Stand der Technik
Die Erfindung betrifft einen Regensensor nach Gattung des unabhängigen
Anspruchs.
Es sind schon zahlreiche Regensensoren, beispielsweise aus der DE-A-199
33 641 bekannt, die zur Detektion von Feuchtigkeit und Schmutz auf der Windschutzscheibe
eines Kraftfahrzeugs dienen. Diese Regensensoren umfassen im wesentlichen einen
Sender, einen Empfänger sowie einen Lichtleitkörper und eine Steuereunrichtung,
die eine Scheibenwischvorrichtung steuert. Wird Schmutz oder Feuchtigkeit auf der
Windschutzscheibe vom Regensensor erkannt, so löst dieser einen Wischzyklus der
Scheibenwischvorrichtung auf oder stellt die Scheibenwischvorrichtung in eine Betriebsstufe.
Der Lichtleitkörper weist bei derartigen Regensensoren eine Grundfläche
auf, die durch ein Koppelmedium mit einer Scheibe einer Kraftfahrzeugs verbindbar
ist und leitet zumindest die Strahlung des Senders in Richtung der Scheibe. Je nach
Feuchtigkeit oder Verschmutzung auf der Scheibe wird die Strahlung auf der, dem
Regensensor abgewandten Glas-Luft Grenzfläche der Scheibe reflektiert und durch
den Lichtleitkörper in den Empfänger zurückgeleitet.
Nun ist es wünschenswert, dass die Intensität der Strahlung, die in
die Scheibe geleitet wird, möglichst groß ist, bzw. dass das auf der Scheibe durch
die Strahlung des Senders ausgeleuchtete Feld möglichst groß ist, um eine große
Detektionsfläche und einen großen Signal-Rausch Abstand zu erhalten. Auf diese Weise
kann die Empfindlichkeit des Regensensors erhöht und damit das Ansprechverhalten
einer automatischen Scheibenwischvorrichtung verbessert werden.
Weiterhin wurde im Stand der Technik vorgeschlagen, entsprechend leistungsfähige
Sender zu verwenden, die jedoch kostenintensiv und in ihrer Lebensdauer beschränkt
sind. Die Verwendung von empfindlicheren Empfängern macht den Regensensor anfälliger
gegen störende Einflüsse durch Fremdlicht wie Sonneneinstrahlung, Scheinwerfer anderer
Fahrzeuge oder Umgebungsbeleuchtung.
Vorteile der Erfindung
Der erfindungsgemäße Regensensor mit den Merkmalen des Hauptanspruchs
hat den Vorteil, dass durch lichtführende Strukturen im Koppelmedium mehr Strahlung
in Richtung der Scheibe gelenkt wird, wodurch die sensitive Fläche vergrößert bzw.
intensiviert wird. Darüber hinaus ist eine derartige Ausbildung kostengünstig und
einfach in der Herstellung.
Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen ergeben sich
vorteilhafte Weiterbildungen und Verbesserungen der im Hauptanspruch angegebenen
Merkmale.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn das Koppelmedium eine mit der Grundfläche
des Lichtleitkörpers verbundene Deckfläche sowie mindestens eine Seitenfläche aufweist
und die Seitenfläche schräg zur Grundfläche angeordnet ist, so dass die Seitenfläche
eine lichtführende Struktur bildet. Auf diese Weise werden keine weiteren Bauelemente
benötigt und es wird eine signifikante Verbesserung der Effektivität des Regensensors
erzielt.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Seitenfläche des Koppelmediums
zumindest im Inneren reflektierend ausgebildet ist. Auf diese Weise kann eine weitere
Effizienzsteigerung des Regensensors erzielt werden, ohne dass stärkere Sender benötigt
werden.
Weiterhin ist es von Vorteil, wenn die Seitenfläche mit Lack versehen
ist, da auf diese Weise störende Fremdlichteinflüsse verhindert werden können.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung ist im Koppelelement ein zumindest
teilweise reflektiertes Element vorgesehen, das beispielsweise als reflektierender
Silikonring oder als reflektierende Folie ausgebildet ist, und so eine lichtführende
Struktur bildet.
Um die Baugröße des Regensensors weiterhin klein zu halten ist es
vorteilhaft, wenn die lichtführende Struktur zumindest teilweise auf einer senkrechten
Linie zwischen Sender und/oder Empfänger und der Scheibe angeordnet ist. Hierdurch
wird erreicht, dass Sender und/oder Empfänger an den äußersten Enden des Regensensors
angeordnet werden können, so dass sich eine große sensitive Fläche bei kleinen Abmessungen
des Regensensors ergibt.
