| Dokumentenidentifikation |
DE102004016663A1 20.10.2005 |
| Titel |
Verfahren zur Verbesserung des Sprengergebnisses |
| Anmelder |
Müller, Bernd, Dr., 04159 Leipzig, DE |
| Erfinder |
Müller, Bernd, Dr., 04159 Leipzig, DE |
| DE-Anmeldedatum |
05.04.2004 |
| DE-Aktenzeichen |
102004016663 |
| Offenlegungstag |
20.10.2005 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
20.10.2005 |
| IPC-Hauptklasse |
F42D 1/08
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| Zusammenfassung |
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Verbesserung des Sprengergebnisses, Erhöhung der Sicherheit, Verringerung des Bohrmeteraufwandes, des Sprengstoffeinsatzes und der Erschütterungsimmissionen bei allen Reihensprengungen mit Kopf- und Sohllöchern durch ein im Bohrlochtiefsten sicher eingebrachtes, definiertes, gleichmäßig angeordnetes Luftkissen mit Zünder sowie der dazugehörigen Schlagpatrone bzw. dem Booster, wobei die Zündung stets im Bohrlochtiefsten einzuleiten ist. Es ist seit Jahren bekannt, dass Luftpuffer und -kissen innerhalb der Ladesäule von Reihensprengungen günstige Effekte auf das Sprengergebnis haben. Erfindungsgemäß wird die Aufgabe gelöst, dass dieser Hohlraum durch ein auf den Bohrlochdurchmesser abgestimmtes, in der Länge auf die darüber befindliche Sprengmasse der Ladesäule bezogenes, zylinderförmiges Rohr aus Kunststoff (1, 8) oder anderen brauchbaren Materialien im Bohrlochtiefsten entsteht und zusammen mit der Schlagpatrone oder dem Booster einschließlich Zünder die selbst in einem eigens vorgesehenen, oberhalb des Kissens angeordneten Hohlraum (3) im bekannten Sinne befestigt werden, in trockene oder wassergefüllte Bohrlöcher eingebracht wird und das so entstehende Luftkissen mittels geeigneter Verfahren und Ausbildung gegen von oben eindringende Sprengstoffe abgeschirmt wird sowie das möglicherweise vorhandene Wasser beim Eindrücken weitestgehend verdrängt wird. Die einzelnen Teile des Luftkissens mit den dazugehörigen Elementen, ...
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| Beschreibung[de] |
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Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Verbesserung des Sprengergebnisses,
Erhöhung der Sicherheit, Verringerung des Bohrmeteraufwandes, des Sprengstoffeinsatzes
und der Erschütterungsimmissionen bei allen Reihensprengungen mit Kopf- und Sohllöchern
durch ein im Bohrlochtiefsten sicher eingebrachtes, definiertes, gleichmäßig angeordnetes
Luftkissen mit Zünder sowie der dazugehörigen Schlagpatrone bzw. dem Booster, wobei
die Zündung stets im Bohrlochtiefsten einzuleiten ist.
Es ist bekannt, dass man durch einen luftgefüllten Hohlraum (Air Deck)
unter der eigentlichen Ladesäule die Unterbohrung vermeiden, den Sprengstoffeinsatz
reduzieren, die Zertrümmerung verbessern und geringere Erschütterungen erzeugen
kann (2004, Explosives engineering, Vol. 21, Number 1, pp 10 – 18 and Proc.
of the 30. Ann. Conf. on Explosives and Blasting Technique in New Orleans, Vol.
