Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer
porösen Folie aus Polypropylen mit hoher Festigkeit. Insbesondere betrifft die vorliegende
Erfindung ein Verfahren zur Herstellung einer porösen Folie aus Polypropylen mit
hervorragender Feuchtigkeitsdurchlässigkeit und Zugfestigkeit, die durch Herstellung
einer nicht-porösen Folie aus Polypropylen ohne wesentliche Zugabe eines Weichmachers
oder eines Lösungsmittels zu dem Ausgangspolypropylen und Unterwerfen der Folie
einer Streckung und gegebenenfalls einer Wärmebehandlung zur Verstärkung der Kristallinität
erhalten worden ist, sowie ein Verfahren zur Herstellung derselben.
Als Mittel zum Herstellen einer porösen Folie kann ein Verfahren genannt
werden, worin eine biaxial gestreckte Folie oder eine Blasfolie aus Polypropylen
uniaxial oder biaxial gestreckt wird, um sie porös zu machen, sowie ein Verfahren,
worin das vorstehend genannte uniaxiale Strecken in Gegenwart einer ersten Flüssigkeit
durchgeführt wird, die im wesentlichen zur Auflösung einer Polypropylenfolie untauglich
ist, oder ein Verfahren, worin die vorstehend genannte Wärmebehandlung oder Streckbehandlung
der Polypropylenfolie in der ersten Flüssigkeit, welche im wesentlichen zur Auflösung
von Polypropylen untauglich ist, durchgeführt wird, anschließend die Polypropylenfolie
in eine zweite Flüssigkeit eingetaucht wird, die mit der ersten Flüssigkeit kompatibel
ist, aber einen niedrigeren Siedepunkt als die erste Flüssigkeit besitzt und eine
schlechtere Affinität zu Polypropylen hat, und danach die Folie getrocknet wird.
Die Polypropylenfolie, die nach dem Verfahren gemäß der vorliegenden
Erfindung hergestellt wird, ist dadurch gekennzeichnet, dass sie die folgenden physikalischen
Eigenschaften besitzt:
(1) eine Zugfestigkeit von wenigstens 35 MPa in Maschinenrichtung (MD) und Querrichtung
(TD);
(2) eine Porosität von nicht mehr als 80%, und
(3) eine Feuchtigkeitsdurchlässigkeit von mindestens 20 g/m2 Tag
und erhältlich ist durch Porösmachen durch Strecken und gegebenenfalls Wärmebehandeln
einer luftundurchlässigen und biaxial gestreckten Polypropylenfolie, die ohne Verwendung
eines Weichmachers oder eines Lösungsmittels erhalten worden ist.
HINTERGRUND DER ERFINDUNG
In der Vergangenheit sind eine Reihe von Verfahren zum Formen von
porösem Polypropylen vorgeschlagen worden.
Eine allgemeine Methode zur Herstellung einer Folie umfasst eine Blasfolien-Formmethode
und eine T-Düsen-Film-Formmethode. In dem Fall, dass ein Polyolefin nach solch einer
Methode porös gemacht werden soll, wird im allgemeinen eine Methode angewendet,
worin das Polyolefin mit einem inkompatiblen organischen oder anorganischen Mittel
imprägniert wird und anschließend die Oberfläche zwischen dem Polyolefin und dem
inkompatiblen Mittel mittels äußerer Kraft wie Strecken zerstört wird, oder es wird
eine Methode angewendet, worin eine mit dem Polyolefin inkompatible Komponente mit
einem organischen Lösungsmittel, einer Säure oder einem Alkali behandelt wird, die
fähig sind, die Komponente aufzulösen. Es ist folglich relativ selten, dass ein
Einzelkomponentenpolyolefinfilm, der aus einem Folienformapparat erhalten wird,
direkt als Originalfolie zur Herstellung einer porösen Folie eingesetzt wird.
Als Beispiel für eine poröse Folie, die aus einer Einzelkomponentenfolie
hergestellt wird, kann eine Folie genannt werden, die nach einer Extrusionskaltstreckmethode
hergestellt wird, wie in der offiziellen Veröffentlichung der japanischen Offenlegungsschrift
Patentanmeldung Nr. Sho. 62-121737 offenbart.
Das Kaltstrecken ist in diesem Fall im Prinzip uniaxial und daher
ist ein Gleichgewicht der Zugfestigkeit der Folie extrem gering, so dass die Zugfestigkeit
der Folie in der Richtung senkrecht zur Maschinenrichtung 20 MPa oder niedriger
ist, wodurch ihre industrielle Anwendung beschränkt ist.
Im Hinblick auf eine Verbesserung der Festigkeit in der Richtung senkrecht
zu der Maschinenrichtung in dieser Erfindung offenbart die japanische Offenlegungsschrift
der Patentanmeldung Nr. Sho. 55-161830 eine Lösungsmittel-Streckmethode für eine
mikroporöse Folie.
Diese Methode erlaubt das Strecken der Folie in Querrichtung bis etwa
300% nach dem Strecken in die Maschinenrichtung, so dass ein Gleichgewicht der Zugfestigkeiten
anscheinend verbessert wurde. Jedoch sind die Zugfestigkeiten selbst sehr niedrig,
so dass die Festigkeit der gestreckten Folie nahezu gleich ist von jener
einer ungestreckten Folie oder niedriger als diese und höchstens 30 MPa beträgt.
Ein Polyolefin hohen Molekulargewichts besitzt hervorragende Eigenschaften
wie Schlagbeständigkeitseigenschaft, Kratzbeständigkeitseigenschaft, Eigenschaften
der Beständigkeit gegenüber Chemikalien und ähnlichem, im Vergleich mit einem häufig
eingesetzten Polyolefin, und wird zur Zeit in Bezug auf dessen Formen zu Folien
oder Filmen untersucht.
Da Polyolefin mit hohem Molekulargewicht eine sehr viel höhere Schmelzviskosität
als das häufig eingesetzte Polyolefin besitzt, kann jedoch das erstere nicht mittels
einem normalen Extruder wie das häufig eingesetzte Polyolefin zu Folien oder Filmen
geformt werden.
