Verfahren und Vorrichtung zur Beheizung von Schmelzen 5 BeschreiLung ' ' '
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur ....
Beheizung von Schmelzen, insbesondere ein Verfahren und eine Vorrichtung
zur konduktiven Beheizung von Schmelzen.
10 Das Schmel'zen von Gläsern oder Glaskeramiken in konventionellen, aus
dem Stand der Technik bekannten Wannen, ' ist in der Regel auf
Schmel'ztemperaturen von 1 600 °C bis maximal 1 65 0 °C beschränkt.
Bereits bei Schmelztemperaturen ... von 1700 °C ist die Standzeit der
Wannen schon sehr stark ' . 15 'eingeschränkt.
Die Beheizung der Glasschmelze in konventionellen Wannen erfolgt
herkömmlich durch Öl-'oder Gas-Brenner, die sich im Oberofen befinden.
Die Wärme wird in diesem Fall über die 2 0 Glaeoberfläche in das Glas
eingebracht. Bei.stark gefärbten . Gläsern ist die Absorption im Bereich
der Glaeoberfläche bereits so hoch, daß nur relativ düune Glasschichten
durchwärmt werden. In.solchen Fällen erfolgt oft eine elekUrische
Zusatzbeheizung durch ElekUroden, die durch den 2 5 Wannenboden eingeführt
werden.
Bei den elekUrisch beheizten Wannen wird die Glasschmelze konduktiv durch
Elektroden mit Wechselstrom beheizt, d.h. die Glasschmelze wird direkt
beheizt. Die Elektroden werden .. entweder durch den Wannenboden oder
durch die Seitenwände der ......
5 Wanne in die Glasschmelze eingeführt und sind alleeits von .. der
Glasschmelze umgeben.
. .. Als ElekUrodenmaterial wird vielfach Molybdän oder Platin . .
verwendet.Die Mo-ElekUroden'neigen sehr stark zur Oxidation, ,. 10 sie
dürfen daher im allgemeinen nicht mit der Luft in Berührung kommen. Auch
Glasschmelzen mit Redox-Elementen wie I zum Beispiel Sb2Os und As205
können die Mo- oder Pt-, .......
Elektroden angreifen. ' ... . 15 Pt-ElekUroden sind
wesentlich'oxidationsbeständiger, können .. aber langzeitstabil'nur bis zu
Temperaturen von 1500 °C, kurzfristig auch bis 1650 °C, eingesetzt werden.
Aus den Patentschriften GB 644,463 und DE 100 05 821 sind nur . .. 20
durch Wasset gekühl'te StabelekUroden bekannt. Mit gekuhlten
Stabelektroden lässt sich jedoch, aufgrund der maximalen : Strombelastung
pro Fläche'der ElekUroden, nur eine begrenzte Leistungsmenge zuführen.
Eine Beheizung eines Schmelzaggregates mit stark gekühlten Wänden ist mit
einer i 25 solchen ElekUroden nur sehr eingeschränkt möglich,da keine
höheren Leistungsdichten eingebracht werden können. ' ElekEroden mit
gröBeren Oberflächen - sogenannte Plattenelektrodenwerden unter anderem
in den 30 Patentschriften SU 1016259 oder DE 2705618 beschrieben.
. Derartige Elektroden haben den Vorteil, da$ sie aufgrund der großen
ElekUrodenoberfläche höheren Strombelastungen I..DTD:
ausgesetzt werden können. Diese Plattenelektroden sind aber ' nicht
gekühlt, so daB auch hier die maximal erreichbare Schmelzentemperatur auf
die Anwendungsgrenztemperatur des . ... Elektrodenmaterials begrenzt ist.
In der SU 1016259 wird zwar . . 5 durch die Positionierung der Elektroden
im Innern des' ... Schmelzaggregates erreicht, daß die Wände des ' '
Schmelzaggregates kübler sind als die Temperatur in der Mitte . des
Schmelzaggregates. Die Elektroden haben aber die gleiche Temperatur wie
die Schmelze und sind somit der für die 10 maximal erreichbare Temperatur
der Schmelze limitierende .... Faktor. ' ' I ... . Ein ähnlicher Ansatz
wird in den Patentschriften US 5961686, ' und US 6044667 beschrieben,
wobei nur der innere Bereich des ' 15 Schmelzaggregates mit gekühlten Top-ElekUroden
behe'izt wird.
Die Wände sind zusätzlich wassergekühlt. Mit dieser Anordnung lässt sich
die Wandtemperatur auf kleiner als 1482 °C zur Vermeidung einer starken
Korrosion halten. Die maximale' Schmelztemperatur ist jedoch durch die'
Positionierung der 20 'ElekUroden in der heißesten Zone auf 17S8 °C
begrenzt. Der AufLau des Aggregates hat den entscheidenden Nachteil, daB
von dem'gesamtem Schmelzvolumen nur ein kleiner Teil für das Schmelzen bei
den hohen Temperaturen genutzt werden kann.
Darüber hinaus ist das Aggregat aufgrund der mit Gemenge 25 bedeckten
Oberfläche nicht für das Läutern geeignet.
' Um Gläser, Glaskeramiken, Keramiken oder Kristalle über 1700 °C
sc'hmelzen zu können, müssen zum einen die Wände der Schmelzaggregate
und'die in der Schmelze befindliche 30 Elektroden gekühlt werden und zum
anderen muss der Schmelze . mehr Energie zugeführt werden, als der
Schmelze durch die ' gekühlten Wände und ElekUroden entzogen wird. I
Für dasSchmelzen von hochschmelzenden Gläsern oder Kristallen wird in der
Patentliteratur das Schmelzen mit .. Hochfrequenz in Skulltiegeln
beschrieben. So wird zum 5 Beispiel inder DE 199 3 9 779 das
kontinuierliche Schmelzen von hochschmelzenden Gläsern mit einem
Hochfrequenz-beheizten Skulltiegel beschrieben.
Unter einem Skulltiegel wird hier ein Gefä$ verstanden, ... 10 dessen
Wände aus eng nebeneinander angeordueten, ,. wassergekühlten Metallrohren
bestehen. Die Dichtigkeit des I Tiegels wird durch Einfrieren der Schmelze
in unmittelbarer Umgebung der Rohre gewährleistet. Somit kann auf
Feuerfest Material verzichtet werden...DTD: Der Skulltiegel ist von einer
Hochfrequenzspule umgeben.
Zwischen den metallischen Rohren muss ein Zwischenraum sein, damit die
Hochfrequenz in die Schmelze einkoppeln kann. Die Glasschmelze wird mit
Hilfe der Hochfrequenz direkt beheizt.
2 0 . Die Vorteile des Schmelzens mit Hochfrequenz in einem Skulltiegel
bestehen darin, daB Glasschmelzen auch auf Temperaturen über 1700°C
erhitzt werden können.
2 5 Durch das direkte Einkoppeln der Hochfrequenz in die Schmelze kann die
Schmelze im Randbereich des Schmelzaggregates kälter sein als in der
Mitte. Durch die gekühlten Metallrohre bildet sich eine Skullschicht aus
arteigenem Material aus, die sich immer wieder selbst erneuern kann.
Somit lassen sich auch 3 0 hochschmelzende oder sehr aggressive Gläser
noch gut . einschmelzen und läutern.
Ein weiterer Vorteil des Schmelzens mit Hochfrequenz besteht darin, daß
bei den hohen Temperaturen auch andere Läutermittel,
sogenannteHochtemperaturläutermittel, zum Läutern eingesetzt werden können
Dies ermöglicht es zum. I 5. Beispiel, wie in der DE 1993 9 7 71
beschrieben ist, auf .... toxische Läutermittel wie Arsenoxid oder
Antimonoxid zu verzichten.. .... Jedoch hat das Schmelzen mit Hochfrequenz
den Nachteil., daß 10 die zu schmelzenden Giäser, Glaskeramiken, Keramiken
oder Kristalle bei der Schmelztemperatur eine auereichend hohe elektrische
Leitfähigkeit besitzen müssen. Die elekUrische Leitfähigkeit der Schmelze
muss dabei hoch genug sein, damit die über die Hochfrequenz eingetragene
Energie größer ist,; 15 alsdie über die Wände und.insbesondere über die
Skullwände abgeführte Wärmeenergie. Obwohl die Grenze der erforderlichen
elektrischen LeiLfähigkeit auch von einer Reihe apparativer ... Parameter
abhängt,.hat sich in der Praxis.gezeigt, daß die . elektrische
Leitfähigkeit der Schmelze über 101 Q1cm 2 0 liegen sollte....DTD: ,::.
..... .
· Die elektrische Leitfähigkeit von Gläsern und Glaakeramiken wird dabei
im allgemeinen sehr stark durch den Alkaligehalt und in geringerem Maß nur
durch die ErJalkali-Anteile dieser 2 5 Gläser bestimmt.....
·In der Praxis hat sich allerdings gezeigt, daß insbesondere die
hochschmelzenden Gläser, für die das Hochfrequenzschmelzen im Skulltiegel
aufgrund der hohen.
3 0 Temperaturen besonders geeignet wäre, in den meisten Fällen gerade
eine zu geringe elektrische LeiLfäbigkeit von unter . . · I01 Q1cml
aufweisen. Somit können mit der
Hochfrequenzschmelztechnik eine Reihe von wichtigen technischen Gläsern
nicht verarbeitet werden.
Zu diesen Gläsern gehören zum Beispiel die Gläser mit hoher 5
Temperaturbeständigkeit und hoher . .. Temperaturwechselbeständigkeit, die
zum Beispiel für; .... Pharmaverpackungen, hochtemperaturbelastbare Lampen
oder: Brandschutzgläser benötigt werden. Solche Gläser müssen sowohl eine
hohe Transformationstemperatur als auch eine . . 1 0 geringe lineare
Wärmeausdehnung aufweisen, wobei diese Gläser meist eine hohe
Schmelztemperatur und eine geringe I elektrische Leitfähigkeit besitzen.
:.....
Eine weitere Gruppe von Gläsern, wie zum Beispiel Display 15 Gläser müssen
im weiteren Verarbeitungsprozess-beschichtet werden. Hierbei sind
Alkaligehalte in den Gläsern unerwünscht, da Alkalimetalle leicht aus den
Gläsern . ... diffundieren können und so beispielsweise in die ..
funktionellen Schichten des Displays gelangen. Auch diese 2 0 Gläser
besitzen aufgrund des geringen oder nicht vorhandenen Alkaligehalts eine
zu geringe elektrische Leitfähigkeit, um gut genug mit der Hochfrequenz
anzukoppeln.
Dementsprechend besteht Bedarf an einem Verfahren und einer 2 5
Vorrichtung, die es ermöglichen, Gläser, Glaskeramlken, Keramiken und
Kristalle auch bei hohen Temperaturen, etwa über 1600 °C vorzugsweise über
17 00 °C zu schmelzen, wobei die Gläser, Glaskeramiken, Keramiken und
Kristalle auch eine geringere elektrischen LeiLfähigkeit als 101 Q1cml
besitzen 3 0 können.
Mit dem Verfahren und der Vorrichtung soll es einerseits möglich sein, die
Wände'des Schmelzaggregates ausreichend zu ' kühlen, um einen chemischen
Angriff der Schmelze auf die , . Wände zu verhindern und andererseits der
Schmelze mehr I 5 Energie zuzuführen,'als ihr durch die gekühlten Wände
entzogen werden. ' ' ' .... . Diese Aufgabe wird erfindungsgemäB mit einem
Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 1 und einer Vorrichtung mit den
.. 10 Merkmalen des Anspruchs 3 0 gelöst. ' ' ' ,, Dementsprechend i'st
erfindungsgemäß ein Verfahren zur ' Beheizung einer Schmelze in einem
Schmelzgefäß mit gekühlten Wänden vorgesehen, wobei die Schmelze konduktiv
beheizt wird 15 und wobei der Strom zwischen zumindest zwei gekühlten '
... ElekUroden flieSt, wobei die Elektroden jeweils einen ' . Bestandteil
der Wandung des Schmelzgefäßes ersetzen. Dies ist . .. im Sinne der
Erfindung auch so zu verstehen, daß beim .. Einbringen oder durch das
Einsetzen von Elektroden in ein 2 0 SchmelzgefäB vorgegebener Geometrie
die'Summe der Oberflächen von Schmelzgefäß und Elektroden im Bereich der
Schmelze konstant bleibt. Wird beispielsweise eine bestimmte Geometrie ...
des SchmelzgefäBes gewählt, so nehmen die Elektroden einen '' Teil der
Wände des Schmelzgefäßes ein,; wobei die gewählte '' ,. 2 5' Geometrie
erhalten bleibt. Im Gegensatz dazu wurde bisher, beispielsweise durch
zusätzliches Einbringen von . . Fingerelektroden die Wandungsfläche
vergrößert, so daB sich 2 auch dementsprechend die Kühlleistung erhöht. '
. . . 3 0 Vorteilhaft können die Elektroden dazu in Aussparungen der
gekühlten Wände des SchmelzgefäBes eingesetzt sein. Durch die
erfindungsgemäße Anordnung wird ein gunstiges Verhältnis des
Oberflächenanteiles des SchmelzgefäBes, durch den Energie in I die
Schmelze eingetragen wird, zum Oberflächenanteil gekühlter Wandungen
geschaffen. Dadurch wird es auch möglich, durch geeignetes Einstellen oder
Regeln der 5 Kühlleistung zumindest einen Bereich der Schmelze durch' den
.,.. Strom auf eine Temperatur aufzuheizen, die wesentlich . . . oberhalb
der Temperatur der Oberfläche des ' ' Schmelzkontaktmaterials liegen kann.
