird, wodurch sich ebenfalls die Geschwindigkeit der
Werteverstellung verändern lassen kann.
Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte
Weiterbildungen und Verbesserungen der Erfindung möglich.
So besteht eine weitere Ausgestaltung der Erfindung darin, dass die
gesamte oder nur ein Teil der Frontfläche der Schaltuhr als berührungssensitives
Display ausgebildet ist, so dass eine menügesteuerte Benutzerführung, hierbei einem
geeigneten Programm folgend, mit Hilfe des berührungssensitiven LCD-Displays (ausgebildet
als Punktmatrix oder über Symbole) möglich ist. In diesem Zusammenhang kann die
menügesteuerte Bedienung auch über berührbare Pictogramme realisiert werden, die
sowohl Statusanzeige als auch Bedienungselemente sein können.
Zeichnung
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt
und werden in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen:
1 eine erste Ausführungsform einer elektronischen
Zeitschaltuhr für Rolladen, Jalousien u. dgl. mit digitalem Großanalogdisplay und
mechanischem Einstelldrehknopf für die Werteeinstellung in Draufsicht und in
2 in einer Seitenansicht, wobei die Abmesungen
so gehalten sind, daß das Gerät beispielsweise in üblichen Unterputz-Aufnahmedosen
Platz findet, während die
3 und 4
eine elektronische Zeitschaltuhr für den Rolladen-, Markisen-oder Jalousienbetrieb
ebenfalls in Draufsicht und Seitenansicht zeigen, bei der die gesamte Frontfläche
als berührungssensitives Display ausgebildet ist und Einstellungen ausschließlich
noch durch einfaches Berühren von Flächen oder Punkten realisiert werden, vorzugsweise
unter Einbeziehung einer problemlos einfachen menügesteuerten Benutzerführung.
Beschreibung der Ausführungsbeispiele
In 1 ist die Frontansicht einer ersten
Ausführungform einer Zeitschaltuhr 10 für die motorische Bewegungssteuerung
dargestellt, die über eine digitale Analogdarstellung 11, also über eine
quasi-analoge Anzeige der Uhrzeit verfügt, so daß ein Benutzer jederzeit durch einfaches
Hinschauen, die jeweils aktuelle Zeit erkennen kann. Mit der quasi-analogen Darstellung
der Uhrzeit als Analogdisplay ist gemeint, daß auf der Frontfläche der Zeitschaltuhr
10 nicht reell mechanische Zeiger eine Bewegung durchführen, sondern die
gesamte Darstellung beispielsweise in Form eines LCD-Displays aufgebaut ist, bei
welchem der große und der kleine Zeiger in Form von speziell beleuchteten oder gegenüber
dem Hintergrund dunklen Formen so, wie beispielsweise eine Uhr auf einem Fernsehschirm
erkennbar ist, in ihren jeweils sich ändernden Positionen dargestellt sind.
In dem Analogdisplay der Uhr können noch weitere Anzeigefelder eingeblendet
sein, nämlich ein Anzeigefeld 11a zur Angabe Vormittag/Nachmittag (entsprechend
der angelsächsischen Ausdrucksweise, also a. m. bzw. p. m. oder, falls gewünscht,
Nacht- oder Tagangabe); ein Anzeigefeld 11b, dem entnommen werden kann,
wann der nächste Automatikbefehl durchgeführt wird, wenn vom Benutzer keine Eingriffe
vorgenommen werden und was durch diesen Automatikbefehl bezweckt wird – entsprechend
der Darstellung in der 1 erfolgt also um 18.20 Uhr
eine Abwärtsbewegung des Rolladens oder der Jalousie; sowie schließlich ein weiteres
Anzeigefeld 11c, durch welches, wenn die Zeitschaltuhr ergänzend auch für
unterschiedliche Einstellungen über den Verlauf einer Woche ausgebildet ist, noch
der Wochentag, ggf. in Verbindung mit der Datumsanzeige angegeben wird. Es versteht
sich, daß solche zusätzlichen Anzeigen fakultativ sein können. Ergänzend verfügt
die Zeitschaltuhr der 1 noch über eine Einstellkrone
oder Einstellwalze 12, die bei dieser Ausführungsform manuell vom Benutzer
zur Eingabe von Zeitdaten oder sonstigen Werten betätigt wird und die es beispielsweise
ermöglicht, bei Ausbildung als Drehknopf durch eine entsprechende Drehbewegung die
Zeit zu verstellen, etwa wenn man für den nächsten Tag eine andere Öffnungs- oder
Schließzeit für den Rolladen vorgeben möchte. Mit Hilfe eines solchen manuell zu
betätigenden Einstell-Drehknopfes oder einer entsprechenden Einstelldrehwalze ist
es möglich, einen gewünschten Einstellwert langsam anzufahren und dann exakt einzustellen,
so, wie man beispielsweise auch manuell/mechanisch einen Wecker in seiner Zeigerposition,
auch für den Weckvorgang, verstellt.