Für den Fall, dass eine Folie oder ein Film mit hervorragender Zugfestigkeit
aus dem Polyolefin mit hohem Molekulargewicht erhalten werden soll, ist es üblich,
dass das Polyolefin mit hohem Molekulargewicht mit einem Lösungsmittel oder einem
Weichmacher imprägniert wird, die mit diesem kompatibel sind, um dessen Schmelzviskosität
vor dem Formen zu einer Folie oder einem Film mittels einem konventionellen Extruder
zu verringern, und es wird anschließend gestreckt oder weiterbehandelt zur Entfernung
des Lösungsmittels oder Weichmachers.
Diese Lösungsmittelverfahren und Weichmacherverfahren verwenden eine
große Menge eines Lösungsmittels oder Weichmachers, die mit dem Polyolefin mit hohem
Molekulargewicht kompatibel sind, und eine noch viel größere Menge eines weiteren
Lösungsmittels, das mit dem vorstehend genannten Lösungsmittel oder Weichmacher
kompatibel ist, um das erste Lösungsmittel oder den Weichmacher zu entfernen, um
die resultierende Folie porös zu machen.
Die GB-A-2251205 offenbart ein Verfahren zur Herstellung einer mikroporösen
Polypropylenfolie ohne die Verwendung von Lösungsmitteln oder Weichmachern durch
biaxiales Strecken einer gleichförmigen Polypropylenausgangsfolie, die durch Schlitzgießen
erhalten wird.
ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
In den letzten Jahren stieg die Nachfrage nach einer porösen Folie
aus Polyolefin. Bei der Verwendung eines Filtermaterials z. B. wird nach der porösen
Folie im Bereich der Nahrungsmittelindustrie im Hinblick auf ihre Eigenschaften
von Säurebeständigkeit und Alkalibeständigkeit und Hygiene Ausschau gehalten. Als
Separator für Sekundärbatterien, die seit kurzem öffentliche Beachtung erfahren,
wird die poröse Folie aufgrund ihrer chemischen Stabilität und Sicherheit erwartet.
Es bestehen jedoch eine Reihe von Problemen bei der Erfüllung dieser Erwartungen.
In dem vorstehend beschriebenen Extrusions- und Kaltstreckverfahren kann eine poröse
Folie mit zufriedenstellender mechanischer Festigkeit nicht erhalten werden. In
dem technischen Gebiet, bei dem das Polyolefin mit hohem Molekulargewicht eingesetzt
wird, sind technisch oder wirtschaftlich hohe Kosten erforderlich, um der Umwelthygiene
bei der Herstellung, der Sicherheit und der hygienischen und mentalen Belastung
von Arbeitern gewachsen zu sein.
Es ist folglich eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die mechanische
Festigkeit einer porösen Polypropylenfolie zu verbessern, die nach einem Extrusions-
und Kaltstreckverfahren erhalten wird durch Verwendung einer biaxial gestreckten
Folie oder einer Blasfolie aus Polypropylen mit einem normalen Molekulargewichtsbereich
als Ausgangsfolie zur Herstellung einer porösen Folie und Unterwerfen der Ausgangsfolie
einem Strecken und gegebenenfalls einer Wärmebehandlung unter einer bestimmten Bedingung.
Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist die Bereitstellung
eines Verfahrens zur Herstellung einer porösen Folie aus Polypropylen mit hervorragender
mechanischer Festigkeit und unabhängig in ihren Eigenschaften als poröse Folie wie
Porengröße, Luftdurchlässigkeit und Porosität, worin eine Polypropylenfolie mit
einem normalen Molekulargewicht als Ausgangsmaterial eingesetzt wird und einer Wärmebehandlung
und/oder einer Streckbehandlung unter einer bestimmten Bedingung unterzogen wird,
wodurch ineffiziente Schritte, denen man in einem Aspekt der Herstellung nach einem
Stand der Technik unter Verwendung von Polyolefin mit hohem Molekulargewicht begegnete,
sowie im Hinblick auf die Umwelthygiene und Sicherheit besorgniserregende Schritte
eliminiert werden.
KURZE BESCHREIBUNG DER FIGUR
Die 1 zeigt einen Metallrahmen zum Fixieren
des Umfangs einer Folie zur Durchführung einer Wärmebehandlung der Folie in den
experimentellen Beispielen 2–11, worin 11 für eine Schraube steht,
12 für eine Folie vor der Behandlung und 13 für
den Metallrahmen steht.
AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORMEN
DER ERFINDUNG
Die vorliegende Erfindung wurde vorgeschlagen, um die vorliegende
Aufgabe zu lösen, und dessen wichtiges Kennzeichen liegt in dem Kernpunkt, dass
Polypropylen mit einem normalen Molekulargewichtsbereich als Ausgangsmaterial eingesetzt
wird und zu einer biaxial gestreckten Folie oder Blasfolie ohne wesentliche Zugabe
eines Weichmachers oder Lösungsmittels geformt wird und schließlich einer speziellen
Behandlung unterzogen wird. Dabei ist bemerkenswert, dass keine wesentliche Zugabe
eines Weichmachers oder Lösungsmittels zu dem Ausgangspolypropylen bedeutet, dass
das Polypropylen kein Additiv enthält, das die physikalischen Eigenschaften des
Polypropylens verändern kann. Es ist jedoch darauf hinzuweisen, dass dies nicht
den Ausschluss von Spurenmengen an Additiv wie einem Stabilisator bedeutet.
Gemäß einem Aspekt der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren,
wie in Anspruch 1 offenbart, bereitgestellt, zur Herstellung einer porösen Folie
aus Polypropylen, welches das Strecken einer biaxial gestreckten Folie oder Blasfolie
aus Polypropylen in uniaxialer oder biaxialer Richtung zum Porösmachen der Folie
umfasst.