Insbesondere kann in der ,.. Schmelze eine Temperatur erreicht
werden,die'oberhalb der ' .. 10 'Anwendungsgrenztemperatur, wie
insbesondere oberhalb der ' Schmelz- oder Zersetzungstemperatur des '
SchmelzkontakÜmaterials zumindest einer der Elektroden oder des
Wandungsmaterials liegt. Unter Zersetzung wird in diesem Zusammenhang
insbesondere chemische Zersetzung, wie ' ' . . ...
15 korrosiver Angriff, Sublimation oder Verdampfung verstanden. ' : .
Anwendungsgrenztemperaturen für verschiedene . ,.
Schmelzkontaktmaterialien sind unter anderem aus den! Veröffentlichungen'
' 20 [1] Johnson MatChey Noble Metals:' "Platiaum Sheet Material for the
Glass Industryn, ' ' [2] Glass Science and Technology 13: "Metals in ...
Glasemaking", Roland Kirsch (Ed.), Elsevier, Amsterdam,' London, New York,
Tokyo, 1993, ... 25 [3] E. Drost, H. Gölitzer, M. Poniatowski, S. Zeuner:
n Platinwerkstoffe für Hochtemperatur-Einsatz", Metall . .. -
Internationale Zeitschrift für Technik und ' . Wirtschaft Nr.7/8 1996,
'Seiten 492 - 498, . Metallverlag Berlin/Heidelberg 7/8 1996, und 30 ' [4]
"Precious Metals Science and Technology": L. S. Benner, T. Suzuki, K.
Mequro, S. Tanaka (Eds.), The International Preeious Metals Institute,
USA, 1991,
bekannt, deren Offenbarung diesbezüglich auch zum Gegenstand der
vorliegenden Erfindung gemacht wird.
. 5 Die Anwendungsgrenztemperatur von Schmelzkontaktmaterialien wird dabei
unter anderem durch die chemische Zusammensetzung, , das Kornwachstum, die
Oxidationsbeständigkeit, die ,. Korrosionsbeständigkeit in der Schmelze,
die Warmfestigkeit, die Zeitstandefestigkeit, die Kriechrate; die
Einsatzdauer . 10 und die Beheizungsart bestimmt. Für reines Platin wird
trotz der guten chemischen Beständigkeit auf Grund der geringen
Warmfestigkeit eine maximale Dauerauwendungstemperatur von 14 00- °C
angegeben (siehe hierzu beispielsweise Veröffentlichung [1]). In vielen
Fällen, wie unter anderem . :15 aus den Veröffentlichungen [2]und [4]
bekannt ist, kann Platin auch noch bis 15 00 °C sicher verwendet werden.
. Um beispielsweise eine besonders schnelle und effektive:! .. Läuterung
des Schmelzgutes zu erreichen, ist es günstig, wenn 2 0 die Temperatur der
Schmelze in zumindest einem Bereich über ........DTD: 16od °C,vorzugsweise
über 1 70 0 °C gehalten wird. Durch die erfindungsgemäße Anordnung der
ElekUroden im SchmelzgefäB ist ... es dabei auch möglich, ein Material wie
Platin als Schmelzkontaktmaterial einzusetzen, welches an sich für 2 5
Temperaturen oberhalb von 16 00 °C aufgrund der Temperaturbelastbarkeit
dieses Materials sonst im allgemeinen nicht dauerhaft zu verwenden ware.
Die Temperatur der Schmelzkontaktfläche der Elektroden, 3 0 insbesondere
von Elektroden mit Platin als ... Schmelzkontaktmaterial wird vorzugeweise
auf höchstens 15 00 °C gehalten. Auf diese Weise wird vermieden, daß
1 0 Elektrodenmaterial, welches die Eigenschaften.des. I
Schmelzmaterials, wie beispielsweise die Farbe beeinflußt,.in größeren
Mengen in die Schmelze migriert. AuEerdem.wird auf diese Weise die
Standzeit der Elektrode erheblich erhöht.
5... Durch Zulegieren anderer Platingruppenmetalle zu Pt. wie etwa ., Rh,
Ir oder Ru können im Einzelfall auch noch höhere..
Warmfestigkeiten erreicht werden, wie beispielsweise in den ·
Veröffentlichungen [1], [2] oder [3] offenbart wird. Ab 10 Temperaturen
höher als-60 der Schmelztemperatur Ts setzt.
jedoch meist Kristallwachstum ein, das zu einer Reduzierung der
Warmfestigkeit führt und somit die An-.
wendungsgrenztemperatur für PtRhlO auf 155 0 °C, für PtRh2 0.
.. ·auf 165 0 °C und für PtRh4 0 auf maximal 17 00 °C begrenzt...DTD: 15
PtRh-Legierungen scheiden auBerdem im allgemeinen dann aus,.
· wenn eine. Färbung des Glases durch Rhodium nicht tragbar ist. i . .
Durch die Verwendung von feinkornstabilisiertem Platin oder..! .... ·
solchen Platinlegierungen, wie beispielsweise PtRhlO sind . 2 0
Anwendungsgrenztemperaturen von 1 50 0 °C bzw. 1 65 0 C möglich,: da die
GrobkornLildung hier erst.bei.Einsatztemperaturen höher als 85\ der
Schmelztemperatur Ts beginnt (siehe dazu auch die.Veröffentlichungen [],
[2] und [3]).
Feinkornstabilisierte Werkstoffe, wie das oben erwähnte 2 5.
feinkornstabilisierte Platin werden auch als dispersionsverfestigte
Werkstoffe oder oxiddispersionsgehärtete Werkstoffe bezeichnet...
Die Anwendungsgrenztemperatur kann auEerdem durch die ,.... 3 0 chemische
Beständigkeit der SchmelzkontakÜmaterialien begrenzt sein, die unter
anderem von der Anwesenheit polyvalenter Elemente in der Schmelze abhängt.
Diese bilden
häufig niedrig schmelzende Legierungen mit den Schmelzkontaktmaterialien,
welche die Anwendungsgrenztemperatur erheblich reduzieren können. Liegen
keine beabsichtigten Zusätze an polyvalenten Elementen, zum 5 Beispiel in
der Form von Läutermitteln vor, so sind meist immernoch Verunreinigungen
in den Gläsern vorhanden.
. Bei keramischen Materialien können sich Anwendungsgrenztemperaturen
unter anderem durch eine I ......
10 chemische Zersetzung in Kontakt mit einer Glasschmelze ergeben. So
können schmelzgegossene keramische Materialien, wie Hoch-Zirkonhaltiges
Keramikmaterial (HZFC) oder AZS .. .. (Aluminium-Zirconia Silica) im
allgemeinen nur bis maximal, 16 5 0 °C als Schmelzkontaktmaterial
eingesetzt werden.
Auch kann die Anwendungsgrenztemperatur durch Oxidation herabgesetzt
werden. Insbesondere beim Einsatz von Iridium ... muss auch der Anteil von
Schwefel im Glas berücksichtigt .. . werden, da die Bildung von IrS2 die
Verwendung von Ir 2 0 erheblich einschränken kann...DTD:
. -Mo ist in Glasschmelzen üblicherweise bis 1 700 °C einsetzbar...DTD:
Bei Mo setzt aber zwischen 16 0 0 °C und 180 0 °C spontanes Kornwachstum
ein, das mit einer starken Abnahme der 25 Festigkeit verbunden ist, so daS
dadurch eine Anwendungsgrenztemperatur innerhalb dieses
Temperaturbereiches gegeben sein kann. Vergleichbares gilt .... für W.
Hier ist die toLale ReRristallisation bereits bei 15 00 °C abgeschlossen.
Die Anwendungsgrenztemperatur von Mo und W 3 0 wird jedoch weniger durch
die mechanischen Eigenschaften bei hohen Temperaturen als durch die
chemische Beständigkeit bestimmt. Mo und W oxidieren an Luft bzw.
Sauerstoff bei
4 0 0 °C. Aus der Veröffentlichung [2] ist weiterhin bekannt, daß im Glas
gelöste polyvalente Verbindungen ebenfalls zur . , MoO3- bzw. WO3-Bildung
führen. Mo reagiert bei 165 0 °C mit .. SiO2 und bei 1700 °C mit A1203
unter Bildung von MoO3. Dadurch 5 kann es ab diesen Temperaturen zu
unerwünschter Ablösung und Abwanderung von Molybdän in die Schmelze
kommen, so daß bei diesen Temperaturen ebenfalls Anwendungsgrenzen
erreicht werden können.
. ... 10 Ist Sb2O3 als Läutermittel im Glas vorhanden, kann es ab I 6 00
°C bis 9 00 °C zur Bildung von MO3Sb7 kommen und die I
Anwendungsgrenztemperatur von Mo aufgrund der Bildung einer , flüssigen
Phase und einer damit verbundenen Zerstörung des ... Bauteils erheblich
senken. As2O3 reagiert mit Mo ebenfalls 15 unter Bildung niedrig
schmelzender Eutektika. Ein wichtiger ... Faktor bei der
Anwendungsgrenztemperatur yon Mo und W sind Molybdate und Wolframate, die
in alkalihaltigen Schmelzen gebildet werden können. Diese Verbindungen
weisen niedrigere Schmelzpunkte als die reinen Oxide auf. Somit können die
.. 2 0 Anwendungsgrenztemperaturen auch vom Alkali-Anteil der .....
jeweiligen Gläser abhängen.
Durch die Erfindung werden eine Vorrichtung und ein Verfahren
bereitgestellt, bei welcher die Stromdichte auf der 2 5 Oberfläche des
Schmelzkontaktmaterials besonders niedrig gehalten werden kann, so daß
sich das SchmelzkontakÜmaterial wenig aufheizt. Gegenüber herkömmlichen
ElekUroden wird bei der erfindungsgemäßen Elektrode die Gesamboberfläche,
bestehend aus der Elektroden- und Behältnisoberfläche nicht .... 3 0
erhöht, da die Elektrode einen Teil der Behältnisoberfläche ... einnimmt.
Dabei nimmt jedoch der Anteil der Oberfläche des ... Schmelzgefäßes zu,
der Energie in die Schmelze einbringt.
Demgegenüber musste bei herkömmlichen Elektroden, um die maximal mögliche
Stromdichte nicht zu überschreiten, die ' Elektrodenoberfläche vergröBert
werden, wodurch sich eine vergrößerte Gesamtoberfläche, bestehend aus der
Elektroden ..... 5 und Behältnisoberfläche, ergab, welche wiederum zu
einem: erhohten Wärmeaustrag führt.
. . .. .. Eine erfindüngsgemäße Vorrichtung zur Beheizung von Schmelzen,
insbesondere zur Hochtemperaturläuterung von I 1 0 Schmelzen'umfaBt
demgegenüber entsprechend -ein SchmelzgefäB mit geküblten Wänden zur
Aufnahme von ' I Schmelzgut, und; ,. ! -zumindest zwei ElekUroden zur
konduktiven Beheizung der ... Schmelze, die]eweils einen Bestandteil der
Wände des 15 SchmelzgefäBes ersetzen. Beispielsweise können diese dazu in
Aussparungen in der Wandung des SchmelzgefäBes eingesetzt sein. ' Durch
die erfindungsgemäBe Anordnung der Elektroden und die . 2 0 direkte
konduktive Heizung des Schmelzgutes wird es möglich, ein Temperaturgefälle
einzustellen, bei welchem zumindest ein Bereich der Schmelze auf einer
Temperatur gehalten werden ' . . .. kann, die deutlich höher als die
Temperatur der Oberfläche des Schmelzkontaktmaterials, sogar
beispielsweise höher als 25 die Anwendungsgrenztemperatur des
Schmelzkontaktmaterials der .. Elektroden ist. Auf diese Weise lassen sich
insbesondere . .. Läuterungsvorgänge beschleunigen. Vorteilhaft nimmt dazu
die ElekUrodenfläche mehr als 5t, vorzugsweise mehr als 10% und ...
besonders bevorzugt mehr als 15 der Wandungsfläche des 3 0 SchmelzgefäBes
ein. Durch'derartige großflächige Elektroden wird die Stromdichte und
damit deren Aufheizung niedrig gehalten. Darüber hinaus ist eine homogene
' :..DTD:
Leistungeeinbringung über das gesamte Schmelzvolumen unter Verhinderung
von Totvolumina gegeben.
Die Erfinder haben erkannt, daß -eine Einstellung eines 5
Temperaturgefälles auch in Schmelzen mit einer elektrischen ....
Leitfähigkeit von kleiner als 1ol Q1cml möglich ist. Ein -
Vorteil des Verfahrens beispielsweise gegenüber der induktiven
Hochfrequenzbeheizung liegt somit unter anderem darin, daß auch bei
Schmelzen mit einer elektrischen I 10 LeiLfähigkeit von kleiner als 1ol
Qlcmleine I Hochtemperaturläuterung, insbesondere mit Temperaturen
zumindest von Bereichen der Schmelze über 1 600 °C, vorzugeweise uber 17
00 °C durchgeführt werden kann. Eine vorteilhafte Hochtemperaturläuterung
wird unter anderem in 15 der DE 19 9 3 9 7 71 beschrieben, deren
Offenbarungsgehalt .... diesbezüglich auch zum Gegenstand der vorliegenden
Erfindung gemacht wird.
