| Dokumentenidentifikation |
DE102004014800A1 20.10.2005 |
| Titel |
Scheibenträger für eine Schiessscheibe |
| Anmelder |
Kral, Willi, 71546 Aspach, DE |
| Erfinder |
Kral, Willi, 71546 Aspach, DE |
| Vertreter |
Winter Lewandowsky Patentanwälte, 71364 Winnenden |
| DE-Anmeldedatum |
24.03.2004 |
| DE-Aktenzeichen |
102004014800 |
| Offenlegungstag |
20.10.2005 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
20.10.2005 |
| IPC-Hauptklasse |
F41J 1/10
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| Zusammenfassung |
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Scheibenträger (10; 110; 210; 310) für eine Schießscheibe (13), der eine flache Platte (11; 111; 211; 311) aufweist. Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass entlang der vertikalen Seiten der Platte (11; 111; 211; 311) mindestens zwei Verstärkungselemente (12; 112; 212; 312) vorgesehen sind. Die Verstärkungselemente (12; 112; 212; 312) bewirken, dass die Platte (11; 111; 211; 311) stabil und vibrationsarm in der Halterung aufgenommen ist. Sie sichern darüber hinaus die Stabilität der durchlöcherten Platte (11; 111; 211; 311). Die Platte (11; 111; 211; 311) ist dank der Verstärkungselemente (12; 112; 212; 312) stabil genug, um selbsttragend entweder in eine Duell- oder in eine Präzisionsschießanlage eingespannt zu werden. Der erfindungsgemäße Scheibenträger (10; 110; 210; 310) ist daher vielseitig verwendbar.
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| Beschreibung[de] |
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Die vorliegende Erfindung betrifft einen Scheibenträger für eine Schießscheibe
nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Beim Duell- und Präzisionsschießen wird ein Scheibenträger für eine
Schießscheibe an einer Halterung befestigt und vor einem Kugelfang positioniert.
Der Scheibenträger und dessen Halterung sind so ausgelegt, dass die Schießscheiben
möglichst vibrationsarm gehalten werden und dass ein schnelles Wechseln der Schießscheiben
möglich ist.
Beim Duellschießen weist bspw. der Scheibenträger eine Platte auf,
an deren oberem Teil die zu beschießende Schießscheibe befestigt ist. Dieser Scheibenträger
wird an einer dafür an der Schießanlage vorgesehenen Halterung angebracht.
Zum Präzisionsschießen wird bspw. ein Scheibenträger benötigt, der
an einer bewegbaren Halterung, bspw. einem Schlitten, befestigt ist, mittels der
der Scheibenträger zwischen Kugelfang und dem Schützen hin und her bewegbar ist.
Zu diesem Zweck weist der Scheibenträger Trägerstützen zur lagesicheren Befestigung
an der bewegbaren Halterung auf. Darüber hinaus weist der Scheibenträger eine Platte
auf, an der die Schießscheibe angebracht werden kann. Die zwischen Schütze und Kugelfang
bewegbare Halterung kann entweder aufgestellte Scheibenträger oder hängende Scheibenträger
aufnehmen.
Ein gattungsgemäßer Scheibenträger ist in dem deutschen Gebrauchsmuster
DE 94 00 634 U1 beschrieben. Dort
ist ein Schießrahmen für Duellschießanlagen offenbart, der aus mehreren zusammengesetzten
Schichten Karton mit zwei Holzstücken besteht. Die Holzstücke dienen zur Aufnahme
des Schießrahmens in die Duellschießanlage. Auf dem Schießrahmen wird die Schießscheibe
angebracht. Problematisch dabei ist die aufwändige Herstellung des Schießrahmens,
weil der Karton verklebt und die Holzstücke separat am Karton befestigt werden müssen.
Die internationale Patentanmeldung WO 96/23190 beschreibt eine transportable
Zieleinrichtung, die auch aus Pappe bestehen kann. Dabei wird eine Pappscheibe an
den Rändern umgebogen, und links und rechts werden Stützen durchgesteckt, an denen
die Pappscheibe befestigt ist. Die Schießscheibe wird an die Pappscheibe geheftet.
Diese Zieleinrichtung ist weder für Duell- noch für Präzisionsschießanlagen geeignet.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Scheibenträger
für Schießscheiben bereit zu stellen, der einfach aufgebaut ist und vergleichsweise
kostengünstig hergestellt werden kann.