Gemäß der vorliegenden Erfindung wird ferner ein Verfahren zur Herstellung
einer porösen Folie aus Polypropylen bereitgestellt, umfassend das Unterziehen einer
biaxial gestreckten Folie oder Blasfolie aus Polypropylen einer Wärmebehandlung
zum Verstärken von deren Kristallinität und anschließendem Strecken der Folie in
wenigstens eine Richtung, um den Film porös zu machen.
Gemäß der vorliegenden Erfindung wird ferner ein Verfahren zur Herstellung
der porösen Folie aus Polypropylen bereitgestellt, worin das Ausgangspolypropylenharz
eine Grenzviskosität [&eegr;] von nicht mehr als 4 besitzt.
Gemäß der vorliegenden Erfindung wird ferner ein Verfahren zur Herstellung
der porösen Folie aus Polypropylen bereitgestellt, worin die Wärmebehandlung zur
Erhöhung der Kristallinität in Gegenwart einer ersten Flüssigkeit durchgeführt wird,
die im wesentlichen nicht in der Lage ist, die biaxial gestreckte Folie oder Blasfolie
aus Polypropylen aufzulösen.
Gemäß der vorliegenden Erfindung wird ferner ein Verfahren zur Herstellung
der porösen Folie aus Polypropylen bereitgestellt, worin das Strecken von Polypropylen
in uniaxialer oder biaxialer Richtung in Gegenwart einer ersten Flüssigkeit, welche
im wesentlichen untauglich ist zur Auflösung der Polypropylenfolie, durchgeführt
wird.
Gemäß der vorliegenden Erfindung wird ferner ein Verfahren zur Herstellung
der porösen Folie aus Polypropylen bereitgestellt, worin es sich bei der ersten
Flüssigkeit um einen Kohlenwasserstoff mit einem höheren Siedepunkt als die Behandlungstemperatur
während der Wärmebehandlung oder dem Strecken zum Porösmachen der Folie handelt.
Gemäß der vorliegenden Erfindung wird des weiteren ein Verfahren zur
Herstellung der porösen Folie aus Polypropylen bereitgestellt, worin die Wärmebehandlung
oder die Streckbehandlung in Gegenwart der ersten Flüssigkeit durchgeführt wird,
welche im wesentlichen zur Auflösung von Polypropylen untauglich ist, die Polypropylenfolie
anschließend in eine zweite Flüssigkeit eingetaucht wird, die mit der ersten Flüssigkeit
kompatibel ist, jedoch einen niedrigeren Siedepunkt als die erste Flüssigkeit besitzt
und eine schlechtere Affinität zu Polypropylen aufweist, und anschließend die Folie
getrocknet wird.
Gemäß der vorliegenden Erfindung wird ferner ein Verfahren zur Herstellung
der porösen Folie aus Polypropylen bereitgestellt, worin die biaxial gestreckte
Folie oder Blasfolie aus Polypropylen ohne Verwendung eines Weichmachers oder Lösungsmittels
hergestellt wird.
Im folgenden werden das Ausgangsmaterial, ein Verfahren zur Herstellung
der originalen (Vorläufer-) Folie, ein Verfahren für die Wärmebehandlung, ein Verfahren
zum Strecken und die charakteristischen Eigenschaften der erhaltenen Folie im Hinblick
auf das Verfahren zur Herstellung einer porösen Folie aus Polypropylen gemäß der
vorliegenden Erfindung beschrieben.
Ausgangsmaterial
Das in der vorliegenden Erfindung eingesetzte Polypropylen wird durch
Polymerisieren von Polypropylen allein oder zusammen mit einem oder einer Kombination
von mehreren &agr;-Olefinen mit 4–8 Kohlenstoffatomen, z. B. durch Aufschlämmungspolymerisation
mittels einem Ziegler-Katalysator oder Gasphasenpolymerisation mittels einem Metallocen-Katalysator
hergestellt.
Bei dem Polypropylen handelt es sich bevorzugt um ein Homopolymer
von Propylen und im Fall eines Polypropylencopolymers beträgt die Menge eines solchen
Copolymers 5 Mol-% oder weniger.
Im Hinblick auf das Molekulargewicht des Polymers bestehen keine Beschränkungen,
solange keine Schwierigkeiten zum Zeitpunkt des Formens auftreten. Um die Formfähigkeit
mit einer hohen Festigkeit kompatibel zu machen, beträgt die Grenzviskosität [&eegr;]
vorzugsweise mindestens 1 dl/g, bevorzugt mindestens 2 dl/g, jedoch nicht mehr als
4 dl/g.
Wenn die Grenzviskosität [&eegr;] weniger als 1 dl/g beträgt, so kann
der Vorgang zur Porösmachung der Folie erschwert werden.
Das Polypropylen, das in der vorliegenden Erfindung eingesetzt wird,
kann mit verschiedenen Additiven, die üblicherweise für Polypropylen verwendet werden,
versehen werden, wie einem Wärmebeständigkeitsstabilisator, einem Witterungsbeständigkeitsstabilisator,
einem Schmiermittel, einem Anti-Blocking-Mittel, einem Gleitmittel, einem Pigment
usw., in Mengen, die nicht dem Verwendungszweck der vorliegenden Erfindung beschädigen.
Original (Vorläufer-) Folie
Von den Polypropylenfolien können jene mit einer Grenzviskosität [&eegr;]
von mindestens 1 dl/g nach einem gewöhnlichen Folienformverfahren wie einem biaxialen
Streckverfahren oder Blasfilmformverfahren erhalten werden.
Als Streckverfahren kann ein beliebiges der im allgemeinen verwendeten
Verfahren angewendet werden, wie z. B. ein sequenzielles biaxiales Streckverfahren,
worin ein üblicherweise verwendeter T-Düsen-Film nach dem Formen in einer Maschinenrichtung
mittels einer Walze oder ähnlichem gestreckt wird und anschließend in Querrichtung
dazu mittels einem Spannrahmen gestreckt wird, und nach einem simultanen biaxialen
Streckverfahren, worin der Film simultan mittels einer Spannrahmenklammer biaxial
gestreckt wird. Die Blasfolien-Formmethode kann mit Hilfe einer konventionellen
Formvorrichtung durchgeführt werden, indem ein Ausweitungsverhältnis und ein Ziehverhältnis
geeignet gewählt werden (ein Verhältnis einer Folienaufnahmerate zu einer Harzextrusionsrate
in der Düse).