II pp 33 – 259). Hierbei wird ein Stöpsel aus Plaste auf einen hölzernen Stock
aufgesetzt und in das Bohrloch gelassen. Danach wird etwa eine Schaufel voll Splitt
oder Bohrklein auf den Stöpsel (= Power DeckTM plug) geschüttet. Darüber
erfolgt der Aufbau der Ladesäule in bekannter Art und Weise. Die Auswirkungen von
Luftpuffern auf das Sprengergebnis sind seit langem bekannt, ohne bis zur Anwendung
des „Power DeckTM plug" eine Auslegung im Bohrlochtiefsten systematisch
vorgenommen zu haben (1964, Vzryvnoe delo, 54/11, S. 310 – 317 (russ.); Die
Explosionsenergie und die Konstruktion der Ladesäule, Nedra, Moskwa (russ.); 1991,
3. High-Tech Seminar: Blasting Technology, Instrumentation and Explosive Application,
San Diego, Juni 2 – 7, 1994; Spreng-INFO, H 2, S. 48 – 51). In einer
anderen Fundstelle wird die Möglichkeit zur Verminderung von Sprengerschütterungen
so beschrieben, dass man diese Wirkung durch Einbringen von Styropor-Stangen in
das Bohrlochtiefste bei einer Großbohrlochsprengung insbesondere im klüftigen Kalkstein
erreichen kann (DE 1984 9953.1-24). Diese werden oft infolge ihres geringen Gewichtes
und der Bruchempfindlichkeit im Bohrloch zerstört. Die Styropor-Stangen bedingen
einen unregelmäßigen Hohlraum unter den Ladesäulen, lassen sich nicht sicher gleichmäßig
verteilt einbringen bzw. garantieren keinen Verschluss des Bohrloches gegen nachfallenden
Sprengstoff. Den bisherigen, bekannten Vorgehensweisen haften die Nachtetten an,
dass das geometrisch einzubringende Luftkissen ungleichmäßig ist, oft durch Unregelmäßigkeiten
oder Wasser im Bohrloch die Styropor-Stangen hängen bleiben, aufschwimmen oder der
Stock mit dem Stöpsel verkantet sowie das Bohrloch versperrt und der Einsatz des
Stöpsels (Power DeckTM plug) mit Stock in wassergesättigten Bohrlöchern
nicht die volle, erwartete Wirkung zeigt. Die erforderliche Handhabungssicherheit
ist nicht gewährleistet.
Es ist zur sicheren Vorbereitung einer Sprenganlage mit Bohrlochreihen
unter Einbeziehung eines Luftkissens in jedem Bohrloch notwendig, die vorteilhaften
Effekte durch sicheres Einbringen, gleichmäßiges Positionieren, gutes Abschirmen
gegen vorbeirieselnden oder fließenden Sprengstoff und stabilen, definierten Hohlraum
zu nutzen.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine sicher umsetzbare Verfahrensweise
zur genauen, einheitlich dimensionierten, einfach realisierbaren Anordnung eines
Luftkissens unter der Schlagpatrone oder Booster mit dem darin befindlichen Zünder
im Bohrlochtiefsten zu finden, ohne dass rieselfähiger oder flüssiger Sprengstoff
der darüber befindlichen Ladesäule in diesen Hohlraum vordringen kann und das möglicherweise
vorhandene Wasser weitestgehend verdrängt wird.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass ein Luftkissen
durch ein genügend großes, auf den Bohrlochdurchmesser abgestimmtes, in der Länge
auf die darüber befindliche Sprengmasse der Ladesäule bezogenes, hohles, zylinderförmiges
Rohr aus Kunststoff (1, 8) oder anderen brauchbaren Materialien
im Bohrlochtiefsten entsteht und zusammen mit der Schlagpatrone (19) oder
dem Booster (22) einschließlich Zünder (20), die selbst in einem
eigens vorgesehenen, mit einem Verschluss (4) abgegrenzten, oberhalb des
Kissens angeordneten Hohlraum (3) im bekannten Sinne befestigt werden,
in trockene oder wassergefüllte Bohrlöcher eingebracht wird und das so entstehende
Luftkissen mittels geeigneter Verfahren und Ausbildung gegen von oben einrieselnde
oder fließende Sprengstoffe abgeschirmt wird sowie das möglicherweise vorhandene
Wasser im Bereich des abgedichteten Luftkissens beim Eindrücken weitestgehend verdrängt
wird.
Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere darin,
dass ein geometrisch definiertes, gleichmäßig gestaltbares, anpassungsfähiges Luftkissen
im Bohrlochtiefsten zusammen mit der einfach zu befestigenden Schlagpatrone oder
einem Booster einschließlich des erforderlichen Zünders sicher und ohne größeren,
zusätzlichen Zeitaufwand in das Bohrloch verbracht werden können, wobei gleichermaßen
vorhandenes Wasser mit dem abdichtbaren, rohrartigem Luftkissen durch die Belastung
der späteren Ladesäule weitestgehend verdrängt werden kann und durch einfache Maßnahmen
an der Oberseite des Luftkissens mit der Schlagpatrone bzw. dem Booster der verbliebene
Ringraum gegen von oben vordringenden Sprengstoff verschlossen
werden kann. Auf diese Weise entsteht ein einheitliches Luftkissen im Bohrlochtiefsten
in der Ebene der vorgesehenen Arbeitssohle, welches bei der Zündung der Ladesäule
die gewünschten Verbesserungen einer Sprengung bewirkt wie Wegfall der Unterbohrung,
Reduzierung des Sprengstoffeinsatzes, Verminderung von Erschütterungen, keine oder
geringe Zerstörung der verbleibenden Sohle, bessere Auflockerung des Haufwerkes
und gute Umsetzung des eingebrachten Sprengstoffes. Die einzelnen Teile des Luftkissens
mit den dazugehörigen Elementen, Einbauten, Gestaltungen und Aussparungen (1,
2, 3, 4, 6, 8, 9,
10, 11, 12, 13, 14, 15) sind
schnell und einfach montierbar und die Schlagpatrone bzw. der Booster mit dem Zünder
sind mit wenigen Handgriffen mit Isolier-, Klebeband oder ähnlichen Hilfsmitteln
auf der oberen Seite des Luftkissens in dem dafür vorgesehenen Raum (3,
4) anzubringen, so dass nach Fertigung ein gemeinsames, ohnehin notwendiges
Ablassen des Luftkissens mit den Sprengmitteln in das Bohrloch erfolgen kann. Danach
wird der verbleibende Laderaum in üblicher Weise ausgeladen und die Sprengung abgetan.
Mehrere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Patentansprüchen
2 bis 10 angegeben. Die Weiterbildung nach Patentanspruch 2 ermöglicht es, dass
durch die einheitliche, gleichmäßige Anordnung des Luftkissens in der gesamten Sprenganlage
über dem Niveau und in etwa der gleichen Höhe zur Sohle bzw. erforderlichen Arbeitsfläche
abschließend die Wirkung verstärkt werden kann. Durch Zünden der Sprenganlage mit
gleichmäßigem Luftkissen nach der Impulstheorie (Spreng-INFO H 2, 2003, S. 33 –
41 und H 3, 2003, S. 35 – 42) sind weitere optimale Umsetzbedingungen mit
deutlichen Verbesserungen des Sprengergebnisses zu erreichen.
Erfindungsgemäß ist nach Anspruch 3 weiterhin vorgesehen, dass das
Luftkissen aus den einzelnen Teilen (1, 2, 8,
11, 12) in beliebiger, erforderlicher Art und Weise durch Zusammenstecken
verlängert, verkürzt und durch Auswahl der verschiedenen, angebotenen Durchmesser
dem jeweiligen Bohrloch angepasst werden kann, so dass ein störungsfreies Eindringen
ermöglicht wird. In trockenen Bohrlöchern ist ein Verschließen und geeignetes Abdichten
nicht erforderlich. Für wasserführende Bohrlöcher wird nach Anspruch 4 erfindungsgemäß
vorgesehen, dass das Luftkissen (1, 2, 8) am unteren
Ende mit einer abgerundeten Verschlusskappe (9, 10) gegen eindringendes
Wasser geschützt wird und das gesamte Luftkissen an den zusammengesteckten Stellen
(2) zu den Teilen (1, 8, 9) mit geeigneten Maßnahmen
wie Überkleben von Isolier- oder Packband, Aufbringen von Fett oder Klebstoffen
auf (2) abgedichtet wird.
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung ist im Anspruch
5 dadurch gegeben, dass am oberen Ende des Teiles 1 bzw. 3 ein verlängerter Ansatz
in gleichmäßige Teile zerschnitten und durch eine umlaufende Fase (12)
geschwächt wird, die ihrerseits ein leichtes Abknicken der geschnittenen Teile ermöglicht
und somit beim Einlassen in das Bohrloch kein Hindernis entsteht, aber nach einem
leichten Aufwärtsziehen im Bohrlochtiefsten der aufgeschnittene Ansatz umlaufend
so auffächert, dass im Ringraum oberhalb des Luftkissens zum Bohrloch das Vordringen
von Sprengstoff weitestgehend verhindert wird.
Erfindungsgemäß können nach Anspruch 6 aus den einzelnen Teilen (8,
2, 9, 10, 18) auch oberhalb des Luftkissens
durch einfaches Zusammenstecken der Leerrohre als Zwischenbesatz mit definierter
Länge an den betreffenden Stellen oder Schwachstellen mit geringer Vorgabe dm-genau
eingebracht werden und so zur höheren Sicherheit beitragen.