Diese Aufgabe wird durch einen Scheibenträger mit den Merkmalen des
Patentanspruches 1 gelöst. Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass entlang der vertikalen
Seiten der Platte mindestens zwei Verstärkungselemente vorgesehen sind. Die Verstärkungselemente
bewirken, dass die Platte stabil und vibrationsarmen in der Halterung aufgenommen
ist. Sie sichern darüber hinaus die Stabilität der durchlöcherten Platte. Die Platte
ist dank der Verstärkungselemente stabil genug, um selbsttragend entweder in einer
Duell- oder in eine Präzisionsschießanlage eingesetzt zu werden. Der erfindungsgemäße
Scheibenträger ist daher vielseitig verwendbar. Die Schießscheiben können bspw.
mittels Fotoecken oder in aus der Platte teilweise freigestanzten Haltelaschen oder
in auf der Platte angebrachten Halte- und/oder Klemmelementen gehalten sein.
Ein weiterer Vorteil der Erfindung liegt darin, dass die Ausführung
des Scheibenträgers so gestaltet werden kann, dass er zwei Schießscheiben, auch
unterschiedlicher Art, bspw. für das Duellschießen und für das Präzisionsschießen,
aufnehmen kann. Wenn das Material stark durchlöchert ist, kann der zerlöcherte Bereich
der Platte herausgeschnitten oder abgeschnitten oder der Scheibenträger einfach
umgedreht werden. Der Scheibenträger kann dann mit dem verbleibenden Bereich der
Platte, der die zweite Schießscheibe aufnimmt, weiter verwendet werden.
Vorteilhafte Weiterbildungen ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Die Ausgestaltung der Platte aus mindestens einer Lage Wellpappe,
Graupappe (Karton) und/oder Wabenpappe bietet eine formstabile Ausgestaltung. Auch
die Verstärkungselemente können, ebenso wie die Platte, aus Wellpappe, Graupappe
(Karton) und/oder Wabenpappe ausgeführt sein. Neben der guten Stabilität hat die
Wahl eines derartigen Materials den Vorteil, dass der zu entsorgende Abfall im Kugelfang
neben dem Sand und den Kugeln selbst nur aus Pappe bzw. Karton oder Papier von der
Schießscheibe besteht. Es bleiben keine Kunststoffabfälle zurück, die aufwendig
aussortiert und separat entsorgt werden müssten. Andere denkbare Materialien, die
denselben Zweck erfüllen, sind Materialien aus Stärke oder auf der Basis von Stärke,
bspw. ein Verbundmaterial aus Fasern und Stärke.
Aufgrund des Materials bieten sich zur Formgebung der Verstärkungselemente
viele Fertigungsmöglichkeiten an, beispielsweise Stanzen, Falten,
Crushen, Wickeln oder Kleben. Materialien auf der Basis von Stärke können auch gegossen
oder gepresst werden. Die Verstärkungselemente werden vorzugsweise durch Klemmen,
Kleben, Tackern, Heften oder Nieten an der Platte angebracht. Die Ausgestaltung
der Verstärkungselemente im Querschnitt kann dabei variieren, beispielsweise zylindrisch
oder mehreckig oder als flache, ein- oder mehrschichtige Seitenwand ausgeführt sein.
Besonders bevorzugt, weil besonders einfach auszuführen, ist die einstückige Herstellung
der Verstärkungselemente, bei der diese durch Falten oder Wickeln, ggf. mit Vorstanzen,
bzw. durch Gießen oder Pressen aus dem Material der Platte gebildet werden. Die
Platte kann auch in die Verstärkungselemente eingesetzt oder eingehängt sein.
Eine besonders bevorzugte Ausgestaltung eines erfindungsgemäßen Scheibenträgers
zeichnet sich dadurch aus, dass das Verstärkungselement eine Hinterwand aufweist,
die parallel zur Platte verläuft und dass zwischen Hinterwand und Platte ein Abstandshalter
vorgesehen ist. Vorzugsweise ist der Abstandshalter durch einen um 180° umgelegten
Randlappen der Hinterwand gebildet. Durch diese Ausgestaltung wird ein Zwischenraum
zwischen dem Verstärkungselement und der Platte hergestellt, welcher die seitlichen
Ränder der Schießscheibe aufnehmen kann. Die Schießscheibe wird praktisch in einen
Schlitz hinein geschoben, wobei die Enden der Abstandhalter als Führungskanten dienen
können.