... Die erforderliche Leitfähigkeit der Schmelze ist hinsichtlich 2 0 der
Durchführbarkeit des erfindungsgemäßen Verfahrens kaum . beschränkt, da
die Betriebespannung der ElekUroden . .. entsprechend angepaBt werden
kann. Bevorzugt liegt bei der Schmelztemperatur die elekUrische
LeiLfähigkeit der Schmelze in einem Bereich von 10-3 bis 1o2 Qleml,
besonders bevorzugt 25 in einem Bereich von 10-2 bis 1ol Qlcml...DTD:
"., r Als Elektroden für die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Beheizung
von Schmelzen, insbesondere zur Hochtemperaturläuterung von Schmelzen
können besonders 3 0 vorteilhaft auch Heizvorrichtungen eingesetzt werden,
wie sie in der am gleichen Tag wie die Erfindung angemeldeten PCT
Anmeldung der Anmelderin mit dem Titel "Heizvorrichtung mit..DTD:
1 5 ,. ElekUrode zur konduktiven Beheizung von Schmelzen" beschrieben wird
und deren Offenbarungsgehalt bezüglich der hier beschriebenen Elektroden
der Vorrichtung vollumfänglich auch zum Gegenstand der vorliegenden
Anmeldung gemacht wird.
Der AufLau der Elektroden lässt sich in drei Gruppen ' aufteilen,wobei
jede der Gruppen unterschiedliche Aufgaben zu erfüllen hat. ' . ... 1 0
Die 'erste Gruppe besteht aus dem Schmelzkontaktmaterial'und den
elektrischen Zuleitungen.' ' ,.. Die Aufgabe des Schmelzkontaktmaterials
ist die Zuleitung der ' elektrischen'Energie in die Schmelze. Das Material
steht in 15 mit einer Oberfläche in direktem Kontakt mit der Schmelze und
... muss daher möglichst inert gegenüber der Schmelze sein. Die
Stromzuführung von'auBen her kann über geeignete Anschlusefahnen erfolgen.
. i 2 0 Die zweite Gruppe umfasst die Kühlung...DTD: Die Aufgabe der
Kühlung ist vor allem die Einstellung bestimmter Temperaturprofile in den
Materialien der Elektrodenkonstruktion. Die Temperaturprofile werden
derart gewählt, daB eine Uberhitzung und eine übermäBige Korrosion 2 5 der
Materialien ausgeschlossen wird. Um die Temperatur einstellen zu können,
umfaBt die Elektrode vorteilhaft mindestens einen regelbaren
Kühlkreislauf. ' ' Ein bevorzugter AufLau der Elektrode besteht darin,
daE'die ' 3 0 Elektrode mit einem doppelten Kühlsystem für zwei
verschiedene Kühlmedien ausgerüstet sind. Vorteilhaft kann die Einrichtung
zur Kühlung der ElekUroden daher zumindest .. .. .
1 6 zwei insbesondere unabhängig voneinander regelbare oder einstellbare
Kühlkreise umfassen. Die Kühlkreise können vorteilhaft für zweiverschiedene
Kühlmedien ausgelegt sein, wobei dazu insbesondere Luft,
Aerosole und Wasser als .,, 5 Küblmedien geeignet sind. Eine weitere
Aufgabe der Kühlung ist auBerdem der Auslaufschutz zwischen gekühlten
Wänden und ,.... gekühlten Elektroden.
Die dritte Gruppe umfasst die Stützkonstruktion.
l0 Die Stützkonstruktion dient der Realisierung der elektrischen
Zuleitungen, des Schmelzkontaktmaterials und der Kühlung in einem der
Elektrodenfunktion gerechten AufLau. Dazu gehören in erster Linie die
Sicherstellung des Austauschs thermischer Energien zwischen der Kühlung
und dem Schmelzkontaktmaterial.
15 Es müssen hinsichtlich der thermischen und mechanischen Stabilität
geeigneteMaterialien verwendet werden. Unter . anderem sind keramische
Materialien dazu geeignet...DTD: Die Stützkonstruktion kann aus einem, wie
auch aus mehreren i 2 0 verschiedenen Schichten oder Teilen bestehen, um
den .. Austausch der thermischen Energie zu gewährleisten.
Als Schmelzkontaktmaterial ist insbesondere für Glasschmelzen dabei
beispielsweise ein Material geeignet, welches elektrisch leiLfähige
Keramik, wie beispielsweise SnO2-
25 Keramik und/oder Refraktärmetalle, wie insbesondere Platinmetalle,
beispielsweise Iridium, Rhodium, Platin und deren Legierungen oder
hochschmelzende Refraktärmetalle, wie Wolfram, Molybdän, Tantal, Osmium,
Hafnium sowie deren Legierungen umfasst. Das Schmelzkontaktmaterial kann
außerdem 3 0 ein feinkornstabilisiertes Material umfassen. Diese zeichnen
sich im allgemeinen durch eine hohe Festigkeit und gute ...
Langzeitstabilität aus. Solche feinkornstabilisierten
17 ' Materialien können beispielsweise hochfeste Platin- oder
Iridiummaterialien umfassen.
. Zumindest eine der Elektroden kann mit Vorteil auch zumindest 2 5 zwei
Elektrodensagmente aufweisen. Die Elektrodensegmente ... oder
Elektrodeneinheiten sind dabei bevorzugt gut ' gegeneinander elektrisch
isoliert und die Elektrodeneinheiten ' oder Segmente werden vorzugsweise
mit so' geringem Abstand zueinander angeoränet, daB die Schmelze'durch die
i 1 0 Zwischenräume der Elektroden'nicht hindurchflieBen kann. 2 -.:
Durch Kühlen der vorzugeweise groflächigen Elektroden bei gleichzeitiger
konduktiver Heizung kann in der Schmelze eine ... Temperaturverteilung
geschaffen werden, bei welcher große 15 Bereiche der Schmelze wesentlich
heiBer sind als die ' .... Schmelzkontaktfläche der Elektroden. Auch bei
aktiver Kühlung der-Elektroden kann'dabei durch die erfindungsgemäBe
Elektrodenanordnung und Konfiguration mehr Energie in die ... Schmelze
eingetragen werden, als durch die gekühlten ' 2 0 Elektroden und die
weiteren Wandungen abgeführt wird. ' . .. Vorteilhaft kann
dementsprechend die erfindungsgemäße Vorrichtung auch eine Einrichtung zur
Kühlung der Elektroden, insbesondere zur Kühlung des
Schmelzkontaktmaterials der 2 5 Elektroden umfassen, um beispielsweise
eine Uberhitzung des Schmelzkontaktmaterials zu verhindern. ' .... Dabei
ist es auch besonders vorteilhaft, wenn die Kühlung geregelt wird, so daB
eine Uberhitzung der Elektroden . 3 0 vermieden und die Kühlleistung auf
minimale Wärmeabfuhr ' optimiert werden kann.
1 8 Die Kühlung erfolgt bevorzugt durch Hindurchleiten eines ' '
Kühlfluides, wie insbesondere von Luft und/oder Wasser durch . . .. die
Elektroden. Mit Vorteil kann dazu entsprechend die . . ..
erfindungsgemäBe Vorrichtung'eine Fluidfördereinrichtung 5 umfassen.
Besonders bevorzugt erfolgt dabei die Kühlung durch . .....
Hindurchleiten eines gasförmigen Kühlfluides, wie . beispielsweise von
Luft mittels eines Niederdruckgebläses.
Vorteilhaft wird dabei das Kühlmittel mit einem . . Druckunterschied'von
weniger als 1 0 00 mbar, bevorzugt weniger 2 . ....
10 als 50 0 mbar, besonders bevorzugt weniger'als 15 0 mbar durch .. die
ElekEroden geleitet. Die Kanäle zur Leitung des ' Kühlfluides in den
Elektroden sind dazu so dimensioniert, daß ,. ein auereichender
Kühlmittelfluss bereits bei einem solch ' ' niedrigen, vom
Niederdruckgebläse aufgebauten ' ' ' 15 ' Druckunterschied erreicht wird.
' ' . Um ein definiertes Temperaturgefälle vom heiBesten Bereich d'er
Schmelze hin zum SchmelzkontakÜmaterial der ElekUroden .. herstellen zu
können, umfaBt die erfindungsgemäBe'Vorrichtung ' = . .. 2 0 au$erdem
bevorzugt eine Einrichtung zur Regelung der Kühlleistung der ElekUroden.
Die in die Wand des . . .. Schmelzgefäßes integrierten Elektroden und die
Einrichtung zur Regelung der Kühlleistung'sind dabei bevorzugt so ''
ausgelegt, daß die Temperatur der Schmelzkontaktfläche der ' 2 2 5
Elektroden über das eingebaute Kühlsystem sehr genau in einem weiten
Temperaturbereich gesteuert werden kann.
Die Temperaturder ElekUroden wird so geregelt, daB während dem
Schmelzvorgang die Temperatur der ElekUroden stets unter: 3 0 der
Temperatur liegt, bei der das Elektrodenmaterial von der .. Schmelze
chemisch in störendem Umfang angegriffen wird.
1 9 Im Falle von Platin als Elektrodenmaterial sollten zum Beispiel 155 0
°C'nicht überschritten werden.
Bei hoher Konvektion der Schmelze muss die Temperatur der' .... 5
Elektroden unter Umständen weiter abgesenkt werden, so daB auch in diesem
Fall die Elektroden durch die Schmelze nicht ... in störendem Umfang
angegriffen werden.; Ein wesentlicher Faktor für die Aufheizung der ' ' 1
0 Elektrodenoberfläche und die Abführung von Heizleistung ist .... auch
die Strahlungsabsorption von Infrarotstrahlung aus der Schmelze.
Während'sich eine Temperaturüberhöhung'der Schmelze gegenüber den
Wandungen des Schmelzgefä$es durch eine Kühlung ' erreichen lä$t, ist dies
andererseits auch möglich,'indem das' 15 Schmelzgefäß eine Infrarotreflektierender
Oberfläche aufweist. Durch die Infrarot-reflektierende
Oberflächewird ' die Aufheizung der Wandungen verringert. Ene infrarotreflektierende
Oberfläche ist dementsprechend zu einer Kühlung der Wände
in ihrer Wirkung innerhalb gewisser Grenzen 2 0 äquivalent.
Dementsprechendsieht di'e Erfindung auch eine Vorrichtung zur Beheizung
von Schmelzen vor, die ein Schmelz- 2 Konditionier- und/oder LäutergefäB
zur Aufnahme von Schmelzgut umfaBt. Dabei weist das SchmelzgefäB eine
zumindest bereichsweise Infrarot-reflektierende Oberfläche 2 5 auf. Eine
derartige Vorrichtung kann ebenfalls mit Elektroden zur konduktiven
Beheizung versehen sein. Ebenso können jedoch . auch andere Heizverfahren,
beispielsweise eine HochfrequenzLeheizung eingesetzt werden. Um eine'gutes
' . Reflexionsvermögen zu erreichen, kann die Infrarot- ' .... 3 0
reflektierende Oberfläche poliert sein. Auch kann diese mit einer
Infrarot-reflektierenden Beschichtung versehen sein, wobei insbesondere
eine Gold-, Platin-, Nickel-, Chrom- oder
2 0 Rhodiumbeschichtung geeignet.ist. Mit goldLeschichteten Wänden wurde
beispielsweise bereits eine Reduktion der erforderlichen Heizleistung um
bis zu 2 0 erreicht.
5 Ist eine solche Vorrichtung für die konduktive Beheizung .. ausgebildet,
so kann die Infrarot-reflektierende Oberfläche . insbesondere die
Oberfiäche des SchmelzkontakÜmaterials · zumindest zweier Elektroden zur
konduktiven Beheizung der ·. Schmelze umfassen, die einen Teil der
Wandungen ersetzen.
1 0 Dabei wird sogar ein deutlicher Effekt bereits.dann erzielt, wenn
lediglich.die Oberfläche des Schmelzkontaktmaterials ... Infrarotreflektierend
ausgebildet ist..
. . Im Vergleich zu Schmelzaggregaten, die mit Hochfrequenz 15 betrieben
werden und bei denen das Schmelzgut in Skulltiegeln vollständig von
wassergekühlten Skullwänden umgeben ist, I besitzt das erfindungsgemäBe
Verfahren weiterhin den Vorteil, daß die in die Wände eingebauten,
vorzugeweise gekühlten I . .. Elektroden der Schmelze.deutlich weniger
Wärme entziehen.
2 0.. · Darnber hinaus haben die elekUrischen Umrichter für . Frequenzen
in einem-Bereich von 5 0 Hz bis 5 0 kHz einen deutlich besseren
Wirkungsgrad als die herkömmlich bei.
Skulltiegeln eingesetzten Umrichter für Hochfrequenz, wodurch i 2 5 sich
ein erheblich kostengünstigerer Betrieb realisieren.
· lässt...