Bei der so erhaltenen Folie handelt es sich um eine nichtporöse Folie
vorzugsweise mit einer Grenzviskosität [&eegr;] von mindestens 1 dl/g, noch bevorzugter
von mindestens 2 dl/g, jedoch nicht mehr als 4 dl/g, einer Zugfestigkeit von mindestens
50 MPa in Maschinenrichtung (maschine direction, MD), einer Zugfestigkeit von mindestens
50 MPa in Querrichtung (transverse direction, TD) und einem Feuchtigkeitsdurchlässigkeitskoeffizienten
von nicht mehr als 10 g·mm/m2·Tag. Im Hinblick auf die
Dicke der erhaltenen Folie bestehen keine Beschränkungen, solange die resultierende
poröse Folie die Feuchtigkeitsdurchlässigkeitsbedingung erfüllt, jedoch liegt die
Dicke vorzugsweise bei 1–100 &mgr;m, noch bevorzugter bei 10–50 &mgr;m
für eine gute Handhabbarkeit bei dem folgenden Streckschritt.
Die Kristallinität der Folie, bestimmt aus der Kristallfusionswärme,
die mittels einem Differentialscanningkalorimeter (DSC) gemessen wird, beträgt mindestens
40%, vorzugsweise mindestens 45%. Eine Folie, die nach dem vorstehend beschriebenen
Formverfahren erhalten wird und eine Kristallinität von nicht mehr als 40% aufweist,
neigt dazu, ihre Porosität zu verringern und ist daher nicht bevorzugt beim Strecken
zur Erstellung der Porosität.
Verfahren zur Wärmebehandlung
Eine Wärmebehandlung der Folie, die nach dem vorstehend genannten
Formverfahren erhalten wird, kann gemäß einem Behandlungsverfahren und unter Bedingungen
durchgeführt werden, unter denen die Kristallinität der behandelten Folie 50% übersteigen
kann, z. B. innerhalb eines Temperaturbereichs von 100°C bis zum Schmelzpunkt
oder der Auflösungstemperatur von Polypropylen und über einen Zeitraum von mehr
als 1 Minute. In diesem Fall wird die ungestreckte Folie vorzugsweise
in wenigstens einer Richtung gespannt oder fixiert, bevorzugt in orthogonale Richtungen,
um das Schrumpfen zu verhindern.
Es ist selbstverständlich, dass eine weitere Wärmebehandlung für die
nach der vorstehend beschriebenen Formbehandlung erhaltene Folie mit einer Kristallinität
von mindestens 40% im Hinblick auf eine weitere Erhöhung der Kristallinität bevorzugt
ist, um eine hohe Porosität beizubehalten, wenn der Film porös gemacht wird.
Die Wärmebehandlung der Folie vor dem Strecken wird unter Spannung
der Folie durchgeführt, oder in anderen Worten, durch Fixieren der Folie in wenigstens
eine Richtung, bevorzugt orthogonale Richtungen.
In dem Fall, dass eine Blasfolie als Ausgangsfolie eingesetzt wird,
kann der Porendurchmesser der erhaltenen porösen Folie über ihr Ziehverhältnis eingestellt
werden. Wenn das Ziehverhältnis niedrig ist, neigen die Porendurchmesser der Folie
dazu, größer zu werden. Im Gegensatz dazu wird der Porendurchmesser geringer, wenn
das Ziehverhältnis größer wird.
In dem Fall, dass die Ausgangsfolie vor der Wärmebehandlung in zwei
Richtungen fixiert wird, führt die Auswahl einer optimalen Bedingung der vorstehend
genannten Behandlung dazu, dass die anschließende Streckbehandlung weggelassen werden
kann, und dass die Folie in diesem Stadium porös gemacht wird. Wenn ein bestimmtes,
im folgenden genanntes Lösungsmittel eingesetzt wird, lässt man die behandelte Folie
unter der Fixierbedingungen trocknen, um dadurch eine poröse Folie zu erhalten.
Bei der Atmosphäre für die Wärmebehandlung kann es sich um Luft handeln,
jedoch kann die Wärmebehandlung auch in einer ersten Flüssigkeit durchgeführt werden,
die zur Auflösung von Polypropylen im wesentlichen untauglich ist. Unter dem Ausdruck
"im wesentlichen untauglich zur Auflösung" versteht man, dass wenigstens ein Teil
des Polypropylens bei der Behandlungstemperatur aufquillt oder sich löst, es jedoch
insgesamt in Form einer Folie erhalten bleibt. Folglich ist ein Lösungsmittel, das
fähig ist, das gesamte Polypropylen aufzulösen, von der ersten Flüssigkeit ausgeschlossen.
Die Kristallinität von Polypropylen kann verstärkt werden, wenn die
hergestellte Polypropylenvorläuferfolie in wenigstens eine Richtung gespannt wird
und in die erste Flüssigkeit eingetaucht wird, die Polypropylen bei der Behandlungstemperatur
im wesentlichen nicht auflöst.
Beispielhaft für diese erste Flüssigkeit sind niedere aliphatische
Alkohole wie z. B. Ethanol, Propanol, Butylalkohol und Amylalkohol; niedere aliphatische
Ketone wie z. B. Aceton, Methylethylketon und Cyclohexanon; niedere aliphatische
Ester wie z. B. Ethylformat oder Butylacetat; halogenierte Kohlenwasserstoffe wie
z. B. Tetrachlorkohlenstoff, Trichlorethylen, Perchlorethylen und Chlorbenzol; Kohlenwasserstoffe
wie z. B. Heptan, Cyclohexan, Octan, Decan und Dodecan; Stickstoff enthaltende organische
Verbindungen wie z. B. Pyridin, Formamid und Dimethylformamid und Ether wie z. B.
