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Dokumentenidentifikation DE69614519T3 13.10.2005
EP-Veröffentlichungsnummer 0000824339
Titel MASKARAZUSAMMENSETZUNG ENTHALTEND EIN WASSERUNLÖSLICHES POLYMER UND EIN WASSERLÖSLICHES, FILMBILDENDES POLYMER
Anmelder The Procter & Gamble Company, Cincinnati, Ohio, US
Erfinder ALWATTARI, Abdelaziz, Ali, Cincinnati, US;
SMITH, Dewey, Edward, Cincinnati, US
Vertreter TER MEER STEINMEISTER & Partner GbR Patentanwälte, 81679 München
DE-Aktenzeichen 69614519
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, NL, PT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 27.03.1996
EP-Aktenzeichen 969105881
WO-Anmeldetag 27.03.1996
PCT-Aktenzeichen PCT/US96/04154
WO-Veröffentlichungsnummer 0009633690
WO-Veröffentlichungsdatum 31.10.1996
EP-Offenlegungsdatum 25.02.1998
EP date of grant 16.08.2001
EPO date of publication of amended patent 26.01.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 13.10.2005
IPC-Hauptklasse A61K 7/032

Beschreibung[de]
Technisches Gebiet

Die vorliegende Erfindung betrifft Maskaras (Wimpern- bzw. Augenbrauentusche), welche wasserunlösliches polymeres Material in der Form einer wässrigen Emulsion und wasserlösliche, filmbildende Polymere umfassen. Diese Zusammensetzungen weisen im Vergleich zu Zusammensetzungen im Stand der Technik verbesserte Haltbarkeits- bzw. Abnutzungsvorteile auf und sind leicht mit Wasser und Seife zu entfernen.

Hintergrund der Offenbarung

Augen-Make-up-Zusammensetzungen, einschließlich Wimperntusche (Maskara), sind bedeutende Produkte auf dem Kosmetikmarkt. Wimperntusche steigert die Schönheit des Benutzers durch Beschichten der Wimpern, oder in einigen Fällen der Augenbrauen, mit Farbe.

Trotz der schönheitssteigernden Eigenschaften wurden konventionelle Augen-Make-up-Formulierungen auf Grund ihres Unvermögens, die gewünschten Effekte auch über einen langen Zeitraum des (Auf-)Tragens zu gewährleisten, kritisiert. Probleme, wie Beflecken und Verschmieren, gewöhnlich als Verwischen bezeichnet, und Abblättern der Wimperntusche von den Wimpern, sind altbekannt. Auch wenn die Langlebigkeit verbessert werden konnte, sind solche Zusammensetzungen ebenfalls dafür bekannt, sich schwer von dem empfindlichen Augenbereich vollständig entfernen zu lassen. Eine Augen-Make-up-Zusammensetzung, welche begrifflich eine deutlich bessere Tragedauer aufweist und außerdem noch leicht mit Seife und Wasser zu entfernen ist, wäre äußerst wünschenswert.

Augen-Make-up-Zusammensetzungen, umfassend polymere Emulsionen, um das Verwischen zu beseitigen, sind im Stand der Technik altbekannt und schließen typischerweise wasserunlösliche Polymere ein, ebenso als Latizes bezeichnet. Solche Zusammensetzungen, einschließlich Lidschatten, werden in dem US-Patent 3,639,572, Henrich, herausgegeben am 1. Februar 1972, offenbart; und Wimperntuschen werden in dem US-Patent 4,423,031, Murui et al., herausgegeben am 27. Dezember 1983, sowie in der Europäischen Patentanmeldung (EPA) 0 568 035, veröffentlicht am 3. November 1993, offenbart. Diese Zusammensetzungen schließen Weichmacher oder Lösungsmittel ein, um die Filmbildung bei Verwendung solcher Latizes zu unterstützen. Diese Zusammensetzungen sind für ihren Gehalt an Verdickern zum Einstellen der Viskosität der Zusammensetzung bekannt. Diese Verdickungsmittel schließen wasserlösliche und wasserquellbare Polymere ein, welche im Stand der Technik für Kosmetika typischerweise für eine solche Verwendung bekannt sind.