Vorteilhaft ist es außerdem, wenn auch die Wandung des Schmelzgefäßes
zumindest in einem Bereich gekühlt wird, um 3 0 einerseits die Wände vor
Uberhitzung zu schntzen.und.
andererseits ein Temperaturgefälle innerhalb der Schmelze.
hervorzurufen. Die erfindungsgemäße Vorrichtung umfaBt daher,
2 1 . wie dies beispielsweise bei Skulltiegeln der Fall ist, vorzugeweise
eine Einrichtung zur Kühlung zumindest eines Bereichs der Wandung des
Schmelzgefäßes.
: -: ... 5 Es ist insbesondere vorteilhaft, wenn die vorzugeweise
groflächigen Elektroden elektrisch isoliert angeorduet ' werden, damit der
Strom zur konduktiven Heizung nur durch die Glasschmelze und nicht über
die Wände fließen kann.
10 'Je nach Anordnung der ElekUroden und Geometrie des Schmelzgefäßes
können die Elektroden vorteilhaft Platten- ' und/oder Knopfundloder
Stabelektroden umfassen. Da die ElekUroden auch beim Betrieb unterhalbdes
. . Temperaturbereiches, bei welchem Zersetzung'der ElekUrode '' 15
eintritt, einem gewissen VerschleiE ausgesetzt sind, ist 'es ' weiterhin
von Vorteil, wenn die ElekUroden auswechselbar an I ... der Vorrichtung
befestigt sind. -' ' ' . Die Elektroden werden vorzugeweise mit einem
Wechselstrom von ' 2 0 5 0 Hz bis 5 0 kHz,'besonders bevorzugt von 2 kHz
bis 10 kHz betrieben. Durch den Wechselstrom'wird eine Korrosion der i ..
Elektroden weitgehend vermieden, da mit zunehmender Frequenz .. des
Stromes die Korrosion abnimmt. Entsprechend kann eine ' , ,
erfindungsgemäBe Vorrichtung auch vorteilhaft eine 2 5 Einrichtung zur
Erzeugung von Wechselstrom, wie etwa einen Mittelfrequenzumeetzer oder
einen Wechselstromgenerator ' umfassen, wobei der Wechselstrom bevorzugt
eine Frequenz in ' einem der oben genannten Bereiche aufweist.
. . 3 0 Versuche haben gezeigt, daß bei schlecht elektrisch leitenden
Schmelzen der Energieeintrag über groflächige gekühlte Elektroden, die
nicht in die Wandungen integriert sind,'nicht
2 2 ausreicht, um diese Schmelzen aufzuheizen, wenn sich die 2 gekühlten
Elektroden in einem Schmelzaggregat befinden,.
dessen Wände ebenfalls gekühlt werden.:Der Energieaustrag'aus ..... der
Schmelze über die gekühlten Wände und der zusätzliche · 5 Energieaustrag
über die gekühlten Elektroden ist dann bei : Schmelzen mit geringer
elekUrischer LeiLfähigkeit höher als.
der Energiccintrag 'in die Schmelze..In diesem Fall reicht es auch nicht
aus die Schmelzkontaktflächen der ElekUroden . gröBer zu machen, da
dadurch nicht nur der Energiccintrag 10 gröBer.wird, sondern auch ein
zusätzlicher.Wärmeentzug uber ... die gröBere ElekErode erfolgt. Es
besteht vielmehr die Gefahr, daß bei aus dem Stand der Technik bekannten
Vorrichtungen eine bereits heiße Schmelze durch Wärmeentzug ' soweit
abkühlt, daß sie aufgrund.der sinkenden Temperatur und' 15 der damit
verbunden sinkenden elekUrischen LeiLfabigkeit' auskoppelt. ' ' ' ''
Dadurch, daB demgegenüber die gekühlten, vorzugeweise I groBflächigen
Elektroden in die gekühlten Wände.
2 0 erfindungsgemäB so integriert'werden, daB sie selbst einen' Teil der
Wände bilden, wird die kühlende Gesamtoberfläche des.
Aggregats'nicht vergröBert, so daB auch bei elektrisch ·schlecht leitenden
Schmelzen der Energieeintrag höher gehalten werden kann, als der
Energieaustrag.:' 25 -. Für das Verfahren'zur Beheizung der Schmelze ist
es ' ' ..... · vorteilhaft, wenn die Temperatur der.Wandungen des
Schmelzgefäßes und der Elektroden unterhalb der Temperatur 2 gehalten
werden, bei der die Materialien der Wandungen und 3 0 der ElekUroden von
Schmelze wesentlich chemisch angegriffen.
werden. Um bei hohen Schmelztemperaturen also eine lange Standzeit des
Schmelzaggregates sicher zu stellen, müssen die
gekühlten Wände, insbesondere aus Feuerfestmaterial, über Kühlsysteme
soweit abgekuhlt werden, daß der chemische Angriff der Schmelze auf das
Feuerfestmaterial vernachlässigt werden kann.
Bei hohen Schmelztemperaturen erhöht sich auch die Konvektion der Schmelze
und damit der chemische Angriff auf das Feuerfestmaterial. In diesem Fall
sollte die Temperatur der Wände weiter abgesenkt werden, um die erhöhte
Korrosion der 10 Wände durch die starke Konvektion zu vermeiden. Es ist
jedoch . ,..,.
generell von Vorteil, wenn die Elektroden und/oder die Wandungen des
Schmelzgefäßes, beispielsweise bei Verwendung von Feuerfestkeramik als
Elektroden- oder Wandungematerial, gegen die Schmelze chemisch weitgehend
resistent sind, damit 15 die Wände nicht zu weit abgekühlt werden müssen
und der ..... Energieaustrag durch die Wände nicht zu hoch wird. Außerdem
ist es vorteilhaft, wenn das Material der ElekUroden und Wandungen eine
gute thermische Leitfähigkeit besitzt, damit die Wände effektiv gekühlt
werden können.
. 2 0 -
Als gekühlte Wände können bevorzugt auch Skullwände ,.. eingesetzt werden.
Die Skullwände haben den Vorteil, daß sich auf den gekühlten metallischen
Rohren eine Skullschicht aus arteigenem Material bildet, die sich auch bei
hohen 25 Temperaturen stets nachLildet. Die Skullwände haben sich aber .
auch bei Schmelzen bewährt, die gegen keramische Feuerfestmaterialien
chemisch sehraggressiv sind.
Skullwände entziehen trotz der dünnen wärmeisolierenden Skullschicht der
Schmelze allerdings sehr viel Wärme. Als 3 0 Material für die Wände des
Schmelzgefäßes können mit Vorteil daher unter anderem auch
Feuerfestkeramiken verwendet werden, .,
2 4 wobei auch die Wände aus Feuerfestkeramik vorzugsweise gekühlt werden.
.
·. Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, daß zumindest während . ·5 des.
Anfahrprozesses die Skullwände, die vorzugeweise.gekühlte ,. metallische
Rohre, wie beispielsweise Kupferrohre oder Stahlrohre umfassen, auf der
der Schmelze zugekehrten Seite mit einem elektrisch und thermisch schlecht
leitendenden.
Material, vorzugeweise in Form von Keramikplatten oder.
. 1 0 Schlicker, insbesondere SiO2-Schlicker ausgekleidet sind.
,. · Damit kann die Wärmeabfuhr solange verringert werden, bis die
elekUrische Energiezufuhr bei höheren Schmelztemperaturen.
. einen auereichend hohen.Wert erreicht hat..
. . .; 15 Es hat sichebenfalls als vorteilhaft erwiesen, wenn die
gekühlten Rohre der Skullwände so beschaffen sind, daß sie keine färbenden
Ionen durch die Skullschicht in die Schmelze abgeben. Dies kann zum einen
dadurch erreicht werden, daß die -Metallrohre entweder aus Platin
bestehen, oder.mit Platin 2 0 beschichtet sind. Metallrohre aus Aluminium
können an der · Oberflache zwar leicht oxidieren, aber auch sie geben
keine...DTD: färbenden Ionen in die Schmelze ab...
Weiterhin ist es auch möglich, die: Metallrohre mit Kunststoff 2 5 zu
beschichten, wiees beispielsweise in der DE 10.0 02 01 9 . . beschrieben
ist. Kunststoffbeschichtungen können chemisch.
sehr resistent sein und geben im allgemeinen keine Metallionen an die
Schmelze ab, welche im fertig.
. ... erschmolzenen und verarbeiteten Produkt unerwünschte 3 0 Färbungen
verursachen können..:
2 5 Besonders bei der Verwendung von Skullwänden ist es außerdem wichtig,
daß keine leitende Verbindung zwischen den eingesetzten Elektroden und den
elektrisch leitenden .. Skullrohren besteht, da sonst aufgrund der 5
Widerstandsverteilung im System eine Beheizung der Schmelze nicht möglich
ist. Es müssen daher geeignete Widerstandsbrücken im Skull und zu den
ElekUroden hin eingesetzt werden, so daB der Strom zur konduktiven
Beheizung nicht über den Skull, sondern im wesentlichen durch die 10
Schmelze fließt..: Neben der Frequenz des Stromes hat auch die Stromdichte
an der Grenzfläche zur Schmelze einen starken Einfluss auf die.
ElekUrolyse und damit auf die Korrosion der Elektroden.
15 Versuche haben.gezeigt, daß es vorteilhaft ist, möglichst.
großflächige ElekUroden einzusetzen, beziehungsweise eine; . möglichst
große Schmelzkontaktfläche zu schaffen, um die.: Stromdichte möglichst
gering zu halten. Um Beschädigungen der Elektroden oder den Eintrag von
ElekErodenmaterial in die 2 0.Schmelze zu unterdrücken, ist es dabei von
Vorteil, wenn de Elektroden so dimensioniert werden, daß für eine
gegebene..
Heizleistung eine Stromdichte 5 A/cm2 nicht überschritten.
wird. ... 25 Untersuchungen haben außerdem gezeigt, daß bei hohen
Schmelzentemperaturen insbesondere bei Schmelzentemperaturen über 17 00 °C
ein wesentlicher Teil der Energie.in der Schmelze durch Konvektion
transportiert wird. Da die Dichte des Glases mit der Temperatur abnimmt,
befindet sich die 3 0 heißeste Zone üblicherweise im oberen Teil des
Schmelzaggregates..
2 6 Mit steigender Temperatur nimmt die elektrische LeiLfähigkeit · einer
Schmelze exponentiell zu. Damit ist im oberen Teil des .
Schmelzaggregates die elekUrische LeiLfähigkeit am höchsten . und die
Stromdichte auf den ElekUroden ist dort besonders 5 hoch. Es hat sich in
diesem Zusammenhang gezeigt, daß einer · Uberlastung der.ElekUroden
vorgebeugt werden kann, wenn die Elektroden im unteren Teil des
Schmelzaggregates angeordnet werden. Die Anordnung der Elektroden im
unteren Teil des . Schmelzaggregates hat weiterhin den Vorteil, daß auch
im . . .. 1 0 unteren Teil des Schmelzaggregates eine hinreichende
Konvektion herrscht und somit Totzonen der Strömung vermieden oder
verkleinert werden. Damit befindet sich auch die.
· Oberkante der ElekUroden immer unterhalb der Schmelzbadoberfläche,
wodurch eine Dreiphasengrenze Luft 15 Schmelze-Elektrode vermieden wird,
die für die Korrosion.
besonders kritisch ist. Als vorteilhaft hat sich dabei.
insbesondere erwiesen, die Elektroden im unteren Teil des · Schmelzgefäßes
unterhalb.der Schmelzbadoberfläche im Bereich der unteren zwei Drittel der
Füllhöhe des Schmelzgefäßes ... 2 0 anzuorduen...DTD: Eine Uberlastung der
Elektroden kann auch vermieden werden, wenn die Schmelzkontaktflächen der
Elektroden schräg . zueinander angeorduot werden, wobei.die
Schmelzkontaktflächen . 2 5.zur Schmelzbadoberfläche hin
auseinanderstreben, so daß sich im oberen Teil. nahe der
Schmelzbadoberfläche eine längere · Widerstandestrecke zwischen den
Elektroden ergibt als im · unteren Teil. Dadurch kann beispielsweise die
bedingt durch . die höhere Temperatur im oberen Bereich der Schmelze nahe
der 3 0 Schmelzbadoberfläche höhere LeiLfähigkeit zur Erreichung einer
homogenen Stromdichte zumindest teilweise kompensiert ... werden.
Beispielsweise kann dazu das Schmelzgefäß eine sich :.:
2 7 nach oben hin pyramidenstumpfartig oder kegelstumpfartig erweiternde
Form aufweisen. Als weitere MaBnahme zur Reduzierung der maximalen
Strombelastung auf den Elektroden ... kann auch beispielsweise deren
oberer Rand abgerundet werden.
. Bei größeren Aggregaten kann die Beheizung auch über mehr als ein
Elektrodenpaar erfolgen. Eine Ausführungsform der ' Vorrichtung sieht
daher mehrere ElekUrodenpaare und/oder mehrere Paare von
Elektrodensegmenten vor.,Diese können 10 insbesondere mit mehreren
unabhängig regelbaren Heizkreise betrieben werden. Zwei Kreise können
dabei zum Beispiel in ... einer Scott-Schaltungbetrieben werden. ' . ...
