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Dokumentenidentifikation DE69920733T2 13.10.2005
EP-Veröffentlichungsnummer 0001123591
Titel SYSTEM FÜR DIE VERTEILUNG VON AUDIO UND VIDEO DATEIEN
Anmelder Koninklijke KPN N.V., Groningen, NL
Erfinder PIETERSE, Rob, NL-2111 ZL Aerdenhout, NL
Vertreter Mayer, Frank und Schön, 75173 Pforzheim
DE-Aktenzeichen 69920733
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 07.10.1999
EP-Aktenzeichen 999538366
WO-Anmeldetag 07.10.1999
PCT-Aktenzeichen PCT/EP99/07772
WO-Veröffentlichungsnummer 0000025460
WO-Veröffentlichungsdatum 04.05.2000
EP-Offenlegungsdatum 16.08.2001
EP date of grant 29.09.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 13.10.2005
IPC-Hauptklasse H04H 1/02

Beschreibung[de]
TECHNISCHER HINTERGRUND DER ERFINDUNG

Die Erfindung betrifft ein System zur Verteilung von Audio- und Video-Dateien, welches eine zentrale Datenbank mit Audio- oder Video-Dateien, lokale Verarbeitungsmittel zum Verarbeiten und Wiedergeben solcher Dateien und ein Übertragungsnetzwerk für die Übertragung von solchen Dateien von der zentralen Datenbank an die lokalen Verarbeitungsmittel umfasst.

Ein vergleichbares System ist weitbekannt, insbesondere im Bereich des „Internets", unter anderem aus der WO 96/17451, in welcher ein System zur Verteilung von Audio-„Clips" über ein Multimedianetzwerk beschrieben ist. Die lokalen Verarbeitungsmittel werden von einem PC gebildet, der von Verarbeitungs- und Wiedergabe-Software für Audio gesteuert wird. Die DE-A-44 40 419 beschreibt ein Verfahren zur Auswahl von Daten aus einer Audia/Video-Datenbank.

ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG

Die vorliegende Erfindung schlägt eine Anzahl von Massnahmen zum Anpassen eines Systems zur Verteilung von Audio (oder Video) über ein Übertragungsnetzwerk zur Anwendung als Verteilungsmittel für beispielsweise verschiedene Hintergrundmusiken in Läden, Restaurants, Wartezonen, etc. vor. Bis jetzt ist zu diesem Zweck ein Dienst genutzt worden, der, wenn jemand Teilnehmer dieses Dienstes ist, Kassettenbänder oder CDs von einem zentralen Punkt über körperliche Post an die teilnehmenden Läden verteilt. Ein wesentlicher Punkt ist hier, dass die in den Läden etc. gespielte Musik in regelmässiger Weise gewechselt und „aufgefrischt" werden muss. In manchen Fällen ist eine ziemlich ausgewogene Sammlung an Musik gewünscht, die an die Tageszeit angepasst ist, an die Jahreszeit angepasst ist, etc. Vertriebsketten wünschen es zudem, dass die abgespielte Musik in allen Verkaufsstätten gleich ist. „Freie" Läden möchten auch in der Wahl ihrer Hintergrundmusik frei sein.

Die Erfindung umfasst daher ein System zur Verteilung von Audio- und Video-Dateien, insbesondere, aber nicht ausschliesslich, zur Lieferung von Musik (oder Audio) in Läden, etc., in einem zentralen Server mit einer zentralen Datenbank mit Audio- und Video-Dateien, und mit lokalen Klienten des Dienstes, nämlich Läden, etc., lokale Verarbeitungsmittel zum Verarbeiten und Spielen der Dateien und ein Übertragungsnetzwerk zur Übertragung der Dateien von der zentralen Datenbank an die lokalen Verarbeitungsmittel. Das System gemäss der Erfindung umfasst einen Prozessor zur Auswahl von einer Auswahl von Dateien aus der Datenbank durch das Mittel eines Auswahlalgorithmus und Speichern dieser Auswahl in einer Auswahldatei, sowie für das Übertragen von sowohl der Auswahldatei als auch den ausgewählten Dateien selber über das Übertragungsnetzwerk zu den lokalen Verarbeitungsmitteln eines Teilnehmers, wobei die lokalen Auswahlmittel die ausgewählten Dateien unter Steuerung der Auswahldatei spielen können.