Eine abweichende Ausführungsform des oben genannten Konzepts ist in der PCT-Anmeldung WO 94/17775, veröffentlicht am 18. August 1994, offenbart. Die darin beschriebene Erfindung umschließt Wimperntuschezusammensetzungen, umfassend elastomeren Silikonlatex auf Wasserbasis, Emulsionen im Gegensatz zu „wasserbasierten" Acrylpolymeren. Längere Tragedauer und Halt werden auf die Verwendung des elastomeren Latex geschoben, da er mit dem Rest der Zusammensetzungsmatrix viel kompatibler ist als die Acrylpolymere.

Andere im Stand der Technik bekannte Zusammensetzungen, welche die Kombination von Weichmachern und unlöslichem Polymer zu vermeiden suchen, werden in der EPO 0 530 084, veröffentlicht am 3. März 1993, vorgestellt. Diese Anmeldung offenbart Zusammensetzungen, die eine dispergierte Phase und eine dispergierende Phase umfassen, wobei die dispergierende Phase mindestens ein wasserlösliches Polymer enthält und die dispergierte Phase mindestens 50% Wachs einschließt. Diese Zusammensetzung kann andere Materialien enthalten, welche routinemäßig in Kosmetikzusammensetzungen, die wasserunlösliche Polymere einschließen, verwendet werden.

Weitere im Stand der Technik offenbarte kosmetische Zusammensetzungen, welche Verschmieren und Verwischen ausschließen sollen, schließen die GB 1,110,240, welche Zusammensetzungen beschreibt, die eine im wesentlichen neutrale stabile wässrige Dispersion eines ungiftigen wasserunlöslichen Zusatzpolymers, ein mehrwertiges Alkoholfeuchthaltemittel, ein feinzerteiltes inertes Pigment sowie ein feinzerteiltes anorganisches Silikat umfassen, und die GB-A-2,238,242 ein, welche Zusammensetzungen offenbart, die Wasser, mikrosphärische Teilchen, ausgewählt aus Silikakügelchen, Polymethylmethacrylatkügelchen und Mischungen davon, sowie ein hochmolekulargewichtiges amorphes anionisches Polyesterpolymer umfassen.

Es wurde überraschenderweise herausgefunden, daß die Kombination von wasserunlöslichen polymeren Materialien in einer wässrigen Emulsion und wasserlöslichen, filmbildenden Polymeren, ausgewählt aus Vinylalkohol/Vinylacetat, Vinylalkohol/Poly(alkylenoxy)acrylat, Vinylalkohol/Vinylacetat/Poly(alkylenoxy)acrylat und Mischungen hiervon, Wimperntuschezusammensetzungen zur Verfügung stellt, die einen überlegenen Halt aufweisen und mit Seife und Wasser leicht zu entfernen sind. Diese Wimperntuschezusammensetzungen können in einer Vielzahl von Formen hergestellt werden, wie als Cremes, Pasten und Feststoffe. Bevorzugt sind die Zusammensetzungen der vorliegenden Erfindung Wasser-in-Öl- und Öl-in-Wasser-Emulsionen.

Zusammenfassung der Erfindung

Die vorliegende Erfindung beinhaltet Maskara-Zusammensetzungen, die mit Seife und Wasser zu entfernen sind, umfassend 3% bis 60% wasserunlösliches polymeres Material und 2% bis 50% wasserlösliche, filmbildende Polymere, ausgewählt aus Vinylalkohol/Vinylacetat, Vinylalkohol/Poly(alkylenoxy)acrylat, Vinylalkohol/Vinylacetat/ Poly(alkylenoxy)acrylat und Mischungen hiervon. Alle Prozentangaben beziehen sich auf das Gewicht der kosmetischen Zusammensetzung, solange nichts anderes angegeben ist. Alle Lösungen beziehen sich auf die Gewicht/Gewicht-Konzentration, solange nichts anderes angegeben ist.

Detaillierte Beschreibung der Erfindung A. Wasserunlösliches polymeres Material

Die Wimperntuschezusammensetzung der vorliegenden Erfindung umfaßt wasserunlösliches polymeres Material in einer wässrigen Emulsion. Diese wasserunlöslichen polymeren Materialien, im Stand der Technik als Latizes bezeichnet, stellen wässrige Emulsionen bzw. Dispersionen von polymeren Materialien dar, die Polymere, gebildet aus Monomeren, aus Derivaten dieser Monomere, aus Mischungen dieser Monomere, aus Mischungen dieser Monomer-Derivate, natürliche Monomere sowie Mischungen daraus umfassen. Diese polymeren Materialien schließen ebenso chemisch modifizierte Versionen der oben genannten Polymere ein. Diese wasserunlöslichen polymeren Materialien der vorliegenden Erfindung umfassen 3 Gew.-% bis 60 Gew.-%, bevorzugt 4 Gew.-% bis 40 Gew.-%, und ganz besonders bevorzugt 5 Gew.-% bis 30 Gew.-%, der Zusammensetzung.