. . Der Begriff eines Elektrodenpaares soll hier im elektrischen . . 15
Sinne als ein Polpaar verstanden werden. Dabei können auch .... durchaus
mehrere Elektroden und/oder mehrere Elektrodensagmente auf einen
elektrischen Pol, . beziehungsweise einen elekUrischen Anschluß
zusammengelegt werden. Es'ist dabei auch die Anordnung mehrerer ' 2 0
Elektrodenpaare,übereinander an,den Seitenwänden des Schmelzgefäßes
möglich. Auf diese Weise lässt sich die -, vertikale Temperaturschichtung
gezielt einstellen. Mittels einer gee,igneten elektronischen Ansteuerung
können auch; vorteilhaft unabhängig regelbare Heizkreise, denen jeweils 25
ein Elektrodenpaar zugeorduet ist, zeitlich versetzt nacheinander
betrieben werden...DTD: . Zur Vermeidung von zu hohen Spannungen bei
geringer ' elektrischer Leitfähigkeit der Schmelze kann die -
3 0 Elektrodenoberfläche auch dadurch vergrößert werden, daß mit einer
oder mehreren Bodenelektroden und mit einer oder mehreren Elektroden in
den Seitenwänden gearbeitet wird. De
2 8 Elektrodenpaare können dabei auch von mehreren Stromguellen versorgt
werden.
Mehrere vertikal- oder horizontal nebeneinander angeordnete 5
Elektrodenpaare können auch zur gezielten Beeinfluseung der räumlichen
Temperaturverteilung angeordnet werden...DTD: Beispielsweise kann die
vertikaie Temperaturschichtung durch zwei unabhängig betriebene
ElekUrodenpaare und Heizkreise so eingestellt werden, daß Totzonen der
Strömung im unteren Teil 1 0 des Schmelzaggregates vermiedenwerden.
.. Die ElekUroden können ferner vorteilhaft so angeordnet und: beschaltet
werden, daß vorzugeweise im unteren Bereich des Schmelzaggregates der
Hauptteil der elektrischen Leistung 15 abfällt...DTD: . Das Schmelzgefäß
kann mit Vorteil einen quadratischen oder rechteckigen Grundriss
aufweisen, so daß die Elektroden ebene Schmelzkontaktflächen haben können.
Zur Reduzierung der ... 2 0 spezifischen Oberfläche der Schmelze bei
gleichem . .. Volumeninhalt kann das Schmelzgefäß]edoch auch
zylinderförmig mit kreisförmigen oder ovalem Grundriss ausgeführt werden.
Dann können die Elektroden unter anderem auch ringförmig ausgestaltet sein
und beispielsweise ein 25 Höhensegment der Wandung des Schmelzgefäßes
einnehmen. Die Vorrichtung kann auch eine oder mehreren am Boden des .....
Schmelzgefäßes angeorduete Elektroden aufweisen. Eine Elektrode für ein
derart geformtes Schmelzgefäß kann auch beispielsweise ein Ringeegment der
Wandung des Schmelzgefäßes 3 0 bilden. Bodenelektroden können vorteilhaft
auch so angeorduet werden, daß die Möglichkeit des Zu- oder Ablaufes von
Schmelzgut am Boden besteht.
.
2 9 Das SchmelzgefäB kann auch einen vieleckigen'Grundriss haben, der sich
so beispielsweise gut einem runden oder ovalen Grundriss.annähert und in
einfacher Weise'aus ebenen 5 Wandsegmenten herstellbar ist..
.. Das erfindungsgemäBe Schmelzaggregat mit den gekühlten Wänden I und den
darin integrierten groflächigen ElekUroden kann . sowohl zum.
Einschmelzen als auch zum.Läutern von Gläsern, I .. 10 Glaskeramiken,
Keramiken oder Kristallen eingesetzt werden....DTD: Es ist auch möglich
zwei dieser Aggregate, beispielsweise eines.zum Einschmelzen und ein
weiteres zum Läutern..
hintereinander zu schalten. Weiterhin können dieAggregate ..... sowohl
zum'diskontinuierlichen als auch zum kontinuierlichen: 15 Schmelzen
eingesetzt werden..
. . Bei der'Verwendung.des Aggregates zum'Einschmelzen kann der: .
Einschmelzvorgang durch Bubbling mit einem Gas, 2 beispielsweise mit
Sauerstoff oder Edelgas, beschleunigt: 2 0.werden. Dazu kann die
Vorrichtung mit Vorteil zumindest eine: . vorzugeweiseam Boden des
Schmelzgefäßes angeordnete Blasdüse . ... oder Bubblingdüse aufweisen. '.
: Bestehen die Wände des Schmelzaggregates aus Skullwänden und 2 5
gekühlten Elektroden, dann kann der obere Teil.des .. · Schmelzaggregates
zum Schutz der Metallrohre des Skulls an der Schmelzbadoberfläche in Form
eines.Pilzes ausgestaltet: · sein, wie beispielsweise in der DE 1 99 3 9
772 beschrieben: ist.. ' ' i ... 3 0. . Für diskontinnierliches Schmelzen,
sowie für eine.
vollständige Entleerung des SchmelzgefäBes, um etwa
3 0 Wartungsarbeiten durchzuführen, kann im Boden des! Schmelzaggregates
vorteilhaft mindestens eine Auslaufdüse angebracht werden...
5 Mit Vorteil kann die Vorrichtung außerdem eine gekühlte. ! Brücke
aufweisen, welche vorzugeweise so angeorduat ist, daß . sie von oben durch
die Schmelzbadoberfläche in die Schmelze I eintaucht. Damit wird es
möglich, in nur einem...
. ... Schmelzaggregat kontinnierlich sowohl das Gemenge I lO
einzuschmelzen, als auch die Schmelze zu läutern. In diesem Fall kann das
Schmelzaggregat durch eine Brücke aus .. wassergekühlten Metallrohren in
einen Einschmelzteil und..
·einen Läuterteil getrennt werden..
. : , 15 Wie beim Schmelzen mit Hochfrequenz muß auch bei dem
erfindungsgemäßen Verfahren die Schmelze erst auf eine Temperatur erhitzt
werden, bei der die elektrische Leitung: der Schmelze hoch genug ist,
damit zur.konduktiven Beheizung die Schmelze so gut ankoppelt. daB die
eingekoppelte Energie: ... 2 0 höher ist, als die über die.gekühlten Wände
und Elektroden: · abgegebene Energie..
. Beim Schmelzen mit Hochfrequenz reicht es in den meisten · Fällen aus,
daß ein kleiner Teil im Inneren der Schmelze eine . 2 5 ausreichende
elektrische LeiLfähigkeit besitzt und gut: ankoppelt; Die
Hochfrequenzenergie konzentriert sich in diesem Bereich und erhitzt ihn
weiter, mit der Folge, daß: . sich dieser Bereich ständig austreitet, bis
er das ganze: Schmelzaggregat ausfüllt. i . 3 0.; Das erfindungsgemäße
Schmelzverfahren beruht auf der konduktiven Beheizung der Schmelze,.was
bedeutet, daß..DTD:
3 1 zwischen den Elektroden eine elektrische Leitung über die Schmelze
hergestellt werden muss. Es reicht somit nicht aus, daß im Innern der
Schmelze ein Schmelzbereich vorhanden ist, .... in dem die elektrische
Leitung hoch genug ist. Vielmehr muß! .. 5 der Widerstand der Schmelze
zwischen den Elektroden zumindest! in einem Bereich auereichend erniedrigt
werden, bzw. die elektrische Leitfähigkeit der Schmelze so weit erhöht
werden, I ... daß die angelegte Spannung, beziehungeweise die Stromdichte
auereicht, um die Schmelze gegen den Wärmeverlust der Wände I 1 0
aufzuheizen. Dazu kann dieerfindungsgemäße Vorrichtung ..... außerdem
vorteilhaft eine Einrichtung zur Zusatzbeheizung aufweisen. In geeigneter
Weise kann die Einrichtung zur ... Zusatzbeheizung dabei beispielsweise
zumindest einen fossilen Brenner und/oder zumindest einen Plasmabrenner
und/oder 15 zumindest ein Widerstandsheizelement und/oder zumindest einen
Infrarot-Strahler umfassen.
. .., Wird die Zusatzbeheizung beispielsweise oberhalb des Tiegels
angebracht, so muß zum Anfahren des konduktiven Heizprozesses 2 0
allerdings erst ein Schmelzpfad mit auereichender . elektrischer
Leiftuhigkeit so stark erwärmt werden, bis die .. Leitfähigkeit so hoch
ist, daß ein hinreichend großer Strom fließt. Hier können etwa bei großen
Tiegeln entsprechend leistungsstarke ZusatzLeheizungen eingebaut werden.
2 5: Auch bei Einsatz einer ZusatzLeheizung kann aufgrund der .
Wärmeabfuhr über die ElekEroden selbst ohne aktive Küblung der Elektroden
deren Schmelzkontakfläche kälter als innere Bereiche der Schmelze oder des
Schmelzgutes bleiben, so daß i 3 0 durch diesen Effekt der Stromfluß
insbesondere in der Nähe . der ElekUrodenoberfläche behindert wird. Es ist
daher i vorteilhaft, wenn auch wenigstens eine der Elektroden eine
3 2 Heizvorrichtung umfasst, mit der das Schmelzgut an der -
Elektrodenoberfläche, beziehungeweise die Schmelzkontaktfläche direkt
beheizt werden kann. Die Elektrode kann so selbständig zumindest zeitweise
beheizt 5 werden, bis beispielsweise die Heizleistung durch konduktive
Heizung der Schmelze auareichend hoch ist.
. Außerdem ergibt sich oft bei einer Wiederinbetriebnahme das Problem, daß
zwischen Schmelzkontaktmaterial und erkalbetem 10 Schmelzgut ein
isolierender Luftspalt vorhanden ist; Dieser entsteht durch Schrumpfung
des Schmelzguts beim Erkalten...DTD: Wird an die Elektrode bei vorhandenem
Luftspalt eine Spannung angelegt, so kann es lokal zur Uberbrückung des
Luftspalts durch Ionisierung und zum Durchschießen des Stroms an dieser 15
Stelle kommen, was zur Beschädigung des SchmelzkontakÜmaterials führen
kann. Mit einer direkten Beheizung der Elektroden kann das Schmelzgut im
Bereich des SchmelzkontakÜmaterials angeschmolzen werden und kommt so
wieder unter Bildung einer großflächigen leitfähigen Brücke 2 0 wieder in
elektrischen Kontakt mit der Elektrode.
Als Heizvorrichtung ist insbesondere eine ohmeche Heizeinrichtung
geeignet. Diese kann bevorzugt eine Stromquelle umfassen, welche an das
SchmelzkontakÜmaterial 2 5 oder ein darunter befindliches leitfähiges
Material angeschlossen ist und so einen Strom durch das ...
SchmelzkontakÜmaterial oder das darunter befindliche ,. leiLfähiges
Material treibt.
3 0 Die Heizvorrichtung kann jedoch auch alternativ oder zusätzlich eine
Vorrichtung zur Erwärmung eines Kühlfluids umfassen. Auf diese Weise kann
die Elektrode mit demselben
Fluid sowohl beheizt als auch gekühlt werden. Dementsprechend muß die
Heizeinrichtung auch nicht direkt unterhalb der.
· Schmelzkontaktfläche angeordnet werden, sondern kann an .. nahezu
beliebiger geeigneter Stelle im Kühlfluid-Kreislauf 5.angebracht sein.
Die Heizvorrichtung kann beispielsweise eine elektrische und/oder fossile.
,Heizung und/oder.eine . .. Abwärmeheizung umfassen..
. Eine Vorheizung durch Erwärmung des Kühlmittels insbesondere l0 mittels
elektrischer Energie, Abwärme oder vorzugeweise mit fossilen
Energieträgern ist beispielsweise auch vorteilhaft, um den Niederschlag
von Feuchtigkeit auf den Elektroden zu verhindern, indem diese über den
Taupunkt der....DTD: . .. Oberofenatmosphäre der Schmelzvorrichtung
erwärmt wird.
15 Feuchtigkeit kann beispielsweise in der Schmelzvorrichtung in größeren
Mengen während der Inbetriebnahme des Aggregates . · entstehen, wenn das
Schmelzgut mit fossilen Brennern.
vorerhitzt wird....
... 2 0 Es gibt eine Reihe von Verfahren, die Schmelze soweit zu
........DTD: erhitzen, daß sie eine Temperatur erreicht, bei der die
elektrische Leitung der Schmelze ausreichend ist, um ein.
Weitererhitzen mit Hilfe der ElekUroden oder die Ankopplung.
· der Schmelze zu ermöglichen..
25. So kann zur Inbetriebnahme des Schmelzaggregates das erfindungsgemä$e
Verfahren vorteilhaft einen Startvorgang umfassen, bei welchem im
Schmelzgefäß befindliches festes Schmelzgut eingeschmolzen oder in das
Schmelzgefäß.
·3 0 schmelzflüssig eingefnllt wird. Im folgenden soll beispielhaft ein
solches Anfahren der Schmelze beschrieben.
3 4 werden. Die Erfindung ist jedoch nicht auf dieses spezielle
Anfahrverfahren beschränkt.
,.. ... Zum Anfahren oder Starten des erfindungsgemäBen ' 5
Schmelzaggregates werden beispielsweise Scherben oder Gemenge in das
Schmelzaggregat eingelegt und mittels eines oder mehrerer fossiler
Brenner, Plasmabrenner oder Infrarot Beheizung im Oberofensoweit
aufgeschmolzen, bis eine ausreichende elektrische Leitung zum Start der
direkten ' 1 0 elektrischen Beheizung gegeben ist. Die technische Grenze .