Falls das System gemäss der Erfindung beispielsweise in Verkaufsstellen einer Kette angewandt wird, in denen zu jedem Tageszeitpunkt die gleiche Musik gespielt werden sollte, ist es ausreichend, dass der Teilnehmer – der Filialleiter – das lokale Verarbeitungssystem ohne weiteren Einfluss auf das durch das Verarbeitungssystem gespielte Repertoire ein- und ausschalten kann.

Das Repertoire wird vorzugsweise periodisch aufgefrischt. Dateien von der lokalen heruntergeladenen Sammlung werden dann durch andere Dateien aus einer zentralen Datenbank ersetzt. Das Herunterladen von einer Stunde Musik nimmt bei heutigen Übertragungsmitteln eine halbe Stunde in Anspruch. Durch wiederholtes Auffrischen der lokalen Dateien behält die wiedergegebene Musik ihre Anziehungskraft für Besucher (für die sie natürlich vorgesehen ist). Bei solch einem periodischen Auffrischungsmechanismus ersetzt der Prozessor unter Steuerung des Auffrischungsalgorithmus in periodischer Weise einen Teil der Sammlung der lokalen Dateien durch neue Dateien, die wiederum (unter Steuerung des Auswahlalgorithmus) aus der Datenbank ausgewählt werden müssen und die über die Übertragungsmittel zu übertragen sind.

Das System gemäss der Erfindung kann für die Verteilung von Audio oder Video an Läden, etc. vorgesehen sein, wo – wie in dem vorausgegangenen Konzept – sie lokal nicht frei in der Wahl der gespielten Musik sind, oder wo sie – im Gegensatz zu dem Voranstehenden – lokal frei sind, eine Wahl aus verschiedenen heruntergeladenen Sammlungen zu machen. Bei der letztgenannten Option wählt der Prozessor auf der Basis von einer oder mehrerer Auswahlalgorithmen verschiedene Sammlungen von Dateien und speichert diese Sammlungen in verschiedenen Auswahldateien, die an die lokalen Verarbeitungsmittel über das Übertragungsnetzwerk übertragen werden. Die lokalen Verarbeitungsmittel umfassen bei diesem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung eine lokale Auswahlvorrichtung zur Auswahl gemäss den Wünschen des Teilnehmers aus einer von den verschiedenen Auswahldateien. In diesem Fall hat der Ladenbesitzer, etc. verschiedene Sammlungen von Musik zu seiner Verfügung, aus denen er wählen kann.

Bei der zuletztgenannten Option bestehen verschiedene lokale Sammlungen von Dateien mit in der Gesamtheit (viel) mehr Dateien als bei der Option, in der lokal keine Wahl der Sammlungen gemacht werden könnte. Das „Wiederauffrischen" der Sammlungen ist hier ein grösseres Problem, weil die Zeit und Ressourcen, die dafür notwendig sind, begrenzt sind. Ein beträchtlicher Gewinn an Zeit und Ressourcen kann erhalten werden, wenn die lokale Auswahlvorrichtung die Auswahlen, die von dem Teilnehmer gemacht werden, in einer Log-Datei speichert und der zentrale Prozessor diese Log-Datei über das Übertragungsnetzwerk ausliest und unter seiner Steuerung ein Teil der tatsächlich benutzten Auswahlen oder individuelle Dateien durch neue aus der Datenbank ausgewählte Dateien ersetzt. Die Erfindung wird nun unter Bezugnahme auf einige Figuren näher beschrieben.

