Die vorliegende Erfindung betrifft eine Verbesserung bei einem Verfahren
zur Herstellung von Steroiden. Genauer betrifft die Erfindung Verbesserungen bei
einem Verfahren zur Herstellung von Steroiden wie 3-Oxo-4-azasteroiden durch Hydrieren
des entsprechenden Steroidalkens. Es ist bekannt, dass diese Verbindungen bei der
Herstellung von Verbindungen mit 5&agr;-Reduktase-Inhibitoraktivität nützlich sind.
Hintergrund der Erfindung
Steroid-5&agr;-Reduktasen katalysieren die Umwandlung von Testosteron
zu DHT in einer von NADPH abhängigen Weise, wie in Schema A gezeigt.
SCHEMA A
Man nimmt an, dass die Inhibierung der Umwandlung von Testosteron
zu DHT bei der Behandlung einer Vielzahl von auf Androgen ansprechenden Erkrankungen,
z. B. gutartiger Prostatahyperplasie, Prostatakrebs, Akne, androgenetischer Alopezie
und Hirsutismus, nützlich ist. Folglich waren 5&agr;-Reduktase-Inhibitoren der Gegenstand
aktiver Forschung weltweit. Siehe zum Beispiel: Hsia, S. und Voight, W., J. Invest.
Derm., 62, 224 (1973); Robaire, B. et al., J. Steroid Biochem., 8, 307 (1977); Petrow,
V. et al., Steroids, 38, 121 (1981); Liang, T. et al., J. Steroid Biochem., 19,
385 (1983); Holt, D. et al., J. Med. Chem., 33, 937 (1990); U.S. Patent Nr. 4,377,584,
U.S. Patent Nr. 4,760,071 und U.S. Patent Nr. 5,017,568. Ein besonders vielversprechender
5&agr;-Reduktase-Inhibitor ist MK-906 (Merck), welcher unter dem Freinamen Finasterid
bekannt ist und unter dem Warenzeichen Proscar vermarktet wird und welcher ein Inhibitor
von 5&agr;-Reduktase Typ 2 ist. Zusätzlich sind zweifache Inhibitoren von menschlicher
5&agr;-Reduktase Typ 1 und Typ 2 in WO 95/07926 und WO 95/07927, deren Inhalte hier
durch Bezugnahme aufgenommen sind, offenbart.
Verfahren zur Herstellung der 5&agr;-Reduktase-Inhibitoren werden
in WO 95/07926, WO 95/07927, US 4,760,071,
US 4,377,584, US
4,179,453, US 5,670,643 und Bhattacharya,
A. et al., J. Am. Chem. Soc., 110, 3318 (1988) beschrieben. Wichtige Zwischenprodukte
bei der Herstellung von 5&agr;-Reduktase-Inhibitoren sind 4-Aza-5&agr;-androstan-3-one,
z. B. 3-Oxo-4-aza-androst-17&bgr;-carbonsäure, welche über eine Hydrierung des entsprechenden
4-Aza-androst-5-en-3-on, z. B. 3-Oxo-4-aza-androst-5-en-17&bgr;-carbonsäure, hergestellt
werden können. WO 95/07926 und WO 95/07927 beschreiben ein Verfahren, über welches
ein 17&bgr;-substituiertes 4-Aza-androst-5-en-3-on in das entsprechende 17&bgr;-substituierte
4-Aza-5&agr;-androstan-3-on durch Hydrierung umgewandelt wird. Zum Beispiel kann
die Hydrierung in Essigsäure bei 60 bis 70°C und 276 bis 414 kPa (40 bis 60
psi) Wasserstoffdruck in Gegenwart von katalytischem Platinoxid durchgeführt werden.
Das Problem, das durch die vorliegende Erfindung gelöst wird, ist
die Bereitstellung eines hervorragenden und stärker selektiven Verfahrens zur Hydrierung
von Steroidalkenen.
Zusammenfassung der Erfindung
Schema 1 zeigt die Hydrierung eines Steroids, 3-Oxo-4-aza-androst-5-en-17&bgr;-carbonsäure,
zu den entsprechenden 5&agr;-Androstan- und 5&bgr;-Androstan-Isomeren. Das unter
der Verwendung der Reaktion hergestellte 5&agr;-Androstan-Isomer kann bei der Herstellung
von 5&agr;-Reduktase-Inhibitoren verwendet werden. Für eine Herstellung im Großmaßstab
war ein Hydrierverfahren gewünscht, welches bei Atmosphärendruck durchgeführt werden
konnte. Wie durch die Experimente nachstehend gezeigt wird, wurden jedoch beträchtliche
Probleme, welche die Verhältnisse von &agr; : &bgr; betrafen, aufgedeckt, als die
Hydrierung bei Atmosphärendruck durchgeführt wurde.
Schema 1
Die Erfinder haben ein Verfahren zur Hydrierung von Steroidalkenen
gefunden, welches bei Atmosphärendruck durchgeführt werden kann. Das Problem von
niedrigen Verhältnissen von &agr; : &bgr; wurde gelöst, indem die Hydrierung in
Gegenwart von Ammoniumacetat, Ammoniumformiat oder Ammoniumpropionat durchgeführt
wurde.
Demgemäß stellt die vorliegende Erfindung ein Verfahren zur Hydrierung
von Steroidalkenen bereit, umfassend den Schritt des Hydrierens einer oder mehrerer
Doppelbindungen in Gegenwart von Ammoniumacetat, Ammoniumformiat, Ammoniumpropionat,
oder Gemischen davon und einem geeigneten Katalysator.