. stellt dabei die maximale Spannung dar, die von einer ' Einrichtung zur
Erzeugung von Wechselstrom, wie etwa einem Mittelfrequenzumrichter
bereitgestellt werden kann. Um einen i Stromfluss bei geringerem
Ubergangewiderstand zu ermöglichen,' i ,. 15 können die ElekUroden während
des Startvorgangs ohne oder nur ' mit geringer Küblung betrieben oder
widerstandsbeheizt werden. '' .. Um den Startvorgang oder das Anfahren zu
erleichtern, können 2 0 die ElekEroden auch verschieLbar angeoränet sein.
Dabei können' die ElekUroden die Elektroden vor dem Startvorgang i ...
zusammengeschoben werden, so daß das Volumen zwischen den
Schmelzkontaktoberflächen verringert wird. Dieses kleinere Schmelzvolumen
kann dann leicht auf eine Temperatur gebracht 2 5 werden, bei der die
Schmelze eine für die konduktive Heizung durch die Elektroden ausreichende
Leitfähigkeit aufweist. Die ElekUroden können während des Startvorgangs
wieder auf ihre ... Betriebspositionen auseinandergezogen werden, wobei
das Schmelzvolumen vergröBert wird.
3 0 Mit einer Heizvorrichtung können die ElekUroden und/oder gekühlten
W'ände während des Anfahrprozesses, beziehungsweise
3 5 des Startvorgangs soweit erwärmt werden, daß deren Temperatur'
oberhalb des Taupunktes der Oberofenatmosphäre liegt. Auf diese Weise wird
verhindert, daß sich Feuchtigkeit auf den Elektroden niederschlägt, die
dann als Wasserfilm bei 5 Inbetriebnahme der Elektroden zu Kurzschlüssen
führt.
Besonders bevorzugt umfaBt eine solche Vorheizung eine Kühlwasser-Vorheizung.
' '..
Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung werden zur .. 10 Einschmelzung
des Schmelzguts Startelektroden in das Schmelzgefäß eingeführt und über
die Startelektroden wird ein i Strom durch das Schmelzgut geleitet. Auf
diese Weise kann dann zunächst in einem kleinen Bereich des
Schmelzaggregates ... eine Schmelze erzeugt werden. Die Startelektroden
können 15 außerdem während des Startvorgangs auseinandergefahren.
. werden, so 'daß sich der Bereich mit geschmolzenem Schmelzgut.
vergrößert. Dieser sich während des Startvorgangs ' · vergrößernde Bereich
geschmolzenen Materials kann dann schließlich in Kontakt mit den
eigentlichen Elektroden oder 2 0 geschmolzenen Bereichen in deren Umgebung
kommen, die. ' beispielsweise mittels einer Heizvorrichtung zur Heizung
der Elektroden aufgeschmolzen wurden. Auf diese Weise kann ein ...
Schmelzpfad.mit einer auereichenden Leitfähigkeit des. 2 ·Schmelzguts
zwischen den Elektroden erreicht werden, so'daß 25 die konduktive
Beheizung der Schmelze in Betrieb genommen werden kann. ' ' Mit steigender
Temperatur der Schmelze nimmt die elekUrische Leitfähigkeit der Schmelze
exponentiell zu und.es kann mittels eines Transformators auf eine
niedrigere Spannung 3 0 ' umgeschaltet werden, da zur'Einbringung einer
hohen.
elektrischen Leistung ein starker Strom benötigt wird. I
3 6 Parallel zur Steigerung der elekErischen Leistungseinbringung ...
kann die Leistung der Oberofenbeheizung mit der steigenden elekUrischen
Leitfähigkeit der Schmelze entsprechend .. erniedrigt werden. Da die
elektrische Leitfähigkeit der 5 Schmelzen, wie zum Beispiel bei
Glasschmelzen sehr rasch mit der Temperatur ansteigt, kann es leicht zu
einem DurchLrennen der Elektroden kommen. Die Kühlung der Elektroden und
die Heizleistung kann daher in Abhängigkeit von der Temperatur und der
Zusammensetzung der Schmelze genau geregelt werden.
Erfindungsgemäß kann dies dadurch erreicht werden, daß die i Temperaturen
der ElekUroden genau überwacht und mit Hilfe einer Regelung und dem in die
ElekUroden eingebauten . Kühlsystem die Temperatur der Elektroden genau
eingestellt 15 wird. Zum einen dürfen die ElekUroden der Schmelze nicht zu
. viel Wärme entziehen, und zum anderen dürfen sie nicht so heiß werden,
daß sie korrodieren oder gar durchbrennen.
Bestehen die Wände des Schmelzaggregates aus Skullwänden, dann können die
Skullwände mit keramischen Materialien oder .... 2 0 mit Schlicker
abgedeckt werden. Der Schlicker kann beispielsweise aus gemahlenem
Quarzgut bestehen. Durch die Abdeckung der Skullwände wird in der
Anfahrphase vermieden, daß ein zu hoher Wärmeverlust durch die Wände
erfolgt.
25 Weiterhin ist auch zur Inbetriebnahme des Schmelzaggregats,
beziehungeweise für den Startvorgang ein Umechmelzen von einer Schmelze
mit hoher elekUrischer LeiLfähigkeit auf eine Schmelze mit niedriger
elekErischer LeiLfähigkeit möglich.
3 0 Es wurde gefunden, daß in dem Schmelzaggregat, beziehungeweise dem
Schmelzgefäß eine starke Konvektion I einsetzt, wenn die
Temperaturdifferenz zwischen der Schmelze
im RandLereich des Schmelzgefäßes und der Schmelze im.
Mittenbereich des Schmelzaggregates mehr als 150° K, vorzugeweise mehr als
250° K beträgt. Eine starke Konvektion.
ist vorteilhaft, um d:as Schmelzmaterial umzuwälzen, so daß -
5 die gesamte Schmelze, oder wenigstens der gröBte Teil davon . ,. durch
den Bereich mit der gegenüber der Elektrodenoberfläche: erhöhten
Temperatur läuft. Bei einer Temperatur der.
Schmelzkontaktfläche der Elektroden von 1500°C kann die ·
Schmelzentemperatur dementsprechend in einem vorzugsweise in 10 der Mitte
des Schmelzgefäßes angeordneten Bereich über ........DTD: 1650 °C,
vorzugeweise über 1750 °C liegen..
Die Möglichkeit, erfindungsgemäß eine Schmelze auf hohe Temperaturen auch
oberhalb der Belastbarkeitsgrenzen von.
15 Elektroden- und Wandungematerial erhitzen zu können, bringt.
eine Reihe von Vorteilen. Zum einen können noch.
hochschmelzende Gläser, Glaskeramiken, Keramiken oder.
Kristalle geschmolzen werden. Ein.weiterer.Vorteil liegt ..... darin, daß
die chemischen Reaktionen und physikalischen ... 20 Vorgänge bei höheren
Temperaturen deutlich schneller ablaufen : als bei niedrigeren
Temperaturen..So laufen sowohl die Einschmelzprozesse als auch die
Läutervorgänge bei höheren · Temperaturen deutlich.schneller ab. Eine
Temperaturerhöhung um 200 °K bewirkt eine Beschleunigung der chemische 25
Reaktionen und der physikalischen Prozesse um einen Faktor 3..
oder sogar höher. Dadurch können beispielsweise ·: eingeschlossene Blasen
im Schmelzgut schneller entfernt.
. . werden. So ist die Aufstiegsgeschwindigkeit von Blasen in · einer
Schmelze gegeben durch: , . 2pag.r2. 1 9 H(
3 8 Dabei bezeichnen p die Dichte des Schmelzguts, g die
Erdbeschleunigung, r den' Blasenradius und q(T)'die temperaturabhängige
dynamische Viskosität. Wird die 5 Temperatur der Schmelze gesteigert,so
steigt aufgrund der thermischen Expansion der Blasenradins, die
Eindiffusion von Gasen aus der Schmelze in die Blase wird beschleunigt und
die . Viskosität der Schmelze verringert si'ch. Um die chemischen ... und
die physikalischen Reaktionen zusätzlich zu bes'chleunigen 1 0 ist es
vorteilhaft, wenn, wie oben beschrieben, in dem Schmelzaggregat eine
starke Konvektion der Schmelze stattfindet. ... ......
Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung wird für eine ' 15
kontinuierliche Verarbeitung des Schmelzgutes kontinuierlich; Schmelzgut
dem Schmelzgefäß zu- und abgeführt. Insbesondere kann das Schmelzgut auch
in geschmolzener Form über einen ' Zulauf zugeführt und in ebenfalls
geschmolzener Form über einen Ablauf abgeführt werden. Eine solche
Ausgestaltung des 2 0 Verfahrens, beziehungsweise einer entsprechenden
Vorrichtung I ist besonders für das Läutern einer Schmelze in einem I
kontinulerlichen Produktionsprozeß günstig, da sich eine entsprechend als
Läuteraggregat ausgestaltete Vorrichtung einfach beispielsweise einem
Einschmelzofen nachschalten' 2 5 läBt, wobei die Schmelze aus dem Ablauf
nach dem Läutern vom Aggregat abgezogen wird. ' Es kann außerdem
vorteilhaft sein, in dem Schmelzaggregat die Elektroden so anzuordnen, daß
sich die Elektroden in .. 3 0 Flussrichtung oder senkrecht dazu gegenüber
stehen. Findet eine kontinuierliche Schmelze statt, etwa bei der
Verwendung der Vorrichtung als Läuteraggregat mit kontinuierlichem Zu
3 9 und Abfluß, so können die Elektroden so eingebaut sein, daß der
elektrische Heizstrom zwischen den ElekEroden im wesentlichen entlang der
HauptflieBrichtung der Schmelze, ' oder senkrecht dazu fließt. Diese
beiden Anoränungen, 5 beziehungeweise StromfluErichtungen sind unter
anderem vorteilhaft, um das Ausbilden geeigneter Konvektionswalzen in ,.
der Schmelze zu fördern,mit denen das Schmelzgut durch das Schmelzgefäß
transportiert wird. Besonders günstig ist eine: Ausbildung einer
Konvektionswalze, welche mit Rotationsachse . .. 10 senkrecht'zur
HauptflieBrichtung der Schmelze rotiert. Welche der beiden
Elektrodenanordnungen, in oder senkrecht zur ' HauptflieBrichtung der
Schmel'ze gegenüberstehend, günstiger für'die Ausbildung einer derartigen
Konvektionswalze ist, hängt dabei im einzelnen von der Geometrie des
Schmelzgefäßes ' 15 ab.;Förderlich für das Ausbilden einer
Konvektionswalze ist; auch eine Anordnung der Elektroden im unteren
Bereich des Schmelzgefäßes. ' . . . Vorteilhaft'kann dabei zwischen
Schmelzkontaktfläche der 2 0 'Elektroden und einem Bereich der Schmelze im
wesentlichen mittig zwischen den ElekUroden eine Temperaturdifferenz von
.. mehr als 150° K, vorzugeweise von mehr als 2 5 0° K eingestellt werden.
Auf diese Weise wird eine Konvektionswalze in Gang . gesetzt, welche das
Schmelzgut vom Zulauf zum Ablauf 25 befördert und das Schmelzgut ohne
KurzschluEströmung an der Schmelzbadoberfläche durch das Schmelzgefäß
ieitet.
. Bei dieser gegenüberliegenden Anordnung der Elektroden muss die Schmelze
zum Läutern nicht mehr von unten in das ' 3 0 Läuteraggregat eingeführt
werden, sondern kann vorteilhaft' über Zulauf und Ablauf von oben im
Bereich der Schmelzbadoberfläche in das Läuteraggregat eingeführt
und''..DTD:
4 0 wieder abgezogen werden. Diese Anordnung ist technisch wesentlich
einfacher realisierbar als das Einführen der Schmelze von unten.
. :5 Die Erfindung wird nachfolgend anhand bevorzugter Ausführungsformen
und unter Bezuguahme auf die beiliegenden Zeichnungen näher erläutert.
Dabei verweisen gleiche Bezugszeichen auf gleiche oder ähnliche Teile.
,. 1 0 Es zeigen: : Fig. 1A bis 1C: Ansichten einer ersten Ausführungsform
der : Erfindung, Fig. 2 eine schematische Querschnittansicht einer .. 15
Elektrode, . ..... .
Fig. 3A bis 3F: schematische Darstellungen von Elektrodenkonfigurationen,
SchmelzgefäE . . formen und Elektrodenbeschaltungen .. verschiedener
Ausführungsformen der . . 2 0 Erfindung, Fig. 4 eine.weitere
Ausführungsform der erfindungsgemäBen Vorrichtung, Fig. 5 gemessene
Diagramme von Temperaturen im Schmelzaggregat als Funktion des 2 5
Heizstroms, und . Fig.6A bis 6C anhand schematischer Querschnitte durch
ein . . Schmelzaggregat Verfahreneschritte eines Startvorgangs. 3 0 In den
Figuren 1A bis 1C sind verschiedene Ansichten einer ersten Ausführungsform
einer erfindungsgemäBen vorrichtung . zur Beheizung von Schmelzen
dargestellt. Die Vorrichtung ist .