Das wasserunlösliche polymere Material der vorliegenden Erfindung umfaßt Monomere, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus aromatischen Vinylen, Dienen, Vinylcyaniden, Vinylhalogeniden, Vinylidenhalogeniden, Vinylestern, Olefinen und deren Isomeren, Vinylpyrrolidon, ungesättigten Carbonsäuren, Alkylestern von ungesättigten Carbonsäuren, Hydroxyderivaten von Alkylestern von ungesättigten Carbonsäuren, Amiden von ungesättigten Carbonsäuren, Aminderivaten von ungesättigten Carbonsäuren, Glycidylderivaten von Alkylestern von ungesättigten Carbonsäuren, olefinischen Diaminen und Isomeren, aromatischen Diaminen, Terephthaloylhalogeniden, olefinischen Polyolen und Mischungen davon. Bevorzugte Monomere sind ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus aromatischen Vinylen, Dienen, Vinylestern, Olefinen und deren Isomeren, ungesättigten Carbonsäuren, Alkylestern von ungesättigten Carbonsäuren, Hydroxyderivaten von Alkylestern von ungesättigten Carbonsäuren, Amiden von ungesättigten Carbonsäuren und Mischungen davon. Am meisten bevorzugte Monomere sind ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus aromatischen Vinylen, Dienen, Vinylestern, Alkylestern von ungesättigten Carbonsäuren, Hydroxyderivaten von Alkylestern von ungesättigten Carbonsäuren und Mischungen davon. Das Polymerisationsverfahren zur Herstellung dieses polymeren Materials der vorliegenden Erfindung ist im Stand der Technik altbekannt. Solche Verfahren werden in Kirk Othmer, Enzyklopädie der Chemischen Technologie, Vol. 14, „Latex-Technologie" 3. Ausgabe 1981, beschrieben.

Spezielles polymeres Material, welches in der vorliegenden Erfindung nützlich ist, umschließt, ohne darauf zwingend begrenzt zu sein, die Syntran-Serien (von Latizes) der Interpolymer Corporation, beispielsweise Syntran 5170 und Syntran 5130 (Acrylat-Copolymere, formuliert mit zugesetztem Ammoniak, Propylenglykol, Konservierungsmittel und Tensid) sowie Syntran 5002 (Styrol/Acrylate/Methacrylat-Copolymer, formuliert mit zugesetztem Ammoniak, Propylenglykol, Konservierungsmittel und Tensid); die Primal-Serien (Acryllatizes) von Rohm & Haas; Appretan V (Styrol/Acrylester-Copolymerlatizes) von Hoechst; Vinac (Polyvinylacetatlatex) von Air Products; UCAR Latexharz 130 (Polyvinylacetatlatex) von Union Carbide; die Rhodopas A-Serien (Polyvinylacetatlatizes) von Rhone Poulenc; Appretan MB, EM, TV (Vinylacetat/Ethylen-Copolymerlatizes) von Hoechst; die 200er-Serien (Styrol/Butadien-Copolymerlatizes) von Dow Chemical; die Rhodopas SB-Serien (Styrol/Butadien-Copolymerlatizes) von Rhone Poulenc; die Hycar-Serien (Butadien/Acrylonitril-Copolymerlatizes) von Goodrich; die Chemigum-Serien (Butadien/Acrylonitril-Copolymerlatizes) von Goodyear; sowie Neo Cryl (Styrol/Acrylate/Acrylonitril-Copolymerlatizes) von ICI Resins.

B. Wasserlösliche, filmbildende Polymere

Zusätzlich zu den oben beschriebenen wasserunlöslichen polymeren Materialien umfaßt die Wimperntuschezusammensetzung der vorliegenden Erfindung wasserlösliche, filmbildende Polymere, ausgewählt aus Vinylalkohol/Vinylacetat, Vinylalkohol/Poly(alkylenoxy)acrylat, Vinylalkohol/Vinylacetat/Poly(alkylenoxy)acrylat und Mischungen hiervon. Wasserlösliche, filmbildende Polymere sind hierin als solche Polymere definiert, die in Wasser, in Wasser-Co-Lösungsmittel, wie Ethanol/Wasser, in pH-eingestelltem Wasser und/oder temperierten bzw. eingestellten Lösungen der obigen löslich sind, um eine Solubilisierung der Polymere zu erleichtern. Wasserlösliche, filmbildende Polymere umfassen 2% bis 50%, bevorzugt 4 bis 40%, und ganz besonders bevorzugt 5% bis 35%, der Zusammensetzung.