Eine weitere Ausführungsform der Erfindung ist die Verwendung des
Verfahrens der Erfindung bei der Herstellung eines 5&agr;-Reduktase-Inhibitors.
Genaue Beschreibung der Erfindung
Das durch die vorliegende Erfindung bereitgestellte Hydrierverfahren
kann anstelle früherer Hydrierverfahren bei der Herstellung von 5&agr;-Reduktase-Inhibitoren
verwendet werden, zum Beispiel bei der Herstellung von 5&agr;-Reduktase-Inhibitoren,
wie in WO 95/07926, WO 95/07927, US 4,377,584,
US 4,760,071, US
4,179,453, US 5,670,643, und Bhattacharya,
A. et al., J. Am. Chem. Soc., 110, 3318 (1988) beschrieben.
In einer Ausführungsform stellt die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung
eines Steroids bereit, welches die Hydrierung des entsprechenden Steroidalkens in
Gegenwart von Ammoniumacetat, Ammoniumformiat und/oder Ammoniumpropionat und einem
geeigneten Katalysator umfasst. Bevorzugt ist das Steroid ein 3-Oxo-4-azasteroid.
Bevorzugt ist das Steroidalken ein 4-Aza-androsten-3-on.
In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist das 3-Oxo-4-azasteroid
eine Verbindung der Formel (I)
wobei:
R1 Wasserstoff, OH, C1-6-Alkyl, Aryl oder einen heteroaromatischen
Rest bedeutet;
R2 Wasserstoff, C1-6-Alkyl, Aryl oder einen heteroaromatischen
Rest bedeutet;
R3 Wasserstoff, OH, geradkettiges oder verzweigtes C1-6-Alkyl,
geradkettiges oder verzweigtes C1-6-Alkoxy, Aryl, einen heteroaromatischen
Rest oder NHQ bedeutet, wobei Q Wasserstoff, OH, geradkettiges oder verzweigtes
C1-6-Alkyl, geradkettiges oder verzweigtes C1-6-Alkoxy, (A)
wobei R4 und R5 unabhängig Wasserstoff, Niederalkyl, Niederalkoxy,
Trifluormethyl, Cyano, Halogen, Phenyl (gegebenenfalls substituiert mit einem oder
mehreren Halogenatomen) bedeuten oder, wenn R4 und R5 an benachbarten
Kohlenstoffatomen vorliegen, sie zusammengenommen einen kondensierten, 5-, 6- oder
7-gliedrigen Ring bilden, der gegebenenfalls ein oder mehrere Sauerstoff- oder Schwefelatome
enthält;
W und Z Methylengruppen sind, die zusammengenommen mit dem Kohlenstoffatom, an das
sie gebunden sind, ein gesättigtes, 3- bis 12-gliedriges Ringsystem bilden,
1) das gegebenenfalls unabhängig mit einem oder mehreren Niederalkylresten substituiert
ist;
2) das gegebenenfalls ein Sauerstoff- oder Schwefelatom enthält;
3) wobei gegebenenfalls zwei Methylengruppen des 3- bis 12-gliedrigen Rings
mit einem (C1-6)-Alkylenrest verbunden sind, um ein bicyclisches Ringsystem
zu bilden; und
X Wasserstoff oder Halogen bedeutet; oder (B)
wobei R6 Trifluormethyl, Phenyl, gegebenenfalls substituiert mit einem
oder mehreren Halogenatomen oder verzweigten (C4-7)-Alkylresten, oder
verzweigtes (C4-7)-Alkyl bedeutet;
einer der Reste R7 oder R8 Trifluormethyl, Halogen, Phenyl,
gegebenenfalls substituiert mit einem oder mehreren Halogenatomen oder verzweigten
(C4-7)-Alkylresten, oder verzweigtes (C4-7)-Alkyl bedeutet,
während der andere Rest Wasserstoff oder Halogen bedeutet; und
X Wasserstoff oder Halogen bedeutet;
bedeutet.
Bevorzugt ist das 4-Aza-androsten-3-on 4-Aza-androst-5-en-3-on. Stärker
bevorzugt ist das 4-Aza-androst-5-en-3-on eine Verbindung der Formel (II):
wobei die Reste R wie vorstehend definiert sind.
Wie hier verwendet, bedeutet der Ausdruck „Nieder" in Beziehung
auf Alkyl und Alkoxy 1 bis 6 Kohlenstoffatome, insbesondere 1 bis 4, geradkettig
oder verzweigt. Wie hier verwendet, bedeutet der Ausdruck „verzweigtes (C4-7)-Alkyl"
3 bis 6 Kohlenstoffatome, welche über ein quartäres Kohlenstoffatom aneinandergefügt
sind, z. B. t-Butyl, t-Amyl, usw.
Wie hier verwendet, bedeutet der Ausdruck „heteroaromatischer
Rest" Ringe, welche ein oder mehrere aus Stickstoff-, Schwefel- und Sauerstoffatomen
ausgewählte Heteroatome enthalten. Beispiele eines 5-gliedrigen Rests schließen
Thiophen, Thiazol, Pyrrol, Pyrazol, Imidazol und Furan ein, während 6-gliedrige
Reste Pyridyl, Pyrazyl und Pyrimidyl einschließen.
Wie hier verwendet, bedeutet der Ausdruck „Halogen" Fluor,
Chlor, Brom und Iod.
Wie hier verwendet, bedeutet der Ausdruck „Steroid" ein tetracyclisches
Cyclopenta[a]phenanthren.
Wie hier verwendet, bedeutet der Ausdruck „Steroidalken" ein
Steroid mit einer oder mehreren Doppelbindungen.