In einer kostengünstigen und einfachen Ausbildung ist das Koppelelement
in einem 2- oder mehrkomponentigen Spritzgussverfahren direkt an den Lichtleitkörper
selbst angespritzt.
Zeichnungen
Verschiedene Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen
dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen:
1 einen erfindungsgemäßen Regensensor
in einer Querschnittsdarstellung,
2 einen Ausschnitt aus 1
im Detail,
3 ein Koppelmedium eines erfindungsgemäßen
Regensensors in einer Variation,
4 einen weiteren erfindungsgemäßen Regensensor
in einer schematischen Querschnittsdarstellung und
5 einen weiteren erfindungsgemäßen Regensensor in
einer schematischen Querschnittsdarstellung.
Beschreibung der Ausführungsbeispiele
1 zeigt einen erfindungsgemäßen Regensensor
10 auf einer Scheibe 12. Der Regensensor 10 umfasst im
Wesentlichen eine Platine 14 auf dem ein oder mehrere Sender
16 sowie ein oder mehrere Empfänger 18 als Halbleiterbauelemente
in SMD-Technik aufgebracht sind. Weiterhin umfasst der Regensensor 10 einen
Lichtleitkörper 20, der die Strahlung der Sender 16 in Richtung
der Scheibe 12 lenkt. Der Bereich, auf der Oberfläche der Scheibe
12, der dem Regensensor abgewandt ist und auf dem die Strahlung auftrifft,
wird als sensitive Fläche 22 bezeichnet. Der Lichtleitkörper
20 weist eine Grundfläche 24 auf, die der Scheibe 12
zugewandt ist. Zwischen Scheibe 12 und Grundfläche 24 des Lichtleitkörpers
20 ist ein Koppelmedium 26 angeordnet. Das Koppelmedium
26 ist von im Wesentlichen flächiger Gestalt und weist eine Deckfläche
28 auf die an die Grundfläche 24 des Lichtleitkörpers
20 angekoppelt ist. Weiterhin weist das Koppelmedium 20 eine Seitenfläche
30 auf, die gegenüber der Deckefläche 28 angeschrägt ist, so dass
die Strahlung, die aus der Scheibe 12 in Richtung der Seitenfläche austritt,
an dieser derart reflektiert wird, dass die Strahlung in den Empfänger
18 gelangt. Auf dies Weise bildet diese schräge Seitenfläche eine lichtführende
Struktur. Die Sensoreinrichtung ist normalerweise noch von einem Gehäuse umschlossen,
welches hier aus Gründen der Übersichtlichkeit nicht gezeichnet ist.
In 2 ist die lichtführende Struktur
30 mit den übrigen Komponenten 12, 14, 16,
18, 20 im Detail dargestellt. Zwischen dem Lichtleitkörper
20 und der Scheibe 12 ist das Koppelmedium 26 angeordnet,
welches eine schräge Seitenfläche 30 aufweist, die die von der Scheibe
12 in Richtung der Seitenfläche 30 reflektierte Strahlung in Richtung
des Empfängers 18 reflektiert. Hierbei ist die äußere Berandung des Lichtleitkörpers
20 mit der Seitenfläche 30 des Koppelmediums 26 bündig
ausgeführt.
Das Koppelmedium 20 besteht aus einem Silikonkissen, wobei
die Seitenfläche 30 mit einem reflektierenden Medium, beispielsweise einem
geeigneten Lack, bedruckt ist. Typischerweise ist das Koppelmedium 26 elastisch
ausgebildet, um Unebenheiten des Lichtleitkörpers 20 an seiner Grundfläche
24 und der Scheibe 12 auszugleichen und zu verhindern, dass sich
zwischen Scheibe 12, Koppelmedium 26 und Lichtleitkörper
20 Luftblasen bilden. Diese würden die Einkopplung der Strahlung des Senders
16 in die Scheibe 12 bzw. die Auskopplung der Strahlung aus der
Scheibe 12 in den Lichtleitkörper 20 behindern.