Methylether, Ethylether und Dioxan. Glycole wie z. B. Monoethylenglycol, Diethylenglycol
und Triethylenglycol wie auch Siliconöle, die im allgemeinen als Wärmeheizmedium
eingesetzt werden können, sind ebenfalls bevorzugte erste Flüssigkeiten.
Diese Flüssigkeiten können als eine Mischung von zweien oder mehreren
eingesetzt werden. Warmes oder heißes Wasser, das einen grenzflächenaktiven Stoff
enthält, ist ebenfalls als erste Flüssigkeit wirksam, jedoch sind Benzol, Xylol
und Tetralin nicht bevorzugt, da diese Lösungsmittel Polypropylen bei der Behandlungstemperatur
auflösen. Die ersten Flüssigkeiten, die für Polypropylen bevorzugt sind, sind n-Decan
und n-Dodecan.
Eintauchen in eine Flüssigkeit mit niederem Siedepunkt und
Trocknen
Die Folie, die der Wärmebehandlung in der ersten Flüssigkeit unterworfen
worden ist, wird anschließend einer Trocknungsbehandlung unterworfen. Je nach Art
der für die Behandlung eingesetzten Flüssigkeit kann die Flüssigkeit mittels direktem
Trocknen mit warmem oder heißem Gebläse verdampft werden, wenn der Film in zwei
Richtungen zur Verhinderung von Schrumpfung fixiert ist. In dem Fall einer ersten
Flüssigkeit, die eine relativ langsame Trocknungsgeschwindigkeit besitzt, ist es
bevorzugt, dass die behandelte Folie in eine zweite Flüssigkeit eingetaucht wird,
die mit der ersten Flüssigkeit kompatibel ist und einen niedrigeren Siedpunkt als
die erste Flüssigkeit besitzt, jedoch eine schlechtere Affinität zu Polypropylen
aufweist, und anschließend getrocknet wird. Beim Trocknen wird die behandelte Folie
vorzugsweise in wenigstens einer Richtung fixiert, noch bevorzugter in zwei Richtungen.
Beispielhaft für die verwendbare zweite Flüssigkeit sind Kohlenwasserstoffe
mit niederem Siedepunkt wie z. B. Hexan und Heptan, chlorsubstituierte Kohlenwasserstoffe
mit niederem Siedepunkt wie z. B. Methylenchlorid und chlor- oder fluorsubstituierte
Kohlenwasserstoffe mit niederem Siedepunkt wie z. B. 1,2-Dichlor-2,2,2-trifluorethan,
1,1-Dichlor-1-fluorethan, 1,3-Dichlor-1,1,2,2,3-pentafluorpropan und 2,2,3,3,3-Pentafluorpropanol.
Im Hinblick auf die Eintauchtemperatur und die Eintauchdauer werden eine minimale
Temperatur und ein kürzester Zeitraum gewählt, solange ein Austausch der Flüssigkeiten
unterhalb der Wärmebehandlungstemperatur vollständig durchgeführt ist.
Die so erhaltene poröse Folie kann einer Wärmefixierungsbehandlung
unterworfen werden, um Falten auf der Folie zu entfernen, um die Porosität und die
Dicke der Folie einzustellen, und um den Oberflächenabriebkoeffizienten der Folie
zu minimieren. Als Bedingungen für die Wärmefixierungsbehandlung werden Temperatur,
Behandlungszeit und ähnliches geeigneterweise in einer gasförmigen Atmosphäre (Luft)
gewählt.
Streckverfahren
Das Strecken wird bei einer Temperatur unterhalb des Schmelzpunktes
der Vorläuferfolie durchgeführt. Die untere Grenze der Strecktemperatur ist vorzugsweise
150°C bis 168°C, noch bevorzugter 160°C bis 168°C, auch wenn sie
von der Art des Polypropylens und dem Schmelzpunkt der Vorläuferfolie abhängt. Ein
Streckverhältnis ist in diesem Fall nicht bestimmt und variiert je nach Vorläuferfolie,
jedoch ist ein höheres Streckverhältnis im Hinblick auf die Festigkeit und Durchlässigkeit
bevorzugt.
Die Streckbehandlung kann in einer Atmosphäre von Luft oder in Kontakt
mit der ersten Flüssigkeit, wie vorstehend bei der Wärmebehandlung beschrieben,
durchgeführt werden, die im wesentlichen untauglich ist, die Folie vor dem Strecken
bei einer Streckbehandlungstemperatur aufzulösen.
Eine Methode zum Strecken der Folie kann ein beliebiges uniaxiales
Strecken sein, bei dem die Schrumpfung in Querrichtung (Breitenverlust) minimiert
wird, das uniaxiale Strecken, worin die Schrumpfung in Querrichtung mittels Spannrahmenklammern
verhindert wird, das sequentielle oder simultane biaxiale Strecken, worin ein Gesamt-Spannrahmenklammer-System
verwendet wird, wie bei einem normalen biaxialen Strecktestapparat, das kontinuierliche
und sequentielle biaxiale Strecken, worin ein erster Streckschritt mittels einem
Paar von Walzen und ein zweiter Streckschritt anschließend mittels Spannrahmenklammern
(tenter clips) in Querrichtung durchgeführt werden und das kontinuierliche und simultane
biaxiale Strecken, worin ein kontinuierliches Spannrahmenklammer-System eingesetzt
wird.
Nach Beendigung der Streckbehandlung oder der Wärmebehandlung und
Streckung kann die Folie einer Wärmebehandlung unterzogen werden, unter der Bedingung
der Fixierung der Folienenden an der Luft im Hinblick auf die Verhinderung von Schrumpfen
oder Faltenbildung in der Folie.
Poröse Polypropylenfolie
Die nach der vorliegenden Erfindung hergestellte Folie ist eine poröse
Folie, worin Mikrofibrillen gleichmäßig dispergiert worden sind und die eine geeignete
Porosität als poröse Folie, eine darauf beruhende Feuchtigkeitsdurchlässigkeit wie
auch eine hervorragende Zugfestigkeit besitzt.