Bevorzugt bedeutet Q Wasserstoff, OH, geradkettiges oder verzweigtes
C1-6-Alkyl, geradkettiges oder verzweigtes C1-6-Alkoxy, oder
(B)
wobei R6 Trifluormethyl oder verzweigtes (C4-7)-Alkyl bedeutet;
einer der Reste R7 oder R8 Trifluormethyl bedeutet, während
der andere Rest Wasserstoff ist; und X Wasserstoff bedeutet. Stärker bevorzugt bedeutet
Q Wasserstoff, geradkettiges oder verzweigtes C1-4-Alkyl oder 2,5-Bis(trifluormethyl)phenyl.
Am stärksten bevorzugt bedeutet Q tert-Butyl oder 2,5-Bis(trifluormethyl)phenyl.
Es ist selbstverständlich, dass die vorliegende Erfindung alle Kombinationen
von geeigneten, passenden und bevorzugten Resten, welche hier vorstehend beschrieben
sind, abdeckt.
Das Hydrierverfahren wird geeigneterweise in Gegenwart von Ammoniumacetat,
Ammoniumformiat und/oder Ammoniumpropionat durchgeführt. Ammoniumacetat, Ammoniumformiat,
Ammoniumpropionat oder ein Gemisch davon sind geeigneterweise im Vergleich zum Substrat
im Bereich von 1 bis 25% Gew./Gew., bevorzugt 2 bis 10%, stärker bevorzugt 2,5 bis
5%, am stärksten bevorzugt ungefähr 2,5%, vorhanden. Das Hydrierverfahren wird bevorzugt
in Gegenwart von Ammoniumacetat durchgeführt. Bevorzugt wird das Ammoniumacetat,
Ammoniumformiat und/oder Ammoniumpropionat am Beginn der Umsetzung zu dem Reaktionsgemisch
gegeben.
Geeignete Katalysatoren für die Hydrierungsreaktion sind: Pt2O,
Pt/C, Pd/C, Pd(OH)2 und Ni-Katalysatoren. Bevorzugt ist der Katalysator
Pt2O, Pt/C, Pd/C oder Pd(OH)2, stärker bevorzugt Pt2O.
Das Verfahren der Erfindung wird geeigneterweise in einem Druckbereich
von 103 bis 3447 kPa (15 bis 500 psi) durchgeführt. Bevorzugt beträgt der Druckbereich
103 bis 414 kPa (15 bis 60 psi).
Das Verfahren der Erfindung wird geeigneterweise bei einer Temperatur
von 50 bis 75°C durchgeführt. Bevorzugt bei ungefähr 55°C.
4-Aza-androsten-3-one können über jedwedes Verfahren, welches auf
dem Fachgebiet für die Herstellung von Verbindungen analoger Struktur bekannt ist,
hergestellt werden. Zum Beispiel ist ein geeignetes Verfahren zur Herstellung der
Verbindungen der Formel (II) in WO 95/07926 offenbart.
Der Fachmann wird erkennen, dass es bei der Herstellung der Verbindung
der Formel (I) oder eines Solvates davon notwendig und/oder wünschenswert sein kann,
einen oder mehrere empfindliche Reste im Molekül zu schützen, um unerwünschte Nebenreaktionen
zu verhindern. Die Schutzgruppen, welche bei der Herstellung der
Verbindung der Formel (I) verwendet werden, können in einer herkömmlichen Weise
verwendet werden. Siehe zum Beispiel Protective Groups in Organic Chemistry, Herausg.
J. F. W. McOmie, Plenum Press, London (1973) oder Protective Groups in Organic Synthesis,
Theodora Green, John Wiley and Sons, New York (1981).
Das erfindungsgemäße Verfahren kann bei der Herstellung von 5&agr;-Reduktase-Inhibitoren
über jedwedes auf dem Fachgebiet bekannte Verfahren, wie zum Beispiel in WO 95/07926,
WO 95/07927, US 4,377,584, US
4,760,071, US 4,179,453,
US 5,670,643, Bhattacharya, A. et al., J.
Am. Chem. Soc., 110, 3318 (1988) beschrieben und wie in den Beispielen gezeigt,
verwendet werden. Eine weitere Ausführungsform der Erfindung ist deshalb die Verwendung
des Verfahrens der Erfindung bei der Herstellung eines 5&agr;-Reduktase-Inhibitors
wie 17&bgr;-(N-t-Butylcarbamoyl)-4-aza-5&agr;-androst-1-en-3-on oder 17&bgr;-N-(2,5-Bis(trifluormethyl))phenylcarbamoyl-4-aza-5&agr;-androst-1-en-3-on.
Mit anderen Worten, ein 5&agr;-Reduktase-Inhibitor wie 17&bgr;-(N-t-Butylcarbamoyl)-4-aza-5&agr;-androst-1-en-3-on
oder 17&bgr;-N-(2,5-Bis(trifluormethyl))phenylcarb&agr;moyl-4-aza-5&agr;-androst-1-en-3-on
kann unter Verwendung eines Verfahrens, welches das erfindungsgemäße Verfahren umfasst,
hergestellt werden. Für die Herstellung von 5&agr;-Reduktase-Inhibitoren gilt als
vereinbart, dass das erfindungsgemäße Verfahren entweder für die Beseitigung einer
Doppelbindung an einer Zwischenstufe bei der Herstellung des 5&agr;-Reduktase-Inhibitors
oder als der letzte Hauptschritt in einer Herstellungssequenz verwendet werden kann.