Spezielle wasserlösliche, filmbildende Polymere, die in der vorliegenden Erfindung nützlich sind, umschließen, ohne darauf zwangsläufig begrenzt zu sein, Airvol (Polyvinylalkohol-Copolymer) von der Air Products and Chemicals, bevorzugt alle kommerziell erhältlichen Grade, wie Airvol 103, Airvol 325, Airvol 540, Airvol 523 S; Vinex [Copolymer aus Vinylalkohol und Poly(oxyalkylen)acrylat] von der Air Products and Chemicals, bevorzugt alle kommerziell erhältlichen Grade, wie Vinex 1003, Vinex 2034, Vinex 2144, Vinex 2019.

Wahlweise Bestandteile

In der vorliegenden Erfindung nützliche wahlweise Bestandteile sind ausgewählt auf der Basis entweder von den verschiedenen Formen oder Eigenschaften, welche die Zusammensetzung haben soll. Die am meisten bevorzugten Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung sind Wasser-in-Öl- oder Öl-in-Wasser-Emulsionen. Einige der gängigsten wahlweisen Bestandteile schließen Öle und Fette, Emulgatoren, Wachse, Pigmente und Mischungen davon ein.

A. Öle und Fette

Die Mascara- bzw. Wimperntuschezusammensetzungen der vorliegenden Erfindung umschließen Öl-in-Wasser- oder Wasser-in-Öl-Emulsionszusammensetzungen. Diese Zusammensetzungen erfordern ein lipophiles Material oder Lösungsmittel, welches entweder die dispergierte oder die kontinuierliche Phase der Zusammensetzung bildet. Diese lipophilen Materialien umfassen typischerweise allgemein zur Verwendung im Stand der Technik für Kosmetika bekannte Öle und Fette.

Typisch in Kosmetika verwendete Öle umschließen jene, die ausgewählt sind aus der Gruppe, bestehend aus polaren Ölen, nicht-polaren Ölen, flüchtigen Ölen, nicht-flüchtigen Ölen, sowie Mischungen daraus. Diese Öle können gesättigte oder ungesättigte, unverzweigt- oder verzweigtkettige, aliphatische oder aromatische Kohlenwasserstoffe sein. Bevorzugte Öle umschließen nicht nicht-polare flüchtige Kohlenwasserstoffe, einschließlich Isodecan (wie Permethyl-99A®, erhältlich von der Presperse Inc.), und der C7-C8- bis C12-C15-Isoparffine (wie die Isopar®-Serie, erhältlich von der Exxon-Chemicals).

Gemäß der Erfindung eingesetzte Fette sind ausgewählt aus der Gruppe, besehend aus tierisch-abgeleiteten Fetten, pflanzlich-abgeleiteten Fetten, synthetisch hergestellten Fetten, sowie Mischungen daraus, worin diese Fette einen Schmelzpunkt von 55°C bis 100°C aufweisen und eine Nadelpenetration, gemessen nach dem Amerikanischen Standard ASTM D5, von 3 bis 40 bei 25°C haben. Bevorzugt sind diese zur Verwendung in der vorliegenden Erfindung ausgewählten Fette Fettsäureester, welche bei Raumtemperatur Feststoffe sind und eine kristalline Struktur zeigen. Beispiele der in der vorliegenden Erfindung nützlichen Fettsäureester umschließen die Glycerylester von höheren Fettsäuren, wie Stearin- und Palmitinsäure, wie Glycerylmonostearat, Glyceryldistearat, Glyceryltristearat, Palmitatester von Glycerol, C18-C36-Triglyceride, Glyceryltribehenat sowie Mischungen daraus.

B. Emulgatoren

Eine notwendige Komponente in den Öl-in-Wasser- oder Wasser-in-Öl-Emulsionszusammensetzungen der vorliegenden Erfindung stellen Emulgatoren dar. In diesen Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung werden Emulgatoren typischerweise in Anteilen von 0,1% bis 40%, bevorzugt von 0,5% bis 30%, verwendet.