4 1 als Ganzes mit l bezeichnet. Fig. 1B zeigt eine Ansicht der
Vorrichtung 1 aus Sicht des Pfeils B in Fig. 1A. Fig. 1C stellt eine
Aufeicht gesehen in Richtung des Pfeils C in Fig. .. 1B dar. Die
Vorrichtung 1 umfaBt ein als Skulltiegel ' ' ,. 5 ausgeführtes
Schmelzgefäß 3. Der Tiegel ist aus Rohren 7 .. gefertigt, durch die im
Betrieb der Vorrichtung zur Kühlung des Gefäes Kühlmittel geleitet wird.
Als Material 'für die I Rohre ist unter anderem Kupfer aufgrund seiner
guten . WärmeleiLfähigkeit geeignet. Kupfer weist jedoch andererseits ....
1 0 keine besonders hohe Festigkeit auf, so daß auch Rohre aus hoch
mechanisch festem oder temperaturfestem Metall, insbesondere solche aus
hochfestem oder warmfestem Stahl ... geeignet sein können. 2 ,. ....
......DTD: 15 Um den Wärmeverlust über die Skullwände zu minimieren,
können! die Wände außerdem'mit einer Infrarot-reflektierenden ' Oberfläche
versehen sein. Beispielsweise können dazu die . . Rohre 7 mit einer
Platinoder'Goldbeschichtung versehen' ..... sein, die insbesondere auch
poliert sein kann, um das ' 2 0 Reflexionsvermögen zu erhöhen. Auch
Rhodium, Chrom, Nickel 2 oder Palladium, sowie deren Legierungen können
dazu ...,,.
eingesetzt werden. 2 Am Tiegel im Bereich der Schmelzbadoberfläche ist ein
2 5 Feuerfestkragen 13 angeordnet, der vorzugeweise aus chemisch
resistentem Material gefertigt ist, um Reaktionen an der Dreiphasengrenze
zu unterdrücken, die am Rand der Schmelzbadoberfläche zur
Oberofenatmosphäre entsteht. Dieser Kragen kann beispielsweise ein
schmelzgegossenes keramisches 3 0 Material umfassen. In den
Feuerfestkragen ist ein Zulauf 9 .. und ein Ablauf 10 mit Schmelzgutrinnen
11 eingearbeitet, über welche das Schmelzgut im Bereich der
Schmelzbadoberfläche des '
Schmelzgefäßes kontinnierlich zu- und abgeführt wird. Am Boden 14 des
SchmelzgefäBes ist außerdem ein Bodenablauf 15 angeordust,.durch welchen
der Tiegel entleert werden kann.
Anders als in der in Fig. 1 gezeigten Ausführungsform können ,. 5 die
Skullrohre auch aus der Schmelzbadoberfläche heraueragen ... ·. und
zumindest im Bereich der Schmelzbadoberfläche zur.
Erhöhung der chemischen Resistenz beispielsweise I kunststoffLeschichtet
sein. Als Kunststoff ist dazu .. insbesondere Teflon geeignet...DTD: 1 0.
An der Seitenwandung dieser Ausführungsform der Vorrichtung 1 sind in
entsprechenden Aussparungen n der Seitenwandung 1 6 . . des Schmelzgefäßes
zwei ElekUroden 5 angeorduet, die Kühlmittelanschlüsse 6 als Bestandteil
einer Einrichtung zur 15 Kühlung der Elektroden aufweisen und über welche
Kühlmittel! durch Kanäle im Inneren der ElekUroden geleitet wird. Die
Elektroden 5 ersetzen durch.die erfindungsgemäße Anordnung! ,... einen
Teil der Seitenwandung 1 6 des Schmelzgefäßes 3, wobei: · die Elektroden 5
au$erdem gegenüberliegend am Schmelzgefäß: 2 0 angebracht sind. Um die
Stromdichte im SchmelzkontakÜmaterial . . der ElekUroden gering zu halten,
sind die Elektroden 5 großflächig gehalten. Bevorzugt ersetzen die
Elektroden 5: .. dabei mindestens 15 % der Wandungsfläche des
Schmelzgefäßes im Bereich der Schmelze.
2 5: Zum Heizen der Schmelze wird über die ElekUroden 5 ein Heizstrom
durch.die Schmelze geschickt, wobei die Elektroden 5 gegenüber dem
Schmelzgefäß 3 isoliert befestigt sind, so daß kein Strom über die
Wandungen des Schmelzgefäßes fließen 3 0 und die Heizleistung.mindern
kann. Um im Falle eines Defektes · der Isolierung dennoch die
Kurzschlußfestigkeit zu erhalten, können außerdem auch die Wandelemente
des Schmelzgefäßes in:
zueinander isolierte Segmente aufgeteilt sein. Die Elektroden sind ferner
auf denselben Seiten der Vorrichtung 1 wie Zulauf 9 und Ablauf 10 der
Schmelze angeordnet, so daB der Heizstrom zwischen den ElekUroden im
wesentlichen in Richtung der 5 HauptflieBrichtung der Schmelze oder
entgegengesetzt dazu fließt. ... . ' ' ', "' ' ' ' ' ' 1
Die Elektroden sind groflächig dimensioniert, so daB der aus - den
Elektrodenin die Schmelze austretende Strom an keiner 1 0 Stelle der
Schmelzkontaktfläche eine Stromdichte von 5 A/cm2 überschreitet. Uber die
Elektroden 5 wird durch die im SchmelzgefäB 3 befindliche Schmelze mittels
einer Einrichtung . zur Erzeugung von Wechselstrom ein Heizstrom,
bevorzugt mit einer Wechselstromfrequenz in einem Bereich von 50 Hz bis 50
. 15 kHz, besonders bevorzugt mit einer Wechselstromfrequenz in! einem
Bereich von 2 kHz bis 10 kHz geleitet.
! Fig. 2 zeigt eine schematische Querschnittansicht einer Elektrode 5.
Die Elektrode 5 weist elekErische Zuleitungen 52 2 0 auf, welche mit dem
Schmelzkontaktmaterial 53 verbunden und ......
an eine Stromversorgung, bevorzugt einen ..... Mittelfrequenzumeetzer zur
konduktiven Heizung der Schmelze anschlieSbar sind. Das
Schmelzkontaktmaterial 53 der .. Elektrode 5 weist eine
Schmelzkontaktfläche 5 1 auf, die in 2 5 Berührung mit der Schmelze steht.
Um das SchmelzkontakÜmaterial 53 in der Schmelze gegen den hydrostatischen
Druck der Schmelze zu stabilisieren, ist das Schmelzkontaktmaterial 53 an
einer Stützvorrichtung 54 befestigt. Die Stützvorrichtung 54 kann
beispielsweise aus 3 0 Feuerfest-Keramik gefertigt sein. Außerdem ist die
Stützvorrichtung 54 in dieser Ausführungsform noch mit Halteblechen 5 6
versehen, welche zur Montage und Befestigung
der Elektrode 5 dienen. Mit den Halteblechen wird eine Befestigung der
ElekUrode am Schmelzaggregat, beziehungsweise ... dem Schmelzgefäß
realisiert, die ein leichtes Auswechseln der Elektrode 5 ermöglicht.
. Die ElekUrode 5 wird so in ein Schmelz- oder Läuteraggregat integriert,
daß die Schmelzkontaktfläche 5 1 einen WandLereich I . des Schmelzgefäßes
bildet. Das Schmelzkontaktmaterial 53 ist bevorzugt aus Refraktärmetall,
wie Platin oder einer 1 0 Platinlegierung gefertigt, welches unterhalb von
1 600 °C nur geringe Neigung zu Korrosion und Migration von
Elektrodenmaterial in die Schmelze zeigt. Für einige Schmelzen ist auch
eine leitende, feuerfeste Keramik, wie ... beispielsweise SnO2-Keramik
geeignet...DTD: ,: Die Stützvorrichtung 54 weist eine Vielzahl von
Anschlüssen 6 .. auf, die mit Fluidleitungskanälen im Inneren der
Stützvorrichtung 54 verbunden sind. Dabei ist eine erste Gruppe von
Anschlüssen 61 mit einem ersten Kühlkreis und eine . 2 0 zweite Gruppe 62
von Anschlüssen mit einem zweiten Kühlkreis verbunden. Bevorzugt ist dabei
der erste Küblkreis eine Luftkühlung und der zweite Kühlkreis eine
Wasserkühlung. Die ... Fluidleitungskanäle des ersten Kühlkreises im
Inneren der Stützkonstruktion 54 sind außerdem so angeordnet, daß das 2 5
Kühlmittel in direkten Kontakt mit dem SchmelzkontakÜmaterial auf der
gegenüberliegenden Seite der Schmelzkontaktfläche 5 1 . ... kommt. Durch
diese Kühlkreise sind die Kühlleistungen der ElekUroden separat regelbar
oder einstellbar.
. 3 0 Die ElekUrode weist außerdem eine ohmsche Heizeinrichtung auf.
Diese umfaBt eine Stromquelie 3 3, welche über Zuleitungen 34 mit dem
SchmelzkontakÜmaterial 53 verbunden
4 5 ist. Zur ohmechen Beheizung der ElekUrode 5 kann so ein Strom durch
das Schmelzkontaktmaterial 53 geleitet werden, welches sich daraufhin
aufheizt. Diese Art der Heizung nach der Art - einer Querbestromung des
Schmelzkontaktmaterials 53 ist I 5 besonders vorteilhaft, da auf diese
Weise besonders nahe an . .. der Schmelze geheizt wird und die Heizung so
nur eine sehr geringe Trägheit besitzt. ' ,: . Die Figuren 3A bis 3F
zeigen schematische Darstellungen von ' . . 10 möglichen
ElekUrodenkonfigurationen, SchmelzgefäBformen und ElekErodenbeschaltungen
verschiedener Ausführungsformen der ' Erfindung. ' ' .. ·. ,,:,:
,. Fig. 3A zeigt eine erste Ausführungsform einer'Vorrichtung, 15 die,
ähnlich wie die anhand der Figuren 1A bis 1C erläuterte ..
Ausführungsform, ein Schmelzgefäß 3 mit-im wesentlichen . quadratischen
Grundriss aufweist. Die Seitenwandungen 16 des Schmelzgefäßes sind dabei
jeweils rechtwinklig zum Boden .. angeorduat, sodaß das Schmelzgefäß 3
eine quaderförmige 2 0 Gestalt hat. Die Elektroden 5 01 und 502 sind an ,.
gegenüberliegenden Seiten des Schmelzgefäßes angebracht, so daß der
Heizstrom auf der gesamten Breite des Schmelzgefäßes ' die Schmelze
zwischen den Elektroden im'Schmelzgefäß 3 ..... durchqueren muß, wodurch
eine gleichmäBige Verteilung der 2 5 Heizleistung in der Schmelze erreicht
wird. Zur Beheizung der Schmelze sind die ElekUroden 5 01 und 5 02 an die
Pole einer Wechselstromquelle 18 als Einrichtung zur Erzeugung von
Wechselstrom angeschlossen und bilden ein'ElekUrodenpaar.
3 0 Die Elektroden 5 01 und 5 02 sind ferner im unteren Teil des
Schmelzgefäßes unterhalb der Schmelzbadoberfläche im Bereich der unteren
zwei Drittel der Füllhöhe des Schmelzgefäßes
4 6 angeorduot. Dadurch sind die Elektroden 501, 502 immer ganz in die
Schmelze eingetaucht und eine für Korrosion kritische Dreiphasengrenzewird
vermieden. Durch die Anoränung im ' . unteren Bereich'des Schmelzgefäßes
wird außerdem der Bereich I .. 5 mit gegenüber den Schmelzkontaktflächen
der Elektroden erhöhter Temperatur vergrößert, "da die Wärmeableitung
vonder ' Schmelzbadoberfläche im oberen Teil deutlich geringer als die
Wärmeableitung über die Wandungen und ElekUroden ist.
, . 10 In Fig. 3B ist eine Ausführungsform der Vorrichtung mit zwei
gegenüberliegenden, schräg angeordneten Seitenwänden 161 und 162 des
Schmelzgefäßes dargestellt. Die Elektroden 501 und ' .... 502'nehmen
jeweils einen ebenen Bereich dieser Seitenwände ein. Durch die schräge
Anordnung der ElekUroden zueinander ..... 15 legt der Strom im oberen
Bereich des Schmelzgefäßes, wo die Schmelze eine höhere Temperatur und
damit verbunden eine . bessere LeiLfähigkeit aufweist, eine größere
Strecke zurück. ' Auf diese Weise wird erreicht, daB die ohmechen
Widerstande . entlang der verschiedenen Wegstrecken zumindest teilweise .
20 einander angeglichen werden, was zu einer homogeneren ' Verteilung der
Heizleistung in der Schmelze, sowie auf der Elektrodenoberfläche führt.
Fig. 3C zeigt eine Ausführungsform der Vorrichtung 1 mit ... 25 mehreren
ElekUrodenpaaren. Jeweils zwei der ElekUroden ,.., Elektroden 501, 502,
503 und 504, die auf gegenüberliegenden ' Seiten der Wandung 16 angeorduot
sind, sind dabei zu einem . Elektrodenpaar zusammengefaBt, welches jeweils
von einer ' .. Wechselstromquelle 18, beziehungeweise 20 versorgt wird.