Zum Beispiel kann bei der Herstellung von 17&bgr;-N-(2,5-Bis(trifluormethyl))phenylcarbamoyl-4-aza-5&agr;-androst-1-en-3-on
das Hydrierverfahren für die Beseitigung einer Doppelbindung an einer Zwischenstufe
bei der Herstellung verwendet werden, siehe zum Beispiel Schema 2 nachstehend. Bevorzugt
wird 17&bgr;-N-(2,5-Bis(trifluormethyl))phenylcarbamoyl-4-aza-5&agr;-androst-1-en-3-on
über ein Verfahren hergestellt, welches das erfindungsgemäße Verfahren umfasst,
z. B. Hydrieren einer Verbindung der Formel (II) zu einer Verbindung der Formel
(I), gefolgt von:
(i) Dehydrieren, z. B. einer Verbindung der Formel (I) wie 4-Aza-5&agr;-androstan-3-on-17&bgr;-carbonsäure,
um eine Doppelbindung zwischen die Kohlenstoffatome 1 und 2 einzufügen;
(ii) Umsetzung mit der Verbindung der Formel (III)
und
(iii) wenn notwendig und/oder gewünscht, Aussetzen der so erhaltenen Verbindung
einer oder mehrerer weiterer Umsetzungen, umfassend;
(a) Entfernen jedweder Schutzgruppe oder -gruppen; und/oder
(b) Umwandeln der Verbindung oder ein Solvat davon in ein pharmazeutisch verträgliches
Solvat davon.
Die folgenden Beispiele veranschaulichen Ausführungsformen dieser
Erfindung.
Beispiele
BEISPIEL 1: Herstellung von 17&bgr;-N-(2,5-Bis(trifluormethyl)phenylcarbamoyl-4-aza-5&agr;-androst-1-en-3-on
Schema 2Stufe 1: 17&bgr;-Carboxy-5-oxo-A-nor-3,5-secoandrostan-3-säure
(1)Typischer Maßstab 34,0 kg
Eine Lösung von Natriumperiodat (183 kg, 7,9 Äquiv.) und Kaliumpermanganat
(1,4 kg, katalytisch) in Wasser (410 l) wurde auf 75 bis 80°C mit Rühren erwärmt,
um eine Lösung zu bewirken. Ein Gemisch von 3-Oxo-4-androsten-17&bgr;-carbonsäure
(CCI4837, 17-ADCA) (34,0 kg, 1 Äquiv.), Na2CO3 (29 kg, 2,5
Äquiv.), tert-Butanol (580 l) und Wasser (60 l) wurde unter Rückfluss (75 bis 80°C)
unter einer Stickstoffatmosphäre erwärmt. Die wässrige Lösung von Natriumperiodat/Kaliumpermanganat
wurde zu der unter Rückfluss stehenden CCI4837/t-Butanol/Wasser-Aufschlämmung gegeben,
wobei eine Entwicklung von Kohlendioxid mit einer kontrollierten Geschwindigkeit
ermöglicht wurde. Wasser (25 l) wurde als eine Leitungswaschflüssigkeit, welche
der Zugabe folgte, verwendet. Das Gemisch wurde unter Rückfluss (75 bis 80°C)
für etwa 1 Stunde erwärmt. Das Gemisch wurde gekühlt und Essigsäure (135 l) wurde
zugegeben, während der Inhalt weiter gekühlt wurde. Das Gemisch wurde filtriert
und der Filterkuchen wurde mit tert-Butanol (130 l) und Essigsäure (135 l) gewaschen.
Das Filtrat/Waschflüssigkeit wurde über einen Filter zurück in den Reaktionsbehälter
überführt und bei < 65°C vakuumdestilliert. Wasser (1.000 l) wurde zugegeben,
während die Aufschlämmung gerührt wurde. Das Produkt wurde über Filtration gesammelt,
mit Wasser gewaschen und im Vakuum bei bis zu 80°C mit einer Stickstoffspülung
getrocknet. Gewichtsbereich: 20 bis 23 kg (58 bis 66% Theorie, 59 bis 67% Gew./Gew.).
Stufe 2: 3-Oxo-4-aza-5-androsten-17&bgr;-carbonsäure (2)Typischer Maßstab 54,0 kg
Ein Gemisch der Seco-Säure 1 (54,0 kg, 1 Äquiv.), NH4OAc
(47 kg, 4,1 Äquiv.) und HOAc (190 l) wurde unter Rückfluss für mindestens drei Stunden
gerührt. Das Gemisch wurde gekühlt und Wasser (190 l) wurde zugegeben. Das Gemisch
wurde für mindestens 2 Stunden gerührt. Das Produkt wurde über Filtration isoliert,
mit Wasser gewaschen und bei bis zu 55°C unter Vakuum mit einer Stickstoffspülung
getrocknet. Gewichtsbereich: 45 bis 51 kg (85 bis 95% Theorie, 83 bis 93% Gew./Gew.).
Stufe 3: 4-Aza-5&agr;-androstan-3-on-17&bgr;-carbonsäure
(3)Typischer Maßstab 33,5 kg
Der Hydrierbehälter wurde mit Essigsäure (530 l), 3-Oxo-4-aza-5-androsten-17&bgr;-carbonsäure
2 (33,5 kg) und Ammoniumacetat (1,0 kg, 0,1 Äquiv.) beschickt. Nach Spülen bei 20
bis 25°C mit Stickstoff wurde der Platinoxid-Katalysator (3,0 kg) zugegeben,
der Rührer wurde gestartet und die Temperatur wurde auf 20 bis 25°C angepasst.
Nach Spülen mit Wasserstoff wurde ermöglicht, dass die gerührte Beschickung Wasserstoff
aufnahm. Nach 30 Minuten bei ≤ 30°C wurde die Temperatur auf 60 bis 65°C
angepasst und das Rühren wurde fortgeführt, bis die Wasserstoffaufnahme endete.