Die in Anspruch 7 angegebene vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung
eine Verstärkung des Luftkissens in der Weise vorzunehmen, dass direkt unter dem
vorgesehenen Raum für die Schlagpatrone bzw. Booster mit Zünder (3) eine
Druckgaspatrone (24) oder gleichwertiges eingebracht und mit dem unteren
Zünder der Ladesäule oder kurz davor gezündet wird, wodurch sich im Bereich des
Luftkissens der Druck erhöht und die Wirkung zur Verbesserung des Sprengergebnisses
verstärkt wird.
In Anspruch 8 wird die Erfindung weiter in der Weise ausgestaltet,
dass durch Aufstecken mehrerer Einzelteile (1, 2, 8,
9, 10 oder 18) aufeinander eine einheitliche Ladesäule
von einer erforderlichen Länge geschaffen, dabei Schritt für Schritt in das Bohrloch
mit dem Luftkissen nach Anspruch 1 eingebracht und dann mit ANFO-, Heavy-ANFO- oder
Emulsionssprengstoffen der zylinderförmige Laderaum voll aufgefüllt wird, wodurch
der Sprengstoff nicht entweichen kann.
Diese Vorgehensweise gestattet bei vorhandenen Spalten, in stark klüftigem,
aufgerissenen Gebirge, in wassergefüllten Sprenganlagen, die mit wasserempfindlichen
Sprengstoffen geladen werden sollen und bei ähnlich schwierigen instabilen Verhältnissen
eine sichere Ausladung der Sprengung, ohne unkontrollierte Verluste von Sprengmitteln.
Der verbleibende Ringraum zwischen der rohrartigen Ladesäule und dem vorhandenen
Bohrloch kann mit Wasser, Bohrklein oder anderen geeigneten Materialien verfüllt
werden, damit eine bessere Übertragung der Sprengwirkung in das Festgebirge oder
Sprengmedium erfolgt.
Erfindungsgemäß ist im Anspruch 9 fortsetzend vorgesehen, dass bei
Erfordernis oder geteilter Ladesäule weitere Luftkissen gemäß Anspruch
1 in die Sprenganlage oder Bohrung geometrisch definiert mit dem Vorteil, eingebracht
werden können, dass die Verbesserung des Sprengergebnisses auch unter schwierigen
Randbedingungen vorgenommen werden kann. Der Anteil der Luftkissen am Gesamtvolumen
einer geteilten Bohrlochladung sollte dabei nicht mehr als 10% betragen.
Letztlich ist im Anspruch 10 der Erfindung die vorteilhafte Ausgestaltung
angegeben, die die gute Wirkung des sprengstoffreichen Volumens im Bohrlochtiefsten
auch unter den Bedingungen nicht abwendbarer Wasserzuläufe durch Offenhalten des
Luftkissens am unteren Ende (6) und Perforieren des Verschlusses (4)
ermöglicht, wobei allerdings die vorgetragene Verbesserung des Sprengergebnisses
in abgeschwächter Art und Weise eintritt. Die erfindungsgemäßen Lösungen nach Anspruch
1 bis 10 sind kostengünstig herstellbar, austauschbar, vielfältig nutzbar und einfach
handhabbar.