Ferner können Arretierungslaschen vorgesehen sein, die in die Verstärkungselemente
eingreifen. Diese Arretierungslaschen können auf besonders einfache Weise durch
Ausstanzungen aus der Platte gebildet sein. Mit den Arretierungslaschen können die
Verstärkungselemente noch besser fixiert und in ihrer Lage gehalten werden. Selbstverständlich
können die Arretierungslaschen auch separat auf der Platte aufgebracht sein.
In besonders vorteilhafter Weise kann jedes Verstärkungselement mindestens
eine Arretierungslasche aufweisen, die als Stützfläche zum Abstützen der Schießscheibe
dienen kann. Diese Stützflächen sind vorzugsweise so positioniert, dass sich das
Zentrum der an der Platte gehaltenen Schießscheibe in vorschriftsmäßiger Höhe mit
der Schießanlage befindet.
Eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Scheibenträgers
weist entlang der unteren horizontalen Kante der Platte ein drittes Verstärkungselement
auf, welches mit den seitlichen Verstärkungselementen verbunden ist. Das bodenseitige
Verstärkungselement kann bspw. aus zwei Faltlaschen bestehen, zwischen welchen im
zusammengebauten Zustand zwei an den Verstärkungselementen vorgesehene Bodenlaschen
liegen. Das hat den Vorteil, dass diese Ausführungsform aus einem einzigen Zuschnitt
durch Falten hergestellt werden kann. Das bodenseitige Verstärkungselement kann
mindestens eine, vorzugsweise zwei Halteöffnungen zum Befestigen an einer Halterung
aufweisen. In dieser Ausgestaltung ist es zur Verwendung sowohl in einer stehenden
Halterung als auch in einer hängenden Halterung geeignet.
Eine andere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Scheibenträgers
weist Verstärkungselemente auf, welche mindestens einen Rahmen bilden, der mit einer
vertikalen Seite der Platte gelenkig verbunden ist. Diese Ausführungsform kann besonders
einfach aus einer einzigen Grundplatte hergestellt werden. Der entstandene Rahmen
wird entlang der Gelenkverbindung über die Platte geklappt, so dass die Schießscheibe
zwischen Platte und Rahmen zu liegen kommt. Auf diese Weise können Scheibenträger
für zwei oder mehr Schießscheiben in einem Arbeitsgang aus einer einzigen Grundplatte
hergestellt werden.
In besonders vorteilhafter Weise kann die Platte mindestens eine Vertiefung
aufweisen, wobei die Öffnung des mindestens einen Rahmens über der mindestens einen
Vertiefung liegt. Wenn die Vertiefung die Abmessungen der Schießscheibe aufweist,
kann diese problemlos in den Scheibenträger eingelegt werden, ohne zu verrutschen.
Auf das Anbringen von Fotoecken oder teilweise freigestanzten Laschen kann dann
verzichtet werden. Dabei ist es sinnvoll, wenn die lichte Weite der mindestens einen
Öffnung kleiner bemessen ist als die lichte Weite der mindestens einen Vertiefung.
Auf diese Weise kann die Schießscheibe auch bei dieser Ausgestaltung des erfindungsgemäßen
Scheibenträgers zwischen Rahmen und Platte gehalten werden.
Die Erfindung wird im folgenden anhand von in den Zeichnungen dargestellten
Ausführungsbeispielen näher erläutert.