Nach Spülen mit Stickstoff wurde Solka Floc (1,7 kg) zugegeben und das heiße Reaktionsgemisch
wurde durch einen Filter im Kreislauf geführt, bis die Lösung klar war. Das heiße
Reaktionsfiltrat wurde in einen sauberen Behälter überführt. Der Reaktor wurde mit
heißer Essigsäure (100 l) gespült und die Spülflüssigkeit wurde als eine Waschflüssigkeit
durch den Filter im Kreislauf geführt. Die kombinierten Filtrate/Waschflüssigkeiten
wurden unter Vakuum bei ≤ 70°C auf etwa 3,6 Volumenteile destilliert. Die
resultierende Aufschlämmung wurde auf ≤ 25°C gekühlt. Methanol (130 l) wurde
zugegeben und das Gemisch wurde für mindestens 2 Stunden bei ≤ 25°C gerührt.
Das Produkt wurde über Filtration gesammelt; der Filterkuchen wurde mit Methanol
gewaschen und im Vakuum bei ≤ 60°C getrocknet. Gewichtsbereich: 25 bis 28,5
kg (75 bis 85% Theorie, 75 bis 85 Gew./Gew.).
Stufe 4: 4-Aza-5&agr;-androst-1-en-3-on-17&bgr;-carbonsäure
(4)Typischer Maßstab 20,0 kg
Der Reaktionsbehälter wurde mit Dioxan (180 l), 4-Aza-5&agr;-androstan-3-on-17&bgr;-carbonsäure
3 (20,0 kg, 1 Äquiv.) und 2,3-Dichlor-5,6-dicyanobenzochinon (DDQ (15,6 kg, 1,1
Äquiv.) beschickt. Bis(trimethylsilyl)trifluoracetamid (BSTFA) (78 l, 4,7 Äquiv.)
wurde zugegeben. Das Reaktionsgemisch wurde zum Rückfluss erwärmt und bei Rückfluss
für 2 bis 4 Stunden gehalten. Das Gemisch wurde auf ≤ 30°C gekühlt und in
einen zweiten Behälter überführt, der ein gerührtes Gemisch von Dichlormethan (440
l) und eine 1%ige wässrige Lösung von Natriummetabisulfit (150 l) enthielt. Dioxan
(80 l) wurde als eine Behälter- und Leitungswaschflüssigkeit verwendet, um eine
vollständige Überführung sicher zu stellen. Das resultierende Gemisch wurde bei
< 25°C für 45 bis 90 Minuten gerührt. Das Gemisch wurde filtriert, der Filterkuchen
wurde mit Dichlormethan (105 l) gewaschen und die kombinierten Filtrate ließ man
vor der Phasentrennung absetzen. Die organische Schicht wurde mit 1 N Salzsäure
(125 l) gewaschen, mit Acetonitril (220 l) verdünnt und im Vakuum auf acht Volumenteile
konzentriert. Acetonitril (220 l) wurde zugegeben und die resultierende Aufschlämmung
wurde auf ≤ 5°C gekühlt. Das Rohprodukt wurde über Filtration gesammelt und
mit Acetonitril (40 l) gewaschen. Das Rohprodukt wurde wieder in unter Rückfluss
stehendem Acetonitril (200 l) für mindestens 1 Stunde aufgeschlämmt, gekühlt und
man ließ es für mindestens 1 Stunde bei ≤ 5°C reifen. Der Feststoff wurde
über Filtration gesammelt, mit Acetonitril (30 l) gewaschen und im Vakuum bei ≤
60°C getrocknet. Gewichtsbereich: 14 bis 18 kg (70 bis 85% Theorie, 70 bis 85%
Gew./Gew.).
Stufe 5: (5&agr;,17&bgr;)-N-[2,5-Bis(trifluormethyl)phenyl]-3-oxo-4-aza-androst-1-en-17-carboxamid
(5)Typischer Maßstab 18,0 kg
Ein Gemisch von 4-Aza-5&agr;-androst-1-en-3-on-17&bgr;-carbonsäure
4 (18,0 kg, 1 Äquiv.), Toluol (540 l), Pyridin (11,2 kg, 2,5 Äquiv.) und Dimethylformamid
(0,2 kg, kat.) wurde gerührt und auf ≤ 5°C gekühlt. Thionylchlorid (8,1 kg,
1,2 Äquiv.) in Toluol (9 l) wurde mit einer Geschwindigkeit zugegeben, dass die
Temperatur bei ≤ 0°C blieb. Das Gemisch wurde für 2 bis 3 Stunden bei 15
bis 25°C gehalten. Zu dem Gemisch wurden 2,5-Bis(trifluormethyl)anilin (14,2
kg, 1,1 Äquiv.) und Dimethylaminopyridin (0,14 kg, kat.) unter Verwendung von Toluol
(9 l) als eine Leitungswaschflüssigkeit, um eine vollständige Überführung sicher
zu stellen, gegeben. Das Gemisch wurde bei 95 bis 105°C für 18 bis 24 Stunden
erwärmt. Die Vollendung der Reaktion konnte durch in-Prozeß-Kontrolle (HPLC) kontrolliert
werden. Nach dem Kühlen wurden die Feststoffe über Filtration entfernt und mit Ethylacetat
(270 l) gewaschen. Das kombinierte Filtrat/Waschflüssigkeit wurde viermal mit 10%
Kaliumhydroxid (jeweils 57 l) extrahiert. Die organische Lösung wurde mit 1 N Salzsäure
(57 l) und Wasser (57 l) gewaschen. Die resultierende Lösung wurde im Vakuum bei
≤ 80°C auf vier Volumenteile konzentriert. Pyridin (290 l) wurde zugegeben
und die Lösung wurde wieder im Vakuum auf vier Volumenteile konzentriert. Pyridin
(72 l) wurde zugegeben und die Lösung wurde wieder im Vakuum auf 4 Volumenteile
konzentriert. Die Lösung wurde geklärt, der Behälter und die Leitung wurden mit
Pyridin (18 l) durchgewaschen, um eine vollständige Überführung sicher zu stellen,
und filtriertes Acetonitril (18 l) wurde zugegeben. Die gerührte Lösung wurde auf
45 bis 55°C erwärmt und Wasser (110 l) wurde langsam in Portionen zugegeben,
um eine Kristallisation zu bewirken. Die resultiernde Aufschlämmung
wurde auf < 15°C gekühlt, für 1 bis 2 Stunden gerührt und der Feststoff wurde
über Filtration in einer Filter-Trocknungsvorrichtung gesammelt. Der Reaktor wurde
mit Pyridin : Wasser 1 : 1 (36 l) gespült und die Spülflüssigkeit wurde als eine
Waschflüssigkeit zu dem Filterkuchen geführt. Der Reaktor wurde zudem mit filtriertem
Acetonitril (45 l) gespült und die Spülflüssigkeit wurde zu dem Filterkuchen geführt.