Die Zugfestigkeit der porösen Folie aus Polypropylen, die nach der
vorliegenden Erfindung erhalten wird, liegt bei mindestens 35 MPa, bevorzugt mindestens
50 MPa, noch bevorzugter bei mindestens 70 MPa in Maschinenrichtung und Querrichtung,
berechnet auf der Basis der aktuellen Querschnittsfläche der Folie.
Die Porosität der so erhaltenen Folie beträgt nicht mehr als 80%,
vorzugsweise nicht mehr als 60%, noch bevorzugter nicht mehr als 50% und besonders
bevorzugt innerhalb des Bereichs von 10 bis 50% durch geeignetes Auswählen der Wärmebehandlungs-
und der Streckbedingungen der Ausgangsfolie aus den vorstehend genannten Bereichen.
Die Feuchtigkeitsdurchlässigkeit der porösen Folie gemäß der vorliegenden
Erfindung ist vorzugsweise mindestens 20 g/m2 Tag, vorzugsweise mindestens
40 g/m2 Tag. Bei der Streckbehandlung und der Wärmebehandlung der Folie
gemäß der vorliegenden Erfindung sind Änderungen der Grenzviskosität [&eegr;] innerhalb
der Messfehler und somit gering.
Die vorstehend genannten Charakteristiken der vorliegenden Erfindung
wurden nach den folgenden Verfahren gemessen:
Dicke der Folie
Die Dicke der Folie wurde mittels einem Foliendickenmessgerät namens
Miniax (Model DH-150), hergestellt von Tokyo Seimitsu KK, gemessen.
Porosität
Eine Folienprobe wurde abgewogen und die Dicke als eine dichte Folie
wurde durch Berechnung bestimmt, unter der Annahme einer Dichte der Folie von 0,91
g/cc. Die Porosität wurde unter Verwendung der folgenden Gleichung bestimmt, im
Vergleich zu dem Wert, der mittels dem vorgenannten Foliendickenmessapparat bestimmt
wurde:
worin T0 für die Dicke der aktuellen Folie steht, gemessen mittels dem
Foliendickenmessapparat und TW für die Dicke einer dichten Folie mit
0% Porosität steht, berechnet durch Berechnung aus dem Gewicht.
(Zugfestigkeit) und (Dehnung beim Bruch)
Diese Faktoren wurden gemessen und berechnet bei Raumtemperatur (23°C)
mittels einem Zugfestigkeitstestgerät namens Tensilon (Model RTM 100), hergestellt
von Orientec Sha, in Übereinstimmung mit der ASTM D882, Methode A (Breite der Testproben:
15 mm).
(Feuchtigkeitsdurchlässigkeit) und (Feuchtigkeitsdurchlässigkeitskoeffizient)
Calciumchlorid wurde in einen feuchtigkeitsdurchlässigen Becher eingeführt
und mit einer Testprobe fest verschlossen. Das Calciumchlorid wurde durch die Testprobe
hygroskopisch und veränderte sein Gewicht. Das veränderte Gewicht wurde mit einer
Präzisionswaage gemessen und die Feuchtigkeitsdurchlässigkeit wurde nach der folgenden
Gleichung berechnet:
worin P für ein verändertes Gewicht der Testprobe pro Tag ausgedrückt in g steht
und Q für eine feuchtigkeitsdurchlässige Fläche der Testprobe ausgedrückt in m2
steht.
Der Feuchtigkeitsdurchlässigkeitskoeffizient wurde nach der folgenden
Gleichung berechnet.
Feuchtigkeitspermeabilitätskoeffizient (g·mm/m2·Tag)
= X·Y (mm)
worin X für den Wert der wie vorstehend berechneten Feuchtigkeitsdurchlässigkeit
steht und Y für eine Dicke der Testprobe steht.
Es sei noch angemerkt, dass der Test unter den folgenden Bedingungen
durchgeführt wurde: Temperatur 40°C und Feuchtigkeit 90%, und eine zylindrische
Kappe mit einem Durchmesser von 60 mm wurde als Kappe verwendet.
Luftdurchlässigkeit
Die Luftdurchlässigkeit der Folie wurde in Übereinstimmung mit der
ASTM D726 mittels einem Standard Gurley Densometer gemessen (Toyo Seiki Seisakusho:
Gurley Densometer Typ B) zum Messen der Gurley-Sekunden.
Kristallinität
Die Kristallinität, auf die in der vorliegenden Erfindung Bezug genommen
wird, wurde durch Berechnung als Verhältnis einer Fusionswärme
zu einer theoretischen Wärme der Kristallfusion bestimmt, wobei die Fusionswärme
simultan zum Zeitpunkt der Messung des Schmelzpunktes gemäß der ASTM D 3417 mittels
einem Differentialscanningkalorimeter (DSC) gemessen wurde.
BEISPIELE
Die vorliegende Erfindung wird im folgenden ausführlich mit Hilfe
von Beispielen beschrieben, diese Beispiele sind jedoch nur als Erklärung für bevorzugte
Ausführungsformen der Erfindung angegeben und sind nicht als Beschränkung der Erfindung
auf diese Beispiele auszulegen, außer sie überschreiten den wie in den Ansprüchen
definierten Bereich.
Experimentelles Beispiel 1
Eine biaxial gestreckte Folie aus Polypropylen (hergestellt von Tocello
Brand (OP U-O), Nr. 20, Grenzviskosität 2,9 dl/g (gemessen in Übereinstimmung mit
der ASTM D4020)) wurde als Vorläuferfolie eingesetzt.
Die Tabelle 1 zeigt ein Ergebnis der Messung, die für die physikalischen
Eigenschaften der verwendeten Folie durchgeführt wurde.