1 zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel
eines erfindungsgemäßen Scheibenträgers für eine Schießscheibe in einer schematischen,
nicht maßstabsgetreuen Frontansicht;
2 zeigt eine Draufsicht auf den Scheibenträger
gemäß 1 in einer schematischen, nicht maßstabsgetreuen
Darstellung;
3 zeigt einen teilweise verbrauchten
Scheibenträger gemäß 1 in einer schematischen, nicht
maßstabsgetreuen Darstellung;
4 zeigt eine weiteres Ausführungsbeispiel
eines erfindungsgemäßen Scheibenträgers für eine Schießscheibe in einer schematischen,
nicht maßstabsgetreuen Frontansicht;
5 zeigt eine Draufsicht auf den Scheibenträger
gemäß 4 in einer schematischen, nicht maßstabsgetreuen
Darstellung;
6 zeigt eine weiteres Ausführungsbeispiel
eines erfindungsgemäßen Scheibenträgers für eine Schießscheibe in Form eines Zuschnitts
in einer schematischen, nicht maßstabsgetreuen Darstellung;
7 zeigt den Scheibenträger gemäß
6 in zusammen gefaltetem Zustand in einer schematischen,
nicht maßstabsgetreuen Frontansicht;
8 zeigt eine Draufsicht auf den Scheibenträger
gemäß 7 in einer schematischen, nicht maßstabsgetreuen
Darstellung;
9 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel
eines erfindungsgemäßen Scheibenträgers in Form eines Zuschnitts in einer schematischen,
nicht maßstabsgetreuen Darstellung;
10 zeigt einen Schnitt entlang der Linie
X-X in 9;
11 zeigt den Scheibenträger gemäß
9 und 10 nach
dem Falten des Zuschnitts in einer Schnittdarstellung;
12a–12
zeigen ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Verstärkungselementes in einer schematischen,
nicht maßstabsgetreuen Darstellung;
13 zeigt eine Draufsicht auf einen Scheibenträger
mit Verstärkungselementen gemäß 12c.
Wie in den 1 und 2
dargestellt, weist ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Scheibenträgers
10 für eine Schießscheibe eine Platte 11 auf, die bspw. aus mindestens
einlagiger Wellpappe, Graupappe oder Wabenpappe besteht. Die Platte 11
kann auch aus Stärke oder mit Fasern versetzter Stärke bestehen. An der Rückseite
der Platte 11 sind entlang ihrer vertikalen Kanten Verstärkungselemente
12 angeordnet. Die Verstärkungselemente 12 können durch Kleben,
Heften, Nieten oder Tackern an der Platte 11 angebracht werden. Ein weiteres
Ausführungsbeispiel sieht die Anbringung der Verstärkungselemente 12 an
der Frontseite der Platte 11 vor (nicht dargestellt). Die Verstärkungselemente
12 können aus demselben Material wie die Platte 11 bestehen.
Die Verstärkungselemente 12 sind im Ausführungsbeispiel durch
Wickeln eines rechteckigen Zuschnitts hergestellt und bspw. mit der Rückseite der
Platte 11 verklebt. Der Zuschnitt ist vorteilhafterweise so gewickelt,
dass im Querschnitt ein Rechteck gebildet wird, wobei ein freier Rand
15 des Zuschnitts sich vollständig diagonal im Rechteck erstreckt. Dadurch
erhalten die Verstärkungselemente 12 eine erhöhte Stabilität. In weiteren
Ausführungsbeispielen werden die erfindungsgemäßen Verstärkungselemente
12 durch Falten, Kleben oder Crushen geformt.
Die Enden 16 der Verstärkungselemente 12 ragen über
die horizontalen Kanten der Platte 11 hinaus und können in eine Halterung
zum Halten des Scheibenträgers eingebracht werden. Die Schießscheibe 13
ist in diesem Ausführungsbeispiel mittels Fotoecken 14 im oberen Bereich
2a der Platte 2 angebracht.
Ausgehend von den 1 und 2
zeigt die 3, wie der erfindungsgemäße Scheibenträger
10 weiter verwendet werden kann, wenn der Bereich der Platte
11, welcher von der Schießscheibe 13 überdeckt ist, bspw. stark
zerlöchert ist. Der betroffene Abschnitt der Platte 11 kann ausgeschnitten
werden. 3 zeigt den dann verbleibenden Scheibenträger
10'. Dieser Scheibenträger 10' kann bspw. einfach umgedreht und
an seinen Verstärkungselementen 12 in der erwähnten Halterung zum Halten
des Scheibenträgers befestigt werden. Der verbleibende Scheibenträger
10' kann aber auch an den freien Enden 17 seiner Verstärkungselemente
12 hängend an einer bewegbaren Halterung, bspw. einem Schlitten, angebracht
werden. Halteöffnungen an der Rückseite der Verstärkungselemente 12 (nicht
dargestellt) erleichtern das Einhängen des Scheibenträgers 10' an der bewegbaren
Halterung.