Das Produkt mit Zwischenproduktqualität und das filtrierte Acetonitril (54 l) wurden
gerührt und in der Filter-Trocknungsvorrichtung zum Rückfluss erwärmt, dann auf
≤ 15°C gekühlt und filtriert. Der Feststoff wurde mit Acetonitril (18 l)
gewaschen. Der resultierende Feststoff und das filtrierte Acetonitril (110 l) wurden
gerührt und in der Filter-Trocknungsvorrichtung bei Rückfluss für 2 bis 3 Stunden
erwärmt. Das Gemisch wurde dann auf ≤ 15°C gekühlt und filtriert. Der Feststoff
wurde mit Acetonitril (18 l) gewaschen. Der Feststoff wurde im Vakuum bei ≤ 90°C
getrocknet. Entladen aus der Rinne der Filter-Trocknungsvorrichtung ergab das Produkt
als einen weißen bis gebrochen-weißen Feststoff. Gewichtsbereich: 11 bis 17 kg (37
bis 57% Theorie, 61 bis 94% Gew./Gew.).
BEISPIEL 2: Einfluss von Ammoniumacetat auf die Hydrierung von 3-Oxo-4-aza-androst-5-en-17&bgr;-carbonsäure
Schema 3Experimentelles
Der Hydrierbehälter wurde mit HOAc (16 Volument.), 3-Oxo-4-aza-androst-5-en-17&bgr;-carbonsäure
(1 Gew.) und NH4OAc (0,025 Gew.) beschickt, während die Temperatur bei
20 bis 25°C gehalten wurde. Das System wurde dreimal mit N2 gespült.
Das PtO2 (0,12 Gew.) wurde zugegeben, das Rühren wurde gestartet und
die Temperatur wurde auf 20 bis 25°C angepasst. Der Behälter wurde wieder dreimal
mit N2 gespült; folgend der dritten Spülung wurde das Rühren gestoppt
und der Behälter wurde dreimal mit H2 gespült. Das Rühren wurde wieder
aufgenommen und es wurde ermöglicht, dass die Beschickung Wasserstoff aufnahm. Die
Temperatur wurde bei 20 bis 25°C für die ersten 30 Minuten gehalten, über 30
Minuten auf 60 bis 65°C angepasst und beibehalten bis die Umsetzung vollständig
war. Nach der Beendigung der Umsetzung wurde das Rühren gestoppt und der Behälter
wurde dreimal mit N2 gespült. Solka Floc (0,05 Gew.) wurde zugegeben
und das Rühren wurde wieder aufgenommen. Das heiße Reaktionsgemisch wurde durch
einen GAF-Filter im Kreislauf geführt, bis die Lösung klar war und das heiße Reaktionsfiltrat
wurde dann in einen sauberen Behälter überführt. Der Reaktionsbehälter wurde mit
HOAc (3 Volument.) beschickt, auf 60 bis 65°C erwärmt und für mindestens 5 Minuten
gerührt. Die heiße Spülflüssigkeit wurde durch den GAF-Filter filtriert und mit
dem Reaktionsfiltrat kombiniert. Das Volumen wurde im Vakuum auf 3,6 Volumenteile
verringert und die resultierende Aufschlämmung wurde auf 20 bis 25°C gekühlt.
Methanol (4 Volument.) wurde zu der Aufschlämmung gegeben und man ließ das Gemisch
für 2 bis 24 Stunden bei 20 bis 25°C „reifen", um besser filtrierbare
Teilchen zu erhalten. Das Produkt wurde über Filtration isoliert und mit Methanol
(1,5 Volument.) gewaschen. Der resultierende Feststoff wurde auf dem Filter für
mindestens 30 Minuten getrocknet und wurde dann im Vakuum bei 50 bis 60°C für
12 bis 18 Stunden getrocknet.