Es existieren ein Vielzahl von Faktoren, die bestimmen, ob das Wasser oder das Öl letztendlich die dispergierte oder die kontinuierliche Phase ergeben. Der alleinige wichtigste Faktor ist jedoch der hydrophile-lipophile Gleichgewichtswert (hierin als HLB bezeichnet) des Emulgators; Wilkinson und Moore, Harry's Cosmeticology, 7. Ausgabe 1982, Seite 738. Beispielsweise offenbart Schick und Fowkes, Surfactant Science Series, Vol. 2, Solvent Properties of Surfactant Solutions", S. 607, Schick und Fowkes, daß die HLB-Werte von Tensidemulgatoren zur Herstellung von Wasser-in-Öl-Emulsionen von 3 bis 6 reichen, während sie zur Herstellung von Öl-in-Wasser-Emulsionen von 8 bis 15 reichen. Da die Emulsionen der vorliegenden Erfindung beide oben genannten Emulsionstypen einschließen, sind die zur Verwendung in der vorliegenden Erfindung ausgewählten Emulgatoren solche, die einen HLB von 3 bis 15 aufweisen. Diese Emulgatoren umschließen diejenigen, welche in dem „C. T. F. A. Cosmetic Ingredient Handbook", 1992, Seiten 587–592; sowie in „Remington's Pharmaceutical Sciences", 15. Ausgabe, 1975, Seiten 335–337, offenbart sind. Diese Emulgatoren sind ausgewählt aus jenen im Stand der Technik bekannten sowie aus Mischungen daraus, einschließlich der in McCutcheon's Volume 1, „Emulsifiers & Detergents", 1994, North American Edition, Seiten 236–239.

C. Wachse

Wachse sind definiert als niedriger-schmelzende organische Mischungen oder Verbindungen hohen Molekulargewichts, die bei Raumtemperatur fest sind und im allgemeinen in der Zusammensetzung ähnlich den Fetten und Ölen sind, außer daß sie keine Glyceride enthalten. Einige sind Kohlenwasserstoffe, andere sind Ester aus Fettsäuren und Alkoholen. In der vorliegenden Erfindung nützliche Wachse sind ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus tierischen Wachsen, pflanzlichen Wachsen, Mineralwachsen, verschiedenen Fraktionen von natürlichen Wachsen, synthetischen Wachsen, Petroleumwachsen, ethylenischen Polymeren, Wachsen vom Kohlenwasserstoff-Typ, wie Fischer-Tropsch-Wachse, Silikonwachsen, sowie Mischungen daraus, wobei die Wachse einen Schmelzpunkt zwischen 55°C und 100°C aufweisen und eine Nadelpenetration, gemessen nach dem Amerikanischen Standard ASTM D5, von 3 bis 40 bei 25°C haben. Das Prinzip der Messung der Nadelpenetration gemäß den Standards ASTM D5 besteht im Messen der Tiefe, ausgedrückt in Zehntelmillimetern, bis zu der eine Standardnadel (mit einem Gewicht von 2,5 g und eingesetzt in einen Nadelhalter mit einem Gewicht von 47,5 g, d. h. mit einem Gesamtgewicht von 50 g) eindringt, wenn sie 5 Sekunden auf dem Wachs platziert wird. Die Wachse werden in Anteilen verwendet, um ausreichend Grundmaterial bereit zu stellen, die das Austrocknen nach der Anwendung verhindert und so den Wimpern Dicke bzw. Volumen verleiht. Die gewöhnlich im Stand der Technik anzufindenden Anteile reichen von 1% bis 40%.

Die speziellen in der vorliegenden Erfindung nützlichen Wachse sind ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus Bienenwachs, Lanolinwachs, Shellacwachs (tierische Wachse); Carnauba, Candelilla, Pimentbaum (pflanzliche Wachse); Ozokerit, Ceresin (Mineralwachse); Paraffin, mikrokristallinen Wachsen (Petroleumwachse); Polyethylen (ethylenische Polymere); Polyethylenhomopolymeren (Fischer-Tropsch-Wachse); C24-C45-Alkylmethiconen (Silikonwachse); sowie Mischungen daraus. Am meisten bevorzugt ist Bienenwachs, Lanolinwachs, Carnauba, Candelilla, Ozokerit, Ceresin, Paraffine, mikrokristalline Wachse, Polyethylen, C24-C45-Alkylmethicone, sowie Mischungen daraus.