BESCHREIBUNG DER FIGUREN

1 zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel der Erfindung. Eine zentrale Datenbank 1 arbeitet mit einem Computer 4 zusammen oder ist in diesem enthalten. In der. Datenbank 1 ist eine grosse Sammlung von (beispielsweise MPG- oder JPG-codierten) Audio- (oder Video-) Dateien gespeichert. Es bestehen (Unter-)Sammlungen von verschiedenen Musikrichtungen, von mittelalterlicher Kammermusik über zeitgenössische Popmusik bis hin zu Musik aus den verschiedensten Teilen der Welt. Der über das beschriebene System angebotene Dienst besteht darin, dass Teilnehmer eine Auswahl aus der gesamten Bandbreite der Musik (dasselbe gilt natürlich für Video) über einen zentralen Auswahlalgorithmus machen können, welche Auswahl, nachdem sie über das Übertragungsnetzwerk 3 heruntergeladen worden ist, lokal am Orte des Teilnehmers gespielt werden kann. Weiterhin umfasst die Erfindung, dass die ausgewählten Dateien (Musikstücke) in regelmässiger Weise durch andere Stücke ersetzt werden, wobei die Auswahlregeln berücksichtigt werden, die von dem Auswahlalgorithmus vorgegeben sind. Durch letzteren bleiben die ausgewählten Musikrichtungen allgemein dieselben, aber die Musikstücke werden innerhalb dieser Richtungen ersetzt. Bei dem Ersatz der Musikstücke wird sichergestellt – durch einen Auffrischungsalgorithmus – dass eine genügend grosse Kohärenz (Musikrichtung) und Veränderung zwischen einem ersetzenden Musikstück und dem musikalischen Zusammenhang besteht, in welchen es gesetzt wird. Dies gilt auch für den Auswahlalgorithmus; Auswahlalgorithmus und Wiederauffrischungsalgorithmus sind daher in grossen Masse kongruent.

Die in den Zentralcomputer 4 geladene Software umfasst einen Auswahlalgorithmus, mit dem unter Einsatz von Auswahldaten, wie Musikrichtung, Komponist, Instrumentierung, etc. eine Auswahl von Dateien (Musikdateien) aus der Datenbank ausgewählt wird. Die Dateidaten (wie Nummern der Dateien) der ausgewählten Dateien, werden in einer Auswahldatei (eine sogenannte „Abspielliste" oder „Playlist") 5 gespeichert. Dann werden die ausgewählten Dateien und eine Kopie der Auswahldatei 5' über das Übertragungsnetzwerk 3 an den lokalen Computer 2 des Teilnehmer übertragen und dort gespeichert (1', 5'). Unter Steuerung der Auswahldatei 5' können die ausgewählten Dateien 1' dann über eine Audioeinrichtung 6 gespielt werden. In diesem Konzept kann der lokale Benutzer nur zwischen Spielen und Nichtspielen der übertragenen Musikstücke 1' wählen, unter Steuerung der Datei 5'. Dieses Konzept ist insbesondere sinnvoll für Filialketten usw. mit einer gleichförmigen Firmenkultur (Corporate Identity), die (Hintergrund-) Musik umfasst.

Der Prozessor, d.h. der Computer 4 mit der geladenen Software, ersetzt unter Steuerung eines Auffrischungsalgorithmus periodisch einen Teil der Sammlung der ausgewählten Dateien und die an die lokalen Verarbeitungsmittel übertragen worden sind durch Dateien, die erneut aus der Datenbank ausgewählt worden sind. Wie schon gesagt, wird sowohl die richtige Musikrichtung berücksichtigt (die neuen Dateien müssen aus der Teilmenge derselben Musikrichtung wie die alte Datei stammen) als es wird auch auf die Veränderung unter anderem den Komponisten und ausführenden Musikern geachtet.

Falls es gewünscht ist, im Gegensatz zum Einsatz bei Filialketten mit vollständig gleichförmiger Darstellung, dass die lokalen Teilnehmer selber eine Wahl vorsehen können aus einer Abfolge von Musiksammlungen (5'), die alle gemäss einer gewissen Logik zusammengestellt worden sind (durch einen Auswahlalgorithmus), wird die Architektur der 1 durch die der 2 ersetzt. In der Architektur der 2 wählt der Prozessor 4 durch einen oder mehrere verschiedene Auswahlalgorithmen verschiedene Sammlungen von Dateien und speichert diese Sammlungen in verschiedenen Auswahldateien („Playlists"), die allgemein als 5'' bezeichnet werden. Diese Auswahldateien 5'' werden über das Übertragungsnetzwerk 3 an den lokalen Prozessor 2, zusammen mit den ausgewählten Dateien, übertragen. In dieser Architektur bestehen daher mehr als in dem vorausgegangenen Ausführungsbeispiel. Die lokalen Verarbeitungsmittel 2 umfassen eine lokale Auswahlvorrichtung zur Auswahl einer Auswahldatei gemäss dem Wunsch des Teilnehmers aus den verschiedenen heruntergeladenen Auswahldateien (hier als 5''' bezeichnet). Die besagte lokale Auswahlvorrichtung gehört vorzugsweise zu der Software, die auf den lokalen Computer 2 geladen ist. Durch einen Schirm und eine Maus/Tastatur kann eine freie Auswahl aus einer der heruntergeladenen „Playlists" 5 getroffen werden. Weil bei dieser Option sehr viel mehr Dateien heruntergeladen worden sind, erfordert das Wiederauffrischen eine höhere Kapazität.