Der Lichtleitkörper 20 ist aus Plexiglas (PMMA) hergestellt,
der mit Farbpigmenten derart eingefärbt ist, dass im wesentlichen nur die Strahlung
des Senders 16 diese durchdringen kann. Der Empfänger 18 ist ebenfalls
so abgestimmt, dass der sensitive Bereich des Empfängers mit der Wellenlänge der
Strahlung des Senders 16 korrespondiert. Hierzu kann der Empfänger
18 auch über entsprechende Filter verfügen.
Ebenso wie der Lichtleitkörper 20 kann auch das Koppelmedium
derart eingefärbt sein, dass auch dieses die entsprechende Filterwirkung aufweist.
Vorteilhafterweise werden unterschiedliche Farbpigmente für Koppelmedium
26 und Lichtleitkörper 20 verwendet, so dass der Durchlassbereich
der Kombination im Wesentlichen ausschließlich im Bereich der Senderstrahlung der
Sender 16 liegt. Die Sender 16 und die Empfänger 18 sind
als lichtemittierende Dioden LED bzw. als lichtempfangende Dioden LRD ausgebildet,
die als kostengünstige Halbleiterbauelemente erhältlich sind.
In 3 ist das Koppelmedium 26
eines erfindungsgemäßen Regensensors in einer Draufsicht, also von der Deckfläche
28 aus gesehen, gezeigt. Hierbei ist ein Silikonring 32 in das
Koppelmedium 26 eingebracht, der reflektierende Elemente 34 aufweist,
die eine lichtführende Struktur bilden. Dieser Silikonring 32 ist in das
übrige Koppelmedium 26 in einem 2-komponentigen Spritzgussverfahren eingespritzt,
wobei die reflektierenden Elemente 34 als reflektierende Folien eingelegt
werden können oder vor dem Einspritzen des Silikonringes 32 entsprechend
bedruckt werden können.
In 4 ist eine Variation eines erfindungsgemäßen
Regensensors gezeigt. Das Koppelmedium 26 ist zwischen Scheibe
12 und Lichtleitkörper 20 angeordnet und ist von im Wesentlichen
flacher Gestalt mit einer Deckfläche 28, die direkt an die Grundfläche
24 des Lichtleitkörpers 20 angekoppelt ist. Die der Deckfläche
28 gegenüber liegende Fläche liegt auf der Scheibe 12 auf, die
typischerweise eine Windschutzscheibe eines Kraftfahrzeugs ist. Die Seitenflächen
30 des Koppelmediums 26 sind bezüglich der Deckfläche
28 um einen Winkel von 20–80 Grad, insbesondere 45 Grad, angeschrägt
und mit einer reflektierenden Schicht versehen. Auf diese Weise dient die angeschrägte
Seitenfläche 30 als lichtführende Struktur. Der Lichtleitkörper
20 ist hierbei als im Wesentlichen ebene Platte ausgebildet, aus der lichtführende
Elemente 36 herausragen, die eine linsenförmige Struktur aufweisen. Die
Strahlung tritt aus dem Sender 16 in den Lichtleitkörper 20 ein
und trifft dabei auf die linsenförmige Struktur 36. innerhalb des Lichtleitkörpers
20 wird das Licht in Richtung der Scheibe bzw. in Richtung des Koppelmediums
26 gelenkt. Ein Teil der Strahlung trifft auf die lichtführende Struktur
30, welches als schräge Seitenfläche 30 ausgebildet ist, und wird
von dort zur Außenseite der Scheibe 12, in die sensitive Fläche
22 reflektiert.
Bei einer trockenen Scheibe kommt es an dieser Glas-Luft-Grenzfläche
zur Totalreflektion, wodurch die Strahlung wieder in das Koppelmedium eintritt.
Dort wird die Strahlung, die auf die Seitenwände 30 trifft, wiederum durch
die lichtführenden Strukturen 30 umgelenkt und in den Lichtleitkörper
20 eingekoppelt. Sie durchtritt den Lichtleitkörper 20 derart,
dass sie an den linsenförmigen Lichtleitelementen 36 austritt und auf den
Empfänger 18 gebündelt wird. Dieser vermag auf diese Weise die Feuchtigkeitsbeläge
im Bereich der sensitiven Fläche 22 der Außenseite der Scheibe zu erkennen.
Die lichtführende Struktur 30, 34 ist hierbei auf der senkrechten
Verbindungslinie zwischen der Oberfläche der Scheibe 12 und dem Sender
16 bzw. dem Empfänger 18 angeordnet.