Die 4 und 5
zeigen ein weiteres Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Scheibenträgers
110. Er kann aus denselben Materialien bestehen wie der Scheibenträger
10. Der Scheibenträger 110 weist ebenfalls eine Platte
111 und seitliche Verstärkungselemente 112 auf. Die Verstärkungselemente
112 sind im Ausführungsbeispiel auf der Vorderseite der Platte
111 entlang ihrer vertikalen Seitenbereiche angeordnet. Die Verstärkungselemente
112 sind aus dem freien Randbereich der Platte 111 gebildet, indem
der besagte freie Randbereich zu einer im Querschnitt etwa rechteckförmigen Säule
118 gewickelt ist. Dabei verläuft die Hinterwand 119 der Säule
118 parallel zur Platte 111. Zwischen der Hinterwand
119 und der Platte 111 ist ein Abstandshalter 120 vorgesehen.
Dieser besteht im Ausführungsbeispiel aus einem um 180° umgelegten freien Randlappen
der Hinterwand 119. Dieser freie Randlappen kann selbst leporelloartig
mehrfach gefaltet sein, um die lichte Weite des resultierenden Zwischenraums
121 zwischen der Platte 111 und der Hinterwand 119 einzustellen
(nicht dargestellt). Selbstverständlich kann der Abstandshalter auch ein separates
Bauteil sein, dass bspw. mit doppeltem Klebeband zwischen der Hinterwand
119 und der Platte 111 befestigt ist.
Um die gewickelten säulenartigen Verstärkungselemente 112
noch sicherer in ihrer Lage zu fixieren, sind im Ausführungsbeispiel Arretierungslaschen
122 vorgesehen, welche in Schlitze 123 eingreifen, die zu diesem
Zweck in den Verstärkungselementen 112 vorgesehen sind. Diese Arretierungslaschen
122 sind vorteilhafterweise aus der Platte 111 in Form einer Ausstanzung
124 gebildet.
Zur Befestigung einer Schießscheibe 13 sind ferner in der
Platte 111 teilweise freigestanzte Haltelaschen 125 vorgesehen.
Die Schießscheibe 13 wird in den Haltelaschen 125 klemmend gehalten
und stützt sich im Ausführungsbeispiel zusätzlich auf den mittleren Arretierungslaschen
122 ab. Diese mittleren Arretierungslaschen 122 sind vorteilhafterweise
so angebracht, dass der Mittelpunkt der sich darauf abstützenden Schießscheibe
13 in Bezug zum Schützen die vorschriftsmäßige Höhe aufweist, hier 1,45
m über dem Boden.
Ebenso wie der oben beschriebene Scheibenträger 10 kann der
erfindungsgemäße Scheibenträger 110 weiter verwendet werden, wenn der Bereich
der Platte 111, welcher von der Schießscheibe 13 überdeckt ist,
bspw. stark zerlöchert ist. Der betroffene Abschnitt der Platte 111 kann
ebenfalls ausgeschnitten oder abgeschnitten werden. Der Rest des Scheibenträgers
110 kann, wie für den in 3 gezeigten Scheibenträger
10' beschrieben, an seinen Verstärkungselementen 112 stehend oder
hängend in der erwähnten Halterung zum Halten des Scheibenträgers befestigt werden.
Die 6 bis 8
zeigen ein weiteres Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Scheibenträgers
210 für eine Schießscheibe. Der Scheibenträger 210 kann ebenfalls
aus mindestens einlagiger Wellpappe, Graupappe oder Wabenpappe bestehen. Er weist
eine Platte 211 auf, auf welcher die Schießscheibe bspw. in teilweise freigestanzten
Haltelaschen 225a oder 225b gehalten ist. Die Platte
211 wird von zwei als flachen Seitenwänden ausgeführten Verstärkungselementen
212 gestützt. Ferner ist entlang der unteren horizontalen Kante der Platte
211 ein weiteres als flacher Boden ausgeführtes Verstärkungselement
226 vorgesehen, an dem Halteöffnungen 227 zur Befestigung des
Scheibenträgers 210 an einer geeigneten, bspw. bewegbaren Halterung, wie
einem Schlitten, angebracht sind. Mittels der Halteöffnungen 227 ist die
Befestigung des Scheibenträgers 210 an der Halterung sowohl in aufrechter
als auch in hängender Weise möglich.