Da andererseits das gesamte Innenleben der Zeitschaltuhr vollelektronisch/digital
ausgebildet ist und auch sämtliche Steuervorgänge einschließlich der Uhrendarstellung,
bevorzugt unter Zugrundelegung eines Einzweckrechners oder Mikroprozessors mit Speicher,
erfolgt, arbeitet der vorgesehene Einstelldrehknopf mit Inkrementalscheibe oder
Codierscheibe, Lichtschranke oder auch in sonstiger geeigneter Form zur Impulserfassung,
wie dies bei üblichen Drehwinkel-Erfassungssystemen der Fall ist, beispielsweise
also auch durch kapazitive oder induktive Annäherung, unter Zugrundelegung sogenannter
Hall-Sensoren od. dergl.
Eine alternative Ausgestaltung im Bereich der geschwindigkeitsabhängigen
Einstellung von Zeit- und Schaltwerten, auf die an dieser Stelle gleich eingegangen
werden wird, besteht noch darin, daß man anstelle eines mechanischen Drehknopfes
auch einen drucksensitiven Einstellknopf vorsehen kann, beispielsweise unter Einschluß
eines Piezokristalls, wobei die Zeiteinstellung dann so abläuft, daß je nach vom
Benutzer ausgeübter Druckstärke die Einstelldaten schneller oder langsamer ablaufen,
so daß auch hier der gewünschte Endwert langsam angefahren und
exakt eingestellt werden kann.
Die in 1 gezeigte Zeitschaltuhr vervollständigt
sich noch durch zwei separate Tasten 13a, 13b zur manuellen Betätigung
durch den Benutzer, wobei hierdurch entweder ein Rolladen auf- oder zugesteuert
wird, je nachdem, ob die Pfeilspitze des Tasters nach oben oder unten zeigt. Es
versteht sich, daß diese Drucktasten 13a, 13b auch in Form berührungssensitiver
Druckflächen ausgestattet sein können, entweder allein oder insgesamt in Verbindung
mit einem berührungssensitiven LCD-Display, auf welches weiter unten noch in Verbindung
mit der Darstellung der 3 und 4
eingegangen wird.
Im Gehäuse 10a der Zeitschaltuhr 10 ist ferner bei
beiden Ausführungsformen (1 bzw. 3)
ein Funkempfänger integriert, der in an sich bekannter Weise so ausgebildet und
geschaltet ist, daß er auf einer bestimmten Langwellenfrequenz europaweit ein Langwellen-Zeitsignal
(DC F 77) empfängt und hierdurch die Uhrzeit einschließlich Tag, Monat und Jahr
der Zeitschaltuhr entsprechend synchronisiert einschließlich Umstellung zwischen
Sommer- und Winterzeit.
Schließlich kann noch, entweder von vorn oder auch von hinten, durch
die Aufnahme-Unterputzdose zugänglich, ein Lichtfühleranschluß 14 vorgesehen
sein, der bevorzugt durch unmittelbare Verbindung mit einem Lichtwellenleiter und
späterer Umwandlung mit Hilfe photosensitiver Elemente die tatsächlich zu jedem
Augenblick beispielsweise vor dem Fenster herrschende Lichtmenge erfaßt und in den
Steuerungsablauf der Zeitschaltuhr einbezieht.
Eine weitere Ausgestaltung vorliegender Erfindung besteht darin, daß
es durch die Funkempfang-Synchronisierung der Uhrzeit möglich ist, im Bereich der
Rechnersteuerung ein speicherresistentes Basisprogramm zu etablieren, welches dann,
wenn keine anderen Vorschriften vom Benutzer vorliegen, die Schließ- und Öffnungszeiten
beispielsweise einer Jalousie oder eines Rolladens nach dem Sonnenstand bestimmt,
d. h. aktiv von der Jahreszeit abhängig, wobei die entsprechende Synchronisation
über das Datum mit dem Funkempfänger automatisch bei der Inbetriebnahme einsetzt.