Insbesondere wenn die Anzahl der Dateien wesentlich ist, kann das wiederholte Auffrischen ein Problem werden. Hier können die folgenden Massnahmen getroffen werden.

Die lokale Auswahlvorrichtung, die in dem Computer 2 eingebaut ist, speichert die aufeinanderfolgenden Auswahlen, die von dem Teilnehmer gemacht werden, in einer „Log-Datei" 7. Der zentrale Prozessor 4 liest in periodischer Weise über das Übertragungsnetzwerk diese Auswahlen, die in der Log-Datei gespeichert sind. Unter Steuerung der hochgeladenen Log-Datei 7' und einem Auffrischungsalgorithmus ersetzt der Zentralprozessor in periodischer Weise einen Teil, einige Dateien, der Auswahldateien in dem lokalen Verarbeitungsmittel 2 durch die erneute Auswahl von Dateien aus der zentralen Datenbank 1. Auch wird die betroffene Auswahldatei aus dem Satz 5'' editiert. Die neuen Dateien und die überarbeitete Auswahldatei werden dann an den lokalen Computer 2 gesandt. Der Computer 2 ersetzt die alten Dateien in 1' und die alte „Playlist" in 5''' durch neue. Durch Einsatz einer Log-Datei je Teilnehmer kann die Anzahl der wieder aufzufrischenden Dateien in beträchtlicher Weise reduziert werden, insbesondere in Bezug auf die lokalen Dateien, die tatsächlich durch den Teilnehmer gewählt worden sind.


Anspruch[de]
  1. System zur Verteilung von Audio- und Video-Dateien, mit einer zentralen Datenbank (1) mit Audio- oder Video-Dateien, mit lokalen Verarbeitungsmitteln zum Verarbeiten und Spielen von solchen Dateien und mit einem Übertragungsnetzwerk zur Übertragung von solchen Dateien aus der zentralen Datenbank an die lokalen Verarbeitungsmittel, gekennzeichnet durch einen Prozessor (4) zum Auswählen einer Auswahl an Dateien aus der Datenbank durch einen Auswahlalgorithmus und zum Speichern dieser Auswahl in einer Auswahldatei (5) als auch zum Übertragen von Kopien von sowohl der Auswahldatei (5') und der ausgewählten Dateien selber (1') über das Übertragungsnetzwerk an die lokalen Verarbeitungsmittel eines Teilnehmers, wobei die lokalen Auswahlmittel fähig sind, die gewählten Dateien über Abspielmittel (6) unter Steuerung der Auswahldatei abzuspielen.
  2. System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Prozessor in periodischer Weise unter Steuerung eines Auffrischungsalgorithmus einen Teil der Auswahl der ausgewählten Dateien durch Dateien ersetzt, die wiederum aus der Datenbank ausgewählt werden.
  3. System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Prozessor auf der Basis von einer oder mehreren Auswahlalgorithmen verschiedene Sammlungen von Dateien auswählt und diese Auswahlen in verschiedenen Auswahldateien speichert, die an die lokalen Verarbeitungsmittel über das Übertragungsnetzwerk übertragen werden, wobei die lokalen Verarbeitungsmittel eine lokale Auswahlvorrichtung umfassen, um gemäss den Wünschen des Teilnehmers eine der verschiedenen bestehenden Auswahldateien auszuwählen.
  4. System nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die lokale Auswahlvorrichtung aufeinanderfolgende Auswahlen des Teilnehmers in einer Log-Datei speichert, dass der Prozessor die Auswahlen, die in der lokalen Auswahlvorrichtung gespeichert sind, ausliest und in periodischer Weise einen Teil der Auswahl der ausgewählten Dateien durch Dateien ersetzt, die wiederum aus der Datenbank ausgewählt sind.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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