D. Pigmente

Die Feststoffkomponenten der Maskara-Zusammensetzungen der vorliegenden Erfindung enthalten kosmetisch annehmbare Pigmente, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus anorganischen Pigmenten, organischen Pigmenten und Perlglanzpigmenten. Wenn sie eingesetzt werden, liegen die Pigmente in Verhältnissen vor, die von der Farbe und der Farbintensität abhängen, welche zur Herstellung vorgesehen ist. Der Anteil an Pigmenten in dem festen Anteil der Maskara-Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung reicht von 3% bis 30%, bevorzugt von 5% bis 20%. Die Pigmente sind ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus anorganischen Pigmenten, organischen Lack-Pigmenten, Perlglanzpigmenten, sowie Mischungen daraus. Die Pigmente können innerhalb der Umfangs der vorliegenden Erfindung wahlweise oberflächenbehandelt sein, sind aber nicht auf diese Behandlungen beschränkt, wie Silikone, perfluorierte Verbindungen, Lecithin und Aminosäuren.

In der vorliegenden Erfindung nützliche anorganische Pigmente umschließen jene, die ausgewählt sind aus der Gruppe, bestehend aus Rutil- oder Anatas-Titandioxid, kodiert in dem Farbindex unter der Referenz CI 77,891; schwarze, gelbe, rote und braune Eisenoxide, kodiert in dem Farbindex unter den Referenzen CI 77,449, 77,492 und 77,491; Manganviolett (CI 77,742); Ultramarinblau (CI 77,007); Chromoxid (CI 77,288); Chromhydrat (CI 77,289); und Eisen(III)-Blau (CI 77,510) sowie Mischungen daraus.

Die organischen Pigmente und Lacke, die in der vorliegenden Erfindung nützlich sind, umschließen jene, die ausgewählt sind aus der Gruppe, bestehend aus D & C Rot Nr. 19 (CI 45,170), D & C Rot Nr. 9 (CI 15,585), D & C Rot Nr. 21 (CI 45,380), D & C Orange Nr. 4 (CI 15,510), D & C Orange Nr. 5 (CI 45,370), D & C Rot Nr. 27 (CI 45,410), D & C Rot Nr. 13 (CI 15,630), D & C Rot Nr. 7 (CI 15,850), D & C Rot Nr. 6 (CI 15,850), D & C Gelb Nr. 5 (CI 19,140), D & C Rot Nr. 36 (CI 12,085), D & C Orange Nr. 10 (CI 45,425), D & C Gelb Nr. 6 (CI 15,985), D & C Rot Nr. 30 (CI 73,360), D & C Rot Nr. 3 (CI 45,430) und die Farbstoffe oder Lacke auf der Basis von Cochineal Carmine (CI 75,570) sowie Mischungen daraus.

Die in der vorliegenden Erfindung nützlichen Perlglanzpigmente umschließen solche, die ausgewählt sind aus der Gruppe, bestehend aus den weißen Perlglanzpigmenten, wie Glimmer, beschichtet mit Titandioxid, Bismutoxychlorid, gefärbten Perlglanzpigmenten, wie Titanglimmer mit Eisenoxiden, Titanglimmer mit Eisen(III)-Blau, Chromoxid und ähnlichem, Titanglimmer mit einem organischen Pigment des obengenannten Typs sowie jenen auf der Basis von Bismutoxychlorid und Mischungen daraus.

E. Vermischtes

In der vorliegenden Erfindung können zahlreiche wahlweise Bestandteile zugesetzt werden, um zusätzliche Vorteile bereitzustellen, die sich von den der vorliegenden Erfindung zugeschriebenen, wie oben definiert, unterscheiden. Beispielsweise ist es bevorzugt, daß die Maskara-Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung ein Konservierungssystem enthält, um mikrobiologisches Wachstum zu unterbinden und die Integrität des Produkts aufrecht zu erhalten. In der vorliegenden Erfindung besitzt das Konservierungssystem keinen nachteiligen Effekt für die Zusammensetzung.

Ein jeder dem Fachmann bekannter wahlweiser Bestandteil kann ebenso in der vorliegenden Erfindung verwendet werden. Beispiele wahlweiser Bestandteile sind kosmetische Füllstoffe, einschließlich aber nicht beschränkt auf Glimmer, Talk, Nylon, Polyethylen, Silica, Polymethacrylat, Kaolin, Teflon; kosmetische Konservierungsmittel, einschließlich aber nicht beschränkt auf Methylparaben, Propylparaben, Butylparaben, Ethylparaben, Kaliumsorbat, Trinatrium-EDTA, Phenoxyethanol, Ethylalkohol, Diazolidinylharnstoff, Imidazolidinylharnstoff, Quaternium-15. Ebenso werden Zusatzmittel, wie Talgölglyceride, leicht in die Emulsionsformen der Wimperntusche bzw. Maskara eingefügt.