Tabelle 1Bemerkung
MD: Maschinenrichtung
TD: Querrichtung
P. C.: Durchlässigkeitskoeffizient
Experimentelle Beispiele 2 bis 11 – (keine Beispiele
gemäß der vorliegenden Erfindung)Porösmachen durch Wärmebehandlung
Unter Verwendung der Folie aus dem experimentellen Beispiel 1 wurde
eine Wärmebehandlung wie folgt durchgeführt: Wie aus der 1
hervorgeht, wurde die Vorläuferfolie (12) zwischen ein Paar Metallrahmen
(13) aus Edelstahl gehalten und in allen Richtungen durch Fixieren der
oberen und unteren Rahmen (up-and-down frames) mit einer Schraube (i) fixiert. Die
Vorläuferfolie in diesem Zustand wurde in einen Tank eingetaucht, der mit einem
Behandlungsmedium gefüllt war und man ließ sie für einen gegebenen Zeitraum stehen.
Die mit dem Metallrahmen fixierte Folie wurde als solche in einen Behälter eingetaucht,
der mit Hexan gefüllt war und bei Raumtemperatur (23°C) gehalten wurde, und
man ließ sie für 10 Minuten stehen, um dadurch das Behandlungsmedium auszutauschen.
Der Metallrahmen wurde anschließend aus dem Hexan entfernt und bei Raumtemperatur
(23°C) luftgetrocknet. Die Folie wurde anschließend aus dem Metallrahmen entnommen
und als Testprobe für Messungen verwendet. Die Tabellen 2 und 3 zeigen die Behandlungsbedingungen
und deren Ergebnisse.
In den experimentellen Beispielen 5 und 9 war die Behandlungstemperatur
so überhöht, dass das Polypropylen aufgelöst wurde.
In den experimentellen Beispielen 10 und 11, worin ein Siliconöl als
Behandlungsmedium eingesetzt wurde, war die Feuchtigkeitsdurchlässigkeit der Folie
nicht zufriedenstellend, wenn die Folie lediglich in das Lösungsmittel eingetaucht
wurde.
Tabelle 2Bemerkungen
* hergestellt von Witco: Carnation (Viskositätsindex: cSt/40°C = 11–14)
** hergestellt von Toshiba Silicone KK, Siliconöl TSF 451-200
Tabelle 3Bemerkungen
T. S.: Zugfestigkeit
MD: Maschinenrichtung
TD: Querrichtung
* wenigstens 2000 Sek./10 ml
Experimentelle Beispiele 12 bis 15Strecken zur Porösmachung der Folie
Die Folie, die in dem experimentellen Beispiel 1 erhalten worden war,
wurde einem breitendefinierten uniaxialen Strecken oder einem sequentiellen biaxialen
Strecken unter den in der Tabelle 4 dargestellten Bedingungen in Gegenwart eines
Siliconöls (Toshiba Silicone KK, Marke: TSF 451-200) unterworfen, mit Hilfe einer
biaxialen Streckvorrichtung vom Typ Spannrahmenklammer, um die Folie porös zu machen.
Der Streckvorgang wurde 1 Minute, nachdem die Folie in einen Streckbehälter, der
bei einer vorbestimmten Temperatur gehalten wurde, eingeführt wurde, gestartet.
Eine Streckgeschwindigkeit war konstant, wobei die Anfangsgeschwindigkeit bei 500%
pro Minute in Distortionsgeschwindigkeit für die Länge der Testprobe lag.
Die Tabelle 4 zeigt die Streckbedingungen für die Folie, während die
Tabelle 5 die Eigenschaften der gestreckten Folie zeigt.
Tabelle 4Bemerkungen
MD: Maschinenrichtung
TD: Querrichtung
Tabelle 5Bemerkungen
T. S.: Zugfestigkeit
MD: Maschinenrichtung
TD: Querrichtung
Experimentelles Beispiel 16Wärmebehandlung, gefolgt von Strecken zur Porösmachung der
Folie
Eine Wärmebehandlung wurde auf gleiche Art und Weise wie im Experiment
Nr. 8 beschrieben in n-Decan als Behandlungsmedium durchgeführt. Vor dem Eintauchen
in Hexan wurde eine breitenfixierte uniaxiale Streckbehandlung in n-Decan durchgeführt,
das bei der gleichen Temperatur (132°C) wie die Behandlungstemperatur
gehalten wurde. Die Streckbehandlung wurde auf gleiche Art und Weise wie in den
experimentellen Beispielen 12 bis 15 durchgeführt, wobei die Streckgeschwindigkeit
zweimal schneller in Maschinenrichtung war.
Die Tabelle 6 zeigt die Eigenschaften der gestreckten Folie.
Tabelle 6Bemerkungen
T. S.: Zugfestigkeit
MD: Maschinenrichtung
TD: Querrichtung
Experimentelle Beispiele 17 bis 19
Unter Verwendung eines üblichen Blasfolienapparates (hergestellt von
Thermoplastics, Extruder: 30 mmϑ, L/D = 25, Aufnahmemaschine Modell 4-18) wurde
eine Folie unter den folgenden Bedingungen hergestellt:
Unter Verwendung von Polypropylen (hergestellt von Mitsui Petrochemical
Industries, Ltd., Markenname: B200, MFR = 0,5 g/10 Min., Grenzviskosität: 3,5 dl/g)
als Ausgangsmaterial, wurde eine Blasfolie mit einer gefalteten Breite von 200 mm
durch Einstellung der vorbestimmten Temperaturen von Extruder, Adapter und Düsenteilen
auf jeweils 230°C, 230°C und 230°C, einem Verhältnis der Folienaufnahmegeschwindigkeit
zur Harzextrusionsgeschwindigkeit am Düsenteil (Ziehverhältnis) von 10 und einem
Ausweitungsverhältnis von 2 hergestellt. Die Grenzviskosität [&mgr;] der resultierenden
Folie betrug 3,3 dl/g. Die Tabelle 7 zeigt die Eigenschaften der resultierenden
Folie.
Tabelle 7Bemerkungen
MD: Maschinenrichtung
TD: Querrichtung
und P. C.: Permeabilitätskoeffizient
Die Blasfolie wurde einer Wärmebehandlung für 3 Minuten in einem Umluftofen,
der bei 160°C gehalten wurde, unterzogen und anschließend einer breitenfixierten
uniaxialen Streckbehandlung oder einer sequentiellen biaxialen Streckbehandlung
in einem Siliconöl (hergestellt von Toshiba Silicone KK, TSF-451-200) unterworfen.