Ein solches speicherresistentes Basisprogramm kann natürlich jederzeit
durch die Wünsche des Benutzers überschrieben werden; es ergibt sich aber stets
bei einer reset-Einstellung der Zeitschaltuhr als Grundprogramm.
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung besteht darin, daß entsprechend
der Darstellung der 3 und 4
die gesamte oder nur ein Teil der Frontfläche der dort gezeigten Zeitschaltuhr
10' in Form eines berührungssensitiven Display ausgebildet ist, mit einer
anfänglichen Symboldarstellung, die so ausgebildet sein kann, wie in 3
gezeigt, also mit zwei großen Tastensymbolen 13a' und 13b' für
die Aufwärts- und Abwärtssteuerung des Rolladens, mit einer kleineren LCD-Darstellung
11' der Uhr und einem kleineren Pictogramm 14 mit der zusammengefaßten
Darstellung eines Aufwärts- und Abwärtspfeils, beispielsweise zur Ermöglichung einer
Umschaltung, wenn man über die großen Berührungstasten 13a',
13b' voreingestellte Daten für Bewegungsabläufe eingeben möchte. Es versteht
sich natürlich, daß diese Darstellungen lediglich als beispielhaft zu verstehen
sind und ein solches, vorzugsweise insgesamt über die Frontfläche berührungssensitiv
ausgebildetes Display eine Vielzahl von unterschiedlichen Darstellungen aufweisen
und einnehmen kann, je nach den gewünschten Grundfunktionen und den für den jeweiligen
Benutzer vorgesehenen Eingriffsmöglichkeiten.
Insgesamt läßt sich durch ein solches berührungssensitives Display
in besonders bevorzugter Weise ein menügesteuertes Programm realisieren, welches
eine entsprechend menügesteuerte Benutzerführung umfaßt, wodurch es dann für den
Benutzer möglich ist, durch Berühren bestimmter Bereiche im Display gewünschte Werteeinstellungen
vorzunehmen.
Das berührungssensitive Display der Zeitschaltuhr der 3
kann als LCD-Display ausgebildet sein in Form einer Punktmatrix oder kann Symbole
und Pictogramme enthalten, die von dem Benutzer jeweils zu berühren sind, bevor
entsprechende Zeitangaben eingegeben werden. Zu diesem Zweck kann es dann noch möglich
sein, daß die Uhrdarstellung die gesamte Frontfläche umfassend eingeführt wird mit
zusätzlich eingespiegelten oder zugeschalteten, beispielsweise auch drucksensitiv
ausgebildeten Plus- und Minusflächen, so daß man durch abwechselndes Berühren dieser
Flächen die Zeitdaten problemlos einstellen kann.
Eine solche Zeitschaltuhr mit berührungssensitivem Display benötigt
überhaupt keine mechanischen Verstellelemente mehr und arbeitet vollständig über
eine entsprechende Programmsteuerung eines Einzweckrechners, wobei aufgrund der
Miniaturisierung heute verfügbarer Komponenten die gesamten Schaltungen einschließlich
entsprechender Steller-Ausgänge in dem verfügbaren Gehäuse so, wie es sich in der
Seitendarstellung der 4 zeigt, untergebracht werden
können.
Es versteht sich, daß das Gehäuse 10a', genauso wie das Gehäuse
10a der 2 rückseitig eine entsprechende Steckleiste
oder Kontaktleiste 15 aufweisen kann, die der Verbindung mit äußeren Anschlüssen
dient, beispielsweise Stromversorgung bzw. Verbindung der Ausgangsanschlüsse
mit den jeweils anzusteuernden Motoren.
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung vorliegender Erfindung kann
darin bestehen, daß ein von außen abnehmbares Bedienteil vom eigentlichen Leistungsteil
des Geräts getrennt wird; dies könnte bedeuten, daß die Frontplatte, wenn hier auf
die Darstellung der 4 Bezug genommen wird, in Form
des rechteckförmigen Deckteils 16 abgenommen werden kann, so daß eine Programmierung
oder Einstellung unabhängig vom Installationsort nur an dem Bedienteil durchgeführt
wird, welches mit dem verbleibenden Leistungsteil durch entsprechende Steckkontakte
verbunden wird.
In diesem Fall befindet sich im Bedienteil zur Stromversorgung unabhängig
eine Batterie.
In beiden Ausführungsformen können in dem Moment, in welchem entsprechende
Einstellungen vorgenommen werden, Beleuchtungselemente automatisch geschaltet werden,
insbesondere im Bereich des Displays, so daß bei Ausführen einer Funktion das gesamte
Display oder lediglich im Bereich der Funktion beleuchtet wird.