Im Ausführungsbeispiel wird der Scheibenträger 210 aus einem
Zuschnitt gefaltet (vgl. 6). Mehrteilige Ausführungsformen
sind aber auch denkbar, bei denen die Platte 211 und die Verstärkungselemente
212, 226, bspw. durch Stecken, Kleben, Nieten, Heften oder Tackern
miteinander verbunden werden. Die seitlichen Verstärkungselemente werden um 90°
aufgestellt. Das Verstärkungselement 226 ist aus zwei Faltlaschen
228a, 228b gebildet Die Faltlasche 228a ist an der unteren
horizontalen Kante der Platte 211 angelenkt, während die Faltlasche
228b an der freien Kante der Faltlasche 228a angelenkt ist. Zwischen
den Faltlaschen 228a, 228b sind im zusammengefalteten Zustand
zwei Bodenlaschen 229 angeordnet, welche an den unteren horizontalen Kanten
jedes Verstärkungselements 212 angelenkt sind. Im zusammengefalteten Zustand
greifen ferner zwei an der freien Kante der Faltlasche 228b vorgesehene
Vorsprünge 230 in Ausnehmungen 231 ein, welche an der Platte
212 entlang ihrer unteren horizontalen Kante eingearbeitet sind. Dadurch
wird das Verstärkungselement 226 und damit der gesamte Scheibenträger
210 zusätzlich verstärkt, so dass er vibrationsarm in der Halterung gehalten
ist.
Die 9 bis 11
zeigen ein weiteres Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Scheibenträgers
310. Hierbei sind eine Platte 311 und ein Rahmen 331
entlang einer vertikalen Faltlinie 332 aneinander angelenkt. Selbstverständlich
könne die Platte 311 und der Rahmen 331 auch voneinander getrennte
Bauteile sein. Der Rahmen 331 bildet zwei vertikale Verstärkungselemente
312 sowie im Ausführungsbeispiel drei zusätzliche horizontale Verstärkungselemente
333, welche zwei Öffnungen 334 begrenzen. Die Platte
311 weist im Ausführungsbeispiel zwei mit den Öffnungen korrespondierende
Vertiefungen 335 auf. Der erfindungsgemäße Scheibenträger 310
kann aus einer Grundplatte hergestellt werden, wobei die Öffnungen 334
ausgestanzt und die Vertiefungen 335 eingeprägt werden. Die Faltlinie
332 kann durch Anbringen eines Schlitzes 336 hergestellt werden
(vgl. 10).
Vor dem Zusammenfalten des erfindungsgemäßen Scheibenträgers
310 werden die Schießscheiben in die Vertiefungen 335 eingelegt.
Im zusammengefalteten Zustand liegt der Rahmen 331 über der Platte
311. Dabei kommen die Öffnungen 334 über den Vertiefungen
335 zu liegen. Da die lichte Weite der Öffnungen 334 kleiner bemessen
ist als die lichte Weite der Vertiefungen 335, ist die Schießscheibe zwischen
dem Rahmen 331 und der Platte 311 gehalten, so dass sie nicht
herausfallen kann, wenn der Scheibenträger 310 senkrecht aufgestellt ist.
Die 12a bis 12c
sowie 13 zeigen ein weiteres Ausführungsbeispiel eines
rohrförmigen Verstärkungselements 412a, 412b, 412c für einen
erfindungsgemäßen Scheibenträger 410. Zum Einsetzen einer Platte
411 zur Aufnahme einer Schießscheibe sind in der Mantelfläche schlitzförmige
Öffnungen 437a, 437b, 437c vertikal angeordnet. Die Öffnung
437a erstreckt sich nahezu über die gesamte Höhe des Verstärkungselements
412a (vgl. 12a). Die mindestens zwei Öffnungen
437b liegen vertikal übereinander (vgl. 12b).
Die Öffnung 437c ist als durchgehender Schlitz ausgebildet (vgl.
12c). Die Platte 411 ist in diese schlitzförmigen
Öffnungen 437a, 437b, 437c eingesetzt und ggf. eingeklebt.
(vgl. 13). Die Platte 411 kann auch in die
Verstärkungselemente 412a, 412b, 412c eingehängt sein
(nicht dargestellt). Die Verstärkungselemente können auch rundstabförmig ausgebildet
sein, wobei den schlitzförmigen Öffnungen entsprechende Ausnehmungen vorgesehen
sind (nicht dargestellt).
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| Anspruch[de] |
- Scheibenträger (10; 110; 210;
310; 410) für eine Schießscheibe (13), die eine flache
Platte (11; 111; 211; 311; 411) aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass entlang der vertikalen Seiten der Platte (11;
111; 211; 311; 411) mindestens zwei Verstärkungselemente
(12; 112; 212; 312; 412a,
412b, 412c) vorgesehen sind.