In den Zeichnungen 1 bis 11
sind die einzelnen Teile der Erfindung dargestellt und werden mit der Bezugszeichenliste
nachstehend beschrieben:
1- Außenansicht des zylinderförmigen Kopfstückes vom Luftkissen
in
- dem die Schlagpatrone oder Booster mit Zünder untergebracht
- wird
2- Verjüngter Ansatz von 1 und 8 zum Aufstecken der Teile 8,
9
3- Hohlraum für die Aufnahme der Schlagpatrone oder Boosters
mit
- Zünder
4- Verschluss an der Oberseite des Luftkissens zum Hohlraum 3
5- Schnitt durch den Kopfteil des Luftkissens
6- Schnitt durch den verjüngten Ansatz 2 mit Öffnung zum Raum
von
- 1
7- Schnitt durch ein Kopfstück des Luftkissens (1) und
Verlänge
- rungsstück (8) mit Öffnung
8- Verlängerungsstück für das Luftkissen und die Verwirklichung
der
- Ansprüche 1, 2, 3, 6, 8, 9
9- Ansatz zum Aufstecken des Verschlusses am unteren Ende des
- Luftkissens nach Ansprüchen 1, 3, 4, 6, 8
10- Abgerundete Spitze des Verschlusses zum besseren Einbringen
- insbesondere in nassen, wassergesättigten Bohrlöchern
11- In gleiche Teile getrennte Verlängerung am Kopfstück des
Luftkis
- sens (1) – Spreizkranz – zur Verhinderung
des Vordringens von
- Sprengstoff nach Anspruch 1, 5
12- Fase zum Abknicken der Teile von 11
13- Schnitt durch 11
14- Ringförmig aufgeklappter Spreizkranz nach 11
15- Aufgeklappter Spreizkranz am Kopfstück 11
16- Seitenansicht eines Deckels für den oberen Verschluss bei
- Herstellung von Zwischenbesatzstücken
17- Schnitt von 16
18- Obere Ansicht von 16
19- Beispiel der Anordnung einer Schlagpatrone im Hohlraum 3
20- Zünder in der Schlagpatrone bzw. dem Booster
21- Zündleitung oder Zündschlauch je nach Zünder
22- Beispiel der Anordnung eines Boosters im Hohlraum 3
23- Geöffneter Spreizkranz bei vorhandener Ladung vor dem Einbrin
- gen
24- Druckgaspatrone – beispielhaft – durch 4 gedrückt
Die 12 bis 15
zeigen Beispiele der Anwendung.
12 Fertiges einfaches Luftkissen mit
Verschluss, eingefügter Schlagpatrone und Zünder
13 Fertiges verlängertes Luftkissen mit
Verschluss, eingefügtem Booster und Zünder
14 Nach unten offenes Luftpolster mit
Booster, Druckgaspatrone und geöffnetem Spreizkranz
15 Beispielhaft zusammengesteckte Ladesäule
mit verschlossenem Luftkissen und eingebrachten Sprengmitteln für unsichere Gebirgsverhältnisse
wie Spaltenbildung, Auflockerung, instabile Verhältnisse u. s. w.
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| Anspruch[de] |
- Verfahren zur Verbesserung des Sprengergebnisses, Erhöhung der Sicherheit,
Verringerung des Bohrmeteraufwandes, des Sprengstoffeinsatzes und der Erschütterungsimmissionen
insbesondere bei Ein- und Mehrreihensprengungen bzw. Sohl- und Kopflöchern,
dadurch gekennzeichnet, dass im Bohrlochtiefsten ein Luftkissen realisiert
durch ein genügend großes, im Durchmesser auf das Bohrloch abgestimmtes, in der
Länge auf die Sprengstoffmasse der Ladesäule bezogenes, hohles, zylinderförmiges
Rohr aus Kunststoff (1, 8) oder anderen brauchbaren Materialien
zusammen mit der Schlagpatrone (19) oder dem Booster (22) einschließlich
Zünder (20), die ihrerseits in einem eigens vorgesehenen,
mit einem Verschluss (4) abgegrenzten, oberhalb des Kissens angeordneten
Hohlraum (3) befestigt werden, eingebracht wird, so dass ein stabiles definiertes
Luftkissen in wassergefüllten oder trockenen Bohrlöchern entsteht, welches durch
eine geeignete Verfahrensweise insoweit nach oben abgedichtet wird, dass kein pulverförmiger
oder flüssiger, fließender Sprengstoff in den Bereich des Luftkissens vordringen
bzw. dort nicht detonieren kann und das möglicherweise vorhandene Wasser durch das
infolge Ausladung des Bohrloches mit Sprengstoff eingedrückte Luftkissen weitestgehend
verdrängt wird.
- Verfahren zur Verbesserung des Sprengergebnisses nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, dass bei mehreren Bohrlöchern ein einheitliches, gleichmäßig angeordnetes
Luftkissen entsprechend des Ladesäulengewichtes in der gesamten Sprenganlage über
dem Niveau und in etwa gleicher Höhe der gewünschten Sohle oder Arbeitsfläche entsteht.
- Verfahren zur Verbesserung des Sprengergebnisses nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, dass das Luftkissen aus einem zylinderförmigen Rohr je nach den
Bedingungen und Größe der Ladesäule beliebig verlängert oder verkürzt bzw. je nach
Bohrlochdurchmesser mit dem Durchmesser des Rohres entsprechend angepasst und abgedichtet
werden kann (1, 2, 8, 9, 10).