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| Anspruch[de] |
- Motorische Bewegungssteuerung von Rolladen, Jalousien, Markisen, Türen,
Luken und dergleichen, mit
a) Antriebsmotoren für die Durchführung der mechanischen Bewegungsabläufe, mit
b) sowohl elektronischen Steuermitteln, die eine Bewegungsablaufsteuerung automatisch
entsprechend einer vorgegebenen Programmierung vornehmen, als auch mit
c) manuell einen jederzeitigen Benutzereingriff ermöglichenden Tasten (13a,
13b; 13a', 13b'), wobei
d) die elektronischen Steuermittel eine mikroprozessorgesteuerte Zeitschaltuhr (10)
mit Speichermitteln umfassen, die
e) eine quasi-analoge Uhrzeitdarstellung mit Stunden- und Minutenzeiger enthält
und wobei
f) die quasi-analoge Anzeige sowohl zur Darstellung der jeweils aktuellen Tageszeit
als auch zur Programmierung der jeweiligen Schaltzeiten dient und wobei ferner
g) die quasi-analoge Uhrzeitdarstellung durch einen Funkempfänger auf die tatsächliche
Echtzeit einschließlich Tag, Monat und Jahr synchronisiert ist.
- Motorische Bewegungssteuerung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass zum kontinuierlichen Betrieb der quasi-analogen Uhrzeitdarstellung eine Quarzunterstützung
vorgesehen ist, wobei die Zeiger der quasi-analogen Uhrzeitdarstellung durch entsprechende
elektrische Ansteuerung von Feldern in einem LCD-Display weitergeschaltet sind.
- Motorische Bewegungssteuerung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
dass die Speichermittel für die Durchführung der Bewegungsabläufe als speicherresistentes
Basisprogramm in den elektronischen Steuermitteln niedergelegt sind, wobei Schließ-
und Öffnungszeiten aktiv nach dem von der Jahreszeit jeweils abhängigen Sonnenstand
durch Synchronisation über das von dem Funkempfänger gelieferte Datum bestimmt sind.
- Motorische Bewegungssteuerung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, dass zu einer geschwindigkeitsabhängigen manuellen Einstellung von
Zeitwerten ein Drehknopf (12) oder eine Drehwalze vorgesehen ist, durch
deren Verdrehung Impulse erzeugt und den elektronischen Steuermitteln zugeführt
werden.
- Motorische Bewegungssteuerung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
dass zur Impulserfassung berührungslos arbeitende Drehwinkel-Codiermittel in Form
von Inkrementalscheiben, Lichtschrankenanordnungen oder Hall-Sensoren vorgesehen
sind.
- Motorische Bewegungssteuerung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, dass zur betätigungsabhängigen Werteeinstellung ein drucksensitiver
Einstellknopf vorgesehen ist.
- Motorische Bewegungssteuerung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
dass der drucksensitive Einstellknopf auf piezoelektrischer Basis arbeitet.
- Motorische Bewegungssteuerung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, dass auf einer Frontdarstellung der Zeitschaltuhr (10)
weitere Anzeigefelder (11a, 11b, 11c) angeordnet sind
zur Anzeige des jeweils nächstfolgenden Automatikbefehls einschließlich dessen Richtungssteuerung,
zur Vormittags-/Nachmittagsanzeige sowie zur Anzeige des Wochentags.
- Motorische Bewegungssteuerung nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet,
dass die Frontfläche der Zeitschaltuhr ganz oder teilweise in Form eines berührungssensitiven
Displays ausgebildet ist, mit Mitteln zur menuegesteuerten Benutzerführung über
dieses Display.
- Motorische Bewegungssteuerung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet,
dass das berührungssensitive Display ein LCD-Display in Form einer Punktmatrix ist
oder in Segmenten nach Art von Piktogrammen aufgeteilt ist.
- Motorische Bewegungssteuerung nach einem der Ansprüche
1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Zeitschaltuhr in zwei Teile unterteilt
ist, einen ersten, Tasten und Anzeigemittel enthaltenden Eingabeteil mit eigener,
ortsunabhängiger Stromversorgung für die Programmierung der Schaltuhr, der mit einem
in der Einbauöffnung verbleibenden Leistungsteil durch Steckkontakte verbindbar
ist.
- Motorische Bewegungssteuerung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch
gekennzeichnet, dass während der Ausführung einer Funktion eine automatischen Beleuchtung
des Displays erfolgt.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen
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