Ergebnisse
Nach den erfolgreichen Aktionen unter Verwendung von 276 bis 345 kPa
(40 bis 50 psi) H2-Druck, wo Verhältnisse von &agr; : &bgr; > 9 : 1 waren,
machten Herstellungszwänge zusätzliche Untersuchungen bei atmosphärischem H2-Druck
notwendig. Unglücklicherweise resultierte eine Hydrierung unter Normaldruck in Verhältnissen
von &agr; : &bgr; von < 5 : 1. In einer vergleichbaren Studie, welche an einem 17&bgr;-Alkyl-4-aza-androst-5-en
durchgeführt wurde, musterten Miller et al. (Tetrahedron Letters 36(44): 7949 bis
7952, 1995) eine Vielzahl von Katalysatoren bei Hochdruckhydrierung durch. Andere
Katalysatoren wurden durchgemustert, aber Verhältnisse von &agr;
: &bgr; auf akzeptablen Levels konnten bei einer Hydrierung unter Normaldruck nicht
erreicht werden. Jedoch wurde überraschenderweise gefunden, dass eine Zugabe von
2,5 bis 10% (Gew./Gew. gegen Substanz) NH4OAc die Verhältnisse von &agr;
: &bgr; auf > 10 : 1 zurückführte (Tabelle 1). Im Gegensatz zur vorhergehenden Literatur
war Ammoniumchlorid nicht wirksam. Auch unwirksam waren Ammoniumdihydrogenphosphat
und Natriumacetat. Tetramethylethylendiammoniumacetat (TMEDA) war bei der Verbesserung
des Verhältnisses von &agr; : &bgr; wirksam, verzögerte aber die Hydrierung signifikant.
Die Ergebnisse einer Pilotstudie bei Beschickungen von 0%, 2,5% und
10% NH4OAc sind in Tabelle 2 gezeigt. Eine Hydrierung unter Normaldruck
bei einer Zugabe von 2,5% Gew./Gew. NH4OAc wurde erfolgreich auf Beschickungen
von jeweils > 30 kg Einsatzmenge (Tabelle 3) angewandt, wobei isolierte Ausbeuten
von 83 bis 85% von 3-Oxo-4-aza-5&agr;-androstan (2 mit einer Reinheit von > 99%
bereitgestellt wurden.
Tabelle 1: Verschiedene Zusatzstoffe/Modifizierungsmittel
nd
nicht nachgewiesen
Tabelle 2: Verhältnis von &agr; : &bgr; bei verschiedenen Beschickungen
mit NH4OAc/1 Atm. H2Tabelle 3: Verhältnis von &agr; : &bgr; und Ausbeute (bei einer Beschickung
mit 2,5% NH4OAc/1 Atm. H2)
Anspruch[de]
Verfahren zur Herstellung eines 3-Oxo-4-azasteroids aus dem entsprechenden
Steroidalken, einem 4-Aza-androsten-3-on, umfassend den Schritt des Hydrierens einer
oder mehrerer Doppelbindungen in Gegenwart von Ammoniumacetat, Ammoniumformiat oder
Ammoniumpropionat oder Gemischen davon und einem geeigneten Katalysator.
Verfahren nach Anspruch 1, wobei das 3-Oxo-4-azasteroid eine Verbindung
der Formel (I) ist:
wobei:
R1 Wasserstoff, OH, C1-6-Alkyl, Aryl oder einen heteroaromatischen
Rest bedeutet;
R2 Wasserstoff, C1-6-Alkyl, Aryl oder einen heteroaromatischen
Rest bedeutet;
R3 Wasserstoff, OH, geradkettiges oder verzweigtes C1-6-Alkyl,
geradkettiges oder verzweigtes C1-6-Alkoxy, Aryl, einen heteroaromatischen
Rest oder NHQ bedeutet, wobei Q Wasserstoff, OH, geradkettiges oder verzweigtes
C1-6-Alkyl, geradkettiges oder verzweigtes C1-6-Alkoxy, (A)
wobei R4 und R5 unabhängig Wasserstoff, Niederalkyl, Niederalkoxy,
Trifluormethyl, Cyano, Halogen, Phenyl (gegebenenfalls substituiert mit einem oder
mehreren Halogenatomen) bedeuten oder, wenn R4 und R5 an benachbarten
Kohlenstoffatomen vorliegen, sie zusammengenommen einen kondensierten, 5-, 6- oder
7-gliedrigen Ring bilden, der gegebenenfalls ein oder mehrere Sauerstoff- oder Schwefelatome
enthält; W und Z Methylengruppen sind, die zusammengenommen mit dem Kohlenstoffatom,
an das sie gebunden sind, ein gesättigtes, 3- bis 12-gliedriges Ringsystem bilden,
1) das gegebenenfalls unabhängig mit einem oder mehreren Niederalkylresten substituiert
ist;
2) das gegebenenfalls ein Sauerstoff- oder Schwefelatom enthält;
3) wobei gegebenenfalls zwei Methylengruppen des 3- bis 12-gliedrigen Rings mit
einem (C1-6)-Alkylenrest verbunden sind, um ein bicyclisches Ringsystem
zu bilden; und
X Wasserstoff oder Halogen bedeutet;
oder (B)
wobei R6 Trifluormethyl, Phenyl, gegebenenfalls substituiert mit einem
oder mehreren Halogenatomen oder verzweigten (C4-7)-Alkylresten, oder
verzweigtes (C4-7)-Alkyl bedeutet;
einer der Reste R7 oder R8 Trifluormethyl, Halogen, Phenyl,
gegebenenfalls substituiert mit einem oder mehreren Halogenatomen oder verzweigten
(C4-7)-Alkylresten, oder verzweigtes (C4-7)-Alkyl bedeutet,
während der andere Rest Wasserstoff oder Halogen bedeutet; und
X Wasserstoff oder Halogen bedeutet;
bedeutet.
Verfahren nach den Ansprüchen 1 oder 2, wobei das 4-Aza-androsten-3-on
4-Aza-androst-5-en-3-on ist.