Wasserdispergierbare und öldispergierbare Tone können in der Erfindung ebenso nützlich sein, um die Wasser- oder die Ölphase zu verdicken. Die wasserdispergierbaren Tone umfassen Bentonit und Hectorit, wie Bentone EW, LT von Rheox; Magnesiumaluminiumsilikat, wie Veegum von der Vanderbilt Co.; Attapulgit, wie Attasorb oder Pharamasorb von Engelhard, Inc.; Laponit und Montmorillonit, wie Gelwhite von der ECC America; sowie Mischungen daraus. Die öldispergierbaren Tone umfassen Quaternium-18-betonit, wie Betone 34 und 38 von Rheox; die Claytone-Reihen von der ECC America; Quaternium-18-hectorit, wie Betone-Gele von Rheox; sowie Mischungen daraus.

Verfahrensführung 1. Öl-in-Wasser-Emulsion

Die Wachse und Fette werden in ein Gefäß gegeben, das mit einer Heiz- und Rührvorrichtung versehen ist. Die Wachse und Fette werden auf 85°C unter Mischen bei niedriger Geschwindigkeit erwärmt, bis sie verflüssigt und homogenisiert sind. Die Pigmente und jegliche öldispergierbaren oder -löslichen Komponenten werden zugegeben. Die Mischrate wird auf hoch erhöht, und die es wird gemischt, bis die Pigmente innerhalb der Lipidmischung einheitlich dispergiert sind; ungefähr 30 bis 35 Minuten. Der Emulgator wird zu der Lipidmischung hinzugegeben, während das Mischen fortgesetzt wird.

In ein zweites Gefäß, welches mit einer Heiz- und Rührvorrichtung ausgestattet ist, wird Wasser, die wasserlöslichen, filmbildenden Polymere und der Rest der wasserdispergierbaren Komponenten gegeben. Die Mischung aus Wasser und wasserlöslichen, filmbildenden Polymeren kann im voraus der Verarbeitung der Maskara-Zusammensetzung zusammengestellt werden. Es wird unter Erwärmen solange gemischt, bis die wässrige Mischung 85°C warm ist. Jeglicher Wasserverlust aus der wässrigen Mischung wird ausgeglichen.

Die zwei Mischungen werden langsam vereinigt und mit einem Hochgeschwindigkeitsdispergiermischer gemischt. Die Wärmequelle wird entfernt und das Mischen der vereinigten Mischung wird solange fortgesetzt, bis die Temperatur dieser vereinigten Mischung von 65°C bis 70°C reicht. Der Wasserverlust der vereinigten Mischung wird ausgeglichen, die Konservierungsmittel und die unlösliche Polymerkomponente werden zugesetzt und bis zur Homogenität gemischt. Die vereinigte Mischung wird auf 45°C bis 47°C gekühlt, und alle restlichen Komponenten werden zugegeben. Das Kühlen und Mischen wird fortgesetzt, bis die vereinigte Mischung 27°C bis 30°C warm ist. Die vereinigte Mischung wird in geeignete Lagerungsbehälter zum anschließenden Abfüllen von Einzelgrößenverpackungen transferiert.

2. Wasser-in-Öl-Emulsionen

Das lipophile Material und der Emulgator werden in einem Gefäß, welches zum Mischen ausgestattet ist, vereinigt. Die Pigmente und alle anderen hydrophoben Materialien, wie die Füllstoffe, werden in die Mischung unter Verwendung eines Mischers vom Dispergator-Typ dispergiert. In einem separaten Gefäß werden eine wässrige Lösung des wasserlöslichen, filmbildenden Polymers und die Emulsion aus wasserunlöslichem polymeren Material mit allen anderen wasserdipergierbaren Bestandteilen, wie den Konservierungsmitteln, gemischt. Langsam werden die zwei Mischungen unter Fortführung des Mischens bei Raumtemperatur vereinigt, bis die Mischung einheitlich ist. Diese Mischung wird in geeignete Lagerungsbehälter zum anschließenden Abfüllen von Einzelgrößenverpackungen transferiert. Beispiele