- Scheibenträger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet dass die Platte
(11; 111; 211; 311; 411) und/oder die
Verstärkungselemente (12; 112; 212; 312;
412a, 412b, 412c) aus mindestens einer Lage Wellpappe,
Graupappe und/oder Wabenpappe ausgeführt sind.
- Scheibenträger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet dass die Platte
(11; 111; 211; 311; 411) und/oder die
Verstärkungselemente (12; 112; 212; 312;
412a, 412b, 412c) aus Stärke oder einem Material auf
der Basis von Stärke bestehen.
- Scheibenträger nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Platte
(11; 111; 211; 311; 411) und/oder die
Verstärkungselemente (12; 112; 212; 312;
412a, 412b, 412c) durch Gießen oder Pressen hergestellt
sind.
- Scheibenträger nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet
dass die Verstärkungselemente (12; 112; 212;
312; 412a, 412b, 412c) durch Stanzen, Falten,
Crushen, Wickeln oder Kleben gefertigt sind.
- Scheibenträger nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet
dass die Verstärkungselemente (12; 112; 212;
312; 412a, 412b, 412c) im Querschnitt zylindrisch,
mehreckig oder als flache, ein- oder mehrschichtige Seitenwand ausgeführt sind.
- Scheibenträger nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet
dass die Verstärkungselemente (12; 112; 212;
312; 412a, 412b, 412c) durch Stecken, Kleben,
Tackern, Klammern, Nieten oder Heften an der Platte befestigt sind.
- Scheibenträger nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet
dass die Verstärkungselemente (12; 112; 212;
312) einstückig durch Falten an der Platte angebracht sind.
- Scheibenträger (110) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass jedes Verstärkungselement (112) eine Hinterwand
(119) aufweist, die parallel zur Platte (111) verläuft und dass
zwischen Hinterwand (119) und Platte (111) ein Abstandshalter
(120) vorgesehen ist.
- Scheibenträger nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstandshalter
(120) durch einen um 180° umgelegten Randlappen der Hinterwand (119)
gebildet ist.
- Scheibenträger nach einem der Ansprüche 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet,
dass Arretierungslaschen (122) vorgesehen sind, die in die Verstärkungselemente
(112) eingreifen.
- Scheibenträger nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die
Arretierungslaschen (122) durch Ausstanzungen (124) aus der Platte
(111) gebildet sind.
- Scheibenträger nach einem der Ansprüche 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet,
dass jedes Verstärkungselement (112) mindestens eine Arretierungslasche
(124) aufweist, die als Stützfläche zum Abstützen der Schießscheibe (13)
dient.
- Scheibenträger (210) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, dass entlang der unteren horizontalen Kante der Platte (211)
ein drittes Verstärkungselement (226) vorgesehen sind, welches mit den
seitlichen Verstärkungselementen (212) verbunden ist.
- Scheibenträger nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass das
bodenseitige Verstärkungselement (226) aus zwei Faltlaschen (228a,
228b) besteht, zwischen welchen im zusammengebauten Zustand zwei an den
seitlichen Verstärkungselementen (212) vorgesehene Bodenlaschen (229)
liegen.
- Scheibenträger nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, dass
das bodenseitige Verstärkungselement (226) mindestens eine Halteöffnung
(227) zum Befestigen an einer Halterung aufweist.
- Scheibenträger (310) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, dass die Verstärkungselemente (312) mindestens einen Rahmen
(331) bilden, der mit einer vertikalen Seite der Platte (311)
gelenkig verbunden ist.
- Scheibenträger nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass die
Platte (311) mindestens eine Vertiefung (335) aufweist und die
Öffnung (334) des mindestens einen Rahmens (331) über der mindestens
einen Vertiefung (335) liegt.
- Scheibenträger nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass die
lichte Weite der mindestens einen Öffnung (334) kleiner bemessen ist als
die lichte Weite der mindestens einen Vertiefung (335).
- Scheibenträger nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
dass das Verstärkungselement (412a, 412b, 412c) rohrförmig
ausgebildet ist und mindestens eine schlitzförmige Öffnung (437a,
437b, 437c) zur Aufnahme einer Platte (411) aufweist.
- Scheibenträger nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
dass das Verstärkungselement (412a, 412b, 412c) rundstabförmig
ausgebildet ist und mindestens eine Ausnehmung zur Aufnahme einer Platte (411)
aufweist.
Es folgen 7 Blatt Zeichnungen
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