Da die Streckbehandlung nicht gleichmäßig bei einer höheren Temperatur durchgeführt
werden konnte, wurde sie unter einer relativ niedrigen Temperaturbedingung ausgeführt.
Die Streckbehandlung wurde eine Minute, nachdem der Film in einen Streckbehälter
eingetaucht wurde, der bei einer vorbestimmten Temperatur eingestellt war, initiiert.
Das Streckverhältnis war konstant, wobei die Anfangsgeschwindigkeit 500%/Min. in
Distorsionsgeschwindigkeit für die Länge der Probe betrug.
Die Tabelle 8 zeigt die Streckbedingungen, während die Tabelle 9 die
Charakteristiken der gestreckten Folie zeigt.
Tabelle 8Bemerkungen
MD: Maschinenrichtung
TD: Querrichtung
Tabelle 9Bemerkungen
MD: Maschinenrichtung
TD: Querrichtung
Experimentelles Beispiel 20
Eine Blasfolie wurde auf gleiche Art und Weise wie im experimentellen
Beispiel 17 beschrieben hergestellt, außer dass das Ziehverhältnis auf 18 abgeändert
wurde. Die Tabelle 10 zeigt die Eigenschaften der erhaltenen Folie.
Tabelle 10Bemerkungen
MD: Maschinenrichtung
TD: Querrichtung
Wärmebehandlung zum Porösmachen der Folie und Wärmebehandlung,
gefolgt von Strecken zum Porösmachen der Folie
Unter Verwendung der Folie aus Beispiel Nr. 20 wurde ein Wärmebehandlung
auf gleiche Art und Weise wie in den experimentellen Beispielen 2 bis 11 dargestellt
durchgeführt. Ein Teil der Folie, die der Wärmebehandlung unterzogen wurde, wurde
weiter mit einer biaxialen Streckvorrichtung vom Typ Spannrahmenklammer behandelt,
um die Folie biaxial zu Strecken. Die Tabellen 11 und 12 zeigen die Bedingungen
für die Wärmebehandlung und die optionale Streckbehandlung und ein Ergebnis der
jeweiligen Behandlungen.
Tabelle 11Bemerkungen
MD: Maschinenrichtung
TD: Querrichtung
Tabelle 12Bemerkungen
T. S.: Zugfestigkeit
MD: Maschinenrichtung
TD: Querrichtung
Es konnte gefunden werden, dass eine zufriedenstellende Festigkeit
im Experiment Beispiel 21 nicht erzielt werden konnte, bei dem lediglich die Wärmebehandlung
durchgeführt wurde. Nebenbei sei angemerkt, dass die Feuchtigkeitsdurchlässigkeit
dieser Folie mindestens 20 g/m2·Tag im Hinblick auf ihre Luftdurchlässigkeit
betragen würde.
Wirkung der Erfindung
Mit dem Verfahren gemäß der vorliegenden Erfindung wird eine poröse
Folie aus Polypropylen mit hervorragender Zugfestigkeit bereitgestellt, erhalten
durch Unterwerten einer luftundurchlässigen Polypropylenfolie, die ohne wesentliche
Verwendung eines Weichmachers und eines Lösungsmittels erhalten worden ist, einer
Streckbehandlung und/oder Wärmebehandlung. Diese Folie ist vorzugsweise für zahlreiche
industrielle Bereiche einsetzbar, wie z. B. als Verpackungsmaterialien für Nahrungsmittel,
Filtermaterialien für Präzisionsfiltration und Separatoren für Batterien, insbesondere
als Folie für Druckanwendungen, Basisfolie zum Kleben, luftdurchlässige Folie und
ähnliches.
Anspruch[de]
Verfahren zur Herstellung einer porösen Folie aus Polypropylen, welches
das Unterwerfen einer biaxial gestreckten Folie oder Blasfolie aus Polypropylen
einer uniaxialen oder biaxialen Streckung umfasst.
Verfahren gemäß Anspruch 1, worin die biaxial gestreckte Folie oder
Blasfolie vor der uniaxialen oder biaxialen Streckung einer Wärmebehandlung unterzogen
wurde.
Verfahren gemäß Anspruch 1 oder Anspruch 2, worin die Ausgangs-Polypropylenfolie
eine Grenzviskosität [&eegr;] von nicht mehr als 4 hat.
Verfahren gemäß Anspruch 2 oder Anspruch 3, umfassend das Durchführen
der Wärmebehandlung in Gegenwart einer Flüssigkeit, welche im Wesentlichen untauglich
zur Auflösung der biaxial gestreckten Folie oder Blasfolie aus Polypropylen ist.
Verfahren gemäß einem beliebigen der Ansprüche 1 bis 4, worin das Strecken
in uniaxialer oder biaxialer Richtung in Gegenwart einer im Wesentlichen zur Auflösung
von Polypropylenfolie untauglichen Flüssigkeit ausgeführt wird.
Verfahren gemäß Anspruch 4 oder 5, worin die Flüssigkeit ein Kohlenwasserstoff
mit einem höheren Siedepunkt als die Behandlungstemperatur während der Wärme- oder
Streckbehandlung ist.
Verfahren gemäß irgendeinem der Ansprüche 2 bis 6, umfassend das Durchführen
der Wärmebehandlung oder des Streckens in Anwesenheit einer ersten Flüssigkeit,
welche im Wesentlichen zur Auflösung von Polypropylen untauglich ist, dann das Eintauchen
der Polypropylenfolie in eine zweite Flüssigkeit, welche mit der ersten Flüssigkeit
kompatibel ist, aber einen niedrigeren Siedepunkt als die erste Flüssigkeit hat
und eine schlechte Affinität zu Polypropylen hat und danach das Trocknen der Folie.
Verfahren gemäß irgendeinem der vorhergehenden Ansprüche, worin die
biaxial gestreckte Folie oder Blasfolie ohne Verwendung eines Weichmachers oder
Lösungsmittels erhalten wird.