- Verfahren zur Verbesserung des Sprengergebnisses nach Anspruch 1 und
3, dadurch gekennzeichnet, dass das Luftkissen bei nassen, wassergefüllten Bohrlöchern
am unteren Ende durch einen passenden Verschluss gegen eindringendes Wasser geschützt
ist und die erforderliche Größe des Luftpolsters erreicht wird (9,
10).
- Verfahren zur Verbesserung des Sprengergebnisses nach Anspruch 1, 2
und 3 dadurch gekennzeichnet, dass die Spreizung des oberen Rohransatzes bzw. oberen
Endes des Luftkissens durch ein gleichmäßiges Aufschneiden ringsum die Rohröffnung
fächerartig von oben möglich wird (11, 12, 14,
15, 23) und so den verbleibenden Ringraum des Bohrloches gegen
vordringenden losen oder fließenden Sprengstoff schützt, wobei die Wirkung durch
dosierte Eingabe von gebrochenen Gesteinsmaterial oder Bohrklein erhöht werden kann.
- Verfahren zur Verbesserung des Sprengergebnisses nach Anspruch 1 und
3 dadurch gekennzeichnet, dass andefinierten Schwachstellen der Ladesäule oberhalb
des Luftkissens bei Kopf- und Sohllöchern oder zur genauen Dosierung von Zwischenbesatz
die zylindrischen Leerrohre auf das erforderliche Maß und am unteren sowie oberen
Ende mit den Verschlüssen zusammengesteckt und an die betreffenden Stellen der Ladesäule
eingebracht werden (1, 2, 8, 9, 10,
16, 18).
- Verfahren zur Verbesserung des Sprengergebnisses nach Anspruch 1, 2,
3, 4 und 5 dadurch gekennzeichnet, dass durch den Verschluss des Zylinders im oberen
Bereich des Luftkissens (3, 4) direkt unter dem vorgesehenen Raum
für die Schlagpatrone bzw. Booster mit Zünder eine Druckgaspatrone (24)
oder gleichwertiges eingebracht wird, die mit dem Zünder der Ladesäule oder kurz
vorher gezündet wird und das Luftkissen durch Druckerhöhung verstärkt.
- Verfahren zur Verbesserung des Sprengergebnisses nach Anspruch 1, 2,
3, 4, 5 und 7 dadurch gekennzeichnet, dass bei Erfordernis einer einheitlichen Ladesäule,
in klüftigem Festgebirge mit offenen Spalten, im instabilen Lockergestein oder in
wassergefüllten Bohrlöchern durch weiteres Aufstecken der zylindrischen Elemente
(1, 8) oberhalb des Luftkissens der Laderaum vollständig bis zum
Bohrlochmund oder erforderlichenfalls mit einer definierten Länge hergestellt (1,
2, 8) und sowohl mit wasserempfindlichen ANFO-, Heavy-ANFO bzw.
unempfindlichen Emulsionssprengstoffen gefüllt werden kann, ohne dass die losen
oder flüssigen Sprengstoffe weglaufen, gelöst werden oder in Spalten rieseln können
und der verbliebene Ringraum zwischen der rohrartigen Ladesäule mit Wasser, Bohrklein
oder anderen geeigneten Materialien erforderlichenfalls gefüllt wird.
- Verfahren zur Verbesserung des Sprengergebnisses nach Anspruch 1, 2,
3, 4, 5, 7 dadurch gekennzeichnet dass erforderlichenfalls weitere Luftkissen im
Bereich einer Ladesäule an anderer Stelle als im Bohrlochtiefsten geometrisch definiert
eingebracht werden können.
- Verfahren zur Verbesserung des Sprengergebnisses teilweise nach Anspruch
1, dadurch gekennzeichnet, dass bei Vorhandensein von Wasser in den Bohrlöchern
dieses in den Bereich des Luftkissens durch Offenlassen des Rohres (1,
8) und perforieren des Verschlusses (4) vom Raum für die Schlagpatrone
bzw. Booster mit Zünder ausnahmsweise eindringen kann und auf diese Weise wenigstens
eine definierte sprengstofffreie Zone gewährleistet wird.
Es folgen 10 Blatt Zeichnungen
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