Verfahren nach Anspruch 3, wobei das 4-Aza-androst-5-en-3-on eine Verbindung
der Formel (II) ist:
wobei:
R1 Wasserstoff, OH, C1-6-Alkyl, Aryl oder einen heteroaromatischen
Rest bedeutet;
R2 Wasserstoff, C1-6-Alkyl, Aryl oder einen heteroaromatischen
Rest bedeutet;
R3 Wasserstoff, OH, geradkettiges oder verzweigtes C1-6-Alkyl,
geradkettiges oder verzweigtes C1-6-Alkoxy, Aryl, einen heteroaromatischen
Rest oder NHQ bedeutet, wobei Q Wasserstoff, OH, geradkettiges oder verzweigtes
C1-6-Alkyl, geradkettiges oder verzweigtes C1-6-Alkoxy, (A)
wobei R4 und R5 unabhängig Wasserstoff, Niederalkyl, Niederalkoxy,
Trifluormethyl, Cyano, Halogen, Phenyl (gegebenenfalls substituiert mit einem oder
mehreren Halogenatomen) bedeuten oder, wenn R4 und R5 an benachbarten
Kohlenstoffatomen vorliegen, sie zusammengenommen einen kondensierten, 5-, 6- oder
7-gliedrigen Ring bilden, der gegebenenfalls ein oder mehrere Sauerstoff- oder Schwefelatome
enthält; W und Z Methylengruppen sind, die zusammengenommen mit dem Kohlenstoffatom,
an das sie gebunden sind, ein gesättigtes, 3- bis 12-gliedriges Ringsystem bilden,
1) das gegebenenfalls unabhängig mit einem oder mehreren Niederalkylresten substituiert
ist;
2) das gegebenenfalls ein Sauerstoff- oder Schwefelatom enthält;
3) wobei gegebenenfalls zwei Methylengruppen des 3- bis 12-gliedrigen Rings mit
einem (C1-6)-Alkylenrest verbunden sind, um ein bicyclisches Ringsystem
zu bilden; und
X Wasserstoff oder Halogen bedeutet;
oder (B)
wobei R6 Trifluormethyl, Phenyl, gegebenenfalls substituiert mit einem
oder mehreren Halogenatomen oder verzweigten (C4-7)-Alkylresten,
oder verzweigtes (C4-7)-Alkyl bedeutet;
einer der Reste R7 oder R8 Trifluormethyl, Halogen, Phenyl,
gegebenenfalls substituiert mit einem oder mehreren Halogenatomen oder verzweigten
(C4-7)-Alkylresten, oder verzweigtes (C4-7)-Alkyl bedeutet,
während der andere Rest Wasserstoff oder Halogen bedeutet; und
X Wasserstoff oder Halogen bedeutet;
bedeutet.
Verfahren nach den Ansprüchen 2 oder 4, wobei R1 Wasserstoff
ist; R2 Wasserstoff ist; R3 Wasserstoff, OH, C1-4-Alkyl,
C1-4-Alkoxy oder NHQ ist.
Verfahren nach einem der Ansprüche 2, 4 oder 5, wobei Q Wasserstoff,
OH, geradkettiges oder verzweigtes C1-6-Alkyl, geradkettiges oder verzweigtes
C1-6-Alkoxy oder (B) ist:
wobei R6 Trifluormethyl oder verzweigtes (C4-7)-Alkyl ist;
einer der Reste R7 oder R8 Trifluormethyl ist, während der
andere Rest Wasserstoff ist; und X Wasserstoff ist.
Verfahren nach einem der Ansprüche 2 oder 4 bis 6, wobei Q Wasserstoff,
geradkettiges oder verzweigtes C1-4-Alkyl oder 2,5-Bis(trifluormethyl)phenyl
ist.
Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei das Verfahren in
Gegenwart von Ammoniumacetat durchgeführt wird.
Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei das Ammoniumacetat
im Bereich von 1 bis 25% Gew./Gew. vorhanden ist.
Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei das Ammoniumacetat
im Bereich von 2,0 bis 10% Gew./Gew. vorhanden ist.
Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, wobei der Katalysator
aus Pt2O, Pt/C, Pd/C, Pd(OH)2 und Ni-Katalysatoren ausgewählt
ist.
Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11, wobei der Katalysator
aus Pt2O, Pt/C, Pd/C oder Pd(OH)2 ausgewählt ist.
Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 12, wobei der Katalysator
Pt2O ist.
Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 13, wobei das Verfahren im
Druckbereich von 103 bis 3447 kPa durchgeführt wird.
Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 14, wobei der Druckbereich
103 bis 414 kPa beträgt.
Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 15, wobei das Verfahren im
Temperaturbereich von 50 bis 70°C durchgeführt wird.
Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 16, wobei das Verfahren unter
Wasserstoff durchgeführt wird.
Verwendung eines Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 17 bei
der Herstellung eines 5&agr;-Reduktase-Inhibitors.
Verwendung eines Verfahrens nach Anspruch 18, wobei der 5&agr;-Reduktase-Inhibitor
aus 17&bgr;-(N-t-Butylcarbamoyl)-4-aza-5&agr;-androst-1-en-3-on oder 17&bgr;-N-(2,5-Bis(trifluormethyl))phenylcarbamoyl-4-aza-5&agr;-androst-1-en-3-on
ausgewählt ist.
Verwendung eines Verfahrens nach Anspruch 19, wobei der 5&agr;-Reduktase-Inhibitor
17&bgr;-N-(2,5-Bis(trifluormethyl))phenylcarbamoyl-4-aza-5&agr;-androst-1-en-3-on
ist.