30 Dabei sind die Elektroden 501 und 502 an die Wechselstromquelle 18 und
die Elektroden 503 und 504 an die' Wechselstromquelle 20 angeschlossen.
4 7 Die ElekUrodenkonfiguration dieser Ausführungsform ist besonders
geeignet, um Schmelzen mit hoher elektrischer .. . - LeiLfähigkeit zu
beheizen, da durch den 'unabhängigen Betrieb I . 5 mehrerer
Elektrodenpaare die Elektrodenfläche effektiv ... .. vergrößert wird und
sich damit hohe Stromdichten innerhalb;' ... der Schmelze zur Erreichung
auereichender Heizleistungen erreichen lassen. Die Elektrodenpaare müssen
jedoch so angeorduot werden, daß ein Nebenschluß über elektrisch I 10
leitende Wandelemente, im speziellen SchmelzgefäBteile oder Elektroden
vermieden wird.
Fig. 3D zeigt eine weitere Ausführungsform der Vorrichtung; . ... mit
mehreren ElekUrodenpaaren. Im Gegensatz zu der anhand von 15 Fig. 3C
erläuterten Ausführungsform der Vorrichtung sind hier die Elektroden edoch
nicht'nebeneinander, sondern .. übereinander'angeorduet. Dabei bilden die
zwei Elektroden 501'' und 502 ein Elektrodenpaar, welches von der "
Wechselstromquelle 18 versorgt wird und näher an der 20
Schmelzbadoberfläche oberhalb der von der Wechselstromquelle ' 20
versorgten und auf den gleichen Seiten des Schmelzgefäßes 3 angebrachten
ElekUroden 503 und 504 angeorduot ist. Eine derartige Anordnung ist
besonders geeignet, durch separaten Betrieb der übereinander angeorduoten
Elektrodenpaare die 25 'räumliche Temperaturverteilung in der Schmelze zu
beeinflussen und so beispielsweise die Form und Ausdehnung einer oder
mehrerer Konvektionswalzen in der Schmelze zu steuern. 30 In Fig. 3E ist
eine Ausführungsform mit einer ringförmigen '' Elektrode 501 und einer
zweiten Elektrode 502 in Form einer BodenelekUrode dargestellt. Die
Elektrode 501 nimmt dabei '
4 8 einen ringförmigen Bereich der Seitenwandung 16 des zylinderförmigen
Schmelzgefäßes 3 mit kreieförmigem oder ovalem Grundriss ein. Anstelle des
dargestellten . . kreisförmigen oder ovalen Grundrisses kann dieser auch
die . , 5 Gestalt eines Vielecks aufweisen.
Selbstverständlich können auch die anderen beispielhaft ... dargestellten
Ausführungsformen eine oder mehrere Bodenelektroden aufweisen. Derartige
Bodenelektroden sind 10 unter anderem vorteilhaft zur gezielten.Abgabe der
Heizleistung im unteren Bereich des Schmelzgefäßes. Dadurch wird eine
optimale Volumenausnutzung gewährleistet, beziehungeweise Totvolumina
vermieden.
... 15 Die in Fig. 3F dargestellte Ausführungsform der Vorrichtung umfaBt
ebenfalls wie die in Fig. 3E gezeigte Ausführungsform ein zylinderförmiges
Schmelzgefä$ 3 mit kreisförmigem oder ovalem Grundriss. Die Elektroden 5
01 und 5 02 sind in der zylinderförmigen Seitenwandung angeordnet und
bilden eweils 2 0 einen Bereich der Seitenwandung 1 6in Form eines
Ringeegments. Ein zylinderförmiges Schmelzgefäß, wie in den I
Ausführungsformen der Figuren 3E und 3F gezeigt ist, weist gegenüber
quaderförmigen Schmelzgefäßen eine geringere Oberfläche der Innenwandung
auf, wodurch die Ableitung von 2 5 Wärmeenergie reduziert wird. Jedoch
ergeben sich bei .. ringeegmentförmigen ElekUroden stark
unterschiedliche..DTD: .. Widerstandsstrecken durch die: Schmelze. Dies
kann beispielsweise dadurch kompensiert werden, indem die Elektroden
beispielsweise nochmals in separat betriebene 3 0 Segmente unterteilt
werden...DTD:
4 9 Fig. 4 zeigt eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Vorrichtung 1, die insbesondere als kontinuierliches Einschmelzaggregat
ausgelegt ist. Das Schmelzgefäß 3 ist auch bei dieser Ausführungsform
bevorzugt 5 als Skulltiegel ausgeführt. Die Elektroden 5 sind auf ..
gegenüberliegenden Seiten des Schmelzgefäßes 3 angeorduot und . bilden
ebene Bereiche der Seitenwandung 16.: Auf dem Schmelzgefäß 3 ist eine
Abdeckung 2 7 angeordnet in 1 0 welcher sich eine Einlage 3 0 für die
Zugabe von Schmelzgut befindet. Die Schmelze wird über einen Ablauf 10
abgeführt.
Im Ablauf ist außerdem ein Gasbrenner angeorduot, welcher ein Erkalten der
Schmelze beim Abführen durch den Ablauf verhindert. Zwischen Ablauf und
Einlage ist außerdem eine 15 gekühlte Brücke 2 6 so angeordnet, daß sie
von oben durch die! Schmelzbadoberfläche 24 in die Schmelze 22 eintaucht.
Damit wird vermieden, daß noch nicht aufgeschmolzenes Einschmelzgut direkt
in den Ablauf 1 0 geraten kann, sondern hinreichend lange im Schmelzgefäß
3 verbleibt. Im Oberofen oberhalb der 2 0 Schmelzbadoberfläche 24 ist
außerdem ein Gasbrenner . angeordnet, mit welchem beispielsweise beim
Anfahren die I . .. Schmelze 22 auf eine hinreichende Temperatur
vorgeheizt werden kann, bis sie eine für die konduktive Beheizung
auereichende Leitfähigkeit aufweist. Durch das konduktive 2 5 Heizen mit
den Elektroden 5 und dem gleichzeitigen Kühlen der . Skullwände und der
Elektroden 5 kommt es zu einem - Temperaturgefälle innerhalb der Schmelze
vom Mittenbereich hin zu den gekühlten Wandungen. Dadurch entsteht im
Mittenbereich der Schmelze 2 2 eine heiße Zone 2 3, deren 3 0 Temperatur
durch das Zusammenwirken von Kühlung und Heizleistung so eingestellt
werden kann, daß sie mehr als 15 0° K, vorzugsweise mehr als 2 50° K höher
ist als die
5 0 Elektrodenoberflächen. Dadurch entsteht in der Schmelze außerdem eine
starke Konvektionsströmung unter Ausbildung einer oder mehrerer
Konvektionswalzen 2 5. Auf diese Weise wird das Schmelzgut durch das
Schmelzgefäß durchgeführt und 5 es werden Totzonen in der Schmelze 22
vermieden, in denen das Schmelzgut zu lange im Schmelzgefäß verbleibt.
Die Konvektion kann'des weiteren durch eine Blasdüse 3 2 unterstützt
werden, durch die beispielsweise Sauerstoff oder Edelgase in die Schmelze
22 eingeblasen werden können.
Fig. 5 zeigt gemessene Diagramme von Temperaturen als .. Funktion des
Heizstroms. Als Schmelzgut wurde alkalifreies Displayglas'verwendet. Die
gepunktet dargestellte Kurve zeigt die Abhängigkeit'der Temperatur in der
heißen Zone 23 der .. 15 Schmelze. Die mit'einer durchgezogenen Linie
dargestellte! Meßkurve gibt die TemperaturmaBwerte an der
Schmelzbadoberfläche 24 und die gestrichelt dargestellte ' Meßkurve die
Meßwerte an der Elektrodenoberfläche wieder.
Dabei wurde für die Elektrode eine Kühlung mit zwei . 2 0 Kühlkreisen
verwendet. Einer der Kühlkreise wurde dazu mit Luft als Kühlmittel
betrieben,die über Fluidleitungskanäle I direkt mit einer gut
wärmeleiLfähigen Platte, auf welcher das Schmelzkontaktmaterial angeorduet
ist, in Berührung kommt.
Die Meßkurven zeigen, daß mit dem erfindungsgemäßen Verfahren 25 eine
Temperaturdifferenz zwischen heißer Zone 25 und ' ElekUrodenoberfläche von
242 °C erreicht wurde. Dabei'läSt' sich die Temperaturdifferenz unter
anderem auch dadurch noch' vergrößern, indem der Kühlluft Wasser zur
Bildung eines ' .. Aerosols zugesetzt wird.
3 0 In den Figuren 6A bis 6c sind anhand schematischer Querschnitte durch
ein Schmelzaggregat 1 Verfahrensschritte '
5 1 eines Startvorgangs, beziehungsweise einer Inbetriebnahme dargestellt.
Fig. 6A zeigt dazu den Anfangszustand, bei welchem das Schmelzgefä$ 3 des
Schmelzaggregates 1 mit festem Schmelzgut 3 5 befnllt ist. Das Schmelzgut
3 5 kann 5 beispielsweise als Scherben oder Gemenge zugegeben sein.
Als nächstes werden, wie in Fig. 6B gezeigt ist, . Startelektroden'3 7'und
3 9 in das Schmelzgut eingeführt. Die StartelekUroden 3 7 und 3 9 sind mit
einer Stromquelle oder 10 Stromversorqung 4 1 verbunden. Zwischen den
Elektroden 3 7 und' . ' 3 9 wird nun ein kleiner'Bereich des Schmelzguts,
etwa an der ... Oberfläche mittels eines fossilen Brenners soweit erhitzt,
' ... bis dessen Leitfähigkeit'zur konduktiven Beheizung über die . ..
Startelektroden auereicht. Daraufhin bildet sich durch' die 15 konduktive
Beheizung zwischen den Elektroden 3 7 und 3 9 ein geschmolzener Bereich 2
2 0. Die Elektroden 3 7, 3 9 können' nun langsam'auseinandergefahren
werden, wobei sich der Bereich 22 0 zwischen diesen entsprechend
vergrö$ert. ' . .: ' 2 0 Gleichzei'tig können die in der Wandung des
Schmelzgefä$es 3 integrierten Elektroden 51 und 52 vorgeheizt werden.
Dies' I ... geschieht über jeweils eine mit dem Schmelzkontaktmaterial der
Elektroden verbundene Stromversorgung 33, mit welcher eine Querbestromung
und somit eine ohmeche Beheizung des 2 5 Schmelzkontaktmaterials
vorgenommen wird. Die Wände des ' SchmelzgefaBes 3 können auf der der
Schmelze zugekehrten Seite zusätzlich mit einem elektrisch und thermisch
schlecht leitendenden Material, beispielsweise mit Keramikplatten oder
SiO2-Schlicker ausgekleidet sein. ' 3 0 ' Durch die Querbestromung'wird
auch im Bereich der Elektroden Schmelzgut aufgeschmolzen und bildet
geschmolzene Bereiche'
221, beziehungsweise 222. Sind die Startelektroden so weit
auseinandergefahren, daB diese in die Nähe der Elektroden 51 und 52
kommen, so' kommen schlieBlich die geschmolzenen...
Bereiche 221 und 222 jeweils mit dem geschmolzenen Bereich . ... 5 220 in
Kontakt. Auf diese Weise wird ein geschmolzener I .. : Bereich
hergestellt, welcher von einer der Elektroden 51 und 52 zur anderen reicht
und eine leitfähige Brücke bildet.
,. Daraufhin kann die St'romversorqung 18 für die' beiden .... ElekUroden
51 und 52 in Betrieb genommen und so die' Schmelze .... 10 mittels dieser
Elektroden mit groBer Leistung geheizt werden.
. ·,:
Bezugszeichenliste 1. Vorrichtung zur Beheizung von Schmelzen 3.
Schmelzgefäß. . ... 5, 501, Elektrode. . . . 502. -
51 Schmelzkontaktfläche der Elektrode 5.
52. Elektrische Zuleitungen.: . 53 Schmelzkontaktmaterial der Elektrode
5...DTD: . . 54 Stützkonstruktion für SchmelzkontakÜmaterial 53 56
Halteblech..
6 Kühlmittelanschlüsse.
. 61 Anschlüsse für ersten Kühlkreis : 62 Anschlüsse für zweiten Kühlkreis
. . . 7 Rohre des Skulltiegels. . . 9 Zulauf -. 10. Ablauf. 11
Schmelzgutrinne.. 13 Feuerfestkragen:. 14 Boden des Schmelzgefäßes 3 . 15
Bodenablauf; .. . 16 Seitenwandung des Schmelzgefäßes 3.
161, 162 schräg gestellt Seitenwände des Schmelzgefaßes 3 18, 20, 33
Wechselstromquelle:: ..
22 Schmelze..
220, 221, geschmolzene Bereiche.
.: 222. .. .
23. heißer Bereich.
. 24 Schmelzbadoberfläche 25 Konvektionswalze 26 Brücke. .
2 7 Abdeckung 2 8, 2 9 GasUrenner 3 0 Einlage.
. 32 Blasduse I. 34.. Zuleitungen 3 5 festes.Schmelzgut . 3 7, 3 9
StartelekUroden 4 1 Stromversorqung für Startelektroden 37, 3 9