1. Öl-in-Wasser-Wimperntusche (Maskara)
Bestandteil w/w Copolymer aus Vinylalkohol und Poly(oxyalkylen)acrylat1 38,19 Entionisiertes Wasser 11,65 Hectorit2 3,10 Carnauba-Wachs 1,60 Paraffin-Wachs 5,90 Bienenwachs 3,00 Stearinsäure 2,10 Triethanolamin 0,70 Petroleumdestillat 4,00 Talgölglyceride3 2,00 Hydriertes Pentaerythritylrosinat4 2,00 Eisenoxid schwarz 10,00 Ammoniumacrylate-Copolymer-Emulsion5 12,68 Propylenglykol 1,40 Glycerin 0,50 Panthenol 0,28 Konservierungsmittel Q. S. 100,00
Vinex, erhältlich von der Air Products and Chemicals, eingefügt über eine 16,22 w/w% Stammlösung in entionisiertem Wasser. Bentone EW, erhältlich von der Rheox Inc. Zonester 85, erhältlich von der Arizona Chemical Co. Foral 105, erhältlich von der Hercules Inc. Syntran 5170, enthaltend 41 Gew.-% wasserunlösliche Polymerfeststoffe, erhältlich von der Interpolymer Corp.
2. Wasser-in-Öl-Wimperntusche (Maskara) Bestandteile w/w Cyclomethicon1 6,0 Cyclomethicon/Dimethicon-Copolyol2 9,0 Silikonbehandeltes Eisenoxid3 12,0 Ammoniumacrylate-Copolymer-Emulsion4 34,0 Copolymer aus Vinylalkohol und Poly(oxyalkylen)acrylat5 23,0 Polyethylene6 16,0 100,0
Dow Corning 244-Fluid, erhältlich von Dow Corning Dow Corning 3225C, zur Verfügung gestellt als eine Lösung von Dimethicon-Copolyol in Cyclomethicon, erhältlich von Dow Corning STNP, erhältlich von der US Cosmetics, Inc. Syntran 5170, erhältlich von der Interpolymer Corp. Vinex, erhältlich von der Air Products and Chemicals, eingefügt über eine 20,0 w/w% Stammlösung in entionisiertem Wasser. ACumist B6, erhältlich von der Allied Signal Inc.


Anspruch[de]
  1. Mit Seife und Wasser entfernbare Maskara-Zusammensetzung, umfassend:

    a. 3 bis 60%, vorzugsweise 4 bis 40%, am meisten bevorzugt 5 bis 30%, Latex als wasserunlösliches polymeres Material in einer wäßrigen Emulsion, wobei das wasserunlösliche polymere Material Polymere umfaßt, welche aus Monomeren gebildet sind, gewählt aus der Gruppe, bestehend aus aromatischen Vinylen, Dienen, Vinylcyaniden, Vinylhalogeniden, Vinylidenhalogeniden, Vinylestern, Olefinen und deren Isomeren, Vinylpyrrolidon, ungesättigten Carbonsäuren, Alkylestern von ungesättigten Carbonsäuren, Hydroxyderivaten von Alkylestern ungesättigter Carbonsäuren, Amiden ungesättigter Carbonsäuren, Aminderivaten von ungesättigten Carbonsäuren, Glycidylderivaten von Alkylestern ungesättigter Carbonsäuren, olefinischen Diaminen und Isomeren, aromatischen Diaminen, Terephthaloylhalogeniden, olefinischen Polyolen und Mischungen hiervon; vorzugsweise aromatischen Vinylen, Dienen, Vinylestern, Olefinen und deren Isomeren, ungesättigten Carbonsäuren, Alkylestern von ungesättigten Carbonsäuren, Hydroxyderivaten von Alkylestern von ungesättigten Carbonsäuren, Amiden ungesättigter Carbonsäuren und Mischungen hiervon; am meisten bevorzugt aromatischen Vinylen, Dienen, Vinylestern, Alkylestern von ungesättigten Carbonsäuren, Hydroxyderivaten von Alkylestern ungesättigter Carbonsäuren und Mischungen hiervon, und

    b. 2 bis 50%, vorzugsweise 4 bis 40%, am meisten bevorzugt 5 bis 35%, wasserlösliche, filmbildende Polymere, wobei die wasserlöslichen, filmbildenden Polymere aus der Gruppe gewählt sind, bestehend aus Vinylalkohol/Vinylacetat, Vinylalkohol/Poly(alkylenoxy)acrylat,

    Vinylalkohol/Vinylacetat/Poly(alkylenoxy)acrylat und Mischungen hiervon.
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